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Trauer kann sehr verschiedene Ursachen bzw. Motive haben und dadurch innerhalb oder außerhalb der göttlichen Ordnung erfolgen. Trauer aus Selbstbezogenheit und Egoismus entsprechen z.B. nicht Gottes Willen.
Aus geistiger Sicht ist Trauer meist ein Zeichen der Unwissenheit um den positiven Sinn des Todes und um das Weiterleben der Verstorbenen. Trauer weist evtl. darauf hin, daß man an Gottes Weisheit, Macht und Barmherzigkeit zweifelt.

    Kurzfassung der Thesen:

    • FN 1) Üblicherweise trauert man (in unserer westlichen Kultur) verstorbenen Menschen nach, weil man eine geliebte Person - allerdings nur auf der materiellen, sichtbaren Ebene - verloren hat. Das ist nicht überall so. Trauer und Wehmut beim Tod eines Menschen sind nämlich teils eine Sache der Sitte, Kultur und Religion, also eine erlernte Gewohnheit.

    • FN 2) Trauer über Verstorbene ist im Grunde die Folge eines Irrtums, denn man verliert eine geliebte Person nur vordergründig, letztlich aber nicht wirklich, weil die menschliche Existenz fortdauert. Für Verstorbene bieten sich jenseits, und für die Hinterbliebenen auf Erden wegen der Liebe, Gnade und Barmherzigkeit Gottes immer wieder neue Hilfen und Chancen. (a JL.GSo1.076,03)

    • FN 3) Meist beendet der Tod zum optimalen Zeitpunkt ein Leben, das evtl. unglücklich, hart und voller Mühsal war. Nach dem Übergang kommt die Erntezeit für die vergangenen Taten.

    • FN 4) Wer die Liebe und Barmherzigkeit Gottes kennt, wird nie lange um Verstorbene trauern, weil er weiß, daß der Tod nur die Geburt in eine neue Existenz ist, in der Gott jedem Menschen unendlich viele neue Chancen zur Höherentwicklung bietet. (a JL.Him3.127,14)

    • FN 5) Trauer um Verstorbene ist nicht an sich schon eine Tugend aus göttlicher Sicht. Denn sonst müßte ein vergleichbares Trauergefühl auch entstehen, wenn fremde Menschen sterben, da ja alle Menschen geistig unsere Brüder oder Schwestern sind. (a JL.Him3.127,12)

    • FN 6) Trauer über den Tod eines geliebten Menschen kann zu Zorn auf Gott führen. Dies ist unberechtigt. (a JL.GSo1.076,01 f.)

    • FN 7) Trauer an sich entspricht überhaupt nicht dem göttlichen Willen. Sie ist allenfalls in milder Form berechtigt im Sinne von wirklicher Reue über eine Fehlentwicklung. Die Reue sollte ihr Motiv in der Liebe zu Gott haben. (a JL.GSo1.076,03)

    • FN 8) Trauer über den Verlust irgendwelcher Vorteile entstammt meist der Eigenliebe; dann entspricht sie nicht der göttl. Ordnung. Solche Trauer gleicht z.B. dem Neid, bei dem man in gewissem Maße traurig ist, wenn andere mehr besitzen. (a JL.Him3.127,11)

    • FN 9) Trauer kann auch mit Furcht vor dem Tod zusammenhängen, wenn eine tätigkeitsscheue Seele ahnt, daß sie sich wohl   im Jenseits aktiv betätigen muß. Aktive, fleißige und geistig orientierte Menschen haben weniger Furcht vor dem Tod als arbeitsscheue, lebenslustige oder lebensgierige Menschen. (a JL.Ev04.127,02-08)


    Erläuterungen, Beispiele:

      zu 1) Vergleiche mit anderen Völkern und Kulturen zeigen, daß die Einstufung des Todes, d.h. ob man ihn lediglich als natürlichen Übergang in eine geistige Welt, oder als totales Ende einer menschlichen Existenz ansieht, einen großen Unterschied hinsichtlich der Trauer bewirkt.
      Wo überzeugt ans Weiterleben von Seele und Geist geglaubt wird, bzw. wo durch Hellsicht und Hellhörigkeit der Umgang mit Verstorbenen unverkrampft normal ist, wird nach dem Übergang eines Menschen in die geistige Welt keine oder nur geringe Trauer empfunden oder gezeigt. Aufgrund der Einstufung des Sterbens als Neubeginn, d.h. als Chance in einer anderen Ebene wird dort auch anders als bei uns auf den Übergang eines Menschen reagiert. Statt Trauer wird dort eher der Freude durch Feste beim Totenmahl Ausdruck verliehen.

      zu 2) Aus jenseitiger Quelle wird über Trauer mitgeteilt: a »Wer den Herrn (Jesus) wahrhaft liebt, hat gar wenig Grund zum Trauern; denn die Trauer ist im Grunde nur ein Schmerz über den Verlust einer Person oder eines Gegenstandes. So aber jemand den Herrn hat, was kann der wohl verlieren, was ihm einen Schmerz bereiten sollte? Ihr wißt aus der Schrift, daß da viele Weiber bei der Kreuzigung des Herrn dem schwer mißhandelten Heilande der Welt gefolgt sind und haben Ihn beweint und betrauert. Er aber hat ihre Traurigkeit nicht gutgeheißen, sondern verwies sie ihnen und gab ihnen zu verstehen, daß sie lieber über sich, also über ihre Sünden, und über ihre Kinder weinen sollten.« (a JL.GSo1.076,03)
      Trauer ist nicht selten der Ausgangspunkt für Zorn auf Gott als den wahren oder vermeintlichen Verursacher des Traueranlasses. Gott wird dann nicht selten sogar verflucht. Dazu besteht nach allem bisher Mitgeteilten nun wahrhaft keinerlei Grund!

      zu 3) Gewiß tut Abschied immer weh und ist unangenehm. Aber man sollte bedenken, daß die verstorbene Person ja weiterlebt und der Zeitpunkt des Todes entweder der höchstmögliche Reifezeitpunkt einer Seele zum Übergang in die geistige Welt war oder eine Entwicklung zum Schlechten verhindern sollte.
      Die Erde gilt aus geistiger Sicht als die 'Hochschule der Schwierigkeiten' unter allen Planeten des gesamten belebten Kosmos. Nach dieser härtesten Schulung und Prüfung für ein inkarniertes Geistwesen kommt daher für viele Verstorbenen nach dem entsprechenden irdischen Reifezeitpunkt eine leichtere, schönere und bessere, aber auch arbeitsreiche Episode - vorausgesetzt, daß sie wenigstens einigermaßen nach den Geboten der Gottes- und Nächstenliebe gelebt haben!
      Ein Mensch erntet jenseits absolut gerecht die Früchte des irdischen Lebens. Ist aber Erntezeit eine Trauerzeit? Wer für eine gute Düngung und Pflege seiner Pflanzen und Früchte gesorgt hat, kann logischerweise mehr und bessere Früchte ernten als jemand, der sich überhaupt nicht um das Wohlergehen seiner Produkte kümmert!
      Die Trauer über eine selbst verursachte geringe oder qualitativ mißlungene Ernte sollte daher lediglich Anlaß sein, die rechten Konsequenzen zu ziehen, die Fehler in Zukunft zu vermeiden und es ab sofort besser zu machen.
      Das gilt für eine verstorbene als auch für hinterbliebene Personen. Eine solche Konsequenz bringt sicherlich mehr Gewinn als lange Trauer und dient beiden Seiten mehr!

      zu 4) Jesus sagt: Wer die Liebe und Barmherzigkeit Gottes kennt, hat wenig Grund, lange um Verstorbene zu trauern: a »Es macht niemand ein Fehler, wer da trauert, - doch wer Mich recht erkannt hat in seinem Herzen, der wird nimmerdar trauern. Und so erkenne auch du Mich, deinen allmächtigen liebevollsten Vater, Mich, deinen Jesus, im Herzen, so hast du den sichersten Trost voll des ewigen Lebens in dir für alle Ewigkeiten gefunden... Du wirst im Herzen freudig sein.« (a JL.Him3.127,14)

      zu 5) Wer trauert, weil er eine gewohnte Person verliert, trauert evtl. mehr um den Verlust von gewohnten Vorteilen. a »Der meisten Menschen Traurigkeit um die Hingeschiedenen aber ist auch zumeist eine Gewohnheits-Traurigkeit, darum sie dann auch um die zumeist trauern, an die sich ihr Herz auch am allermeisten schon von Jugend auf gewöhnt hatte. Es ist aber jede alte Gewohnheit schmerzlich für den, der sie verlassen muß; wie solle es die des Herzens nicht sein?« (a JL.Him3.127,12)
      Beim Verlust einer geliebten und vertrauten Person ist Herzensschmerz zwar verständlich, aber vielfach nur der Ausdruck des Verlustes von etwas Gewohntem oder Vorteilhaftem. Daher wird Jesu Urteil über solche falsch motivierte Trauer verständlich: a »Diese Trauer ist keine Tugend und wohnt näher der Eigenliebe denn Mir. Denn wäre sie eine Tugend, so müßten die Menschen ja um jeden hingeschiedenen Bruder und jede hingeschiedene Schwester gleich trauern, da Ich doch allen Ein und Derselbe Vater bin. - Allein so ist es nicht, und darum empfinden die Verwandten um die Verwandten auch mehr eine Gewohnheitstrauer als eine Tugendtrauer.« (a JL.Him3.127,13)
      zu 6) Trauer über den Tod eines geliebten Menschen kann zu Zorn auf Gott führen. Dies ist unberechtigt. a Es »liegt in der Natur eines jeden noch stark naturmäßig gesinnten Menschen, daß ... manche Traurigkeit nichts anderes ist als ein Same für einen bald daraus erwachsenden Zorn... So Trauernde die effektive Ursache ihres leidenden Zustandes ergreifen könnten und hätten dazu eine hinreichende Macht, da dürfte es dem Gegenstande, der da der Grund einer solchen Trauer war, fürwahr nicht am besten ergehen. Ich könnte euch sogar viele Tausende und aber Tausende zeigen, die in ihrer eitlen Trauer sogar dem Herrn auf das greuelhafteste geflucht haben.« (a JL.GSo1.076,01  f.)

      zu 7) Durch Lorber wurde geoffenbart: a »Der Herr hat auf der Welt die Trauer nie gutgeheißen, außer einer Trauer über den eigenen Zustand, wenn er nicht so ist, wie es die Ordnung des Herrn erheischt. Das heißt, es muß in diesem Falle die Trauer gleich sein einer wahrhaftigen Reue des Herzens und muß eine natürliche große Liebe zum Herrn zum Grunde haben, oder der Trauernde muß trauern in aller Sanftmut seines Herzens.« (a JL.GSo1.076,03)

      zu 8) Nicht jede Trauer entspricht der göttl. Ordnung, weil sie nur bedingt berechtigt ist: a »Schmerz um die heimgeschiedenen nahen Verwandten... ist in der göttl. Ordnung gegründet. Doch da wäre ein Freudenschmerz besser denn ein undankbarer Trauerschmerz; denn der Trauerschmerz gleicht fast jenem Neidschmerze der gerechten Kinder des Vaters, weil er überfreudig dem wieder zu Ihm nach Hause gekehrten verlorenen Sohne ein großes Freudenmahl bereitete!« (a JL.Him3.127,11)

      zu 9)  Trauer über Verstorbene kann nach den Aussagen Jesu auch mit der eigenen Furcht vor dem Tod zusammenhängen: Unter anderem a »entstammt diese Trauer der Furcht vor dem Tode«, die geistig noch nicht völlig Wiedergeborene eher haben als geistig gereifte Menschen: »Ist eine Seele einmal völlig wiedergeboren und in alle wahre Lebenstätigkeit übergegangen, so ist wohl natürlich alle Trauer und alle die leere Furcht vor dem Sterben oder Vergehen vergangen; aber bei Seelen, die noch nicht den rechten Grad der inneren Lebensvollendung erreicht haben, bleibt noch immer etwas von der Trauer um ihre verstorbenen Nächsten und in ihnen selbst etwas von der Furcht vor dem Tode zurück, von der sie auf dieser Welt nur dann erst völlig los werden, wenn ihre Seele in ihrem Geiste und der Geist in ihr groß geworden ist. (a JL.Ev04.127,03)
      Betrachtet nur so ein recht verzärteltes Kind, wenn es nicht schon von frühester Zeit an stets mehr und mehr an Tätigkeit gewöhnt worden ist, was für ein ganz entsetzlich trauriges Gesicht es machen wird, so es etwa nach dem zurückgelegten zwölften Jahre in eine ganz ernste und anhaltende, wenn auch seinen Kräften angemessene Tätigkeit treten muß! Es fängt an zu weinen, wird voll Traurigkeit, voll Mißmut, voll Ärger auch und voll Zorn gegen jene, die es zu einer anhaltenden Arbeit anzutreiben anfangen. (a JL.Ev04.127,04)
      Seht dagegen ein Kind von gleichem Alter an, das schon von seiner frühesten Jugend mit Arbeiten stets ernster Art, die den Kräften angemessen waren, beschäftigt wurde! Mit welcher Freude und mit welch einem Behagen tummelt sich so ein Kind den ganzen Tag herum, ohne müde zu werden! (a JL.Ev04.127,05)
      Wie aber in einer trägen Seele eine große Furcht vor aller ernsten und anhaltenden Tätigkeit stets daheim ist, so ist in der Seele auch aus derselben Quelle herrührend die Furcht vor dem Tode, ja sogar vor einer etwas gefährlicheren Krankheit vorhanden. (a JL.Ev04.127,06)
      Ihr werdet auch schon öfter zu erleben die Gelegenheit gehabt haben, daß so recht fleißige und sehr arbeitsame Menschen bei weitem keine so große Furcht vor dem Sterben haben, wie jene arbeitsscheuen, aber dabei doch wohllebensheiteren und lüsternen sie haben; und diese Furcht verliert sich nicht eher, als bis solche Seelen eine rechte Tätigkeit ergriffen haben. (a JL.Ev04.127,07)
      Ihr meint, diese Furcht sei nur eine Folge der Unbestimmtheit im Wissen und Erkennen des Jenseits. Ich sage es euch: Mitnichten, dieses ist selbst nur eine Folge der tief wurzelnden Tätigkeitsscheu der Seele, und weil die Seele es geheim ahnt, daß mit der Wegnahme des Leibes ihre Weiterexistenz eine höchst tätige werden wird, so ist sie ganz untröstlich darüber und gerät in eine Art Fieber, in welchem dann auch eine Art Ungewißheit über das einstige Fortbestehen (a JL.Ev04.127,07)

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