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Begreifen alle Verstorbenen sofort, dass sie anderswo sind? Haben alle das gleiche Bewußtsein darüber?

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    Kurzfassung der Thesen:

    Manche Verstorbenen haben sofort nach dem Übergang ein klares Bewußtsein, wer sie sind und wo sie sind. Vielfach ist dies aber längere Zeit nicht der Fall, weil sie aufgrund vieler Ähnlichkeiten mit den irdischen Zuständen glauben, weiterhin im irdischen Körper zu leben. Wie rasch die Erkenntnis über den Wechsel kommt, hängt von vielen Faktoren ab. (a ES.GT.319)

    • FN 1) Menschen, die mitten aus dem Leben heraus sterben, tun sich oft schwer, den Übergang zu erfassen, vor allem, wenn sie die üblichen materialistisch-wissenschaftlichen Ansichten über Leben und Tod haben. (KN.MS01.019,22 ff.)

    • FN 2) Der eigentliche Todesvorgang selbst wird nicht gefühlt. (a KN.MS01.020,01 .03)

    • FN 3) Solange das Verbindungsband ('Silberschnur') nicht gänzlich durchtrennt ist, kehrt ein schon weitgehend freier Astralkörper immer wieder zum irdischen Körper zurück. (KN.MS01.020,13)

    • FN 4) Manche Verstorbene haben schon nach wenigen Minuten erkannt, daß sie den materiellen Körper abgelegt haben, andere begreifen dies lange Zeit, oft Jahrzehnte nicht. (a ES.HH.498)

    • FN 5) Je unruhiger und ängstlicher ein Mensch stirbt, desto länger dauert es, bis das Bewußtsein, wer er ist, im Jenseits wiederhergestellt ist. (JL.Ev04.151,10-11)

    • FN 6) Menschen, die im Schlaf, unter Drogeneinfluß, unter Beruhigungs- oder Narkosemitteln oder z.B. durch Mord oder Unfall vom Tod überrascht wurden, begreifen ihren Übergang oft lange nicht.

    • FN 7) Ein plötzlicher Tod ermöglicht keinen Abschied und hinterläßt Zweifel über den aktuellen Zustand und Aufenthaltsort;. (a KN.MS06.014,05)


    Erläuterungen, Beispiele:

      zu 1) Wie es einem ans Weiterleben allenfalls vage glaubenden Menschen nach einem unbemerkt eingetretenen Tod gehen kann, schilderte einige Jahre nach seinem Hinübergang Psychiater Dr. Karl Nowotny ;aus dem Jenseits durch das Schreibmedium Grete Schröder;:

      Beispiel: a »Es war an einem Frühlingstag, und ich befand mich auf dem Lande in meinem Haus, das ich nur selten bewohnte. Meine Gesundheit ließ wohl zu wünschen übrig, aber ich war nicht bettlägerig, sondern ging spazieren mit guten Freunden. Es war an einem schönen Abend.
      Als wir weggingen, war ich müde und glaubte, nicht gehen zu können. Ich zwang mich aber dazu und siehe da, plötzlich fühlte ich mich ganz gesund und frisch. Ich lief davon und atmete tief die frische Luft, und ich war so froh, wie schon lange nicht.
      Was ist mit mir geschehen, dachte ich, daß ich plötzlich keine Beschwerden hatte, keine Müdigkeit und keine Atemnot?
      Ich kam zu meiner Begleitung zurück, und siehe da, was war das? Ich stand da und gleichzeitig sah ich mich auf dem Boden liegen. Die Umstehenden waren verzweifelt und aufgeregt, riefen nach dem Arzt und holten ein Auto, um mich heimzufahren.
      Aber ich war doch gesund geworden und fühlte keine Schmerzen! Ich konnte es nicht verstehen. Ich befühlte das Herz des Liegenden, ja es stand still - ich war tot. Aber ich lebe doch! Ich sprach die Freunde an, aber sie sahen mich nicht und gaben keine Antwort.
      Da wurde ich ärgerlich und ging weg. Aber immer wieder kam ich zurück. Es war kein schöner Anblick für mich, die weinenden, traurigen Freunde, die nicht auf mich hören wollten und der tote Körper vor mir, obwohl ich mich ganz gesund fühlte.
      Dazu mein Hund, der verzweifelt schrie und nicht wußte, zu wem er gehen sollte. Er sah mich hier und dort.
      Nachdem alle Formalitäten erledigt waren und man meinen Körper in einen Sarg legte, da wußte ich, daß ich gestorben sein muß. Ich wollte es trotzdem nicht glauben. Ich ging zu meinen Kollegen auf der Universität, sie sahen mich aber nicht und erwiderten nicht meinen Gruß. Ich war sehr beleidigt. Was sollte ich tun? Ich ging auf den Berg, wo Grete (seine Steuerberaterin und sein späteres Schreibmedium, d.Hg.) wohnt. Sie saß traurig da, hörte mich auch nicht.
      Es half alles nichts, ich mußte die Wahrheit erkennen. In dem Augenblick, da mir bewußt wurde, daß ich die irdische Welt verlassen hatte, sah ich meine gute Mutter. Strahlend kam sie mir entgegen und sagte mir, daß ich nun im Jenseits sei. Nicht mit diesem Wort, denn dieses gibt es nur im irdischen...
      Ich konnte aber noch nicht glauben, daß es so sei und meinte, geträumt zu haben... Ich war so stark mit der irdischen Welt verbunden, daß ich noch lange nachher, als ich schon durch Berta - unser erstes Medium - die Möglichkeit hatte, zu sprechen, der Meinung war, es sei alles ein Traum.
      Langsam nur konnte ich meine Irrtümer erkennen, die ich restlos und klar ersichtlich alle mitgebracht hatte. Ich kämpfte geradezu dagegen, daß das, was ich sah, Wahrheit sein könnte. Ich war recht unglücklich in diesem Dilemma. (a KN.MS01.019,16-25)

      Trotz aller Änderungen, die Dr. Nowotny nach seinem Tode wohl feststellte, reichte dies zunächst nicht aus, in ihm ein sicheres Bewußtsein vom Übergang ins Jenseits zu schaffen!
      Auch aus vielen anderen Berichten aus dem Jenseits wird erkennbar, daß jene, die an ein Weiterleben oder an eine geistige Welt und Gott nicht oder nur schwach glauben, im Jenseits oft große Mühe haben, den vollzogenen Übergang glauben zu können. Dann scheint die eigene Wunschvorstellungskraft so stark sein zu können, daß selbst das Beobachten von klaren Hinweisen auf den Tod, wie z.B. die Einsargung oder das Begräbnis, falsch interpretiert werden! So stark kann die Einstellung dort das Erleben und Wahrnehmen prägen und sich eine neue 'Realität' schaffen.

      zu 2) Dr. Nowotny berichtet aus dem Jenseits über seinen Tod:

      Beispiel: a »Ich fühlte das Ende des Lebens überhaupt nicht. Es war mir nur eine unsägliche Müdigkeit zum Bewußtsein gekommen, die ich mir nicht erklären konnte... Der Mensch fühlt bei längerem Leiden oder besser gesagt, er erkennt das nahende Ende mehr oder weniger deutlich, das tatsächliche Ende erkennt er aber erst, wenn er im Jenseits angelangt, also vollkommen getrennt ist vom materiellen Körper.« (a KN.MS01.020,01 .03)

      zu 3) Dr Nowotny weist auch - wie viele Nahtodberichte - auf die Verbindung des Astralkörpers mit dem sterbenden irdischen Körper durch die 'Silberschnur' hin:  a »Ich mußte immer wieder zu meinem Körper zurückkommen. Das war dadurch bedingt, daß das Lebensband nicht so schnell gelöst ist, wenn auch das Geistwesen schon frei geworden ist. Alle diese Vorgänge sind nicht willkürlich, sondern nach feststehenden Gesetzen und für jeden Menschen vorausbestimmt.« (a KN.MS01.020,13)

      zu 4) Nicht wenige Verstorbene brauchen längere Zeit, um zu begreifen, daß sie nicht mehr im irdischen Leben sind. Swedenborg berichtet: a »Dieser erste Erlebens-Zustand nach dem Tode dauert bei einigen Menschen mehrere Tage, bei anderen mehrere Monate und wieder bei anderen ein Jahr lang.« (a ES.HH.498)
      Die Orientierungsphase nach dem Tode kann lt. Swedenborg sogar a »viele Jahre, jedoch nicht über 30 dauern... Die Unterschiede beruhen darauf, wie weit die innerlichen und die äußerlichen Bereiche bei den einzelnen Menschen übereinstimmen oder nicht.« (a ES.HH.426)

      zu 5) Ängstlich-unruhige Seelen gelangen nach ihrem Übergang nicht sofort zum vollen Bewußtsein, wer und wo sie sind, denn a »die Seele braucht eine gewisse innere Ruhe, um zu einem sichern und hellen Bewußtsein ihrer selbst zu gelangen. Je mehr die Seele in sich selbst (beim Sterben) beunruhigt wird, desto mehr verschwindet denn auch ihr klares Selbstbewußtsein; und ist die Seele einmal in eine möglich höchste Unruhe versetzt, dann weiß sie von sich selbst so gut wie nichts mehr auf so lange, bis sie in die Ruhe zurückgekehrt ist. Und dieser Moment tritt bei Sterbenden um so mehr ein, auf einer desto niederen Lebensbildungsstufe eine Seele stand.« (a JL.Ev04.151,10-11)

      zu 6) Manche Verstorbene erkennen schon im Moment des Todes, daß sie nun ihre 'Geburt' ins Jenseits haben, manche merken bzw. begreifen den Zustandswechsel jedoch überhaupt nicht, vor allem, wenn sie z.B. durch plötzlichen Herzstillstand, im Schlaf, unter Drogeneinfluß, unter Beruhigungs- oder Narkosemitteln oder z.B. durch Mord oder Unfall vom Tod plötzlich überrascht wurden.

      zu 7) Warum vor allem ein plötzlicher Tod eine negative Wirkung haben kann, erklärt Dr. Nowotny: a »Dann fehlt die Vorbereitung auf den Abschied und das Wesen gerät in Zweifel über seinen Zustand. Nach ewigen Gesetzen ist es das natürliche Bestreben in jedem Menschen, das materielle Leben so lang wie möglich zu erhalten. Dieser Trieb ist tief im Bewußtsein verankert und läßt das Geistwesen in seinem Zweifel glauben, daß es noch in der irdischen Welt sein müsse. Je nach der Reife des Wesens erkennt es seine Lage früher oder später und findet dann den Eingang in den geistigen Bereich.« (a KN.MS06.014,05)

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