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    Kurzfassung der Thesen:

    Auf das unvermeidliche Ereignis des Sterbens reagieren die Menschen völlig verschieden.
    • FN 1) Viele Menschen sprechen gar nicht gerne über jenes Ereignis, das auf alle unvermeidlich zukommt, über das Sterben ihres Körpers. Sie wollen es absolut nicht wahrhaben und verdrängen dieses unabwendbare Geschehen evtl. völlig aus ihrem Denken und Bewußtsein.

    • FN 2) Manche Menschen setzen sich mit dem Sterben und Weiterleben auseinander und wollen evtl. möglichst genau wissen, wann der letztlich unvermeidliche Tod auf sie zukommt. Sie hoffen, durch Vorherwissen Vorsorge verschiedenster Art treffen zu können. Zu diesem Zweck wollen sie z.B. durch okkulte Wahrsagemethoden, wie z.B. durch Astrologie, Tarot-Karten, Handlinienlesen, Palmblatt-Deutung, Pendeln etc. herausbekommen, wann ihr Todesjahr oder gar Todeszeitpunkt sein werde. Offensichtlich glauben sie, ihr Todeszeitpunkt sei von Gott oder von irgendwelchen Schicksalmächten zu einem bestimmten Zeitpunkt festgelegt.

    • FN 3) Seelisch und geistig völlig Wiedergeborenen wird nicht selten ihre Todesnähe geoffenbart. Wegen ihrer Reife und ihres rechten Wissens ums Fortleben schadet ihnen auch Vorkenntnis um den Todeszeitpunkt nicht. (a JL.Ev04.263,08)

    • FN 4) Mitunter teilen eben erst Verstorbene ihren Hinterbliebenen den Tod selbst mit. (KK.SeOk.052;B12)

    • FN 5) Der Todeszeitpunkt ist nicht auf ein bestimmtes Datum fixiert, sondern orientiert sich an der Reife der Seele und den Zielen des Geistes. Der materielle Körper dient vor allem dazu, während eines Erdenlebens der Seele und dem Geist des Menschen zur höheren Reife und Vervollkommnung zu verhelfen. (JL.Ev06.053,11; JL.GSo2.078,12)

    • FN 6) Aus vielen Gründen ist es besser, wenn der Todeszeitpunkt den meisten Menschen verborgen bleibt. Wüßten sie den genauen Zeitpunkt, hätte dies meist zur Folge, daß sie so in Furcht, Angst und Verzweiflung vor dem Sterben gerieten, daß sie evtl. Suizid machen würden oder so lebensgierig oder auch so passiv-träge würden, daß ihre Seele schwersten Schaden erlitte. (a (JL.Ev09.070,03)

    • FN 7) Gelegentlich kann der Tod durch Gebete von Angehörigen rückgängig gemacht oder hinausgeschoben werden. (M. Schrimpf: 'Eppur si muove. Eine Sammlung neuester authentischer Beweise des Weiterlebens nach dem Tode', Verlag Oswald Mutze, Leipzig 1912, zit. n. )

    • FN 8) Sterbende können mitunter ihren Körper erst verlassen, wenn Gebete eingestellt werden. (RM.LndT.088)


    Erklärung:

      zu 1) Viele Menschen wollen die Realität des Sterben-müssens möglichst nicht wahrhaben und verdrängen dieses unabwendbare Geschehen evtl. völlig aus ihrem Denken und Bewußtsein.
      Beispiel Noch acht Tage vor ihrem Tod durch Altersschwäche hörte ich aus dem Munde einer 95jährigen Frau, die ihr Leben lang kaum je krank war: "Ich muß noch lange nicht sterben!" Dabei war für jeden Besucher erkennbar, daß sie kräftemäßig in den letzten Zügen lag und jede Stunde ihr Ableben zu erwarten war. Jeder Ansatz zu einem Gespräch über das Sterben oder Weiterleben widerstrebte ihr. Sie lenkte von diesem ihr unangenehmen Thema sofort ab oder beendete es mit den Worten: "Nach dem Tod ist alles aus, dann existiert man einfach nicht mehr. Es gibt kein Weiterleben!" - Innerlich drängte sich mir dabei der Gedanke auf: "Sie wird sich bald wundern!" Als sie wenige Tage später starb, dürfte sie erfahren haben, ob ihre Ansicht stimmte oder nicht.
      Wer den Gedanken ans Sterben und Weiterleben verdrängt, besitzt logischerweise meist auch wenig Wissen über diesen Vorgang und seine Folgen. Unwissenheit erzeugt aber gerne Angst! Falls es ein Weiterleben in einer anderen Ebene gibt, kommen solche Menschen möglicherweise in eine Situation, die durch mitgebrachte Vorurteile falsch bewertet oder verkannt wird.

      zu 2) Selbst wenn genaue Daten oder ein gewisses Alter aus geheimnisvollen Quellen genannt werden, hat niemand Gewähr, daß es so kommt.
      Beispiel: Eine Schülerin eines Astrologen und magisch tätigen 'Weisheitslehrers' berichtete mir, ihr Lehrer habe vor der Gruppe mehrmals erwähnt, daß er durch seine okkulten Praktiken genau das Jahr seines Todes erfahren habe und daher sicher sei, über 80 Jahre alt zu werden. Offensichtlich ging dieser Mann davon aus, daß es einen genau vorherbestimmten Todeszeitpunkt gäbe. Aus verschiedenen Gründe erklärte ich seiner Schülerin, daß er sich irren werde. Es vergingen dann keine zwei Jahre und dieser gerade etwas über 50 Jahre alte Astrologe starb überraschend innerhalb von Minuten an einer Embolie.
      Der Todeszeitpunkt ist normalerweise weder durch Astrologie, noch durch Tarot-Karten oder sonstige okkult-geheimnisvolle Mittel zu errechnen.

      zu 3) Es gibt zahlreiche gut verbürgte Fälle, in denen das nahende Ende irgendwie (z.B. über Träume, Ahnungen, PSI-Phänomene, Medien, Klopfzeichen etc.) mitgeteilt wird. Dies scheint vor allem bei entsprechender seelisch-geistiger Reife der Fall sein zu dürfen. Dies ist dann wohl ein Gnadenakt Gottes, der letzte Vorbereitungen ermöglichen soll.
      Menschen, deren Leben entsprechend den göttlichen Geboten verläuft, haben meist keinerlei Angst vor dem Übergang ins Jenseits. Wenn ihnen evtl. sogar das genaue Todesdatum mitgeteilt wird, a leidet ihre Seele nicht darunter. Sie verlassen den Körper ganz freiwillig, wenn sie den göttlichen Ruf zu höheren Zielen im Jenseits vernehmen. Sie sollen den Übergang ins Jenseits auch nicht fühlen. (a (JL.Ev04.263,08)
      So ist z.B. von dem nordischen Seher Swedenborg bekannt, daß er sich auf seinen Tod wie auf ein Fest vorbereitete und ihn voll bewußt miterlebte. Auch der 'Schreibknecht Gottes', a Jakob Lorber, wußte 2 Tage vor seinem Tode genau, daß es soweit war. Einen Tag später, nachdem er seinen bevorstehenden Tod während einer Mahlzeit einer Bekannten vorangekündigt hatte, erlitt er zwei Blutstürze. Er ging dem Tod völlig gelassen entgegen. (a 'Lebensbeschreibung Jakob Lorbers', S. 25)

      zu 4) Mitunter wird der Todeszeitpunkt durch die Verstorbenen den Hinterbliebenen mitgeteilt. Dr. K.E. Koch berichtet:
      Beispiel:Ein evangelischer Pfarrer sah während des Krieges plötzlich seinen Sohn, der an der Ostfront kämpfte, in seinem Blute vor sich liegen. Der Vater dachte sofort, daß dem Sohn etwas passiert wäre. Nach drei Wochen kam dann die Todesnachricht. Todestag und Stunde stimmten mit der visionären (hellsichtigen) Erscheinung überein. (KK.SeOk.052;B12)

      zu 5) Der Todeszeitpunkt ist lt. Infos aus dem Jenseits nicht auf ein bestimmtes Datum fixiert, sondern orientiert sich an der Reife der Seele und an den Zielen des Geistes.
      Der materielle Körper eines Menschen hat nur in einer materiellen Umgebung eine Aufgabe. Er dient letztlich der Seele und dem Geist eines Menschen zur Ausreifung und Höherentwicklung. Ist einmal eine nach göttlichem Plan ausreichende seelisch-geistige Reife auf der Erde erreicht, wird die körperlich-materielle Umhüllung von Geist und Seele überflüssig: a »Ist die Seele einmal reif geworden, dann verläßt sie für ewig den Leib«, denn sie braucht ihn für die weitere Vollendung in einer feinstofflichen Welt nicht mehr. (a JL.Ev06.053,11)
      Der Zeitpunkt des Todes liegt in Gottes Hand, ebenso die Art und Umstände des Todes, wenn Engel ihn herbeiführen: a »Gott tötet ... der Menschen Leiber; aber zur rechten Zeit, wenn der Geist entweder auf die eine oder die andere Weise irgendeine Reife erlangt hat. Auch die Engel des Himmels... erwürgen... nicht eher, als bis sie vom Herrn den Auftrag haben, und dann nur auf diejenige Art und Weise, wie es der Herr haben will.« (a JL.GSo2.078,12)

      zu 6) Es ist weise eingerichtet, daß die wenigsten Menschen ihren genauen Todestag kennen. Jesus teilte hierzu durch das 'innere Wort' Lorber wörtlich mit: a »Wäre es wohl gut für den Menschen, so er den Tag und die Stunde Seines Ablebens ganz genau zum voraus wüßte? Für sehr wenige, im Geiste völlig Wiedergeborene, ja; aber für zahllos viele wäre das wohl ein großes Übel! Denn die herannahende Stunde ihres Ablebens würde sie derart mit aller Furcht, Angst und Verzweiflung erfüllen, daß sie entweder so zu Feinden des Lebens würden, daß sie sich vor der Zeit das Leben nähmen, um dadurch der Todesangst zu entgehen, oder sie würden in eine derartige Lebensträgheit geraten, in der für die Seele wahrlich wenig Heil zu erwarten wäre. Und so ist es für den Menschen besser, so er nicht alles als ganz bestimmt zum voraus weiß, was, wie und wann in dieser Welt dieses und jenes über ihn kommen kann und auch kommen muß.« (a JL.Ev09.070,03)
      Wir Menschen leben daher ruhiger, wenn wir nicht erfahren wollen, was die Zukunft bringt, sondern uns stattdessen vertrauensvoll darauf verlassen, daß Gottes Liebe, Barmherzigkeit, Weisheit und Macht alles so zu lenken vermag, wie es für unsere seelische Reifung und geistige Entwicklung am Besten ist.

      zu 7) In vereinzelten Fällen kann der Tod durch Gebete von Angehörigen rückgängig gemacht oder hinausgeschoben werden. Folgender Bericht wurde 1911 von M. Schrimpf veröffentlicht.
      Beispiel:a 1910 starb in Vorbruck eine 95jährige Frau namens Andrä, geborene Vallentin... Sie war zweimal verheiratet. Als ihr erster Mann starb, zählte sie 28 Jahre und hatte zwei Kinder. Sie heiratete zum zweiten Mal. Dieser Ehe entsprossen vier Kinder. Alle sechs waren noch ziemlich klein, als sie auch den zweiten Mann verlor. Sie brachte sich und ihre Kinder damit durch, daß sie Brot und allerlei kleines Gebäck backte. Sie hatte auf dem Markt einen kleinen Stand, wo man sie stets mit einem Strickstrumpf in der Hand sitzen sah.
      Als Folge einer... bösen Lungenentzündung ... mußten sich ihre zwei Ältesten zum Stand setzen, und die vier Kleineren pflegten die kranke Mutter schlecht und recht... Am dritten Tag wurde ihr plötzlich schlecht. Die Kinder liefen um Hilfe, doch bis der Armenarzt kam, konnte er nurmehr den Tod der armen Frau Andr‚ konstatieren. Am nächsten Tag kam der Totenbeschauer und dann eine Frau, die die Tote wusch und anzog. Als sie fort war, kletterten die kleineren vier Kinder auf das Bett der Mutter. Laut jammernd und weinend schüttelten und rüttelten sie die Tote hin und her, sich über sie werfend und sie immer wieder rufend. Nachdem sie sie etwa zehn Minuten - 30 Stunden nach ihrem Tod! - auf diese Art bearbeitet hatten, hob ein schwerer Seufzer die Brust der Entschlafenen, dann noch einer - und sie hob mühsam die Augenlider. Kaum hatten die Kinder dies bemerkt, als sie sich mit lautem Jubel von neuem auf sie warfen, sie in die Höhe zerrten, und es dauerte keine fünf Minuten, so hatten sie ihre Mutter wieder lebend und bei vollem Bewußtsein.
      Das ganze Städtchen lief über das Wunder zusammen, man überhäufte die Wiedererstandene mit Lebensmitteln und Geld, und nach zwei bis drei Wochen saß sie wieder munter und tüchtig hinter ihrem Stand. So lebte sie nach diesem Vorfall noch 58 Jahre lang. Nie hatte sie mehr eine Krankheit heimgesucht.«

      Die Wiedererweckte berichtete darüber, was sie während des 30stündigen klinischen 'Todes' erlebt hatte:
      a Als mich plötzlich ein arges Unwohlsein überkam, fühlte ich, wie mir die Sinne schwanden. Dann fühlte ich eine starke, schaukelnde Bewegung, als ob sich das Bett unter mir hob und senkte. Dann war es mir, als ob ich von irgendeiner Höhe hinabstürzte, tiefer und immer tiefer. Ein schreckliches Angstgefühl und furchtbare Beklemmung war alles, was ich wußte. Plötzlich schien es mir, als ob ich Boden unter den Füßen bekommen hätte, und ich stand auf einer Heide. Weit und breit war nur eine öde, steppenartige Gegend sichtbar. Vor mir ein holperiger, ausgetretener Fußweg schien in diese Endlosigkeit hineinzuführen. Eine eigentümliche Dämmerung vervollständigte noch die Trostlosigkeit dieser Gegend. Es erschien alles wie an einem naßkalten Herbstabend, grau und unfreundlich.
      Ich stand einen Augenblick ganz ratlos und unschlüssig. Da erhellte sich plötzlich ein kleiner Teil des Firmamentes in der Gegend, wo der Weg hinführte. Ein Lichtschein wurde heller und immer heller, gerade als ob die Sonne an einem recht nebeligen Morgen sich durch Dunst und Wolken kämpft. - Ich weiß nicht, bin ich dem Lichtschein entgegengegangen oder kam er mir entgegen? - Plötzlich ist es um mich herum hellichter Tag geworden, und ich stand zu meiner größten Überraschung unter einer Schar von Bekannten, die mich alle aufs herzlichste begrüßten! Es waren alle meine Lieben, die mir vorangegangen waren; meine Eltern, Geschwister, meine beiden Gatten - ein unendliches Glücksgefühl hatte sich meiner bemächtigt, eine nie gekannte Ruhe und Heiterkeit. Sie umringten mich jubelnd, und in ihrer Mitte schritt ich vorwärts, einem unsichtbaren Ziele zu.
      Da erschütterten mich plötzlich heftige Stöße, ich wankte, man fing mich in den Armen auf, und bedauerlich hörte ich einige bekannte Stimmen sagen: "Also ist sie heute nur auf Besuch zu uns gekommen? Und sie bleibt noch nicht bei uns? - Wann kommt sie ganz zu uns?" - Dann schwanden mir die Sinne, ich verspürte wieder die schaukelnde, fallende Bewegung; es schlugen verworrene Stimmen an mein Ohr. Man rief mich - mühsam öffnete ich die Augen, ich lag im Bett, meine Kinder schrien durcheinander: "Sie lebt! Sie lebt wieder!"
      Ich war ja froh, daß ich meinen Kindern wiedergegeben wurde. Aber wenn ich allein war, überkam mich stets eine unendliche Sehnsucht nach jener Gegend, gleichsam, als hätte ich dort meine Heimat... Ich warte mit Ungeduld auf den Tag, da ich hinüber darf. Leider läßt er so lange auf sich warten.« (a RP.AoW.084 ff;M. Schrimpf: 'Eppur si muove. Eine Sammlung neuester authentischer Beweise des Weiterlebens nach dem Tode', Verlag Oswald Mutze, Leipzig 1912)

      Dieser Fall legt den Schluß nahe, daß es für Gott keinen absolut unverrückbar festgelegten Todeszeitpunkt gibt.

      zu 8) Sterbende können mitunter ihren Körper erst verlassen, wenn Gebete eingestellt werden. Nahtodesforscher R. Moody berichtet einen solchen ihm mitgeteilten Fall:
      Beispiel:»Während ihrer letzten Krankheit, die sich sehr lange hinzog, war ich bei meiner älteren Tante und half bei ihrer Pflege. Alle in der Familie beteten dafür, daß sie wieder gesund werden möge. Ihre Atmung setzte mehrmals aus, doch wurde sie immer wieder zurückgeholt. Eines Tages schließlich schlug sie die Augen auf und sagte zu mir: "Joan, ich bin drüben gewesen, drüben im Jenseits. Es ist wunderschön dort. Ich will gerne dort bleiben, aber solange ihr darum bittet, daß ich hier weiter mit euch lebe, kann ich es nicht. Eure Gebete halten mich hier fest. Bitte, betet nicht mehr." Wir ließen alle davon ab, und kurz danach starb sie.« (RM.LndT.088)

      Auch hieraus läßt sich schließen, daß der Todeszeitpunkt nicht unabänderlich vorbestimmt ist, sondern durchaus beeinflußt werden kann. Gott kann ernsthafte Gebete von Hinterbliebenen berücksichtigen.

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