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Selbst wenn Neuankömmlinge einen Lebensrückblick ('jüngstes Gericht') erlebt haben, kann es sein, daß sie das Erlebte falsch einordnen, es wieder verdrängen oder selbst dann noch nicht glauben, daß sie im Jenseits sind.
Wenn viele Verstorbene Schwierigkeiten haben, den Leibestod und ihren Übergang ins Geisterreich zu begreifen, kann dies auch daran liegen, daß ein durchschnittlicher Neuankömmling im Geisterreich gleiche Empfindungen, Zustände und Verhältnisse wie auf Erden erlebt. Sie erleben z.B. auch jenseits vielfältige Landschaften, Wohnstätten, Gegenstände, Pflanzen, Tiere und Menschen.
Weil sie sehr vieles noch so erleben, wie es zu Erdenzeiten war, erschwert ihnen dies die Erkenntnis über einen Leibestod und den dadurch bedingten Wechsel in die geistige Welt. Daher kann man an sich erkennbare Unterschiede oder Veränderungen leicht falsch deuten bzw. einfach verdrängen, wenn sie nichts ins mitgebrachte Bild passen.

    Kurzfassung der Thesen:

    • FN 1) Das Körperempfinden ist im irdischen und im geistigen Zwischenreich gleichartig. Daher nehmen die meisten Verstorbenen für längere Zeit an, sie würden weiterhin auf der Erde in ihrem physischen Körper leben. (ES.HH.461)

    • FN 2) Geister können genauso bekleidet sein wie auf der Erde. Die Gewänder der Geistwesen zeigen bestimmte Farbmuster, die dem Vollendungsgrad der jeweiligen Geistwesen entsprechen. (JL.GSo1.081,14)

    • FN 3) Das Aussehen des Gesichtes und Körpers sowie die Art des Denkens und Redens sind anfangs noch genauso wie in der Welt. (ES.HH.457; HH.493)

    • FN 4) Man nimmt nur mit, was man innerlich - nicht äußerlich oder materiell! - besitzt. (ES.HH.461)

    • FN 5) Ein Verstorbener nimmt auch sein ganzes Wissen und seine Erfahrungen mit. Ungläubige, unreife Verstorbene verlieren jedoch ihr weltliches Wissen sehr bald umfassend. (ES.HH.461)

    • FN 6) Gefühle und Assoziationen an Erlebtes werden ebenfalls ins Jenseits mit übernommen. (ES.HH.461 f.)

    • FN 7) Alle Sinne werden im Jenseits beibehalten. Der Seelenleib hat also auch ein Seh-, Hör-, Geschmacks-, Tastvermögen etc.. (ES.HH.461)

    • FN 8) Alle irdischen Ansichten, Sitten, Gebräuche, Neigungen, Bedürfnisse, Leidenschaften, Triebe , Fehler, Sorgen, Irrtümer etc. behält der Verstorbene zunächst: er begehrt, verlangt, wünscht, denkt, überlegt, fühlt sich angeregt, liebt und will - ganz wie zu Erdenzeiten. (ES.HH.461; JL.RBl1.067,01; KN.MS01.006,09)

    • FN 9) Wer nach seinem Gewissen lebte und zum ordnungsgemäßen Zeitpunkt starb, ist in seiner Bewegung jenseits frei. (KN.MS06.014,05)

    • FN 10) Verstorbene können evtl. in ihrer Fantasie, aber auch real ihre irdischen Arbeiten und Lieblingstätigkeiten fortsetzen. (ES.HH.461)


    Erläuterungen, Beispiele:

      zu 1) Das Körperempfinden ist im irdischen Leben und im jenseitigen Zwischenreich gleichartig. Das erkannte schon Swedenborg: a »Wenn der Mensch im Tode aus der natürlichen in die geistige Welt hinübergeht, so nimmt er alles mit, was zu ihm gehört, bzw. was seinen Menschen bildet, ausgenommen seinen irdischen Leib. Das ist mir aufgrund vielfacher Erfahrung zur Gewißheit geworden. Wenn nämlich der Mensch in die geistige Welt oder in das Leben nach dem Tode eintritt, so lebt er dort in einem Leib wie in der Welt. Scheinbar besteht gar kein Unterschied, jedenfalls fühlt und empfindet er ihn nicht. Doch sein Leib ist dann geistig, also vom Irdischen geschieden oder gereinigt; und wenn das Geistige Geistiges berührt und anschaut, so ist das ebenso, wie wenn das Natürliche Natürliches berührt und anschaut. Wenn daher der Mensch ein Geist geworden ist, ist ihm nur bewußt, daß er noch in demselben Körper lebt, den er in der Welt hatte. Er weiß also nicht, daß er gestorben ist.« (a ES.HH.461)

      zu 2) Auch Geister sind bekleidet, aber den 'Stoff' dazu bilden seine irdischen Taten: a »Die Kleidung richtet sich hier (im Jenseits) nach der Erkenntnis des Wahren und des daraus gehenden Guten.« (a JL.GSo1.081,14)
      Wenn ein eben Verstorbener sich auch jenseits bekleidet sieht, schließt er möglicherweise daraus, daß er noch auf der Erde lebe und zweifelt an Erfahrungen, die ihm nahelegen müßten, daß er im Jenseits ist.
      In verschiedensten Berichten aus dem Jenseits wird darauf hingewiesen, daß die Gewänder der Geistwesen bestimmte Farbmuster und völlig verschiedene Leuchtkraft zeigen, die dem Vollendungsgrad der jeweiligen Geistwesen entsprechen.

      zu 3) Die Denk- und Ausdrucksweise frisch Verstorbener entsprechen lt. Swedenborg ihrer irdischen Qualität: a »Der erste Zustand des Menschen nach dem Tod ähnelt seinem Zustand in der Welt, weil er sich dann in ähnlicher Weise im Äußeren befindet. Fast unverändert sind sein Gesicht, seine Ausdrucks- und Denkweise, folglich auch sein sittliches und bürgerliches Leben.« (a ES.HH.493)
      Auch Gesicht und Redeart sind zunächst ähnlich wie zuvor: a »Wenn der Geist des Menschen kurz nach seiner Auferweckung zuerst die Geisterwelt betritt, sind Antlitz und Ton der Rede noch ähnlich wie in der Welt. Denn er befindet sich dann in einem Zustand, in dem sein Äußeres vorherrscht, weil seine inneren Bereiche noch nicht aufgedeckt sind. Das ist des Menschen erster Zustand nach dem Tode.« (a ES.HH.457)
      Auch wegen dieser Ähnlichkeit mit den irdischen Verhältnissen glauben viele Geister nicht, daß sie den Übergang hinter sich haben.

      zu 4) Nur innere Werte und Qualitäten werden ins Jenseits mitgenommen: a »Auch nimmt er alles mit, was er als Mensch in sich besitzt. Daher kann man nicht sagen, daß der Mensch nach dem Tode, der lediglich seinen irdischen Körper betrifft, irgendetwas von dem verliert, was zu ihm gehört.« (a ES.HH.461)

      zu 5) Alles irdisch erworbene Wissen und Erinnerungen nimmt ein Verstorbener mit: a »Er nimmt auch das natürliche Gedächtnis mit: weil ... die natürlichen Vorstellungen, die sein Gedächtnis bewahrt, in einer geistigen Welt nicht hervorgerufen werden können, ruhen sie - ähnlich wie das auch beim Menschen der Fall ist, wenn er nicht über sie nachdenkt. Gefällt es aber dem Herrn, so werden sie dennoch ans Licht gebracht... Mit zunehmender Dauer verlieren aber zumindest sehr unreife Seelen, die zu Lebzeiten sehr sinnlich-materiell und ungläubig waren, sehr bald und in großem Umfang rein weltliches Wissen.« (a ES.HH.461)

      zu 6) Es wird mehr als nur das bloße Faktenwissen mitgenommen: a »Auch alle mit Erlebnissen gekoppelten Gefühle und Assoziationen werden mitgenommen.« (a ES.HH.461 f.)

      zu 7) Von den Sinnen geht keiner verloren: a »Der Verstorbene besitzt auch alle äußeren und inneren Sinne, die er in der Welt hatte. Er sieht wie zuvor, er hört und spricht wie zuvor, er riecht und schmeckt auch, und wenn er berührt wird, fühlt er es auch ganz wie zuvor.« (a ES.HH.461)

      zu 8) Von Swedenborg wird Übereinstimmendes aus dem Jenseits mitgeteilt: a »Der Mensch (ist) nach der Ablegung des Leibes ganz so Mensch, mit Haut und Haaren, mit seiner Sprache, mit seinen Ansichten, Gewohnheiten, Sitten, Gebräuchen, Neigungen, Leidenschaften und darausgehenden Handlungen, wie er es auf der Welt bei seinem Leibesleben war, d.h. so lange er nicht die völlige Wiedergeburt des Geistes erlangt hatte.« (a JL.RBl1.067,01)

      Gleiche Erfahrungen übermittelt auch der verstorbene Psychiater Dr. K. Nowotny durch ein Schreibmedium aus dem Jenseits:

      a »Der Mensch oder besser gesagt, das Geistwesen, das Abschied von der Erde nimmt, um ins Jenseits herüberzukommen, kommt mit allen seinen Sorgen und Kümmernissen, mit allen Fehlern und Irrtümern herüber. Je nach seiner Einstellung und seinem Glauben an das jenseitige Dasein braucht es mehr oder weniger lang, um den Weg zur Wahrheit u finden.« (a KN.MS01.006,09)

      zu 9) Wer zum ordnungsgemäßen Zeitpunkt starb, besitzt lt. Dr. Nowotny auch Bewegungsfreiheit. a »War der Zeitpunkt des Abschieds in Übereinstimmung mit der Bestimmung, die durch die ewigen Gesetze geregelt ist, dann kann das Geistwesen frei und ungehindert nach seinem eigenen freien Willen seinen Weg suchen.« (a KN.MS06.014,05)
      Menschen, die erheblich gegen die göttl. Ordnung verstoßen haben, sind in ihrer Bewegungsfreiheit nach dem Tode evtl. aber räumlich sehr eingegrenzt oder an einen Ort verbannt, an dem sie zur Besinnung kommen sollen.
      Wer sich selbst umbrachte, soll nach verschiedenen Erkenntnissen der Spukforschung lange Zeit an seinen Todesort gebannt sein. Aber je nach Motivation zum Selbstmord wird auch hierbei flexibel reagiert.

      zu 10) Auch Lieblingstätigkeiten können lt. Swedenborg im Jenseits fortgesetzt werden: a »Wer Freude an wissenschaftlicher Beschäftigung hat, liest und schreibt wie zuvor - mit einem Wort, wenn der Mensch von dem einen Leben in das andere, bzw. von der einen Welt in die andere hinübergeht, ist es, als ob er von einem Raum in den anderen ginge.« (a ES.HH.461)

      Aufgrund dieser vielen Ähnlichkeiten zwischen dem Erdenleben und dem Zwischenreich erkennen viele Geistwesen ihren Übergang dorthin mitunter sehr lange nicht! Daher erleiden sie evtl. sehr lange viel Leid, machen evtl. Menschen unwissend umsessen (Spuk) oder besessen und verbauen sich unnötig lange die Höherentwicklung in der geistigen Welt. Daher benötigen sie Auklärung über ihren Zustand und Orientierungshilfen. Solche Hilfen versuchen die Engel zu geben, aber auch Menschen können dies durch telepathische oder mediale Verbindung zu tun.

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