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Endzeitprophezeiungen bis 2028 (Lorber, Dudde | SeherInnen)

Vorsorge-Tipps

Das 'jüngste Gericht'

Textauszüge aus den Werken des Propheten Jakob Lorber


Inhaltsübersicht:


Was von allgemeinem Gerichtstag oder Erweckungstag zu halten ist; was der 'Jüngste Tag' ist

   Seinen Jüngern erklärte Jesus, daß es keinen allgemeinen, sondern nur einen speziellen Gerichtstag nach dem Tode gibt:
   (jl.ev10.155,01) »Daß Ich aber mit euch noch nie von einem allgemeinen Erweckungs- und Gerichtstage gesprochen habe, dessen werdet ihr euch alle wohl zu erinnern wissen, - wohl aber von einem speziellen jüngsten Tage für einen jeden Menschen, und das in dem Augenblick, in Dem seine Seele die fleischlich-irdische Probehülle verlassen wird. Aber freilich wird diese Erweckung nicht jedem zum sofortigen ewigen Leben verhelfen, sondern auch umgekehrt zum ewigen Tode, wobei aber wohl zu bemerken ist, daß ihr das Wort 'ewig' nicht als eine endlos fortdauernde Zeit betrachtet, so wie auch die Unendlichkeit Meines Schöpfungsraumes sich nicht ausschließlich auf diesen Raum bezieht, der freilich wohl nirgends einen Anfang und ein Ende hat gleichwie Gott Selbst, von dem dieser Raum ausgeht und allenthalben erfüllt ist mit den Werken Seiner Liebe, Weisheit und der Macht Seines Willens nach allen Richtungen hin.
   (jl.ev10.155,02) Die Ewigkeit entspricht wohl der Zeitendauer in den materiellen Welten; aber jenseits im Geiste ist sie das, was hier die Zeit ist. Aber es ist damit durchaus nicht gesagt, daß in ihr keine Veränderung statthaben sollte, sondern nur das ist damit angezeigt, daß die Wahrheit und das Leben ewig und unveränderlich gleich ist, und das Falsche und Unwahre bleibt denn als Gegensatz zu dem ewigen Wahrheitslichte und Leben demnach auch ewig, ohne daß ein Wesen dadurch auch gezwungen wäre, ewig in diesem Widersatze zu verbleiben...«

Jüngstes Gericht als Tag des Zornes existiert nicht; Todestag als 'jüngster Tag'

    Ein Verstorbener, der das 'jüngste Gericht' hinter sich hatte, erklärte hierzu:
   (jl.bmar.053,18) »... Wo und was ist denn der Tag des Zornes, des Gerichts? Wer wird da zürnen und wer richten? Meinst du, Gott ist ein Gott des Zornes und ein Gott des Gerichtes? O nein! Siehe, Gott ist die reinste und höchste Liebe Selbst, der von Sich Selbst aussagte: "Ich komme nicht, zu richten die Welt, sondern selig zu machen jeden, der an Mich glaubt, und der Mich liebt!"
   (jl.bmar.053,19) Wohl spricht der Herr von eine Erweckung am jüngsten Tage, der jedoch bei jedem gleich nach seines Leibes Tode anfängt. Aber von einem Gerichte spricht Er nur also: "Jeder aber hat in sich schon, das ihn richten wird, nämlich mein Wort!" Wenn aber so das Wort des Herrn lautet, wo ist dann dein ominöser 'Dies irae, dies illa?' (d.h. 'Tag des Zornes') Das hieße offenbar besser: 'O Tag meiner nackten Torheit und meiner grellen Bosheit!'«

Wie die Irrlehre über das 'jüngste Gericht' entstand

Verheerende Auswirkungen der Irrlehre vom jüngsten Gericht; berechtigte Kritik daran (jl.ev11.243,01-02)

   Jesus erklärt, was am Glauben an ein 'jüngstes Gericht' falsch ist und wie es zu dieser Irrlehre kam:
   (jl.ev11.243,01) »Ich habe euch schon gestern erwähnt, daß von dem außerordentlichen 'Jüngsten Gerichte' im Evangelium Matthäi (eigentlich von l'Rabbas, d. Hg.) und noch mehr beim Evangelisten Lukas eine ausführlich große Erwähnung gemacht ist, und daß eben dieses jüngste Gericht vielseitig Schuld war und noch ist, daß sich gar viele Menschen von Meiner Lehre ganz abgewendet, sich selbst Lehren aus der reinen Vernunft nach ihren Verstandeskräften gebildet, nach denselben ihre Nebenmenschen gelehrt, selbst gehandelt und gelebt haben, und von des Schreckenstages Lehre und Propheten nichts mehr hören und wissen wollen.
   (jl.ev11.243,02) Denn sie sagten, und zwar nicht mit Unrecht: "Wie kann ein endlos weiser ewiger Gott, aus dessen großen und kleinen Geschöpfen sicht- und fühlbar nur die Liebe atmet, eben die größte Anzahl der Menschen einzig darum nur ins Dasein gerufen haben, um sie nach einem kurzen Leben auf einer materiellen Welt, die ohnehin von lauter Tod und Elend zusammengesetzt ist, nach dem Hintritte ins Jenseits ewig zu quälen und zu plagen für die Vergehen, die sie in ihrem Leibe auf der Welt begangen haben?"«

Jesus verdammte niemanden; Beispiele seiner Barmherzigkeit

   (jl.ev11.243,03) (Jesus, Forts.:) »Ich sage euch, solches wäre nicht einmal dem höchsten und bösartigsten Tyrannen auf der Welt möglich, denn es ist sicher so manchem aus euch aus der Geschichte der Ur-, Vor-, Nach- und Jetztzeit nicht unbekannt, daß sich zu große Tyrannen am Ende vor sich selbst zu fürchten angefangen - und gar manche aus ihnen sich geflüchtet haben, ohne einen besondern andern Grund, als aus einer sich stets steigernden Furcht vor sich selbst, und fanden auf solcher Flucht auch gewöhnlich ihren Untergang.
   (jl.ev11.244,04) Allein, hier kann Ich euch im Bezug auf solche Auswürflinge der menschlichen Bosheit das hinzu sagen (als Erklärung dieser Erscheinung), daß sie nach einer gewissen Zeit ihrer tyrannischen Herrschaft von stets mehr und mehr bösen oder ungegorenen Dämonen in Besitz genommen wurden und diesen als Werkzeuge ihrer dämonischen Rache, die sie gegen ein Volk hegten, dienen mußten.
   (jl.ev11.244,05) Wenn man diese Tyrannen, die vor den Augen der Welt wahrlich Greueltaten auf Greuenlataten gehäuft haben, darum schon für ewig in die Hölle verdammen sollte, so wäre man als Richter ja selbst ein größerer Tyrann als solche es waren. Wie hätte Ich da können (so Ich solch ein scharfer Richter wäre), den Vater, als die ewige Liebe in Mir, unter den größten Schmerzen Meines Leibes für alle diejenigen, die Mich gekreuziget und kreuzigen haben lassen, bitten, daß Er ihnen vergeben solle, indem sie nicht wüßten, was sie täten! -
   (jl.ev11.244,06) Denn die Pharisäer, vom Hohenpriester Kaiphas angefangen bis zu den Schergen, die Meinen Leib ans Kreuz geheftet haben, von diesen wußte wahrlich keiner, mit Wem sie so ganz eigentlich es an Mir zu tun hatten. Denn die Pharisäer hielten Mich, trotz aller Meiner Taten und Lehren, erstens für einen Haupt-Magier aus der Schule der Essäer (diese Idee spukt noch), die bei ihnen über die Maßen verhaßt waren, und fürs zweite hielten sie Mich für einen Judenaufwiegler, als der Ich den Römern eine Gelegenheit bereite, damit sie denselben alle Freiheit und am Ende sogar ihren Religionskultus verböten.
   (jl.ev11.244,07) (Deshalb) je größere Zeichen Ich demnach wirkte, desto mehr wuchsen Meine euch wohl bekannten Feinde.
   (jl.ev11.244,08) Was aber die Schergen betrifft, so waren die meisten Soldaten der Römer als Söldlinge von allen Nationen des römischen Reiches zusammengerafft und waren den Römern um so lieber und wünschenswerter, je grausamer und herzloser sie sich in den Schlachten und auch kleinen Exekutionen zeigten; denn ein gefühlvoller römischer Soldat wäre ein wahres Unding für den kriegerischen Sinn der Römer gewesen. Aus dem geht aber auch sicher hervor, daß die gemeinen römischen Söldlinge noch weniger wußten, was sie taten, als Meine euch schon bekannten Erzfeinde selbst, und es läßt sich hier wieder fragen: Ob es nach Meiner göttlichen Weisheit wirklich recht und gerecht gewesen wäre, alle diese für das, was sie an Mir getan haben, für ewig in die Hölle zu verdammen und sie zu werfen in die ewige Marter, Qual und Pein?
   (jl.ev11.244,09) Habe ich etwa den rechten Schächer, der Mich bekanntlich am Kreuze verhöhnte, darum verdammt? - Dies steht wahrlich nirgends geschrieben; aber dem andern Schächer, der Mich als einen Gerechten erkannte und dem rechten Schächer wegen seiner Höhnerei einen guten Verweis gab, gab Ich dafür die Versicherung, daß er noch am selben Tage bei Mir im Paradiese sein werde, obschon er des Raubes und Mordes wegen am Kreuze sterben mußte. (Paradies, Zustand des Friedens, aber nicht Himmel.)
   (jl.ev11.245,10) Wo bleibt denn da der so schrecklich geschilderte Gerichtstag, an welchem etwa kaum ein Dezillionstel der Menschen in den Himmel kämen, alle andern aber für ewig in die Hölle?!
   (jl.ev11.245,11) Wie kann Der von einem solchen Schreckenstage gepredigt haben, der im Tempel der Ehebrecherin Schuld in den Sand schrieb, und ein anderes Mal in Gegenwart vieler anwesender Sünder laut ausrief: "Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken!"«

Wer Jesu Lehre nicht kennt, ist trotzdem nicht verdammt; alle sind zur Seligkeit bestimmt


   (
jl.ev11.245,12) (Forts.:) »Wieder sagte Ich einstens, als Mich ein Schriftgelehrter fragte, der so einen halben Glauben an Mich bezeugte: "Meister! Ich erkenne, daß Du recht und gerecht lehrest, und man kann dem, was Du lehrest, nichts einwenden; doch sagst Du in Deiner Lehre: 'Wer an Dich glaubt und nach Deinen Worten handelt, der wird das ewige Leben haben, auch dann, so er stürbe, wenn es möglich wäre zum hundertsten Male in der Welt! Nun betrachte Du aber die Völker und Menschen auf dieser Erde, die von Dir und Deiner Lehre sicher in zwanzigtausend Jahren und darüber nichts werden vernommen haben; wie werden sie an Dich glauben und nach Deinen Worten leben? Werden diese nahe zahllos vielen Menschen alle in den ewigen Tod übergehen, weil sie an Dich nicht glauben konnten und nicht halten Deine Worte?'
   (jl.ev11.245,13) Da dieser Schriftgelehrte bei einer Gelegenheit solche Frage an Mich stellte, so zeigte Ich ihm mit zwei Fingern hinauf an das mit Sternen übersäten Firmament: "Da sehe hinauf, dies ist das Haus Meines Vater! In diesem endlos großen Hause gibt es gar viele Wohnungen. Der Mich hier nicht konnte kennen lernen und vernehmen Mein lebendiges Wort, für den wird sich schon in diesem großen Hause irgendeine Gelegenheit finden zu dem Zwecke seines ewigen Lebens! Darum sorge du dich nicht für jene, welche nun und auch in später Folge von Mir dahier nicht werden vernehmen können, denn 'Mein Vater' kennet sie alle und hat auch nicht einen aus ihnen zum ewigen Falle, sondern zur ewigen Auferstehung aus seiner Liebe und Weisheit ins Dasein gerufen! Und du hast dadurch an Mich zwar eine weise scheinende, aber darum doch ein eitle Frage gestellt."«

Auf wen die Irrlehre vom jüngsten Tag zurückzuführen ist

   (jl.ev11.245,14) (Forts.:) »Wo sieht bei solch einer Lehre der schreckliche einstige jüngste Gerichtstag heraus, in welchem die zwei euch bekannten Rachevangelisten, als der l'Rabbas statt des Matthäus und der Theophilus statt des Lukas, so manches wider Meine Liebe und Weisheit sich haben zu Schulden kommen lassen?«

Ursprung der kirchlichen Irrlehre von Jesus als verdammendem Richter

   (jl.ev11.246,15) (Forts.:) »Das Meiste und Schaudererregendste aber ist erst nach der großen Kirchenversammlung zu Nicäa (425 n. Chr.) - sowohl von seiten der griechischen, noch mehr aber der römischen Oberbischöfe geschehen; denn diese haben sich alle Mühe gegeben, zum Teil aus dem heidnischen Tartarus und zum Teil aus dem alten jüdischen Scheol, dem jüngsten Gerichte, dem Fegefeuer und der Hölle die lehbaftesten Farben zu verleihen und haben aus Mir in einer Person den euch bekannten Äakus, Minos und Rhadamantus, die das jenseitige Richteramt über die Seelen der Verstorbenen führten, gemacht. Ich müßte demnach allerunerbittlichst und unbarmherzig alles richten, verdammen und auf ewig in die Hölle verfluchen, was sich nicht den Anordnungen und Befehlen des sogenannten 'heiligen Vaters' in Rom fügt.«

Warum Jesus nicht höchster Rächer, Quäler und unerbittlicher Strafrichter sein kann

   (jl.ev11.246,16a) (Forts.:) »Ich meine, auch hiermit zur Genüge gesagt zu haben, daß weder Ich, noch irgendeiner Meiner echten Evangelisten die Erfinder und Lehrer alles dessen sind und sein können. Denn Ich kann doch von Mir nicht selbst behaupten, daß Ich die höchste Liebe und Erbarmung bin und morgen die höchste Rachgier, unerbittlichste Unbarmherzigkeit und ewige Straf- und Martersucht gegen Meine Kinder ob ihrer Vergehen, an denen sie grundursächlich oft nicht den hundersten Teil der eigentlichen Schuld tragen. Ich bin ja nicht gekommen, um das, was verloren war, noch mehr verloren zu machen, sondern es in aller Liebe aufzusuchen und wieder an das Licht zu bringen, damit es nicht verloren gehe. Als Heiland kam Ich ja nur der Kranken und nicht der Gesunden wegen in die Welt.«

Richteramt maßen sich Päpste an, Jesus ist anders; Beispiele für kirchliche Betrügereien und Lügen

   (jl.ev11.246,16b) (Forts.:) »Hätte Ich die Kranken etwa noch kränker machen sollen als sie es ohnedies schon waren? Das ginge wohl nach der Lehre und nach dem Sinne der Pharisäer, und besonders der vielen sogenannten heiligen Väter Roms (Päpste, d. Hg.), aber nie nach Meinem Sinne, der Ich selbst als Mensch Mich von andern Menschen nicht einmal 'guter Meister' benamsen ließ. Da geht das unmöglich! Ich sagte: "Was heißet ihr mich gut, niemand ist gut als Gott allein"; also sollet ihr auch niemanden 'Vater' nennen, außer euern Vater im Himmel, und niemand ist heilig, denn nur euer Gott allein!
   (jl.ev11.246,17) Was ist hernach von einem solchen sein wollenden 'Stellvertreter Gottes auf Erden' zu halten, der sich selbst 'heiliger Vater' und 'Euer Heiligkeit' titulieren läßt, und was von dem am meisten von ihm ausgehenden jüngsten und vorhergehenden besondern Gerichte, Fegfeuer und Hölle zu halten?!
   (jl.ev11.246,18) Ich sage euch, ebensoviel als von seiner Heiligkeit, von seinen ihm untergeordneten Eminenzen, vom Stuhle Petri in Rom, welche Stadt Petrus nie gesehen hat, und von den Kreuzpartikeln etwa desjenigen Kreuzes, auf dem Ich gekreuzigt wurde, das sich aus höchst wohlweisen Gründen auf der ganzen Erde ebensowenig als echt irgend mehr vorfindet, als wie wenig Mein Leibrock zu Trier, der in Deutschland zu öftern Malen gezeigt wurde, echt ist; oder die Gebeine der Leiber der drei Könige in Köln, oder die drei eisernen Nägel in Mailand, da es deren in allen römischen und griechischen Kirchen zusammen eine solche Anzahl gibt, daß man mit ihnen eine kleine Eisenbahn herstellen könnte. Das Weitere könnt ihr euch wohl selbst denken, und Ich brauche euch darüber nicht viel mehr zu sagen. Daß man bis jetzt bereits über drei echte Köpfe Johannes des Täufers gefunden hat, wird euch mehr oder weniger bekannt sein, so wie auch, daß man in der (angeblichen) Grotte Meiner Geburt noch fortfahrend versteinerte Milch Meiner Mutter Maria auffindet und ums Geld an die frommen Pilger verkauft, nebst vielen andern heiligen Reliquien!«

Johannesevangelium, Offenbarung und Markusevangelium sind am meisten authentisch

   (jl.ev11.247,19) (Forts.:) »Haltet euch daher nur an den Evangelisten Johannes; denn dieses Evangelium, sowie seine Offenbarung, sind von seiner Hand geschrieben. Was aber die zwei andern Evangelisten betrifft, als den Matthäus und Lukas, so habe Ich euch schon gezeigt, welche Bewandtnis es mit diesen beiden Evangelisten hat. Nach Johannes ist Markus noch am meisten zu berücksichtigen, denn das, was er in aller Kürze gibt, hat er zumeist aus den Schriften und Lehren des Apostels Paulus geschöpft. Und somit in puncto des allerschrecklichsten am Ende aller Zeiten kommen sollenden jüngsten Gerichtstages - Amen!«

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Letztes Update: 09.12.2017