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    Kurzfassung der Thesen:

    Aus irdisch-materieller Sicht glauben nicht wenige Menschen, es stünde in ihrem Belieben, das Leben selbst zu beenden bzw. anderen dabei aktiv oder passiv zu helfen.
    Aus geistiger Sicht gibt es hierzu klare Aussagen, die vor allem mit dem Sinn, Zweck und Ziel eines Erdenlebens zusammenhängen.

    • FN 1) Jeder Mensch lebt auf der Erde, um ein eigens für ihn von Gott festgelegtes Ziel und eine bestimmte Reife zu erreichen. Diesen Zeitplan Gottes sollte ein Mensch nicht dadurch vereiteln, daß er durch falsche Lebensweise, 'aktive Sterbehilfe' oder durch Selbstmord oder durch Drang nach einem Martyrertod ein vorzeitiges Ende herbeiführt. (a JL.Schr.035,14 f.)

    • FN 2) Aktive Sterbehilfe ignoriert in der Regel die Pläne Gottes mit der Seele und dem Geist des jeweiligen Menschenlebens. Leid, Schmerzen und Not können zu diesem Plan der Reifung und Vollendung gehören. (JL.Ev06.039,02)

    • FN 3) Wer seine Lebensaufgabe durch Suizid abbricht, muß mit harten Konsequenzen im Jenseits rechnen. (JL.Ev04.126,05; JL.Him3.126,07; JL.Ev06.163,02; JL.Ev04.152,01-14; RP.AoW.026 f.)

    • FN 4) Selbstmörder stehen oft unter Wiederholungszwang. Sie können evtl. Menschen aus dem Jenseits beeinflussen, die sich dadurch auch umbringen.

    • FN 5) Tödliche Unfälle sind nie Zufall. Auch sie können wie Tod durch Krankheiten zum Plan Gottes für einen Menschen gehören. (JL.Ev06.155,06)


    Erläuterungen, Beispiele:

      zu 1) Offenbarungen Jesu durch Jakob Lorber weisen darauf hin, daß jeder Mensch auf der Erde lebt, um ein eigens für ihn von Gott festgelegtes Ziel zu erreichen. In diesen Gottes Plan kann ein Mensch zwar eigenwillig eingreifen, aber er sollte dies besser nicht tun! Diesen Plan kann man z.B. dadurch verkürzen oder gar durchkreuzen, indem man sein Leben durch falsche Ernährung, Alkohol, Nikotin, Drogen etc., d.h. durch einen falschen Lebenswandel verkürzt! Noch deutlicher geschieht es z.B. durch Selbstmord oder durch die sog. 'aktive Sterbehilfe'.
      Selbst wer sich aus (scheinbar guten Motiven) zum vorzeitigen Tod durch Martyrium drängt, erlangt dadurch keine Vorteile! Jesus offenbarte hierzu: a »Ich habe jedem Menschen aus Meiner Ordnung ein bestimmtes Lebensziel gesetzt, und dieses besteht nicht im Schwerte, noch im Feuer; denn der Tod durch Schwert und Feuer ist ein Gericht. Wer aber sonach in was immer Meiner Ordnung eigenwillig und eigenmächtig vorgreift, der muß sich dann freilich insoweit ein kleines Gericht gefallen lassen, insoweit er Meiner gesetzten Ordnung vorgegriffen hat.
      (Der Prophet) Daniel wollte nicht sterben; darum ward er erhalten in der Löwengrube, und desgleichen die Jünglinge in dem Feuerofen, und mehrere ähnliche Beispiele. Und sehet, allen denen ward kein Haar gekrümmt, und gar vielen Tausenden Meiner Liebhaber ward ebenfalls kein Haar gekrümmt, weil sie die Kraft Meines Friedens in ihrem Herzen ungestört erhielten. Aber ein jeder, der sich über diesen Frieden hinausschwingen wollte, der mußte dafür aber auch den Unfrieden der Welt verkosten.« (a JL.Schr.035,14f.)

      zu 2) Weil Gott mit jedem Leiden ein höheres Ziel für die Entwicklung der Seele verfolgt, darf nach göttlicher Ordnung auch keine aktive Sterbehilfe von wohlmeinenden Ärzten oder anderen Menschen vorgenommen werden. Dazu offenbarte Jesus: Angenommen, a »es wäre ein sehr schmerzlichst kranker Mensch, und die besten Ärzte wüßten kein Mittel mehr, den Menschen von seinen großen Schmerzen zu heilen. Nun aber fiele es einem ein, und er würde zu den andern Ärzten sagen: "Da diesem Menschen durch nichts mehr zu helfen ist, so geben wir ihm ein schnell tötendes Gift, und er ist auf einmal alle seine Leiden los!" Gesagt, getan, - und der Leidende war im Moment dahin. Ja, diese Ärzte haben den Kranken erfolgreich von allen seinen Schmerzen befreit; aber sie haben ihn getötet, ohne zu bedenken, warum Gott ihm ein solches Leiden zukommen ließ, und wie es dann jenseits mit seiner Seele stehen möchte. Und so war das Mittel schlecht, was darum auch nie einen ganz rein guten Zweck nach sich ziehen kann.« (a JL.Ev06.039,02)
      Selbst Engel töten einen Menschen a »nicht eher, als bis sie vom Herrn den Auftrag haben, und dann nur auf diejenige Art und Weise, wie es der Herr haben will.« - Wenn dies höchst weise Engel respektieren, sollten dies auch Menschen tun und nicht selbstherrlich ohne grösseren Überblick Schicksal über Leben und Tod spielen wollen! (a JL.GSo2.078,12)
      Weder Krankheiten, noch Sterbehilfe oder Selbstmord, sondern nur die Reife eines Menschen sollten ein Erdenleben beenden: a »Das verkehrte Leben hat daher auch die vielen Krankheiten geschaffen, die mit dem eigentlichen Tode nichts zu tun haben sollen, da nicht diese den Übergang, sondern die seelische Vollreife ihn bedingen soll.« (a JL.Ev11.030,17)

      zu 3) Wer seine Lebensaufgabe durch Selbstmord bzw. durch 'aktive Sterbehilfe' abbricht, muß jenseits mit recht unangenehmen Konsequenzen rechnen. Dazu wurde Lorber u.a. geoffenbart:
      Selbstmord führt a »nicht selten zu unbegrenztem Schaden... Solch ein Mensch will sich noch gar lange hin immer mehr und mehr zerstören, weil er schon einmal gegen das Sein doch sicher den allertödlichsten Haß geschöpft hat, ohne den er nicht ein Selbstmörder geworden wäre.« (a JL.Ev04.126,05)

      Über die Folgen von Selbstmord bringe ich später noch differenziertere Ausführungen.
      Der parapsychologische Schriftsteller Rudolf Passian schildert aus einem Brief des Dipl.-Chemikers H. aus D. folgenden Fall, der zeigt, wie Selbstmörder evtl. noch lange am Ort der Untat verbleiben und dadurch einen sog. 'ortsgebundenen Spuk' verursachen:
      Eine Bekannte des Chemikers, die während des letzten Krieges Kunstschülerin in B. war und in den Ferien einen Hilfsdienst bei einem Bauern in der Nähe von M. ableistete, bekam dort ein kleines Zimmer - mit dem Blick zur Dorfstraße - zugewiesen. Von der ersten Nacht an, die sie in jenem Zimmer verbrachte, wurde sie stets genau um 23.45 Uhr durch ein Geräusch vom Fenster her wach, das sich wie schleppende Schritte anhörte. Anfangs leise, wie von fern kommend, schwoll dann das Geräusch stärker an, bis es dicht vor dem Fenster zu sein schien. Dann entfernte es sich allmählich wieder. Und jedesmal ging eine undeutlich zu sehende menschliche Gestalt am Fenster vorüber.
      Dieser gespenstische Vorgang spielte sich allnächtlich pünktlich um die gleiche Zeit ab. Zwei Tage vor Beendigung ihres dortigen Aufenthaltes sah die junge Dame - nachdem sie wiederum geweckt worden und jene Geräusche vernommen hatte - ganz deutlich das Gesicht eines Mannes an der Fensterscheibe, der ins Zimmer blickte und danach verschwand. Jetzt erst bekam es die Bekannte meines Berichterstatters mit der Angst zu tun und konnte nicht mehr einschlafen. Als sie den Wirtsleuten am nächsten Morgen ihre Erlebnisse erzählte und erklärte, in jenem Zimmer nicht mehr nächtigen zu wollen, erfuhr sie folgendes:
      In dem fraglichen Zimmer hatte früher ein Bruder des Bauern geschlafen. Eines Morgens fand man ihn mit durchschnittener Kehle in demselben Bett liegend, welches jetzt die junge Dame benutzte. Es wurde eindeutig Selbstmord festgestellt. Da sich dieser Vorfall aber schon vor längerer Zeit abgespielt hatte und das Zimmer seither nicht mehr benutzt worden war, trug man keine Bedenken, die Hilfsdienstlerin dort unterzubringen. Diese fuhr noch am gleichen Tag nach Hause. - Ob der Berichterstatter recht hat, wenn er meint: Der Geist des Selbstmörders fand also keine Ruhe und es ist anzunehmen, daß er an den Ort seiner Tat gebannt war und vielleicht jede Nacht erneut den Selbstmord erleben mußte?« (a RP.AoW.026 f.)

      Es ist aus vielen parapsychologischen Spuk- und Wiedergängerberichten bekannt, daß Selbstmörder sich auch im Jenseits gedrängt fühlen, ihren Selbstmord immer wieder nachzuvollziehen.
      Selbstmörder glauben oft, nach dem Tode sei alles zu Ende oder sie hätten jenseits ein besseres Los. Wenn sie nun im Jenseits spüren, daß ihre Probleme unverändert fortdauern, ja sich aufgrund ihrer falschen Tat noch erheblich vergrößern, glauben sie evtl., ihr Selbstmord sei mißlungen und versuchen immer wieder unter innerem - meist wohl höllisch verursachtem - Zwang, sich umzubringen.
      Selbstmörder erleiden jenseits a in vielfältiger Form Schmerzen, Ängste und befinden sich oft in Dunkelheit oder in nebelartigem Zustand. (a JL.Ev04.152,11)

      Gott a berücksichtigt die Selbstmordmotive. Je nach den Ursachen oder Zielen des Selbstmordes gestaltet sich das weitere Schicksal. Wo sehr eigenliebige und niedere Motive der Beweggrund waren, erscheinen Selbstmörder Hellsichtigen symbolisch evtl. in Tiergestalt. Dies weist auf die niederen tierischen Motive hin. Unter sich sehen sich Selbstmörder aber in der üblichen menschengleichen Geistergestalt. (a JL.Ev04.152,01-14)

      Die Selbstmordfolgen sind stets negativ; sie a begrenzen in jedem Falle für lange Zeit die Aufstiegschancen im Jenseits. (a JL.Ev04.152,12-14)

      Sofern keine a mildernden Umstände vorliegen, sieht das jenseitige Los von Selbstmördern (Beispiele)gar nicht gut aus: b »Die Selbstmörder - so sie nicht Irrsinnige sind - werden schwerlich je oder auch gar nie das Reich des ewigen Lebens besitzen! Denn wer einmal ein solcher Feind seines Lebens ist, in dem ist keine Liebe zum Leben; ein Leben ohne Liebe aber ist kein Leben, sondern der Tod.« (a JL.Ev04.152,01-14; b JL.Ev06.163,02)
      Auch wenn die Gnade Gottes Selbstmörder letztlich nicht verloren gehen läßt (Beispiele) , bleibt dennoch a »immer ein Leck, das darin besteht, daß sie nahe nie wieder zur vollen Kindschaft Gottes gelangen kann; über die Seligen des ersten, äußersten und somit auch untersten Himmels, oder gar nur bis an die Grenzmarken desselben, kommt eine selbstmörderische Seele kaum je!« (a JL.Ev04.152,13)
      Wer sich sein Leben durch falschen Lebenswandel grob fahrlässig verkürzt, erlebt nach göttl. Ordnung ein ähnliches Schicksal wie Selbstmörder: Dazu zählen nach Jesu Mitteilungen jene, a »die sich als Schwelger, Lecker, Säufer und Hurer selbst entleiben und sich (dadurch) auch selbst den Tod schuldig sind. Mit denen hat Gott nichts zu tun, denn sie haben ja ihren eigenen Tod gemästet!« (a JL.Him3.126,07)

      Demzufolge ist das jenseitige Los Süchtiger, die aufgrund ihrer Sucht ihr Leben meist beträchtlich verkürzen, (Beispiele)dem Los von Selbstmördern vergleichbar.

      zu 4) Mitunter überträgt sich der Selbstvernichtungsdrang von verstorbenen Selbstmördern auf Lebende, wenn sie diese (oft unwissentlich) besessen machen. (Beispiele) Die Kennzeichen der Besessenheit durch Selbstmörder werden aber meist als 'Schizophrenie' ganz falsch gedeutet. Wird diese geistige Ursache nicht erkannt, bekommen weder der Verstorbene noch der besetzte Mensch wirkliche Hilfe.

      Beispiel: Eine 28-jährige Frau bekam wenige Monate, nachdem sich ihr Vater die Kehle durchgeschnitten hatte, große Ängste, fühlte sich wie aus ihrem eigenen Körper verdrängt und spürte einen nahezu unwiderstehlichen Drang, sich, ihrem Mann und ihren beiden 2 und 6 jährigen Kindern die Kehle durchzuschneiden. Um dem vorzubeugen, bat sie ihren Mann, alle größeren Messer aus dem Haushalt vor ihr zu verstecken. Als der Selbst- und Fremdtötungsdrang zu arg wurde, floh sie in die Psychiatrie, wo sie als 'Schizophrene mit Verfolgungswahn' stark dämpfende Psychopharmaka bekam.
      Während eines 3-tägigen 'Psychiatrieurlaubs' kam sie in die Behandlung zu mir. Zahlreiche Kennzeichen legten die Vermutung nahe, daß sich die unglückliche Seele ihres Vaters in ihr aufhielt. Er schien ganz offensichtlich nicht begriffen zu haben, daß sein Selbstmord gelungen war und er deshalb die Tat immer wieder zwangshaft vollziehen wollte. Alle Ängste, Orientierungslosigkeit und Pein, die er offensichtlich im Jenseits erlebte, übertrug sich auf die Tochter und machte sie nach Meinung der Ärzte 'schizophren'. Nachdem ich in vielen Gesprächen und mit entsprechenden Hinweisen, woran ein Verstorbener erkennen kann, daß er im Jenseits ist, den Verstorbenen darüber aufgeklärt hatte, daß er die irdische Ebene verlassen hatte und sich seit einigen Monaten nun im Körper seiner Tochter aufhielt, kam von ihm die Frage: "Was soll ich also nun tun?" Ich wies ihn darauf hin, daß er sich durch die eigenmächtige Verkürzung seines Lebens schwer gegen die göttl. Ordnung vergangen habe. Dies solle er bereuen und Jesus Christus für diese lebensverneinende Tat um Vergebung bitten. Danach solle er seine Seele und seinen Geist Jesus zur Führung übergeben und ihn um Schutz durch Engel gegen satanische Mächte, die ihn zum Selbstmord verführt oder gezwungen hätten, bitten. Ich wies ihn darauf hin, daß er Jesus dann darum bitten solle, nun die irdische Sphäre und den Körper seiner Tochter verlassen zu können. Er solle darum bitten, daß ihm Engel gesandt würden, damit sie ihn an einen Ort brächten, an dem er in die Regeln des Jenseits eingeführt werde und Gelegenheit erhalte, seine irdischen Fehler wiedergutzumachen. Da er zu Erdenzeiten kaum gebetet hatte, bat er mich: 'Können Sie mir diese Bitten nicht vorsprechen?!' Das tat ich und er vollzog innerlich die entsprechenden Bitten nach.
      Nach dieser rund 3-tägigen 'Aufklärungsarbeit' und 'Gebetsnachhilfe' ließen die Symptome bei der gestörten jungen Frau so deutlich nach, daß sie keinerlei Zwang mehr zur Selbsttötung empfand. Sie fühlte sich wie von einer dunklen Wolke befreit, spürte nur noch wenig Ängste und hatte vor allem wieder das Bewußtsein eines eigenen Ichs und das Bewußtsein, ihren eigenen Körper wieder zu spüren und zu beherrschen. Daraufhin ging sie nicht mehr in die Psychiatrie zurück. Innerhalb der nächsten 2-3 Monate stabilisierte sich der gesamte Zustand in erfreulichem Maße und sie hatte natürlich viele Fragen über den Tod, das Fortleben und die Regeln im Jenseits.

      zu 5) Unfälle haben ihren Grund in der Regel in einem bestimmten Plan Gottes, nach dem jeder Mensch irgendwann sterben muß. Einem Juden, der Jesus fragte, wer Schuld daran trage, wenn jemand durch ein Unglück sterbe, entgegnete er: a »Wenn so etwas geschieht, so ist das ganz gewiß eine bestbegründete Zulassung von oben, und es ist ungefähr dasselbe, als so jemand an irgendeiner Krankheit dahinstirbt... Denn kein Mensch auf der ganzen Erde bleibt am irdischen Leibesleben, und es kann daher ein Mensch ebensogut im Wasser wie im Feuer ganz unverschuldet ums Leibesleben kommen.« (a JL.Ev06.155,06)

      Unfälle, vor allem tödliche, haben immer eine Ursache, die meist im Fehlverhalten des Menschen liegt.
      Unfälle können und dürfen teils auch von Satan bzw. in seinem Auftrag von Dämonen herbeigeführt werden, z.B. wenn ein Mensch sich Satan verschrieben hat oder nach ordnungswidrigen Grundsätzen lebt. Aber selbst in solchen Fällen stellen sie dennoch eine »bestbegründete Zulassung von oben« dar.

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