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Die Dogmen/Glaubenssätze der kath. Kirche und ewige Strafandrohungen für Übertreter (http://theologe.de/theologe18.htm)
Papsttum = Kirche Christi oder Christheidentum?
Neuoffenbarungen Jesu Christi durch Prophet Jakob Lorber (1800-64)
Jesu Haltung zur Kath. Kirche
Inhaltsübersicht
- Vorhersage über Bestandsdauer Roms; Abgötterei neben Wahrheit
- Kommen Gottesreich und Wahrheit durch Rom?
- Berechtigung, Zweck und Grenzen äußerer Kirchen; Wesentliches in Kirchen
- Bieten Konzilien Wahrheitsgarantie?
- 'Alleinselig-machende-Kirche'
- In allen Religionen wirkt verborgen der Geist Gottes
- Evangelium erwähnt keine alleinseligmachende Kirche oder Papst
- Worin wahre Kirche besteht und was allein selig macht
- Anspruch, alleinseligmachende Kirche zu sein, ist Antichristkennzeichen
- Beichtpraxis und Heiligsprechungspraxis als antichristliche Machtmittel
- Ohrenbeichte = Bedingung zur Seligkeit?
- Wahrheitsverfälschung und -Verfolgung durch Weltkirche
- Vorhersage totaler Kritik und Verfälschungen des Evangeliums sowie religiösen Betrugs im Christentum
- Wahrheitsverfälschungen, Bibel- und Urtextvorenthaltungen durch römischen Klerus
- Ablenkung vom Gotteswort durch Äußerlichkeiten
- Vorhersagen über evangeliumsverfälschende Kirchengebote und deren negative Folgen
- Vorhersage von Wahrheitsverfälschungen, unausführbaren Kirchengesetzen und Glaubensmorden
- Vorhersage, daß Kirchensatzungen mehr als Bibel gelten; Bibel werde wie Buchreliquie verehrt; Trübsal als Folge
- Vorhersage von bezahltem Sündenablaß als Antichristzeichen; Ersatz göttlicher Gebote durch selbstsüchtige Kirchensatzungen
- Was an kath. Kirche verwerflich ist; Konsequenzen kath. Abgöttereien für Gottesbild und Glauben
- Rolle und Zweck der 'unerforschlichen Geheimnisse' und Mysterien
- Was 'unerforschliche Geheimnisse' bedeuten und bezwecken
- Was 'Glaubensgeheimnisse' bewirken
- 'Glaubensgeheimnisse' verhindern Erkenntnisse um Weiterleben, Dreifaltigkeit, Gotteswort und Abendmahl
- Aufforderung zur Erkenntnisgewinnung und Beseitigung der Mysterien
- Weitere Hinweise zum Thema 'Geheimnisse' bzw. Mysterien
- Folgen kirchl. Lügen und Betrugs bei Volk und Kirche selbst... 212
- 'Antichrist' als Inbegriff falschen Prophetentums 1. Antichrist-Ursprung; Kennzeichen als falscher Prophet
- Antichrist-Ursprung; Kennzeichen als falscher Prophet
- Zank und Streit im Christentum als Ursprung des Antichristen
- Habsucht, Geiz, Opferforderungen, Kirchengebote, Bezahlung von Gottesdienst und Sündenablässen als Antichristkennzeichen
- Aufforderung zu Wallfahrten und Gnadenbildverehrung als Antichrist-Kennzeichen
- Drei-Personen-Gottheit u.a. Antichristkennzeichen; verschiedene Antichrist-Typen
- Christheidentum, Kirchenbauten, Titel 'Stellvertreter Gottes' und Reichtum als Antichristkennzeichen
- Zwangsnachfolge, Eigennutz und Seminarausbildung als Kennzeichen antichristlicher Nachfolger; Sturz des Antichristen
- Antichrist als neuer Baal; Mächtige als Handlanger; Untergangsvorhersage
- Ist Rom das neue Babel und Papsttum der Antichrist? Vorhersage des Machtverlustes Roms
- Bewertung des Papsttums; Warnungen zur Umkehr
- Papst als Person; Titel
- Papsttum = Christheidentum mit Drei-Götter-Lehre und Heiligen als Halbgöttern?
- Vergleich des Papsttums mit Heidentum
- Warum Roms Frevel stärker als Heidenfrevel gewertet werden
- Worin das Papsttum die heidnische Abgötterei übertrifft
- Übelstände beim Gottesdienstbesuch; Bezahlung gottesdienstlicher Handlungen; Folgen
- Papsttum = neues Pharisäertum und falsches Prophetentum?... 225
- Was Gott anstelle des Vatikans und Peterskirche lieber sähe
- Ausmaß von Roms Lügen, Falschheit und Betrug
- Wetterfahnen-Vergleich für Lehre und Handeln Roms
- Sonstige Kommentare Jesu über die katholische Kirche
- Grund göttlicher Geduld mit Papsttum
- Biblische Hinweise
- Reaktion Roms auf Warnungen; Ende der Langmut Gottes
- Voraussetzungen zur Wiederaufnahme Abgefallener
- Magdalena als Entsprechung der Kirche
- Gründe für Geduld mit menschlichen und kirchlichen Übelständen
- Wahrheitskern im Papsttum trotz Abgötterei; Gründe für Nachsicht und Läuterungsversuche
- Jenseitige Konsequenzen antichristlichen Verhaltens
- Rückzug Gottes und der Engel aus Weltkirche; Gründe
- Verdammung, Gnadenausschluß und Ausschluß vom Himmel
- Fluch für Rom wegen falscher Lehren (Galater 1,8)... 233
- Vorhersage des Untergangs falscher Religionen und Systeme... 234
- Auslegung von symbolischen Grundbegriffen im 2. und 3. Kapitel Jesajas
- Vorhersage der Entwicklung zum Christheidentum; Begriffserklärung 'Heiden' und 'Völker' (Jes.02,04)
- Endzeitkennzeichen, Gericht und New-Age; Schwerter zu Pflugscharen (Jes.02,04)
- Zulassungsgründe für Rückfall des Christentums ins Heidentum; Sinn von Leid und Not
- Vorhersage und Schilderung der Entartung des Papsttums zum Christheidentum (Jes.02,06 -10)
- Art und Zeitpunkt des Strafgerichts übers (Christ)heidentum; Sieg der Wahrheit (Jes.02,11 -22)
- Warnung vor Trägheit
- Vorhersage chaotischer geistiger und sozialer Zustände im Juden- und Christheidentum (Jes.03,01 -05)
- Chaos und Revolten als Weckmittel für atheistische und geistig-träge Systeme (Jes.03,04 -12)
- Art des Gerichts über Klerus und Christheidentum (Jes.03,14 -27)
- Vorhersagen und Beschreibung von Roms Untergang
- Mangelnde Umkehrbereitschaft des Vatikans und seiner Verbündeten
- Ist Rettung des Papsttums noch zu erwarten?
- Untergang des Papsttums nach höchstem Triumph und Macht
- Übertreibungen des Papsttums als Auslösefaktor des Untergangs
- Erfindungen durch Wissenschaft und Künste als Wahrheitsbringer
- Neue Seher und Propheten als Wahrheitsbringer und Strafvollstrecker
- Machtverlust des Papsttums bei Regierungen
- Verfall und Schrumpfung des Papsttums zur Bedeutungslosigkeit
- Roms Untergang nach Apokalypse 16,12 -16 (Ausgießen der Schale durch sechsten Engel)
- Wahrheitshunger nach Erkennen der Lügen und Betrügereien versetzt Papsttum den Todesstoß
- Betrogene Gläubige und Abtrünnige als Rächer und Richter des Papsttums
- Papsttum wird behandelt, wie es Ketzer und Heiden behandelte
- Differenzierte Beschreibung des Machtverlustes und Untergangs des Papsttums, sofern Totalerneuerung unterbleibt
- Abbau der Kirchenmacht durch Reformation, Aufklärung und Wissenschaft
- Machtverlust für kirchlich orientierte Herrscher; Entsprechung zwischen Papsttum und Vertreibung der Besessenheitsgeister in die Schweine (Mt.08,28-34; Mk.05,01-17; Lk.08,26-39)
- Wie und wann das falsche Prophetentum des Papsttums durchschaut und verachtet wird
- Verarmung, Isolierung und Glaubwürdigkeitsverlust verhindern Roms äußeren Kampf um Macht
- Abkehr vom Papst oder Machtverlust für Herrscher
- Erfordernis totaler Abkehr vom Papsttum oder Isolation der Herrscher
- Wie Mißstände im Papsttum die Blindgläubigen wachrütteln und geistige Unabhängigkeit bewirken
- Wie Mißstände im Papsttum die Blindgläubigen wachrütteln und geistige Unabhängigkeit bewirken
- Loslösung verschiedener Länder vom Papsttum durch Kriege und Strafgerichte; Zweck und Zulassung von Zwisten
- Grund des langsamen, aber unaufhaltsamen Niedergangs des Papsttums bzw. der Beseitigung geistiger Übelstände
- Beschreibung des Untergangs des Papsttums und der Auferstehung der wahren Kirche (Obadja-Prophezeiung)
- Art und Ausmaß der Abkehr des Christentums von Jesu Lehre; Folgen in der Kirche
- Unabänderlichkeit des Gerichts übers Papsttum (Obd.04)
- Interne Kritiker und Seher als Enthüller kirchlicher Machenschaften; Verachtung durch Anhänger (Obd.05 -07)
- Warum kirchliche Macht, Theologenweisheit und Prunkerhabenheit zusammenstürzen werden (Obd.08 -11)
- Ende des kirchlichen Triumphes und der Macht über 'Ketzer' (Obd.12 -14)
- Woher die Gerichtsvollstrecker kommen; Art des Gerichts (Obd.15 -16)
- Vorhersage der Entfaltung geistig wiedergeborener 'Ketzer' (Obd.17 -19)
- Vorhersage, wie 'Ketzer' und 'Schismatiker' siegen werden; Buße und Umkehr bewirken Gottesreich auf Erden (Obd.20 -21)
- Biblische Hinweise auf Eroberer aus dem Norden
- Erfolgt Eroberung Roms im göttlichen Sinne?
- Roms Ignorierung des drohenden Untergangs (Elberfelder Bibel)
- Vorhersage des totalen Niedergangs und Zerstreuung des Papsttums (Elberfelder Bibel)
- Biblische Weissagungen vom Untergang Babels und der Erlösung Israels
- Jeremias 50. Kapitel: Babels Sturz und dessen Folgen
- Jeremias 51. Kapitel: Babels Macht und Sturz, Schuld und Strafe (vgl. Jes.13; 14; 21,01-10; 47,01-15)
- Jesajas 47. Kapitel: Triumph und Spott über den Untergang Babels (vgl. Jer.13.14. 21,01-10; Jer.50. 51)
- Offb.16,16 -19,02: Untergang der großen Hure Babel
- Vorhersage des Strafzeitpunktes für Rom und Welt
- Allgemeine Zeitumschreibung: wenn Christheidentum überhandnimmt
- Beispiele kontinuierlichen Richtens; Wann Gerichtshöhepunkt sein wird; Wahrheitssieg
- Wie lange das Papsttum existieren wird; Grund und Zweck der Zulassung von Kämpfen
- Vorhersage des Zeitpunktes großer Offenbarungen und Gerichte; Kennzeichen dieser Zeit
- Schwierigkeit, blindes Kirchenvolk und verführten Klerus zu bekehren und zu retten... 285
- Schwierigkeiten, Priester zur Wahrheit zu führen
- Wie mit blindem, rechthaberischem Klerus zu verfahren ist
- Wie blindes Kirchenvolk über Machenschaften des Klerus aufzuklären ist
- Tips bei politischen Ränken des Klerus
- Bedingungen zur Rettung von Einzelmitgliedern der Weltkirche
- Wer in wahrer Kirche ist, findet Rettung
- Umkehr, Reue und Buße als Rettungsbedingungen für Weltkirchenmitglieder
- Vergebung ist abhängig von Änderungsbereitschaft und Ergreifen der Gnade
- Bedingungen zur Sündenvergebung
- Unrecht muß nach Möglichkeit wieder gutgemacht werden
- Wiedergutmachungsrichtlinien; Lösung, falls direkte Wiedergutmachung unmöglich ist
- Richtlinien der Sündenvergebung bei Verleumdung
- Verhaltensempfehlungen gegenüber Christheidentum
- Empfohlene geistige Einstellung gegenüber veräußerlichter Kirche
- Unmöglichkeit des Dienstes für zwei Herren
- Verbleiben, innere Distanz oder Austritt aus falscher Kirche?
- Biblische Aufforderung, das Abgöttische, Sündenhafte zu fliehen
- Wahl der rechten Kirche; Wesen wahrer Kirche; Bedeutung von tätigem Glauben
- Faktoren, die über wahre oder falsche Kirche entscheiden
- Vergleich der Kath. Kirche mit 'Nur-Glauben-macht-selig'-Konfessionen
- Freie Wahl der Konfessionszugehörigkeit; alles prüfen, Gutes (= Liebe) allein behalten!
- Handeln bringt Seligkeit, nicht bloßes Glauben oder Zugehörigkeit zu einer Konfession
- Was wichtiger als äußere Konfession und Einhaltung von Gebräuchen ist
- Wechsel von äußerer zu innerer Kirche trotz Risiken vornehmen
- Unwichtigkeit äußerer Konfessionszugehörigkeit fürs Seelenheil; was wesentlich ist
- Gutes behalten, sich vom Schlechten lösen; Konfessionswahlfreiheit
- Äußere Kirche sich überlassen; sich an Jesus halten
- Verlassen der Weltkirche oder nur des Falschen darin? Wie evtl. Veränderungen möglich sind; Vergleich mit biblischen Frauen
- Weg zur Seligkeit innerhalb und außerhalb von Amtskirchen
- Begriff der Seligkeit
- Wege zu wahrer Seligkeit, wahrem Glück und Vollendung
- In allen Religionen ist verborgen der Geist Gottes
- Unbegrenzte Willensfreiheit und Macht als Seligkeit; Weg dazu
- Bester Weg zur Selbständigkeit und Seligkeit erfordert göttliche Offenbarungen
- Selbsttätigkeit und Selbständigkeit im Wohltun sind für Seligkeit höchst nötig
- Jesu Lehre führt zu wahrem, freien Leben; Innere Stimme leitet zum Licht und Vollendung
- Dienen, nicht herrschen bringt dies- und jenseits höchste Seligkeit
- Nicht Weltglück ohne Liebe, sondern Leben in Liebe bewirkt wahres Glück
- Was Einhalten der 10 Gebote bewirkt
- Wie geistige Wiedergeburt und Seligkeit leichter als über Kirchengesetze zu erreichen ist
- Positive Folgen der Liebe zu Jesus und Einhalten der Gebote
- Wie Weisheit, ewiges Leben, klarstes und vollstes Bewußtsein im Jenseits und Freiheit vor Todesangst zu erreichen ist
- Lehre Jesu als Wegweiser zur Seligwerdung
- Selig wird nur, wer göttlichen Willen erfüllt; Einheit Jesu mit dem Vater
- Einhalten von Jesu Geboten und mosaischen Geboten bewirkt ewiges Leben und Seligkeit
- Nicht Wissen und Erfahrung, sondern Gottes- und Nächstenliebe bewirken Weisheit und Seligkeit
- Gerechtigkeit, Annahme von Jesu Wort und Leben danach bringt Seligkeit
- Friedfertigkeit, Toleranz und Liebe bewirken mehr als Einhalten von äußeren Geboten
- Nicht Weltschätze, sondern Wohltaten legen Grundlagen für Seligkeit im Jenseits
- Nicht Fasten und Beten, sondern Glaube an Jesus und Einhalten göttlicher Gebote macht selig
- Glauben ohne Zeichen und Leben danach macht selig
- Lohn für Glaubenstreue ist Seligkeit
- Rechtes Handeln bringt Seligkeit, nicht bloßes Glauben oder Zugehörigkeit zu einer Konfession
PAPSTTUM = KIRCHE CHRISTI ODER CHRISTHEIDENTUM? Ev05.009,04] »Rom soll ... lange der beste Aufenthaltsort Meiner Lehre und Meiner besonderen Gnaden verbleiben, und es soll diese große Kaiserstadt ein Alter in der Welt erreichen, wie ein gleiches nur sehr wenige Städte Ägyptens erreichen werden, jedoch nicht so unversehrt wie Rom. Die äußeren Feinde sollen dieser Stadt wenig je etwas zuleide tun; wenn sie schadhaft wird, so wird sie das nur der Zeit und ihren wenigen inneren Feinden zu verdanken haben!
Vorhersage über Bestandsdauer Roms; Abgötterei neben Wahrheit Ev05.009,05] Aber in der Folge wird leider auch in dieser herrschenden Stadt diese Meine Lehre in eine Art Abgötterei übergehen; aber ungeachtet dessen wird Mein Wort und noch immer der beste Sinn der Lebenssitten im allgemeinen darin erhalten werden.
Ev05.009,06] Gar in die späten Zeiten hinaus wird der Geist dieser Meiner Lehre dort sehr verschwinden. Die Menschen werden an der äußersten Rinde kauen und sie fürs geistige Brot des Lebens halten ...«
Kommen Gottesreich und Wahrheit durch Rom? Him2.369,01] »Von Rom aus wird es nie licht, und möge da als kirchlicher Regent Petrus oder Paulus auf dem Hierarchenstuhle sitzen! Denn ihr wisset es ja, daß das wahre Licht als eigentliches Gottesreich nie äußerlich mit materiellem Schaugepränge (vgl. Lk.17,20 f.), sondern nur ganz in aller Stille innerlich im Menschen vorkommt, ganz unbeachtet - wie ein Senfkörnlein, so es in die Erde gesäet ist, dann auch vom Innern der Erde als ein zartestes Pflänzchen zum Vorscheine herauskommt, dann wächst und größer und fester wird und dann Äste und Zweige treibt, so daß sogar, wenn es erwachsen ist, des Himmels Vöglein darunter Wohnung nehmen, (vgl. Mt.13,31 f. Mk.04,30ff. Lk.13.18f.)
Him2.370,02] Auch kommt das Gottesreich, wie ein Kind aus dem Mutterleibe, aus dem Herzen des Menschen hervor und durchströmt dann den ganzen Menschen und fasset Wurzeln in allen seinen Teilen und macht, daß der ganze Mensch endlich ein ganz neues Wesen wird und unsterblich in allen seinen Teilen!
Him2.370,03] Dieses Licht, dieses wahre Gottesreich, kann sonach nie von Rom ausgehen, und möchte der Papst auch ein Engel sein - sondern allezeit nur von jedem einzelnen Menschen selbst, so er in der Schrift unterrichtet und darnach getauft ist durch Werke und durch das kräftigst wahrnehmbare Zeugnis des Heiligen Geistes. Wo dieses mangelt, da hilft weder Rom noch Jerusalem und weder Papst noch Wassertaufe und Bischof und Konfirmation!
Him2.370,04] Der gegenwärtige Papst (1847 Pius IX, d.Hg.) aber ist ein recht feiner Weltmann und sorgt mehr für die politische als für die äußerlich kirchliche Konsistenz seines Regiments. Er gebraucht das kirchliche zu rein politischen Zwecken. Wird er diese erreichen, dann wird er tun, wie es seine Vorgänger taten, d.h. er wird auch hie und da äußerlich etwas Besseres säen. Aber seine Nachfolger werden es schon wieder zugrunde richten, wie es noch allezeit der traurige Fall war.
Him2.370,05] Was der Papst als Mensch Gutes tut im verborgenen und nicht in alle Welt ausposaunen läßt, davon wird er auch den ewigen Lohn ernten. Aber von seinem kirchlichen Wirken wird im Himmel wenig oder gar keine Notiz genommen werden, außer eine solche wie von aller Weltäußerlichkeit.
Him2.370,06] Das erste Zeichen des ankommenden Gottesreiches aber ist die rechte, ewig nie eine scheinbare und noch weniger eine sogenannte Kurial- und Pontificaldemut,' laut der sich ein Papst wohl einen 'Knecht der Knechte' nennt, sich aber daneben gleich wieder gegen Mein Wort und Gebot 'Heiliger Vater' titulieren läßt und dadurch ein Herrscher der Herrscher sein will - in welchem Stücke ein Papst dem andern ebenso ähnlich ist wie ein Auge dem andern.
Him2.371,07] Es fehlt demnach dem Papste sogar das allererste Zeichen des Gottesreiches, ohne das niemand ewig je zum Lichte der Himmel gelangen kann. Wo aber das A völlig mangelt, woher soll dann das B und noch weniger das C, D und E kommen? -Das wäre gerade so, als sollte ein Weib je schwanger werden und gebären, wenn sie sich, aus lauter Stolz und Hochmut, nie so tief herablassen wollte, sich von einem Manne beschlafen zu lassen, auf daß er in ihr einen Samen hätte erwecken können.
Him2.371,08] Woher aber sonach ewig nie ein Licht zu erwarten ist (aus den obenangeführten allertriftigsten Gründen), von dorther kann alsonach nur Finsternis kommen. Und es lasse sich da keiner berücken, wenn es auch so und so aussieht!
Him2.371,09] Denn was da geschieht, ist pur Äußerliches. Das Innere dagegen wird als ein 'Geheimnis aller Geheimnisse' bescheidet und ist so gut wie gar nicht da. - Und wäre es auch da, so müßte es aber doch ewig ohne Wirkung bleiben gleich dem Keime in einem Samenkorne, das nie ins Erdreich gesäet wird. So ein Keim muß dann freilich wohl auch ein 'ewiges Lebensgeheimnis' verbleiben, weil er nie ins Leben übergehen kann, da ihm das Mittel, durch das er sich entwickeln und zum Leben manifestieren sollte, für alle Zeiten abgeschnitten ist.
Him2.371,10] Wo Gott, der da ist der ewige Grundquell alles Lebens, ein 'Geheimnis' ist - was soll da das Leben und dessen Licht sein?!
Him2.371,l 1] Gott ist in allem der Grund, die erste Bedingung alles Seins, also auch das Hauptlicht alles Lichtes und muß zuerst angenommen und erkannt sein, so alles andere, das aus Ihm ist, soll erkannt werden. - So aber Gott ein Geheimnis, also eine barste Nacht ist, was soll dann alles andere sein? Wo das Licht schon die barste Finsternis ist, was soll dann erst die eigentliche Hauptfinsternis selbst?
Him2.371,12] Ich meine, so Ich bei euch nur ein wenig Licht im Hause bin, so werdet ihr aus dem leicht entnehmen können, was zu allen Zeiten von Rom zu erwarten ist, solange es bleibt, wie es ist und wie es war.
Him2.371,13] Das aber glaubet ja nicht, daß es je von Rom abhängen wird, ob Licht oder Nacht - sondern das alles hängt rein von Mir ab! - Wann es die rechte Zeit sein wird, so wird es Licht wie am Tage. Und Rom wird dem 'großen Tage des Geistes' so wenig Schranken zu setzen imstande sein, als jemand imstande ist, der Sonne den Aufgang zu verwehren.
Him2.371,14] Daher bleibet nur ganz unbesorgt! - Wer am und im Tage wandelt, hat von der Nacht nichts zu befürchten. Aber wehe denen, die in die Hände der Räuber fallen! -Amen.«
Berechtigung, Zweck und Grenzen äußerer Kirchen; Wesentliches in Kirchen Him2.375,07] »Es ist wohl ganz wahr, daß die Rinde an einem Baume tot ist, und je äußerlicher, desto toter. Und niemand kann aus solch toter Rinde eine Lebensnahrung ziehen. Aber so man diese tote Rinde einem Baume nehmen würde, besonders zur Winterszeit, da würde der Baum entweder einen großen Schaden leiden, oder würde ganz und gar zugrunde gehen. - Gerade so aber steht auch die äußerliche Kirche zur inneren, wie die äußere Rinde des Baumes zum inneren, in seiner Art lebendigen Baume!
Him2.375,08] Von der äußeren Kirche wird freilich wohl ewig nie das Gottesreich kommen, welches da ist das eigentliche innere, ewige Geistesleben. Aber diese äußere Kirche ist nach Meiner Fürsehung und Sorge ein Schutz für die innere Kirche, die jedermann leicht finden kann, wenn er sie nur suchen und finden will.
Him2.375,09] Und dabei ist es gleich, in welcher äußeren Kirche er sich befindet, - so sie nur irgend Meinen Namen und Mein Wort verkündiget! Denn es ist nicht vonnöten, daß da jemand die ganze Bibel im Kopf haben müsse, um damit Mein Reich und Mich zu finden. Sondern dazu genügen auch wenige Texte und ein genaues Beachten und Leben nach denselben.
Him2.376,10] Wer also tut, zu dem wird sich das Gottesreich bald also kehren und vernehmen lassen, wie es im Evangelium steht und also lautet: "Ei du getreuer Knecht, dieweil du im Kleinen getreu warst, sollst du nun über vieles und Großen gesetzt werden!"
Him2.376,11] Wer sich aber in irgendeiner äußeren Kirche befindet und hört da Mein Wort verkünden und vermeint, es sei das Wort falsch und tot, weil in der Kirche sonst so viel Lug und Trug vorkomme, beachtet es darum nicht und verwirft so 'das Kind samt dem Bade' und fluchet dem ganzen Baum, weil dessen äußere Rinde tot ist - der gleicht dem, der sein Talent vergrub, und wird dereinst auch also gerichtet werden.«
Bieten Konzilien Wahrheitsgarantie? Him1.042,01] »Wo ihr immer zwei oder drei und auch noch mehrere in Meinem Namen und in Meiner Liebe versammelt seid, da bin ich auch mitten unter euch - aber nicht wie bei den Konzilien, da Ich niemals inmitten war. Denn bei den Konzilien, da hatte man sich versammelt in der Absicht wie der jüdische Rat vor dem Hohenpriester Kaiphas und beratete sich unter Meiner vermeintlichen Inspiration um die Vorrechte und Heiligkeit des Hierarchen und dessen Unfehlbarkeit und berechnete und berechnete den großen Verlust der zeitlichen Einkünfte des Stuhles und kümmerte sich wenig um Mich und ließ Mir mit der allergenauesten Not kaum so viel Raum, als Ich einer Milbe im Weltenraume. Mein äußerlicher Name, (gleich) wie der einer andern geschichtlichen Person, und einige Bruchstücke Meines Wortes, daraus ein heidnischer Blindglaube und eine tote Liebe, eine systematische Götzenverehrung und ein aus ihr hervorgehender Zeremonienkult, sind das einzige, was Mir noch gelassen wurde.
Him1.042,02] Dadurch wurde Ich jenen Herrschern gleich, die von ihren Beamten als ein Deckmantel aller ihrer Niederträchtigkeiten auf den Thron gestellt werden und sich noch sehr hoch gefallen lassen müssen, daß diese, ihnen beinahe allezeit unbewußt, ihren Herrschernamen als amtliches Kraftsigill gebrauchen, um damit ihren Dekreten und Verordnungen eine alleroberste Rechtskraft zu verschaffen.
Him1.043,03] Sehet, geradeso ergeht es mir in den meisten meiner Kirchen: Uberall sucht man Mich den Blicken Meiner Kinder zu entziehen und stopfet ihre Ohren mit leerem Schall, damit sie nur Meine Vaterstimme nicht vernehmen sollen. Man hält ihnen hölzerne Christusse vor die Augen, damit sie ja den Lebendigen nicht sehen sollen, und macht mit dem Geläute der Glocken ihre Ohren taub für Meine Stimme und läßt nicht laut werden in den Herzen Mein lebendiges Wort.
Him1.043,04] Sehet, daher trete Ich nun als euer Alles in eure Mitte und warne euch vor dem Sauerteige der eigennützigen Pharisäer, damit ihr allezeit das Angesicht eures heiligen Vaters schauen mögt und hört Sein lebendiges Wort: Werdet klein wie die Kindlein, damit Mein Reich das eurige werde! Denn darinnen liegt die größte Weisheit - wie in der Liebe die höchste Seligkeit!«
Schr.014,09] (Deutung von Mt.24,26: "Wenn sie also zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste!, so geht nicht hinaus; siehe er ist drinnen im Haus, so glaubt es nicht"). »... Diese geistigen Kammern heißen: allerlei Konfessionen, Sekten, klösterliche Vereine, Konklaven, allerlei Mystizismen, Konzilien, Konsistorien. - Wir haben genug; denn ihr könnet euch selbst noch eine Menge derlei Vereine, Kongregationen und Brüderschaften hinzudenken. Diese passen alle hierher!
Schr.014,10] Demnach könnte der Text so heißen: "Wenn man euch sagen wird: 'Das Reich Gottes oder die lebendige Wahrheit oder die reine Lehre Christi ist in dieser oder jener Konfession oder Sekte!' usw. oder: 'Das ist die alleinseligmachende Kammer!', so glaubet es nicht; denn der Herr ist nur bei denen, die Ihn lieben im Herzen und in Werken!"
Schr.014,11] Wo zwei oder drei in Meinem Namen oder in Meiner Liebe (es versteht sich von selbst) tätig beisammen sind, da bin Ich mitten unter ihnen; aber da sicher nicht, wo man sich anstatt über Mein Wort und Meine Liebe nur über weltliche, militärische und Geldangelegenheiten beratet, - wo diejenigen, die sich Meine Priester nennen, auch Festungsbau, Maschinenwesen und Eisenbahnen projektieren!«
Him2.196,19] (Auslegung Obadja, 9. Vers:) "Denn deine Starken zu Theman sollen zagen, auf daß sie alle auf dem Gebirge Esau durch den Mord ausgerottet werden..."
Him2.196,20] »Deine Starken im Worte (zu Theman), welche sich 'Gottesgelehrte' nennen, aber dennoch von Gott noch nie eine Silbe vernommen haben, sondern alle ihre diplomatische Gottesgelehrtheit von der Welt her haben, will Ich ängstigen in ihrem Weltgewissen. Und wenn sie ein Konzilium ihrer doktorlichen Weisheit halten werden, da will Ich sie gerade auf den Scheitel ihrer Weisheit schlagen und sie zugrunde richten lassen von den schwächsten Meiner (wahrhaft) weisen Kinder in der Wiege Meiner Liebe, Gnade und Erbarmung!«
'Alleinselig-machende-Kirche'
In allen Religionen wirkt verborgen der Geist Gottes Ev01. 134,17] »Nehmt ... hinzu die Religionen fremder Nationen, als zum Beispiel der Türken, der Parsen, Gebern, Hindus, Chinesen und Japaner! Wie sehr sind sie verschieden von der Religion, die Ich nur den Kindern aus dem Himmel aller Himmel gab, und doch waltet auch in ihnen, wennschon um vieles tiefer verborgen, derselbe Geist Gottes!«
Evangelium erwähnt keine alleinseligmachende Kirche oder Papst BMar.078,12] (Protestanten im Jenseits zu einem verstorbenen Katholiken:) »... Im Evangelium des Herrn aber steht nirgends etwas von einer alleinseligmachenden römisch-katholischen Kirche, nichts vom Papste, nichts von den Jesuiten und nichts von den Herz-Jesu-Damen, sondern da steht ganz einfach: "Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst! Darin ist das Gesetz und alle Propheten!"«
Worin wahre Kirche besteht und was allein selig macht HaG1.004,09] »... Auf der Erde gibt es nur eine wahre Kirche, und diese ist die Liebe zu Mir in Meinem Sohne, welche aber ist der heilige Geist in euch und gibt sich euch kund durch Mein lebendiges Wort, und dieses Wort ist der Sohn, und der Sohn ist Meine Liebe
und ist in Mir und Ich durchdringe Ihn ganz, und Wir sind eins, und so bin Ich in euch, und eure Seele, deren Herz Meine Wohnstätte ist, ist die alleinige wahre Kirche auf der Erde. In ihr allein ist ewiges Leben, und sie ist die alleinseligmachende.
HaG1.004,10] Denn siehe, Ich bin der Herr über alles, was da ist! Ich bin Gott, der ewige und mächtige, und als solcher bin Ich auch euer Vater, der heilige und liebevollste. Und dieses alles bin Ich im Worte; das Wort aber ist im Sohne, und der Sohn ist in der Liebe, und die Liebe ist im Gesetze, und das Gesetz ist euch gegeben. So ihr es beachtet und danach tut, so habt ihr es in euch aufgenommen; dann wird es in euch lebendig und erhebt euch selbst und macht euch frei, und ihr seid dann nicht mehr unter dem Gesetze, sondern über demselben in der Gnade und im Lichte, welches alles Meine Weisheit ist.
HaG1.004,11] Und das ist die Seligkeit oder das Reich Gottes in euch oder die alleinseligmachende Kirche auf der Erde, und in keiner andern ist das ewige Leben als nur einzig in dieser.«
Anspruch, alleinseligmachende Kirche zu sein, ist Antichristkennzeichen Ev07.184,06] »... (Der) Gegenprophet oder Gegengesalbte (wird) aufstehen und sagen: "Sehet, ich bin der wahrhaft Gesalbte Gottes! Mich höret, wollet ihr selig werden!" Ich aber sage es euch, daß sich von euch niemand verleiten lasse! Denn dieser wird sein ein Sendling der Hölle und wird durch seine Trugkünste allerlei wunderliche Zeichen tun und wird ein gar frommes Gesicht schneiden und beten und opfern; aber sein Herz wird sein voll des bittersten Hasses gegen alle Wahrheit, die er verfolgen wird mit Feuer und Schwert, und er wird verfluchen alle, die sich nicht nach seiner Lehre verhalten. Dieser wird auch aushecken die drei Götter und sie anbeten lassen. Ich werde als ein Erlöser der Welt wohl auch darunter sein, aber geteilt in drei Personen. Man wird wohl noch einen Gott im Munde führen, aber dabei dennoch drei Personen anbeten, von denen eine jede für sich auch ein vollkommener Gott sein wird und wird eigens angebetet werden müssen.«
Ev09.040,01] »Der wahre Glaube und die reine Liebe werden in jener Zeit ganz erlöschen. An ihrer Stelle wird ein Wahnglaube unter allerlei ärgsten Strafgesetzen den Menschen aufgedrungen werden, gleichwie da auch ein böses Fieber dem Menschenleibe den Tod aufdrängt. Und so sich irgendeine von Meinem Geiste gestärkte Gemeinde wider die falschen und von Gold, Silber, Edelsteinen und andern großen Erdengütern strotzenden und allerhochmütigsten und herrsch- und selbstsüchtigsten Lehrer und Propheten, die sich als eure allein wahren Nachfolger und Meine Stellvertreter den Menschen zur tiefsten Verehrung darstellen werden, erheben und ihnen zeigen wird, daß sie nur gerade das Gegenteil von dem sind, als was sie sich den Menschen mit der frechsten und Gottes vergessendsten Keckheit darstellen, indem sie sie zwingen, nur bei ihnen allein das Seelenheil und die Wahrheit zu suchen, so wird es da Kämpfe und Kriege und Verfolgungen geben, wie sie seit dem Beginne der Menschen auf dieser Erde noch nicht stattgefunden haben.«
Beichtpraxis und Heiligsprechungspraxis als antichristliche Machtmittel Ev08.043,10] »Es wird aber in den späteren Zeiten leider geschehen, daß die Sündenbekenntnisse vor den falschen Propheten in Meinem Namen noch mehr gang und gäbe werden, als sie je unter den Pharisäern und Erzjuden es waren, und das wird zum Fall und zum Gerichte der falschen Propheten unter Meinem Namen führen. Denn diese werden den Menschen gleich den Heiden sagen, daß sie allein das von Gott ihnen erteilte Recht haben, allen Sündern die Sünden nachzulassen oder auch vorzuenthalten; also werden sie auch gegen große Opfer ihre blinden Günstlinge für alle Himmel selig und heilig sprechen.«
GSo1.085,06] »... Das alte Heidentum war den Priestern überaus einträglich, das reine Christentum aber war solcher Gewinnsucht gerade entgegen, nachdem es ausdrücklich heißt: "Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst sollt ihr's auch wieder weitergeben."
GSo1.085,07] Solches konnte das (christl. Neu-)Heidentum nicht brauchen, daher machte es lieber ein 'Sündenregister'. Und weil nach dem mosaischen Gesetze zu wenig gesündigt ward, so gab es noch eigenmächtige, schwer zu haltende Gesetze hinzu, konstruierte dann zu dem Sündenregister und dem sehr zahlreichen Gesetzbuche die Sünden vergebende 'Beichte' und leitete durch diese Beichte die Menschheit auf allerlei einträgliche Bußwerke hin. Durch diese hat sich dann das alleinseligmachende Pontifikat mit Hilfe noch anderer einträglicher gottesdienstlicher Zeremonien zu einem Weltglanze emporgearbeitet, vor welchem alle Könige bebten!
GSo1.085,08] Damit aber dieses alleinseligmachende Pontifikat sich noch unabhängiger und also auch unumschränkter wirkend aufstellen konnte, wußte es durch ein vortreffliches Mittel sich ein mächtiges stehendes Heer, über eine Million stark, zu bilden, welches allerorts die Burgen, Festungen, Städte und Länder der Kaiser, Könige und Fürsten unüberwindlich besetzte und somit alle Reiche sich botmäßig und zinspflichtig machte. Das Heer sind die 'Priester' und 'Mönche', und das Mittel ist der 'Zölibat'. Auf diese Weise war die (neu)heidnische Kirchenmacht unüberwindbar begründet. Da aber jeder Herrscher, so er wissen will, wie es mit seinen Untertanen stehe, geheime Kundschafter haben muß, so waren solche geheime Kundschafter auch dem Pontifikate überaus notwendig. Wer sind aber diese Kundschafter? Siehe, das gesamte Priestertum.«
Ohrenbeichte = Bedingung zur Seligkeit? Him2.322,06] »Das beste Mittel zur Nachlassung der Sünden aber ist, die Sünden nicht mehr zu begehen, die begangenen aber wahrhaft zu bereuen, dafür den Armen aus Liebe zu Mir Almosen zu geben und all seinen Feinden von Herzen zu vergeben und für sie zu beten im Geiste und in der Wahrheit. - Denn wenn es einen gereuet, daß er gesündigt hat, da gereuet es auch Mich, daß Ich ihn darob strafen wollte. - Das Almosen aber bedecket ohnehin die größte Menge der Sünden. - Und dem, der vergibt, wird auch vergeben werden, und hätte er Sünden, wie da ist des Sandes im Meere und des Grases auf der Erde!
Him2.322,07] Das sind demnach die einzigen Mittel, durch die jedweder Sünder ohne alle Beichte die Sündenvergebung erhalten kann, und sonst gibt es keine!
Him2.322,08] Hat aber jemand auf diese Weise die rechte und allein gültige Sündenvergebung von Mir aus erhalten, so er den vorgeschriebenen evangelischen Bedingungen werktätig im Geiste und in der Wahrheit nachgekommen ist, dann kann er sich, so er will, des äußeren Kultus wegen ja einem vernünftigen Priester zeigen. - Aber als 'Bedingung zur Seligkeit' habe dieser Rat keine Geltung! Sondern er ist euch lediglich darum gegeben, damit ihr durch dessen ganz unschädliche Beachtung in eueren irdischen Verhältnissen desto unbeanstandeter durchkommen möget!«
Wahrheitsverfälschung und -Verfolgung durch Weltkirche
Vorhersage totaler Kritik und Verfälschungen des Evangeliums sowie religiösen Betrugs im Christentum Ev05.050,06] (Raphael:) »Zu allen Zeiten und in allen Landen der Erde ist ursprünglich von Gott aus den Menschen die allerreinste Wahrheit gepredigt worden durch den Mund der vom Geiste Gottes durchdrungenen Propheten. Sieh nun nach etwa ein paar tausend Erdenjahren diese Wahrheiten an! Was sind sie? Zum allergrößten Teile Unkraut, Menschensatzungen, Lügen und bergdicke Betrügereien aller Art! ...«
Ev03.113,11] »Und so geht es auch stets mit allen Geistesgaben aus den Himmeln; mögen sie in ihrem Entstehen noch so rein sein, so werden sie mit der Zeit durch die weltschmutzigen Interessen dennoch also getrübt wie alles, was Ich dir soeben gezeigt habe.
Ev03.113,12] Und so wird es wohl auch dieser Meiner allerreinsten Lehre ergehen; da wird kein Häkchen unbekrittelt und unbenagt verbleiben!
Ev03.113,13] Den Tempel, den Ich nun aufbaue, werden sie ebenso zerstören, wie in nicht gar zu ferner Zeit die Römer den Tempel zu Jerusalem zerstören werden, wo kein Stein auf dem andern bleiben wird!
Ev03.113,14] Aber diesen Meinen Tempel werde Ich wieder erbauen...«
Ev03.214,02] »Mein Freund, die Stunde ist noch nicht gekommen, in der der finstere Fürst der Welt gerichtet werden wird; aber sie ist sehr nahe herangerückt! Wenn er aber auch gerichtet sein wird, so wird es dennoch nur zu bald Menschen geben, die mit Meinen reinsten Gesetzen in der Zeit noch ärger verfahren werden denn der Satan selbst. Auf dieser Erde wird stets das Licht mit der Finsternis zu kämpfen haben!«
Wahrheitsverfälschungen, Bibel- und Urtextvorenthaltungen durch römischen Klerus Ev10.025,02] »Im Verlaufe der Mitteilungen alles dessen, was Ich bei Meinen Leibeszeiten auf dieser Erde im ganzen Reiche der Juden gewirkt und gelehrt habe, ist bis schon nach fünfhundert Jahren Meines Erdenseins - besonders was die Erklärungen der Dinge und Erscheinungen der Naturwelt anbelangt - das meiste teils in Vergessenheit geraten, größtenteils aber mit dem alten Unsinne wieder so vermengt worden, daß da niemand mehr die reine Wahrheit hat herausfinden können.
Ev10.025,03] Es sind wohl viele ziemlich gleichlautende Aufzeichnungen, die zumeist von den Griechen und Römern bewerkstelligt worden sind, teils in den zehn Städten im langen und weiten Jordantale - darunter aber wohl gut bei sechzig Städte, die alle zu Meiner Zeit und auch vor Mir schon und nach Mir noch bis über die Zeit der Zerstörung Jerusalems und seiner Umgebungen größtenteils von Griechen und Römern bewohnt wurden, zu verstehen sind -, teils in Essäa - von dem aber schon vor zwölfhundert Jahren keine Spur mehr anzutreffen war, da dieser Orden von den heidnischen Römerchristen zu sehr verfolgt wurde - und zum großen Teil aber in der großen Bibliothek zu Alexandria aufbewahrt worden.
Ev10.025,04] Aber betrachte alle die verheerendsten Kriege und die großen Völkerwanderungen, von denen mehr denn halb Asien, der Norden Afrikas und beinahe ganz Europa heimgesucht worden sind, und zwar aus dem Grunde, weil nur zu bald nach Mir - wie solches schon der Prophet Daniel und bald nach Mir Mein Jünger Johannes auf
der Insel Patmos in der von Mir ihm gegebenen Offenbarung gezeigt hat - die Menschen, und besonders die Gemeindevorsteher, Meine Lehre, da sie ihnen als die reinste Wahrheit aus den Himmeln zu kleine Zinsen trug, zu verdrehen und mit dem alten Unsinne zu vermengen anfingen.
Ev 10.025,05] Und es hieß da von Mir aus: Gut denn, weil euch der alte, finstere Weltunflat lieber ist als Mein reinstes Gold aus den Himmeln und ihr stets mehr und mehr den Hunden darin gleicht, daß sie zu dem zurückkehren, was sie gespien haben, und auch den Schweinen, die auch wieder mit aller Hast zu der Pfütze zurückrennen, in der sie sich schon oft über alle Maßen beschmutzt haben, so soll euch für lange hin das Gold der Himmel genommen werden, und ihr sollet Mir schmachten in aller Trübsal, Finsternis und Not, und der Tod soll euch wieder ein größter Schreck auf Erden werden!
Ev10.025,06] Und also ward es denn auch bis zu dieser Zeit. Beinahe alle die Städte und Orte, in denen sich Aufzeichnungen von Meinem vielen Wirken und Lehren häufig vorfanden, sind zerstört und verwüstet worden; nur die Kleinevangelien des Johannes und Matthäus sind noch, der Sittenlehre für die Menschen eines guten Willens wegen, mehr oder weniger sprachrichtig bis jetzt als echte Dokumente über Mein Wirken und Lehren erhalten worden, so auch die Schriften des Lukas und des Markus, insoweit er das von Paulus Vernommene in aller Kürze für sich aufgezeichnet hatte, und im gleichen auch mehrere Briefe der Apostel, von denen aber auch viele verlorengegangen sind, und die Offenbarung Johannis, aber freilich auch mit einigen Sprachunrichtigkeiten, was der Hauptsache für den, der von Mir geführt wird, keinen Eintrag macht.
Ev10.025,07] Von den andern Lehren, was die Dinge und Erscheinungen und ihre Beschaffenheit betrifft, ist bis auf diese Zeit hie und da ganz im Verborgenen nur weniges verblieben; und wo noch aus der Zeit der Römer und Griechen etwas vorgefunden ward, wurde es von den Klöstern aufgefangen, aber der im Finstern schmachtenden Menschheit auch nie ein Häkchen groß davon verkündet.
Ev10.025,08] Sonnen- und Mondfinsternisse, Kometen und noch andere ganz natürliche Erscheinungen haben bei ihrer Wahrheitsdarstellung den Priestern nichts eingetragen; man hat sie nur zu bald wieder zu Vorboten und Verkündern der von Mir über die Menschen verhängten Strafen gemacht, damit die dadurch geängstigten Menschen dann zu den Tempeln, die bald wie die Pilze aus der Erde emporgewachsen sind, in großen Scharen wallfahrteten und daselbst reiche und viele Opfer zu den Füßen der Priester niederlegten.
Evl0.025,09] In den Katakomben Roms und in den Pfaffenburgen Spaniens und Italiens und hie und da auch des deutschen Reiches finden sich noch gar manche sehr gewichtigen Aufzeichnungen aus Meiner Zeit vor; aber die noch jetzt heilendste Hab-, Glanz- und Herrschsucht der Hure Babels läßt davon ja nichts unter die Menschen kommen, und das aus der Furcht und großen Sorge, nun sich gewaltig zu verraten und dann von aller Welt dahin zur strengsten Rechenschaft gezogen zu werden, aus welchem Grunde sie den Menschen so viele Jahrhunderte die Wahrheit vorenthalten habe. Da der schnöde Grund wohl jedem Denker von selbst einleuchtend ist, so ist es hier denn auch wahrlich nicht nötig, ihn noch näher zu beleuchten.
Ev10.025,10] Wie lange ist es denn seit der Zeit, als man dem Volke die vier Evangelien und die Apostelgeschichte des Lukas, die Briefe der Apostel und die Offenbarung Johannis auf das strengste vorenthalten hat und in mehreren Ländern ihm das noch immer vorenthält?
Ev10.025,11] Wie sträubte man sich gegen das Licht Meines hellen Wissenschaftsblitzes, der vom Aufgange bis zum Niedergange alles, was auf Erden ist, von neuem hell zu erleuchten anfing, und das schon vor dreihundert Jahren, und dessen Licht nun stets heller und heller leuchtet, und das also, daß in dieser Zeit sogar die geheimsten und verborgensten Gemächer der einst so großen und mächtigen Hure Babels wie am hellsten Tage offen liegen!
Ev10.025,12] Man fragt mit Recht und sagt: Ja, wie lange wird diese Hure Babels ihr Wesen noch treiben?
Ev10.025,13] Und Ich sage: Welch eine kleinliche Frage! Siehe an das in aller Welt von Tag zu Tag stets heller und mächtiger werdende Licht Meines Blitzes! Wie kann sich neben den tausend, jetzt nur zu mathematisch erwiesenen und zum Gebrauch für alle Menschen frei und offen stehenden Wahrheiten aus allen Fächern der Wissenschaften und Künste der alte, babylonisch-heidnische, finstere Wunderquark, dessen Betrug bis in die kleinsten Fugen und Falten erleuchtet ist, noch halten?
Evl0.025,14] Solange noch einige alte und aus der früheren Zeit irgend noch sehr verdummte, abergläubische Weiber und einige gleisnerische, sogenannte Betbrüder noch leben und sich von den Pfaffen einen blauen Dunst vormachen lassen, und solange jene Herrscher noch irgend einige Mittel besitzen, den Thron der Hure Babels zu schirmen, - was aber nur eine ganz kurze Zeit noch andauern kann und wird, da schon dafür gesorgt wird, daß derlei Herrschern die Mittel benommen werden, wie sie schon vielen benommen worden sind, und die nun ohne Land und Volk zusehen müssen, wie ihre alten Arbeiten, Mühen und finsteren Werke in Rauch und Dampf aufgehen!
Ev10.025,15] Sage: Kann irgend die Nacht an der Erde ihre Herrschaft ausüben, wo die Sonne bereits schon hoch über dem Horizonte steht? Also ist es auch nun schon an der Erde! Das Licht ist zu mächtig geworden, und die ehedem aller Finsternis - ihrer Throne und ihres unbeschreibbaren Wohllebens wegen - so sehr huldigenden Machthaber fangen an, in der unbesiegbaren Macht dieses Lichtes ihre große Ohnmacht einzusehen, und müssen nun, so sie bestehen wollen, dem ihnen ehemals so verhaßten Lichte ein freundliches Gesicht zu machen beginnen; und wollen sie wieder so ganz unvermerkt in die alte Finsternis einlenken, so erkennt es das Volk und versagt ihnen den Gehorsam und treibt sie bald in große Verlegenheiten und - wie nun schon viele Beispiele zeigen - auch von ihren Herrscherthronen.
Ev10.025,16] Meinem Willen läßt sich kein Trotz bieten! Ich lasse zwar den Menschen gleichfort ihren ganz freien Willen im Besonderen; aber im Allgemeinen bin Ich der Herr und nehme keine Rücksicht vor den Mächtigen dieser Erde! Die Zeit des Lichtes ist einmal da und kann durch keine irdische Menschenmacht mehr aufgehalten werden.«
Ablenkung vom Gotteswort durch Äußerlichkeiten Him1.043,03] »... So ergeht es mir in den meisten meiner Kirchen: Überall sucht man Mich den Blicken Meiner Kinder zu entziehen und stopfet ihre Ohren mit leerem Schall, damit sie nur Meine Vaterstimme nicht vernehmen sollen. Man hält ihnen hölzenre Christusse vor die Augen, damit sie ja den Lebendigen nicht sehen sollen, und macht mit dem Geläute der Glocken ihre Ohren taub für Meine Stimme und läßt nicht laut werden in den Herzen Mein lebendiges Wort.«
Vorhersagen über evangeliumsverfälschende Kirchengebote und deren negative Folgen
Vorhersage von Wahrheitsverfälschungen, unausführbaren Kirchengesetzen und Glaubensmorden Ev03.177,05] »Niemand wird von Meiner Lehre sagen können, daß sie nur irgend etwas Unnatürliches, Unbilliges und Unmögliches verlange; und doch werden sich mit der Zeit solche Härten und Unausführbarkeiten einstellen, die dem ganzen Umfange nach kein Mensch wird zu beachten imstande sein.
Ev03.177,06] Man wird da im übertriebenen Eifer Menschen zu Hunderttausenden hinschlachten, ärger denn die wildesten Waldbestien, und wird der Meinung sein, Gott einen äußerst angenehmen Dienst zu erweisen.«
Vorhersage, daß Kirchensatzungen mehr als Bibel gelten; Bibel werde wie Buchreliquie verehrt; Trübsal als Folge Ev05.128,06] »Was aber den alten 'Libanon' mit seinen Zedern betrifft, so stellt er dar die Schrift von Moses bis auf diese Zeiten her. Sie besteht wohl noch, aber ihre Bilder sind alt und morsch geworden gleich den früher so herrlichen Zedern, aus denen der alte Tempel zu Jerusalem, zuallermeist innerlich, ist erbaut worden, und aus deren Holze schon lange früher die wunderbare Arche des Bundes ist erbaut worden.
Ev05.128,07] Die 'Zedern' bezeichnen sonach die Worte und die Gesetze in der Schrift. Einst, als die Zedern auf dem Libanon noch jung und kräftig waren, schafften sie viel Nutzen den Menschen, und ein Richter Samuel konnte wahrhaft beten unter ihren Ästen. Aber die irdische Gewinnsucht der Menschen hat den schönen Libanon nahe ganz entzedert, und es wuchs an der alten und vollgesunden Zedern Stelle nur zu bald allerlei wildes Gesträuch, und selbst die alten, noch übriggebliebenen Zedern mit ihren vielen morsch gewordenen Ästen dienen nun nur mehr den Affen als den Menschen zum Schutz und Gewinne, - aber das natürlich nur wie zufällig; denn der Affe kann den Wert einer Zeder nicht erkennen und somit auch nicht schätzen und weiters zweckdienlich bestimmen.
Ev05.128,08] Und so ergeht es nun der alten Schrift und den Propheten. Man verehrt das alte Buch auf einem Altare und betet es wie eine Gottheit haarsträubend dumm und blind an und kümmert sich weiter um den Inhalt gar nicht, und noch weniger und noch seltener, um danach zu handeln. Da gleicht ein solcher Mensch ja ganz dem Affen, der ganz munter auf den dicken Ästen herumhüpft und den, der ihn davon vertreiben wollte, gleich mit den dicksten Prügeln bewirft und ihn zur Flucht nötigt, weil der Affe ein Affe ist und den kostbaren Baum zu einem ganz andern Zweck gebraucht, als welcher im Baume selbst von der Natur aus zu suchen und zu finden ist.
Ev05.128,09] Und also ist die Schrift den Menschen nichts mehr, als eine morsche Zeder den Affen, und der ganze Libanon ist nun wucherisch überwachsen mit allerlei wilden und oft giftigen Gesträuchen. Diese gleichen den verderblichen und überaus schlechten Menschensatzungen, die da an die Stelle der Gesetze Gottes getreten sind, und gleichen ferner noch den fein und geschmackvoll übertünchten Gräbern der Propheten, die inwendig voll Todes, Moders und Ekelgeruches sind, während das in den Büchern aufgezeichnete lebendige Wort der Propheten unbeachtet bleibt in der Sphäre, in der es eben beachtet werden sollte. Man betet es als ein Heiligtum an und reibt dem, der da unwürdig das Buch der Propheten anrührt, die Hände mit Salz blutig; aber daß man die Worte der Propheten beherzigte und danach handelte, - oh, davon ist keine Spur irgend wahrzunehmen! Was ist
da dann die sogenannte Heilige Schrift? Nichts als der mit wildem Gestrüpp überwachsene Libanon, nun eine Wohnstätte der Affen und nicht mehr gottbegeisterter Menschen!
Ev05.128,10] Es kann mit der Weile mit der Lehre, die Ich nun gebe, wohl auch so werden, daß man sie als eine heilige Reliquie wie einen Götzen anbeten wird und wird gar leichten Sinnes und Gewissens sich weiter gar nicht kümmern um den inneren Sinn und Geist eben dieser Meiner Lehre, sondern man wird sich richten nach den Satzungen der Menschen und wird sagen: "Was Weiteres brauchen wir?"
Ev05.128,11] Aber dann wird auch kommen jene große Trübsal, von der der Prophet Daniel geweissagt hat, als er auf der heiligen Stätte stand, indem er sagte: "Es wird aber in jener Zeit eine Trübsal unter den Menschen sein, wie sie nicht war vom Anbeginne der Welt!"
Vorhersage von bezahltem Sündenablaß als Antichristzeichen; Ersatz göttlicher Gebote durch selbstsüchtige Kirchensatzungen Ev06.151,10] »Was tun die Pharisäer nun mit den Sündern aller Art und Gattung? Sehet, sie nehmen eine Sündenlöse, entweder in Geld oder auch in anderen reichlichen Opfern, und geben darauf den Sündern einen Freibrief für die schon begangenen Sünden und auch schon für die, welche ein Mensch, wie es deren nun genug gibt, besonders in der reichen Welt, in Zukunft zu begehen gedenkt und sagen den Menschen: "Es ist euch dienlicher, so ihr opfert, wenn ihr nicht das schwere Gesetz halten möget!" Und so heben die Templer das Gebot Gottes auf und stellen an dessen Stelle ihre selbstsüchtigsten Weltsatzungen, da ihr Sinn nur das Wohlleben der Welt auf Kosten der armen, blinden Menschheit ist.
Ev06.151,11] Sehet, geradeso wird es auch der Widerchrist tun und alle seine Jünger, und ihr werdet ihn daran um so leichter erkennen! Und so dann seine Jünger in aller Welt mit weit geöffneten Mäulern schreien werden: "Sehet, hier ist der wahre Christus!" oder "Dort ist er!" (vgl. Mt.24,23 Mk.13,21), so glaube ihnen solches niemand von den Meinen! Die echten Kinder der Welt aber lasset und rufet sie nicht, auf daß ihr Ruhe habt vor dem Drachen und seinem Anhange; denn er wird sich auf eine Zeitlang eine große Macht aneignen und wird seine Feinde gar übel behandeln! Aber eben damit wird er sich selbst sein Gericht und seinen Untergang bereiten.«
Was an kath. Kirche verwerflich ist; Konsequenzen kath. Abgöttereien für Gottesbild und Glauben RBl2.223,09] »... Alles ist nicht schlecht an der Römerin! Nur das ist ein Greuel, so sie des irdischen Mammons wegen Mittel ergreift, die rein höllischer Natur sind - als da sind: Falsche Wunder, falsche Heil(s)mittel, Ablässe, Reliquien und Bilderdienst, Amulette, fromm klingende Zaubersprüche, blinde Zeremonien, Gnadenwallfahrtsorte, Kirchenschätze für leeren kirchlichen Luxus, hohe Ämter und Ehrenstellen, die ausgedehnteste Herrschsucht und die hartnäckigste Alleinrechthaberei. Ich will von ihren Meßopfern nichts sagen, nichts von ihrer Ohrenbeichte, von ihren Tempeln, Glocken und Orgeln, nichts von würdigen Kunstwerken, nichts von der Heilighaltung ihrer Bethäuser und nichts von den Begräbniszeremonien für die Verstorbenen. Denn dies alles im reinen Sinn würdig benützt ist nicht untauglich, das menschliche Gemüt zu erheben und zu veredeln. - Aber daß die Römerin diese an und für sich reinen Dinge dazu gebraucht, das menschliche Herz zu verdummen und blind glauben zu machen, daß man durch sorgfältigen Gebrauch alles dessen zum Leben in den Himmeln und nur durch sie zu Meiner Gnade gelangen könne, -das ist schlecht! Denn dadurch werde Ich bei den Kindern als Vater zu einem Tyrannen
gemacht, den die Dummheit wohl fürchtet, aber nie liebt. Die Verständigen und Weltläufigen aber fangen dann an, Meiner sich zu schämen. Sie wollen dann oft von einem solchen Erlöser, wie Ihn die Römerin schildert, nichts mehr hören und verwerfen damit das Kind samt dem Bad. Und das bewirkt die römische Kirche durch ihre eigenmächtigen Lehren, Satzungen, Zugeständnisse und Privilegien, die sie als von Mir empfangen vorgibt, und durch allerlei geduldeten und gepredigten Aberglauben. Das ist es aber, wodurch sie selbst sich zugrunde richtet und eigentlich schon zugrunde gerichtet ist.«
Rolle und Zweck der 'unerforschlichen Geheimnisse' und Mysterien Him2.372,00] Frage Lorbers: »O Herr, was sind denn so ganz eigentlich die 'Geheimnisse', mit denen besonders unsere römische Kirche so überaus vollgestopft ist und worauf sie sich viel zugute tut und sozusagen ihr Hauptansehen stützt? - So es Dein heiligster Wille wäre, gib uns darüber einige Winke!«
Was 'unerforschliche Geheimnisse' bedeuten und bezwecken Him2.372,01] »'Geheimnisse' (Mysterien) sind nichts anderes als Nacht und Finsternis in eben den Dingen, die als ein Geheimnis betrachtet werden. Und so sind auch die (kirchlichen) 'Geheimnisse' die barste Blindheit der Seele und ein völliger Tod des Geistes.
Him2.372,02] Und wieder sind die 'Geheimnisse' eine Bosheit! Denn die Menschen hüllen gewöhnlich das in Geheimnisse, womit sie sich nicht offen ans Licht getrauen, weil da die andern den Betrug erschauten und dann Rache nehmen möchten an den Betrügern -jeder Betrug aber ist eine allergröbste Sünde und somit eine größte Bosheit. Und somit ist ein 'Geheimnis', das da nichts ist als ein Betrug, auch eine barste Bosheit.
Him2.372,03] Weiter ist ein 'Geheimnis' auch ein Mörder und ein Totschläger! Denn nichts tötet den Geist so sehr, als eben die 'Geheimnisse'. - Daher sind sie denn auch geistige Räuber, Mörder und Totschläger. Denn über alles hat der Mensch mehr Mut als über ein Geheimnis - aus welchem Grund in der früheren Zeit auch der Aberglaube so ausgebreitet wurde, da niemand den Mut hatte, hinter die Augendecke Mosis zu greifen, um sich zu überzeugen, was denn so ganz eigentlich hinter derselben liegen könnte! Jeder betrachtete die 'Geheimnisse' als rein unerforschlich und blieb und bleibt dabei stehen, weil er am Ende nicht nur das Geheimnis, sondern auch dessen Enthüllung fürchtete und noch fürchtet.«
Was 'Glaubensgeheimnisse' bewirken Him2.372,04] »Jedes Geheimnis aber gebiert ein anderes, und das andere ein drittes, und das so fort, bis endlich alles ein 'Geheimnis' wird, das ganze Leben samt dem Tode. Um also die Menschheit geistig völlig zu töten, braucht man sie nur in recht viele und recht derbe Geheimnisse zu treiben, so kann man seiner Sache gewiß sein, natürlich von der höllischen Seite her.
Him2.372,05] Aber in der Nacht ist es einträglich, auf den Raub auszugehen; im Trüben ist gut fischen. Die Blinden lassen sich leicht führen. Und die Toten kann man überhaupt tragen, wohin man will und sie sieden und braten noch oben darauf, und sie werden sich nicht rühren. Daher gibt es kein besseres Mittel als recht viele große 'Geheimnisse' und ein Volk ist auf ein Jahrtausend zerschlagen und läßt alles aus sich machen.
Him2.373,06] Dergleichen 'Geheimnisse' dürfen dazu nur noch mit einigen taschenspielerischen Wundern, mit großem Pompe und glänzender Zeremonie begleitet sein
und mit recht viel Rauch und schrecklichen Historien, so haben sie dann eine gewaltige Macht, der selbst die beherztesten Menschen keinen Widerstand zu leisten imstande sind.«
'Glaubensgeheimnisse' verhindern Erkenntnisse um Weiterleben, Dreifaltigkeit, Gotteswort und Abendmahl Him2.373,07] »Ja, da ist dann die Trübsal so stark, daß sie selbst den Auserwählten schaden könnte, so diese möglicherweise ohne Meinen besonderen Beistand in ihr Gebiet könnten geleitet werden. Daher auch nun alle die Christen, bei denen 'Geheimnisse' walten, über das Wesen des Lebens nach des Leibes Tode im völligen Tode wandeln. Denn sie wissen davon nichts und glauben an dasselbe, wenn es gut geht, nur ungefähr also, wie ein Lottospieler auf einen Terno, der möglicherweise wohl herauskommen könnte, aber höchstwahrscheinlich nicht herauskommen wird!
Him2.373,08] Wie viel aber ist solch ein verfluchter Glaube wert? - Ich sage: Er ist nicht einmal des Auslachens und Anpfeifens wert! - Denn er kann niemanden vom Tode erretten. Daher solche Schwachgläubige auch alle dahinsterben, als wären sie nie dagewesen, und zu Schemen und Phantomen der Geisterwelt werden, denen sogar die Fähigkeit mangelt, Meinen Namen auszusprechen - was alles eine Frucht der 'Geheimnisse' ist.
Him2.373,09] Was Gott, was Ich, Jesus, was der Heilige Geist, was also diese Dreieinigkeit, was das Abendmahl, was das Wort Gottes ist, davon wissen sie gerade soviel wie der nächste beste Stein! - Sie beten zwar wohl Gott an; aber einen Gott, der nirgends ist und sein kann. Der Vater aber, der ihr allerbekanntester und allernächster Erzieher sein sollte, ohne welchen niemand das ewige Leben erhalten kann, ist das geheimnisvollste und somit entfernteste und also auch ein völlig nichtdaseiendes Wesen! -Frage: Wie kann zu solch einem Vater je eine Liebe erweckt werden, von der doch alles abhängt, was nur immer das ewige Leben bedingt?!«
Aufforderung zur Erkenntnisgewinnung und Beseitigung der Mysterien Him2.373,10] »Es kann wohl für Laien Geheimnisse geben - wie für Schüler, solange sie noch in der Schule sind und lernen müssen. Aber bei Menschen, bei wahren Menschen sollen keine Geheimnisse sein! Denn ihr wißt es nun, daß der rechte Geist Gottes, so er im Menschen ist, auch in Meine Tiefen dringt, wie es Mein Paulus aus Mir gelehrt hat.
Him2.374,11] Hinweg daher mit allen 'Geheimnissen'! - Sie gehören der finsteren Welt an.
Him2.374,12] Bei euch aber sei es Tag in euren Herzen! - Denn darum lasse Ich stets so viel Licht zu euch, auf daß ihr für ewig aus der harten Gefangenschaft der 'Geheimnisse' erlöst werden sollet! Amen.«
Weitere Hinweise zum Thema 'Geheimnisse' bzw. Mysterien Ev06.123,05] »Ich bin im Geiste von Ewigkeit her immer der völlig Gleiche, habe Mich nie verändert und werde Mich auch ewig nie verändern in Meinem Sein, Wirken und Wollen. Ich bin nun bei drei Tage lang bei euch und habe euch gelehrt, was ihr zu wissen, zu glauben und zu tun habet - ein jeglicher für sich -, um zu erlangen das ewige Leben der Seele. Habe Ich euch da von irgendwelchen Gebeten oder von irgendeinem wirksamen mysteriösen, Mir allein wohlgefälligen Gottesdienst etwas gesagt...?«
Ev01.202,06] »Aber so ihr selbst euch bis nahe über die Sterne hinaus in lauter tiefste Geheimnisse einkleidet und den Menschen begreiflich machen wollet, daß ihr von Gott berufen seid, sie zu richten, zu segnen oder zu verfluchen, und ärgert euch dann noch obendarauf, so euch Meine Engel bei solchen Dingen nicht unterstützen wollen, so muß es euch ja klar sein, daß also zu handeln durchaus nicht Mein Wille ist, der euch geoffenbart ist, sondern ihr euch selbst eine Ordnung geschaffen habt und aus dieser eine neue, wohleingefriedete Kirche an der Stelle der alten mosaischen habt aufbauen wollen, vor der eure Lämmer ihre Knie schon von weitem hätten beugen sollen!«
Folgen kirchl. Lügen und Betrugs bei Volk und Kirche selbst
Folgen von Lügen und Betrug für das Glaubensleben; rechtfertigt guter Zweck Lügen und Pseudowunder? Ev06.039,01] (Jesus zu magisch heilenden Ärzten:) »Eure Kunst ist insoweit, als sie sich bei dem Experimentieren der Naturkräfte, der Mechanik und der Heilmittel bedient, in sich ganz gut, und es kann mit der Zeit für die Menschen so mancher irdische Vorteil daraus erwachsen. Aber alles, was dabei im Angesichte der Menschen, die vor Gott einen gleichen Wert haben, mehr als gewinnbringendes Blendwerk erscheint, ist schlecht und Gott, dem alleinigen Herrn aller Welt und Kreatur, nicht wohlgefällig, wie Ich solches auch den Essäern, die Ähnliches tun, bei einer Gelegenheit gesagt und gezeigt habe. Denn so der Zweck im Grunde ein noch so guter wäre, den man aber nur durch ein lügenhaftes und somit an sich schlechtes Mittel erreichen könnte, so wird dieses durch den an und für sich guten Zweck nie geheiligt und auch nie gut.
Ev06.039,02] Zum Exempel: Es wäre ein sehr schmerzlichst kranker Mensch, und die besten Ärzte wüßten kein Mittel mehr, den Menschen von seinen großen Schmerzen zu heilen. Nun aber fiele es einem ein, und er sagete zu den andern Ärzten: "Da diesem Menschen durch nichts mehr zu helfen ist, so geben wir ihm ein schnell tötendes Gift, und er ist auf einmal alle seine Leiden los!" Gesagt, getan, - und der Leidende war im Moment dahin. Ja, diese Ärzte haben den Kranken richtig von allen seinen Schmerzen befreit; aber sie haben ihn getötet, ohne zu bedenken, warum Gott ihm ein solches Leiden zukommen ließ, und wie es dann jenseits mit seiner Seele stehen möchte. Und so war das Mittel schlecht, was darum auch nie einen ganz rein guten Zweck nach sich ziehen kann.
Ev06.039,03] Und sehet, also steht es mit allen solchen falschen Wundern! Und werden sie auch sogar mit guten, moralischen Lehren zu manchem Frommen der Menschen begleitet und als göttliche Wirkungen erklärt, so bezwecken sie aber im Grunde dennoch nichts Gutes; denn sie erwecken in den Gemütern des Volkes den genötigten Leichtglauben, aus dem allerlei bösen Aberglauben und am Ende einen fanatischen Haß gegen jeden Andersglaubenden. Und kommen sie aber endlich durch jemanden hellen Geistes hinter den Betrug, und wie das von ihnen geglaubte, angeblich göttliche Wunder ein ganz plump-natürliches war, so fallen sie denn auch von allen darauf gestützten an und für sich guten Lehren ab, glauben dann gar nichts mehr und werden zu Tigern und Hyänen gegen ihre Lehrer und Wundertäter.
Ev06.039,04] Aus dem aber läßt sich dann leicht entnehmen, wie durch ein schlechtes Mittel eigentlich auch nie ein guter Zweck zu erreichen ist; denn ist die Stütze schlecht und gebrechlich, wie kann darauf ein vollkommen festes Gebäude bestehen?!
Ev06.039,05] Auf einem schlechten und lockeren Grunde läßt sich nie eine feste Burg erbauen, und so läßt sich mit falschen Scheinmitteln auch nie eine wahre und den Menschen durch und durch bessernde und belebende Erziehung erzielen.
Ev06.039,06] Auch die größten Staaten in dieser Welt, vor denen einst der halbe Erdkreis erbebte, zerfielen am Ende wie lockere Spreu, weil das Fundament, auf dem sie erbaut waren, selbst nichts als ein eitles, spreuartiges Blendwerk war.«
Auswirkungen und Rückwirkungen kirchlicher Lügen auf Glauben und Wahrheitsstreben (jl.him2.275,04-05) (Jesus:) »Es hat aber diese Meine große, lebendige Gnadengabe (Neuoffenbarungen durch Lorber, d. Hg.) wohl die Bestimmung, in die Welt überzugehen, aber erst dann, wenn die verdorbene Welt den Hunger nach Meiner Mahlzeit wieder bekommen wird!
(jl.him2.275,05) Den Hunger aber bereitet nun die römische Kirche! - Wie aber? Durch ihre schlechte Mahlzeit und durch die eben durch diese Mahlzeit bewirkte Verschlechterung des seelischen Magens. Dieser wird dann eine Zeitlang jede Kost fliehen und dadurch in den gerechten Hunger gesetzt werden; dann aber mit gar großer Gier nach diesem Meinem wahren Himmelsbrote greifen und sich an ihm sättigen zum ewigen Leben.«
Not, Elend, Lüge und Betrug als Wegbereiter der Wahrheit (jl.ev03.168,09-10) (jl.ev03.168,09) (Jesus:) »Die stets argen Folgen, die den Irrtümern folgen, sind am Ende auch die dienlichsten Mittel zur Austreibung der Irrtümer und zur Ausbreitung der Wahrheit.
(jl.ev03.168,10) Die Menschheit muß durch Not und Elend, die aus der Lüge und aus dem allerartigen Betruge entstehen, die schreiendste Notwendigkeit der Wahrheit erst tief und lebendig zu fühlen und sie vollernstlich zu suchen anfangen, ... dann wird die Menschheit die Wahrheit auch bald finden ... und dann erst wird die unter allerlei notwendigen Beschwerden schwer gefundene Wahrheit der Menschheit wahrhaft nützen; würde er (der Mensch) sie aber ebensoleicht finden, wie mit dem Auge die Sonne am hellen Firmament, so hätte sie für ihn nur zu bald keinen Wert mehr, und er würde, um sich zu zerstreuen, der Lüge nachrennen, gleichwie der Wanderer am Tage soviel als nur möglich den Schatten aufsucht; und je dichter er einen findet, desto lieber ist er ihm.«
Antichrist' als Inbegriff falschen Prophetentums
Antichrist-Ursprung; Kennzeichen als falscher Prophet Ev06.178,20] »Die Lehre muß durch ihr Licht selbst sich auch ohne alle andern besonderen Zeichen als rein göttlich erweisen und jedem, der danach tut, den inneren, lebendigen Beweis ihrer vollsten Echtheit geben. Wenn ihr das beachtet, so werdet ihr Mir wahrlich gute Jünger nach euch erziehen; werdet ihr alles das aber nicht ganz genau beachten, so werdet ihr selbst dem Gegenchrist die Tore öffnen, und ihr werdet offenbar selbst das Weite zu suchen bekommen.«
Ev06.179,01] Sagte Lazarus: »Herr, was sollen wir denn unter dem Gegenchrist verstehen?«
Ev06.179,02] Sagte Ich: »Der Gegenchrist wird dadurch entstehen, daß da gewisse pfiffige und arbeitsscheue Menschen, so sie sehen werden, wie Meine Lehre stets mehr und mehr Anhänger bekommt, und wie es Meinen Jüngern stets wohler ergeht, die Lehre auch annehmen werden. Und so sie hören werden von den Zeichen, die Ich gewirkt habe, und auch von denen, die ihr bei Gelegenheiten wirken werdet, so werden sie gleich den heidnischen Magiern anfangen, große Zeichen mit ganz natürlichen Mitteln der blinden Zauberei zu wirken also, wie das die Essäer taten. Das wird die Leichtgläubigen verlocken, und zwar am Ende so sehr, daß darob gar viele euch, das heißt in euren Nachfolgern, für falsche Lehrer und Propheten halten und euch verfolgen werden.
Ev06.179,03] Darum habet ja wohl acht, daß ihr nichts als nur den Lebensbedarf von denen annehmet, die das Evangelium annehmen werden! Denn so die Müßiggänger sähen, daß euch die Predigt und ein Zeichen viel Geld verschaffen, da erst würden sie alles aufbieten, um euch zu verdrängen. Darum wird man die echten von den falschen Propheten am ehesten an ihren Werken erkennen. Denn die echten Propheten werden stets in Meiner Armut einhergehen und von ihren Gemeinden nur das annehmen, was ihnen zum Leben notwendig ist; die falschen aber werden tun wie nun die Pharisäer und in vielen Stücken noch um vieles ärger und werden sich für alles, was sie vorgeblich den Gemeinden in Meinem Namen tun, gar hoch und teuer bezahlen lassen, und alle Menschen werden sie für heilige Diener Gottes halten und bei Strafe glauben müssen, daß Gott allein nur ihre Gebete erhöre und auf ihre Opfer mit großem Wohlgefallen herabschaue. Wie aber nun für alle Juden dieser eine Tempel dasteht, so werden die Gegenchristen eine zahllose Menge Tempel errichten mit großer Pracht und darin vor den Menschen ihre Zaubereien, ihr Opfer verrichten und schlechte, eigennützige Reden halten. Beten aber werden sie in fremden Zungen, um das Volk glauben zu machen, daß solche ihre Sprache die reinste und also auch die Gott am meisten wohlgefällige ist.
Ev06.179,04] Dies genügt für jedermann, um einen falschen Propheten zu erkennen und ihn von einem wahren wohl zu unterscheiden. Sie werden freilich ein großes Geschrei erheben und in alle Welt hinausrufen: "Da zu uns kommet alle her; denn hier ist Christus, und dort, wo wir sind, ist Er!" (vgl. Mt.24,26) Aber glaubet es nicht, wenn sie noch so sehr schreien und noch so große Zeichen tun; denn sie sind nicht und niemals Meine Jünger, sondern verführte Jünger Beelzebubs, von dem sie auch ihren Lohn im Pfuhle ernten werden unter Heulen und Zähneklappern! Achtet wohl darauf, und wirket sowenig wie möglich Zeichen, sondern haltet euch an das Wort und seine ewige Wahrheit, so wird die reine Lehre unter vielen Menschen verbleiben bis ans Ende der Welt!«
Zank und Streit im Christentum als Ursprung des Antichristen Ev08.020,02] »... Habt darum wohl acht darauf, daß nach Meinem leiblichen Scheiden von euch nicht Zänkereien und Streitigkeiten vorkommen; denn diese würden dann vollwahr die Mutter des Gegenchristen auf dieser Erde werden! Ich sage euch dieses nun zum voraus, auf daß ihr das verhütet. Zwar werdet ihr es wohl verhüten, ob aber eure Nachjünger das auch also tun werden, das ist darum nun eine noch andere Frage, weil denn auch ihr freier Wille so gut wie der eurige geachtet werden muß.«
Habsucht, Geiz, Opferforderungen, Kirchengebote, Bezahlung von Gottesdienst und Sündenablässen als Antichristkennzeichen Ev06.151,07] (Johannes:) »Aber wie werden wir solche finsteren Widerchristen erkennen? Denn das sehe ich nun schon ganz gut ein, daß Deine Lehre von vielen aufgegriffen wird, und namentlich von den vielen Magiern, die damit ihre Zaubereien beschönigen werden. Oh, sage uns auch sichere Kennzeichen an, auf daß wir sie schnell erkennen mögen und dann sogleich wider sie zu Felde ziehen!«
Ev06.151,08] Sagte Ich: »Ihr werdet sie gar leicht an ihren Werken erkennen! Denn auf den Dornen wachsen keine Trauben und auf den Disteln keine Feigen (vgl. Mt.07,16). Wer
da etwas gibt und will dafür noch mehr zurücknehmen, der ist wahrlich Mein Jünger nicht! Denn sehet, Ich gebe alles hin für die Meinen, am Ende sogar das Leben dieses Meines Leibes, und Ich nehme dafür von niemandem ein Opfer dieser Welt, sondern will nur, daß Mich der Mensch liebe über alles, auf daß Ich ihm dann noch endlos mehr und Größeres geben kann.
Ev06.151,09] Meinet ihr, daß solches auch der Widerchrist tun wird? Oh, mitnichten! Er wird seinen Anhängern ganz entsetzlich wenig geben- etwa nichts anderes als leere, erdichtete Verheißungen im großen Jenseits -, wird aber dafür gar große Opfer verlangen, so wie es nun die Templer tun, die sich für ihre mehrere Ellen langen Gebete gar vieles zahlen lassen; aber diese Gebete nützen niemand etwas, weder für diese Welt und noch weniger für die jenseitige! Und sehet, geradeso wird es der Widerchrist machen, und die Meinen werden ihn und seine Jünger und Bekenner gar leicht an diesen nichtigen und hohlen Früchten erkennen!
Ev06.151,10] Was tun die Pharisäer nun mit den Sündern aller Art und Gattung? Sehet, sie nehmen eine Sündenlöse, entweder in Geld oder auch in anderen reichlichen Opfern, und geben darauf den Sündern einen Freibrief für die schon begangenen Sünden und auch schon für die, welche ein Mensch, wie es deren nun genug gibt, besonders in der reichen Welt, in Zukunft zu begehen gedenkt und sagen den Menschen: "Es ist euch dienlicher, so ihr opfert, wenn ihr nicht das schwere Gesetz halten möget!" Und so heben die Templer das Gebot Gottes auf und stellen an dessen Stelle ihre selbstsüchtigsten Weltsatzungen, da ihr Sinn nur das Wohlleben der Welt auf Kosten der armen, blinden Menschheit ist.
Ev06.151,11] Sehet, geradeso wird es auch der Widerchrist tun und alle seine Jünger, und ihr werdet ihn daran um so leichter erkennen! Und so dann seine Jünger in aller Welt mit weit geöffneten Mäulern schreien werden: "Sehet, hier ist der wahre Christus!" oder "Dort ist er!" (vgl. Mt.24,26), so glaube ihnen solches niemand von den Meinen! Die echten Kinder der Welt aber lasset und rufet sie nicht, auf daß ihr Ruhe habt vor dem Drachen und seinem Anhange; denn er wird sich auf eine Zeitlang eine große Macht aneignen und wird seine Feinde gar übel behandeln! Aber eben damit wird er sich selbst sein Gericht und seinen Untergang bereiten.
Ev06.151,12] Ich aber werde in derselben Zeit allerlei große Erfindungen von den Menschen machen lassen, die wie glühende Pfeile in des Drachen finstere Kammern dringen und seine elenden Trugkünste und seine falschen Wunderwerke gewaltig zerstören werden, und er wird wie nackt sogar zur Schande seiner glühendsten Anhänger dastehen, die sich bald in großen Scharen von ihm abwenden werden.«
Aufforderung zu Wallfahrten und Gnadenbildverehrung als Antichrist-Kennzeichen Erde.072,09] »... So ein solcher ungerechter Haushalter von einem Beichtvater wähnt, er habe ausschließlich die Macht und die Gewalt, Sünden nachzulassen oder gar dieselben einem Sünder, der sich ihm anvertraut, vorzuenthalten, ihn zu richten und sich im sogenannten Beichtstuhle sogar als 'Stellvertreter Gottes' titulieren zu lassen, der ist ein Täter des Übels und ein Seelen- und Geistestotschläger, da er eigenmächtig sich vor die Pforten des Himmels hinstellt, selbst nicht hinein will und sonst auch niemanden hineinlassen will.
Erde.072,10] Ein solcher ist gleich jenen Pharisäern, Schriftgelehrten und Priestern der Juden, die dem Volke die größten und schwersten Lasten aufbürdeten, durch deren unmögliche Tragung das arme Volk einzig und allein den Himmel gewinnen könnte; sie selbst aber rührten solche Lasten nicht mit einem Finger an. Diese sind es, die die Pforten des Reiches Gottes versperren, jeden, der hinein möchte, mit höllischem Zornfeuer
hintantreiben und selbst auch nicht hinein wollen; dafür aber werden sie auch, wie es geschrieben steht, dereinst desto mehr Verdammnis empfangen.
Erde.072,11] Zu dieser Klasse gehören aber auch jene falschen Propheten, die den armen, einfältigen Menschen predigen mit großem Ernste und Eifer: "Gehet dahin oder dorthin und verrichtet zu diesem oder jenem Gnadenbilde eine sogenannte Wallfahrt und vergesset ein nach Kräften reichliches Opfer nicht zu Hause, so werdet ihr bei jenem Bilde-gewöhnlich eine Maria vorstellend-die Vergebung eurer Sünden und noch andere unbeschreibliche Gnaden für euren Haushalt in großer Menge erlangen!"
Erde.072,12] Wenn dann das arme, blinde Volk einem solchen Eselsgeplärre von einem falschen Propheten, wie die Erfahrung lehrt, wirklich scharenweise folgt und am Orte, wo die Gnaden ausgeteilt werden, noch gewöhnlich ein größeres Eselsgeplärre von Mirakeln und zahllosen Gnadenausspendungen vernimmt und auf diese Weise in seinem Geiste nicht selten ganz totgemacht wird, da sage Ich: Solch falsche Propheten sollen einst ihren gehörigen Lohn finden; denn diese wissen nichts und wollen nichts wissen, wie man Gott im Geiste und in der Wahrheit anbeten soll. Sie sind nichts als von der Welt privilegierte Diener des Mammons. Ihr Gnadenbild, von Menschenhand gewöhnlich schlecht und unästhetisch verfertigt, ist ihnen bei weitem mehr als Gott; denn das Bild trägt ihnen Geld ein,-Gott aber nicht, weil Er ohnehin überall der Gleiche sei.
Erde.072,13] Diese werden einst sehr viel Lohn der Pharisäer bekommen! Alle, die dergleichen lehren und das Volk zu den Bildern kehren, sind die vollkommensten Antichristen und falsche Propheten, vor denen sich jedermann wie vor der Pest hüten solle, weil sie die Kunst verstehen, durch allerlei Prunkwerk das Volk zu berücken und durch falsche Wunderwerke im Geiste zu töten.
Erde.072,14] Daher sollt ihr dergleichen Orte nicht besuchen; denn sie sind voll von ansteckender Geistespest.«
Drei-Personen-Gottheit u.a. Antichristkennzeichen; verschiedene Antichrist-Typen Ev07.184,06] (Jesu erklärt die Entsprechungen einer Naturerscheinung von zwei Nebensonnen außer der natürlichen Sonne:) »Die erste Nebensonne, die mehr nordwärts beinahe zugleich mit der rechten Sonne aufging-die durch die Entsprechung Mich Selbst vorstellt -, bezeichnet den Gegenpropheten oder den Gegengesalbten, der aufstehen und sagen wird: "Sehet, ich bin der wahrhaft Gesalbte Gottes! Mich höret, wollet ihr selig werden!" Ich aber sage es euch, daß sich von euch niemand verleiten lasse! Denn dieser wird sein ein Sendling der Hölle und wird durch seine Trugkünste allerlei wunderliche Zeichen tun und wird ein gar frommes Gesicht schneiden und beten und opfern; aber sein Herz wird sein voll des bittersten Hasses gegen alle Wahrheit, die er verfolgen wird mit Feuer und Schwert, und er wird verfluchen alle, die sich nicht nach seiner Lehre verhalten. Dieser wird auch aushecken die drei Götter und sie anbeten lassen. Ich werde als ein Erlöser der Welt wohl auch darunter sein, aber geteilt in drei Personen. Man wird wohl noch einen Gott im Munde führen, aber dabei dennoch drei Personen anbeten, von denen eine jede für sich auch ein vollkommener Gott sein wird und wird eigens angebetet werden müssen.
Ev07.184,07] Aber nicht lange darauf wird sich eine zweite Nebensonne oder ein zweiter Gegengesalbter erheben, der den ersten in allem verdunkeln wird. Dieser wird noch um zehnmal ärger sein denn der erste. Denn der erste wird doch noch Meinem Worte nicht gar zu hinderlich in den Weg treten; aber der südliche wird Mein Wort und Meine Lehre im ganzen förmlich verbieten und wird aus derselben nur das nehmen, was gerade in seinen argen Kram taugen wird. Er wird Mein Zeichen wohl an allen Straßenecken aufrichten und
verehren lassen; aber neben dem werden noch viele tausend andere prangen, und das zumeist solche, an denen er ein Wohlgefallen hat.
Ev07.184,08] In jener Zeit werden Hochmut, Zwietracht und gegenseitiger Haß den höchsten Grad erreichen. Da wird ein Volk wider das andere ziehen, ein Krieg wird dem andern folgen, und es werden kommen große Erdbeben, Mißjahre, Teuerung, Hungersnot und Pest. Da werde Ich aber dem Gegengesalbten seine Wurzeln verderben, daß er dann welken wird wie ein Baum, dem man alle Wurzeln abgehauen hat. Da wird sein viel Fluchens, Jammerns, Heulens und Klagens, und es wird den bösen und nichtigen Nebensonnen, obschon sich beide von Mir ihren falschen Glanz erborgen werden, ergehen, wie es nun den Nebensonnen vor euren Augen ergeht. Sehet, sie werden trüber und trüber, die Sonnengestalt geht in einen schwach schimmernden Dunst über, dafür aber tritt desto herrlicher, glänzender und erwärmender die eine wahre Sonne hervor. Nun sehet ihr auch die Vöglein aus ihren Verstecken hervorkommen und voll Munterkeit die eine wahre Sonne mit ihrem Gesänge begrüßen, und die großen Raubvögel verlieren sich und eilen ihren finsteren Wäldern zu.
Ev07.184,09] Und also wird es denn auch geschehen in jenen Zeiten. Alles, was da hoch sein wird, wird erniedrigt werden. Die Spitzen der Berge werden zu einem ebenen und fruchtbaren Lande werden müssen. Da wird man nicht fragen und sagen: "Wer ist der König über dieses Land?", sondern: "Wer ist der erste und größte Wohltäter dieses glücklichen Volkes? Lasset uns hinziehen zu ihm, auf daß auch wir kennenlernen seine Weisheit nach der Ordnung Gottes!"
Ev07.184,10] Wenn diese glückliche Zeit kommen wird, da werden Wölfe, Bären, Lämmer und Hasen friedlich miteinander aus einer Quelle trinken(-Habt ihr das alles nun wohl verstanden?«
Christheidentum, Kirchenbauten, Titel 'Stellvertreter Gottes' und Reichtum als Antichristkennzeichen Ev08.039,10] »Es wird Europa einst im Glauben Asien bei weitem übertreffen; aber für jetzt ist es im allgemeinen noch sehr roh und unreif, weil es noch zu tief im allerfinstersten Heidentum steckt und dasselbe auch nach vielen Hunderten von Jahren nicht völlig wird fahren lassen können. Aber es werden dort auch viele in Meinem Namen in der vollsten Wahrheit stehen, aber von den Heiden auch gleichfort mehr oder weniger verfolgt werden. Aber Ich werde dann einmal ein größtes Gericht über alle wie immer gearteten Heiden ergehen lassen, und das wird dann allen Heiden den vollkommenen Rest geben. Aber nun lassen wir noch den Schriftgelehrten reden.
Ev08.039,11] Sage nun du, Mein schriftgelehrter Freund, was du noch irgend nicht verstehst! Denn als ein wahrer Schriftgelehrter mußt du auch die Schrift vollends verstehen, und so gebe Ich nun dir und den andern Gelegenheit, euch über alles, was euch noch unklar ist, bei Mir sicher das rechte Licht zu verschaffen.«
Ev08.039,12] Sagte der Schriftgelehrte: »Herr und Meister, ich bin nun schon über alles, was mir am wichtigsten schien, vollends aufgehellt worden durch Deine Güte und Gnade; aber da Du Selbst ehedem von einem allergrößten Gericht über alle Heiden Erwähnung gemacht hast, so könntest Du uns ja auch die Zeit näher bestimmen, wann das alles eintreffen wird.
Ev08.039,13] Es haben davon wohl auch Daniel und Jesajas in dunklen Bildern geredet, und Du Selbst hast zwei volle dahin deutende Kapitel des Jesajas (2. und 3. Kapitel) erklärt, wie auch den sicheren Untergang Jerusalems; aber von einer bestimmten Zeit hast Du darin nichts Besonderes angedeutet. Da wir nun aber von Dir schon so vieles erfahren haben, so könntest Du darüber, und namentlich über das letzte Gericht über die Heiden allerorten,
auch etwas Bestimmtes kundtun, wie auch, wie solches Gericht geartet sein wird, und welche Zeichen ihm vorangehen werden. Denn ohne gewisse Mahnzeichen läßt Du niemals ein Gericht über die Menschen ergehen.«
Ev08.039,14] Sagte Ich: »Mein lieber schriftgelehrter Freund! Du hast wahrlich eine ganz gute Frage nun gestellt, und Ich werde sie euch allen auch beantworten; aber ihr müßt euch das Heidentum in jener Zeit, deren Ich Erwähnung tat, nicht also vorstellen, wie da nun beschaffen ist das Heidentum in der Jetztzeit. Es werden die Götzentempel der Jetztzeit wohl schon lange zerstört sein; aber an ihre Stelle werden vom Widerchristen eine Unzahl anderer, und das sogar unter Meinem Namen, erbaut werden, und ihre Priester werden sich als Meine Stellvertreter auf Erden überhoch ehren lassen und werden alle Weltschätze an sich zu ziehen am allermeisten bemüht sein. Sie werden sich mästen; aber das Volk wird in großer Not sein geistig und leiblich.
Ev08.039,15] Seht, wenn jenes Heidentum wird überhandgenommen haben, dann wird auch ehest das große Gericht über die neue Hure Babels ausgegossen werden!«
Zwangsnachfolge, Eigennutz und Seminarausbildung als Kennzeichen antichristlicher Nachfolger; Sturz des Antichristen Ev06.150,23] »Darum habt dann wohl acht, so ihr in Meinem Namen wieder Nachfolger für euch wählen werdet, daß ihr erstens ja niemanden dazu zwinget und zweitens niemanden annehmet, dem ihr es schon von weitem ansehet, daß er aus zeitlichen Interessen in euer Amt treten möchte.
Ev06.150,24] Ihr werdet zwar solches wohl beachten; aber es werden dennoch solche in Unzahl in euer Amt treten, teils durch äußeren Zwang und teils durch die Aussicht, in eurem Amte eine gute und sorglose Verpflegung zu finden. Aber diese werden von Mir alle in das Regiment des Antichristen gezählt werden, und ihre Werke werden vor Gott ein Ekelgeruch sein und aussehen wie ein stinkendes Aas.
Ev06.150,25] Wahrlich, Ich sage euch: Alle eure Nachfolger, die nicht von Mir, sondern nur von den Menschen in gewissen Weltschulen zu eurer Amtsnachfolge zubereitet werden, werde Ich nicht ansehen; denn nur der Antichrist wird also seine Jünger qualifizieren.
Ev06.150,26] Denen ihr aber die Hände auflegen und sie taufen werdet in Meinem Namen, die werden erfüllt werden mit Meinem Geiste; diese sind es auch, die Ich Selbst zu allen Zeiten als eure Nachfolger erwähle und durch die wahrhafte Erteilung Meines Geistes bestätige.
Ev06.150,27] Aber in den späteren Zeiten wird es deren gar wenige mehr geben, weil der Antichrist sein Regiment zu sehr ausdehnen wird; wenn er sich aber zuallerhöchst in der Welt dünken wird, dann wird er auch gestürzt werden für immerdar! Habt ihr das nun wohl und hell aufgefaßt?«
Antichrist als neuer Baal; Mächtige als Handlanger; Untergangsvorhersage Ev07.054,06] »Es wird aber vom Untergange dieser alten Stadt Jerusalem an bis in die Zeit der neuen Stadt Gottes auf Erden wenig Licht unter den Menschen auf Erden geben; denn es werden sich nur zu bald eine Menge falscher Propheten und Priester in Meinem Namen erheben und werden falsche Wunder wirken und die Menschen betören und blind machen, ja der Antichrist wird solche Dinge mit Hilfe der Könige der Erde tun, daß sogar Meine Auserwählten, so Ich es zuließe, verlockt werden könnten, ihre Knie vor dem neuen Baal zu beugen. Aber Ich werde dann wieder eine große Drangsal unter die Menschen
kommen lassen, wie sie noch nicht war unter der Sonne. Da wird der Baal gleich der großen Hure Babels gestürzt werden, und das Licht des lebendigen Wortes in den Herzen vieler Menschen wird dann kommen und aufrichten und erlösen die Bedrängten und Gebeugten, und sie werden sich alle freuen in dem neuen Lichte und werden lobpreisen Meinen Namen.«
Ist Rom das neue Babel und Papsttum der Antichrist? Vorhersage des Machtverlustes Roms
Vorhersage der Entwicklung Roms zur Papststadt; Papst als Antichrist? Ev08.047,01] Nach der Zeit von einer Viertelstunde, in der wir alle die Morgenszenen mit vieler Aufmerksamkeit betrachteten, sagte Ich wieder zu allen Anwesenden: »Nun erst habet wohl acht darauf, was sich alles noch vor dem vollen Aufgange der Sonne ordentlich bildlich zeigen wird, denn Ich will es, daß auch ihr mit euren Augen schauen sollet, wie sich in der letzten Zeit des neuen Heidentums alles gestalten wird!«
Ev08.047,02] Nun richteten alle mit verdoppelter Aufmerksamkeit ihre Augen nach dem Osten. Es war bis zum vollen (Sonnen)Aufgange noch eine gute halbe Stunde Zeit, und es konnte somit noch so manches Bild sich vor den Augen der beobachtenden Jünger entwickeln.
Ev08.047,03] Zuerst ersah man einen dichten und völlig schwarzen Nebel weithin von dem Horizonte aufsteigen. Als dieser Nebel die ungefähr siebenfache Höhe der fernen Gebirge des Horizonts erreichte, da wurde er bald wie glühend; denn er ward von einer Unzahl von Blitzen durchzuckt, daß darum alle die Anwesenden meinten, daß dort nun ein gräßliches Gewitter wüten werde.
Ev08.047,04] Ich aber sagte: »Sorget euch um etwas anderes, denn von dieser Erscheinung sieht außer uns niemand etwas nur im geringsten!«
Ev08.047,05] Es ward darauf weiterhin wieder mit aller Ruhe beobachtet, was da alles nachkommen werde.
Ev08.047,06] Und siehe, auf dem obersten schwarzen und von den vielen Blitzen durchglühten Rande des Genebeis zeigte sich eine große Stadt!
Ev08.047,07] Und Ich sagte: »Sehet an das Bild des neuen Babels!«
Ev08.047,08] Da sagte Agrikola: »Herr, das hat mit unserem Rom eine bedeutende Ähnlichkeit! Nur bemerke ich eine Menge Ruinen ringsherum, doch in der engeren Stadt nebst den alten mir nur zu wohl bekannten Gebäuden wohl auch eine Menge neuer Gebäude und Tempel, deren Giebel sonderbarerweise mit Kreuzen verziert sind. Was bedeutet nun das wohl?«
Ev08.047,09] Sagte Ich: »Siehe, das ist der Untergang des alten und zugleich der Anfang des neuen Heidentums! Etwa schon in 500-600 Jahren, von nun an gerechnet, wird es alldort buchstäblich so aussehen. Beobachtet aber das Gebilde nun nur weiter!«
Ev08.047,10] Wieder richteten alle ihre Aufmerksamkeit auf das Gebilde, dessen Szenen sich schnell nacheinander entwickelten. Und siehe, man ersah große Völkerzüge und viele arge Kämpfe und Kriege, und in der Mitte der Stadt ersah man etwas sich hoch erheben wie einen Berg! Auf dem Berge stand ein hoher und großer Thron, aussehend, als wäre er von glühendem Golde. Auf dem Throne saß mit einem Stabe, dessen oberstes Ende ein dreifaches Kreuz zierte, ein Herrscher mit einer dreifachen Krone auf dem Haupte. Aus seinem Munde gingen zahllose Pfeile, und aus seinen Augen und aus seiner Brust zuckten ebenso zahllos viele Blitze des Zornes und des höchsten Hochmutes. Und es zogen ihm Könige zu, von denen sich viele vor ihm tiefst verneigten. Die sich vor ihm also verneigten,
die sah er freundlich an und bestätigte ihre Macht; die sich aber vor ihm nicht verneigten, die wurden von seinen Pfeilen und Blitzen arg verfolgt und zugerichtet.
Ev08.047,11] Hier sagte Agrippa: »Herr, das gibt kein gutes Vorbild für die späteren Beherrscher des neuen Babels! Es scheint wohl, daß ihre Macht eine noch größere, aber auch eine um vieles grausamere sein wird, als sie nun ist. Denn jetzt werden nur die ärgsten Verbrecher mit dem Kreuze bestraft, aber nur mit dem einfachen; der aber hält gar ein dreifaches in seiner Herrscherhand sogar allen andern Königen entgegen! Herr und Meister, erkläre uns das nur ein wenig!«
Ev08.047,12] Sagte Ich: »Das stellt keinen besonderen Herrscher über viele Länder und Völker vor, sondern nur die sichtliche Persönlichkeit des Antichristen. Das dreifache Kreuz aber bezeichnet Meine Lehre, die daselbst eben dreifach verfälscht den Königen und ihren Völkern aufgedrungen werden wird: falsch im Wort, falsch in der Wahrheit und falsch in der lebendigen Anwendung.
Ev08.047,13] Die Könige aber, die sich vor ihm nicht beugen, und die er verflucht, die sind es, die noch mehr oder weniger in der Wahrheit der alten Lehre verbleiben. Es erreichen sie wohl seine Pfeile und Blitze, aber sie können ihnen dennoch keinen Schaden von einiger Erheblichkeit zufügen. Aber beobachtet nun das Gebilde weiter; denn Ich kann euch durch dasselbe nur die Hauptmomente zeigen!«
Ev08.047,14] Nun sahen wieder alle mit erhöhter Aufmerksamkeit hin.«
Vorhersage des Papsttum-Niedergangs Ev08.047,15] »Und siehe, es sammeln viele Könige, die sich zuvor noch vor dem, der auf dem Throne sitzt, tiefst verneigt hatten, ihre Kriegsscharen und ziehen gegen ihn! Seht, das gibt einen erbitterten Kampf, und es sinkt sein erhabener Thron schon sehr bedeutend tief ganz zur Stadt herab, und ihr sehet nur etliche Könige, die sich, so pro forma nur, vor ihm verneigen, während aber von den vielen andern von ihm abgefallenen Königen nun gar viele Pfeile und Blitze auf ihn zurückgesandt werden. Aber nun ist von ihm beinahe gar nichts mehr zu sehen, und das wird geschehen schon nach 1000 bis 1500 bis 1600 und 1700 Jahren.
Ev08.047,16] Aber nun sehet abermals hin! Sehet, er macht Versuche, sich abermals zu erheben, umgeben mit schwarzen Rotten, und einige Könige reichen ihm die Hände, um ihm zu helfen; aber sehet, die das tun, die werden alsbald ganz ohnmächtig, und ihre Völker reißen ihnen die Kronen vom Haupte und geben sie den starken Königen! Und sehet! Nun sinkt sein Thron, und die starken Könige eilen herbei und zerteilen ihn in mehrere Teile, und so geht für ihn nun alle seine Macht, Höhe und Größe unter! Wohl schleudert er noch Pfeile und matte Blitze um sich, aber sie beschädigen niemanden mehr; denn die allermeisten kehren auf ihn selbst zurück und verwunden ihn und seine matten und finsteren Horden.«
Vorhersage des Friedenszeitalters Ev08.048,01] »Aber nun sehet, wie die Sonne bereits alles mit ihrem Lichte zu durchdringen anfängt, und ihr seht die finsteren Horden nach allen Seiten hin fliehen, nur dahin nicht, von woher die Sonne kommt! Vor ihrem Lichte schwindet nun alles und sinkt in das Reich der Vergessenheit.
Ev08.048,02] Nun aber sehet noch einmal hin, und ihr ersehet, wie aus den lichten Wölklein sich eine neue Erde bildet! Was wohl stellen die lichten Wölklein dar? Es sind das Vereine von lauter solchen Menschen, die von der göttlichen Wahrheit durchleuchtet sind. Und sehet, nun rücken diese Vereine enger und enger zusammen und bilden so einen großen
Verein, und sehet, das ist eben die neue Erde, über der sich ein neuer Himmel ausbreitet voll Licht und Klarheit!
Ev08.048,03] Ihr müsset aber dabei nicht etwa der Meinung sein, als würde dann diese natürliche Erde vergehen und in eine neue umgewandelt werden, sondern nur die Menschen werden durch die Vollaufnahme der göttlichen Wahrheit in ihre Herzen als wahre Brüder und Schwestern in Meinem Namen unter sich eine neue geistige Erde schaffen.
Ev08.048,04] Auf dieser neuen Erde werde Ich Selbst dann sein und herrschen unter den Meinen, und sie werden mit Mir Umgang pflegen und Mich nimmerdar aus ihren Augen verlieren.
Ev08.048,05] Aber betrachtet nun auch nebenbei die alte Erde! Seht, wie aus der neuen Erde in stets dichteren Strömen Lichter hinab auf die alte Erde schweben und diese so entzünden, daß sie wie in vollen Flammen zu stehen scheint! Da sehet ihr gar viele Tote wie aus den Gräbern hervor ans Licht eilen, und wie sie auch bald bekleidet werden mit dem Gewände der Wahrheit und dann auch aufwärtsschweben in das Reich der neuen Erde.«
Vorhersage von Wahrheitsverfälschungen auch im Friedenszeitalter; erneutes Strafgericht; Himmel auf Erden Ev08.048,06] »Aber zugleich merket ihr auch, wie noch ein gar großer, finsterer Teil sich auch bestrebt, das Gewand des Lichtes über sein schwarzes anzuziehen und daraus und damit aus Eigennutz und aus Herrschsucht abermals ein neues antichristliches Heidentum zu schaffen; aber Ich Selbst lasse Meinen Zorn über sie hereinbrechen, das ist das Feuer Meiner Wahrheit, und Meine Engel der neuen Erde fallen wie mit flammenden Schwertern über sie her und schlagen jede weitere finstere Bestrebung in die Flucht und in den Abgrund der gänzlichen Vernichtung.
Ev08.048,07] Dies ist dann das allerletzte und größte Gericht um tausend Jahre später. Diese Zeit wird genannt werden Mein tausendjähriges Reich auf Erden, das durch dies allerletzte Gericht auf eine ganz kurze Zeit noch einmal eine kriegerische Unterbrechung haben wird; aber der Sieg wird ein baldiger und für alle künftigen Zeiten ein gänzlicher sein. Von da an wird aus den Himmeln und aus der Erde ein Hirt und eine Herde werden. Der Hirt werde wie allzeit Ich sein, und die Herde werden die Menschen auf Erden ausmachen im vollen Vereine mit den Seligen in Meinen Himmeln.
Ev08.048,08] Denn diese Letztgenannten werden wieder so, wie es in den Urzeiten der Menschen auf dieser Erde war, sichtbar mit den Menschen auf der Erde verkehren. Aber bevor das geschehen wird, wird auch die natürliche Erde ganz mächtige Umgestaltungen erleiden. Große Länder und Reiche, die jetzt noch das große und tiefe Meer bedeckt, werden zum fruchtbarsten Boden emporgehoben werden, und gar viele jetzt noch sehr hohe Berge werden erniedrigt und mit ihren zerbröckelten Spitzen gar viele tiefe Gräben und Täler ausgefüllt werden und ein fruchtbares Land bilden.
Ev08.048,09] Da in jener Zeit die Menschen nicht mehr nach irdischen und vergänglichen Schätzen gieren und geizen werden, so werden auf der Erde auch hunderttausendmal so viele Menschen, als nun auf derselben leben, gar wohl versorgt und glücklich leben können. Zugleich aber werden in jener Zeit auch alle die bösen, das Fleisch mächtig quälenden Krankheiten von der Erde verschwinden. Die Menschen werden ein heiteres und hohes Alter erreichen und viel Gutes wirken können, und niemand wird eine Furcht vor dem Tode des Leibes haben, weil er mit klaren Blicken das ewige Leben der Seele vor sich sehen wird.
Ev08.048,10] Die Hauptsache im Wohltun wird in jener Zeit in der rechten Erziehung der Kinder bestehen und daß der Starke mit aller Liebe das physisch schwächere Alter nach allen Kräften unterstützen wird.
Ev08.048.il] Es werden aber auf der neuen, glücklichen Erde auch Ehen geschlossen werden, aber also wie im Himmel nach Meiner Ordnung, und es werden auch Kinder gezeugt werden in großer Anzahl, aber nicht auf dem Wege der puren Geilsucht, sondern auf dem Wege des wahren Liebeernstes, und das bis ans Ende aller Zeiten dieser Erde.
Ev08.048,12] Da habt ihr nun ein treues Bild von dem letzten Gerichte über alle Heiden auf der ganzen Erde, das ihr auch ganz leicht und wohl verstehen könnet!«
Bewertung des Papsttums; Warnungen zur Umkehr
Papst als Person; Titel (jl.bmar.078,12; jl.gso1.068,19; jl.him2.370,05-06) (jl.bmar.078,12) (Protestanten im Jenseits zu einem verstorbenen Katholiken:) »... Im Evangelium des Herrn aber steht nirgends etwas von einer alleinseligmachenden römisch-katholischen Kirche, nichts vom Papste, nichts von den Jesuiten und nichts von den Herz-Jesu-Damen, sondern da steht ganz einfach: "Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst! Darin ist das Gesetz und alle Propheten!"«
(jl.gso1.068,19) »... Wer weiß solches nicht, daß Er (Jesus) sagte: "Niemand ist gut, denn Gott allein. Ihr sollet niemanden Vater nennen; denn nur Einer im Himmel ist euer Vater. Also ist auch niemand heilig, denn Gott allein." (vgl. mt.23,09) - Nun aber ist jeder Apostel heilig, und der Nachfolger Petri ist sogar ein 'Heiliger Vater'!«
(jl.him2.370,05) (Jesus:) »Was der Papst als Mensch Gutes tut im verborgenen und nicht in alle Welt ausposaunen läßt, davon wird er auch den ewigen Lohn ernten. Aber von seinem kirchlichen Wirken wird im Himmel wenig oder gar keine Notiz genommen werden, außer eine solche wie von aller Weltäußerlichkeit.(jl.him2.370,06) Das erste Zeichen des ankommenden Gottesreiches aber ist die rechte, ewig nie eine scheinbare und noch weniger eine sogenannte Kurial- und Pontificaldemut, laut der sich ein Papst wohl einen 'Knecht der Knechte' nennt, sich aber daneben gleich wieder gegen Mein Wort und Gebot 'Heiliger Vater' titulieren läßt (vgl. mt.23,09) und dadurch ein Herrscher der Herrscher sein will - in welchem Stücke ein Papst dem andern ebenso ähnlich ist wie ein Auge dem andern.«
Papsttum = Christheidentum mit Drei-Götter-Lehre und Heiligen als Halbgöttern? (jl.gso1.085,05-07) (jl.gso1.085,05) »Ich kann dir versichern, wenn Judas, der Verräter, eine christliche Gemeinde gestiftet hätte, sie wäre sicher besser ausgefallen als diese (Katholizismus, d. Hg.), welche nicht aus dem Christentume, sondern aus dem Heidentume dadurch hervorgegangen ist, daß man das Heidentum mit dem Christentume nur ein wenig gesalzen hat. Denn wie bei einer Speise das Salz den kleinsten Teil ausmacht, so macht auch in diesem Heidentume das Christentum den allerkleinsten Teil aus. Das wäre zwar noch erträglich, wenn es nur gut wäre. Aber ist das Salz selbst schal, wie soll es dann das reine Heidentum zu einem Christentume würzen?
(jl.gso1.085,06) Das Heidentum hatte viele Götter, darum mochte es auch mit der neuen Würze nicht bei dem einen Gott verbleiben, sondern machte drei aus Ihm. (d.h. Irrlehre, daß Gott aus drei Personen bestünde, d. Hg.) Und nach diesem dreigeteilten Gotte vergöttlichte es dann auch die Menschen, welche auf der Erde gelebt haben (Verehrung von Heiligen und Seligen, d. Hg.), um dadurch einen Ersatz für seine abgenützten 'Halbgötter' und 'Hauslaren' zu bekommen. Das alte Heidentum war den Priestern überaus einträglich, das reine Christentum aber war solcher Gewinnsucht gerade entgegen, nachdem es ausdrücklich heißt: "Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst sollt ihr's auch wieder weitergeben." (vgl. mt.10,08)
(jl.gso1.085,07) Solches konnte das Heidentum nicht brauchen, daher machte es lieber ein 'Sündenregister'. Und weil nach dem mosaischen Gesetze zu wenig gesündigt ward, so gab es noch eigenmächtige, schwer zu haltende Gesetze (hunderte kath. 'Kirchengesetze', d. Hg.) hinzu, konstruierte dann zu dem Sündenregister und dem sehr zahlreichen Gesetzbuche die sündenvergebende 'Beichte' und leitete durch diese Beichte die Menschheit auf allerlei einträgliche Bußwerke hin. Durch diese hat sich dann das alleinseligmachende Pontifikat mit Hilfe noch anderer einträglicher gottesdienstlicher Zeremonien zu einem Weltglanze emporgearbeitet, vor welchem alle Könige bebten!« (Wenn Päpste jemanden 'bannten' oder exkommunizierten, entsprach dies einem wirtschaftlichen, sozialen und politischen Ruin, von direkter Tötung ganz abgesehen, d. Hg.)
Vergleich des Papsttums mit Heidentum (jl.him2.196,24) (jl.him2.196,24) (Jesus über die Kath. Kirche:) »Du warst allezeit gleich den ärgsten Heiden. Wenn du auch gewaltig gegen sie kämpftest, da sie Mein Wort zertraten und an dessen Stelle das finstere Heidentum einsetzten und über Mein Wort gleich Tigern herfielen, so bist du aber dennoch, im Besitze Meines Wortes, nicht nur ihnen völlig gleich, sondern ärger um vieles als sie. - Ich aber sage dir: Eben darum sollst du in deiner Wirkung ausgerottet werden ewiglich! Deine Bekenner sollst du an den Fingern zählen (Bedeutungslosigkeit des Papsttums letztlich durch massenhafte Mitgliederaustritte im Verlaufe der Zeit, d. Hg.) und sollst schuldig werden aller Welt!«
Warum Frevel des Papsttums stärker als Frevel von Heiden gewertet werden (jl.him2.291,05-06) (jl.him2.291,05) (Jesus:) »... (Rom hat) dereinst in den finstersten Zeiten in Meinem Namen freventlich gehandelt - Ich sage, ärger als einst Babel und als die Heiden!
(jl.him2.291,06) Denn diese hatten doch irgendeine geheime Furcht vor einem oder dem andern Götzen! - Jene aber haben auch nicht die allergeringste Furcht darum, weil sie keinen Glauben und keine Spur von einer Liebe haben; sondern sie machen sich selbst zu Meinen Herren. Ich muß sein, wie sie Mich brauchen können für ihre großen Gold- und Silberbeutel. Mein Wort wird verboten (es gab Jahrhunderte lang das Verbot, eine Bibel zu besitzen, in Spanien z.B. bis in dieses Jahrhundert!, d. Hg.) und dafür der armen Menschheit der niedrigste und stinkendste Unrat (durch selbst erlassene Kirchengebote, päpstliche Erlasse etc. d. Hg.) geboten!«
Worin das Papsttum die heidnische Abgötterei übertrifft (jl.him2.368,07-15) (jl.him2.368,07) (Jesus über abzulehnende, aus dem Heidentum übernommene Praktiken der 'Gottesverehrung', die aus Gott, sofern er daran Wohlgefallen hätte, zu einen, eitlen, bestechlichen und dummen Götzen machen würden:) »Geschmückt sind die römischen Kirchen und Tempel mit Türmen und Kuppeln (symbolische Phallussymbole, die aus dem Heidentum stammen, d. Hg.), das Innere prunket mit Gold und Silber und viel Edelgesteinen. In allen den Türmen erschallen gewaltig die ehernen Glocken zu allen besonderen Zeiten der Tage, der Wochen und Jahre. Im Innern der Kirchen und Tempel ertönen die Orgeln und manchmal Posaunen, Trompeten und Pauken und Pfeifen. Und Sänger wetteifern, wer eh' sich aus ihnen die Kehle und Lunge zersprengen wohl könnte. Und Menschen bedrängen sich mächtig, wenn Messen in goldnen Gewändern und teuer bezahlt, vorgeblich zu Meiner Ehr aufgeführt werden. Denn so eine Messe wird 'Opfer' benennet und ist für die römischen Christen der allervornehmste, erhabenste, heiligste Dienst, der Mir (angeblich lt. kath. Kirche, d.Hg.) einzig allein wohlgefällt, und am meisten, wenn er so prunkvoll und teuerst bezahlt wird gegeben!
(jl.him2.368,08) O Zeiten, o Sitten, o Menschen! - Wo steht es denn geschrieben: Bethäuser mit Türmen, mit Kuppeln, mit Gold und mit Silber und Edelgesteinen zu schmücken, mit teueren Glocken zu läuten, mit Orgeln, Trompeten, Posaunen und Pauken und Pfeifen und sonstigem Geplärr voll des greulichsten Unsinns, Mich, euren Gott, zu verehren - ums Geld noch dazu?!
(jl.him2.368,09) O das ist noch ärger, als was der Prophet Jesajas gesprochen, indem er da sagte: "Dies Volk Mich verehrt mit den Lippen; sein Herz doch ist ferne von Mir!" (jes.29,13) - Doch hier wäre es noch gut, so man nur das von allen römischen Christen alleinig aussagen wohl könnte. Doch hier muß man sagen: Dies Volk Mich verehrt mit gemauerten Kirchen und Türmen, mit Glockengeläute, mit Orgeln und allerlei Pfeifen, mit Klingel und Klangel, mit Büscheln und Bändern, mit Weihrauch und brennenden Kerzen, in goldnen Gewändern für Geld und für Gold und für Silber, für Wein und für Braten in allen Gestalten. Mit Lippen jedoch macht sich's dabei nicht viel zu schaffen. Es hat dafür Glocken und andere geweihte Werkzeuge! Wozu dann noch Lippen abwetzen? Das tut man zum Schein nur lateinisch ein wenig.
(jl.him2.368,10) Ums Herz darf man da nicht mehr fragen, ob's nah oder ferne Mir ist. Denn das kennet Mich nicht und hat nie Mich erkannt! - Oder haben wohl Mauern und Türme und Glocken und Orgeln und Büschel und Bänder, vergoldete Götzen und allerlei Schnitzwerk und Rauchfaß und Weihbrunn und Kerzen und Lüster und Lampen, Altäre und goldne Gewänder und allerlei andre geweihte Werkzeuge auch Herzen?
(jl.him2.369,11) O Zeiten, o Sitten, o Menschen! Wohin seid gekommen ihr Tollen, ihr Blinden, ihr Armen, ihr Toten allsamt?! - Heißt denn das - Gott im Geiste und Wahrheit anbeten?! - Erwachet doch einmal und machet's nicht ärger noch, als es vor Zeiten gemacht haben einzig allein nur die finstersten Heiden!
(jl.him2.369,12) Wer wagt es zu sagen: "Ich kenn' den allmächtigen Gott, den dreiein'gen, den ewig Getreuen" - und will doch nie anders als einzig allein nur ums Geld Mich lateinisch anbeten! - O das wird doch etwa die Krone der Lüge wohl sein?!
(jl.him2.369,13) O seht, wer Mich kennet im Herzen als Gott und als Vater, der wird auch im Herzen alleinig durch Liebe Mich ehren und so nur in 'Wahrheit' und 'Geist' Mich anbeten - weil Ich als Gott und als Vater durch Meinen allerheiligsten Geist nur in den Herzen derjenigen wohne, die Mich als das kennen, was Ich von Ewigkeit war und als was Ich Selbst Mich auf Erden habe zu erkennen gegeben!
(jl.him2.369,14) So das aber einzig die ewige Wahrheit nur ist - was wohl wird dann das übrige sein: All' die Kirchen und Tempel und Türme und Glocken und Orgeln und Pauken, Trompeten und Pfeifen und Meßbuch und Weihrauch und Rauchfaß und Klingel und Klangel und Büschel und Bändel und aller der götzische Plunder?!
(jl.him2.369,15) Ich meine, die Antwort wird jeder leicht finden ... «
Übelstände beim Gottesdienstbesuch; Bezahlung gottesdienstlicher Handlungen; Folgen (jl.him2.345,09-10) (jl.him2.345,09) (Jesus:) »Oh - und das ist ein Nocturno non-plus-ultra, wenn man sich in der christlich sein wollenden Kirche für allerlei gottesdienstlich sein sollende Handlungen ganz wuchermäßig zahlen läßt und gegen Zahlungsunfähige sogar Exekution (Zwangseintreibung von ausstehenden Abgaben, Kirchensteuer, d. Hg.) führt (in Deutschland tut dies dank Konkordat der Staat für die Kath. Kirche, d. Hg.) - was vorzugsweise dann geschieht, wenn einem verstorbenen Bruder ein sogenannter kirchlich-christlicher Liebedienst (als da ist eine Beerdigung und das Beten für ihn) erwiesen wird, der Tote nachweislich kein Geld hatte und seine Hinterlassenen, das nicht wissend, ihn doch etwas besser als irgendeinen Selbstmörder wollten beerdigen lassen. Da erscheint dann bald der Kirchendiener mit einem Konto, wie ein Fleischer am Ende des Jahres bei einer Herrschaft, der er das ganze Jahr hindurch auf Rechnung geliefert hat! - Ob das nicht auch ein ganz entsetzlich grobes Nocturno ist?!
(jl.him2.345,10) Und was etwa ist das, wenn so manche Große alles Licht (Erkenntnisse, Wahrheit, d.Hg.) von ihren schwächeren Brüdern durch allerlei finsteres Blendwerk mit Gewalt hintanhalten?! - O das wird sicher auch ein ganz sonderlich gewaltig starkes Nocturno sein?!«
Papsttum = neues Pharisäertum und falsches Prophetentum? (jl.ev10.026,12-13) (jl.ev10.026,12) (Jesus:) »Worin aber das falsche Prophetentum besteht, und wer die Pharisäer der Jetztzeit sind, das braucht für keinen nur etwas hell denkenden Menschen näher bezeichnet zu werden; denn alle Welt kennt die alten Feinde des Lichtes, der Wahrheit und der Liebe aus Mir.
(jl.ev10.026,13) So Ich Selbst zu den Aposteln also geredet habe, daß sie niemanden richten, verdammen und verfluchen sollen, auf daß ihnen das nicht von Mir ausgehend widerfahre (vgl. mt.07,01 f.) - wer hat ihnen denn hernach das Recht erteilt, über die, welche, von Meinem Geiste angetrieben, die reine Wahrheit suchten und noch suchen, zu richten, sie zu verdammen und mit den erschrecklich-fürchterlichsten Bannflüchen zu belegen?! (so geschehen mit Millionen sog. 'Ketzern', die abweichende, oft richtige Glaubenswahrheiten vertraten und durch die Inquisition zum Widerruf und oft zum Tode verurteilt wurden, d. Hg.)...«
Was Gott anstelle von Vatikan und Peterskirche lieber sähe (jl.him1.098,10) (jl.him1.098,10) (Jesus:) »So steht es also mit Rom! - Ich habe kein Wohlgefallen am Vatikan noch an der Peterskirche. Und es wäre Mir an deren Stellen ein Armenhaus überaus lieber. Rom ist eine Stadt, die mit den Königen der Welt Hurerei getrieben hat. Sie ist eine Hure und tut wie eine Hure (d.h. gegen Geld verrichtet sie Gebete, Messfeiern, 'gottesdienstliche' Handlungen, also sog. geistige Liebesdienste, d. Hg.). Sie schmückt ihr Fratzengesicht und zieht ihrem halbverwesten Leibe schöne Kleider (Kirchen mit Prunk, Klerus mit teuren, weiblichen Gewändern, d. Hg.) an, um auszusehen, als wenn sie noch eine Jungfrau wäre. Seht, dieses alles und tausendfach anderes ist Mir wohlbekannt. Aber sagt ihr nicht selbst: eine Hure erzieht ihre Kinder oft besser als eine stolze Mutter, die da glaubt, sie habe alle Meine Weisheit mit dem Löffel gegessen!? So sage auch Ich: Diese Hure hat schon sehr viele gute Kinder erzogen und hat dadurch Meine Füße gesalbt. Daher will Ich ihr helfen und sie ansehen, damit sie Buße tue; denn sie hat viel gesündigt, aber auch viel geliebt!«
Ausmaß der Lügen, Falschheit und Betrug des Papsttums (jl.him2.292,09-12) (jl.him2.292,09) (Jesus:) »O wehe dir, die du lügest und betrügest ohne Ziel und Maß! - In der Kürze sollen über dich gewaltige 'Diebe, Räuber und Mörder' kommen, werden dich hernehmen wie reißende Tiere ihre erjagte Beute und werden in dir nicht einmal das Mark der Knochen verschonen!
(jl.him2.292,10) O siehe, das tut nicht einmal eine ärgste Hure, was nun diese tun von neuem! - Daher sollen sie aber einen eigenen Lohn finden!
(jl.him2.292,11) Doch nun nichts mehr weiter davon! Redet aber nicht davon! Denn es ist nicht löblich für den, der den Himmel hat, sich über das, was der Hölle ist, zu beraten! Es ist genug, daß ihr wisset, daß das Kleid (Ausführungen Jesu über den Trierer Rock, der angeblich von Jesus getragen worden sein soll) falsch und somit ohne Christus ist für alle Ewigkeit.
(jl.him2.292,12) Wie aber nun dies Kleid (Trierer Rock), so ist die ganze Kirche, die es ums teure Geld, wie ein Gaukler seine Künste, sehen läßt!«
Wetterfahnen-Vergleich für Lehre und Handeln Roms Him2.212,03] (Gespräch zwischen Tochter und Vater:) »Guter Vater! Was hat doch solches wohl zu bedeuten, daß da der eine Turm mit einem Kreuze, der andere mit einer Wetterfahne geziert ist?«
Him2.212,04] Und der Vater erwiderte der Tochter: »Siehe, das ist ein doppeltes Merkzeichen für denkende Menschen! - Das Kreuz auf dem einen Turme erinnert uns an die alte Kirche, die da feststand im Glauben und in der Liebe zu Gott. - Der Wetterfahne des anderen, neueren Turmes aber gleicht die jetzige Kirche. Sie läßt sich auch durch allerlei Weltwinde umherdrehen und -treiben in ihrer Lehre sowohl als in ihrem Handeln und wird bald selbst nicht mehr wissen, wer in ihr Koch oder Kellner ist!«
Sonstige Kommentare Jesu über die katholische Kirche (jl.him1.042,01; jl.ev07.094,08; jl.ev11.332,02) (jl.him1.042,01) (Jesus:) »... Mein äußerlicher Name, (gleich) wie der einer andern geschichtlichen Person, und einige Bruchstücke Meines Wortes, daraus ein heidnischer Blindglaube und eine tote Liebe, eine systematische Götzenverehrung und ein aus ihr hervorgehender Zeremonienkult, sind das einzige, was Mir noch gelassen wurde...«
(jl.ev07.094,08) »Ich sage es dir: Rom ist und wird Babel, eine Welthure bleiben trotz aller Übel, die auch über sie kommen werden, obwohl es in ihr auch gar viele und eifrige Nachfolger Meiner Lehre geben wird.«
(jl.ev11.332,02) »... Wie aber soll dann der ... Richterstuhl unter den sein sollenden Brüdern ein Kennzeichen des von der Hölle nicht überwundenen Felsen Petri sein und Meiner darauf erbauten Kirche?! O du entsetzlich blinde Dummheit der Menschen dieser Zeit, die du dich von der Hölle unüberwunden hältst, und dich allem deinem Handeln nach schon lange, lange, lange mitten darin befindest! ...«
Grund göttlicher Geduld mit Papsttum
Biblische Hinweise Jes.48,08] Ich aber wußte sehr wohl, daß du treulos bist und man dich nennt 'Abtrünnig von Mutterleib an.'
Jes.48,09] Um Meines Namens willen halte ich lange meinen Zorn zurück, und um meines Ruhmes willen bezähme ich mich dir zugut, damit du nicht ausgerottet wirst.
Jes.48,10] Siehe, ich habe dich geläutert, aber nicht wie Silber, sondern ich habe dich geprüft im Glutofen des Elends.
Jes.48,11] Um meinetwillen, ja, um meinetwillen will ich's tun, daß ich nicht gelästert werde; denn ich will meine Ehre keinem andern lassen.
Reaktion Roms auf Warnungen; Ende der Langmut Gottes RB11.126,20] »... Wenn du Mir einen Vorwurf machst, daß Ich der römischen Kirche ob ihrer Greuel noch nie eine Gegenkundgabe zukommen ließ, da tust du Mir unrecht! Betrachte doch alle die Trennungen von der Römerin, sind das nicht gewaltige Gegenkundgaben? Aber sie fruchteten wenig, weil ich den Drachen noch nicht richten wollte wegen Meiner Liebe. Weiter betrachte die große Verbreitung des reinen Wortes durch die Druckschrift in allen Sprachen! Aber sie fruchteten wenig, weil Ich den Drachen noch nicht richten wollte - wegen Meiner Liebe. Wieder weiter betrachte die zu allen Zeiten von Mir erweckten neueren Propheten! Diese übten eine starke Gegenkundgabe aus. Aber es fruchtete wenig, weil Ich den Drachen noch nicht richten wollte - wegen Meiner Liebe! Dann betrachte noch die tausendfachen Demütigungen, die Ich der Römerin als starke Gegenkundgaben von allen Seiten zukommen ließ! Aber sie fruchteten bisher ebenfalls noch wenig, weil Ich den Drachen noch immer nicht richten wollte - wegen Meiner Liebe!
RB11.126,21] Von nun an (Lorbers Zeit) aber wird es mit der Römerin ein ganz anderes Verhältnis nehmen. Ihre Weltmacht wird sehr erschüttert und eine offene Zunge gegen sie allenthalben gestattet werden. Wird sie solch eine Kundgabe auch noch nicht fruchtbringend machen, so wird der Drache gerichtet werden wegen Meiner zu lange mißbrauchten Langmut.«
Voraussetzungen zur Wiederaufnahme Abgefallener BMar.079,01] (Ein Geist im Jenseits:) »... Aber wenn es leider sicher so ist, wie du mir es nun gezeigt hast, möchte ich doch erfahren, wie denn der Herr Rom noch kann bestehen lassen?! Denn da ist Rom ja nur eine Stätte des Greuels und ewig nimmer eine Kirche des Heim!
BMar.079,02] Wo ist denn hernach Petrus, der Fels, den der Hölle Pforten nimmer überwältigen sollen? Petrus behauptet solches von sich, und der jeweilige Papst als vorgeblicher Stellvertreter Christi auf Erden sitze auf diesem Felsen unter dem beständigen Einflüsse des Heiligen Geistes! Solch eine Behauptung kann doch unmöglich etwas anderes als nur ein größter Greuel vor Gott sein! O erläutere es mir, wie es denn zugeht, daß der Herr so etwas dulden kann? Er hätte ja doch tausend Mittel, um diesem Übel zu steuern!«
BMar.079,03] Spricht der eine: »Mein Freund, das ist wahr, der Herr kann alles, was Er will. Aber was möchtest du zu einem Vater von etlichen 10-20 Kindern sagen, so er, wenn einige seiner Kinder widerspenstig und ungehorsam wären, diese sogleich entweder durch einen Scharfrichter oder mit eigener Hand hinrichtete? Würde da nicht jeder Mensch sagen: "Das ist unerhört; so ein Teufel von einem Vater ist noch nie dagewesen!"
BMar.079,04] Was sagtest du denn zu einem Herrscher, der seine Untertanen wegen Nichterfüllung seiner Gesetze sogleich spießen und braten ließe? Würdest du da nicht rufen: "O seht, seht, welch ein schrecklicher Tyrann, welch ein unmenschlicher Teufel!"
BMar.079,05] Und siehe, gegen einen so unmenschlich strengen Vater könnten die Kinder sich sogar wirksam zur Wehr stellen, und die Untertanen könnten sich gegen einen solchen Tyrannen mächtig erheben und ihn übel erwürgen!
BMar.079,06] So aber der allmächtige Vater ebenso mit Seinen Kindern verführe, sage, wie würdest du ein solches Verfahren von der Gottesseite ansehen und benennen?
BMar.079,07] Wäre das nicht die namenloseste Grausamkeit, so der allmächtige Gott mit Seinen schwachgestellten Geschöpfen so verfahren möchte wie einst ein Wüterich in Frankreich mit den Franzosen?
BMar.079,08] Siehe, der Herr weiß gar wohl, daß Rom eine grausliche Hure ist, wie Er auch wußte, daß die Ehebrecherin eine allgemeine Buhldirne, die Magdalena eine große
Hure und die Samaritanerin am Jakobsbrunnen eine arge Geilerin war. Aber wie Sich der Herr gegen jene drei Weiber erwiesen und erzeigt hat, und wie Er aufnahm den verlorenen Sohn, ebenso erweist Er Sich der Hure Rom und nimmt jeden reuigen verlorenen Sohn aus ihrem Schöße auf, wenn er zuvor auch noch so stark und mächtig mit dieser Hure gebuhlt hätte! Aber natürlich - ohne Reue und Buße ist's für so lange nichts, als wie lange der Buhler weder Reue noch wahre Buße gewirkt hat!«
Magdalena als Entsprechung der Kirche Him1.251,03] »In welcher Kirche befindet ihr euch - und wer war die Magdalena? -Welche Kirche entspricht aber Meinen Brüdern - und wer bin Ich? ...
Him1.251,04] Oder meinet ihr denn, daß die vormalige Hure (Magdalena) und Tänzerin vor allen Weltgroßen und Heiden, die da hatte seit ihrem zwölften Jahre sieben Teufel des Fleisches in sich und wurde davon durch Mich erlöst und tat viele Werke der Liebe und später ernste Buße - geeignet gewesen wäre, Meine Heiligkeit anzurühren, da kaum ihre Tränen und die Haare ihres Hauptes geeignet waren, Meine Füße anzutasten.
Him1.252,05] Sehet eure Kirche an - und das "Rühr Mich nicht an" werdet ihr sicher deutlich und klar finden! Aber doch sage Ich auch zu ihr, was Ich zur Magdalena gesagt habe: Gehe hin und sage Meinen Brüdern, daß Ich auch schon öfter unter deinen Kindern erstanden bin und nun zu ihnen komme, daß sie Mich schauen möchten und legen ihre Liebe an die liebedurchbohrte Seite und gewahren allda, gleich einem Thomas, die schmale Pforte und den schmalen Weg, der da führet zum ewigen Leben und durch dasselbe zum Vater, der da ist Mein Vater und durch Mich auch euer Vater, und der da ist Mein Gott und dadurch auch euer Gott.
Him1.252,06] Darum sollet auch ihr alle eure "Hände in Meine Wundmale legen", damit ihr glauben möget, daß Ich das ewige Leben Selbst bin aus eigener Macht - so wie Ich bin die Auferstehung selbst und habe auch nicht das Leben vom Vater, sondern bin das Leben im Vater Selbst; wie der Vater nicht ist außer Mir, sondern Gott von Ewigkeit ist in Mir und wie aller Geist der Heiligkeit in aller Macht und Kraft ausgeht aus Mir wie aus dem Vater zugleich als einer und derselbe Geist.
Him1.252,07] Sehet, so Ich aber nach der Auferstehung alles das war, was Ich jetzt bin und ewig sein werde - hätte denn da sollen eine bekehrte Hure zugrunde gehen, so sie Mich angerührt hätte, da sie noch bei weitem nicht gereinigt war durch eine wahre Buße!? Solches ist nur gestattet denen, welche sich zuvor von Mir ihre Füße haben willig reinigen lassen und mit Mir genossen haben das große Abendmahl.
Him1.252,08] Nun sage Ich aber euch: Lasset auch ihr euch von Mir eure 'Füße waschen' oder euch 'ziehen' von Mir, um zu empfangen den Platz an Meinem Tische der wahren Liebe! Und kümmert euch nicht der Magdalena wegen, sondern glaubet, daß Ich es bin, der nun zu euch im stillen kommt. Und leget euer Herz in Meine offene Seite, damit es da gestärkt werde zum ewigen Leben!
Him1.252,09] Denn zu euch sage Ich nicht: "Noli me tangere! (Rühre mich nicht an)" -sondern (euch sage Ich,) was da gesagt wurde zum Thomas - da ihr alle mehr oder weniger fast lauter Thomase seid, damit auch ihr gleich ihm dereinst lebendig werden möchtet! Aber wohl gemerkt: Nur Ich, und nicht die Magdalena, habe das Leben. Es ist daher noch nicht genug die Nachricht der Magdalena, sondern erst wenn Ich völlig in euer Herz kommen werde, wird die Weissagung erfüllt an euch, daß Ich 'auffahre' zu Meinem Vater und eurem Vater und zu Meinem Gott und eurem Gott, und ihr in Mir und mit Mir. Amen. Das sage Ich, die Auferstehung und das ewige Leben. Amen!«
Gründe für Geduld mit menschlichen und kirchlichen Übelständen Him2.356,01] Manche Menschen klagen und sagen: »Herr, wir beten zu Dir und bitten Dich um so manches, das uns recht und gut dünkt - und Du benimmst dich dabei wie einer, der schwer oder gar nicht hört! Du lassest alles gehen, wie es geht, und scheinst Dich eben nicht viel zu kümmern um uns. Und so bleibt alle Sache so hübsch beim alten. Es wechseln die Jahre und die Jahreszeiten wohl regelmäßig miteinander ab; jedes Jahr bringt seine alten Früchte, bald reichlich, bald spärlich - und die Menschen bleiben fort und fort die gleichen Sünder. Die Großen führen Kriege und die Kleinen reiben sich, wo nur möglich, und Ubervorteilen sich gegenseitig bei jeder Gelegenheit.
Him2.356,02] Statt des Lichtes, das Du verheißen hast, kommt nur stets mehr Finsternis (in geistigen Dingen) von allen Seiten zum Vorscheine! Stets mehr Götzentempel werden errichtet, und die Bilder fangen an, eine stets größere Rolle zu spielen. Sie haben schon jetzt Dich beinahe ganz hinausgespielt, werden Dich noch mehr hinausspielen und werden an Stelle Deiner früheren Bekenner entweder Atheisten oder ganz absurde Abergläubige hinsetzen!
Him2.356,03] Siehe Herr, das alles siehst Du wie mit ganz gleichgültigen Augen an und scheinst Dich dessen kaum zu kümmern! - O Herr, was wird, was soll daraus werden? Wir gehen offenbar zugrunde, so Du Dich unser nicht mehr annimmst, als es bisher augenscheinlich der Fall war!«
Him2.357,04] Auf diese Klagen gebe Ich folgende Antwort, die also lautet: Es ist richtig also - wenn du die Sache nach der äußeren Erscheinlichkeit beurteilest! Aber im Innern, was den Geist und die Wahrheit betrifft, ist es ganz anders! - Die Menschen beten und bitten wohl mit den Lippen um und für allerlei, das ihnen recht und gut dünket, aber ihr Herz hängt nicht an Mir, sondern an dem nur, um was sie beten und bitten. Daher gebe Ich ihnen das nicht, um was sie bitten, damit sie sich dadurch nicht von Meinem Herzen noch mehr entfernen!
Him2.356,05] Also bleibt dem Äußern nach auch wohl alles, wie es war, beim alten und geht seinen gerichteten Gang fort. - Was würden aber auch die Menschen für Gesichter machen, wenn Ich einige gewaltige Veränderungen in der äußeren Schöpfung vornehmen würde!? Wenn Ich z.B. auf einmal alle die bisherigen Früchte vertilgete und ganz neue und anders aussehende an ihre Stelle setzete?! Wer wohl würde sich's getrauen, von solchen neuen, wunderlichen Gewächsen zu essen?! Wie viele würden da aus Schreck, Furcht und Gram sterben, wie viele aus Hunger?!
Him2.357,06] O siehe, wie schrecklich wäre das für das schwache Gemüt des Menschen, so Ich ein 'Neuerer' wäre und alle Tage eine andere Mode in Meiner Schöpfung hervorbrächte!? - Daher muß eurer Schwäche wegen alles hübsch beim alten verbleiben. Erschreckt die Menge oft schon ein kleiner Komet und macht sie eine Finsternis ängstlich, was würde sie tun, so sie auf einmal sechs Monde und drei Sonnen aufgehen sehen würde!? - Daher, wie gesagt, muß alles beim alten verbleiben.
Him2.357,07] Daß die Menschen sind, wie sie immer waren, das ist auch wahr. Aber ist es nicht besser, daß die Menschen dem Äußern nach so sind, wie sie allezeit waren, als daß sie fort und fort revoltieren würden und sogleich jedem den Kopf herunterschlügen, der es nicht mit derlei fortwährenden Progressisten (Fortschrittlern) hielte!? - O es gab schon solche Zeiten und Menschen; aber wer lobt sie, wem gefällt die Inquisition Spaniens, wem Frankreichs Revolution?!
Him2.357,08] Daß das Licht des Geistes nicht so reichlich da ist, wie das Naturlicht, das liegt bei jedem einzelnen Menschen. Denn das Geistlicht kommt bei jedem einzelnen innerlich, und nie äußerlichen Schaugepränges, wie das natürliche Sonnenlicht. Einzeln und innerlich aber kommt es fort und fort zu jenen, die ernstlich darnach trachten. - Allgemein
aber wird und kann es darum ewig nie zu den Menschen kommen, weil dasselbe nun jeder in sich zu suchen und zu finden hat.
Him2.357,09] Daß da äußerlich viele Götzentempel entstehen und dieselben eher im Zu-als im Abnehmen sind, weiß Ich wohl am besten! - Ich weiß es auch, daß auf dem Weizenacker fast mehr Unkraut als Weizen wächst. Aber da ist eben durch Mein Wort im Evangelium auch vorgesagt von dem Feinde, der unter den Weizen das Unkraut säte, und auch was dann zu geschehen hat und stets geschieht und allezeit geschehen wird!
Him2.358,10] Und du Menschenkind kannst daraus ersehen, wie ungegründet, wie lose und seicht jede Klage ist, mit der du Mich zu einer gewissen Art Rechnung ziehen möchtest! - O Ich bin allezeit bereit, euch über Meine Haushaltung Rechnung zu legen, und ihr werdet Mir auf tausend nicht eins antworten können. Wie wäre es aber, so Ich von euch Rechnung verlangete, würdet ihr Mir auch also Bescheid geben können? - Ich meine es kaum!
Him2.358,11] Daher klaget und jammert nicht ob Meiner Haushaltung! Denn diese geht in der größten Ordnung. Sondern lebet nach Meiner Lehre getreu, so werdet ihr auch Meine rechte Ordnung gar wohl erkennen zum ewigen Leben. Amen.«
Wahrheitskern im Papsttum trotz Abgötterei; Gründe für Nachsicht und Läuterungsversuche Ev05.009,06] »Gar in die späten Zeiten hinaus wird der Geist dieser Meiner Lehre dort (in röm. Kirche) sehr verschwinden. Die Menschen werden an der äußersten Rinde kauen und sie fürs geistige Brot des Lebens halten; aber da werde Ich schon durch die rechten Mittel sie wieder nach und nach auf den rechten Weg zurückführen! Und hätte sie noch soviel Hurerei und Ehebruch getrieben, so werde Ich sie schon wieder reinigen zur rechten Zeit!
Ev05.009,07] Im übrigen aber wird sie stets eine Verkünderin der Liebe, Demut und Geduld verbleiben, darum ihr viel durch die Finger nachgesehen wird zu allen Zeiten, und die Großen der Erde werden sich vielfach um sie scharen und aus ihrem Munde die Worte ihres Heiles vernehmen wollen.
Ev05.009,08] Ganz rein aber wird sich auf dieser Erde im allgemeinen nie etwas für eine zu lange Dauer erhalten, somit auch Mein Wort nicht; aber am reinsten für den Zweck des Lebens und als Geschichtsreliquie noch immer in Rom!«
Jenseitige Konsequenzen antichristlichen Verhaltens
Rückzug Gottes und der Engel aus Weltkirche; Gründe
Rückzug Gottes vom Papsttum wegen falscher geistiger Gottesreichsvorstellung und Praktiken Ev10.073,08] »Mein Reich, das Ich nun gründe unter den Menschen auf dieser Erde, ist kein Weltreich, sondern ein Gottesreich ohne alles Weltgepränge, hat nichts Äußeres, sondern ist inwendig im Menschen, und Meine Stadt, Meine feste Stadt und Meine Wohnburg in ihr ist ein reines, Mich über alles liebendes Herz. Siehe, also verhält es sich mit der Gründung Meines Reiches auf dieser Erde!
Ev10.073,09] Alle aber, die auf die Neugründung eines Reiches Gottes auf Erden mit einem äußeren Schaugepränge harren werden, werden sich in ihrer blinden Hoffnung sehr
irren und täuschen; denn ein solches wird auf der Erde niemals gegründet in der lebendigen Wahrheit aus und in Mir.
Ev10.073,10] Falsche Propheten werden das wohl tun unter Führung Meines Namens; doch Ich werde in solch einem Reiche niemals wohnen und thronen. Siehe, also steht es der vollsten Wahrheit nach mit der Gründung Meines Reiches auf dieser Erde!...«
Verdammung, Gnadenausschluß und Ausschluß vom Himmel Him2.113,07] »(Ich) bin auch nicht in jenen Feuereiferern, aus deren Munde nichts als ein Gericht ums andere und eine Verdammnis um die andere sprühet, da sie Gott nur im richtenden Feuer, aber niemals nur in der Liebe erkennen wollen.«
Ev08.014,07] »Ja es wird sogar geschehen, daß die falschen Propheten sich auf goldene Throne emporschwingen werden und die wahren von Mir Erwählten und Berufenen mit aller Hast verfolgen werden. Wenn aber das eintreffen wird, dann wird auch ihr Gericht und ihr Ende über sie kommen, und Meine Lehre wird dennoch fortbestehen unter gar vielen Menschen auf der Erde; aber sie wird stets nur als ein freies Gut unter den Menschen im stillen glänzen, leuchten und trösten, nie aber als eine Herrscherin über ganze Völker auf einem Herrscherthrone mit Krone, Stab und Zepter gebieten.
Ev08.014,08] Wo das in Meinem Namen der Fall sein wird, da werde Ich Selbst ferne sein, und anstatt Meiner Liebe wird die Habsucht, der Geiz, Neid und Verfolgung aller Art und Gattung unter den Menschen zu Hause sein, und ein Betrug wird dem andern die Hände reichen. Wenn ihr aber solche Früchte Meiner sein sollenden Lehre unter den Menschen sehen werdet, so werdet ihr es ja wohl merken, welches Geistes Kinder die auf den Thronen herrschenden Propheten sind und von wem ihre falschen Lehren stammen!«
Him2.193,07] (Obd.3:) »Der Hochmut deines Herzens hat dich betrogen, weil du in der Felsen Klüften wohnest, in deinen hohen Schlössern, und sprichst in deinem Herzen: "Wer will mich zu Boden stoßen?"«
Him2.194,08] (Auslegung Jesu:) »Deine irrwähnige göttliche Machtvollkommenheit hat dein Herz oder deine Liebe von Mir abgezogen und hat es erfüllt mit Hochmut, Stolz, Zorn, Rache, Hurerei und allem Gerichte, indem du, als die am meisten gerichtete Hure, auch am meisten richten wolltest und auch gerichtet hast nach deinem eigenen Sinne - weil du glaubtest, dazu darum ein Recht zu haben, da du dein loses Wesen listigerweise auf Mein Wort, mißdeutend, gebaut hast wie auf Felsen und Klüfte (verkehrten Wortsinn und unentwirrbare Geheimnisse) und dich trügerischer- und schändlichst eigenmächtigerweise gesetzt hast auf den Thron Meiner Mir allein zukommenden Macht ('hohe Schlösser') und sprichst vom geraubten Throne herab: "Kommet alle zu mir! Denn außer mir ist kein Heil, keine Liebe, keine Gnade, keine Erbarmung, kein Licht und kein Leben! Ich allein wohne auf dem Felsen, und keine Hölle kann mich überwältigen!"«
Him2.194,09] Obd.4. Vers: "Wenn du denn gleich in die Höhe führest wie ein Adler und machtest dein Nest zwischen den Sternen - dennoch will Ich dich von dannen herunterstürzen, spricht der Herr!"
Him2.194,10] Ich dein Herr und dein Gott donnere dir nun in dein lange schon verstopftes Ohr und in dein zum Steine verstocktes und verhärtetes Herz von allen Seiten her: Wenn du nun dich auch zum Scheine erheben möchtest durch allerlei Künste und möchtest auch Licht predigen und in alle Duldung übergehen und aufgeben all dein scharf sehendes Richteramt und möchtest auch zusammenziehen alle Weisen aus Mir und möchtest dir erbauen eine Wohnung unter ihnen im Bereiche Meines Gnadenlichtes - so werde Ich
dich dennoch, deiner alten Hurerei willen, ergreifen und hinabschleudern in die Tiefe deines Unflates. Tue, was du willst, Ich will dich aber nimmer ansehen in deiner Art und will dich nimmer erkennen in deinem Gewände, und dein Nest soll eine zeugende Lagerstätte deiner Hurerei verbleiben! - Also donnere Ich, dein Gott und dein Herr!«
Wann Engel sich zurückziehen; Zusammenhang mit Hungersnöten Him2.323,03] »Solange im verschieden-sektisch christlichen Europa das Volk allgemein sich mehr um Mich bekümmerte und nach Meinem Geiste strebte, solange gab es Engel in die große Menge unter den Menschen. Dadurch wurden nicht nur die Menschen, sondern auch der Erdboden gesegnet, so daß er stets reichliche Ernten trug. Aber diese Ernten brachten die Völker auf lauter industrielle Gedanken - und die Gedanken an Mich sind gesunken!
Him2.323,04] Anstatt der echt geistigen Schriften, die man sowohl von Seiten Roms als auch von Seiten der niederen Staatspolitik stets mehr zu verpönen, ja förmlich als ketzerisch zu verbieten angefangen hat, hat man nun die Welt mit einer Legion sinn- und gehaltloser Journale und andere Schriften angestopft. Man hängt wieder Reliquien aus und ordnet Wallfahrten an, gründet wieder Orden und dergleichen Greuel mehr.
Him2.323,05] Es ist dadurch für den Geist eine große Hungersnot ob der vorangegangenen, stets größer werdenden Teuerung der geistigen Nahrungsmittel eingetreten. Die Engel haben sich von dem Erdboden wieder mehr und mehr zurückgezogen, da ihnen die stets größer werdende Finsternis der Erde durchaus nicht mehr zusagt und sie die große Hurerei der Menschen, besonders der römischen, schon gar nicht anzieht. So ist daher ja auch leicht begreiflich, daß der Erdboden in der stets größeren Ermangelung der himmlischen Arbeiter auch im selben Verhältnisse magere Ernten bei einer oder der anderen Fruchtgattung abgeben muß.«
Verdammung, Gnadenausschluß und Ausschluß vom Himmel Him1.335,02] »... Eine Kirche, die sich nur segnet und alles andere verfluchet, ist wie ein Geizhals, der allen den Tod wünscht, damit er aller Habe habhaft werden möchte. Es wird aber ein Kamel eher durch ein Nadelloch traben als ein solcher 'Geizhals' in den Himmel.«
GSo1.068,22] »Also sagte Er auch, daß Seine Apostel und Jünger niemanden verdammen sollten und niemanden richten, auf daß sie nicht verdammt und gerichtet würden (vgl. Mt.07,01). Ja, der Herr sagte sogar von Sich Selbst aus, daß Er nicht gekommen sei, um die Welt zu richten, sondern selig zu machen und zu suchen, das da verloren ist. (vgl. Joh.03,17)
GSo1.068,23] Wie habt ihr euch demnach entgegen dieser ausdrücklichen Lehre Christi zu Richtern aufwerfen können, und habt euch sogar das zeitliche und ewige Verdammungsund Todesurteil zugeeignet?
GSo1.068,24] Könnte in dieser Hinsicht auf euch etwa nicht derjenige Text Christi in Anwendung gebracht werden, wo Er, in Sich erregt, zu denjenigen spricht, die zu Ihm sagen möchten: Wir haben in Deinem Namen gepredigt, geweissagt und Teufel ausgetrieben (vgl. Mt.07,22):
GSo1.068,25] »Weichet von Mir, ihr Täter des Übels, Ich habe euch nie gekannt; denn ihr seid es, die da allzeit widerstrebten dem Heiligen Geiste!« (vgl. Mt.07,23)
Him2.195,14] (Obd.6 Auslegung:) »O wie sollst du da ausgeforscht werden, du Weltbuhlerin! Und wie wirst du dich selbst aussuchen in allen deinen Winkeln! - Aber du sollst nichts finden in dir! Denn was du hattest aus Mir, ist dir genommen worden, du Heidenkönigin! Du wirst umsonst geprüfet werden! Denn die dich durchsuchen werden, sollen fürder nichts in dir finden.«
Fluch für Rom wegen falscher Lehren (Galater 1,8) Him2.227,00] Gal.01,08: Paulus an die Galater, Vers 1,8: "Aber wofern wir oder ein Engel vom Himmel euch predigen möchten anders, als was wir euch gepredigt haben -Fluch sei ihm!"
Him2.227,01] »Höre, das ist ein Vers der Verse, der da allein kräftig genug ist, mit einem Hiebe das ganze heidnisch-zeremoniell-kirchliche Wesen zu zersplittern! Aber man muß zuvor den ganzen Paulus in eins zusammenfassen und daraus ersehen:
Him2.227,02] Erstens, daß Paulus nie einen Zeremoniendienst eingeführt hat, da er von Mir gänzlich aufgehoben ward.
Him2.227,03] Zweitens, daß er nur eine lebendige innere Kirche geistlich im Herzen der Seele, aber nie und nirgends eine aus Steinen und faulen Priestern bestehende gegründet hat.
Him2.227,04] Drittens, daß Paulus, gleich Mir, nur das alleinige (Liebes-)Gebot mit demselben Liebesmahle bekräftigt hat und hat noch dazu dieses Mahl dadurch wohl unterschieden von einer anderen, gewöhnlichen Mahlzeit, daß er alle teilnehmenden Gemeinden darauf aufmerksam machte, daß sie Meinen Leib, das ist Meine endlos große Liebe, wohl unterscheiden sollen von der (Welt-)Liebe der Menschen!
Him2.227,05] Aus dem allem aber geht hervor, daß Paulus sicher die allerreinste Liebe gepredigt hat, in der alle Freiheit des unsterblichen Geistes waltet, welche durch keinen allerleisesten Gesetzesdruck solle gefährdet werden. - Kurz und gut, nach Paulus soll der Geist des Menschen, von Mir Selbst erzogen, in der höchsten Freiheit wie ein Blitz, wie eine Weltensonne dastehen, von dem alles abhängt, nach dem sich alles richten muß, der vollkommen eins ist oder sein soll und kann mit Mir!
Him2.228,06] Nun aber bedenke, was der Geist des Menschen wird durch eine ganz falsche, heidnische Lehre?! - Ein Sklave, ein kaum halb lebendes Wesen! Er, der nach Paulus das Leben des Lebens sein soll, wird ein feiger Knecht des tötenden Gesetzes, ein Diener des Todes - kurz ein Wesen, das sich nicht einmal aus eigener, von Mir ihm für ewig eingehauchter Kraft nur im geringsten zu rühren wagen darf, ohne sich sogleich dadurch in ein Meer von lauter tötenden und ihn für ewig verdammenden Gewissensbissen zu stürzen.
Him2.228,07] Siehst du die Pest für den freien Geist, gegen die Paulus aus dem gerechtesten Eifer, sogar fluchend zieht!?
Him2.228,08] Und doch hat die Sklaverei gesiegt über die ewige Freiheit des Geistes! -Wer aber sind die Sieger? - Es sind des Lebens entschiedene Feinde!
Him2.228,09] Ich aber sage dir: Die Feinde des Lebens werden in dem Ausspruche Pauli ihren Lohn finden! - Aber alle die von ihnen arg gefangenen Geister werde Ich frei machen in der Fülle. Haben sich die Feinde des Lebens auch diese Erde unterjocht, so aber habe Ich schon noch gar viele andere Erden, die da ewig nie ein Eigentum der Lebensfeinde werden sollen!
Him2.228,10] Verstehst du Mich? - Siehe, Ich bin ein Vater, aber kein feiger Richter -ein ewiger Beieber, aber kein Töter des Geistes! - Verstehst du solches? - Ja, verstehe es, auf daß du lebest ewig! Amen.«
Vorhersage des Untergangs falscher Religionen und Systeme
Auslegung von symbolischen Grundbegriffen im 2. und 3. Kapitel Jesajas (jl.ev07.171,05) (Jesus erklärt eine Endzeitvorhersage des Propheten Jesaja:) »Nun schaffet Mir das Buch des Propheten Jesajas her; darin muß Ich euch eine große Stelle beleuchten!«
(jl.ev07.171,06) Auf das brachte unser Nikodemus alsbald das Buch zu Mir. Als das Buch Jesaja durch Nikodemus herbeigeschafft war, da schlug Ich sogleich das 2. Kapitel auf und las es also allen Anwesenden laut vor:
(jl.ev07.171,07) (jes.02,01) "Das ist es, was Jesaja, der Sohn Amoz, sah von Juda (entspricht dem späteren Christentum, d. Hg.) und Jerusalem (die Lehre Gottes, d. Hg.):
(jes.02,02) Es wird zur letzten Zeit der Berg, darauf des Herrn Haus steht, gewiß höher sein denn alle Berge und wird über alle Höhen erhaben werden, und alle Heiden werden dahin laufen."
(jl.ev07.171,08) Hier fragten Nikodemus und die beiden Pharisäer, sagend. »Herr und Meister, wo ist denn der Berg des Herrn, darauf Sein Haus steht?«
(jl.ev07.171,09) Sagte Ich: »O sehet, wie weltlich, sinnlich und wie voll Materie ihr noch seid! Bin nicht Ich der Berg aller Berge, auf dem das wahre Haus Gottes steht! Was aber ist das sehr wohnliche Haus? Das ist Mein Wort, das Ich schon durch alle die Propheten zu euch, ihr Juden, durch mehrere Jahrhunderte geredet habe und nun Selbst aus dem Munde eines Menschensohnes rede. Ich bin sonach der Berg, und Mein Wort ist das wohnliche Haus auf dem Berge, und da um uns stehen die Heiden aus allen Teilen der Erde, die hierher gekommen sind, zu besehen den Berg und Wohnung zu nehmen in seinem höchst geräumigen Hause.
(jl.ev07.171,10) Aber für die Juden, wie sie nun sind, ist das wahrlich die letzte Zeit, weil sie den Berg und sein Haus fliehen und die Hohen es sogar zu zerstören drohen. - Verstehet ihr nun diesen Vers?«
(jl.ev07.171,11) Sagten alle: »Ja. Herr, nun ist er uns wohl völlig klar: aber es hat dieses Kapitel noch mehrere Verse, die uns noch lange nicht klar sind! Herr, erkläre sie uns noch weiterhin!«
(jl.ev07.171,12) Sagte Ich: »Habt nur Geduld; denn übers Knie läßt sich kein Baum brechen!
(jl.ev07.171,13) Jesajas aber spricht also weiter:
(jes.02,03) "viele Völker werden (das heißt in der Zukunft) hingehen und sagen: Kommt und laßt uns auf den Berg des Herrn (zu Jesus d. Hg.) gehen zum Hause des Gottes Jakobs (Jesus-Jehova-Zebaoth, d. Hg.), daß Er uns lehre Seine Wege und wir dann wandeln auf Seinen Steigen; denn von Zion (=Jesus, d. Hg.) wird das Gesetz ausgehen und von Jerusalem Sein Wort!"
(jl.ev07.171,14) Daß hier unter Zion (Z'e on = Er will) ebenfalls der Berg, also der Herr oder Ich, und unter Jerusalem das Haus Gottes auf dem Berge, also Mein Wort und Meine Lehre zu verstehen ist für jetzt und für alle Zukunft, das wird nun wohl auch schier keinem Zweifel mehr unterliegen.
(jl.ev07.171,15) Wer aber sind denn nun die Völker, die da sagen: "Kommt und laßt uns auf den Berg des Herrn, das heißt zum Menschensohne oder Gottmenschen, gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, daß Er uns lehre Seine Wege und wir dann wandeln auf Seinen Steigen!?"
(jl.ev07.171,16) Sehet, diese Völker sind jene Menschen, die in aller Zukunft sich zu Mir bekehren werden, sich Mein Wort aneignen und Meinen Willen tun werden; denn die Wege zum Leben zeigt ja Mein Wort, und die Steige sind Mein den Menschen durch das Wort kundgemachter Wille, dessen genaue Befolgung freilich bedeutend unbequemer ist als die pure Anhörung Meines Wortes, wie auch sicher um gar vieles bequemer auf einer breiten und ebenen Straße zu wandeln ist, - als zu gehen auf schmalen und oft sehr steilen Steigen. -
(jl.ev07.171,17) Aber wer in sich selbst auf den höchsten aller Berge und da in Mein lebendiges Wort, welches ist das Haus Gottes auf dem Berge, kommen will, der muß nicht pur auf der Straße, die zum Berge führt, wandeln und auf ihrer Fläche stehenbleiben, sondern er muß sich auch an die schmalen und oft sehr steilen Steige machen; denn nur auf diesen gelangt er vollends auf den Berg und da in das lebendige Haus Gottes.
(jl.ev07.171,18) Was dieses bedeutet, habe Ich euch nun schon erklärt, wie auch, was der Prophet eigentlich unter Z'e on (Zion) und unter Jeruzalem verstanden haben will; darum sagt er denn auch, daß von Z'e on das Gesetz, also Mein Wille, und von Jeruzalem, oder aus Meinem Munde natürlich, Mein Wort komme.
(jl.ev07.171,19) Wer also Mein Wort, das Ich zu allen Zeiten durch die Propheten zu allen Menschen geredet habe, hört, es annimmt und danach lebt, der kommt dadurch zu Mir und also auch zum lebendigen Wort und seiner Kraft; denn Ich Selbst bin ja das lebendige Wort und seine Kraft, und alles, was der endlose Raum faßt, ist ja auch nur Mein lebendiges Wort und seine ewige Kraft und Macht. - Habt ihr das nun wohl auch verstanden?«
(jl.ev07.171,20) Hierauf sagte einer aus der Zahl jener Pharisäer, die auf dem Ölberge zu Mir gekommen waren, und der ein Schriftgelehrter war: »Herr und Meister, Deine Erklärung über die zwei Verse war so hell wie die Sonne des Mittags, und mir wurde alles klar und einleuchtend; aber nun kommt der vierte Vers, und der lautet also:
Vorhersage der Entwicklung zum Christheidentum; Begriffserklärung 'Heiden' und 'Völker' (jes.02,04; jl.ev07.171,21-24; jl.ev07.172,01-07) (jl.ev07.171,21; jes.02,04) "Und der Herr wird richten unter den Heiden und strafen die Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen; denn es wird kein Volk wider das andere ein Schwert aufheben, und die Menschen werden hinfort nicht mehr kriegen lernen."
(jl.ev07.171,22) »Wer sind da die Heiden und wer die Völker, die, nachdem sie einmal bestraft sein werden, sich gegenseitig nicht mehr bekriegen dürften? Diese Völker müssen noch in einer fernsten Zukunft erst geboren werden; denn die gegenwärtigen Generationen mit ihren stolzen, hab- und herrschsüchtigen Königen werden Kriege führen bis ans Ende der Welt.«
(jl.ev07.171,23) Sagte Ich: »Du bist zwar wohl ein Schriftgelehrter, indem du die Gesetze und alle Propheten noch ganz wohl im Gedächtnis hast, doch vom Verstehen derselben im wahren Geiste war bei dir wohl noch nie eine Rede! Du betratest den breiten und ebenen Weg; aber auf den schmalen Steig, der auf den Berg der wahren Erkenntnis führt, hast du noch keinen Fuß gesetzt.
(jl.ev07.171,24) Wer durch das Handeln nach dem Gesetze nicht auf die volle Höhe des Berges des Herrn (also zu Jesus, d. Hg.) und ins Haus Gottes oder zum inneren lebendigen Worte aus Gott und zu Gottes lebendigem Worte in sich gelangt, der erkennt auch nicht den wahren, inneren, lebendigen Geist des Gesetzes und der Propheten...
(jl.ev07.172,04) ...Ich aber werde euch nun den hier auf der Hand liegenden wahren Sinn des vierten Verses Jesaja zeigen, und so habet denn darauf wohl acht!
(jl.ev07.172,05) "Der Herr, der Ich es bin im Worte, wird richten unter den Heiden und strafen viele Völker."
(jl.ev07.172,06) Wer sind die Heiden, und wer die Völker? - Die Heiden sind alle jene, die den einen, wahren Gott nicht kennen und an Seiner Statt tote Götzen und den Mammon dieser Welt anbeten und am meisten verehren. Von solchen ist das Judentum nach allen Seiten hin umlagert, und wohin ihr nun in der Welt gehen wollet - ob gen Morgen, gen Mittag, gen Abend oder gen Mitternacht -, so werdet ihr nichts als Heiden in aller Art und Gattung antreffen! Ihr wisset aber, wie nun von allen Seiten der Welt die Heiden hohen und niederen Standes und von nah und weit zu Mir gekommen sind. Sie hörten Mein Wort und sahen Meine Zeichen, wurden voll Glaubens, nahmen an Meine Lehre, und Mein Wort richtet und rechtet nun unter ihnen, wodurch sie aufhören Heiden zu sein und übergehen zu der Zahl der Gesalbten Gottes und zu der Zahl des wahren Volkes Gottes.
(jl.ev07.172,07) Aber auch sie werden nicht bleiben, wie sie nun belehrt und bestellt sind; denn es werden bald falsche Gesalbte (Päpste, Klerus versch. Konfessionen, d. Hg.) unter ihnen aufstehen, werden auch Zeichen tun, berücken Könige und Fürsten, werden sich bald eine große Weltmacht aneignen und mit Feuer und Schwert die Menschen verfolgen, die sich nicht zu ihnen werden bekennen wollen (Vorhersage der Glaubenskriege und Inquisition, d. Hg.), und sich am Ende in viele Sekten und Parteien spalten (Erfüllung der Vorhersage vor allem seit Luther, d. Hg.), und das sind eben die vielen Völker, die Ich als der Herr strafen werde ihrer Lieblosigkeit, ihrer Falschheit, ihres Eigennutzes, ihres Hochmutes, ihres Starrsinnes, ihrer Herrschsucht und ihres bösen Haders und gegenseitigen Verfolgens und Kriegführens wegen. Bis aber diese Zeit kommen wird, wird es noch eine Weile dauern, wie es von Noah an bis jetzt gedauert hat.«
Endzeitkennzeichen, Gericht und Tausendjähriges Friedensreich; Schwerter zu Pflugscharen (jes.02,04-05; jl.ev07.172,08-12b) (jl.ev07.172,08) »Wie es aber war zu den Zeiten Noahs, da die Menschen freiten und sich freien ließen, große Feste und Gastmähler hielten, sich groß ehren ließen und gegen jene verheerende Kriege führten, die sich vor ihren Götzen nicht beugen wollten, wo dann bald die große Flut kam und die Täter des Übels alle ersäufte, ebenalso wird es auch sein in jener künftigen Zeit (vgl. mt.24,37 f.; lk.17,26 f.). Aber dann wird der Herr mit dem Feuer Seines Eifers und Seines Zornes kommen und alle solche Täter des Übels hinwegfegen von der Erde.
(jl.ev07.172,09) Da wird es kommen, daß die verschonten Reinen und Guten und die wahren Freunde der Wahrheit und des Lichtes aus Gott aus den Schwertern Pflugscharen, aus den Spießen Sicheln machen und die Kunst Krieg zu führen vollends aufheben werden, und es wird dann fürder kein wahres gesalbtes Volk wider das andere mehr ein Schwert erheben, außer den noch irgend in den Wüsten (geistig=Hartherzigkeit, Unbelehrbarkeit, d. Hg.) der Erde übriggebliebenen Heiden; aber auch diese werden ermahnt und dann von der Erde gefegt werden.
(jl.ev07.172,10) Da wird die Erde gesegnet werden von neuem. Ihr Boden wird tragen hundertfältige Frucht von allem, und den Ältesten wird die Macht gegeben sein über alle Elemente.
(jl.ev07.172,11) Siehe, also ist dem Geiste nach für diese Erde zu verstehen der vierte Vers, den du als ein Schriftgelehrter für gar so unverständlich hieltest!
(jl.ev07.172,12a) Aber innerhalb dieses naturmäßig wahren, geistigen Sinnes ist freilich noch ein tieferer, rein geistiger und himmlischer Sinn verborgen, den aber ihr nun mit eurem noch puren Weltverstande nicht fassen könntet, und solcher ist auch nicht mit Worten darzustellen.
(jes.02,05) "Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, laßt uns wandeln im Licht des Herrn!"
(jl.ev07.172,12b) So ihr aber auf dem Berge des Herrn (Jesus, d. Hg.) werdet in das Haus Gottes (Jesu Lehre, d. Hg.) eingegangen sein und sodann kommen von diesem Hause Jakobs, wie davon der Prophet spricht im kurzen fünften Verse, dann erst werdet ihr wandeln im wahren Lichte des Geistes aus Gott...«
Zulassungsgründe für Rückfall des Christentums ins Heidentum; Sinn von Leid und Not (jl.ev07.173,01) (Schriftgelehrter:) »Ja, Herr und Meister, also ist der Prophet wohl zu verstehen, und der Sinn ist nun klar und wahr, obwohl man da die Frage stellen könnte und sagen: Aber warum läßt Du, Herr, es denn zu, daß gegen zweitausend Jahre in die Zukunft hin die Menschen abermals wieder so böse werden, wie sie zu den Zeiten Noahs waren? Und warum muß zumeist der arme Mensch am meisten leiden, und das dazu auch noch, wenn er in allem ein Gott möglichst wohlgefälliges Leben führt?
(jl.ev07.173,02) So habe ich selbst einmal einen Fall erlebt, wo eine arme, streng nach den Geboten Gottes lebende Familie eine ganz kleine Besitzung hatte; ihr unfern aber hatte eine reiche und weltlich sehr angesehene Familie eine große Besitzung. Diese war hartherzig und gab nie einem Armen ein Almosen, während die arme Familie allzeit bereitwillig ihr weniges Brot mit den andern Armen teilte. An einem wetterschwülen Tage aber kam ein starkes Gewitter, und der Blitz traf die Hütte der guten, armen Familie, die zu der Zeit sich auf einem Acker befand und daselbst ihr Gerstenkorn einsammelte. Die Hütte verbrannte natürlich mit allem, was sich darin befand, wie Kleidung, Nährvorräte und die nötigen Haus- und Wirtschaftsgerätschaften. Dasselbe Gewitter zog aber auch über die große Behausung der reichen und unbarmherzigen Familie; aber da fuhr kein verheerender Blitz aus der Wolke in das Haus des reichen Besitzers. Warum wurde denn hier der harte Reiche verschont und warum nicht lieber der Arme?
(jl.ev07.173,03) Derlei geschieht sehr oft, und die Menschen kommen dadurch ganz leicht zu dem Glauben, daß es entweder gar keinen Gott gebe, oder Gott kümmere Sich gar nicht um die Menschen. Und ich möchte einen Hauptgrund des Glaubensverfalles eben darin finden. Denn ein jeder Mensch hat ein natürliches Rechtsgefühl, das mit dem Glauben an einen guten und höchst gerechten Gott allerengst verbunden ist; wird dieses zu oft und zumeist auf eine sehr empörende Weise verletzt, so wird mit der Zeit auch der Glaube verletzt und geschwächt, und die Menschheit sinkt dann nach und nach stets mehr und mehr in die Nacht des Un- oder Aberglaubens und fängt an, in ihrer Not überall Hilfe und Trost zu suchen, wo ihr nur immer eine Hilfe geboten wird, und geht auf diese Weise in das Götzentum oder in den Stoizismus (Philosophie mit Betonung der Wertlosigkeit aller Dinge, d. Hg.) über.
(jl.ev07.173,04) Ist auf diese Art und Weise die Menschheit in mehreren Jahrhunderten zum allergrößten Teile so schlecht wie nur immer möglich geworden, dann kommen wohl freilich Strafgerichte über Strafgerichte; aber ich meine da, daß solche wohl nie nötig wären, wenn die Menschen durch gewisse Vorkommnisse nicht so oft auf zu harte Glaubensproben gestellt worden wären.
(jl.ev07.173,05) Ich urteile hier nur als ein natürlicher Mensch; aber so wie ich nun geurteilt habe, so urteilen gar sehr viele Menschen und verschlimmern sich dabei und dadurch. - Was sagst nun Du, Herr und Meister, dazu?«
(jl.ev07.173,06) Sagte Ich: »Ist deine arme Familie nach dem Unglück auch gleichfort unglücklich geblieben, und hat sie darauf in großer Not und großem Elende schmachten müssen?«
(jl.ev07.173,07) Sagte der Schriftgelehrte: »Nein, das eben nicht; denn das Unglück hatte die Herzen der Nachbarn erweicht, und sie beschenkten die arme Familie also, daß sie nachher mehr hatte als vor dem Unglück.
(jl.ev07.173,08) Aber es gibt auch Fälle, wo eine einmal ohne Verschulden von einem Unglück heimgesuchte Familie schon gleichfort unglücklich verbleibt, - und diese auch häufig vorkommenden Fälle sind es eigentlich, durch die nach meiner Ansicht die Menschheit am meisten verschlimmert wird. Oder habe ich auch da unrichtig geurteilt?«
(jl.ev07.173,09) Sagte Ich: »Solche Fälle kommen fürs erste wohl selten vor, und wenn sie vorkommen, so haben sie fürs zweite sicher ihren weisen Grund. Bei deiner ersten beispielsweise aufgestellten armen Familie lag der Grund ihrer Unglücklichwerdung darin: Ihre Hütte war schon sehr morsch und wäre bei einer kleinen Erderschütterung eingestürzt und hätte gar leicht ihre biederen Einwohner erschlagen. Die Familie hatte aus diesem Grunde schon mehrere Male ihre reichen Nachbarn gebeten, daß sie ihr darin dahin helfen möchten, daß sie sich eine neue Hütte erbauen könnte. Aber ihre Bitten blieben unerhört. Da wurde an einem Tage zugelassen, daß ein Blitz der alten und morschen Hütte ein Ende machen mußte. Das erweichte dann die Herzen der Nachbarn; sie schossen ein Kapitälchen zusammen, erbauten der armen Familie eine neue und feste Wohnhütte und versahen sie noch reichlich mit allerlei Nahrungsmitteln also, daß die arme Familie nach dem Unglück um vieles besser stand als vorher und darauf auch leichter einem noch ärmeren Menschen irgend etwas tun konnte denn zuvor. Und so war dein vermeintes Unglück für die biedere arme Familie nur ein wahres Glück, das von Mir also vorgesehen und zugelassen ward.
(jl.ev07.173,10) Was aber die anderen Heimsuchungen betrifft, die als ein gekommenes Ungemach denn auch dem Menschen anhangend verbleiben, so ist eine solche Familie schon allzeit durch ihre eigene Schuld in Armut versunken. So sie dann in ihrer Armut leicht von einem noch härteren Schlage zum Behufe des Erweckens aus ihrer altgewohnten Trägheit getroffen wird, so ist es dann wieder ihre eigene Schuld, wenn sie noch fernerhin in ihrer Trägheit verharrt und somit auch im Unglück verbleibt. Diese Art Menschen sind dann freilich wohl der Meinung, Gott erhöre ihre Bitte nicht, oder Er kümmere Sich gar nicht um die Menschen; allein diese Menschen sind nur zu träge. Sie haben keinen Ernst sowohl in den weltlichen Arbeiten als auch in der Beachtung der Gebote Gottes und in ihren lauen und vertrauenslosen Bitten zu Gott, und sie werden aus diesem Grunde denn auch im bleibenden Ungemach belassen auf so lange hin, bis sie von der stets stärker drückenden Not am Ende doch noch zur Tätigkeit erweckt und dadurch dann auch glücklicher werden.
(jl.ev07.173,11) Sieh, es gab einst im Morgenlande einen König über ein großes Volk! Das Volk aber, da es gutes Land bewohnte, ward träge und verarmte von Jahr zu Jahr mehr und mehr. Da dachte der König bei sich nach, wie er diesem Übel steuern könnte.
(jl.ev07.173,12) Es kam ihm der gute Gedanke, und er sagte bei sich: "Ich werde dem Volke größere und schwerer zu erschwingende Steuern auferlegen und dieselben durch meine Krieger mit der unnachsichtlichsten Strenge erpressen lassen, und das so lange fort, bis das Volk im allgemeinen tätiger wird!"
(jl.ev07.173,13) Gedacht und getan! Und siehe, im Anfange murrte und wehklagte das Volk ganz entsetzlich und wäre gegen den vermeintlich zu harten König aufgestanden, wenn es sich leichter seiner Trägheit entledigt hätte! Die brennende Not aber erweckte das Volk zur größeren Tätigkeit. Es ward dadurch auch bald wohlhabender und bezahlte dem Könige die verlangten großen Steuern leichter als zuvor die kleinen.
(jl.ev07.173,14) Als der König nach einigen Jahren merkte, daß sein Volk recht tätig und arbeitsam geworden war, da sandte er Herolde hinaus in alle Teile seines Reiches und ließ eine bedeutende Ermäßigung der Steuern verkünden.
(jl.ev07.173,15) Aber da sagten die Ältesten aus dem Volke: "Wir danken dem weisen Könige für diese Gnade, bitten ihn aber auch zugleich, daß er die gegenwärtigen Steuern auf Grund des wahren Volkswohls also, wie sie sind, belassen möge; denn sowie das Volk weniger Steuern zu entrichten haben wird, wird es auch bald träger und untätiger werden und am Ende die kleinen Steuern schwerer bezahlen als die großen!"
(jl.ev07.173,16) Als der König diese Äußerung von den Ältesten seines Volkes vernahm, belobte er sie sehr ihrer Weisheit wegen und sah, wie sein Volk stets tätiger und tätiger und dadurch auch stets wohlhabender und glücklicher ward. Und als das Volk von den Ältesten erfuhr, daß der weise König es aus eben dem Grunde nur mit so großen Steuern belegt hatte, um es tätiger und glücklicher zu machen, da lobte es des Königs Weisheit und zahlte ihm freiwillig noch mehr, als was ihm zu zahlen vorgeschrieben war.
(jl.ev07.173,17) Und siehe, also mache es auch Ich Selbst mit den trägen und untätigen Menschen! Tue Ich da jemandem ein Unrecht?«
(jl.ev07.173,18) Sagte der Schriftgelehrte: »Herr, nun bin ich schon wieder ganz im klaren und danke Dir aus dem vollsten Grunde meines Herzens für diese Deine Aufhellung meines Verstandes!
(jl.ev07.173,19) Ich bitte Dich aber nun um die Fortsetzung in der Beleuchtung des Jesajas. Der sechste Vers ist noch dunkler denn die früheren fünf; und so bitten wir Dich inständigst, daß Du uns eine weitere Erklärung gehen möchtest!«
Vorhersage und Schilderung der Entartung des Papsttums zum Christheidentum (jl.ev07.174,01) (jl.ev07.174,01) (Jesu Auslegung des 2./3. Kapitel des Propheten Jesaja): »Des Propheten Worte aber lauten:
(jl.ev07.174,02; jes.02,06) "Du, Herr, aber hast zugelassen Deinem Volke, daß es fahren ließ das Haus Jakobs; denn Deine Völker (Christentum, d. Hg.) treiben es nun ärger denn die Fremden (Heiden, d. Hg.) im Aufgange! Sie sind nun auch Tagewähler (und Zeichendeuter) wie die Philister und machen der fremden Kinder viele zu den ihrigen. (Hinweis auf Abgötterei, Magie und Spiritismus im Christentum, d. Hg.)
(jes.02,07) Ihr Land ist voll Silber und Gold, und ihrer Schätze ist kein Ende; und ihr Land ist auch voll Rosse, und ihrer Wagen ist kein Ende. (Beschreibung der weltlichen Pracht und Macht des Papsttums, d. Hg.)
(jes.02,08) Auch ist ihr Land voll Götzen, und sie, die Menschen, beten an ihrer Hände Werk, das ihre Finger gemacht haben. (Heiligen/Seligen-Bilder und Statuen im Katholizismus, d. Hg.)
(jes.02,09) Da bückt sich der Pöbel, und da demütigt sich der Junker (Laien und Adel ordneten sich der Kirchenmacht unter, wie es bis Napoleon voll der Fall war, d. Hg.). Das wirst Du, Herr, ihnen nicht vergeben.
(jes.02,10) Ziehe denn hin, du treuloses Volk, zu den Felsen der Berge (weltl. Macht- und Einflußträger, d. Hg.), und verbirg dich in die Erde aus Furcht vor dem Herrn und vor Seiner herrlichen Majestät!"
(jl.ev07.174,03) »Diese fünf Verse gehören auf ein Feld, weil sie den elenden Zustand der Kirche oder des Hauses Gottes auf Erden anzeigen, und das bei den Juden, die vor dieser Zeit waren, sowohl, als bei denen, die nach uns sein und kommen werden.
(jl.ev07.174,04) Die Trägheit in der Ausübung der Gebote Gottes aber ist der Grund, warum Ich es zulasse, daß Mein Volk das Haus Jakobs (Lehre Jesu, d. Hg.) auf dem Berge des Herrn (Jesus als Gott selbst, d. Hg.) fahren läßt und das Handeln der rohesten und trägsten Völker, die in Morgenlanden gleich den wilden Tieren hausen, ganz getreulich nachahmt.
(jl.ev07.174,05) Und was nun die Pharisäer und die ihnen gleichen Juden tun, das werden auch unsere Nachkommen tun: Sie werden im Volke eine Menge Tage einsetzen, denen sie eine besondere Kraft und Wirkung andichten werden (Heiligen-Feiertage, Hl.-Jahre etc., d.Hg.), und wer dagegen zeugen wird, den werden sie mit Feuer und Schwert verfolgen (Inquisition, d. Hg.). Also werden sie auch sein Zeichendeuter, werden um Geld den Menschen Glück und Unglück vorherverkünden und sich dafür ganz außerordentlich loben und bezahlen lassen; denn solch eine müßige Arbeit trägt am Ende ja doch mehr ein als die Pflugschar und die Sichel.
(jl.ev07.174,06) Damit aber ihr müßiges Einkommen desto größer wird, so werden sie, - wie nun die Pharisäer, ihre Apostel (chr. Missionare, d. Hg.) in alle Welt hinaussenden und die Fremden zu ihren Kindern machen. Diese waren schon als finstere Heiden zu nichts nütze; wenn sie aber dann des wahrsten Weltphilistertums werden, so werden sie noch ums Hundertfache ärger werden, als sie ehedem waren! (In allen Ländern, in denen Zwangsmissionierungen vorgenommen wurden, z.B. in Lateinamerika, existierte das ganze Heidentum mit allen Bräuchen bis heute weiter, und die dort verehrten Götter, Halbgötter und Ahnen wurden bestenfalls nach christlich klingenden Namen umbenannt. d. Hg.) Dadurch aber wird ihr finsteres Land voll Silbers und Goldes werden, und ihre Gier nach den Schätzen dieser Welt wird kein Ende und kein Ziel haben, und also auch ihre Herrschsucht und Kriegswut, - was der Prophet im Bilde durch die Rosse und Wagen in einer Unzahl ausdrückt (Vor allem Spanien und Portugal waren auf Gold und Silber aus ihren 'Missionsländern' aus und unterstützten das Papsttum in großem Ausmaße, d. Hg.). Aber auch ihr Herrscherterritorium (Vatikan als eigener Staat, d. Hg.) wird voll Götzen und Tempel sein, wie solches trotz der persönlichen Warnung Gottes schon Salomo der Weise angefangen hat, der seiner fremden Weiber wegen Götzentempel um Jerusalem errichten ließ. Vor solchen Götzen (Heiligenbilder/Statuen, d. Hg.) werden die blinden Narren sich bücken und anbeten ihrer eigenen Hände und Finger Werk in der dummen Meinung, Gott dadurch angenehm zu werden. Und wer das nicht tun wird, der wird verfolgt werden dem Leibe nach auf Leben und Tod. (Schon geringste Glaubensabweichungen führten in der Inquisition zu Verlust von Freiheit, Vermögen und Leben, d. Hg.) Denn es werden viele Könige des größeren Glanzes ihrer Throne wegen auf den Unsinn der Weltphilister (Kath. Klerus, d. Hg.) halten und werden mit Feuer und Schwert verfolgen die stets wenigen Freunde des Lichtes und der lebendigen Wahrheit.«
Art und Zeitpunkt des Strafgerichts übers (Christ)heidentum; Sieg der Wahrheit (Jes.02,11 -22) (jl.ev07.174,07-12) (jl.ev07.174,07) »Und siehe, da wird kommen der Herr und wird strafen solche (überwiegend kathol., d. Hg.) Völker, die unter Seinem Namen so viele Menschen berückt haben!
(jl.ev07.174,08) Da wird auf einmal von allen Seiten auftauchen das wahre, lebendige Licht (Wahrheiten durch die Neuoffenbarungen durch Swedenborg, Lorber, Mayerhofer u.a., d. Hg.), und die Freunde der Nacht werden geschlagen werden für immerhin. Sie werden zwar fliehen zu den Felsen (die Großen und Mächtigen der Erde) und werden sich vergraben unter ihr unfruchtbares Erdreich (Lehren, Ideologien und Doktrinen, d. Hg.), aus Furcht vor der Wahrheit und Majestät des Herrn; aber es wird ihnen das wenig nützen.
(jl.ev07.174,09) Denn es spricht der Prophet nun wieder weiter und sagt laut:
(jes.02,11) "Denn alle hohen Augen (Herrscherstolz) werden gedemütigt werden, und alle die hohen Leute werden sich bücken müssen; denn der Herr wird allein hoch sein zu derselbigen Zeit und dann ewig immer fort und fort.
(jes.02,12) Denn des Herrn Zebaoth Tag (Licht, Wahrheit, d. Hg.) wird gehen über alles Hoffärtige und Hohe und über alles vor der Welt Erhabene, daß es erniedrigt werde;
(jes.02,13) also auch über alle erhabenen Zedern Libanons (Priester) und über alle Eichen in Basan (Hauptstützen des Götzenpriestertums zu aller Zeit);
(jes.02,14) über alle hohen Berge (Regenten) und über alle erhabenen Hügel (alle Hoffärtigen);
(jes.02,15) über alle hohen Türme (Feldherren) und über alle festen Mauern (Kriegsheere);
(jes.02,16) auch über alle Schiffe auf dem Meere (solche, die am Staatsruder sitzen) und über alle irdisch köstliche Arbeit (die große Staatenindustrie).
(jes.02,17) Und das wird geschehen, auf daß sich alles bücken muß, was hoch ist unter den Menschen, und sehr gedemütigt werden alle hohen Leute, und der Herr allein hoch sein zu der Zeit.
(jes.02,18) Mit den Götzen aber wird es dann ganz aus sein in jener Zeit.
(jes.02,19) Ja, da wird man wohl auch noch in die Höhlen der Felsen gehen und in der Erde Klüfte (des Mammons Verstecke), und das aus Furcht vor dem Herrn und vor Seiner herrlichen Majestät (das Licht der ewigen Wahrheit), so Er Sich aufmachen wird, zu schrecken (strafen) die Erde.
(jes.02,20) Ja, zu der Zeit wird ein jeder hinwerfen seine silbernen und goldenen Götzen in die Löcher der Maulwürfe und Fledermäuse - welche Götzen er sich machen ließ zur Anbetung -,
(jes.02,21) auf daß er sich desto leichter verkriechen könne in die Steinritzen und Felsenklüfte aus Furcht vor dem Herrn und vor Seiner herrlichen Majestät, so Er Sich aufmachen wird, zu schrecken die Erde; aber es wird das niemandem irgend etwas nützen.
(jes.02,22) Darum lasset nun ab von dem Menschen, der irgendeinen Odem in der Nase hat (der Odem in der Nase bezeichnet den weltlichen Hochmut); denn ihr wisset es nicht, wie hoch er etwa in der Welt steht!"
(jl.ev07.174,10) »Nun, da habt ihr die ganze, leicht faßliche Erklärung des ganzen zweiten, höchst beachtenswerten Kapitels des Propheten Jesaja! Die letzten Verse erklären sich von selbst, so man die Bedeutung der ersten wohl verstanden hat.
(jl.ev07.174,11) Aber Ich sage euch, daß es wahrlich auch also geschehen wird jetzt schon in jüngster Zeit und dann nach etwa gegen neunzehnhundert Jahren wieder im Vollmaße; denn es gibt selbst in Meinem Rate kein anderes Mittel, so dem Menschen die vollste Willensfreiheit belassen werden muß, als nur dies einzige, mit dem man von Zeit zu Zeit der menschlichen Trägheit fruchtbringend begegnen kann; denn sie ist die Wurzel aller Sünden und Laster! - Habt ihr das alles wohl verstanden?
(jl.ev07.174,12) Ihr werdet nun wohl weniger Freude in euch darüber empfinden, - aber eine desto größere die künftigen Völker, so ihnen neuerdings diese Kunde gegeben wird in ihrer großen Drangsal und in der Zeit, in welcher sich ein Volk wider das andere erheben wird, um es zu verderben. - Doch darüber soll uns noch das nächste Kapitel ein näheres Licht verschaffen!«
Warnung vor Trägheit (jl.ev07.174,13) »Doch nun saget es Mir, wie ihr diese Sache von größter Wichtigkeit aufgefaßt habt! Ich sage darum 'von größter Wichtigkeit', weil Ich euch das als Meinen künftigen Nachfolgern vor allem ans Herz legen will, euch selbst und alle eure Jünger vor der Trägheit zu verwahren. Und so möget ihr nun reden von dem Geiste, dem ihr im Jesajas begegnet seid; dann gehen wir leicht aufs dritte Kapitel über!«
(jl.ev07.174,14) Sagten die Jünger und auch einstimmig die andern Anwesenden: »Herr, was Du anordnest, willst und zulässest, ist sicher übergut, überweise und gerecht; denn Du als der Schöpfer und Meister der Menschen und aller Dinge in der Welt weißt es ja am allerbesten, was für die Menschen am allerbesten taugt. Wären das Silber, das Gold, die Edelsteine und die köstlichen Perlen zum pursten Nachteil Deiner Menschen, so hättest Du wahrlich derlei böse Dinge nicht erschaffen!
(jl.ev07.174,15) Wer weiß es außer Dir, ob die Menschen ohne solche Reizmittel nicht etwa noch um vieles träger geworden wären, als sie bei allen diesen tausendmal tausend Reizmitteln ohnehin sind und mit der Zeit noch mehr werden? Wenn da aber gar viele aus zu großer Liebe zu diesen Reizmitteln zu wahren Teufeln unter den Menschen werden, weil sie sich von dem falschen Glanze des Goldes haben blenden lassen, so hast Du ja der Zuchtmittel in endlosester Fülle Dir zu Gebote stehend, und wir sind da der Meinung, daß am Ende der Zeiten der Welt alles nach Deinem geheimsten und ewigen Ratschlusse noch gut ausgehen wird.
(jl.ev07.174,16) Wir als Deine erwählten Jünger werden sicher alles aufbieten, um die Menschen nach Deinem Ratschluß in der gerechten und wahren Tätigkeit zu erhalten und sie für solche zu begeistern und zu beleben. Ob sie aber das in der ferneren Zeitenfolge in ihren Nachkommen auch so beachten werden, das ist freilich wohl eine sehr bedeutend andere Frage! Allein, da wirst schon Du Selbst alles geschehen lassen, was zum Besten der Menschen wird am besten taugen können, ob Kriege, Pestilenz, Teuerung, Hungersnot, oder Friede, Gesundheit und gesegnete, fruchtreiche Jahre und Zeiten! Und so hätten wir nun unsere Meinung vor Dir, o Herr, offen ausgesprochen und bitten Dich um die Fortsetzung in der Beleuchtung des Propheten.«
(jl.ev07.174,17) Sagte Ich: »Diesmal bin Ich mit eurer Äußerung völlig zufrieden, und da ihr die Erklärung des zweiten Kapitels des Propheten wohl aufgefaßt habt, so können wir nun denn auch kurz gefaßt auf das dritte Kapitel übergehen. Und so denn höret Mich!«
Vorhersage chaotischer geistiger und sozialer Zustände im Juden- und Christheidentum (Jes.03,01 -05; jl.ev07.175,01-14) (jl.ev07.175,01) (Jesus:) »Auch dieses folgende Kapitel hat seine weissagende Geltung für jetzt und für die Folge jener Zeiten, die Ich euch ehedem kundgegeben habe.
(jl.ev07.175,02) Also aber lautet der erste sehr bedeutungsvolle Vers des Propheten:
(jes.03,01) "Sieh, der Herr, Herr Zebaoth wird von Jerusalem nehmen allerlei Vorrat und desgleichen von ganz Juda (entspricht dem Christentum, d. Hg.), allen Vorrat des Brotes und allen Vorrat des Wassers!"
(jl.ev07.175,03) Unter dem Ausdruck 'Jerusalem' verstehet hier das gegenwärtige Judentum, wie es jetzt ist und schon lange früher auch also war; unter 'Juda' aber verstehet die künftigen Generationen, die dann durch die Annahme Meiner Lehre zu dem Stamme Juda gezählt werden. Diese werden durch ihre große Trägheit auch in einem noch viel größeren Maße dasselbe Los zu gewärtigen haben wie nun im engeren Maße die Juden (Die durch die Römer vernichtend geschlagen und vertrieben worden sind, d. Hg.).
(jl.ev07.175,04) Unter der Wegnahme des Brotvorrates verstehet die Wegnahme der Liebe und der Erbarmung, und unter der Wegnahme des Wasservorrates verstehet die Wegnahme der wahren Weisheit aus Gott, und die Folge davon wird sein, daß sie alle in großer Irre und Finsternis der Seele wandeln werden und keiner dem andern wird raten können; und so auch einer dem andern etwas raten wird, so wird ihm der Rat- und Lichtbedürftige doch nicht trauen und wird sagen: "Wie redest du mit mir vom Lichte und befindest dich in der gleichen Finsternis wie ich!" Daß dann die Menschen durch ihr eigenes Verschulden infolge ihrer Trägheit völlig hilflos dastehen werden, gibt der Prophet in den folgenden Versen treulich also kund, indem er sagt:
(jl.ev07.175,05) (jes.03,02) "Also werden ihnen weggenommen werden Starke und Kriegsleute, Richter, Propheten, Wahrsager und Älteste, Räte und weise Werkleute und kluge Redner
(jes.03,03) und Hauptleute über fünfzig, wie auch die ehrlichen Leute."
(jl.ev07.175,06) »Ich setze hier geflissentlich die Hauptleute und die ehrlichen Leute zuletzt, statt gleich anfangs des dritten Verses, und habe schon Meinen Grund dazu. Und nun vernehmet die Beleuchtung!
(jl.ev07.175,07) Wer sind denn die Starken und die Kriegsleute? Das sind solche, wie dereinst war der David voll Glauben und Vertrauen auf Mich, und die Kriegsleute sind solche Menschen, die sich von dem Glauben und Vertrauen des Einen voll begeistern lassen, auf daß sie allzeit siegen über alle noch so vielen Feinde des Guten und Wahren aus Gott.
(jl.ev07.175,08) Wenn aber bei den Menschen der volle Mangel des lebendigen Wassers (Wahrheit und daraus fester Glaube, d. Hg.) aus den Himmeln eingetreten ist und alles Fleisch mit seinen Seelen sich in der dicksten Finsternis (Unwissenheit, Irrtum, d. Hg.) befindet, wer wird dann unter den Menschen ein rechter und gerechter Richter sein? Wer wird da haben die Gabe der Weissagung? Und so sie auch jemand noch für sich hätte, wer wird ihm glauben ohne inneren Verstand, daß es also ist?! Wer wird für die Geistesblinden und Tauben wahrsagen können? Und wen wird die finstere Menschheit wegen hervorragender Weisheit als einen wahren Ältesten erwählen und zu ihrem Hirten machen mögen? Daher erkennet nun diese Sache recht!
(jl.ev07.175,09) Wem Brot und Wasser in ihrer geistigen Bedeutung weggenommen sind, dem ist dadurch alles genommen; denn wen Gott mit der geistigen Blindheit straft und züchtigt, der ist am meisten gestraft und gezüchtigt. Denn dem ist dadurch alles genommen, und er steht völlig rat- und hilflos da. Das ist aber dann auch schon das äußerste Mittel, mit dem der zu überhand genommen habenden Trägheit der Menschen und allen ihren vielen Lastern stets am allerwirksamsten begegnet werden kann.
(jl.ev07.175,10) Daß aber die Menschen sich mit der Wegnahme des geistigen Brotes und Wassers wahrhaft im größten Elende befinden müssen, und was ihnen dadurch noch alles benommen ist, bezeugt der Prophet noch weiter im dritten Verse, wo er ausdrücklich sagt: Den Menschen werden genommen werden auch die Räte oder Ratgeber und weise Werkleute in allen Zweigen der menschlichen Bedürfnisse, also auch kluge Redner, die sonst mit ihrer Weisheit gar vieles Gute bewirkt haben.
(jl.ev07.175,11) Das Übelste an der Sache aber ist die miterfolgte Wegnahme der, sage, fünfzig Hauptleute! Wer sind diese, und was hat die Zahl fünfzig hier zu tun? Das werden wir nun gleich ganz wohl einsehen.
(jl.ev07.175,12) Wenn wir uns eine ganz große und vollkommen geordnete Gemeinde von Menschen vorstellen, so hat sie, so sie mit allem wohl versorgt sein will, in allem numerisch fünfzig Hauptzweige zu ihren Lebensbedürfnissen schon von alters her zu besorgen und zu bestellen. Was darüber ist, gehört schon der Hoffart an, und was darunter, das ist dann schon Schwäche, Mangel und Armseligkeit. Damit aber jeder einzelne Zweig der gezählten Bedürfnisse nutzwirkend versehen und gehandhabt wird, so muß er auch einen kundigen Hauptmann als Vorsteher und Leiter an der Spitze haben, der sich im Betriebe seines Werkes von Anfang bis zu Ende wohl auskennt; fehlt der und steht an seiner Stelle ein Unkundiger, so wird dieser Bedürfniszweig der ganzen Gemeinde bald schlechte oder auch gar keine Früchte mehr zu tragen anfangen.
(jl.ev07.175,13) Wie wird aber eine große Gemeinde erst dann bestehen, wenn sie durch ihre Trägheit und Fahrlässigkeit endlich aller fünfzig Hauptleute bar wird? Ich sage es euch: Gerade also, wie die große Gemeinde der Juden nun besteht, in der nur gewisse Diebe und Räuber noch etwas besitzen und sich auf Unkosten der Armen mästen und für ihre Bäuche sorgen, dafür aber Tausende in der tiefsten Armut hilflos verschmachten. Denn wo ist der weise Hauptmann, der für sie sorgete und ihnen Arbeit und Brot gäbe in einem oder dem andern Erwerbszweige? Sehet, dieser ist nicht da in gar manchen Zweigen, und somit ist auch alles andere nicht da! Es gibt zwar nun wohl auch noch gewisse Hauptleute, die den verschiedenen Zweigen vorstehen, aber nicht fürs Volk, sondern für sich, und sie sind darum nur Diebe und Räuber und keine rechten Hauptleute wie zu den Zeiten Meiner Richter.
(jl.ev07.175,14) Ihr habt nun gesehen, wie das äußere und innere Wohl der Menschen einer großen Gemeinde von den Hauptleitern in den verschiedenen Bedürfniszweigen abhängt; aber von wem hängt denn in einem Lande, das von einem Fürsten oder Könige regiert wird, eine rechte Aufstellung der besprochenen Hauptleute in einer großen Menschengemeinde vor allem ab? Sehet, eben von einem weisen Könige!«
Chaos und Revolten als Weckmittel für atheistische und geistig-träge Systeme (Jes.03,04 -12; jl.ev07.175,15-18; jl.ev07.176,01-05a) (jl.ev07.175,15) »Was sagt aber unser Prophet da, was der Herr den trägen, gottvergessenen Gemeinden noch tun wird?
(jl.ev07.175,16) Höret, seine Worte lauten ferner also:
(jes.03,04) Ich, spricht der Herr, will ihnen Jünglinge zu Fürsten geben, und Kindische sollen über sie herrschen!
(jes.03,05) Und das Volk wird Schinderei treiben, ein Mensch wider den andern, ein jeglicher sogar wider seinen Nächsten, und der Junge wird sich stolz erheben über den Alten und ein loser, betrügerischer Mann über den Ehrlichen!«
(jl.ev07.175,17) Die Worte des Propheten sind hier für sich so klar und wahr, daß sie keiner weiteren Erklärung bedürfen; nur auf die großen und offenbar bösesten Folgen kann Ich euch aufmerksam machen, obschon sie auch leicht von selbst zu finden sind. Wenn bei einem solchen Wirrwarr in einem Lande einmal alle Lebensverhältnisse in die größte Unordnung geraten und durch die Not alle Menschen einer Gemeinde in die größte Unzufriedenheit gesetzt werden, dann gibt es denn auch eine schonungslose Empörung über die andere. Das Volk erwacht und steht auf und treibt Fürsten und die selbstsüchtigen Hauptleute in die Flucht oder erwürgt sie gar. Und da ist es, wo man sagt: "Ein Volk zieht wider das andere."
(jl.ev07.175,18) Denn der Mensch vermöge seiner trägen Beschaffenheit läßt sich so lange noch allen Druck gefallen, wie er in seiner Blindheit noch seinen Magen mit einer noch so mageren Kost füllen kann; wenn aber einmal auch diese aufhört und er nichts als den Hungertod vor seinen Augen hat, dann erwacht er sicher und wird zu einer hungerwütenden Hyäne. Und bis dahin muß es kommen, damit die Menschheit zum Erwachen kommt.
(jl.ev07.176,01) Nun aber ist alles zerstört und niedergemacht. Wem nur irgendeine Schuld gegeben werden kann, daß er durch seine unbarmherzige Selbstsucht auch zum allgemeinen Völkerunglück beigetragen hat, der fällt als ein leider trauriges Opfer der allgemeinen Volksrache. Aber was dann? Die Menschen haben nun keinen, gar keinen, weder einen guten noch einen bösen Führer mehr. Sie befinden sich in der vollendetsten Anarchie, in der am Ende ein jeder tun kann, was er will; ein anderer, Stärkerer, kann ihn aber auch strafen nach seiner Herzenslust.
(jl.ev07.176,02) Da treten dann die Weiseren zusammen und sagen: "So geht es nicht, und so kann es auch nicht bleiben! Wir Weiseren und Mächtigeren wollen uns einverstehen und das Volk dahin stimmen, daß es mit uns wähle ein weises Oberhaupt. Und es ist ein Großhaus, das zwei Brüder von mancher anerkannten Erfahrung innehabe!" Was geschieht da und dann? Der Prophet soll es uns ganz getreulich sagen! Und was sagt da der Prophet?
(jl.ev07.176,03) Höret! Er sagt:
(jes.03,06) Dann wird einer seinen Bruder aus seines Bruders Hause ergreifen und sagen: "Du hast Kleider (Kenntnisse und Erfahrungen), sei unser Fürst und hilf du diesem Umfalle!"
(jes.03,07) Er aber wird zu der Zeit sagen und schwören: "Höret, ich bin kein Arzt, und es ist weder Brot (Glaubens-Gutes) noch Kleid (Glaubens-Wahres) in meinem Hause! Setzet mich darum nicht zum Fürsten im Volke!"
(jes.03,08) Denn Jerusalem ist reif und fällt dahin, und Juda (die späte Zeit) liegt ebenfalls da; denn ihre Zunge und ihr Tun ist wider den Herrn, indem sie den Augen Seiner Majestät (dem Lichte Seiner Weisheit) widerstreben.
(jes.03,09) Es ist das vor aller Welt offen und kundig. Ihr Wesen hat kein Hehl; denn sie rühmen ihre Sünde wie zu Sodom und Gomorra und sind frech und verbergen sich sogar nicht. Wehe ihrer Seele; denn damit bringen sie sich selbst in alles Unglück!"
(jl.ev07.176,04) Aber der gewählte Fürst, der allenfalls auch Ich Selbst sein könnte, sagt weiter:
(jes.03,10) "Gehet und prediget zuvor den Gerechten, daß sie gut werden, und sie werden dann die Frucht ihrer Werke essen!
(jes.03,11) Wehe aber den Trägen und Gottlosen; denn sie sind allzeit böse, und es wird ihnen vergolten werden nach ihren Werken, und wie sie es verdient haben!
(jes.03,12) Höret, darum sind Kinder Fürsten Meines Volkes, und sogar Weiber herrschen über sie. Mein Volk, deine (falschen) Tröster verführen dich (siehe Rom!) und zerstören den Weg, den du gehen sollst!"
(jl.ev07.176,05a; jes.03,13) Aber der Herr steht da, zu rechten, und ist (nun) aufgetreten, die Völker zu richten.«
Art des Gerichts über Klerus und Christheidentum (Jes.03,14 -27; jl.ev07.176,06-11) (jes.03,14) »Und der Herr kommt zu Gerichte mit den Ältesten Seines Volkes (die Schrift) und mit Seinen Fürsten (die Erweckten in der jüngeren Zeit); denn ihr (Pharisäer und Römer) habt den Weinberg verderbt, und der Raub von den Armen ist in eurem Hause.
(jl.ev07.176,06; jes.03,15) Warum zertretet ihr Mein Volk, und warum zerschlaget ihr noch mehr die Person der Elenden? Also spricht (nun) voll des höchsten Ernstes der Herr.
(jl.ev07.176,07) Und der Herr spricht weiter:
(jes.03,16) "Darum, daß die Töchter Zions (die falschen Lehren der Hure Babels) stolz sind und gehen mit aufgerichtetem Halse und mit geschminkten Angesichtern, treten (übermütig) stolz einher, schwänzen (gleich einem hungrigen Hunde) und tragen gar köstliche Schuhe an ihren Füßen,
(jes.03,17) darum wird der Herr die Scheitel der Töchter Zions kahl machen (den Verstand nehmen), und Er wird darin noch ihr einziges und bestes Geschmeide wegnehmen.
(jl.ev07.176,08; jes.03,18) Zu jener Zeit wird der Herr ihnen auch wegnehmen den Schmuck an den köstlichen Schuhen (die Blindgläubigen), und die Hefte (treuen Anhänger) und die Spangen (die verschiedenen Orden),
(jes.03,19) die Ketten, Armspangen
(jes.03,20) und die Hauben (als das abergläubische Zunftwesen), die Flitter, die Gebräme, all die Goldschnürlein, Bisamäpfel, die Ohrenspangen,
(jes.03,21) die Ringe und Haarbänder,
(jes.03,22) die Feierkleider, die Mäntel, die Schleier und die (großen) Beutel,
(jes.03,23) die Spiegel, die Koller, die Borten und die Kittel (alles die glänzende Zeremonie der Hure Babels).
(jes.03,24) Da wird dann Gestank für den guten Geruch werden, ein loses Band für den guten Gürtel, eine Glatze für ein krauses Haar (Schlangenklugheit der Hure Babels), und für einen weiten Mantel wird ihr werden ein enger Sack; und solches alles wird ihr werden an der Stelle ihrer vermeinten Schöne.
(jl.ev07.176,09; jes.03,25) Dein Pöbel wird durch das Schwert fallen, und deine Krieger im Streite.
(jes.03,26) Und ihre Tore werden trauern und klagen (weil niemand mehr durch sie wird gehen wollen), und sie wird jämmerlich sitzen auf der Erde.
(jes.04,01) Es werden aber in jener Zeit die Kriege die Männer so rar machen, daß dann sieben Weiber einen Mann ergreifen werden (oder aus den sieben Sakramenten wird nur eins werden) und sprechen werden: Wir wollen uns selbst nähren und kleiden, laß uns aber nur nach deinem Namen heißen, auf daß unsere Schmach von uns genommen werde!"
(jl.ev07.176,10) Und sehet nun, meine Freunde: Was der Prophet da gesagt hat, das wird so gewiß in Erfüllung gehen, als wie gewiß und wahr Ich euch das nun Selbst erläutert habe. Denn die Menschen können für eine größere Länge der Zeit die Wahrheit nicht ertragen, werden müde und versinken allzeit wieder in ihre alte, Gericht und Tod bringende Trägheit, und es läßt sich dann wahrlich nichts anderes tun, als durch die äußersten Mittel die Menschen wieder zu erwecken und sie wieder in die alte Tätigkeit auf den Wegen und Steigen des Lichtes und Lebens zu versetzen.
(jl.ev07.176,11) Darum sage Ich es euch nun noch einmal: Warnet die Menschen vor allem vor der geistigen Trägheit; denn mit ihr treten dann alle die Übel ein, von denen der Prophet geredet hat, und Ich muß sie leider zulassen! ...«
Vorhersagen und Beschreibung von Roms Untergang
Mangelnde Umkehrbereitschaft des Vatikans und seiner Verbündeten (offb.18,07-08; jl.ev07.094,08; jl.ev10.030,01) (offb.18,07)(Die Johannes-Offenbarung weist auf kirchlich-geistigen Hochmut als Ursache ihres Niederganges hin:) "Denn sie (Hure Babel=Papsttum, d. Hg.) spricht in ihrem Herzen: Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und Traurigkeit werde ich nicht sehen.
(offb.18,08) Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen: Tod und Trauer und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist der Herr, Gott, der sie gerichtet hat."
(jl.ev07.094,08) (Jesu Beurteilung der kath. Kirche:) »Rom ist und wird Babel, eine Welthure bleiben trotz aller Übel, die auch über sie kommen werden, obwohl es in ihr auch gar viele und eifrige Nachfolger Meiner Lehre geben wird.«
(jl.ev10.030,01) »...Von einem freien, guten Willen gegen die Völker ist bei den alten (mit Rom verbündeten) Machthabern noch sehr verzweifelt wenig vorhanden. Was sie nun zugunsten der Völker tun, dazu drängen die Umstände. Könnten sie diese durch irgendein für sie günstiges Mittel sich vom Halse schaffen, so würden sie ihren Völkern gleich andere, und das sehr traurige Lieder vorzusingen anfangen, und die Menschen müßten von neuem nach den alten spanischen Inquisitionspfeifen zu tanzen anfangen, was sich sicher niemand mehr wünschen wird.«
Ist Rettung des Papsttums noch zu erwarten? (jl.ev10.028,03; jl.him2.194,09-10; jl.ev10.026,11; jer.51,53; obd.4; jer.51,08-09) Bibel und Neuoffenbarungen Lorbers zeigen deutlich, daß seitens der entarteten Kirchen keine grundlegenden Änderungen zu erwarten sind:
(jl.ev10.028,03) (Jesus:) »... Ich will einmal ein Ende der lange angedauert habenden Buhlerei Babels. Von nun an soll alles neu und anders werden, und Mein Wort, das Ich zu den Aposteln und gar vielen andern Menschen geredet habe, muß nun in neuer Kraft und Macht erstehen und dann bis ans Ende der Zeiten dieser Erde währen, und alle sollen sich sonnen und wärmen im Lichte Meiner Lehre aus den Himmeln, und es sollen wieder, wie es in der Urzeit war, Meine wahren Bekenner und Liebhaber in einer steten wohlfühlbaren Gemeinschaft mit Meinen Engeln, und also auch mit Mir Selbst stehen von der Wiege an bis zum Grabe.«
jer.51,53) (Jeremias:) "Wenn auch Babel bis zum Himmel hinaufstiege und seine starke Höhe unersteigbar machte, so würden ihm von mir her (doch) Verwüster kommen, spricht der HERR."
(jl.him2.194,09) (Jesu Deutung des Propheten Obadja, Kap.4 bzgl. der kath. Kirche:) "Wenn du denn gleich in die Höhe führest wie ein Adler und machtest dein Nest zwischen den Sternen - dennoch will Ich dich von dannen herunterstürzen, spricht der Herr!"
(jl.him2.194,10) »Ich dein Herr und dein Gott donnere dir nun in dein lange schon verstopftes Ohr und in dein zum Steine verstocktes und verhärtetes Herz von allen Seiten her: Wenn du nun dich auch zum Scheine erheben möchtest durch allerlei Künste und möchtest auch Licht predigen und in alle Duldung übergehen und aufgeben all dein scharf sehendes Richteramt und möchtest auch zusammenziehen alle Weisen aus Mir und möchtest dir erbauen eine Wohnung unter ihnen im Bereiche Meines Gnadenlichtes - so werde Ich dich dennoch, deiner alten Hurerei willen, ergreifen und hinabschleudern in die Tiefe deines Unflates. Tue, was du willst, Ich will dich aber nimmer ansehen in deiner Art und will dich nimmer erkennen in deinem Gewande, und dein Nest soll eine zeugende Lagerstätte deiner Hurerei verbleiben! - Also donnere Ich, dein Gott und dein Herr!«
(jl.ev10.026,11) »Was der Prophet Hesekiel im 4. Kapitel von der Bestrafung Israels und Jerusalems weissagt, das gilt jetzt allem falschen Prophetentum: es soll, wird und muß ausgerottet werden.«
(jer.51,08) »Plötzlich ist Babel gefallen und zertrümmert. Jammert über es! Holt Balsam für seinen Schmerz! Vielleicht wird es geheilt werden!
(jer.51,09) Wir haben Babel heilen wollen, aber es war nicht zu heilen. Verlaßt es und laßt uns jeder in sein Land ziehen! Denn sein Gericht reicht bis an den Himmel und erhebt sich bis zu den Wolken.«
Untergang des Papsttums nach höchstem Triumph und Macht (jl.him2.145,01-07) (jl.him2.145,01) (Jesus:) »... Brudersinn und reines Christentum ist überall verbannt. Der Unterschied liegt nur im Mehr oder Weniger. Daß aber im Verlaufe von zwei Jahren (Niederschrift Lorbers am 16.11.1842, d.Hg.) bei euch im Lande (Österreich, d.Hg.) dem Lichte (Wahrheit, d. Hg.) die stärksten Fesseln angelegt werden, das könnet ihr mit großer Sicherheit annehmen. Denn der 'Drache' hat schon mehrere 'Häupter und Hörner' über den Erdboden gehoben!
(jl.him2.145,02) Bald werdet ihr es erleben, daß man das Toleranz-Patent nebst allen staatskirchlichen Gesetzen nach Rom zur Zensur schicken und, aus lauter Nächstenliebe und aus reinstem - Christensinne! - Was da gestrichen wird, braucht keiner weiteren Erörterung! - Das aber wird der sogenannte 'Triumph der Kirche' sein - und bald darauf aber auch ihr Ende! (Zensur von Büchern und Unfehlbarkeitsdogma des Papstes waren die letzten großen 'Triumphe' des Papsttums, seitdem sinkt seine Macht unaufhaltsam, d.Hg.)
(jl.him2.145,03) Solches aber muß auch geschehen. Denn käme der Drache nicht zum Steigen, so wäre auch sein endlicher Fall nicht möglich. Er wird zwar steigen, aber mit Fesseln angetan, und wird daher nur, wo es ihm zugelassen wird, verheerend wirken.
(jl.him2.145,04) Eure Lande werden ihn verkosten. Wann er mächtig wird, wird er nicht schonen der Großen und der Kleinen! - Es muß aber das Volk ja von oben bis unten noch einmal auf das empfindlichste gewitzigt und gezüchtigt werden, da es Mich allzeit verabschiedet hat, so oft Ich es freundlichst heimgesucht habe!
(jl.him2.145,05) Es soll einmal den wahren Segen Roms verkosten, da ihm der Meine nicht munden wollte! In seinem Blute soll es empfinden den Unterschied zwischen Meinem Evangelium und dem der großen Babelstadt! - Wann solches der Fall sein wird und jeder die Zeiten des Engelkaisers Joseph und ein reines Evangelium mit den Waffen in der Hand laut wieder herbeirufen wird - dann auch wird es erst an der Zeit sein, eine höhere Hilfe und Blitze vom Himmel zu senden.
(jl.him2.145,06) So aber ein Volk, durch so viele bittere Erfahrungen zu öfteren Malen geweckt, noch immer schlafen kann im tiefsten Schlamme aller möglichen Hurerei, saget, wodurch allein kann es geweckt werden? - Ich sage: Durch nichts als durch einen allerderbsten Knallstoß!
(jl.him2.145,07) Dieser aber wird soeben vor- und zubereitet...«
Übertreibungen des Papsttums als Auslösefaktor des Untergangs (jl.ev10.028,09) (jl.ev10.028,09) (Jesus:) »... Laß die Pfaffen nur treiben das volksaussaugende Spiel; laß das noch blinde Volk nur wallfahrten gehen, teure Messen zahlen; laß es beichten, kirchenlaufen, überteure Kondukte (bezahlte Totenmessen) für ihre Verstorbenen machen; laß die Pfaffen erbschleichen und teure Dispensen (Ausnahmeerlaubnisse von Kirchengesetzen, d.Hg.) und Ablässe verkaufen; kurz, laß die Babylonier es noch ärger treiben, dann wird auch der Blindeste bald zur Besinnung kommen und sagen: "Nein, an solch einer Religion muß wahrlich nichts als ein purer Betrug sein, weil eben diejenigen, die am meisten von der reinen Wahrheit der Lehre Christi überzeugt sein und danach handeln sollten, selbst durch ihre Taten zeigen, daß sie selbst auf die ganze Lehre gar nichts halten, an keinen Gott glauben und somit lauter falsche Propheten sind, die für nichts anderes denn nur für ihren Bauch sorgen, die Menschen durch allerlei Trug und, wo der nicht mehr genügt, auch durch eine Art vom Staate ihnen gewährten gesetzlichen Zwang (staatl. Kirchensteuer, d. Hg.) oft um ihr ganzes Hab und Gut bringen und von ihrem wahren Raube keiner durstigen Seele aus Liebe auch nur einen Trunk Wasser darreichen! Darum fort mit allen solchen falschen Propheten; fort mit den reißenden Wölfen in Schafpelzen, und fort mit all dem, womit sie so lange das arme, blinde Volk gequält, betrogen und beraubt haben; fort mit den Tempeln, Altären, Heiligenbildern, Reliquien, Glocken und allen eitlen und keinen geistigen Lebenswert habenden kirchlichen Utensilien! Wir wollen von nun an selbst die ganze Lehre Christi prüfen, sie uns von einem wahren, von Gott erleuchteten Lehrer erklären lassen und dann nach ihr leben und handeln, und der rechte Lehrer soll an unserm Tische nicht verhungern und verdursten und soll auch nicht nackt und barfuß einhergehen!"«
Erfindungen durch Wissenschaft und Künste als Wahrheitsbringer (jl.ev10.025,11-12; jl.ev06.151,11-14) (jl.ev10.025,11) (Jesus:) »Wie sträubte man sich gegen das Licht Meines hellen Wissenschaftsblitzes (Erkenntnisse und Wahrheiten durch die Forschung, d. Hg.), der vom Aufgange bis zum Niedergange alles, was auf Erden ist, von neuem hell zu erleuchten anfing, und das schon vor dreihundert Jahren, und dessen Licht nun stets heller und heller leuchtet, und das also, daß in dieser Zeit sogar die geheimsten und verborgensten Gemächer der einst so großen und mächtigen Hure Babels wie am hellsten Tage offen liegen!
(jl.ev10.025,12) Man fragt mit Recht und sagt: Ja, wie lange wird diese Hure Babels (Papsttum, d. Hg.) ihr Wesen noch treiben?
(jl.ev10.025,13) Und Ich sage: Welch eine kleinliche Frage! Siehe an das in aller Welt von Tag zu Tag stets heller und mächtiger werdende Licht Meines Blitzes! Wie kann sich neben den tausend, jetzt nur zu mathematisch erwiesenen und zum Gebrauch für alle Menschen frei und offen stehenden Wahrheiten aus allen Fächern der Wissenschaften und Künste der alte, babylonisch-heidnische, finstere Wunderquark, dessen Betrug bis in die kleinsten Fugen und Falten erleuchtet ist, noch halten?«
(jl.ev06.151,11) »...(Der Antichrist) wird sich auf eine Zeitlang eine große Macht aneignen und wird seine Feinde gar übel behandeln! Aber eben damit wird er sich selbst sein Gericht und seinen Untergang bereiten (Logische Konsequenzen der kath. Mißstände vertreiben die Kirchenmitglieder, d.Hg.).
(jl.ev06.151,12) Ich aber werde in derselben Zeit allerlei große Erfindungen von den Menschen machen lassen, die wie glühende Pfeile in des Drachen finstere Kammern dringen und seine elenden Trugkünste und seine falschen Wunderwerke gewaltig zerstören werden, und er wird wie nackt sogar zur Schande seiner glühendsten Anhänger dastehen, die sich bald in großen Scharen von ihm abwenden werden. (Die Kirchenaustritte nahmen in den letzten Jahre an Umfang erheblich zu, d.Hg.)
(jl.ev06.151,13) Darum sorget euch nicht, was aus dieser Meiner Lehre mit der Zeit wird; denn Ich allein weiß es, was da in dieser Welt alles zu geschehen hat, und was da zuzulassen ist, damit es dereinst auch in der blinden Welt lebenshelle wird!
(jl.ev06.151,14) Aber so schnell, wie ihr es meinet, geht das nicht; denn Ich allein kenne die Lebenselemente in dieser Erde und weiß auch am besten, was dazu gehört, um sie mit den Zeiten einem höheren Lebenslichte zuzuführen. Darum fraget nicht weiter und seid frohen Mutes!«
Neue Seher und Propheten als Wahrheitsbringer und Strafvollstrecker Ev08.186,01] »Eine dritte Art (Läuterungs-)Feuer aber wird darin bestehen, daß Ich schon etliche hundert Jahre vorher stets heller erleuchtete Seher und Propheten und Knechte erwecken werde, die in Meinem Namen die Völker allerorten ebenso klar und wahr über alles belehren und dadurch befreien werden von allerlei Trug und Lüge, die sich durch die falschen Propheten und Priester sogar in Meinem Namen den Weg bahnen werden zu ihrem Untergange - und damit den bösen Anfang in nicht gar zu langer Zeit beginnen werden und hie und da schon in dieser Meiner Zeit begonnen haben.
Ev08.186,02] Diese werden falsche Zeichen und Wunder gleich den heidnischen Priestern tun und werden viele Menschen verführen und sich dabei große irdische Schätze, Reichtümer, Macht und ein großes Ansehen bereiten; aber durch das dritte Feuer und sein hellstes Licht werden sie um alles kommen und völlig zugrunde gerichtet werden. Und die Könige und Fürsten, die ihnen werden helfen wollen, werden dabei um alle ihre Macht, um ihr Vermögen und um ihre Throne kommen; denn Ich werde da Meine Könige und Heerführer wider sie erwecken und ihnen den Sieg verleihen, und so wird die alte Nacht der Hölle und ihrer Boten auf der Erde unter den Menschen ein Ende nehmen.
Ev08.186,03] Wie aber diese Nacht nun in der heidnischen, blinden und sinnlosen Zeremonie, die man Gottesdienst nennt, besteht, so wird sie auch in jenen Zeiten bestehen, aber durch die dritte Art des Feuers aus den Himmeln gänzlich zerstört und vernichtet werden! Denn die Lüge wird den Kampf mit dem Lichte der Wahrheit aus den Himmeln ebensowenig siegreich zu bestehen imstande sein, wie die natürliche Nacht der aufgegangenen Sonne Trotz bieten kann! Sie muß fliehen in ihre finsteren Höhlen und Tiefen, und die einmal im Lichte stehen, werden die Nacht nicht mehr aufsuchen gehen.«
Machtverlust des Papsttums bei Regierungen (jl.ev10.025,14-16; jl.ev10.026,01; jl.ev08.047,15-16; jl.him2.197,30) (jl.ev10.025,14) (Jesus:) »Solange noch einige alte und aus der früheren Zeit irgend noch sehr verdummte, abergläubische Weiber und einige gleisnerische, sogenannte Betbrüder noch leben und sich von den Pfaffen einen blauen Dunst vormachen lassen, und solange jene Herrscher noch irgend einige Mittel besitzen, den Thron der Hure Babels zu schirmen, - was aber nur eine ganz kurze Zeit noch andauern kann und wird, da schon dafür gesorgt wird, daß derlei Herrschern die Mittel benommen werden, wie sie schon vielen benommen worden sind, und die nun ohne Land und Volk zusehen müssen, wie ihre alten Arbeiten, Mühen und finsteren Werke in Rauch und Dampf aufgehen!
(jl.ev10.025,15) Sage: Kann irgend die Nacht an der Erde ihre Herrschaft ausüben, wo die Sonne bereits schon hoch über dem Horizonte steht? Also ist es auch nun schon an der Erde! Das Licht (Wahrheit über das Treiben des Papsttums, d.Hg.) ist zu mächtig geworden, und die ehedem aller Finsternis - ihrer Throne und ihres unbeschreibbaren Wohllebens wegen - so sehr huldigenden Machthaber fangen an, in der unbesiegbaren Macht dieses Lichtes ihre große Ohnmacht einzusehen, und müssen nun, so sie bestehen wollen, dem ihnen ehemals so verhaßten Lichte ein freundliches Gesicht zu machen beginnen; und wollen sie wieder so ganz unvermerkt in die alte Finsternis einlenken, so erkennt es das Volk und versagt ihnen den Gehorsam und treibt sie bald in große Verlegenheiten und - wie nun schon viele Beispiele zeigen - auch von ihren Herrscherthronen.
(jl.ev10.025,16) Meinem Willen läßt sich kein Trotz bieten! Ich lasse zwar den Menschen gleichfort ihren ganz freien Willen im Besonderen; aber im Allgemeinen bin Ich der Herr und nehme keine Rücksicht vor den Mächtigen dieser Erde! Die Zeit des Lichtes ist einmal da und kann durch keine irdische Menschenmacht mehr aufgehalten werden.«
(jl.ev10.026,01) »Es ist nun auch die Zeit des gewissen Ecksteines (Jesus, d.Hg.) gekommen, den die Bauleute, die von Babel (Rom, d.Hg.) hauptsächlich, verworfen haben. Wer nun an diesen Baustein stoßen wird, der wird sich zerschellen, und über den der Baustein herfallen wird, der wird zermalmt werden, wie es nun bald und sehr bald allen geschehen wird, die den Eckstein hintansetzen und der Hure Babels huldigen wollen. Oh, wie sehr werden die in Kürze heulen und wehklagen; aber der verworfene Eckstein wird ihnen keine Hilfe bringen!« (vgl. ps.118,22; mt.21,42; mk.12,10; lk.20,17; apg.04,11)
(jl.ev08.047,15) (Vorhersage Jesu zu seiner Erdenzeit über den langsamen Untergang der weltlichen Macht des Papsttums:) »Und siehe, es sammeln viele Könige, die sich zuvor noch vor dem, der auf dem Throne sitzt, tiefst verneigt hatten, ihre Kriegsscharen und ziehen gegen ihn! Seht, das gibt einen erbitterten Kampf, und es sinkt sein erhabener Thron schon sehr bedeutend tief ganz zur Stadt herab, und ihr sehet nur etliche Könige, die sich, so pro forma nur, vor ihm verneigen, während aber von den vielen andern von ihm abgefallenen Königen nun gar viele Pfeile und Blitze auf ihn zurückgesandt werden. Aber nun ist von ihm beinahe gar nichts mehr zu sehen, und das wird geschehen schon nach 1000 bis 1500 bis 1600 und 1700 Jahren. (Hauptsächlich durch die Reformation Luthers und die daran anschließenden Glaubenskriege, d. Hg.)
(jl.ev08.047,16) Aber nun sehet abermals hin! Sehet, er macht Versuche, sich abermals zu erheben, umgeben mit schwarzen Rotten, und einige Könige reichen ihm die Hände, um ihm zu helfen; aber sehet, die das tun, die werden alsbald ganz ohnmächtig, und ihre Völker reißen ihnen die Kronen vom Haupte und geben sie den starken Königen! Und sehet! Nun sinkt sein Thron, und die starken Könige eilen herbei und zerteilen ihn in mehrere Teile, und so geht für ihn nun alle seine Macht, Höhe und Größe unter! (Zerteilung der Ländereien anläßlich der Säkularisation durch Napoleon, d. Hg.) Wohl schleudert er noch Pfeile und matte Blitze um sich, aber sie beschädigen niemanden mehr; denn die allermeisten kehren auf ihn selbst zurück und verwunden ihn und seine matten und finsteren Horden.«
(jl.him2.197,30) (Jesu Auslegung des Propheten Obadja, Kap.14:) »Wenn du dich an die Wege stellen möchtest, um in dein Netz zu fangen die Schwachen Meiner Bekenner, da wird dir solches nicht zugelassen werden! Und wirst du dich an die Höfe der Könige wenden, da sollst du abgewiesen werden in deinen verräterischen Forderungen zur Zeit der Umwandlung Meiner Bekenner!«
Verfall und Schrumpfung des Papsttums zur Bedeutungslosigkeit (jl.ev06.151,12; jl.him2.196,24) (jl.ev06.151,12) (Jesus:) »Ich aber werde in derselben Zeit allerlei große Erfindungen von den Menschen machen lassen, die wie glühende Pfeile in des Drachen finstere Kammern dringen und seine elenden Trugkünste und seine falschen Wunderwerke gewaltig zerstören werden, und er wird wie nackt sogar zur Schande seiner glühendsten Anhänger dastehen, die sich bald in großen Scharen von ihm abwenden werden.«
(jl.him2.196,24) (obd.11 Auslegung:) »Du warst allezeit gleich den ärgsten Heiden. Wenn du auch gewaltig gegen sie kämpftest, da sie Mein Wort zertraten und an dessen Stelle das finstere Heidentum einsetzten und über Mein Wort gleich Tigern herfielen, so bist du aber dennoch, im Besitze Meines Wortes, nicht nur ihnen völlig gleich, sondern ärger um vieles als sie. - Ich aber sage dir: Eben darum sollst du in deiner Wirkung ausgerottet werden ewiglich! Deine Bekenner sollst du an den Fingern zählen und sollst schuldig werden aller Welt!« (Vorhersage massenhafter weltweiter Kirchenaustritte, d.Hg.)
Roms Untergang nach Apokalypse 16,12 -16 (Ausgießen der Schale durch sechsten Engel) Him2.270,04] Joh.16,12 "Dieser Engel goß seine Schale über den ganzen Strom Euphrat aus. Und dessen Wasser vertrocknete, auf daß da bereitet würde der Weg den Königen vom Aufgang der Sonne."
Him2.270,05] »Der 'Engel' ist mein Wille. Und die Schale ist Meine Erbarmung. Und was 'ausgegossen' wird ist meine Gnade.
Him2.270,06] Der große 'Strom Euphrat' ist das Falsche und Böse der Welt, das die große Hure Babels oder der eigentliche Widerchrist angerichtet hat unter allen Völkern der Erde und das da völlig gleicht dem großen Gebirgsstrome Asiens, der da zu öfteren Malen anschwillt, seine Ufer nicht selten mehrere Ellen hoch überflutet und die größten Verheerungen anrichtet und so das Land auf vielen Stellen versandet und zur öden Wüste macht.
Him2.270,07] Und wie dieser Naturstrom böse wirkt, also wirkt auch der arge geistige Strom, der von dem Munde der Hure ausgeht, Böses und Falsches im Lande des Geistes.
Him2.270,08] Über diesen bösen geistigen Strom also gießt der sechste Engel die Schale aus, daß er vertrockne und dann die rechten 'Könige vom Aufgange der Sonne' wieder zu den Völkern der Erde gelangen möchten und nun auch gelangen werden. Diese 'Könige' aber besagen die rechten und lebendigen Erkenntnisse aus dem Wort.
Him2.271,09] Wird aber der 'Drache' oder die ,Hure' damit wohl zufrieden sein, so ihr Hauptstrom vertrocknen wird, wenn ihr Gericht, ihr Einfluß bei den Großen der Welt geschmälert, ja endlich ganz versiegen wird, wenn ihr Machtspruch unter den geweckten Völkern der Erde von der Wirkung sein wird wie das nächtliche Gesumse einer Gelse (Mücke)?
Him2.271,10] O, damit wird der 'Drache' nicht zufrieden sein! Er wird sich gar gewaltig ärgern und wird seine falschen Propheten aussenden, wie er selbst einer ist im vollsten Sinne. Und diese werden sein gleich drei 'Fröschen', die zur Nachtzeit ganz gewaltig in den Sümpfen und Morästen quaken.
Him2.271,11] Wer wohl sind so ganz eigentlich die 'Frösche', diese 'unreinen Geister', diese echten 'Teufel'? Ich brauche sie dir nicht namentlich aufzuführen, aber bezeichnen will Ich sie dir, daß du sie leicht erkennen wirst.
Him2.271,12] Siehe, die 'Frösche' sind die drei Hauptgesellschaften unter dem Szepter der Hure, die da in der Zeit sich überall hervortun und Demut, Entsagung und die allerstrengste Buße predigen und rufen die 'Könige' und die großen um Aufnahme und Beistand an, auf daß sie dann leichter herrschen möchten über alle Kreaturen der Erde. Denn demütige, allem entsagende und somit büßende Völker sind leicht zu regieren und gewähren den Herrschern die größten Vorteile!
Him2.271,13] Aber eben diese drei Gesellschaften sind selbst die herrschsüchtigsten und sind vorzugsweise der 'Strom Euphrat', über den nun die Schale ausgegossen wird.
Him2.271,14] Sie rüsten sich wohl zum 'Kampfe am Tage Gottes'. Ich aber werde sie alle versammeln im Orte der ewigen Nacht, 'Harmageddon'. Und Mein Tag wird sie verschlingen auf immer also wie er die Diener des Zeus verschlungen hat.
Him2.271,15] Dieser große Tag aber ist schon da und breitet sich im verborgenen aus und kommt heimlich wie ein Dieb.
Him2.271,16] Wohl euch, die ihr ihn erkannt habt und euch schon lange sonnt an seinen lebendigen Strahlen.
Him2.271,17] Wehe aber denen, die dieser Tag unvorbereitet treffen wird! Wahrlich, die Tiefe des Meeres mit einem Mühlsteine am Halse wäre ihnen besser denn dieser Tag, der euch schon so helle leuchtet zum ewigen Leben!
Him2.271,18] Das ist der Sinn des 'sechsten Engels'! Verstehet ihn wohl! Amen.«
Wahrheitshunger nach Erkennen der Lügen und Betrügereien versetzt Papsttum den Todesstoß (jl.him2.275,04) (Jesus:) »Es hat aber diese Meine große, lebendige Gnadengabe (Offenbarungen durch Lorber) wohl die Bestimmung, in die Welt überzugehen, aber erst dann, wenn die verdorbene Welt den Hunger nach Meiner Mahlzeit (Wahrheit, d.Hg.) wieder bekommen wird!
(jl.him2.275,05) Den Hunger (nach Wahrheit, d.Hg.) aber bereitet nun die römische Kirche! - Wie aber? Durch ihre schlechte Mahlzeit (die vielen Lügen und Betrügereien, d. Hg.) und durch die eben durch diese Mahlzeit bewirkte Verschlechterung des seelischen Magens. Dieser wird dann eine Zeitlang jede Kost fliehen und dadurch in den gerechten Hunger gesetzt werden; dann aber mit gar großer Gier nach diesem Meinem wahren Himmelsbrote greifen und sich an ihm sättigen zum ewigen Leben.«
(jl.ev09.040,02) »Doch der allerärgste und allerfinsterste Zustand wird nicht lange währen, und es wird kommen, daß die falschen Lehrer und Propheten sich selbst am Ende den Todesstoß geben werden. Denn es wird da Mein Geist, das ist der Geist aller Wahrheit, unter den vielfach bedrängten Menschen wach werden, die Sonne des Lebens wird gewaltig zu leuchten beginnen, und die Nacht des Todes wird sinken in ihr altes Grab.«
Betrogene Gläubige und Abtrünnige als Rächer und Richter des Papsttums (jer.50,12; jl.ev11.238) (jer.50,12) (Prophet Jeremias:) »Sehr beschämt ist eure Mutter (Kirche), in ihrer Hoffnung getäuscht, eure Gebärerin. Siehe, es ist die letzte der Nationen, eine Wüste, eine Dürre und eine Steppe.« (Liebe, wahrer Glaube und Barmherzigkeit fehlen, d. Hg.)
(jl.ev11.238) (Jesus:) »... Aber lassen wir sie (kath. Kirche, d. Hg.) bei ihrer sogenannten 'triumphierenden Kirche'; sie haben dennoch ihre Häuser und Tempel nicht auf Felsen erbaut, und der große Sturm stehet vor der Türe, der ihnen zeigen wird, wie klug sie waren! - Wenn der Sturm aber kommen wird, da wird es viel Heulens und Zähneknirschens geben (vgl. mt.08,12; mt.13,42; mt.13,50; mt.22,13; mt.24,51; lk.13,28), und da wird es wohl heißen:
(jl.ev11.238) Wehe allen, die da die Flucht ergreifen wollen und suchen sich auf festen Felsen (vgl. offb.06,15) anzusiedeln. Denn wer da nicht haben wird, wie alle diese (Meine in Mir Klugen), dem wird auch genommen werden, was er hatte (vgl. mt.13,12; mt.25,29; mk.04,25; lk.08,18; lk.19,26), und sie werden nicht kommen zum Lichte (Wahrheit, d.Hg.), sondern durch Meinen Sturm hinausgestoßen werden in die äußerste Finsternis, und es wird daselbst dann noch mehr Heulens und Zähneknirschens (vgl. mt.08,12; mt.13,42; mt.13,50; mt.22,13 mt.24,51; lk.13,28) geben - oder mit andern Worten gesagt, noch mehr gegenseitige Verfolgungen und Verwünschungen. Die betrogenen Gläubigen werden über ihre 'Himmelsverschaffer' herfallen und sie durchaus nicht viel besser behandeln als ein grimmiger Feind seinen Gegenfeind. Denn ein Betrogener läßt sich den Betrug nur solange gefallen, als er noch so blind ist, den Betrug nicht einzusehen; merkt er aber einmal diesen, dann wehe dem Betrüger! - Und dieses Wehe steht nun knapp vor der Türe!! Der Scharfschützen (Wahrheitsverkünder und Kritiker, d. Hg.) gibt es schon eine große Menge, und sie werden ihr Ziel nicht verfehlen.«
Papsttum wird behandelt, wie es Ketzer und Heiden behandelte (ps.137,08; jer.50,15; offb.18,06; jl.him2.197,31-34) (ps.137,08) (Bibel:) "Tochter Babel, du Verwüsterin, wohl dem, der dir vergilt, was du uns angetan hast!"
(jer.50,15) (Proph. Jeremias:) "Übt Vergeltung an Babel, tut ihr, wie sie getan hat."
offb.18,06) "Vergeltet ihr, wie auch sie vergolten hat, und verdoppelt (es ihr) doppelt nach ihren Werken; in dem Kelch, den sie gemischt hat, mischet ihr doppe lt.
offb.18,07) Wieviel sie sich verherrlicht hat und üppig gewesen ist, soviel Qual und Trauer gebt ihr."
(jl.him2.197,31) (Auslegung von Prophet Obadja 15 durch Jesus:) "Denn der Tag des Herrn ist nahe über alle Heiden. Wie du getan hast, so soll dir wieder geschehen, und wie du verdient hast, so soll dir's wieder auf den Kopf kommen!"
(jl.him2.197,32) »Siehe, Mein Tag der Gnade, des Lichtes und der Liebe ist herangekommen über die Meinen; aber als ein Gerichtstag über alle Heiden und um so mehr noch über dich. (Papsttum, d. Hg.) Wie du es mit anderen getrieben hast, so sollen sie es nun treiben mit dir! Und dein lange schon wohlverdienter Lohn soll über dein Haupt kommen!«
(jl.him2.197,33) obd. 16) "Denn wie ihr auf Meinem heiligen Berge getrunken habt, so sollen alle Heiden täglich trinken! Ja, sie sollen's aussaugen und verschlingen, daß es sei, als wäre nie etwas dagewesen!"
(jl.him2.198,34) »Wie du aber deine Weltmacht auf Mein Wort fälschlich und arglistig gestützt hast und hast dir große Ehre, Gold und Edelsteine verschafft - desgleichen sollen nun deine 'Heiden' (irregeführte Gläubige) dir tun und sollen dich gleich Blutegeln aussaugen bis auf den letzten Lebenstropfen! Ja sie, die durch dich 'Heiden' geworden sind, sollen über dich von allen Seiten herfallen und dich völlig verschlingen, daß du darob sein sollst, als wärest du nie gewesen.« (ehemalige Katholiken sind also Haupt-Vollstrecker durch Aufklärung, d. Hg.)
Differenzierte Beschreibung des Machtverlustes und Untergangs des Papsttums, sofern Totalerneuerung unterbleibt
Abbau der Kirchenmacht durch Reformation, Aufklärung und Wissenschaft Ev10.025,11] »Wie sträubte man sich gegen das Licht Meines hellen Wissenschaftsblitzes, der vom Aufgange bis zum Niedergange alles, was auf Erden ist, von neuem hell zu erleuchten anfing, und das schon vor dreihundert Jahren, und dessen Licht nun stets heller und heller leuchtet, und das also, daß in dieser Zeit sogar die geheimsten und verborgensten Gemächer der einst so großen und mächtigen Hure Babels wie am hellsten Tage offen liegen!
Ev10.025,12] Man fragt mit Recht und sagt: Ja, wie lange wird diese Hure Babels ihr Wesen noch treiben?
Ev10.025,13] Und Ich sage: Welch eine kleinliche Frage! Siehe an das in aller Welt von Tag zu Tag stets heller und mächtiger werdende Licht Meines Blitzes! Wie kann sich neben den tausend, jetzt nur zu mathematisch erwiesenen und zum Gebrauch für alle Menschen frei und offen stehenden Wahrheiten aus allen Fächern der Wissenschaften und Künste der alte, babylonisch-heidnische, finstere Wunderquark, dessen Betrug bis in die kleinsten Fugen und Falten erleuchtet ist, noch halten?
Ev10.025,14] Solange noch einige alte und aus der früheren Zeit irgend noch sehr verdummte, abergläubische Weiber und einige gleisnerische, sogenannte Betbrüder noch leben und sich von den Pfaffen einen blauen Dunst vormachen lassen, und solange jene Herrscher noch irgend einige Mittel besitzen, den Thron der Hure Babels zu schirmen, - was aber nur eine ganz kurze Zeit noch andauern kann und wird, da schon dafür gesorgt wird, daß derlei Herrschern die Mittel benommen werden, wie sie schon vielen benommen worden sind, und die nun ohne Land und Volk zusehen müssen, wie ihre alten Arbeiten, Mühen und finsteren Werke in Rauch und Dampf aufgehen!
Ev10.025,15] Sage: Kann irgend die Nacht an der Erde ihre Herrschaft ausüben, wo die Sonne bereits schon hoch über dem Horizonte steht? Also ist es auch nun schon an der Erde! Das Licht ist zu mächtig geworden, und die ehedem aller Finsternis - ihrer Throne und ihres unbeschreibbaren Wohllebens wegen - so sehr huldigenden Machthaber fangen an, in der unbesiegbaren Macht dieses Lichtes ihre große Ohnmacht einzusehen, und müssen nun, so sie bestehen wollen, dem ihnen ehemals so verhaßten Lichte ein freundliches Gesicht zu machen beginnen; und wollen sie wieder so ganz unvermerkt in die alte Finsternis einlenken, so erkennt es das Volk und versagt ihnen den Gehorsam und treibt sie bald in große Verlegenheiten und - wie nun schon viele Beispiele zeigen - auch von ihren Herrscherthronen.
Evl0.025,16] Meinem Willen läßt sich kein Trotz bieten! Ich lasse zwar den Menschen gleichfort ihren ganz freien Willen im Besonderen; aber im Allgemeinen bin Ich der Herr und nehme keine Rücksicht vor den Mächtigen dieser Erde! Die Zeit des Lichtes ist einmal da und kann durch keine irdische Menschenmacht mehr aufgehalten werden.«
Machtverlust für kirchlich orientierte Herrscher; Entsprechung zwischen Papsttum und Vertreibung der Besessenheitsgeister in die Schweine (Mt.08,28-34; Mk.05,01-17; Lk.08,26-39) (jl.ev10.026,01)(Jesus:) »Es ist nun auch die Zeit des gewissen Ecksteines gekommen, den die Bauleute, die von Babel hauptsächlich, verworfen haben (vgl. ps.118,22; mt.21,42; mk.12,10; lk.20,17; apg.04,11). Wer nun an diesen Baustein stoßen wird, der wird sich zerschellen, und über den der Baustein herfallen wird, der wird zermalmt werden, wie es nun bald und sehr bald allen geschehen wird, die den Eckstein hintansetzen und der Hure Babels huldigen wollen. Oh, wie sehr werden die in Kürze heulen und wehklagen; aber der verworfene Eckstein wird ihnen keine Hilfe bringen!
(jl.ev10.026,02) Ich habe lange mit der größten Geduld dem Spiel der Schweine zugesehen, wie zu Meiner Erdenzeit die Schweinehirten zu Gadara ihren Schweinen (vgl. mt.08,28-34; mk.05,01-17; lk.08,26-39); da aber waren zwei Argstbesessene in den alten Basaltgräbern, denn Gadara war eine alte Gräberstadt.
(jl.ev10.026,03) Wem glichen die zwei mit Ketten und Stricken in den großen, alten Gräbern festgehaltenen Besessenen, die bei Meiner Ankunft die Ketten und Stricke zerrissen, zu Mir liefen und zu Mir sagten: "Was haben wir mit Dir vor der Zeit zu tun?" Siehe, diese zwei glichen dem gemeinen, alten Welt-Gewinngeiste, in dem eine Legion anderer arger Geister stecken!
(jl.ev10.026,04) Da aber diese Geister Meinen ernstesten Willen wohl erkannten, so baten sie Mich, ihnen zu gestatten, in die Säue zu fahren, und die zwei wurden frei und lobten Mich, obschon Mich die Gadarener nachher baten, sie zu verlassen, weil sie vor Mir eine große Furcht hatten. Und so werden in der Folge auch der rechte Weltgeist und sein Gewerbefleiß Mich loben, da er durch die Macht Meines Lichtes von der Legion seiner argen Selbstsuchtsgeister befreit worden ist, die wohl in ihre Schweine fuhren, aber mit denselben im Meere auch ihren Untergang fanden.
(jl.ev10.026,05) Unter die Zahl der Schweine aber gehören alle die ultramontanen Diener der Hure Babels durch ihre schmutzigsten und habsüchtigsten und herrschgierigsten Bestrebungen, die sie durch ihre Konkordate (Verträge zwischen Vatikan u. Staat) und Missionen, Breven (päpstliche Schreiben) und Bannflüche nur zu offen und laut kundgaben. Und das war eben schon seit den Zeiten der Herrschaft der Hure Babels über die Völker und ihre Könige der Zustand des Hineinfahrens der Legionen arger Geister in diese obbezeichneten Schweine, die sich darauf in das Meer zu stürzen anfingen, und in eben dieser Zeit am meisten, daher ihr voller Untergang auch ein sicherer ist.
(jl.ev10.026,06) Das Meer aber ist ihr Starrsinn, in der alten Finsternis zu verharren und das Licht, das Ich in allen Zweigen des Wissens und der Künste nun allen Menschen aus den Himmeln zufließen lasse, nach allen Seiten hin zu verfolgen und zu verfluchen. (Durch ihre eigensinnige Haltung ignorierte das Papsttum viele wissenschaftliche Erkenntnisse und Beweise und verlor daher sehr viel geistigen Einfluß, d. Hg.)
(jl.ev10.026,07) Siehe, das ist das Meer, in das die Schweine von den schon lange in sie gefahrenen argen Geistern getrieben werden, und in dem sie ihren sicheren Untergang finden!
(jl.ev10.026,08) Sie haben Meinem Urlichte aus den Himmeln eine Grube gegraben, um es darin vor den Augen der Menschen zu verbergen und sie in der Finsternis zu ihrem Weltnutzen zu erhalten; aber Ich machte das Licht frei, und nun stürzen sie in das von ihnen gegrabene Grab, in dem Mein Urhimmelslicht hätte ersticken und verderben sollen.« (Die Wahrheit wird zum Untergang des Papsttums den entscheidenden Beitrag liefern, d. Hg.)
Wie und wann das falsche Prophetentum des Papsttums durchschaut und verachtet wird (jl.ev10.026,09-16) (jl.ev10.026,09) (Jesus:) »So aber das nun (Niedergang des Papsttums durch Zunahme der Wahrheit, d. Hg.) vor aller Welt Augen und laut gewordenen Wünschen geschieht, so ist die Frage eitel, wann das geschehen werde.
(jl.ev10.026,10) Es ist leicht einzusehen, daß so etwas nicht in einem Moment geschehen kann, sowenig die Nacht urplötzlich dem vollen Tage weichen kann, sondern es muß in dieser Welt alles seine Zeit haben, und es kann kein Mensch von noch so großen Talenten und Fähigkeiten in einem Tage ein Gelehrter und ein Künstler werden, und keine Frucht eines Baumes wird plötzlich reif und genießbar. Aber so die Bäume im nahenden Frühjahr einmal saftig werden und die Knospen stark anzuschwellen beginnen, so ist das ja doch ein sicheres Zeichen, daß das warme Frühjahr und der segensreiche Sommer nahe herbeigekommen sind; einige dazwischen sich noch einschleichende Kleinfröste geben da keinen bedenklichen Ausschlag mehr.
(jl.ev10.026,11) Was der Prophet Hesekiel im 4. Kapitel von der Bestrafung Israels und Jerusalems weissagt, das gilt jetzt allem falschen Prophetentum: es soll, wird und muß ausgerottet werden(nicht die falschen Propheten als Person, sondern ihre Irrlehren sind damit gemeint!, d. Hg).
(jl.ev10.026,12) Worin aber das falsche Prophetentum besteht, und wer die Pharisäer der Jetztzeit sind, das braucht für keinen nur etwas hell denkenden Menschen näher bezeichnet zu werden; denn alle Welt kennt die alten Feinde des Lichtes, der Wahrheit und der Liebe aus Mir.
(jl.ev10.026,13) So Ich Selbst zu den Aposteln also geredet habe, daß sie niemanden richten, verdammen und verfluchen sollen, auf daß ihnen das nicht von Mir ausgehend widerfahre, - wer hat ihnen (dem kath. Klerus, d. Hg.) denn hernach das Recht erteilt, über die, welche, von Meinem Geiste angetrieben, die reine Wahrheit suchten und noch suchen, zu richten, sie zu verdammen und mit den erschrecklich-fürchterlichsten Bannflüchen zu belegen?! Darum werden sie selbst in jene Grube gestürzt werden, die sie für viele Millionen der unschuldigen Menschen gegraben haben (die Inquisition und Zwangsmissionierungen forderten Millionen Tote!, d. Hg.), und es werden darin ihre bösen Werke ebenso ohne alle Rücksicht und Erbarmung gerichtet werden und ihren Lohn überkommen.
(jl.ev10.026,14) Sieh hin in alle Weltteile, und du wirst finden, wie verhaßt das falsche Prophetentum der Hure Babels beinahe allen nur etwas besseren Völkern der Erde geworden ist, und wie ihre Sendlinge empfangen und geachtet werden! So sicher nicht, wie du das in den der Hure Babels servilen (dienenden) Sudelblättern liesest, sondern ganz anders. Nur bei ganz rohen und wilden Völkern können sie sich noch eine kurze Zeit halten. Wenn sie daselbst aber oft nur zu bald ihre hab- und herrschsüchtigen Tendenzen oder den Wolf unter ihren Schafspelzen merklich und leicht erkennbar sehen lassen, so ist es mit der Wirkung ihrer Sendung auch schon zu Ende, und sie können dann zusehen, wie sie mit heiler Haut davonkommen können.
(jl.ev10.026,15) Wie oft haben sie schon nach China und Japan, wo es viel Gold, Silber und andere Schätze gibt, ihre kecksten Sendlinge (Missionare, d. Hg.) geschickt! Solange diese ihre Schafspelze nicht hintanlegten, waren sie geduldet und hatten recht viele für die vorgebliche Himmelsfriedenslehre an sich gezogen; aber wie sie einmal - wie man zu sagen pflegt - warm wurden und ihnen ihre Schafspelze unleidlich wurden und sie zu meinen anfingen, daß sie nun schon in ihrer wahren, inneren Gestalt könnten zu schalten und zu walten anfangen, da wurden sie denn auch sogleich erkannt in allem, was sie eigentlich möchten, und man ergriff sie und gab ihnen den wohlverdienten Lohn.
(jl.ev10.026,16) Man sprach sie, so man in Babel die Nachricht von ihrem verdienten argen Lose Kunde erhielt, unter großem Pompe heilig, obschon Ich Selbst sagte und lehrte, daß nur Gott allein heilig ist. Aber Ich kann zu solchen Heiligen nur sagen: "Ich kenne euch nicht und habe euch nie erkannt; darum weichet von Mir (vgl. mt.07,23), und suchet euer Heil und euern Lohn nur bei denen, in deren Namen ihr gepredigt und gehandelt habt! Denn in Meinem Namen habt ihr niemals gepredigt und noch weniger gehandelt; denn ihr habt seit eurer Kindheit an niemand einen Akt jener wahren Nächstenliebe, die Ich gelehrt habe, ausgeübt, weil ihr an Mich noch nie geglaubt habt, sondern nur zu eurem Weltnutzen Meinen Namen (als 'christliche' Missionare, d.Hg.) mißbraucht, und so habt ihr von Mir aus auch keinen Lohn und keine Gnade zu erwarten. Gehet also zu jenen nun, denen ihr gedient habt, und verlanget von ihnen den Lohn!"«
Verarmung, Isolierung und Glaubwürdigkeitsverlust verhindern Roms äußeren Kampf um Macht (jl.ev10.027,01-07) (jl.ev10.027,01) (Jesus:) »Und so geschieht es nun auch schon in dieser We lt. In der sogenannten heiligen Stadt (Rom, d. Hg.) wimmelt es schon von allerlei heiligen Hungerleidern, und man weiß mit ihnen nicht mehr aus und ein, und wo man ihnen auf dieser Erde noch so ein kleines Paradieschen zuschanzen könnte, da man trotz aller Fluchandrohungen nicht viel über etliche sehr wenige wüste Quadratmeilen (Vatikanstaat, d. Hg.) hinaus mehr etwas gebieten kann. Denn weder die Könige geweckterer Völker, und noch weniger die Völker selbst lassen sich von der gewissen Seite her etwas gebieten.
(jl.ev10.027,02) Was bleibt solchen müßigen und hungrigen Heiligen denn nun übrig, als ihrer Heiligkeit den Rücken zu kehren und andere für sie ehedem unheilige Dienste zu suchen und zu nehmen, um als Heilige nicht verhungern zu müssen?
(jl.ev10.027,03) Du meinst da, daß auf die gegenwärtigen Verhältnisse sicher große Religionskriege folgen werden? Das würde wohl der Fall sein, so der gewisse Mann in Babel noch die einstige Macht über Könige und Völker besäße und der größte Teil der Menschen noch so dumm und finster wäre, wie er noch vor dreihundert Jahren war; aber der gegenwärtige Anhang des alten, einst so mächtigen Babels ist ein sehr kleiner geworden, und die Menschen sind durch Meinen Blitz (Wahrheiten durch Wissenschaften und Neuoffenbarungen, d. Hg.) schon zu aufgeklärt, und es glaubt selbst der einfachste Landmann mit seinem ganzen Hause nicht mehr, daß der Teufel die Dampfmaschinen auf dem Meere und auf dem Lande wegen einer ihm verschriebenen Seele in Bewegung setze, oder daß auf den Drähten der Telegraphen eben auch der Teufel hin- und herspringe und -hüpfe und den Großen und auch Kleinen von fernen Ländern und Orten die erwünschten Nachrichten bringe.
(jl.ev10.027,04) Wie viele gibt es wohl noch, die ernstlich an die sogenannten Wunderbilder glauben? Wo ist noch ein Land, in dem man noch die sogenannten Taschenkünstler als Zauberer verbrennt und die Leser der Bibel und anderer geistreicher Bücher und Schriften vor ein unerbittliches Inquisitionsgericht zieht und sie bis zum Tode quält? Welcher nur einigermaßen heller gebildete Mensch hält noch etwas auf einen gewissen Sündenablaß, auf alle die leeren und alles Geistes baren sogenannten gottesdienstlichen Zeremonien, aufs Weihwasser, auf den Weihrauch, auf die geweihten Bilder, auf die Glocken und Glöcklein, auf die Wachskerzen, Reliquien, Trauermessen und teuer zu bezahlenden Leichenbegängnisse, auf die Fast- und Normatage (hohe kath. Festtage, an denen öffentliche Lustbarkeiten verboten sind, d. Hg.) und noch auf vieles dergleichen?
(jl.ev10.027,05) Man macht die Sachen des äußeren, aber auch schon sehr schwach gewordenen Gesetzes wegen wohl noch mit; aber daran glauben tun unter tausend kaum zehn mehr, und diese nicht mehr der Wahrheit nach, wie dies unter der vergangenen, finstersten Aberglaubenszeit leider der lange andauernde Fall war.
(jl.ev10.027,06) Wenn die Sachen nun aber vor jedermanns Augen also und nicht anders stehen, wie läßt sich da an einen irgend großen und gar allgemeinen Religionskrieg nur von ferne hin denken?
(jl.ev10.027,07) Der wahren Finsterlinge (blind-fanatische kath. Gläubige, d. Hg.) gibt es zu wenige, um sich wider die vielen Erleuchteten zu erheben, wenn sie das auch gerne möchten; und die Erleuchteten, so sie angegriffen würden, haben schon das sichere Bewußtsein in sich, daß sie stets und allzeit über die wenigen und völlig machtlosen Finsterlinge den Sieg davontragen werden.«
Abkehr vom Papst oder Machtverlust für Herrscher (jl.ev10.027,08-14) (jl.ev10.027,08) (Jesus:) »Aber es wird dessenungeachtet zu allerlei Kämpfen und Kleinkriegen zur Demütigung aller jener Machthaber kommen, die sich Meinem Lichte irgend in den Weg stellen werden wollen. Denn von nun an werde Ich mit allen solchen Machthabern keine Geduld und Rücksicht mehr haben. Das kannst du wohl glauben, da Ich Selbst dir solches verkünde.
(jl.ev10.027,09) Siehe an das Reich, in dem du (Lorber, d. Hg.) lebst (Österreich um 1862)! Es ist noch aus gewissen leicht zu erratenden Gründen, besonders von der machthaberischen Seite her, stark babylonisch gesinnt. Es soll nun nur alle seine Macht zusammenraffen und seinem 'Heiligen Vater' auf den alten Thron helfen, wenn es kann und mag.
(jl.ev10.027,10) Ja, wenn es noch eine Zeitlang wankt, seinen Völkern das zu gewähren, was von Mir aus Rechtens ist, da doch nach Meinem Worte jeden Menschen die reine Wahrheit, an die er sich allein zu halten hat, frei machen wird und nun muß, so wird es auch an dem Lose dessen teilnehmen, von dem es bis jetzt sein Heil erwartete! Der zu einer kräftigeren Hilfe allernötigsten Geldkräfte ist es bar; und vertraut es noch auf eine vermeintliche Hilfe von seiten eines sieben Male geweihten Altars und seines wundertätigen Bildes, so wird es auch jeder andern Kraft bald bar werden! Es betrachte nur die Folgen seines finstern Konkordats, und es wird ihm alles Ausland sagen: "Hast du jenem, uns allen verhaßten Feinde des Lichtes und der Nächstenliebe dich so treu verbunden, so ist mit dir kein Freundschaftsbund mehr zu flechten! Den du so sehr, aller andern deiner alten Freunde vergessend, begünstigt hast, daß du ihm mehr denn deine halbe Macht zum Genusse gabst zu deinem größten Nachteile, der helfe dir nun in deiner Not und Verlassenheit!"
(jl.ev10.027,11) Denke selbst nach, ob in deinem Lande die sicher höchst herben Folgen von einer solchen unüberlegten Tat nicht von allen Seiten laut also sprechen! Da heißt es, solch einen Fehler eiligst wieder gutmachen, sonst kommt der böse, todbringende, allgemeine Brand dazu.
(jl.ev10.027,12) Wo bei einem Hause alle Mittel stark zu fehlen anfangen, um es aufrechtzuerhalten, und seine Freunde und selbst besseren Hausgenossen ihm den Rücken zuwenden und von einer Aufrechterhaltung eines solchen altverwahrlosten Hauses nichts mehr hören und wissen wollen, - wie wird denn dann ein solches Haus noch fernerhin bestehen oder gar in seiner alten Weise noch weiter als ein irgend kräftiges bestehen können?
(jl.ev10.027,13) Ja, es kann sich kräftigen und von neuem bestandhaft werden; aber dazu gehört erstens ein unbeugsam fester Wille, alles Alte und Morsche hinwegzuschaffen, einen neuen, festen Grund zu legen und mit vielen und guten Bauleuten das ganze Haus schnell mitsamt dem festen Dache herzustellen, auf daß man dann allerorts sehe und sage: Siehe, nun hat dieses ehedem völlig wertlos gewordene Haus wieder einen rechten Wert, und man kann seinen Grundfesten, Gemächern und Dächern trauen!
(jl.ev10.027,14) Wenn die Sache also in Angriff genommen würde, so würde es an allerlei guten Freunden von außen und noch mehr von innen aus keinen Mangel haben; aber wer wird einem Hause je mehr ein Vertrauen schenken, von dem man nicht mehr weiß, von wem alles der Hausherr sich am Ende Gesetze vorschreiben lassen muß, um noch eine Weile als solcher zu scheinen?« (eine wirkliche Renovation des Papsttums ist daher unwahrscheinlich, d. Hg.)
Erfordernis totaler Abkehr vom Papsttum oder Isolation der Herrscher (jl.ev10.028,01-06) (jl.ev10.028,01) »Was nützt es, einen neuen Lappen Tuches (d.h. nur kleine Reformen, d. Hg.) auf einen alten, übermorschen Rock aufzuheften, auf daß er auf der gestopften Stelle die nackte Haut bedecke und vor dem Winde eine Zeitlang schütze; kommt dann aber ein kleiner Sturm nur, so reißt er mit aller Leichtigkeit den neuen Lappen vom alten, morschen Rocke und mit demselben auch noch einen Rockteil. Wer wird dann im Sturm die nackte Haut vor der Kälte schützen? Darum schaffe dir sogleich einen völlig neuen und starken Rock, solange dir noch dazu einige Mittel zu Gebote stehen, und verschwende sie nicht mit der Anschaffung neuer Lappen zur Ausstopfung des alten und übermorschen Rockes, das dir kein nütze ist, - und sollten dann auch irgendwelche Stürme kommen, so werden sie deiner Haut keinen Schaden mehr zuzufügen imstande sein!
(jl.ev10.028,02) Welcher echte Weinwirt wird denn einen neuen Wein (Wahrheit, d. Hg.) in alte (dogmatisch-erstarrt-brüchige, d.Hg.) Schläuche tun wollen? Was wird mit diesen Schläuchen geschehen, so der neue Wein (Wahrheiten durch Jesu Neuoffenbarungen, d. Hg.) in ihnen zu gären anfängt? Er wird sie zerreißen, und der unkluge Weinwirt wird so um die Schläuche und um den Wein kommen (vgl. mt.09,17; mk.02,22; lk.05,37 f.). Und ebenso hat ein unkluger Regent, der eine neue Verfassung in eine alte hineinschieben will, dasselbe zu gewärtigen; die eine ist gegenseitig notwendig der andern Untergang, und der Regent kommt dabei um alles: um die Verfassung, ums Land und ums Volk, wie es nun in Europa schon mehrere solche Exempel gibt und bald noch mehrere geben wird.
(jl.ev10.028,03) Ich sage es dir: Wer mit dem gewissen Manne, der sich fromm nennt, beim steten Dichterwerden Meines Lichtes aus den Himmeln (Wahrheit, d. Hg.) noch fernerhin liebäugeln und schlangenzüngeln wird, der wird bald ganz verlassen und allein dastehen. Denn Ich will einmal ein Ende der lange angedauert habenden Buhlerei Babels. Von nun an soll alles neu und anders werden, und Mein Wort, das Ich zu den Aposteln und gar vielen andern Menschen geredet habe, muß nun in neuer Kraft und Macht (durch die Neuoffenbarungen u.a. an Swedenborg, Lorber, Mayerhofer, d.Hg.) erstehen und dann bis ans Ende der Zeiten dieser Erde währen, und alle sollen sich sonnen und wärmen im Lichte Meiner Lehre aus den Himmeln, und es sollen wieder, wie es in der Urzeit war, Meine wahren Bekenner und Liebhaber in einer steten wohlfühlbaren Gemeinschaft mit Meinen Engeln, und also auch mit Mir Selbst stehen von der Wiege an bis zum Grabe.
(jl.ev10.028,04) Du (Lorber, d.Hg.) fragst nun auch, wie es in deinem Lande (Österreich, d.Hg.) ergehen werde, so die alten Schläuche durch den neuen hineingezwängten Wein zerrissen und der Wein verschüttet wird. Ich sage es dir: Gleich um tausend Male besser denn nun, wo beinahe kein Mensch, aus Furcht davor, was aus der langen und kostspieligen Zauderei noch all für Elend und Not erwachsen werde, seinem noch so ehrlichen Bruder mehr traut und immer sagt: "Man kann nicht wissen, wie sich die Dinge noch gestalten werden!"
(jl.ev10.028,05) Im Augenblick solch einer möglichen Schlauchzerplatzerei hören die Großkonsumenten auf, und der Staat wird dafür sorgen, daß denen nichts entzogen wird, die dem Staat und Volke lange treu gedient haben durch ihren Geist und Verstand; aber die mehr denn im ganzen bei einer Viertelmillion Pflastertreter und verdienstlosen Müßiggänger, zumeist aus der Zahl der Pfaffen, werden ihre großen Gehälter und Pensionen nicht mehr erhalten - im Gegenteil zur Zahlung der Staatsschuld strenge verhalten (angehalten) werden, - denn diese wird unter allen Umständen respektiert werden, auf daß kein Bruder wider den andern eine Klage erheben soll.
(jl.ev10.028,06) Unter allen Umständen stehe nun Ich wieder an der Spitze, und da kann keine Unordnung irgend mehr zum Nachteil derer, die an Mich halten, statthaben. Dieses Jahr (1862) aber will Ich mit dem Lande, unter dessen Gesetzen du lebst, noch eine kleine Geduld haben; aber um gar vieles darüber nicht, und so darin auch viele Meiner alten Freunde noch im Leibe und aller ihrer Liebe und Treue wohnten. Die Meinen und die Neuerleuchteten sollen wohl erhalten, all die andern aber gezüchtigt werden.«
Wie Mißstände im Papsttum die Blindgläubigen wachrütteln und geistige Unabhängigkeit bewirken (jl.ev10.028,07-09) (jl.ev10.028,07) (Jesus:) »Du sagst bei dir nun freilich wieder: "Ja, Herr, es ist schon alles recht so; denn so eine Volksleitung einmal faul und untüchtig geworden ist, da soll das Volk eine andere erhalten, die den materiellen und besonders den geistigen Bedürfnissen desselben entspricht. Doch solange dabei die alten Götzentempel, die man Gotteshäuser oder Kirchen nennt, mit ihren Dienern fortbestehen, ihre Dienste verrichten, den noch vielen blinden Menschen von der über alle Maßen vortrefflichen Wirkung ihrer kirchlichen Gottesdienerei besonders in den Wallfahrtsorten und Klöstern vorpredigen dürfen, da wird eine neue Volksleitung - bestehe sie in einer neuen, günstig bearbeiteten Verfassung oder in einem neuen Regenten - immer in der Gefahr stehen, so nach und nach wieder in die alte Finsternis zu verfallen, und das um so eher dann, wenn die Diener der Tempel angewiesen sind, vom Verdienste ihrer kirchlichen Verrichtungen zu leben. So sie schon als Volkslehrer noch irgendeine Zeit fortzubestehen haben, da bezahle man sie wie jeden andern Staatsdiener; aber für ihren Kirchendienst sollten sie von niemand eine Bezahlung verlangen und annehmen dürfen, so würde dadurch den das Volk aussaugenden, betrügerischen und verfinsternden Umtrieben der Templer sicher eine sehr wirksame Schranke gezogen sein, und mit den Wallfahrten, wundertätigen Bildern und Reliquien und noch vielen andern kirchlichen Mißgeburten und Mißbräuchen hätte es dann sicher bald ein Ende!"
(jl.ev10.028,08) Darauf sage Ich dir, daß du einesteils ganz richtig und recht geurteilt hast, und es wäre so auf eine Zeitlang auch gut, weil der sogenannte Geistliche sich offenbar mehr mit dem Volksunterricht, für den er bezahlt würde, als der ihm nichts mehr tragenden Kirchenzeremonie abgäbe. Aber so er seine Kirchendienste dann ohne Entgelt verrichtete, so würde das blindere Volk anfangen, ihnen einen noch größeren gottesverdienstlichen Wert beizulegen und so von selbst in den alten Aberglauben noch ärger und tiefer verfallen, als das ehedem der Fall war, und der Geistliche würde das, was ihm beim blinden Volk ein großes und pomphaftes Ansehen verschafft, sicher nicht als etwas bei Mir Wertloses, sondern nur als etwas Mir überaus gefälliges darstellen und das Volk also in seinem alten Aberglauben bestärken und so für die nun ihrem vollen Ende nahende Hochherrschaft der Hure Babels einen neuen Thron schaffen.
(jl.ev10.028,09) Darum laß die Pfaffen nur treiben das volksaussaugende Spiel; laß das noch blinde Volk nur wallfahrten gehen, teure Messen zahlen; laß es beichten, kirchenlaufen, überteure Kondukte (Totenmessen als Geleite, d. Hg.) für ihre Verstorbenen machen; laß die Pfaffen erbschleichen und teure Dispensen (Ausnahmeerlaubnisse) und Ablässe verkaufen; kurz, laß die Babylonier es noch ärger treiben, dann wird auch der Blindeste bald zur Besinnung kommen und sagen: "Nein, an solch einer Religion muß wahrlich nichts als ein purer Betrug sein, weil eben diejenigen, die am meisten von der reinen Wahrheit der Lehre Christi überzeugt sein und danach handeln sollten, selbst durch ihre Taten zeigen, daß sie selbst auf die ganze Lehre gar nichts halten, an keinen Gott glauben und somit lauter falsche Propheten sind, die für nichts anderes denn nur für ihren Bauch sorgen, die Menschen durch allerlei Trug und, wo der nicht mehr genügt, auch durch eine Art vom Staate ihnen gewährten gesetzlichen Zwang (Zwangseintreibung von Kirchensteuern, d. Hg.) oft um ihr ganzes Hab und Gut bringen und von ihrem wahren Raube keiner durstigen Seele aus Liebe auch nur einen Trunk Wasser darreichen! Darum fort mit allen solchen falschen Propheten; fort mit den reißenden Wölfen in Schafpelzen, und fort mit all dem, womit sie so lange das arme, blinde Volk gequält, betrogen und beraubt haben; fort mit den Tempeln, Altären, Heiligenbildern, Reliquien, Glocken und allen eitlen und keinen geistigen Lebenswert habenden kirchlichen Utensilien! Wir wollen von nun an selbst die ganze Lehre Christi prüfen, sie uns von einem wahren, von Gott erleuchteten Lehrer erklären lassen und dann nach ihr leben und handeln, und der rechte Lehrer soll an unserm Tische nicht verhungern und verdursten und soll auch nicht nackt und barfuß einhergehen!"« (d.h. die Gläubigen sollen aus ihren Reihen geeignete, weise Lehrer wählen und sie freiwillig unterstützen, d. Hg.)
Loslösung verschiedener Länder vom Papsttum durch Kriege und Strafgerichte; Zweck und Zulassung von Zwisten (jl.ev10.029,01-10; jl.ev10.030,01) (jl.ev10.029,01) (Jesus:) »Und sieh, so geht es nun in dem vor kurzer Zeit noch finsteren Italien zu! Ebenso ist es vor schon vielen Jahren im deutschen Reiche zugegangen, ebenso einst in England und in Nordamerika, das sich eben in dieser Zeit noch mehr von allen Meiner Urlehre widerstrebenden Tendenzen durch harte Kämpfe reinigt. Da sagt man auch häufig: "Aber Herr, wie kannst Du den Sklaven halten wollenden Konföderierten (Südstaaten) gegen die ganz menschlich gesinnten Unionisten (Nordstaaten), bedeutende Siege erkämpfen lassen?!"
(jl.ev10.029,02) Ich aber sage: Bei den Konföderierten ist nicht alles Laster, was ein solches zu sein scheint, und bei den Unionisten nicht alles Tugend; und so ziehen nun beide Teile sich die Splitter und Balken aus den Augen, und einer fegt vor der Tür des andern, was nach Meiner Lehre nicht sein soll.
(jl.ev10.029,03) Wenn aber ein wie der andere Teil seine eigenen Augen zuvor selbst von den Splittern und Balken befreien und den Mist von seiner Hausflur hinwegschaffen wird, dann werden sich die beiden Parteien bald und leicht verstehen und sich ausgleichen.
(jl.ev10.029,04) Dergleichen große und auch kleine Zwiste - sowohl zwischen Völkern als auch zwischen einzelnen Menschen - sind allzeit eine Folge der Nichtbeachtung Meiner Lehre, darin bestehend, daß da niemand zu seinem Nachbar sagen soll: "Komme her, daß ich dir deinen Splitter aus dem Auge ziehe!", der Nachbar aber dann sagt: "Was kümmert dich mein Splitter in meinem Auge, da ich in deinem doch einen ganzen Balken entdecke? Reinige zuvor dein Auge, dann erst kannst du mir mein Auge reinigen helfen!"
(jl.ev10.029,05) Solche Kämpfe hat es schon gar viele gegeben und wird es noch mehrere geben, so irgend die Menschen nicht völlig in Meine reinste Lehre tatsächlich eingehen werden.
(jl.ev10.029,06) Doch die Geschichte in Amerika wird nicht gar zu lange mehr dauern. Aber in Südamerika, wo das Babylon noch um gar vieles ärger vertreten ist als nun irgendwo auf der Erde, wird bald ein großes Strafgericht losgelassen werden: denn das Babel muß überall in ein neues Jerusalem umgestaltet werden, und die Schweine der heidnischen Gadarener müssen in dem Grabe ihrer Nacht den Untergang finden.
(Ein riesiges Strafgericht war z.B. in Nicaragua der Hurricane 'Mitch' im Herbst 1998, bei dem durch Orkan und sturzflutartiger Regen fast das ganze Land verwüstet wurde, und in erheblichem Ausmaße auch die Nachbarländer. d. Hg.) (jl.ev10.029,07) Ich meine, nun dir als ein großes Nota bene (Merk-Hinweis) für diese Zeit mehr denn zur Genüge gesagt zu haben, und ein jeder, der nur ein wenig an den Fingern zu rechnen versteht, wird es leicht erkennen, wie und warum die Sachen nun eben also stehen müssen, wie sie eben stehen und in Kürze notwendig hervorgehen müssen.
(jl.ev10.029,08) Nach dem Jahr, Tag und der Stunde aber sollst du Mich deshalb nicht fragen, weil das alles schon vor aller Welt Augen da ist und ein jeder das sehr nahe Ende der Nacht dann doch sicher und bestimmt voraussehen muß, so er am Horizont die von der Sonne hellerleuchteten Wölkchen erschaut.
(jl.ev10.029,09) Die Menschen, die mit irgendeiner Macht versehen sind, sollen nur versuchen, im Frühjahr dem Grase und all den Kräutern, Sträuchern und Bäumen das Neuaufwachsen, das Treiben, Grünen und Blühen verbieten und verhindern zu wollen, dem Winde gebieten und dem freien Blitz den Weg vorschreiben, und sie werden sich bald überzeugen, wie groß ihre Ohnmacht infolge ihrer Blödheit ist.
(jl.ev10.029,10) Was Ich einmal sage und will, das geschieht so bestimmt und gewiß, als die Sonne an einem jeden Morgen aufgehen und am Abend untergehen muß. Mehr brauche Ich dir wohl nicht zu sagen, obwohl Ich noch eine Frage in bezug auf Frankreich in deinem Gemüte sehe, dahin gerichtet, wie sich dieses nun sehr erdmächtige Reich im Verhältnis der gegenwärtigen, allgemeinen Lichtströmung verhalten wird. Und Ich sage es dir: Meinem Willen entgegen sicher schwer und unmöglich!
(jl.ev10.030,01) Daß es (Frankreich) aber nun sich noch pro forma zu einem Schutze von Babylon hinstellt, im Grunde bei sich doch ein Feind desselben ist, ist ja auch ganz recht; denn dadurch hält es andere noch sehr babylonisch gesinnte Staaten und ihre Gebieter ab, mit ihrer Gesamtmacht der alten Nacht wieder auf den hohen Thron zu helfen und dann ihre Völker mehr noch denn je zuvor zu knechten. Denn von einem freien, guten Willen gegen die Völker ist bei den alten Machthabern noch sehr verzweifelt wenig vorhanden. Was sie nun zugunsten der Völker tun, dazu drängen die Umstände. Könnten sie diese durch irgendein für sie günstiges Mittel sich vom Halse schaffen, so würden sie ihren Völkern gleich andere, und das sehr traurige Lieder vorzusingen anfangen, und die Menschen müßten von neuem nach den alten spanischen Inquisitionspfeifen zu tanzen anfangen, was sich sicher niemand mehr wünschen wird.«
Grund des langsamen, aber unaufhaltsamen Niedergangs des Papsttums bzw. der Beseitigung geistiger Übelstände (jl.ev10.030,02-07) (jl.ev10.030,02) (Jesus:) »Alle die gegenwärtigen, noch zwischen schlecht und gut schwebenden Verhältnisse aber mit einem Schlag vernichten, hieße Länder und Völker verwüsten. Es muß darum auf dieser Welt alles seine gewisse Zeit haben und durchmachen. Bis der neue Mostwein nicht ganz gehörig ausgegoren und also durch seine eigene Tätigkeit alles Unreine von sich geschafft hat, wird er kein reiner und geistiger Wein.
(jl.ev10.030,03) Wer sich eine neue und gute Wohnung erbauen will, der darf die alte nicht aber auf einmal völlig zerstören, als bis er die neue Wohnung sich erbaut hat; denn zerstört er alsogleich die alte, wo wird er dann wohnen, und wer wird ihn schützen gegen allerlei Ungemach während der Zeit des Baues einer neuen Wohnung? Es ist denn klüger, einen alten, noch so zerlumpten und verflickten Rock so lange zu tragen zur Not, bis ein neuer fertig ist, als nackt umherzugehen. Und so muß nach Meiner besten Ordnung stets eines aus dem Früheren hervorgehen, so es eine Dauer und Festigkeit haben soll.
(jl.ev10.030,04) In der Zeit, als Ich auf der Erde Meine Lehre den Menschen gab, da war das Heidentum nach allen Seiten hin weit über die ganze Erde ausgebreitet unter allerlei Formen und Gestaltungen, und Meine Lehre war nur ein heller Morgenstern (Wahrheitslicht, d. Hg.) in der großen Heidennacht. Der Morgenstern wurde bald und leicht von dem dichtesten Nachtgewölk der Heiden so gänzlich verdeckt, daß die Menschen nur hie und da mit Mühe seinen wahren Stand erraten konnten. Einige sagten: "Siehe da!", und andere: "Siehe dort!" Und es geschah, daß sie andere Sterne (geistige Lehren, d. Hg.) für den Morgenstern ansahen und hoch verehrten. Und so hatte das damals so großmächtige Heidentum ein leichtes zu tun, um den Morgenstern mit sich zu verschmelzen (vor allem durch Kaiser Konstantin, der das Christentum zur Staatsreligion machte, d. Hg.) und zu vereinen und sich so dem Volke, das nach dem Morgensterne fragte, von dem es häufig reden gehört hatte, als der allein rechte, alte Morgenstern darzustellen.
(jl.ev10.030,05) Der also umwölkte und verunstaltete Morgenstern (Lehre Jesu in Katholizismus, d. Hg.) wirkt vor dem blinden Volke auch Wunderzeichen unter dem nur veränderten Namen des Zeus in den Meinen, und das Volk war zufrieden, und das alte Heidentum blieb mit sehr geringen Abänderungen (Im Katholizismus sind nahezu alle heidnischen Gebräuche und Sitten mehr oder weniger voll vorzufinden, wie Vergleiche mit früheren und heutigen heidnischen Kulten ergeben, d. Hg.). Aber Meine Lehre blieb dennoch auch trotz aller Verfolgungen bei wenigen unversehrt und wohl erhalten. Der edle Same, der auf ein gutes Erdreich fiel, schlug gute und feste Wurzeln, trieb und trug gute Früchte, wennschon im Verborgenen, von den Blindaugen der Hure Babels (Papsttum, d. Hg.) unbemerkt.
(jl.ev10.030,06) Aus dem Morgenstern ward eine Sonne, die nun vollends aufgeht, und das Gewölk des Heidentums wird diese Sonne nimmermehr derart zu verdecken vermögen, daß selbst ein Schwachsichtiger den Tag für die Nacht halten könnte.
(jl.ev10.030,07) Das Licht Meines Blitzes (Neuoffenbarungen, d. Hg.) ist mächtig geworden und wird von der Heidennacht nimmerdar verdrängt werden. Wie, das habe Ich in diesem Notabene klar gezeigt.«
Unabänderlichkeit des Gerichts übers Papsttum (obd.04; jl.him2.194,09-10) (jl.him2.194,09) 4. Vers: "Wenn du denn gleich in die Höhe führest wie ein Adler und machtest dein Nest zwischen den Sternen - dennoch will Ich dich von dannen herunterstürzen, spricht der Herr!"
(jl.him2.194,10) (Auslegung durch Jesus:) »Ich dein Herr und dein Gott donnere dir nun in dein lange schon verstopftes Ohr und in dein zum Steine verstocktes und verhärtetes Herz von allen Seiten her: Wenn du nun dich auch zum Scheine erheben möchtest durch allerlei Künste und möchtest auch Licht predigen und in alle Duldung (Toleranz, d. Hg.) übergehen und aufgeben all dein scharf sehendes Richteramt und möchtest auch zusammenziehen alle Weisen aus Mir und möchtest dir erbauen eine Wohnung unter ihnen im Bereiche Meines Gnadenlichtes - so werde Ich dich dennoch, deiner alten Hurerei willen, ergreifen und hinabschleudern in die Tiefe deines Unflates. Tue, was du willst, Ich will dich aber nimmer ansehen in deiner Art und will dich nimmer erkennen in deinem Gewande, und dein Nest soll eine zeugende Lagerstätte deiner Hurerei verbleiben! - Also donnere Ich, dein Gott und dein Herr!«
Interne Kritiker und Seher als Enthüller kirchlicher Machenschaften; Verachtung durch Anhänger (obd.05-07; jl.him2.194,11-16) (jl.him2.194,11) 5. Vers: "Wenn Diebe oder Räuber zur Nacht über dich kommen werden, wie sollst du da zunichte werden! Ja, sie sollen genug stehlen! Und wenn die Weinleser über dich kommen, so sollen sie dir keine Nachlese übriglassen!"
(jl.him2.194,12) (Auslegung Jesus:) »In deiner großen Nacht (Irrglauben, Aberglauben, Rückfall ins Heidentum, d. Hg.) will Ich in deinem Schoße Weise erwecken und will vielen geben heilige Gesichte (hellsichtige Visionen der chr. Mystiker, d. Hg.). Diese sollen deinen alten Schleier lichten und dich aller Kreatur zeigen in deinem wahren Lichte (Lügen, Betrug, Täuschung, d. Hg.) und elendem, ärgstem Zustande! Wie wirst du da aus deiner gräßlichsten Nacht Meinem allerhellsten Lichte aus den Himmeln (Wahrheit, d. Hg.) begegnen?! - Ja, Ich sage dir, diese werden dir alle deine kostbaren Kleider (schön getarnten Irrlehren, d. Hg.) ausziehen und du wirst als eine alte, schändliche Hure und Ehebrecherin nackt, von Meinem mächtigen Lichte (Wahrheit, d. Hg.) beleuchtet, vor der ganzen Welt dastehen! Deine Kostbarkeiten von großem Werte (Evangelien-Wahrheiten, Urschriften, d. Hg.), die du noch verborgen hältst, werden dir genommen werden. Und zur Zeit der großen Ernte in Meinem Weinberge jenseits soll dir nicht einmal die Nachlese der Gassenbuben übrigbleiben, sondern vom Sande sollst du dich sättigen und am dürren Moose den Durst stillen!«
(jl.him2.195,13) 6.Vers: "Wie sollen sie den Esau ausforschen und seine Schätze suchen!"
(jl.him2.195,14) (Auslegung Jesu:) O wie sollst du da ausgeforscht werden, du Weltbuhlerin (Esau)! Und wie wirst du dich selbst aussuchen in allen deinen Winkeln! - Aber du sollst nichts finden in dir! Denn was du hattest aus Mir, ist dir genommen worden, du Heidenkönigin! Du wirst umsonst geprüfet werden! Denn die dich durchsuchen werden, sollen fürder nichts in dir finden.
(jl.him2.195,15) 7. Vers: "Alle deine eigenen Bundesgenossen werden dich zum Bunde hinausstoßen, die Leute, auf die du deinen Trost setztest, werden dich betrügen und überwältigen; die dein Brot essen, werden dich verraten, ehe du es merken wirst."
(jl.him2.195,16) (Jesu Auslegung:) Alle deine Anhänger, die du dir zu eigen angebunden hast mit deiner langen Doppelzunge (Lüge und Täschung, d. Hg.) Macht, werden dich in ihren Herzen gar höchlichst verabscheuen. Und diejenigen blinden Leute, auf die du bautest wie auf einen Felsen, werden dich überlisten mit der Macht ihrer Nacht (Ausbreitung des Aberglaubens, der Irrlehren und der Magie z.B. in der heutigen Esoterik, d. Hg.) und werden dir nehmen alle deine Macht. Ja sogar deine geweihten Knechte, Diener und Söldner, also deine Geschworenen und Gesalbten (Kardinäle, Bischöfe und Priester, d. Hg.), werden dich vor der ganzen Welt enthüllen und dich dem Volke zeigen, wie du bist in deiner Art voll Torheit, voll Lüge und voll Betruges. Du aber sollst es nicht einmal merken, wie es diese anstellen werden, um an dir den lang verdienten Hochverrat zu begehen.« (Also Priester, Theologie-Professoren etc. werden die internen Machenschaften und Irrlehren aufdecken und das Papsttum entmachten! d. Hg. )
Warum kirchliche Macht, Theologenweisheit und Prunkerhabenheit zusammenstürzen werden (obd.08-11; jl.him2.195,17-24) (jl.him2.195,17) 8. Vers: "Was gilt's, spricht der Herr, Ich will zu selbiger Zeit die Weisen zu Edom zunichte machen und die Klugheit auf dem Gebirge Esau."
(jl.him2.195,18) (Auslegung Jesu:) »Was gilt es? - Also donnert der Herr: Du wähnest unüberwindlich zu sein, weil du dich den Machthabern der Erde aufgedrungen hast und diese dich in den Waffenschutz aufgenommen haben! Und du glaubst, Ich werde dir darum nichts anhaben können, weil du dazu auch noch eine Menge Weiser hast und eine Menge Scharfzüngler, die für deine ewig sein sollenden Rechte sprechen!? (Es gibt in der kath. Theologie eigene Fachrichtungen - die Apologetik und Kirchenrecht, die zur Verteidigung von Glauben und Recht dienen sollen, d. Hg.) - Ich, dein Herr, aber will zu dieser deiner letzten Zeit deine Weisen zu Toren machen, die alle Welt auf den ersten Blick erkennen soll (das jahrhundertelange rechthaberisch-starrsinnige Beharren auf offensichtlichen Irrtümern, z.B. daß die Sonne um die Erde kreise etc., machte die kathol. Theologen lächerlich und unglaubwürdig, d.Hg.), und alle deine Prunkerhabenheit zur allgemeinen Weltlache! (Wenn man sieht, in welcher Kleidung und in welchem Pomp Papst, Kardinäle und Bischöfe ihre Festtags-Messen feiern und wie sie sich bei offiz. Anlässen kleiden, wird klar, was dieser Vers bis in die Gegenwart meint, d. Hg.) Da sehe du dann weiter, was es da mit dir für eine Bewandtnis in Zukunft haben soll! - Also deine falsche Liebe (Edom) und all dein falsches Licht (Esau) sollen auf ewig zunichte werden.
(jl.him2.196,19) 9. Vers: "Denn deine Starken zu Theman sollen zagen, auf daß sie alle auf dem Gebirge Esau durch den Mord ausgerottet werden,"
(jl.him2.196,20) (Auslegung Jesu:) Deine Starken im Worte (zu Theman), welche sich 'Gottesgelehrte' (Theologen, Exegeten, Professoren, d. Hg.) nennen, aber dennoch von Gott noch nie eine Silbe (durchs innere, direkt inspirierte Wort, d. Hg.) vernommen haben, sondern alle ihre diplomatische Gottesgelehrtheit von der Welt (aus ihrem staatlich teils mitfinanzierten Theologiestudium, d. Hg.) her haben, will Ich ängstigen in ihrem Weltgewissen. Und wenn sie ein Konzilium ihrer doktorlichen Weisheit halten werden, da will Ich sie gerade auf den Scheitel ihrer Weisheit schlagen und sie zugrunde richten lassen von den schwächsten Meiner (wahrhaft) weisen Kinder in der Wiege Meiner Liebe, Gnade und Erbarmung!
(jl.him2.196,21) 10. Vers: "- um des Frevels willen, an deinem Bruder Jakob begangen."
(jl.him2.196,22) (Auslegung Jesu:) Und das will Ich tun des großen Frevels willen, welchen dieses dein 'samaritisches Geschlecht' an Mir und Meinem Worte verübt hat. (Das Papsttum bezieht einen großen Teil seiner Glaubwürdigkeit und Einflusses noch heute aus caritativen, aber vom Staat bzw. den Anspruchnehmern ihre Dienste gut bezahlten Betätigungen, d. Hg.)
(jl.him2.196,23) 11. Vers: "Zu der Zeit, da du wider ihn stundest, da die Fremden sein Heer gefangen wegführten und Ausländer zu seinen Toren einzogen und über Jerusalem das Los warfen, da warst du gleich wie derselbigen einer. Darum sollst du zu allen Schanden werden und ewiglich ausgerottet sein!"
(jl.him2.196,24) (Auslegung Jesu:) Du warst allezeit gleich den ärgsten Heiden. Wenn du auch gewaltig gegen sie kämpftest, da sie Mein Wort zertraten und an dessen Stelle das finstere Heidentum einsetzten und über Mein Wort gleich Tigern herfielen, so bist du aber dennoch, im Besitze Meines Wortes, nicht nur ihnen völlig gleich, sondern ärger um vieles als sie. - Ich aber sage dir: Eben darum sollst du in deiner Wirkung ausgerottet werden ewiglich! Deine Bekenner sollst du an den Fingern zählen und sollst schuldig werden aller Welt!«
Ende des kirchlichen Triumphes und der Macht über 'Ketzer' (obd.12-14; jl.him2.196,25-30) (jl.him2.196,25) 12. Vers: "Du sollst nicht mehr deine Lust sehen an deinem Bruder zur Zeit seines Elends und sollst dich nicht freuen über die Kinder Juda zur Zeit ihres Jammers und sollst mit deinem Maule nicht zu stolz reden zur Zeit ihrer Angst!"
(jl.him2.197,26) (Auslegung Jesu:) »Bis jetzt jubeltest du, so du sahest Meine Bekenner (Antirömlinge, Protestanten, Hugenotten) in irgendeinem Elende und schobest alles als Schuld ihres Ketzertums gegen dich auf sie und nanntest das eine 'gerechte Züchtigung' und stimmtest Lobgesänge an, wenn durch deine Ranglust und arge List tausende Meiner Bekenner getötet worden sind. Aber in der Zukunft sollst du diese Freude nimmermehr haben! Du sollst dich nicht freuen über die Prüfungen der Meinen, und deine Gesandten sollen mit ihnen nichts richten in der Zeit ihrer Probe!
(jl.him2.197,27) 13. Vers: "Du sollst nicht zum Tore Meines Volkes einziehen zur Zeit ihres Jammers! Du sollst nicht wider sein Heer schicken zur Zeit seines Jammers!"
(jl.him2.197,28) (Auslegung Jesu:) Du sollst nicht in das geheime Gnadenlicht (Offenbarungen Jesu, d.Hg.) eindringen zur Zeit der Heimsuchung Meiner Bekenner! Mit Ekel sollst du erfüllt sein gegen Meine Erbarmung, Liebe und Gnade für Meine Bekenner! Wenn sie an weltlichen Dingen darben und fasten werden, da soll dir alle Lust vergehen, dich zu freuen über Meine Bekenner! Wenn sie von Mir geläutert werden, auch da werden deine Prediger zu großen Schanden werden vor ihnen!
(jl.him2.197,29) 14. Vers: "Du sollst nicht stehen an den Wegscheiden, seine Entronnenen zu morden! Du sollst seine übrigen nicht verraten zur Zeit der Angst!"
(jl.him2.197,30) (Auslegung Jesu:) Wenn du dich an die Wege stellen möchtest, um in dein Netz zu fangen die Schwachen Meiner Bekenner, da wird dir solches nicht zugelassen werden! Und wirst du dich an die Höfe der Könige wenden, da sollst du abgewiesen werden in deinen verräterischen Forderungen zur Zeit der Umwandlung Meiner Bekenner!«
Woher die Gerichtsvollstrecker kommen; Art des Gerichts (obd.15-16; jl.him2.197,31-34) (jl.him2.197,31) 15. Vers: "Denn der Tag des Herrn ist nahe über alle Heiden. Wie du getan hast, so soll dir wieder geschehen, und wie du verdient hast, so soll dir's wieder auf den Kopf kommen!"
(jl.him2.197,32) (Auslegung Jesu:) Siehe, Mein Tag der Gnade, des Lichtes und der Liebe ist herangekommen über die Meinen; aber als ein Gerichtstag über alle Heiden und um so mehr noch über dich. Wie du es mit anderen getrieben hast, so sollen sie es nun treiben mit dir! Und dein lange schon wohlverdienter Lohn soll über dein Haupt kommen!
(jl.him2.197,33) 16. Vers: "Denn wie ihr auf Meinem heiligen Berge getrunken habt, so sollen alle Heiden täglich trinken! Ja, sie sollen's aussaugen und verschlingen, daß es sei, als wäre nie etwas dagewesen!"
(jl.him2.198,34) (Auslegung Jesu:) Wie du aber deine Weltmacht auf Mein Wort fälschlich und arglistig gestützt hast und hast dir große Ehre, Gold und Edelsteine verschafft - desgleichen sollen nun deine 'Heiden' (in Irrlehren und Aberglauben geführte Anhänger, d. Hg.) dir tun und sollen dich gleich Blutegeln aussaugen bis auf den letzten Lebenstropfen! Ja sie, die durch dich 'Heiden' geworden sind, sollen über dich von allen Seiten herfallen und dich völlig verschlingen, daß du darob sein sollst, als wärest du nie gewesen.« (Katholiken bzw. ehemalige Katholiken tragen maßgeblich am Untergang des Papsttums bei, d. Hg.)
Vorhersage der Entfaltung geistig wiedergeborener 'Ketzer' (obd.17-19; jl.him2.198,35-40) (jl.him2.198,35) 17. Vers: "Aber auf dem Berge Zion sollen noch etliche gerettet werden, die sollen Heiligtum sein, und das Haus Jakob soll seine Besitzer besitzen."
(jl.him2.198,36) (Auslegung Jesu:) Aber von den Bekennern Meines Wortes, die da sind im Glaubenswahren, werden diejenigen zum lebendigen Worte in ihnen und somit zur völligen Wiedergeburt des Geistes gelangen, die durch ihren Glauben Mich, den Herrn, in der Liebe ihres Herzens werktätig ergriffen haben. Diese sollen dann aber auch ein geistiges Amt überkommen und Mein lebendiges Wort (innerlich hörbare Offenbarung, wie dies bei Swedenborg, Lorber, Mayerhofer der Fall war, d. Hg.). Das Haus Jakobs (Jesu Urlehre, d. Hg.) soll ihrer Glaubens- und Liebe-Gerechtigkeit zu eigen werden, und also das Haus Jakob seine Besitzer besitzen.
(jl.him2.198,37) 18. Vers: "Und das Haus Jakob soll ein Feuer werden und das Haus Joseph eine Flamme! Aber das Haus Esau Stroh; das werden sie anzünden und verzehren, daß vom Hause Esau nichts übrigbleibe. Denn der Herr hat's geredet!"
(jl.him2.198,38) (Auslegung Jesu:) Das lebendige Wort wird ein Feuer (umfassende geoffenbarte Erkenntnisse und Wahrheitseinsichten, die eifrig zur Tat anspornen, d. Hg.) werden in den Herzen derer, die es besitzen werden, und eine leuchtende Flamme (Erkenntnis der Wahrheit, d. Hg.) denen, an die es aus dem Munde der Besitzer übergehen wird, in dessen Lichte sie gleich dem Besitzer schauen sollen die großen Wundergeheimnisse Meines Reiches! (in den Neuoffenbarungen von Swedenborg, Lorber, Mayerhofer werden unglaublich viele verschiedenste Themen umfassend und tiefgründig erklärt, d. Hg.) Alles menschliche, weltgelehrte Wort aber soll dagegen werden wie ein leeres, dürres Stroh; desgleichen auch alle studierten Mundpredigten und Kanzelreden - wenn das 'Haus Jakobs' und das 'Haus Josephs' über das 'Haus Esaus' kommen werden! Und es soll vom 'Hause Esaus' nach dem Brande nichts mehr übrigbleiben. 'Denn der Herr hat es geredet', das heißt: Solches wird ganz gewiß geschehen, hier zeitlich und jenseits ewig!
(jl.him2.198,39) 19. Vers: "Und die gegen Mittag werden das Gebirge Esau und die in den Gründen werden die Philister besitzen. Ja sie werden das Feld Ephraims und das Feld Samarias besitzen, und Benjamin das Gebirge Gilead."
(jl.him2.198,40) (Auslegung Jesu:) Die im Lichte der inneren, wahren Weisheit sind, die werden auch alle Weltweisheit unterjochen und sie am Ende zunichte machen. Welche aber in dem Feuer der Liebe stehen, also die eigentlichen Besitzer des 'Hauses Jakobs', aus welchem erst das 'Haus Josephs' hervorgeht, werden in der Fülle gefangennehmen die falschen Propheten, Lehrer, Prediger, Redner und Gesetzgeber, welche da sind Diener, Knechte und auch Herren im 'Hause Esaus' (Wer die Neuoffenbarungen Jesu kennenlernt, kann anhand der Vergleiche problemlos erkennen, wo überall die katholischen oder sonstigen Religionslehren wahr, halbwahr oder falsch sind, d. Hg.)! Ja sie werden das Reich der Liebe und das Reich der Gnade aus Mir besitzen, das heißt: Das Reich der Himmel - und zwar das 'Haus Jakobs' den zweiten, das 'Haus Josephs' den ersten oder untersten Weisheits- und Gnaden-Himmel. Benjamin aber, oder: die reine Liebe zu Mir - das Gebirge Gilead, oder: die Kraft des lebendigen Wortes aus Mir in ihnen, oder: den obersten Liebe- und Unschuldshimmel. Denn 'Benjamin' bezeichnet Meiner reinsten Liebe Kinder, die da zu Mir kommen sollen und denen solches niemand verwehren soll ewiglich - da 'solcher ist das wahre, oberste Reich der Himmel!'
Vorhersage, wie 'Ketzer' und 'Schismatiker' siegen werden; Buße und Umkehr bewirken Gottesreich auf Erden (obd.20-21; jl.him2.199,41-44) (jl.him2.199,41) 20. Vers: "Und die Vertriebenen dieses Heeres der Kinder Israel, so unter den Kanaanitern bis gen Zarpath sind, und die Vertriebenen der Stadt Jerusalem, die zu Sepharad sind, werden die Städte gegen Mittag besitzen."
(jl.him2.199,42) (Auslegung Jesu:) Die aber von den Weltklugen und Weltpriestern am meisten gehaßten sogenannten 'Ketzer', die darum also genannt werden, weil sie statt des Weltreligionskrames und Tandelmarktes das reine Evangelium ergriffen haben, und nun darum auch nur als Geduldete hie und da unter den Kanaanitern (heidnisch gewordenen Christen, d. Hg.) bestehen und ebenso auch die 'Altgläubigen', welche von jeher beim Worte geblieben sind und jetzt gänzlich unbeachtet leben (die 'Schismatiker'), sollen in der Weisheit und Liebe geweckt werden, das ist: 'die Städte gen Mittag beziehen.' (Mittag als Symbol für Helligkeit, Licht, Weisheit, Wärme, Liebe, d. Hg.)
(jl.him2.199,43) 21. Vers: "Und es werden Heilande heraufkommen auf den Berg Zion, das Gebirge Esau zu richten! - Also wird das Königreich des Herrn sein."
(jl.him2.199,44) (Auslegung Jesu:) Und es werden von allen Seiten, das heißt aus allen Glaubensrichtungen übereinstimmende, im Geiste mächtig geweckte Besitzer des lebendigen Wortes von Mir aufgestellt werden, auf den Berg Zion (Jesus, d. Hg.) kommen und werden aller Welt ein neues Licht (Wahrheit, d.Hg.) anzünden und sie somit richten in ihrer grenzenlosen Torheit und sie 'strafen', das heißt, mit ihrem Lichte zur wahren Buße und Umkehr bringen.«
Biblische Hinweise auf Eroberer aus dem Norden (Elberfelder Bibel) Jer.50,09] Denn siehe, ich erwecke und führe herauf gegen Babel eine Versammlung großer Nationen aus dem Land des Nordens, und sie werden sich gegen es aufstellen: von dort aus wird es eingenommen werden. Ihre Pfeile sind wie die eines geschickten Helden, keiner kehrt mit leeren Händen zurück.
Jer.50,41] Siehe, ein Volk kommt von Norden her, und eine große Nation und viele Könige machen sich auf vom äußersten Ende der Erde.
Jer.50,42] Bogen und Krummschwert führen sie, sie sind grausam und ohne Erbarmen. Ihre Stimme braust wie das Meer, und auf Pferden reiten sie: gerüstet gegen dich, Tochter Babel, wie ein Mann zum Krieg.
Erfolgt Eroberung Roms im göttlichen Sinne? (Elberfelder Bibel) Jer.50,11] Ja, freut euch (nur), ja, frohlockt (nur, ihr) Plünderer meines Erbteils, ja, hüpft (nur) wie eine dreschende junge Kuh und wiehert wie starke (Pferde)!
Jer.50,14] Stellt euch ringsum auf gegen Babel, alle, die ihr den Bogen spannt! Schießt nach ihm, spart die Pfeile nicht! Denn gegen den HERRN hat es gesündigt.
Jer.50,15] Erhebt das Kriegsgeschrei gegen es ringsum! Es hat sich ergeben. Gefallen sind seine Festungswerke, niedergerissen seine Mauern. Denn es ist die Rache des HERRN. Rächt euch an ihm! So wie es getan hat, tut ihm!
Jer.50,22] Kriegslärm im Land und großer Zusammenbruch!
Jer.50,23] Wie ist zerhauen und zertrümmert der Hammer der ganzen Erde! Wie ist Babel zum Entsetzen geworden unter den Nationen!
Jer.50,24] Ich habe dir eine Falle gestellt, und du bist auch gefangen worden, Babel, ohne daß du es erkannt hast. Du bist gefunden und auch gefaßt, weil du Krieg mit dem HERRN angefangen hast.
Jer.50,29] Ruft Schützen herbei gegen Babel, alle, die den Bogen spannen! Belagert es ringsum, niemand darf entkommen! Vergeltet ihm nach seinem Tun, tut ihm nach allem, was es getan hat! Denn es hat vermessen gehandelt gegen den HERRN, gegen den Heiligen Israels.
Jer.50,30] Darum sollen seine jungen Männer auf seinen Plätzen fallen und alle seine Kriegsmänner umkommen an jenem Tag, spricht der HERR.
Jer.50,31] Siehe, ich will an dich, du Stolze, spricht der Herr, HERR der Heerscharen. Denn gekommen ist dein Tag, die Zeit, da ich dich heimsuche.
Jer.50,32] Dann wird die Stolze stürzen und fallen, und niemand wird sie aufrichten. Und ich werde ein Feuer anzünden in ihren Städten, daß es ihre ganze Umgebung frißt.
Jer.50,35] Das Schwert über die Chaldäer, spricht der HERR, und über die Bewohner von Babel und über seine Obersten und über seine Weisen!
Jer.51,11] Schärft die Pfeile, faßt den Schild! Der HERR hat den Geist der Könige von Medien erweckt. Denn gegen Babel ist sein Plan (gerichtet), es zu zerstören; denn es ist die Rache des HERRN, die Rache für seinen Tempel.
Jer.51,12] Richtet das Feldzeichen gegen die Mauern von Babel auf, verschärft die Bewachung, stellt Wächter auf, bereitet die Hinterhalte! Denn wie der HERR es sich vorgenommen, so führt er aus, was er über die Bewohner von Babel geredet hat. Jer.51,13] Die du an vielen Wassern wohnst, reich an Schätzen, dein Ende ist gekommen, das Maß deines ungerechten Gewinns.
Jer.51,14] Der HERR der Heerscharen hat bei sich selbst geschworen: Wenn ich dich auch mit Menschen angefüllt habe wie mit Heuschrecken, so wird man doch Triumphgeschrei über dich anstimmen.
Jer.51,24] Und ich will Babel und allen Bewohnern Chaldäas all ihr Böses, das sie an Zion verübt haben, vor euren Augen vergelten, spricht der HERR.
Jer.51,25] Siehe, ich will an dich, spricht der HERR, du Berg des Verderbens, der die ganze Erde verdirbt. Und ich will meine Hand gegen dich ausstrecken und dich von den Felsen hinabwälzen und dich zu einem verbrannten Berg machen,
Jer.51,26] so daß man von dir weder Eckstein noch Grundstein nehmen kann. Denn eine ewige Trümmerstätte sollst du sein, spricht der HERR.
Roms Ignorierung des drohenden Untergangs Jer.51,39] Wenn sie erhitzt sind, richte ich ihnen ein Trinkgelage an und mache sie betrunken, so daß sie frohlocken und entschlafen zu ewigem Schlaf und nicht mehr erwachen, spricht der HERR.
Jer.51,57] Und ich mache seine Obersten betrunken und seine Weisen, seine Statthalter und seine Befehlshaber und seine Helden, daß sie entschlafen zu ewigem Schlaf und nicht mehr erwachen, spricht der König, HERR der Heerscharen ist sein Name.
Him2.195,16] Alle deine Anhänger, die du dir zu eigen angebunden hast mit deiner langen Doppelzunge Macht, werden dich in ihren Herzen gar höchlichst verabscheuen. Und diejenigen blinden Leute, auf die du bautest wie auf einen Felsen, werden dich überlisten mit der Macht ihrer Nacht und werden dir nehmen alle deine Macht. Ja sogar deine geweihten Knechte, Diener und Söldner, also deine Geschworenen und Gesalbten, werden dich vor der ganzen Welt enthüllen und dich dem Volke zeigen, wie du bist in deiner Art voll Torheit, voll Lüge und voll Betruges. Du aber sollst es nicht einmal merken, wie es diese anstellen werden, um an dir den lang verdienten Hochverrat zu begehen.«
Vorhersage des totalen Niedergangs und Zerstreuung des Papsttums (Elberfelder Bibel) Jer.50,13] Vor dem Grimm des HERRN wird es nicht mehr bewohnt werden, sondern ganz und gar verödet bleiben. Jeder, der an Babel vorüberzieht, wird sich entsetzen und zischen über all seine Plagen.
Jer.50,16] Rottet aus Babel den Sämann aus und den, der die Sichel führt zur Erntezeit! Vor dem gewalttätigen Schwert werden sie sich jeder zu seinem Volk wenden und jeder in sein Land fliehen.
Jer.50,18] Darum, so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich suche heim den König von Babel und sein Land, ebenso wie ich den König von Assur heimgesucht habe.
Jer.50,26] Kommt über es vom (äußersten) Ende, öffnet seine Scheunen, schüttet es auf wie Garbenhaufen und vollstreckt den Bann an ihm! Nicht bleibe ihm ein Überrest! Jer.50,27] Stecht alle seine Stiere nieder, zur Schlachtung sollen sie hinsinken! Wehe über sie! Denn ihr Tag ist gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung.
Jer.50,35] Das Schwert über die Chaldäer, spricht der HERR, und über die Bewohner von Babel und über seine Obersten und über seine Weisen!
Jer.50,36] Das Schwert über die Toren, daß sie zu Orakelpriestern werden! Das Schwert über seine Helden, daß sie schreckerfüllt sind!
Jer.50,37] Das Schwert über seine Pferde und über seine Wagen und über das ganze Mischvolk, das in seiner Mitte ist, daß sie zu Weibern werden! Das Schwert über seine Schätze, daß sie geplündert werden!
Jer.50,38] Dürre über seine Gewässer, daß sie austrocknen! Denn es ist ein Land der geschnitzten Bilder, und durch ihre Schreckbilder werden sie toll.
Jer.50,40] Wie (nach) der Umkehrung Sodoms und Gomorras und ihrer Nachbarstädte durch Gott, spricht der HERR, wird niemand dort wohnen, und kein Menschenkind wird sich darin aufhalten.
Jer.50,45] Darum hört den Ratschluß des HERRN, den er über Babel beschlossen hat, und seine Gedanken, die er über das Land der Chaldäer denkt: Wahrlich, man wird sie fortschleppen, (auch) die Geringen der Herde! Wahrlich, der Weideplatz wird sich über sie entsetzen!
Jer.51,01] So spricht der HERR: Siehe, ich erwecke gegen Babel und gegen die, die im Herzen meiner Widersacher wohnen, einen Geist des Verderbens.
Jer.51,02] Und ich sende nach Babel Fremde, die es worfeln und sein Land ausleeren werden. Denn sie werden ringsumher gegen es vorgehen am Tag des Unheils. Jer.51,03] Der Schütze spanne seinen Bogen gegen den, der da spannt, und gegen den, der sich in seinem Panzer erhebt! Und habt kein Mitleid mit seinen jungen Männern, vollstreckt den Bann an seinem ganzen Heer!
Jer.51,36] Darum, so spricht der HERR: Siehe, ich will deinen Rechtsstreit führen und deine Rache vollziehen, und ich werde sein Meer austrocknen und seine Quelle versiegen lassen. Jer.51,37] Und Babel soll zum Steinhaufen, zur Wohnung der Schakale, zum Entsetzen und zum Gezisch werden, ohne Bewohner.
Jer.51,42] Das Meer ist heraufgestiegen über Babel; mit dem Brausen seiner Wellen ist es bedeckt.
Jer.51,43] Seine Städte sind zur Wüste geworden, ein dürres Land und eine Steppe, ein Land, worin niemand wohnt und durch das kein Menschenkind zieht. Jer.51,44] Und ich werde den Bei zu Babel heimsuchen und aus seinem Maul herausnehmen, was er verschlungen hat; und Nationen sollen nicht mehr zu ihm strömen. Auch die Mauer von Babel ist gefallen.
Jer.51,49] Wie Babel darauf ausging, daß Erschlagene Israels fielen, so werden wegen Babel Erschlagene (auf) der ganzen Erde fallen.
Jer.51,58] So spricht der HERR der Heerscharen: Die Mauern des großen Babel sollen vollständig geschleift und seine hohen Tore mit Feuer verbrannt werden. - Und so mühen sich Völker für nichts und Völkerschaften fürs Feuer, und sie ermüden.
Jer.51,61] Und Jeremia sagte zu Seraja: Wenn du nach Babel kommst, so sieh zu und lies all diese Worte
Jer.51,62 und sprich: HERR, du selbst hast gegen diesen Ort geredet, daß du ihn ausrotten wirst, so daß kein Bewohner mehr darin sein soll, weder Mensch noch Vieh, sondern daß er zu einer ewigen Trümmerstätte werden soll.
Offb. 18,21] Und ein anderer Engel hob einen Stein auf wie einen großen Mühlstein und warf ihn ins Meer und sprach: So wird Babylon, die große Stadt, mit Gewalt niedergeworfen und nie mehr gefunden werden.
Offb. 18,22] Und die Stimme der Harfensänger und Musiker und Flötenspieler und Trompeter wird nie mehr in dir gehört und nie mehr ein Künstler irgendeiner Kunst in dir gefunden und das Geräusch des Mühlsteins nie mehr in dir gehört werden, Offb. 18,23] und das Licht einer Lampe wird nie mehr in dir scheinen und die Stimme von Bräutigam und Braut nie mehr in dir gehört werden
Ev09.121,22] »Ich sage es euch: Ihr seid als Zedern auf Zion faul geworden; darum ist euch nun die Axt an die Wurzel gelegt. Ihr werdet gefällt und im Feuer Meines Grimmes und Zornes zu Asche verbrannt werden, spricht der Herr Herr, der nun Sein Volk erretten will und wird!
Ev09.121,23] Was aber der Herr aus Seiner höchsteigenen Macht nun tut, das wird er allzeit tun, wo sich ein Pharisäertum irgend auf dieselbe Weise entfalten wird, wie es sich in Jerusalem entfaltet hat!
Ev09.121,24] Wie oftmals sind an Jerusalem von Gott aus dem Munde der wahren Propheten Mahnungen gekommen! Was haben aber die Templer getan? Statt sich an die Mahnungen zu kehren, haben sie die Propheten gesteinigt und erwürgt und erklärten dem Volke, daß solche Propheten, die wider den Tempel predigen, Abgesandte des Teufels der Teufel sind und daher von der Erde vertilgt werden müssen.
Ev09.121,25] Und so habt ihr gar viele Propheten getötet bis auf Zacharias und zuletzt auch durch eure Vermittlung den Johannes, und ihr unschuldig vergossenes Blut wird strafend kommen über euch und eure Kinder bis ans Ende der Zeiten.
Ev09.121,26] Wie Spreu werdet ihr verweht werden in alle Teile der Welt! Ihr werdet kein Volk mehr sein und als niedrige Sklaven werdet ihr den Heiden, denen das von euch genommene Licht gegeben wird, dienen müssen; und wie die Juden einst das erste Volk der Erde waren, also werden sie bald das letzte und allenthalben verachtetste werden! Denn sie haben an den vielen Propheten, deren Gräber sie nun des Volkes wegen auch mit ihrem losen Kalk übertünchen, noch nicht sattsam gemordet, - sie wollen sich nun auch an den Herrn Selbst machen, Ihn fangen und töten! Aber es wird der Herr auch noch das zulassen, aber nicht zum Heile der falschen Propheten, sondern zu ihrem Gerichte; und also wird Er Selbst sein der mächtige Wirbelwind, der sie alle zerreißen und in alle Pfützen der Erde zerschmeißen wird!
Ev09.121,27] Und was der Herr mit den Pharisäern tun wird, das wird Er auch tun mit allem euch ähnlich sich irgend entfaltenden Pharisäertum auf der ganzen Erde.«
Biblische Weissagungen vom Untergang Babels und der Erlösung Israels (Elberfelder Bibel)
Jeremias 50. Kapitel: Babels Sturz und dessen Folgen Jer.50,01] Das Wort, das der HERR über Babel, über das Land der Chaldäer, durch den Propheten Jeremia geredet hat:
Jer.50,02] Verkündigt es unter den Nationen und laßt es hören und richtet ein Feldzeichen auf! Laßt es hören, verschweigt es nicht! Sagt: Babel ist eingenommen, Bel zuschanden geworden, Merodach schreckerfüllt! Ihre Götzenbilder sind zuschanden geworden, ihre Götzen sind schreckerfüllt!
Jer.50,03] Denn gegen es ist eine Nation heraufgezogen von Norden her: die wird sein Land zur Wüste machen, daß kein Bewohner mehr darin sein wird. Sowohl Menschen als Vieh sind entflohen, weggezogen.
Jer.50,04] In jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht der HERR, werden die Söhne Israel kommen, sie und die Söhne Juda zusammen. Immerfort weinend werden sie gehen und den HERRN, ihren Gott, suchen.
Jer.50,05] Sie werden nach Zion fragen, (auf den) Weg dahin ist ihr Gesicht (gerichtet): Kommt und schließt euch an den HERRN an in einem ewigen Bund, der nicht vergessen wird!
Jer.50,06] Mein Volk war eine verlorengehende Schafherde: ihre Hirten leiteten sie irre auf verführerische Berge. Sie gingen von Berg zu Hügel, vergaßen ihre Lagerstätte.
Jer.50,07] Alle, die sie fanden, fraßen sie. Und ihre Gegner sagten: Wir werden nicht schuldig! - deshalb, weil sie gegen den HERRN gesündigt haben, die Weide der Gerechtigkeit, und (gegen) den HERRN, die Hoffnung ihrer Väter.
Jer.50,08] Flieht aus Babel hinaus und zieht aus dem Land der Chaldäer und seid wie die Leitböcke vor den Schafen her!
Jer.50,09] Denn siehe, ich erwecke und führe herauf gegen Babel eine Versammlung großer Nationen aus dem Land des Nordens, und sie werden sich gegen es aufstellen: von dort aus wird es eingenommen werden. Ihre Pfeile sind wie die eines geschickten Helden, keiner kehrt mit leeren Händen zurück.
Jer.50,10] Und Chaldäa wird zum Raub werden. Alle, die es berauben, sollen satt werden, spricht der HERR.
Jer.50,11] Ja, freut euch (nur), ja, frohlockt (nur, ihr) Plünderer meines Erbteils, ja, hüpft (nur) wie eine dreschende junge Kuh und wiehert wie starke (Pferde)!
Jer.50,12] Sehr beschämt ist eure Mutter, in ihrer Hoffnung getäuscht, eure Gebärerin. Siehe, es ist die letzte der Nationen, eine Wüste, eine Dürre und eine Steppe.
Jer.50,13] Vor dem Grimm des HERRN wird es nicht mehr bewohnt werden, sondern ganz und gar verödet bleiben. Jeder, der an Babel vorüberzieht, wird sich entsetzen und zischen über all seine Plagen.
Jer.50,14] Stellt euch ringsum auf gegen Babel, alle, die ihr den Bogen spannt! Schießt nach ihm, spart die Pfeile nicht! Denn gegen den HERRN hat es gesündigt. Jer.50,15] Erhebt das Kriegsgeschrei gegen es ringsum! Es hat sich ergeben. Gefallen sind seine Festungswerke, niedergerissen seine Mauern. Denn es ist die Rache des HERRN. Rächt euch an ihm! So wie es getan hat, tut ihm!
Jer.50,16] Rottet aus Babel den Sämann aus und den, der die Sichel führt zur Erntezeit! Vor dem gewalttätigen Schwert werden sie sich jeder zu seinem Volk wenden und jeder in sein Land fliehen.
Jer.50,17] Israel ist ein versprengtes Schaf, das Löwen verscheucht haben. Zuerst hat der König von Assur es gefressen, und nun zuletzt hat Nebukadnezar, der König von Babel, ihm die Knochen abgenagt.
Jer.50,18] Darum, so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich suche heim den König von Babel und sein Land, ebenso wie ich den König von Assur heimgesucht habe.
Jer.50,19] Und ich will Israel zu seinem Weideplatz zurückbringen, daß es (auf dem) Karmel und (in) Basan weidet und seine Seele sich sättigt auf dem Gebirge Ephraim und in Gilead.
Jer.50,20] In jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht der HERR, wird Israels Schuld gesucht werden, und sie wird nicht da sein, - und die Sünden Judas, und sie werden nicht gefunden werden; denn ich will denen vergeben, die ich übriglasse.
Jer.50,21] Gegen das Land Meratajim, gegen es ziehe hinauf und gegen die Bewohner von Pekod! Mache (sie) nieder und vollstrecke den Bann hinter ihnen her, spricht der HERR, und tu nach allem, was ich dir geboten habe! Jer.50,22] Kriegslärm im Land und großer Zusammenbruch!
Jer.50,23] Wie ist zerhauen und zertrümmert der Hammer der ganzen Erde! Wie ist Babel zum Entsetzen geworden unter den Nationen!
Jer.50,24] Ich habe dir eine Falle gestellt, und du bist auch gefangen worden, Babel, ohne daß du es erkannt hast. Du bist gefunden und auch gefaßt, weil du Krieg mit dem HERRN angefangen hast.
Jer.50,25] Der HERR hat seine Rüstkammer aufgetan und die Waffen seines Grimms hervorgeholt; denn Arbeit gibt es für den Herrn, den HERRN der Heerscharen, im Land der Chaldäer.
Jer.50,26] Kommt über es vom (äußersten) Ende, öffnet seine Scheunen, schüttet es auf wie Garbenhaufen und vollstreckt den Bann an ihm! Nicht bleibe ihm ein Überrest! Jer.50,27] Stecht alle seine Stiere nieder, zur Schlachtung sollen sie hinsinken! Wehe über sie! Denn ihr Tag ist gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung.
Jer.50,28] Horch! Flüchtlinge und Entkommene aus dem Land Babel, um in Zion zu verkünden die Rache des HERRN, unseres Gottes, die Rache seines Tempels! Jer.50,29] Ruft Schützen herbei gegen Babel, alle, die den Bogen spannen! Belagert es ringsum, niemand darf entkommen! Vergeltet ihm nach seinem Tun, tut ihm nach allem, was es getan hat! Denn es hat vermessen gehandelt gegen den HERRN, gegen den Heiligen Israels.
Jer.50,30] Darum sollen seine jungen Männer auf seinen Plätzen fallen und alle seine Kriegsmänner umkommen an jenem Tag, spricht der HERR.
Jer.50,31 ] Siehe, ich will an dich, du Stolze, spricht der Herr, HERR der Heerscharen. Denn gekommen ist dein Tag, die Zeit, da ich dich heimsuche.
Jer.50,32] Dann wird die Stolze stürzen und fallen, und niemand wird sie aufrichten. Und ich werde ein Feuer anzünden in ihren Städten, daß es ihre ganze Umgebung frißt. Jer.50,33] So spricht der HERR der Heerscharen: Die Söhne Israel und die Söhne Juda sind alle zusammen Unterdrückte. Und alle, die sie gefangen weggeführt, haben sie festgehalten, haben sich geweigert, sie loszulassen.
Jer.50,34] Ihr Erlöser ist stark, HERR der Heerscharen ist sein Name. Er wird ihre Rechtssache bestimmt führen, um dem Land Ruhe zu verschaffen, aber den Bewohnern von Babel Unruhe.
Jer.50,35] Das Schwert über die Chaldäer, spricht der HERR, und über die Bewohner von Babel und über seine Obersten und über seine Weisen!
Jer.50,36] Das Schwert über die Toren, daß sie zu Orakelpriestern werden! Das Schwert über seine Helden, daß sie schreckerfüllt sind!
Jer.50,37] Das Schwert über seine Pferde und über seine Wagen und über das ganze Mischvolk, das in seiner Mitte ist, daß sie zu Weibern werden! Das Schwert über seine Schätze, daß sie geplündert werden!
Jer.50,38] Dürre über seine Gewässer, daß sie austrocknen! Denn es ist ein Land der geschnitzten Bilder, und durch ihre Schreckbilder werden sie toll.
Jer.50,39] Darum werden Wüstentiere mit wilden Hunden darin wohnen, und Strauße werden darin wohnen. Und es soll in Ewigkeit nicht mehr bewohnt werden und keine Wohnstätte sein von Generation zu Generation.
Jer.50,40] Wie (nach) der Umkehrung Sodoms und Gomorras und ihrer Nachbarstädte durch Gott, spricht der HERR, wird niemand dort wohnen, und kein Menschenkind wird sich darin aufhalten.
Jer.50,41] Siehe, ein Volk kommt von Norden her, und eine große Nation und viele Könige machen sich auf vom äußersten Ende der Erde.
Jer.50,42] Bogen und Krummschwert führen sie, sie sind grausam und ohne Erbarmen. Ihre Stimme braust wie das Meer, und auf Pferden reiten sie: gerüstet gegen dich, Tochter Babel, wie ein Mann zum Krieg.
Jer.50,43] Der König von Babel hat die Nachricht von ihnen vernommen, und seine Hände sind schlaff geworden. Angst hat ihn ergriffen, Wehen wie bei der Gebärenden. Jer.50,44] Siehe, wie ein Löwe steigt er von der Pracht des Jordan herauf zum Weideplatz (am) immerfließenden (Bach). Ja, ich werde sie plötzlich daraus vertreiben und den, der auserkoren ist, über es bestellen. Denn wer ist mir gleich, und wer will mich vorladen? Und wer ist der Hirte, der vor mir bestehen könnte?
Jer.50,45] Darum hört den Ratschluß des HERRN, den er über Babel beschlossen hat, und seine Gedanken, die er über das Land der Chaldäer denkt: Wahrlich, man wird sie fortschleppen, (auch) die Geringen der Herde! Wahrlich, der Weideplatz wird sich über sie entsetzen!
Jer.50,46] Von dem Ruf: Babel ist erobert! erzittert die Erde. Ein Geschrei wird unter den Nationen vernommen.
Jeremias 51. Kapitel: Babels Macht und Sturz, Schuld und Strafe (vgl. Jes.13; 14; 21,01-10; 47,01-15) Jer.51,01] So spricht der HERR: Siehe, ich erwecke gegen Babel und gegen die, die im Herzen meiner Widersacher wohnen, einen Geist des Verderbens.
Jer.51,02] Und ich sende nach Babel Fremde, die es worfeln und sein Land ausleeren werden. Denn sie werden ringsumher gegen es vorgehen am Tag des Unheils.
Jer.51,03] Der Schütze spanne seinen Bogen gegen den, der da spannt, und gegen den, der sich in seinem Panzer erhebt! Und habt kein Mitleid mit seinen jungen Männern, vollstreckt den Bann an seinem ganzen Heer!
Jer.51,04] Und Erschlagene sollen fallen im Land der Chaldäer und Durchbohrte auf seinen Straßen.
Jer.51,05] Denn nicht verwitwet ist Israel noch Juda von seinem Gott, von dem HERRN der Heerscharen; denn deren Land ist voll Schuld wegen des Heiligen Israels. Jer.51,06] Flieht aus Babel hinaus und rettet euch, jeder (rette) sein Leben, daß ihr in seiner Schuld nicht umkommt! Denn es ist die Zeit der Rache des HERRN: was es getan hat, vergilt er ihm.
Jer.51,07] Babel war ein goldener Becher in der Hand des HERRN, der die ganze Erde berauschte. Von seinem Wein haben die Nationen getrunken, darum sind die Nationen wie toll geworden.
Jer.51,08] Plötzlich ist Babel gefallen und zertrümmert. Jammert über es! Holt Balsam für seinen Schmerz! Vielleicht wird es geheilt werden!
Jer.51,09] Wir haben Babel heilen wollen, aber es war nicht zu heilen. Verlaßt es und laßt uns jeder in sein Land ziehen! Denn sein Gericht reicht bis an den Himmel und erhebt sich bis zu den Wolken.
Jer.51,10] Der HERR hat unsere Gerechtigkeiten ans Licht gebracht. Kommt und laßt uns in Zion die Tat des HERRN, unseres Gottes, erzählen!
Jer.51,11] Schärft die Pfeile, faßt den Schild! Der HERR hat den Geist der Könige von Medien erweckt. Denn gegen Babel ist sein Plan (gerichtet), es zu zerstören; denn es ist die Rache des HERRN, die Rache für seinen Tempel.
Jer.51,12] Richtet das Feldzeichen gegen die Mauern von Babel auf, verschärft die Bewachung, stellt Wächter auf, bereitet die Hinterhalte! Denn wie der HERR es sich vorgenommen, so führt er aus, was er über die Bewohner von Babel geredet hat. Jer.51,13] Die du an vielen Wassern wohnst, reich an Schätzen, dein Ende ist gekommen, das Maß deines ungerechten Gewinns.
Jer.51,14] Der HERR der Heerscharen hat bei sich selbst geschworen: Wenn ich dich auch mit Menschen angefüllt habe wie mit Heuschrecken, so wird man doch Triumphgeschrei über dich anstimmen.
Jer.51,15] Er ist es, der die Erde gemacht hat durch seine Kraft, der den Erdkreis gegründet durch seine Weisheit und die Himmel ausgespannt durch seine Einsicht, Jer.51,16] auf dessen Befehl sich die Menge der Wasser am Himmel ergießt, der Wolken aufsteigen läßt vom Ende der Erde, Blitze macht für den Regen und den Wind aus seinen Kammern herausläßt!
Jer.51,17] Dumm steht da jeder Mensch, ohne Erkenntnis, beschämt jeder Goldschmied wegen des Götterbildes. Denn Lüge sind seine gegossenen Bilder, Leben haben sie nicht. Jer.51,18] Ein Nichts sind sie, ein Werk zum Gespött: zur Zeit ihrer Heimsuchung sind sie verloren.
Jer.51,19] Jakobs Anteil ist nicht wie diese. Denn er (,der HERR,) ist es, der das All gebildet hat und den Stamm seines Erbteils. Jahwe der Heerscharen ist sein Name. Jer.51,20] Du bist mir ein Hammer, eine Kriegswaffe, und mit dir zerhämmere ich Nationen, und mit dir zerstöre ich Königreiche,
Jer.51,21] und mit dir zerhämmere ich Roß und Reiter, und mit dir zerhämmere ich den Wagen und seinen Lenker,
Jer.51,22] und mit dir zerhämmere ich Mann und Frau, und mit dir zerhämmere ich Greis und Knaben, und mit dir zerhämmere ich Jüngling und die Jungfrau, Jer.51,23] und mit dir zerhämmere ich den Hirten und seine Herde, und mit dir zerhämmere ich den Bauern und sein Gespann, und mit dir zerhämmere ich Statthalter und Befehlshaber.
Jer.51,24] Und ich will Babel und allen Bewohnern Chaldäas all ihr Böses, das sie an Zion verübt haben, vor euren Augen vergelten, spricht der HERR.
Jer.51,25] Siehe, ich will an dich, spricht der HERR, du Berg des Verderbens, der die ganze Erde verdirbt. Und ich will meine Hand gegen dich ausstrecken und dich von den Felsen hinabwälzen und dich zu einem verbrannten Berg machen,
Jer.51,26] so daß man von dir weder Eckstein noch Grundstein nehmen kann. Denn eine ewige Trümmerstätte sollst du sein, spricht der HERR.
Jer.51,27] Richtet das Feldzeichen im Land auf, stoßt ins Horn unter den Nationen! Heiligt Nationen gegen es (zum Krieg), ruft gegen es die Königreiche Ararat, Minni und Aschkenas herbei! Bestellt Kriegsoberste gegen es, laßt Pferde heraufziehen wie furchtbare Heuschrecken!
Jer.51,28] Heiligt Nationen gegen es (zum Krieg), die Könige von Medien, dessen
Statthalter und alle seine Befehlshaber und das ganze Land ihrer Herrschaft!
Jer.51,29] Da erbebt und erzittert die Erde. Denn die Pläne des HERRN erfüllen sich gegen
Babel, um das Land Babel zu einer Wüste zu machen, ohne Bewohner.
Jer.51,30] Babels Helden haben aufgehört zu kämpfen, sie sitzen in den Bergfestungen.
Versiegt ist ihre Kraft, sie sind zu Weibern geworden. Man hat ihre Wohnungen
angezündet, ihre Riegel sind zerbrochen.
Jer.51,31] Ein Läufer läuft dem anderen entgegen und der Bote dem Boten, um dem König von Babel die Botschaft zu bringen, daß seine Stadt von allen Seiten her eingenommen ist. Jer.51,32] Und die Übergänge sind besetzt, und die Festungen hat man mit Feuer ausgebrannt, und die Kriegsleute sind vor Schrecken erstarrt. -
Jer.51,33] Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Die Tochter Babel ist wie eine Tenne zur Zeit, da man sie stampft. Noch kurze Zeit, dann kommt die Zeit der Ernte für sie.
Jer.51,34] Nebukadnezar, der König von Babel, hat mich gefressen, hat mich vernichtet, hat mich weggestellt als leeres Gefäß. Er verschlang mich wie ein Ungeheuer, füllte seinen Bauch mit meinen Leckerbissen, stieß mich fort.
Jer.51,35] Die an mir (begangene) Gewalttat und meine Zerfleischung komme über Babel -soll die Bewohnerin von Zion sagen - und mein Blut über die Bewohner von Chaldäa, soll Jerusalem sagen.
Jer.51,36] Darum, so spricht der HERR: Siehe, ich will deinen Rechtsstreit führen und deine Rache vollziehen, und ich werde sein Meer austrocknen und seine Quelle versiegen lassen. Jer.51,37] Und Babel soll zum Steinhaufen, zur Wohnung der Schakale, zum Entsetzen und zum Gezisch werden, ohne Bewohner.
Jer.51,38] Sie brüllen alle zusammen wie Junglöwen, knurren wie die Jungen der Löwinnen. Jer.51,39] Wenn sie erhitzt sind, richte ich ihnen ein Trinkgelage an und mache sie betrunken, so daß sie frohlocken und entschlafen zu ewigem Schlaf und nicht mehr erwachen, spricht der HERR.
Jer.51,40] Wie Lämmer führe ich sie zur Schlachtung hinab, wie Widder zusammen mit den Böcken. -
Jer.51,41] Wie ist Scheschach eingenommen und der Ruhm der ganzen Erde erobert! Wie ist Babel zum Entsetzen geworden unter den Nationen!
Jer.51,42] Das Meer ist heraufgestiegen über Babel; mit dem Brausen seiner Wellen ist es bedeckt.
Jer.51,43] Seine Städte sind zur Wüste geworden, ein dürres Land und eine Steppe, ein Land, worin niemand wohnt und durch das kein Menschenkind zieht. Jer.51,44] Und ich werde den Bei zu Babel heimsuchen und aus seinem Maul herausnehmen, was er verschlungen hat; und Nationen sollen nicht mehr zu ihm strömen. Auch die Mauer von Babel ist gefallen.
Jer.51,45] Zieht aus ihm hinaus, mein Volk, und rettet euch, jeder sein Leben, vor der Zornesglut des HERRN!
Jer.51,46] Und daß euer Herz nicht zaghaft werde und ihr euch nicht fürchtet vor der Nachricht, die im Land vernommen wird! Denn in dem einen Jahr kommt diese Nachricht und in dem Jahr danach jene Nachricht. Und Gewalttat ist im Land, Herrscher (folgt) auf Herrscher.
Jer.51,47] Darum siehe, Tage kommen, da werde ich die Götterbilder Babels heimsuchen. Sein ganzes Land wird zuschanden werden, und alle seine Erschlagenen werden in seiner Mitte fallen.
Jer.51,48] Und Himmel und Erde, und alles, was in ihnen ist, werden jubeln über Babel. Denn von Norden her kommen ihm die Verwüster, spricht der HERR. Jer.51,49] Wie Babel darauf ausging, daß Erschlagene Israels fielen, so werden wegen Babel Erschlagene (auf) der ganzen Erde fallen. -
Jer.51,50] Ihr, (die) dem Schwert Entkommenen, geht, bleibt nicht stehen! Denkt an den HERRN aus der Feme, und Jerusalem komme euch in den Sinn! -
Jer.51,51] Wir sind beschämt, denn wir haben Verhöhnung gehört; Schmach hat unser Gesicht bedeckt. Denn Fremde sind über die Heiligtümer des Hauses des Herrn gekommen. Jer.51,52] Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da ich seine Götzenbilder heimsuchen werde. Und tödlich Verwundete werden stöhnen in seinem ganzen Land. Jer.51,53] Wenn auch Babel bis zum Himmel hinaufstiege und seine starke Höhe unersteigbar machte, so würden ihm von mir her (doch) Verwüster kommen, spricht der HERR.
Jer.51,54] Horch! Ein Geschrei aus Babel und großer Zusammenbruch vom Land der Chaldäer her!
Jer.51,55] Denn der HERR verwüstet Babel und läßt aus ihm den lauten Schall verlorengehen. Und es brausen seine Wogen wie gewaltige Wasser, es ertönt der Schall ihres Tosens.
Jer.51,56] Denn über es, über Babel, kommt ein Verwüster. Und seine Helden werden gefangen, ihre Bogen sind zerbrochen. Denn ein Gott der Vergeltung ist der HERR, er wird bestimmt vergelten.
Jer.51,57] Und ich mache seine Obersten betrunken und seine Weisen, seine Statthalter und
seine Befehlshaber und seine Helden, daß sie entschlafen zu ewigem Schlaf und nicht mehr
erwachen, spricht der König, HERR der Heerscharen ist sein Name.
Jer.51,58] So spricht der HERR der Heerscharen: Die Mauern des großen Babel sollen
vollständig geschleift und seine hohen Tore mit Feuer verbrannt werden. - Und so mühen
sich Völker für nichts und Völkerschaften fürs Feuer, und sie ermüden. Anweisung
Jeremias, die Fluchschrift über Babel nach Verlesung im Euphrat zu versenken.
Jer.51,59] Das Wort, das der Prophet Jeremia Seraja, dem Sohn Nerijas, des Sohnes
Machsejas, befahl, als der mit Zedekia, dem König von Juda, im vierten Jahr seiner
Regierung nach Babel zog; Seraja war Reisemarschall.
Jer.51,60] Und Jeremia schrieb in ein (einziges) Buch all das Unheil, das über Babel kommen sollte, alle diese Worte, die gegen Babel geschrieben sind. Jer.51,61] Und Jeremia sagte zu Seraja: Wenn du nach Babel kommst, so sieh zu und lies all diese Worte
Jer.51,62 und sprich: HERR, du selbst hast gegen diesen Ort geredet, daß du ihn ausrotten wirst, so daß kein Bewohner mehr darin sein soll, weder Mensch noch Vieh, sondern daß er zu einer ewigen Trümmerstätte werden soll.
Jer.51,63] Und es soll geschehen, wenn du dieses Buch zu Ende gelesen hast, so binde einen Stein daran und wirf es mitten in den Euphrat
Jer.51,64] und sage: So wird Babel versinken und nicht wieder hochkommen wegen des Unheils, das ich über es bringe; und sie werden ermüden.
Jesajas 47. Kapitel: Triumph und Spott über den Untergang Babels (vgl. Jer.13.14.21,01-10; Jer.50.51) Jer.47,01] Steig herunter und setz dich in den Staub, Jungfrau, Tochter Babel! Setz dich auf die Erde ohne Thron, Tochter der Chaldäer! Denn man wird dich nicht länger die Verwöhnte und Verzärtelte nennen.
Jer.47,02] Nimm die Mühle und mahle Mehl! Schlage deinen Schleier zurück, hebe die Schleppe, entblöße die Schenkel, wate durch Ströme!
Jer.47,03] Deine Blöße soll aufgedeckt, ja, deine Schande gesehen werden! Ich werde Rache nehmen und Menschen nicht verschonen. -
Jer.47,04] Unser Erlöser, HERR der Heerscharen ist sein Name, der Heilige Israels! -Jer.47,05] Setze dich stumm hin und geh in die Finsternis, Tochter der Chaldäer! Denn du sollst nicht länger Herrin der Königreiche genannt werden.
Jer.47,06] Ich war erzürnt über mein Volk, ich entweihte mein Erbteil, und ich gab sie in deine Hand. Du hast ihnen kein Erbarmen erwiesen, auf den Greis legtest du schwer dein Joch.
Jer.47,07] Und du sagtest: Auf ewig werde ich Herrin sein, für immer! Du nahmst dir dies nicht zu Herzen, das Ende davon bedachtest du nicht.
Jer.47,08] Und nun höre dies, du Wollüstige, die in Sicherheit wohnt, die in ihrem Herzen sagt: Ich, und sonst gar nichts! Ich werde nicht als Witwe sitzen noch Kinderlosigkeit kennen!
Jer.47,09] Dies beides wird über dich kommen in einem Augenblick, an einem einzigen Tag: Kinderlosigkeit und Witwenschaft. In vollem Maße werden sie über dich kommen trotz der Menge deiner Zaubereien, trotz der gewaltigen Fülle deiner Bannsprüche. Jer.47,10] Aber du vertrautest auf deine Bosheit. Du sagtest: Niemand sieht mich. Deine Weisheit und dein Wissen, das hat dich irregeführt. Und du sagtest in deinem Herzen: Ich, und sonst gar nichts!
Jer.47,11] So kommt Unheil über dich, gegen das du keinen Zauber kennst. Und ein Verderben wird über dich herfallen, das du nicht abwenden kannst. Und plötzlich wird ein Sturm über dich kommen, den du nicht ahnst. -
Jer.47,12] Tritt doch auf mit deinen Bannsprüchen und mit der Menge deiner Zaubereien, mit denen du dich abgemüht hast von deiner Jugend an! Vielleicht kannst du Hilfe schaffen, vielleicht wirst du Schrecken einflößen.
Jer.47,13] Du bist müde geworden durch die Menge deiner Beratungen. Sie sollen doch auftreten und dich retten, die Himmelszerleger, die Sternebeschauer, die an jedem Neumond wissen lassen, was über dich kommen soll!
Jer.47,14] Siehe, sie sind wie Strohstoppeln geworden, Feuer hat sie verbrannt! Vor der Gewalt der Flamme haben sie ihr Leben nicht gerettet: es gab keine Kohle, um sich zu wärmen, kein Feuer, um davor zu sitzen.
Jer.47,15] So sind dir die geworden, für die du dich abgemüht hast, deine Handelspartner von deiner Jugend an. Sie taumeln, jeder nach seiner Seite hin; niemand rettet dich.
Offb.16,16 -19,02: Untergang der großen Hure Babel Offb. 16,16] Und er versammelte sie an den Ort, der auf hebräisch Harmagedon heißt. Offb.16,17] Und der siebente goß seine Schale aus in die Luft; und es kam eine laute Stimme aus dem Tempel vom Thron her, die sprach: Es ist geschehen. Offb.16,18] Und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner; und ein großes Erdbeben geschah, desgleichen nicht geschehen ist, seitdem ein Mensch auf der Erde war, ein so gewaltiges, so großes Erdbeben.
Offb.16,19] Und die große Stadt wurde in drei Teile (gespalten), und die Städte der Nationen fielen, und der großen (Stadt) Babylon wurde vor Gott gedacht, ihr den Kelch des Weines des Grimmes seines Zornes zu geben.
Offb. 16,20] Und jede Insel verschwand, und Berge wurden nicht gefunden. Offb. 16,21] Und ein großer Hagel, wie zentnerschwer, fällt aus dem Himmel auf die Menschen nieder; und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels, denn seine Plage ist sehr groß.
Offb. 17. Kapitel: Das große Babylon und das Tier Offb.17,01] Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm her, ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an vielen Wassern sitzt,
Offb.17,02] mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben; und die Bewohner der Erde sind trunken geworden von dem Wein ihrer Unzucht.
Offb.17,03] Und er führte mich im Geist hinweg in eine Wüste; und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das voll Lästernamen war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte.
Offb. 17,04] Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelgestein und Perlen, und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll Greuel und Unreinheit ihrer Unzucht;
Offb. 17,05] und sie hatte an ihrer Stirn einen Namen geschrieben, ein Geheimnis: Babylon, die große, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde.
Offb.17,06] Und ich sah die Frau trunken vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu. Und ich wunderte mich, als ich sie sah, mit großer Verwunderung. Offb. 17,07] Und der Engel sprach zu mir: Warum wundertest du dich? Ich will dir das Geheimnis der Frau sagen und des Tieres, das sie trägt und die sieben Köpfe und die zehn Hörner hat.
Offb. 17,08] Das Tier, das du gesehen hast, war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und geht ins Verderben; und die Bewohner der Erde, deren Namen nicht im Buch des Lebens geschrieben sind von Grundlegung der Welt an, werden sich wundern, wenn sie das Tier sehen, daß es war und nicht ist und da sein wird.
Offb.17,09] Hier ist der Verstand (nötig), der Weisheit hat: Die sieben Köpfe sind sieben Berge, auf denen die Frau sitzt. Und es sind sieben Könige:
Offb.17,10] die fünf (ersten) sind gefallen, der eine ist, der andere ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt, muß er eine kurze Zeit bleiben.
Offb.17,11] Und das Tier, das war und nicht ist, es ist selbst sowohl ein achter als auch von den sieben und geht ins Verderben.
Offb.17,12] Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, die noch kein Königreich empfangen haben, aber mit dem Tier kurze Zeit Macht wie Könige empfangen. Offb.17,13] Diese haben einen Sinn und geben ihre Kraft und Macht dem Tier.
Offb.17,14] Diese werden mit dem Lamm Krieg führen, und das Lamm wird sie überwinden; denn es ist Herr der Herren und König der Könige, und die mit ihm (sind, sind) Berufene und Auserwählte und Treue.
Offb. 17,15] Und er spricht zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, wo die Hure sitzt, sind Völker und Völkerscharen und Nationen und Sprachen;
Offb. 17,16] und die zehn Homer, die du gesehen hast, und das Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie verwüsten und nackt machen und werden ihr Fleisch fressen und sie mit Feuer verbrennen.
Offb. 17,17] Denn Gott hat in ihre Herzen gegeben, seinen Sinn zu tun und in einem Sinn zu handeln und ihr Königreich dem Tier zu geben, bis die Worte Gottes vollendet sein werden. Offb. 17,18] Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, welche die Königsherrschaft über die Könige der Erde hat.
Offb. 18. Kapitel: Der Untergang Babels Offb.18,14 Nach diesem sah ich einen anderen Engel aus dem Himmel herabkommen, der große Macht hatte; und die Erde wurde von seiner Herrlichkeit erleuchtet. Offb. 18,02] Und er rief mit starker Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, und ist eine Behausung von Dämonen geworden und ein Gefängnis jedes unreinen Geistes und ein Gefängnis jedes unreinen und gehaßten Vogels.
Offb. 18,03] Denn von dem Wein der Wut ihrer Unzucht haben alle Nationen getrunken, und die Könige der Erde haben Unzucht mit ihr getrieben, und die Kaufleute der Erde sind durch die Macht ihrer Üppigkeit reich geworden.
Offb. 18,04] Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt,
Offb. 18,05] denn ihre Sünden sind aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht.
Offb. 18,06] Vergeltet ihr, wie auch sie vergolten hat, und verdoppelt (es ihr) doppelt nach ihren Werken; in dem Kelch, den sie gemischt hat, mischet ihr doppelt. Offb. 18,07] Wieviel sie sich verherrlicht hat und üppig gewesen ist, soviel Qual und Trauer gebt ihr. Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und Traurigkeit werde ich nicht sehen.
Offb. 18,08] Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen: Tod und Trauer und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist der Herr, Gott, der sie gerichtet hat.
Offb. 18,09] Und es werden um sie weinen und wehklagen die Könige der Erde, die mit ihr Unzucht getrieben haben und üppig gewesen sind, wenn sie den Rauch ihres Brandes sehen; Offb.18,10] und sie werden aus Furcht vor ihrer Qual von fernstehen und sagen: Wehe, wehe! Die große Stadt, Babylon, die starke Stadt! Denn in einer Stunde ist dein Gericht gekommen.
Offb. 18,11] Und die Kaufleute der Erde weinen und trauern um sie, weil niemand mehr ihre Ware kauft:
Offb.18,12] Ware von Gold und Silber und Edelgestein und Perlen und feiner Leinwand und Purpur und Seide und Scharlachstoff und alles Thujaholz und jedes Gerät von Elfenbein und jedes Gerät von kostbarstem Holz und von Erz und Eisen und Marmor Offb. 18,13] und Zimt und Haarbalsam und Räucherwerk und Salböl und Weihrauch und Wein und Öl und Feinmehl und Weizen und Rinder und Schafe und von Pferden und von Wagen und von Leibeigenen und Menschenseelen.
Offb.18,14] Und die Früchte, woran deine Seele Lust hatte, sind von dir gewichen, und alle Pracht und Glanz sind dir verloren, und man wird sie nie mehr finden. Offb.18,15] Die Kaufleute dieser Dinge, die an ihr reich geworden sind, werden aus Furcht vor ihrer Qual von fern stehen, weinend und trauernd,
Offb.18,16] und werden sagen: Wehe, wehe! Die große Stadt, die bekleidet war mit feiner Leinwand und Purpur und Scharlachstoff und übergoldet mit Gold und Edelgestein und Perlen!
Offb.18,17] Denn in einer Stunde ist der so große Reichtum verwüstet worden. Und jeder Steuermann und jeder Küstenfahrer und Schiffsleute und alle, die auf dem Meere beschäftigt sind, standen von fern
Offb. 18,18] und riefen, als sie den Rauch ihres Brandes sahen, und sprachen: Wer war der großen Stadt gleich?
Offb.18,19] Und sie warfen Staub auf ihre Häupter und riefen weinend und trauernd und sprachen: Wehe, Wehe! Die große Stadt, in der alle, die Schiffe auf dem Meere hatten, reich wurden von ihrer Kostbarkeit! Denn in einer Stunde ist sie verwüstet worden. Offb.18,20] Sei fröhlich über sie, du Himmel, und ihr Heiligen und Apostel und Propheten! Denn Gott hat für euch das Urteil an ihr vollzogen.
Offb.18,21] Und ein anderer Engel hob einen Stein auf wie einen großen Mühlstein und warf ihn ins Meer und sprach: So wird Babylon, die große Stadt, mit Gewalt niedergeworfen und nie mehr gefunden werden.
Offb. 18,22] Und die Stimme der Harfensänger und Musiker und Flötenspieler und Trompeter wird nie mehr in dir gehört und nie mehr ein Künstler irgendeiner Kunst in dir
gefunden und das Geräusch des Mühlsteins nie mehr in dir gehört werden,
Offb. 18,23] und das Licht einer Lampe wird nie mehr in dir scheinen und die Stimme von Bräutigam und Braut nie mehr in dir gehört werden; denn deine Kaufleute waren die Großen der Erde; denn durch deine Zauberei sind alle Nationen verführt worden.
Offb. 18,24] Und in ihr wurde das Blut von Propheten und Heiligen gefunden und von allen denen, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.
Offb. 19,01] Nach diesem hörte ich (etwas) wie eine laute Stimme einer großen Volksmenge im Himmel, die sprachen: Halleluja! Das Heil und die Herrlichkeit und die Macht (sind) unseres Gottes!
Offb. 19,02] Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte; denn er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde mit ihrer Unzucht verdarb, und er hat das Blut seiner Knechte an ihr gerächt.
Vorhersage des Strafzeitpunktes für Rom und Welt
Allgemeine Zeitumschreibung: wenn Christheidentum überhandnimmt Ev08.039,12] (Schriftgelehrter:) »Herr und Meister, ich bin nun schon über alles, was mir am wichtigsten schien, vollends aufgehellt worden durch Deine Güte und Gnade; aber da Du Selbst ehedem von einem allergrößten Gericht über alle Heiden Erwähnung gemacht hast, so könntest Du uns ja auch die Zeit näher bestimmen, wann das alles eintreffen wird.
Ev08.039,13] Es haben davon wohl auch Daniel und Jesajas in dunklen Bildern geredet, und Du Selbst hast zwei volle dahin deutende Kapitel des Jesajas erklärt, wie auch den sicheren Untergang Jerusalems; aber von einer bestimmten Zeit hast Du darin nichts Besonderes angedeutet. Da wir nun aber von Dir schon so vieles erfahren haben, so könntest Du darüber, und namentlich über das letzte Gericht über die Heiden allerorten, auch etwas Bestimmtes kundtun, wie auch, wie solches Gericht geartet sein wird, und welche Zeichen
ihm vorangehen werden. Denn ohne gewisse Mahnzeichen läßt Du niemals ein Gericht über die Menschen ergehen.«
Ev08.039,14] Sagte Ich: »Mein lieber schriftgelehrter Freund! Du hast wahrlich eine ganz gute Frage nun gestellt, und Ich werde sie euch allen auch beantworten; aber ihr müßt euch das Heidentum in jener Zeit, deren Ich Erwähnung tat, nicht also vorstellen, wie da nun beschaffen ist das Heidentum in der Jetztzeit. Es werden die Götzentempel der Jetztzeit wohl schon lange zerstört sein; aber an ihre Stelle werden vom Widerchristen eine Unzahl anderer, und das sogar unter Meinem Namen, erbaut werden, und ihre Priester werden sich als Meine Stellvertreter auf Erden überhoch ehren lassen und werden alle Weltschätze an sich zu ziehen am allermeisten bemüht sein. Sie werden sich mästen; aber das Volk wird in großer Not sein geistig und leiblich.
Ev08.039,15] Seht, wenn jenes Heidentum wird überhandgenommen haben, dann wird auch ehest das große Gericht über die neue Hure Babels ausgegossen werden! ...«
Beispiele kontinuierlichen Richtens; Wann Gerichtshöhepunkt sein wird; Wahrheitssieg Ev08.045,08] »... wir betrachten nun lieber den schönen Morgen, aus dessen Gestaltungen nach allen Richtungen hin ihr so manches, besonders für die letzte Zeit der neuen Heiden, werdet entnehmen können!«
Ev08.046,01] Hier sagten Meine alten Jünger: »Herr und Meister, Du hast uns ja verheißen, noch hier ein Näheres darüber kundzutun, und so tue nun das, da nun wohl die schicksamste Gelegenheit dazu wäre!«
Ev08.046,02] Sagte Ich: »Wann dazu die schicksamste Gelegenheit ist, das weiß wohl Ich am besten, und dann habe Ich eben euch schon gar vieles davon kundgegeben, was auch sicher also kommen wird, weil Ich an dem freien Willen der Menschen nichts ändern darf -und ihr es nicht ändern könnet!
Ev08.046,03] Aber es hat mit Meiner Geburt das Gericht der Heiden allerorten schon begonnen und dauert nun in stets erhöhterem Maße fort und wird auch noch bis zum Vollichte unter den Menschen auf dieser Erde fortdauern nahe an 2000 Jahre.
Ev08.046,04] Wie ihr aber nun in der Morgengegend allerlei Wolken sich bilden und sich am Horizonte hinlagern sehet, als wollten sie sich dem Aufgange der Sonne hinderlich entgegenstellen, also wird sich gegen den einst kommenden großen Aufgang der geistigen und ewigen Wahrheitssonne auch eine große Masse von allerlei Hinderungswolken aufzutürmen anfangen und unter den Menschen vielen Schaden anrichten, aber den endlich großen Aufgang der Wahrheitssonne doch nicht verhindern können.
Ev08.046,05] Ihr habt ehedem noch recht viele schöne Sterne am Himmel leuchten sehen, und am Untergange sähet ihr auch Sterne, die in der tiefen Nacht geleuchtet haben. Sehet, die gingen als gute Boten den noch sichtbaren Morgenboten voran und wirkten in der Nacht; und das ist nun euer Beruf!
Ev08.046,06] Wenn aber am geistigen Morgenhorizonte aufgehen werden die noch helleren Morgenboten, so wird das ein Zeichen sein, daß ihnen bald die große und allgemeine Lebens- und Wahrheitssonne folgen wird. Ihr hellstes Licht wird ein unerbittliches Gericht sein aller Lüge und alles Truges, und sie (die Lüge) wird samt ihren Jüngern und Verehrern und samt ihrem großen Weltpompe hinabgeschleudert werden in den Abgrund der Verachtung, des gerechten Zornes und der Vergessenheit. Denn dann werden die erleuchteten Menschen nicht mehr gedenken des Truges und des lange gedauert habenden Gerichts.
Ev08.046,07] Wie ihr aber nun wohl schon gut merken könnet, daß das ehedem so drohend schwarz aussehende Gewölk anfängt, golden leuchtende Säume zu bekommen, so werdet ihr es in jener Zeit auch merken, wie die Menschen, die vor kurzem noch ganz finster und wahre Feinde des Lichtes der Wahrheit waren, von allen Seiten von den Lichtstrahlen der Wahrheit stets mehr und mehr und heller und heller erleuchtet und dann auch als selbst leuchtend zu Feinden der alten Lüge werden. Und solches Erleuchten von der dem vollen Aufgange sich nähernden Wahrheitssonne aus den Himmeln wird sein Mein Menschensohnszeichen allen Wahrhaftigen auf der Erde und das beginnende große Gericht über die Hure des neuen Babels.
Ev08.046,08] Da werden die Liebhaber der Wahrheit hoch aufzujubeln anfangen und werden Mich loben, daß Ich ihnen schon zum voraus gesendet habe Meines Aufgangs Zeichen am Himmel des inneren Geistestages, aber die Feinde der Wahrheit werden zu heulen und mit den Zähnen sehr zu knirschen anfangen und werden sich, soviel noch irgend möglich, in finstere Winkel zu verbergen suchen mit ihren stets weniger werdenden Getreuen, was ihnen aber nichts nützen wird; denn so dann die volle Wahrheitssonne aufgegangen sein wird, so wird ihr Licht alle noch so finsteren Löcher und Winkel und Höhlen durchleuchten, und die Feinde des Lichtes werden auf der ganzen neuen Erde keine Zufluchtsstätte mehr finden.
Ev08.046,09] Ich Selbst aber werde als die ewige Wahrheit in jener Sonne sein und durch ihr Licht bei den Menschen als Herrscher und Leiter ihres Lebens und ihrer zeitlichen und geistigen und ewigen Geschicke.
Ev08.046,10] Und somit habe Ich euch nun der vollen und leichtbegreiflichen Wahrheit nach das große Gericht des neuen und alten Heidentums gezeigt.«
Wie lange das Papsttum existieren wird; Grund und Zweck der Zulassung von Kämpfen Ev08.162,03] »... (Man) wird in Rom vorgeben, daß du solchen (den 'Hl.Stuhl') daselbst gegründet habest. Und die Völker, die mit Feuer und Schwert dazu gezwungen werden, werden den falschen Propheten auch glauben, daß du als ein erster Glaubensfürst solchen Stuhl in Rom gestellet habest und vom selben in Meinem Namen regierest die ganze Erde und ihre Fürsten und Völker. Aber siehe, das wird ein falscher Stuhl sein, von dem aus viel Unheil auf der weiten Erde wird ausgebreitet werden, und es wird da nahe niemand mehr wissen, wo du den rechten Stuhl, den Stuhl der Liebe, der Wahrheit, des lebendigen Glaubens und des Lebens aufgestellt hast, und wer dein rechter Nachfolger ist.
Ev08.162,04] Solch falscher Stuhl aber wird sich zwar lange halten, viel über die tausend Jahre hinaus, wird aber zweitausend Jahre Alters nicht erleben! Und nun rechne, wenn du rechnen kannst!
Ev08.162,05] Wenn der falsche Stuhl wird morsch geworden sein und keinen Halt mehr haben wird, dann werde Ich wiederkommen und Mein Reich mit Mir. Dann werdet auch ihr mit Mir zur Erde kommen und Meine Zeugen vor denen sein, bei denen wir noch den wahren und reinen Glauben finden werden.
Ev08.162,06] Aber in jener Zeit wird es denn auch einer großen Läuterung bedürfen, auf daß die Menschen Mich wieder erkennen und allein an Mich glauben werden. Doch was Ich euch nun im Vertrauen geoffenbart habe, davon schweiget jetzt noch! Es wird schon die Zeit kommen, in der solches laut von allen Dächern verkündet werden wird.«
Ev08.162,07] Sagten die andern Jünger: »Herr, kann denn so etwas nicht vermieden werden?«
Ev08.162,08] Sagte Ich: »O ja, da müßten die Menschen aber zu puren Maschinen umgeschaffen werden! Ihr saget auch: "Aber warum stets so heftige Winde und Stürme auf dem Meere?" Gut, sage Ich, so nehmen wir diese weg, und das Meer wird keine gefährlichen Wellen und Wogen mehr treiben, und die Schiffer werden in aller Ruhe und Gefahrlosigkeit die Meere befahren können. Aber das gar sehr ruhige Meer wird dann faul werden und mit Pestilenz alle Teile der Erde erfüllen, und es wird dabei kein natürliches Leben mehr denkbar möglich sein weder auf dem trockenen Lande und ebensowenig im Meere selbst.
Ev08.162,09] Man müßte denn alles Wasser in Stein verwandeln! Wenn aber das, woher werden dann alle belebten Geschöpfe, als Pflanzen und Tiere, ihre erste und allernotwendigste Nahrung nehmen? Auf daß aber das Meer bleibe, wie es ist, und auch alle andern Gewässer, so müssen auch die Winde und Stürme bleiben, durch die das Meer beständig in der Unruhe und der daraus hervorgehenden Tätigkeit erhalten wird, damit es sein Lebenssalz nicht zu Grunde sinken lasse und faul und peststinkend werde.
Ev08.162,10] Was aber beim Meere die Winde und Stürme sind, das sind beim Menschen die zugelassenen geistigen Proben und Kämpfe, die muß ein jeder Mensch auf dieser Erde mehr oder weniger bestehen und sich durch sie zum wahren Leben emporkämpfen.
Ev08.162,11] Was aber für die Zeit der Lebensdauer für jeden einzelnen Menschen auf dieser Erde gilt im kleinen Maße, das gilt einer gedehnteren Zeit nach denn auch für ganze Völkerstämme.«
Vorhersage des Zeitpunktes großer Offenbarungen und Gerichte; Kennzeichen dieser Zeit Ev09.023,03] »Aber natürlich, wenn die Menschen sich zu sehr in die bloßen Lustreize der Welt verrennen und verstricken und nur denken, daß sie bloß darum da sind, um sich als vernünftige und denkende Wesen von der mit allem reichst ausgestatteten Welt auch alle erdenklichen Wohlgenüsse zu bereiten und des eigentlichen Zweckes gar nicht gewahr werden, warum sie in die Welt gesetzt worden sind, und wer sie in die Welt gesetzt hat, da kann von einer eigentlichen und höheren Offenbarung Gottes und Seines Liebewillens so lange keine Rede sein, als bis die Menschen durch allerlei Not und Elend wenigstens so weit zu denken anfangen, daß sie fragen und sagen: "Warum mußten denn wir in diese elende Welt kommen, und warum müssen wir uns denn so plagen und martern lassen bis in den sichern Tod als dem elenden Schlußpunkte unserer Verzweiflung?", - wie auch du, Nojed, ehedem auf eine ganz ähnliche Weise weltweise gefaselt hast.
Ev09.023,04] Dann ist auch die Zeit da, in welcher Sich Gott den Menschen wieder von neuem zu offenbaren beginnt durch den Mund geweckter Menschen zuerst, durch andere Zeichen und auch durch allerlei Gericht an jenen Menschen, die durch allerlei Lug und Trug und Bedrückung der armen und schwachen Menschen reich und mächtig, stolz und lieblos und voll Übermutes geworden sind und bei sich an keinen Gott mehr denken und noch weniger im Herzen glauben, sondern sich nur in alle Lustbarkeiten der Welt stürzen und die armen Menschen mit Füßen treten und ihnen gar nicht mehr den Wert eines Menschen, sondern kaum den eines gemeinen Tieres erteilen.
Ev09.023,05] Wenn das einmal auf der Welt unter den Menschen das gewisse Ubermaß erreicht hat, dann kommt auch ein großes Gericht und mit demselben auch eine große und unmittelbare Offenbarung Gottes an die Menschen, die noch einen Glauben an Gott und also auch eine Liebe zu Ihm und zum Nächsten in ihrem Herzen bewahrt haben.
Ev09.023,06] Da werden die Gottesleugner und stolzen Betrüger und Bedrücker von dem Erdboden hinweggefegt und die Gläubigen und Armen aufgerichtet und aus den Himmeln erleuchtet werden, wie das nun soeben der Fall ist und später, nach nahe 2000 Jahren, auch wieder einmal der Fall werden wird. Die Zeit aber, in der so etwas vor sich gehen kann und sicher wird, ist ebenso leicht zu erkennen, wie ihr im Spätwinter aus dem das herannahende Frühjahr leicht erkennet, so ihr die Bäume betrachtet, wie ihre Knospen stets angeschwollener und saftiger werden und von ihren Ästen und Zweigen der Saft gleich den Tränen der Menschen auf die Erde herabträuft und diese gewisserart um die Erlösung von der Not des Winters, in der so viele Bäume schmachteten, anfleht.
Ev09.023,07] Wenn alsonach einmal die armen Menschen auch anfangen, in ihrem Herzen vom Lichte der Wahrheit aus Gott heller und angeschwollener zu werden und dabei aber durch die unbarmherzige und maßlose Bedrückung den Erdboden mit ihren Tränen sehr zu befeuchten anfangen, dann ist das große geistige Frühjahr in die volle Nähe gekommen.«
Schwierigkeit, blindes Kirchenvolk und verführten Klerus zu bekehren und zu retten
Schwierigkeiten, Priester zur Wahrheit zu führen Ev08.023,03] »... Ich (sage) euch, daß ihr eher hundert heidnischer Priester für Meine Lehre gewinnen werdet denn einen Pharisäer. Denn erstens haben die heidnischen Priester durch die griechischen und auch nach ihnen gebildeten römischen Weltweisen ungeheuer viel an ihrem alten Ansehen verloren; und zweitens ist durch die vielen umherziehenden Magier, die von allen Orten der Erde nach Rom kamen, auch ihr Wunderwirken in einen großen Mißkredit beim Volke gekommen. Es macht des gewissen Anstandes und Ansehens wegen wohl noch so manches mit und schaut des Zeitvertreibes wegen die Spektakel an; aber es hat keinen besonderen Glauben mehr daran. Und es wird sonach auch geschehen, daß im Volke bald gar kein heidnischer Priester mehr bestehen, während das Pharisäertum der Juden sich noch gar lange fort erhalten wird. Und was aber noch ärger als das alte Pharisäertum sein wird, das wird leider darin bestehen, daß sich unter Meinem Namen ein neues Pharisäertum bilden wird, das viel ärger denn das gegenwärtige sein wird!«
Wie mit blindem, rechthaberischem Klerus zu verfahren ist Ev05.118,01] »Wohl liegt nun die Menschheit in einer allerdicksten Nacht begraben und schläft einen Schlaf der Toten; all ihr Wissen ist ein eitles Träumen, und niemand weiß dem andern einen Bescheid zu geben. Es gibt wohl eine Menge von Lehrern und Führern aller Art, - aber was nützen sie?! - Denn sie alle sind ebenso blind wie ihre Führlinge; kommen sie an eine Grube, so fallen Führer und Führung hinein, und keiner findet einen Ausweg aus der verderbenbringenden Grube.
Ev05.118,02] Aber darum denke man ja nicht, daß sich die Menschen nicht gern einem rechten Führer anvertraueten! Was ist einem Blinden wohl erwünschter als ein sehender Führer, und dann noch um so mehr, so der Führer zum Blinden sagen kann mit einem guten und reell wahren Gewissen: "Freund, nun bist du zwar noch blind; aber so du treu und gläubig mir folgst, so sollst da in Kürze selbst sehend werden!" Und wenn dann trauig der Blinde mit dem sehenden Führer wandelt und in kurzer Zeit seine Augen anfangen, einen
nicht unbedeutenden Tagesschimmer wahrzunehmen, - wie wird sein Herz in aller Freude anzuschwellen anfangen!
Ev05.118,03] Oh, Ich sage es dir, es ist nicht gar so schwer, wie du es meinst, einem wahrhaft lichtbedürftigen Blinden ein rechter Führer zu werden! Schwer wird dieses Geschäft erst dann, so der zu führende Blinde von dem ein Irrlicht erzeugenden Wahne beseelt ist, daß er selbst ein Sehender sei. Solche Blinde sind unsere Pharisäer und Schriftgelehrten; auch der Heiden allerlei Priester sind davon nicht ausgenommen. Aber was ist da zu tun? - Ein kurzes Beispiel soll dies Verhältnis, und was da zu tun ist, näher bezeichnen!
Ev05.118,04] Es zog ein Feldherr mit seinem Heere aus wider einen sehr lästigen, bösen Nachbarfürsten, der sein Reich mit vielen Festungen und festen Burgen wohl versehen und befestigt und alle mit Kriegern und allerlei Kriegswaffen wohl bespickt hatte. Als der Feldherr sich mit seinem Heere den Grenzen des feindlichen Gebietes zu nahen begann, da sprachen seine Unterfeldherren und -führer zu ihm: "Herr, da werden wir alle nichts oder nur sehr wenig ausrichten; denn der Feind hat sich ganz kurios befestigt, bis an die Zähne bewaffnet, und wir werden mit aller unserer großen Heeresmacht nichts ausrichten gegen ihn und werden mit Mann und Maus in seinem Lande zugrunde gehen! Daher wäre es etwa doch vernünftiger, diesmal diesen Feldzug ganz aufzugeben und irgendeine günstigere Zeit abzuwarten!"
Ev05.118,05] Darauf entgegnete der große Feldherr: "Bei dem wird die Zeit nie günstiger, und alle die vielen Ermahnungen sind an seinen tauben Ohren und an seinem Herzen stets total abgeprallt. Da heißt es mit bewaffneter Hand ihm zeigen, daß nicht er allein der Mensch ist, alle Güter der Erde für sich in Beschlag zu nehmen. Er hat in seinem Lande wohl eine Menge Festungen und Burgen erbaut und sie bis an die Zähne bewaffnet; allein die gehen uns nichts an! Wir dringen dort ins Land, wo keine Festungen und Burgen stehen, ziehen mit leichter Mühe seine mit ihm höchst unzufriedenen Völker an uns, geben ihnen Licht und weise Gesetze, und er soll da sehen, was ihm alle seine Festungen und Burgen nützen werden. Greift er uns aber an, die wir vom Kopfe bis zur kleinen Zehe bestens gewappnet sind und das Schwert, die Lanze, die Pfeile und die Wurfspieße wohl zu gebrauchen verstehen, so reiben wir ihn durch unsere große Übermacht und durch unseren Mut und durch unsere anerkannt größte Waffengebrauchsgeschicklichkeit bis auf den letzten Kriegsmann auf!"
Ev05.118,06] Als die Unterfeldherren solchen weisen Angriffsplan von ihrem Oberfeldherm bekamen, da bekamen sie nicht nur die sehr löbliche Einsicht, daß es also sicher am allerbesten gehen werde, sondern auch den rechten Kriegsmut und die volle Überzeugung für ein sicheres Gelingen ihres Kriegsplanes. Sie kamen an des Feindes Landesgrenze, allwo keine Festungen und Burgen standen, und drangen also ohne einen Schwertstreich ins Land. Das Volk strömte ihnen mit weißen Fahnen haufenweise entgegen und begrüßte sie als seine Lebensretter.
Ev05.118,07] Als des Tyrannen Kriegsleute aus ihren Burgen das sahen, wie alles Volk sich um das fremde Heer stets mehr und mehr zu scharen begann, da fingen sie an, sehr ernstlich zu beraten, was da nun zu tun sein werde. Der Tyrann gebot ihnen, alles aufzubieten, um den Feind aus dem Lande zu treiben; aber seine Feldherren sagten zu ihm: "Das ist zu spät! Was nützen uns unsere Festen und Burgen?! Der Feind hat alles Volk für sich und daher schon eine ungeheuer große Macht. Unser Kampf gegen sie wäre wie ein Mann gegen tausend. Wir sind total besiegt, und unsere Festen und Burgen nützen uns nichts mehr; denn die festeste Burg ist das Volk, und dieses ist in den Händen der Feinde, und uns bleibt daher nichts übrig, als ganz ehrlich zu kapitulieren!" Der Tyrann rümpfte hier freilich ganz entsetzlich die Nase; aber was wollte er tun?! Er mußte sich am Ende dennoch nach dem Rate seiner Feldherren richten.
Ev05.118,08] Sehet, desgleichen tuet auch ihr als kluge Ausbreiter Meiner Lehre! Lasset stehen die Tempel und die vielen Priesterhäuser; bearbeitet nur das Volk! Ist das mit leichter Mühe einmal auf eurer Seite, dann werden die alten Götzentempel ehestens von selbst allen Wert verlieren und zusammenstürzen. Und ihre Diener werden, aus eigenem Antriebe und durch die Not gedrungen, zu euch übergehen und die neue Lehre annehmen und mit ihr zu handeln und zu wirken anfangen.
Ev05.118,09] Und du, Mathael, wirst daraus hoffentlich auch so klug geworden sein, um einzusehen, daß die Ausbreitung dieser Meiner Lehre eben nicht zu schwer ist, wenn man sie nur klug genug auszubreiten anfängt; aber greift man etwas plump an, so wird die Wirkung auch gleichen dem Angriffe! - Hast du, und ihr alle, das nun wohl begriffen und verstanden?«
Wie blindes Kirchenvolk über Machenschaften des Klerus aufzuklären ist Ev03.162,03] «... Ihr sollet dem Volke so nach und nach und, wo sich guter Anklang zeigt, auch plötzlich zeigen, was der Tempel nun ist, was seine Diener machen, und wie sie unter sich beschaffen sind!
Ev03.162,04] Zugleich aber sollet ihr das Volk auf das sehr aufmerksam machen, was ihr hier gesehen und gehört habt, so wird dadurch die arge Wirtschaft des Tempels und der Tempel selbst ganz in der besten und wirksamsten Ordnung untergraben, und wird am Ende von selbst in die vollste Nichtigkeit versinken und somit aufhören das zu sein, was er ist; und an seine Stelle werden treten die neuen Tempel des Geistes Gottes, aus denen ein ganz neues Jerusalem im Himmel erbaut wird.
Ev03.162,05] Freilich müßtet ihr dieses gute Geschäft so unvermerkt als möglich anfangen...«
Tips bei politischen Ränken des Klerus Him2.390,01] »Also schreibe denn ein wohlzubeachtendes Wörtlein Meinem lieben Andreas H.-W. (A. Hüttenbrenner, Bürgermeister in Graz, 1847), nach dem er ganz getrost und besten Mutes handeln soll! Und es wird die rechte Wirkung nicht unterwegs verbleiben.
Him2.390,02] Ich habe es dir, du lieber Andr. H.-W., ja schon im vorigen an dich gerichteten Wörtchen gesagt, daß diese verkehrte Art (kath. Kirche) nun alle Minen wird sprengen und kein Mittel unversucht lassen, durch das es ihr däucht, ihren finsteren und herrschsüchtigen Zweck zu erreichen. Aber darob mache du dir nur keine Skrupel! Denn siehe, alles, was sie nun ergreift, führt sie nur eine Stufe näher zu ihrem Untergange, also, wie es gerade Mein Wille ist. Denn siehe, mit den eigenen Zähnen wird sich diese Natter zerfleischen!
Him2.390,03] Auf daß du dich aber bei allen künftigen Begebnissen, die da vorkommen können und auch werden, zu richten und zu benehmen wissest, so merke, was Ich dir nun sagen werde!
Him2.390,04] Es wird sich ergeben, daß diese nach Rache lechzenden Diener Baals, da sie keinen rechten Grund irgend fassen können, das Gubernium (Landesbehörde) und den Magistrat wie die Polizei bei Hofe zu verdächtigen, selbst Hand aus Werk legen, im verborgenen Krawalle und demonstrative Meutereien gegen sich selbst anzetteln, sich dies und jenes antun lassen und dann sagen werden: "Seht, das sind die Früchte, die durch lauter weltliche hohe Staatsbehörden an uns Jüngern Gottes verübt werden! Das tut ein gottloses
Gubernium, das ein Magistrat, dessen Beamte von A bis Z lauter gotteslästerliche, verdammliche Ketzer sind, die alle der Hölle und dem Teufel angehören!" - und dergleichen Geschrei mehr an das dumme, blinde Volk durch Predigten, im Geheimen, in den Beichtstühlen, wie auch womöglich an die harmlose Schuljugend während der Katechisierstunden.
Him2.391,05] So werden sie es auch nicht unterlassen, Mietlinge zu dingen, die dieser Stadt und ihren weltlichen Behörden wie auch ihren Vorständen ein 'Lebehoch' darbringen werden in anderen Städten, und zwar an solchen Plätzen, an denen ein solch demonstratives Benehmen irgendeinem Hofmanne zumeist auffallen muß.
Him2.391,06] Daher habe Ich dir schon letzthin eine strenge Überwachung dieser Baalsknechte anbefohlen, weil Ich wohl sehe und sehr genau weiß, was da diese Verruchtheit alles zu tun imstande ist, um ihre Rache zu kühlen und dadurch zu ihrem herrschsüchtigen Zwecke zu gelangen.
Him2.391,07] So werden sie auch anonyme Blätter unter allerlei Entstellungen über das hier nicht nach ihrem Sinne erfolgte Begräbnis (einer hohen Grazer Persönlichkeit) einsenden, um womöglich die weltlichen Behörden dieser Stadt zu verdächtigen und sie so irgendeiner Verantwortung zu unterziehen, ja sie womöglich sogar aus dem Amt zu entfernen, oder das Staatsoberhaupt wenigstens dahin zu vermögen, daß es ihnen (den Priestern) die Gewalt einräume, solchen 'ketzerischen' Landes- und Stadtbeamten ein zweites sogenanntes lebendiges Glaubensbekenntnis abzunehmen, indem solche Beamte weder Kirchen zu besuchen und noch weniger der Beichte obzuliegen pflegen und somit Kirche und Staat nicht mehr wissen könne, in was für verruchten Händen sich die weltliche Amtsgewalt befinde.
Him2.391,08] Ich aber sage und rate dir: Sammle dir eine gerechte Beschwerde, lasse sie von recht vielen Zeugen bewahrheitskräftigen, suche auch den Gouverneur dazu zu vermögen, ein gleiches zu tun; und getrauete er sich nicht, so tue es für dich! - Solche gegründete Beschwerde reichet höchsten Ortes ein und bittet auf euere Kosten um eine völlig unbefangene Hofkommission, so werdet ihr den Baalsdienern die Wege abschneiden, auf denen sie euch bei Hofe zu verdächtigen emsigst bemüht sind - was ihnen aber freilich nicht gelingen wird, da dies Meine Sorge ist.
Him2.392,09] Denn es sehen die da oben (Staatsleitung) nun wohl recht gut ein, daß ihnen in dieser politischen Geistlichkeit eine große Laus im Pelze sitzt. Aber sie können ihrer darum nicht los werden, weil sie sich in ihre eigenen Lebensfibem eingefressen hat. Wird sie getötet (das heißt, in ihrem finsteren Wirken), so fürchten sie, mit ihr mitgetötet zu werden. Und lassen sie diese Laus aber wuchern in ihrem Lebensorganismus, dann sehen sie wohl auch ein, daß solch eine Laus sie am Ende selbst auffressen muß.
Him2.392,10] Darum aber sind sie (die obersten Staatsbehörden) auch still und sagen zum Ganzen nichts und warten bloß beobachtend ab, wohin am Ende nach einer Zeit die Waage den größeren Ausschlag geben wird.
Him2.392,11] Die Pfaffen spüren das wohl, wie viel geringer ihr Gewicht gegenüber dem gerechten ist, das sich in deiner Wagschale befindet. Darum aber tragen sie nun auch nach all ihren Kräften allerlei Unflat in ihre leere Schale, um damit euer gerechtes Gewicht zu vernichten. Aber ihre Schale ist glühend vor Zorn und verzehrt bald von selbst, was sie hineinlegen. Daher sie denn auch bisher noch nichts ausgerichtet haben!
Him2.392,12] Tue da Mein lieber Freund, aber nur, was Ich dir geraten habe! Und sei hier sehr wachsam auf jede meuterisch riechende Bewegung! Ahnde streng und gerecht jeden, der da auf irgendwie immer gestaltete Demonstrationen offen sinnt und sich über die Ausführung derselben bespricht! Und schone da niemand, weder Geistliche noch Weltliche - auf daß sie keine Sache wider dich irgend finden und dann sagen sollen, du seiest lau oder gar heimlich mit den Demonstranten einverstanden. - Denn siehe, alles das rührt von ihnen her!
Him2.392,13] So ein Volk selbst um seine Rechte kämpft, da erweckt es Mein Wille in großer Masse - und nicht in verächtlichen nächtlichen Klubs, die allezeit von den 'Schwarzen' herrühren. Gegen solche muß kräftigst zu Felde gezogen werden.
Him2.392,14] Es wäre auch gut, so die Geistlichkeit des Landes durch die Bezirksobrigkeiten genauer überwacht würde als bis jetzt. Sonst wiegeln diese Geistlichen in ihren Pfarreien das Landvolk zu Demonstrationen auf und werden dann die Schuld auf die Hauptstadt schieben und sagen: "Sehet, das sind die Früchte, wenn ein Land Ketzer zu höchsten Landesbeamten hat! Exempla trahunt (Beispiele wirken nachahmend)! Weil in der Hauptstadt uns Geistlichen Gubernium und Magistrat nicht gehorchten, so tut nun das gemeine Landvolk auch desgleichen!"
Him2.393,15] Kurz und gut, diese verkehrte Art muß nun unter ein strenges Augen- und Ohrenmerk gestellt werden, sonst wird sie unter der Hülle ihres Schafpelzes wühlen wie eine Schermaus im Finstem und kann dem Lande einen großen Schaden zufügen. Denn Ich kann und darf nicht mit Meiner Allmacht ihren Willen brechen. Und Mein Licht würde sie töten, wie das Leuchten des Blitzes die Krebse, so sie sich zuvor nicht in ihre Sumpflöcher verkriechen, bevor ein Wetter kommt.
Him2.393,16] Darum rate Ich euch hier die rechte Klugheit an, die oft mehr vermag als eine Heeresmacht von vielen hunderttausend Kriegern!
Him2.393,17] Ich aber werde dieser Art nur noch eine ganz kurze Zeit zusehen, ob sie sich bessere. Dann aber werde auch Ich ein 'Kriegsheer' gegen sie anrücken lassen, desgleichen die Welt noch nicht geschaut hat!
Him2.393,18] Über alles aber sei du voll guten Mutes! Ich werde stets dir zur Seite sein und dir kein Haar krümmen lassen. - So klug wie diese sind, werde wohl etwa auch Ich sein! - Alles dessen sei du, mein lieber Andr. H.-W., völlig versichert! - Das sage Ich, der allsehende Jesus, dir! Amen.«
Bedingungen zur Rettung von Einzelmitgliedern der Weltkirche
Wer in wahrer Kirche ist, findet Rettung Jer.50,20] In jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht der HERR, wird Israels Schuld gesucht werden, und sie wird nicht da sein, - und die Sünden Judas, und sie werden nicht gefunden werden; denn ich will denen vergeben, die ich übriglasse.
Him2.193,02] 'Von ... der Israeliten Erlösung', das heißt: Von ... der Freilöse der Kinder der Liebe Gottes, oder: von ... der Herrlichkeit der wahren Anbeter und Liebhaber des Herrn Gott Zebaoth in Jesu Christo, wie auch: von ... der Auferstehung der wahren, lebendigen Kirche in der reinen Liebe zu Gott, dem Herrn in Jesu Christo.
Umkehr, Reue und Buße als Rettungsbedingungen für Weltkirchenmitglieder BMar.079,08] »Siehe, der Herr weiß gar wohl, daß Rom eine grausliche Hure ist, wie Er auch wußte, daß die Ehebrecherin eine allgemeine Buhldirne, die Magdalena eine große Hure und die Samaritanerin am Jakobsbrunnen eine arge Geilerin war. Aber wie Sich der Herr gegen jene drei Weiber erwiesen und erzeigt hat, und wie Er aufnahm den verlorenen Sohn, ebenso erweist Er Sich der Hure Rom und nimmt jeden reuigen verlorenen Sohn aus ihrem Schöße auf, wenn er zuvor auch noch so stark und mächtig mit dieser Hure gebuhlt hätte! Aber natürlich - ohne Reue und Buße ist's für so lange nichts, als wie lange der Buhler weder Reue noch wahre Buße gewirkt hat!
Vergebung ist abhängig von Änderungsbereitschaft und Ergreifen der Gnade Ev03.165,05] »Mein Freund; wer einen Fehler in sich als solchen erkennt und ihn ablegt, dem ist er auch schon vergeben für immer, und wer sich darauf zu Mir kehrt, dem ist jeder doppelt vergeben!
Ev03.165,06] Wer aber seinen Fehler wohl erkennt, ihn aber behält in seiner Natur, dem ist er nicht vergeben, und käme er auch hundert Male zu Mir!
Ev03.165,07] Denn Ich sage es dir: Der zu Mir kommt und spricht: 'Herr, Herr!', der ist Mein Freund noch lange nicht, sondern nur der, der Meinen Willen tut... (vgl. Mt.07,21 f.)
KJug.236,16] »Denn wahrlich, wer so (reuevoll) wie ihr zu Mir kommt, dem solle vergeben sein und hätte er der Sünden mehr, denn da ist des Sandes im Meere und des Grases auf der Erde!«
Ev03.016,14] »... Siehe an die etlichen schwersten Verbrecher! Wahrlich, nach Moses und nach eurem Gesetze haben sie den hundertfachen Tod verdient; und dennoch lasse Ich nun das nicht geschehen, daß sie getötet würden, sondern es soll auch ihnen die Gnade der Himmel zuteil werden. Werden sie sich die Gnade zunutze machen, so sollen sie auch teil an Meinem Reiche haben; fallen sie aber nach der Zeit wieder, so werden sie es sich selbst zuzuschreiben haben, so sie des Gesetzes Fluch und Strenge töten wird! Denn siehe, das Gesetz währet immer, die Gnade aber kommt nur von Zeit zu Zeit den Bedrängten zu Hilfe; wenn aber die Gnade nicht respektiert wird, so muß man sich dann wieder das Gesetz gefallen lassen.«
Bedingungen zur Sündenvergebung Ev07.163,13] »So euch (Pharisäer) schon das (Erscheinung des Elias) in eine so große Angst und Furcht versetzt hat, wie würdet ihr euch denn dann befinden, so Ich euch die große Anzahl aller derer vorstellen würde, die durch eure große Räch- und Verfolgungssucht auf die elendeste Weise aus dieser Welt geschafft worden sind?«
Ev07.163,14] Sagten die Pharisäer: »O Herr und Meister, tue Du uns nun nur das nicht an; denn das würde unser Tod sein!«
Ev07.163,15] Sagte Ich: »Das eben nicht, solange Ich nun um eures Glaubens willen bei euch bin; denket euch aber, daß ihr denn doch einmal mit allen jenen Seelen im großen Jenseits sicher zusammenkommen werdet! Was werdet ihr ihnen zur Antwort geben, so sie euch vor dem Throne Gottes mit Allgewalt zur Rechenschaft fordern werden?«
Ev07.163,16] Sagten die Pharisäer: »O Herr und Meister von Ewigkeit, wir wollen ja in dieser Welt noch alles tun, was Du uns nur immer zu tun befehlen willst; aber laß dann jenseits uns zu keiner solchen Verantwortung kommen, denn da könnten wir auf tausend ja nicht eins erwidern! Gib uns aber in Deiner Güte und Erbarmung einen Rat, was wir noch tun sollen, um dereinst auch jenseits von solch einer Angst und peinlichsten Plage verschont zu werden!«
Ev07.163,17] Sagte Ich: »Was ihr zu tun habt, das habe Ich euch schon gesagt, und ihr werdet dadurch zum Licht und Leben gelangen; aber das sage Ich euch auch, daß es für euch gut ist, daß ihr euer Gewissen genau durchforschet und so die ganze Größe all eurer Sünden und Laster, die ihr begangen habt, durchschauet.
Ev07.163,18] Habt ihr das getan, dann habt ihr euch fürs erste der Sünden entäußert, werdet auch einen rechten Abscheu vor ihnen überkommen und sie wahrhaft im Herzen bereuen; dazu werdet ihr dann auch leicht und wirksam den festen Vorsatz fassen, ja keine Sünde mehr zu begehen, sondern nur den Wunsch stets lebendiger in euch fühlen, jeden Schaden, den ihr je jemandem zugefügt habt, nach allen euren Kräften wieder gutzumachen. Ihr werdet dazu in voller Tat wohl nicht imstande sein, besonders bei denen, die sich schon jenseits befinden; aber da werde Ich euren festen Willen fürs Werk annehmen und für euch alles gutmachen, was ihr Übles angerichtet habt.
Ev07.163,19] Aber ihr müsset das wohl höchst ernst beherzigen...«
Unrecht muß nach Möglichkeit wieder gutgemacht werden Ev07.165,02] »Aber auch ihr habt daheim noch so manches gutzumachen, was ihr als finstere Heiden verbrochen habt; machet sonach, wie nur immer möglich, all das von euch euren Nebenmenschen zugefügte Unrecht wieder gut, und ihr werdet schon darum von Mir einer wahren Lebensgnade gewärtigt werden! Dahn suchet aber auch diese Meine Lehre den andern Menschen beizubringen, und wirket dahin, daß sie auch in der Tat lebendig ausgeübt werde! Wendet ab euer Ohr und euer Herz von euren Wahrsagern, und trachtet auch dahin, daß sich die dortigen Menschen nach euch richten, und seid die rechten Priester eurer Nebenmenschen, und ihr sollet darum einen großen Schatz der geistigen Gaben aus Mir schon in jüngster Zeit überkommen!«
Ev09.213,13] »So ihr aus eurem Antriebe jemandem ein Unrecht zugefügt habt, da machet es - wo das tunlich ist - wieder gut; und ist das irgend nicht mehr tunlich, so tuet andern Armen dafür Gutes, und ihr werdet euch dadurch Schätze sammeln fürs künftige Leben in Meinem ewigen Himmelreiche!«
Wiedergutmachungsrichtlinien; Lösung, falls direkte Wiedergutmachung unmöglich ist Ev08.066,06] »Der Glaube allein wird dich nicht selig machen, sondern die Tat nach dem Lichte des Glaubens, auf daß der Glaube lebendig werde. Mache aber auch das Unrecht, das du vielfach an deinen Nebenmenschen begangen hast, soviel es möglich ist, wieder gut, so werden dir deine Sünden vergeben werden; denn solange jemand nicht den letzten ungerechten Stater an seinem Nebenmenschen berichtigt hat, wird er ins Reich Gottes nicht eingehen!«
Ev08.066,07] Sagte der Schriftgelehrte: »Herr und Meister, da werden wenige ins Reich Gottes eingehen! Denn wie häufig ist daß der Fall, daß man selbst beim besten Willen das an jemand wissentlich verübte Unrecht gar nicht mehr wieder gutmachen kann, und solcher Verhinderungsfälle gibt es eine Menge. Was soll man da tun, um zur Vergebung der Sünden zu gelangen?«
Ev08.066,08] Sagte Ich: »Wo ein Mensch, der sein Unrecht erkannt und bereut hat, das unmöglich an seinem Nebenmenschen mehr gutmachen kann, was er ihm geschadet hat, so bekenne er sein Unrecht reuig und wahr im Herzen vor Gott und bitte Ihn um Vergebung
und daß Er, dem alle Dinge möglich sind, an dem Geschädigten den ihm zugefügten Schaden gutmachen wolle und möge, so wird Gott solch eine aufrichtige Bitte auch allzeit sicher erhören und dem ernst gutwilligen und reuigen Bittsteller die Sünde vergeben, besonders wenn derselbe durch Liebewerke an anderen wieder gutzumachen bemüht ist, was er an denen, die für ihn nicht mehr da sind, hätte gutmachen sollen.
Ev08.066,09] Wer aber auch das nicht mehr könnte, dem solle durch eine rechte Reue und durch seinen wahrhaft guten Willen von Gott aus geholfen sein. Aber solange die Gelegenheit noch da ist, daß du das deinem Nebenmenschen angetane Unrecht selbst noch gutmachen kannst, da nützet dir der pure gute Wille, Reue und Bitte wenig oder nichts, sondern allein die Tat. Nach dieser erst sollst du auch Gott um Vergebung deiner Sünden bitten, und sie werden dir auch von Gott aus vergeben werden, so du dir den wahren und ernsten Vorsatz im Herzen gemacht hast, keine Sünde mehr zu begehen, und den gemachten Vorsatz auch aus allen deinen Lebenskräften, die unter der Herrschaft deines freien Willens stehen, hältst.
Ev08.066,10] Fällst du aber wieder in deine alten Sünden von neuem, so bleiben dir auch alle die begangenen auf der Rechnung. Denn hast du an deinem Nächsten ein begangenes Unrecht einmal gutgemacht, daß ihr dann Freunde geworden seid, begehest aber bald darauf entweder an demselben Freunde oder an einem andern ein neues Unrecht, so kommt dir auch das schon gutgemachte vor dem Gericht als ein erschwerender Beweis für deine neu begangene Sünde entgegen, und du wirst von dem Gerichte auch doppelt so stark bestraft werden, als du für deine erste Untat wärest bestraft worden. Wenn aber schon die weltlichen Richter also ihre Urteile fällen, und das mit Recht, so wird Gott sicher mit einem verstockten Sünder, der sich wohl manchmal bessert und sein Unrecht sühnt, aber bald wieder von neuem zu sündigen anfängt, nicht milder verfahren.
Ev08.066,11] Der Mensch kann also nur dadurch die wahre und volle Vergebung seiner begangenen Sünden erlangen, so er erstens seine Sünden als ein Unrecht gegen seine Nebenmenschen erkennt, sie bereut und nach Möglichkeit wiedergutmacht, und zweitens aber dann auch Gott um Vergebung bittet mit dem ernsten Vorsatz, die Sünden nicht mehr zu begehen und dem gemachten guten Vorsatz auch treu zu bleiben. So ihr das in euren Herzen euch treu und wahr vornehmen und dann aber auch nach der Vornahme handeln werdet, so sage Ich es euch schon hier: Eure Sünden sind euch von Mir vergeben!«
Richtlinien der Sündenvergebung bei Verleumdung Ev01.053,29] (Jesu Aufforderung an Verleumder): »Die (Wiedergutmachungs-)Gabe allein genügt nicht zur Sühne solcher Unbill! (Sex. Verleumdung) Gehe hin und widerrufe alles, was du irgendwo Arges über sie geredet hast, alsonach erst sollen dir deine Sünden vergeben sein! Also sei und geschehe es!«Ev01.053,30] Der Bürger verspricht, das alles sogleich zu tun; nur meint er, so solches irgend ein Fremder erfahren hätte, den er nicht kennte, und von dem er auch nicht wüßte, wo er wohnte, da möchte ich es ihm nachsehen, so er an solch einen Menschen keinen Widerruf erlassen könnte!
Ev01.053,31] Ich aber sage: »Was dir möglich ist, das tue; alles andere werde Ich tun, und dir bleibt keine Sünde weiterhin!«
Verhaltensempfehlungen gegenüber Christheidentum
Empfohlene geistige Einstellung gegenüber veräußerlichter Kirche
Sich nicht an Kirche stoßen; Gott reinigt, was im rechten Sinne gebraucht wird HaG1.003,14] »Sage ihnen noch hinzu, daß sie sich ja nicht in und an der Kirche stoßen sollen; denn eine jede Speise, die Ich anempfehle, reinige Ich für den, der sie im Geiste und in der Wahrheit genießen will, und dann soll er sie genießen ohne Sorge. Was Ich Meine Kindern gebe, das ist rein und wird durch die äußere Form nicht entheiliget für jene, für die Ich es gesegnet habe. Den Tempel werde Ich segnen, und die Stätte wird heilig sein, wo sie sich befinden werden; denn Ich, ihr heiliger Vater, werde da sein mitten unter ihnen, so sie hingehen werden, und kein Haar soll an ihnen gekrümmt werden.«
Hilfe direkt bei Gott statt in veräußerlichter Kirche suchen Him2.154,01] »"Suchet, so sollt ihr finden, bittet, so wird man euch geben, und klopft an, so wird euch aufgetan!" (vgl. Mt.07,07 f.). - Oder: "Betet ohne Unterlaß" (vgl. 1.Thess.05,17), - d.h. habet eure Herzen beständig bei Mir, und das vollkommen, nicht aber stets zur Hälfte auch bei der Welt, so werdet ihr gar bald und leicht finden, was ihr sucht, ebenso leicht und bald empfangen, um was ihr bittet, und die Pforten des Lebens werden euch ohne weiteren Verzug aufgetan werden.
Him2.154,02] So aber jemand also beschaffen ist, daß er nur sucht in der 'Mauer' (äußere Kirche), die da angestopft ist voll von heidnischen Schnitz- und Pinselwerken, und bittet vor Statuen und betet vor dem gebackenen Brote (Hostie) und klopfet an die Steine, wahrlich, der wird wenig finden, noch weniger empfangen, und die Steine werden sich nicht an sein Klopfen kehren!«
Him2.154,09] »Also suchet, bittet und klopfet, so wird euch die Braut werden! - Suchet, bittet und klopfet 'aber im Geiste und in der Wahrheit, und nicht in der Mauer und im Schnitz- und Bilderwerk und im gebackenen Brote', sondern, wie gesagt, im Geist und in der Wahrheit in eurem Herzen, so werdet ihr es finden, erhalten, und die Braut wird auftun die Tür zu ihrem Gemache.«
Gute Kirchenfrüchte trotz Fehlern nicht übersehen Him1.098,10] »... Ich habe kein Wohlgefallen am Vatikan noch an der Peterskirche. Und es wäre Mir an deren Stellen ein Armenhaus überaus lieber. Rom ist eine Stadt, die mit den Königen der Welt Hurerei getrieben hat. Sie ist eine Hure und tut wie eine Hure. Sie schmückt ihr Fratzengesicht und zieht ihrem halbverwesten Leibe schöne Kleider an, um auszusehen, als wenn sie noch eine Jungfrau wäre. Seht, dieses alles und tausendfach anderes ist Mir wohlbekannt. Aber sagt ihr nicht selbst: eine Hure erzieht ihre Kinder oft besser als eine stolze Mutter, die da glaubt, sie habe alle Meine Weisheit mit dem Löffel gegessen!? So sage auch Ich: Diese Hure hat schon sehr viele gute Kinder erzogen und hat dadurch Meine Füße gesalbt. Daher will Ich ihr helfen und sie ansehen, damit sie Buße tue; denn sie hat viel gesündigt, aber auch viel geliebt!«
Für Kirche um Fehlereinsicht und Heilung beten Him1.248,03] »... Ihr (sollt) beten ... für die gesamte römische Kirche, daß sie einsehen möchte ihren Unsinn und erkennen möchte, was sie hat in Meinem Geiste, in Meiner Liebe und in Meiner Wahrheit - sonst wird ihre Flucht alsobald ins Werk gesetzt werden ...«
Him1.098,11] »Zu euch aber sage Ich, daß ihr in ihr geboren und getauft wurdet, daher sollt ihr auch nicht Vernichtung, sondern Heilung ihr wünschen.«
Unmöglichkeit des Dienstes für zwei Herren Ev04.199,12] »Wer demnach Mein Wort und Meine Lehre hat und tut festwillig danach, der muß sein Ziel erreichen, und nichts kann ihn daran hindern; aber wer da wohl etwas nach Meinem Worte und daneben aber auch das tut, was die lose Welt begehrt, der gleicht einem Menschen, der einen halben Weg an einen Ort hin macht, so er aber kommt auf den halben Weg, gleichfort umkehrt und den schon begangenen Weg wieder zurückmacht.
Ev04.199,13] Auch gleicht er einem Knechte, der zwei Herren, die wider einander sind, dienen will (vgl. Mt.06,24 Lk.16,13). Wird der mit seiner Arbeit bei den zwei sich gegenseitig anfeindenden Herren zurechtkommen? Wird er beide lieben können, wenn auch nur dem Scheine nach? Welches Gesicht aber werden die beiden Herren machen, so sie erfahren werden, daß der Doppelknecht jedem der zwei Herren gleich zugetan ist? Wird nicht der eine wie der andere zum Knechte sagen: "Ei du schalkhafter Diener, wie magst du meinen ärgsten Feind auch lieben wie mich?! Diene mir allein, oder hebe dich aus meinem Dienste!" Denn niemand kann zweien Herren der Wahrheit nach dienen; er muß den einen dulden und den andern verachten. Und siehe, solch ein loser und schalkhafter Knecht wird dann von beiden Herren zugleich aus dem Dienste gejagt und dann schwer mehr bei einem dritten in den Dienst aufgenommen werden, und es wird mit ihm sein, daß er zwischen zwei Stühlen auf die Erde niedersitzen wird.«
Reich der Welt muß aus Herzen verbannt werden; niemand kann zwei Herren dienen Ev08.077,14] »Sehet, niemand kann zwei Herren, die einander anfeinden, dienen (vgl. Mt.06,24 Lk.16,13); denn er muß es entweder mit dem einen oder mit dem andern halten und muß demnach auch mit ein Freund oder ein Feind des einen oder des andern sein! Also kann auch niemand der Welt und ihrem toten Mammon und zugleich aber auch dem lebendigen Reiche Gottes dienen; denn das ist unmöglich.
Ev08.077,15] Darum muß der, welcher dem Reiche Gottes dienen will, das Reich der Welt aus seinem Herzen schaffen! Wie aber das zu geschehen hat, das habe Ich euch allen schon gar oft nicht nur mit hellen und lebendigen Worten, sondern auch durch allerlei Taten gezeigt. Tut denn auch ihr desgleichen, und ihr werdet viele und gute Früchte ernten!«
Warum Entscheidung fürs Gute oder Schlechte bzw. Wahre oder Falsche nötig ist Ev01.167,16] »Laßt euch darum nicht verlocken von den blinden und trügerischen Reizen der Welt, sondern seid allzeit nüchtern und schätzet den Wert der Welt richtig; gebet nicht Gold und Perlen, die ihr nun aus den Himmeln empfangen habt, für die Torheiten der Welt, so werdet ihr untereinander stets Frieden haben und den Himmel vor euch offen sehen! Werdet ihr euch aber wieder von den Reizen der Welt gefangennehmen lassen, so werdet ihr es euch aber auch selbst zuzuschreiben haben, wenn der Himmel sich vor euch fester und fester verschließen wird; und so ihr in große Not gelangen und zum Himmel rufen werdet um Hilfe, da wird euch keine Hilfe werden! Denn es ist nicht möglich, daß jemand, der mit Wohlgefallen in was immer an der Welt hängt, zu gleicher Zeit stehen könnte in der segnenden Verbindung mit dem Himmel.
Ev01.167,17] Denn ein jeder Mensch ist also erschaffen und eingerichtet, daß er Böses und Gutes, Falsches und Wahres nicht in einem Herzen nebeneinander ertragen könnte, entweder das eine oder das andere, aber ewig nie beides zugleich!
Ev01.167,18] Ja, er kann und muß beides erkennen in seinem Verstände; aber im Herzen kann nur entweder das eine oder das andere als Lebensgrund weilen.«
Warum Doppeldienst schädlich ist Ev08.125,09] »Wer als Mein Jünger der Welt nicht völlig entsagen kann, der wird nicht stark im Gottesreiche werden; denn Gott und der Welt dienen, geht schwer oder auch wohl gar nicht. So aber jemand im Reiche Gottes stark geworden ist, dann erst kann er wahrhaft auch aller Welt nützlichst dienen.
Ev08.125,10] Als in den älteren Zeiten auf den gewissen Bergen noch die wahren Schulen der Propheten bestanden, da mußte der, welcher ein rechter Prophet werden wollte, sich von aller Welt völlig zurückziehen und in sich suchen das lebendige Wort Gottes; hatte er das gefunden, so wurde er auch freigelassen und war so erst fähig, der Welt wahrhaft nützend zu dienen.
Ev08.125,11] Wie aber die wahren Propheten und in der Vorzeit auch die Patriarchen der Welt gedient und genützt haben, das kennet ihr aus der Schrift, und Ich brauche es euch nicht zu erzählen. Und somit kennet ihr nun Meinen Willen und Meinen Rat und könnet nun tun, wie es euch beliebt.
Ev08.125,12] Wer nicht zuvor völlig Gottes wird, ehe er wirkend kehrt zur Welt, den verführt die Welt und verschlingt bald und leicht sein Herz und seine Seele; wer aber zuvor ganz Gottes geworden ist, dem kann die Welt nichts mehr anhaben; denn er hat um sich einen festen Damm und für sich eine Burg erbaut, die von den Pforten der Hölle nicht überwunden werden kann.«
Evl0.091,04] »Aber wer neben Meiner Liebe auch mit der Welt von Zeit zu Zeit mecheln (liebäugeln) wird, der auch wird vor all dem Schaden der Weltgifte nicht gesichert sein.«
Verbleiben, innere Distanz oder Austritt aus falscher Kirche?
Biblische Aufforderung, das Abgöttische, Sündenhafte zu fliehen Offb. 18,04 -05] Und ich hörte eine andere Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, daß ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen! Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel, und Gott denkt an ihren Frevel.
Jer.51,06] Fliehet aus Babel, und rette ein jeder sein Leben, daß ihr nicht untergeht in seiner Schuld. Denn dies ist für den Herrn die Zeit der Rache, um ihm seine Taten zu vergelten.
Jer.51,44 -45] Ja, ich habe den Bei zu Babel heimgesucht und habe aus seinem Rachen gerissen, was er verschlungen hatte. Und die Heiden sollen nicht mehr zu ihm laufen; denn es sind auch die Mauern von Babel zerfallen. Zieh aus von dort, mein Volk, und rette ein jeder sein Leben vor dem grimmigen Zorn des Herrn!
Wahl der rechten Kirche; Wesen wahrer Kirche; Bedeutung von tätigem Glauben
Faktoren, die über wahre oder falsche Kirche entscheiden Erde.073,01] »Dieses gilt aber nicht bloß dem Papsttume, sondern allen sogenannten Sekten oder Konfessionen; denn wo nicht Christus gepredigt wird in Seinem wahren Geiste und in Seiner Wahrheit, da ist falsches Prophetentum an der Stelle einer wahren Kirche.
Erde.073,02] Wenn eine oder die andere Sekte auch spricht: "Siehe, ich habe keine Bilder, also muß mein Bekenntnis das reinste sein!", so sage aber Ich: Bild oder nicht Bild entscheidet gar nichts, sondern allein das Leben nach dem Worte! Denn eine Lehre in sich selbst noch so sehr von allem Zeremoniellen reinigen, um sie zur Aufnahme der reinen Vernunft tauglicher zu machen, heißt mit anderen Worten nichts anderes, als über eine gegebene Lehre fortwährend räsonieren, aber nie darnach leben, - gleich als so jemand ein Haus kaufte und möchte es fortwährend aus- und inwendig putzen und polieren, um es immer tauglicher und tauglicher zu einer Wohnung zu gestalten, aber vor lauter putzen und polieren und vor lauter fortwährend besserem Herstellen zur Bewohnbarkeit käme nie ein Einwohner hinein. Ist da nicht die nächste Hütte, die fortwährend bewohnt wird, besser als ein solches Haus?«
Vergleich der Kath. Kirche mit 'Nur-Glauben-macht-selig'-Konfessionen Erde.073,03] »Also verhält es sich auch mit der Kirche. Da ist noch immer diejenige, die irgend eine Norm hat, in welcher deren Gläubige irgendeinen Bestand finden, besser als wie eine solche Kirche, in der nichts als nur fortwährend gefegt und gekätzet (geputzt) wird. Ihre Bekenner stehen daneben und sehen zu wie müßige Menschen bei einem Hausbaue, die auch kritteln und Glossen machen; aber dabei fällt es keinem ein, nur einen Ziegel und einen Schöffel Mörtel zugunsten des Hausherrn einem arbeitenden Maurer zu reichen, und da halten sich die Müßiggänger für viel besser als die Arbeitenden.
Erde.073,04] Sehet, das ist ein rechtes Bild von den vielen Konfessionen! Sie tun aus lauter Vorbereitung und Kritisieren nichts, begeifern fortwährend diejenigen, die nicht ihrer Konfession sind, machen sich über ihre Blindheit lustig und schreien fortwährend: "Kommet her, daß wir euch den Splitter aus den Augen nehmen!"; aber des Balkens in dem eigenen Auge werden sie gar nicht gewahr, (vgl. Mt.07,03 Lk.06,41)
Erde.073,05] Es ist wohl wahr, daß es in der römisch-katholischen Kirche tausend gewaltige Mißbräuche gibt; aber es gibt darin doch auch wieder manches Gute, denn es wird von der Liebe und von der Demut gepredigt. Und so jemand sonst nichts als nur das befolgt, so wird er nicht verloren sein.
Erde.073,06] Aber was soll Ich denn von einer Sekte sagen, die nichts als den Glauben lehrt und die Werke verwirft? Da ist, wie ihr zu sagen pflegt, Taufe und Chrisam verdorben; denn es steht doch laut und offen geschrieben, daß ein Glaube ohne die Werke tot ist, und Ich Selbst habe offenkundig und zu öfteren Malen gesagt: "Seid nicht eitle Hörer, sondern Täter Meines Wortes (vgl. Jak.01,22 ff.)!" Dadurch ist ja offenbar angezeigt, daß der Glaube allein nichts nützt, sondern das Werk.
Erde.073,07] Was nützt der Erde das Licht der Sonne, wenn es nicht mit der tatkräftigen Wärme verbunden ist?
Erde.073,08] Was nützen einem Menschen alle Kenntnisse und Wissenschaften, wenn er sie nicht anwendet?
Erde.073,09] Oder was nützt es, im kalten Winter bloß zu glauben, daß ein brennendes Holz im Ofen das Zimmer erwärmen kann? Wird das Zimmer durch den Glauben warm? Ich glaube es nicht.
Erde.073,10] Kurz und gut: der allerfesteste Glaube ohne Werke ist gleich einem törichten Menschen, der sich im kalten Zimmer bloß mit einem warmen Gedanken zudecken will, um sich zu erwärmen. Freilich ist das wohl die wohlfeilste Decke; aber ob diese Decke jemanden erwärmen wird, darüber mögen diejenigen Armen urteilen, die in strengen Wintern nicht selten starr erfroren in ihren Zimmern gefunden worden sind, - und meistens aus dem Grunde, weil sie keine andere Decke hatten als eine barste Gedankendecke.
Erde.073,11] So wie diese Gedankendecke ohne eine wirkliche Decke nichts nützt, also nützt auch der Glaube ohne die Werke nichts. Der Glaube ist nur das Aufnahmeorgan einer Lehre, die zu einer gewissen Tätigkeit anleitet. Wer diese Anleitung in seinen Glauben bloß aufnimmt, aber nicht darnach tut, da frage Ich: Wozu dient ihm dann diese Anleitung? Ich sage: Zu nichts anderem als zu einem naseweisen Kritisieren, - gleichwie alle Regeln der Tonkunst allein einem nichts nützen und man nicht imstande ist, auch nur das Leichteste und Einfachste zu leisten! Aber ein solcher bloßer Regelinhaber ist dann naseweis und bekrittelt jeden Künstler, als könnte er wirklich selbst das Ausgezeichnetste leisten! Ich aber sage: Da ist ein Bettelmusiker noch immer mehr wert als ein solcher Kritiker, der selbst nichts kann, aber über alles urteilen will.
Erde.073,12] Also ist Mir auch eine solche Kirche lieber, wo doch noch etwas geschieht, als wie eine, wo nichts geschieht; denn es ist besser, jemandem ein Stück Brot zu geben, als tausend Pläne für Armenversorgung zu machen und dem Armen aber dennoch nichts zu
geben, wenn er zu einem solchen Plänemacher kommt. Pläne sind schon recht; aber das Geben muß auch dabei sein, - sonst ist der Glaube wieder ohne Werke, bei dem die arme Menschheit zu Hunderten verhungert.«
Freie Wahl der Konfessionszugehörigkeit; alles prüfen, Gutes (= Liebe) allein behalten! Erde.073,13] »Wer aber recht leben will, der kann es in jeder Kirche; denn eine Hauptregel ist: Prüfet alles, und das Gute davon behaltet! (vgl. Thessl.05,21)
Erde.073,14] Wenn ihr ein Kind gebadet habt, so schüttet bloß das Badewasser weg, das Kind aber behaltet, - und das Kind ist die Liebe!
Erde.073,15] Ich sage zu niemandem: Werde ein Katholik oder werde ein Protestant oder werde ein Grieche, sondern: was einer ist, das bleibe er, - wenn er will. Sei er aber was er wolle, so sei er ein werktätiger Christ, und das im Geiste und in der Wahrheit; denn jeder kann, wenn er es will, das reine Wort Gottes haben.
Erde.073,16] Ich bin nicht wie ein Patriarch und bin nicht wie ein Papst und bin nicht wie ein Generalsuperintendent und nicht wie ein Bischof, - sondern Ich bin wie ein überaus guter und gerechtester Vater allen Meinen Kindern und habe nur Freude daran, wenn sie tätig sind und wetteifern in der Liebe, aber nicht daran, daß sie einander Narren schelten und ein jeder aus ihnen der Weiseste und Unfehlbarste sein will - mit lauter Räsonieren, aber dabei nichts tut.«
Handeln bringt Seligkeit, nicht bloßes Glauben oder Zugehörigkeit zu einer Konfession Erde.073,17] »Mein Reich ist ein Reich der höchsten Tatkraft, aber kein Reich eines müßigen, naseweisen Faulenzertums; denn Ich sagte zu den Aposteln nicht: "Bleibet daheim, denket, brütet und grübelt über Meine Lehre nach!", sondern: "Gehet hinaus in alle Welt!" (vgl. Mk.16,15)
Erde.073,18] Dasselbe sage Ich auch zu allen Seligen. Da heißt es tätig sein; denn immer ist die Ernte größer als die Zahl der Arbeiter. Darum ist es auch besser, in irgendeiner Ordnung tätig zu sein, als bloß allein des reinsten Glaubens zu sein. Und tätig sein nach Meiner Lehre ist dann sicher unendlich besser, als die ganze Bibel auswendig zu wissen und zu glauben.
Erde.073,19] Der bloße Glaubensmensch ist dem gleich, der sein Talent vergrub; wenn aber jemand aus der Schrift nur wenig weiß, aber darnach tut, der ist dem gleich, der über das Wenige eine treue Haushaltung führte und dann über vieles gesetzt wird.
Erde.073,20] Aus dem bisher Gesagten wird sicher jeder, der guten Willens ist, leicht herausfinden können, was er zu tun hat, um ein rechter Mensch zu werden. Was er für seine Tatkraft zu wählen und zu meiden hat, das alles findet er hier sonnenklar dargestellt. Es ist demnach in dieser Hinsicht alles erschöpft. Und somit - Amen!«
Was wichtiger als äußere Konfession und Einhaltung von Gebräuchen ist Ev02.047,13] (Cyrenius:) »... Nun haben wir noch eine äußerst wichtige Frage, und diese besteht darin: Wir sind, wie Dir nur zu wohl bekannt ist, Römer und sonach, wie ihr sagt, Heiden. Sollen wir dem Äußeren nach bleiben was wir sind, nämlich Heiden, oder sollen wir öffentlich dem Heidentume abschwören und uns beschneiden lassen?«
Ev02.047,14] Sage Ich: »Weder das eine noch das andere! Sondern wer, wie ihr, im Herzen beschnitten ist durch den Glauben an und durch die Liebe zu Gott, braucht weiter nichts mehr; denn das genügt vollkommen zur Erreichung des ewigen Lebens. Nach etlichen Jahren aber werden schon ohnehin Meine vom Gottesgeiste erfüllten Jünger zu euch kommen und euch taufen mit dem Geiste Gottes, und ihr werdet dadurch alles erhalten, was euch not tut...«
Ev01.187,20] »... Wir bleiben demnach dem Namen nach Griechen, aber der Wahrheit nach im Herzen vollkommene Bekenner Mosis und der Propheten! Wir werden auch jährlich nach Jerusalem ziehen und den Tempel besuchen ...«
Ev01.187,21] Sage Ich: »Tut da, was ihr wollt; nur bewahret eure Herzen vor Falschheit, Zorn, Rache und Verfolgungslust! Seid dabei keuschen und reinen Sinnes; liebet Gott wahrhaft über alles und eure Nächsten wie euch selbst, segnet, die euch verfluchen, tut nicht Böses denen, die euch hassen und verfolgen, so werdet ihr Gott wohlgefällig sein, werdet Ruhe haben und über die Häupter eurer Feinde glühende Kohlen sammeln!« (vgl. Spr.25,22 Rom. 12,20)
Wechsel von äußerer zu innerer Kirche trotz Risiken vornehmen Ev02.053,07] (Umkehrbereite Pharisäer untereinander:) »... dies alles läßt doch offenbarst den Schluß zu, daß da hinter diesem Jesus eine Fülle des urgöttlichen Geistes stecken muß!
Ev02.053,08] Wenn aber das - was seine Taten und Lehren zeigen -, so weiß ich wahrlich nicht, aus welchem Grunde wir noch fortan an der toten Lade hängen, während hier die lebendige vor unsern Augen wandelt und handelt! Wir können pro forma (zum Schein) vor dem Volke das sogar bleiben, was wir nun sind, um die Sache nicht zu auffallend zu machen; aber im Herzen sollten wir uns alle fest zu ihm bekennen!«
Ev02.053,09] Sagt der weise Älteste: »Entweder ganz oder gar nicht! Denn, ist Göttliches in ihm, so wird dieses jede Halbheit verabscheuen; ist aber das nicht der Fall, dann ist es dennoch besser, bei der toten Lade mit wenigstens einer lebendigen Erinnerung an ihren früheren Bestand zu verbleiben, als etwas anzunehmen, davon man den Grund nicht kennt!«
Ev02.053,10] Sagt Chiwar: »Darum wollen wir die Sache prüfen euretwegen; denn meinetwegen braucht sie gar nicht geprüft zu werden. Ich bin im klaren und weiß ganz genau, was ich tue, wenn ich ihm nachfolge.«
Ev02.053,11] Sagt der Älteste: »Meinst du aber, daß der Tempel keine Schritte mehr tun werde, wenn eine Gemeinde und eine Ortschaft um die andere von ihm abfällt wie eine Vollreife Frucht vom Baume? Ich glaube, daß der Tempel gar nicht lange auf sich warten lassen und seine Strafpriester in alle Orte hinaussenden wird! Und dann wehe allen abgefallenen Menschen; die werden mit allerlei bitter geplagt werden! Besser dürfte es dann noch denen ergehen, die der weisen Griechen Lehre angenommen haben, als eben den Jüngern Jesu, die weder völlig Juden und noch weniger Griechen sind und wohlbewußtermaßen wissen, daß diese oder wenigstens einige aus ihnen mit den schlechten und nun vollends leeren Tempelverhältnissen und dessen heiligen Mysterien ganz wohl vertraut sein dürften!
Ev02.053,12] Ich sage es euch: nichts wird die Templer nun in eine größere, natürlich ganz geheimgehaltene, aber für uns desto gefährlichere Unruhe versetzen - als das offenbarste prophetische Wesen Jesu und dessen Jünger! Und solch eine Unruhe wird alle Satanskniffe ergreifen lassen, um eine Lehre zu verderben, durch die dem Tempel der offenbarste Untergang bereitet werden muß.
Ev02.053,13] Oder habt ihr nicht im vorigen Jahre gesehen, was die Templer sogar mit einem Griechen gemacht haben, der es unters Volk brachte, daß diese nun auch römisches Silber- und Goldgeld als Opfer im Tempel annähmen, während dazu allein nur Aarons Münze bestimmt ist und außer diesem kein anderes Geld je angenommen werden dürfte? Seht, man lockte ihn in den Tempel mit Gewinnversprechungen; und als man auf diese feine Weise seiner im Tempel habhaft ward, wurde er sobald auf eine Weise ums Leben gebracht, von der die Chronik kein Beispiel aufzuweisen hat! - Es ist demnach eine große Vorsicht anzuwenden! Wir müssen entweder ganz Griechen werden und als solche dann erst zu den Jüngern Jesu uns gesellen mit Leib und Seele, oder wir müssen ganz das bleiben, was wir sind; denn mit der Halbheit ist uns nirgends etwas geholfen!«
Ev02.053,14] Sagt Chiwar: »Da hast du wieder recht, insoweit es die weltliche Vorsicht erheischt; aber unter uns geradeheraus gesagt: Wenn dieser scheinbare Zimmermann eben der verheißene Messias, also - wie David Ihn nennt in tiefster Ehrfurcht - Jehova Selbst wäre, sollen wir auch dann noch auf schlauen Umwegen Seine Jünger werden, oder sollen wir nicht vielmehr sogleich zu Seiner himmlischen Fahne stoßen und uns von all den Kniffen des Satans schon darum nicht abschrecken lassen, weil wir durch Ihn des ewigen Lebens vollauf versichert sein können, so es uns auch dieses wenigsagende, armselige Erdenleben, das ohnehin nur sehr kurz dauert, kosten sollte?!«
Unwichtigkeit äußerer Konfessionszugehörigkeit fürs Seelenheil; was wesentlich ist Him2.375,08] »... Die innere Kirche (kann) jedermann leicht finden, wenn er sie nur suchen und finden will.
Him2.375,09] Und dabei ist es gleich, in welcher äußeren Kirche er sich befindet, - so sie nur irgend Meinen Namen und Mein Wort verkündiget! Denn es ist nicht vonnöten, daß da jemand die ganze Bibel im Kopf haben müsse, um damit Mein Reich und Mich zu finden. Sondern dazu genügen auch wenige Texte und ein genaues Beachten und Leben nach denselben.
Him2.376,10] Wer also tut, zu dem wird sich das Gottesreich bald also kehren und vernehmen lassen, wie es im Evangelium steht und also lautet: "Ei du getreuer Knecht, dieweil du im Kleinen getreu warst, sollst du nun über vieles und Großes gesetzt werden!"
Him2.376,11] Wer sich aber in irgendeiner äußeren Kirche befindet und hört da Mein Wort verkünden und vermeint, es sei das Wort falsch und tot, weil in der Kirche sonst so viel Lug und Trug vorkomme, beachtet es darum nicht und verwirft so 'das Kind samt dem Bade' und fluchet dem ganzen Baum, weil dessen äußere Rinde tot ist - der gleicht dem, der sein Talent vergrub, und wird dereinst auch also gerichtet werden.« (vgl. Lk.19,24)
Gutes behalten, sich vom Schlechten lösen; Konfessionswahlfreiheit Erde.073,13] »Wer aber recht leben will, der kann es in jeder Kirche; denn eine Hauptregel ist: Prüfet alles, und das Gute davon behaltet! (vgl. Thessl.05,21)
Erde.073,14] Wenn ihr ein Kind gebadet habt, so schüttet bloß das Badewasser weg, das Kind aber behaltet, - und das Kind ist die Liebe!
Erde.073,15] Ich sage zu niemandem: Werde ein Katholik oder werde ein Protestant oder werde ein Grieche, sondern: was einer ist, das bleibe er, - wenn er will. Sei er aber was er wolle, so sei er ein werktätiger Christ, und das im Geiste und in der Wahrheit; denn jeder kann, wenn er es will, das reine Wort Gottes haben.
Erde.073,16] Ich bin nicht wie ein Patriarch und bin nicht wie ein Papst und bin nicht wie ein Generalsuperintendent und nicht wie ein Bischof, - sondern Ich bin wie ein überaus guter und gerechtester Vater allen Meinen Kindern und habe nur Freude daran, wenn sie tätig sind und wetteifern in der Liebe, aber nicht daran, daß sie einander Narren schelten und ein jeder aus ihnen der Weiseste und Unfehlbarste sein will - mit lauter Räsonieren, aber dabei nichts tut.«
Äußere Kirche sich überlassen; sich an Jesus halten Him1.297,08] »... Lasset die äußere Kirche sein wie sie ist, und nehmet euch dafür ein Sinnbild an der Spinne, wie sie bei schönem Wetter ihre Fangfäden weit ausdehnt, um allerlei Getier in ihrem Netze zu fangen zur Sättigung ihres großen Bauches; wenn aber ein anderes Wetter im Anzug ist, so gibt sich zwar dieses Tier alle Mühe, ihr Machwerk vor der Zerstörung zu sichern, es kommen aber alsobald starke Winde von den Höhen und gewaltige Platzregen und machen ihrem Raubneste ein Ende! Blicket aber nun in die Ereignisse der Zeit, und Ich sage euch, ihr werdet alsobald gewahren, daß es also ist! - Ich aber stehe höher und tiefer denn jede Kirche! - Darum sehet auf Mich, die ihr Mich nun schon ein wenig erkannt habt in euren Herzen, dann werden eure Ohren nimmer belästigt werden von dem kirchlichen Zähnegeklapper. Denn die reine Liebe, welche die alleinige wahre Kirche ist durch den lebendigen Glauben und durch das lebendige Wort, klappert nicht!«
Verlassen der Weltkirche oder nur des Falschen darin? Wie evtl. Veränderungen möglich sind; Vergleich mit biblischen Frauen
Gründe gegen Kirchenaustritt Him1.097,06] »Ist es wohl löblich, wenn Kinder ihre kranke Mutter verlassen und der Leidenden den Tod wünschen ihrer vielen Gebrechen halber? - Ich sage, die römische Kirche ist eine Hure; aber ihr seid denn doch in ihr geboren worden und habt die erste Kindermilch aus ihrer Brust gesogen. Sie lehrte euch zuerst Meinen Namen nennen, nährte euch wie eine recht zärtliche Mutter und untersagte euch nur das Naschen solcher Speisen, die euch den Magen verdorben hätten. Sie weckte dadurch in euch den Appetit zu kräftigeren Speisen der Seele und des Geistes, welche nach Meinem Willen euch (von Mir) nie vorenthalten wurden, so daß ihr nach Herzenslust habt schwelgen können. Und noch heutzutag schwelget ihr wie nicht bald jemand - in ihrem Schöße!
Him1.097,07] Wie kommt es denn nun, daß ihr mit Jakobus und Johannes rufet: "Herr lasse Blitz und Schwefel regnen auf ihr krankes Haupt!?" - Hört, da schaut noch ganz wenig wahre Liebe heraus! Meint denn ihr, Vernichtung sei der Weg zur Besserung!? O nein, da irrt Ihr euch gar abscheulich. So meinten denn auch alle Sektenstifter. Aber sie haben sich ebenfalls sehr geirrt, und die Folge war: Bruderzwist, Krieg, Mord und Greuel aller Art! War eine solche Besserung gesegnet? Oder kann da eine Sekte sagen: "Meine Lehre ist nicht mit dem Blute der Brüder besiegelt!?"
Him1.097,08] Seht, sie, die Römerin, ist dasjenige ehebrecherische Weib, welches da hätte gesteinigt werden sollen. Ich aber sage auch hier: "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!" - Wieder ist sie das kananitische Weib und hat einen großen Glauben und viel Liebe. - Wieder ist sie das Weib, das da zwölf Jahre am Blutgange litt und Mir aus Meinem Kleide die Heilung stahl und genaß, da sie viel Glauben und Liebe hatte. - Und wieder ist sie gleich der großen Hure und hernach Büßerin Magdalena, die da Meine Füße salbte. Unter allen diesen Gestalten kann die römische Kirche auftreten.«
Vergleich zwischen Papsttum und Sekten Him1.098,09] »Dagegen sind andere 'Jünger' voll Ärgers, so sie von Meinem 'Fleische und Blute' hören. Sie glauben, was sie wollen, beleben sich mit den Brosamen, die von ihrer Herren Tische fallen (was da ist mein zerstückeltes Wort) und wollen in ihrem übermütigen Taumel beweisen, daß Ich gar nicht sei; und wenn doch noch etwas von Mir übrigbleibt, so kann Ich erst dann sein, wenn sie so herablassend waren und Mich in ihrer 'Idee' aufgenommen haben. Wahrlich, Ich sage: so irgendeine Sekte im Vollbesitze Meines Wortes zu keiner besseren Vorstellung von Mir gelangen kann als zu einer solchen, die auf meine gänzliche Vernichtung ausgeht, da sind Mir sogar die Türken in ihrer ehrlichen und strengen Blindheit lieber, da sie Mich doch noch für etwas Höheres halten als ihren Abgott Mohammed; und unvergleichlich lieber die Römischen, allwo man Mir als Gott und Herrn doch noch immer wenigstens ein äußerliches, sichtbares Opfer darbringt, welches für viele ein lebendiges Denkmal meiner Erlösung ist.«
(3) Vergleich Roms mit sündiger und dennoch gut erziehender Hure; Heilung statt Vernichtung erbitten; was besser als Kirchenaustritt ist
Him1.098,10] »Sehet, so steht es also mit Rom! - Ich habe kein Wohlgefallen am Vatikan noch an der Peterskirche. Und es wäre Mir an deren Stellen ein Armenhaus überaus lieber. Rom ist eine Stadt, die mit den Königen der Welt Hurerei getrieben hat. Sie ist eine Hure und tut wie eine Hure. Sie schmückt ihr Fratzengesicht und zieht ihrem halbverwesten Leibe schöne Kleider an, um auszusehen, als wenn sie noch eine Jungfrau wäre. Seht, dieses alles und tausendfach anderes ist Mir wohlbekannt. Aber sagt ihr nicht selbst: eine Hure erzieht ihre Kinder oft besser als eine stolze Mutter, die da glaubt, sie habe alle Meine Weisheit mit dem Löffel gegessen!? So sage auch Ich: Diese Hure hat schon sehr viele gute Kinder erzogen und hat dadurch Meine Füße gesalbt. Daher will Ich ihr helfen und sie ansehen, damit sie Buße tue; denn sie hat viel gesündigt, aber auch viel geliebt!
Him1.098,11] Zu euch aber sage Ich, daß ihr in ihr geboren und getauft wurdet, daher sollt ihr auch nicht Vernichtung, sondern Heilung ihr wünschen. Ich gebe euch den Balsam und heile in euch das Erbübel. So ihr nun lebet nach den gegebenen Regeln, so wird euch die Kirche achten. Und so sie an euch erfahren wird Wunderdinge, so wird sie selbst nach dem Balsam verlangen und wird im stillen viele ihrer Wunden heilen. So ihr aber wollt abtrünnig werden, so wird wenig Segen an eure Brüder gelangen!
Him1.099,12] Lebet, wie Ich euch gezeigt habe, dann wird euch auch nie eine Untersuchung Meinetwegen treffen! Denn Ich werde euch beschützen und Mein Werk wird ungehindert aus Tageslicht treten als ein großer Magnet, der alles an sich ziehen wird. Aber ihr müßt ihn nicht entkräften durch euren Ungehorsam und durch solche Zweiflerei.«
Gute Seiten des Papsttums nicht ignorieren; Vergleich mit Protestantismus Him1.099,13] »So ihr sagt: Wie kann da ein neunundneunzigfacher Segen darin sein? -Da sage Ich: Es werden im Himmel sich die Engel über einen büßenden Sünder neunundneunzigmal mehr freuen als über ebenso viele Gerechte, die da meinen, durch Mein Vollwort gerechtfertigt zu sein. - Denn das sage ich wahrlich: Luther, Calvin, Melanchthon
u.a. mehr wiegen nicht einen Johann vom Kreuz, noch einen Johann von Gott, noch einen Franziskus, noch einen Thomas von Kempen, noch einen Taulerus, noch eine Theresia und noch viele tausend andere auf.
Him1.099,14] Ja, da hätten die nahmhaftesten Protestanten noch sehr viel lernen können! Selbst Swedenborg hat in Rom manches erfahren, was ihm erst die Pforte zum inneren Leben ganz bedeutend zu öffnen geholfen hat; denn er war einer, der sich aus allem die Quintessenz zu verschaffen wußte und tatsächlich davon den Nutzen zog.
Him1.099,15] Seht, daher geht der Weise in die alte Rumpelkammer und findet da oft große Schätze vom Staube der Zeremonie bedeckt. Den Staub wischt er weg und legt das reine Gold in seine Schatzkammer. Desgleichen tut auch ihr! - Denn es steht geschrieben: "Laßt die Kleinen zu Mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich der Himmel!" (vgl. Mt.19,14) Und wer nicht wird gleich ihnen, wird nicht kommen alsobald in Mein Reich, als bis er wird wie sie, die da nicht grübeln, sondern in der Einfalt den Eltern aufs Wort glauben und darnach tun; und selbst, wenn sie durch Meine Gnade den Eltern entwachsen sind, noch immer ihr Wort ehren, wenn sie es auch nicht benötigen.«
Weg zur Seligkeit innerhalb und außerhalb von Amtskirchen
Begriff der Seligkeit Him2.027,05] »Unter dem Worte 'selig' wird soviel verstanden als: 'Durch die Liebe lebendig'...«
Wege zu wahrer Seligkeit, wahrem Glück und Vollendung
In allen Religionen ist verborgen der Geist Gottes Ev01.134,17] »Nehmt ... hinzu die Religionen fremder Nationen, als zum Beispiel der Türken, der Parsen, Gebern, Hindus, Chinesen und Japaner! Wie sehr sind sie verschieden von der Religion, die Ich nur den Kindern aus dem Himmel aller Himmel gab, und doch waltet auch in ihnen, wennschon um vieles tiefer verborgen, derselbe Geist Gottes!«
Unbegrenzte Willensfreiheit und Macht als Seligkeit; Weg dazu Ev05.078,01] »Daß aber des Lebens allerhöchste Seligkeit eben im Besitze der allerungebundensten Willensfreiheit und ihrer stets erfolgvollsten, tatsächlichen Wirksamkeit besteht, davon geben alle die Selbstsüchtler und herrschgierigen Menschen schon auf dieser Erde den allerstärksten Beweis!
Ev05.078,02] Um nur ein bißchen so etwas Machthabendes zu sein, gibt ja so mancher gerne sein Hab und Gut her! Wer haßt etwa Krone, Thron und Zepter, besonders wenn er sich selbst hinaufschwingen kann!?
Ev05.078,03] Aber warum denn haben diese drei effektiven Herrscher in sich einen so unaussprechlichen Wert in den Augen der Menschen? Die Antwort liegt ganz nahe und ganz in der Natur der Sache. Weil der, welcher auf dem Throne sitzt, von seinem Willen unter Millionen von Menschen den allerfreiesten und in der Welt wirksamsten Gebrauch machen darf und kann!
Ev05.078,04] Nach dem aber, der auf dem Throne sitzt, wird dann schon ein jeder gar überaus glücklich, wenn er von dem Herrscher nur mit irgendeinem Amte betraut wird, in welchem er dann auch, wenngleich nur im Namen des Herrschers, einen kleineren Herrscher spielen und etwas mehr seinem freiheitsdurstigen Willen Luft lassen kann. Er unterdrückt zwar auf das kräftigste seinen grundfreien Willen und macht dafür vollends des Herrschers Willen zu dem seinigen, wenn er bei sich mit demselben auch oft gar nicht einverstanden ist; aber das alles tut er, um nur so ein bißchen auch mitherrschen zu können und zu irgendeiner effektiven Geltung zu bringen seinen Willen. Denn bei besonders Hochstandsstaatsbeamten gibt es ja doch immer hie und da Gelegenheiten, vom ganz eigenen, freien Willen Gebrauch zu machen, und das ist dem Menschen schon auf dieser Erde eine allerhöchste Seligkeit.
Ev05.078,05] Was kann sie aber im Vergleiche zu jener Seligkeit sein, die aus der Einigung des hier immer höchst beschränkten Menschenwillens mit dem Willen Gottes für die ganze Unendlichkeit und Ewigkeit hervorgehen wird und hervorgehen muß?!
Ev05.078,06] Aber bevor solches erfolgen kann, wirst du selbst einsehen, daß dazu eine ganz allerernstlichste Hauptbildung eben des menschlichen Willens durch alle Lebensstadien allerweisest geführt werden muß, ansonst es sicher höchst gefährlich wäre, des Menschen freien Willen mit einer effektiven Machtvollkommenheit auszustatten!
Ev05.078,07] Um aber den Willen der Menschen dafür fähig zu machen, muß man dahin wirken, daß der Mensch völlig freiwillig sich auf die Wege des Lichtes begebe und auf denselben so lange mit aller Liebe und weltlicher Selbstverleugnung sich fortbewege, bis er das rechte Ziel durch seine eigene Tätigkeit und vollkommene Selbstbestimmung erreicht hat.
Ev05.078,08] Dazu aber dient weder ein äußerer noch ein innerer Zwang, von denen ein jeder ein Gericht ist, durch das nie ein Menschengeist in seinem Willen frei werden kann. Solange er aber das nicht kann, da kann auch von der Vereinigung seines Willens mit dem allerfreiesten Willen in Gott ewig keine Rede sein!
Ev05.078,09] Es sind daher die Menschen nur durch einen allerweisesten Unterricht vorerst zur wahren Erkenntnis ihrer selbst und des einig wahren Gottwesens zu führen, und das mit aller möglichen Güte, Geduld und größten Sanftmut; nur hartnäckig widerspenstige Charaktere, bei denen im Hintergrunde ein in sich nahe ganz zweckloser böser Mutwille und eine wahrhaft teuflische Schadenfreude steckt, sind durch ein weltliches äußeres Strafgericht zu Paaren zu treiben, aber ja nicht so bald durch einen sie strafenden Wunderakt.«
Bester Weg zur Selbständigkeit und Seligkeit erfordert göttliche Offenbarungen Ev03.015,01] (Cyrenius:) »... Wie es für jeden Grashalm ein bestimmtes Gesetz gibt, unter und nach dem er sich entwickeln kann, also gibt es auch nur ein der ganzen Wesenheit des Menschen akkommodiertes psychomoralisches Gesetz (angepaßtes seelisch-sittliches Gesetz), unter dem der Mensch aus sich selbst heraus sich seine volle ungebunden freieste Selbständigkeit erringen kann, oder es gibt nur immer einen und unwandelbar stets denselben Weg, auf dem man seine wahre und ewige Bestimmung erreichen kann; auf jedem andern der zahllos vielen Freiheitswege, auf denen moralisch die Menschen wohl auch einhergehen können, ist das große, allein wahre und von Gott aus bestimmte Ziel unmöglich je zu erreichen!
Ev03.015,02] Daß aber übrigens der von Dir, o Herr, uns gezeigte Weg der ganz allein rechte und wahre ist, das sehe ich nun aber auch so klar und rein ein, als wie klar am hellsten Mittage die Sonne leuchtet. Auch sehe ich es ein, daß ein jeder Mensch, hoch oder
nieder, ganz unbeirrt den rechten Weg fortwandeln kann, wenn er nur einen ernstlichen Willen dazu hat; aber wohl sehe ich es auch ein, daß da kein Mensch von sich selbst heraus je diesen Weg hätte finden können in der Fülle der Wahrheit und allen Lebensverhältnissen so vollkommen entsprechend. So etwas muß unmittelbar vom Geiste Gottes den Menschen, die ein rechtes Verständnis haben, geoffenbart werden!«
Selbsttätigkeit und Selbständigkeit im Wohltun sind für Seligkeit höchst nötig Ev03.177,14] »Ich aber will es, und muß es also wollen, daß ein jeder Mensch auf dem von Mir vorgezeichneten Wege fortschreitet und sich mit eigener Mühe und Aufopferung das erwirbt, dessen er für hier und für jenseits bedarf, ansonst er nie vollauf selbsttätig und eben darum auch nie selbständig werden könnte.
Ev03.177,15] Volle Selbständigkeit aber ist zur möglich höchsten Seligkeit eines der allernötigsten Stücke.«
Jesu Lehre führt zu wahrem, freien Leben; Innere Stimme leitet zum Licht und Vollendung Ev02.230,08] »... (Ich) zeige den Menschen klar die Wege, die sie zu gehen haben aus ihrer höchst eigenen inneren Kraft, die bisher die möglichste Bildung für das Pro und Kontra erhalten hatte. Mit diesem Meinem Hiersein wird dem Menschen erst die vollste Freitätigkeit zu seiner Lebensvollendung gegeben und mit ihr ein neues Gesetz der Liebe, das im rechten göttlichen Vollmaße alle andern Gesetze und alle Weisheit aus Gott in sich faßt.
Ev02.230,09] Wird ein Mensch von nun an nach diesem neuen Gesetze leben, so wird er sein Leben auch unfehlbar völlig nach der göttlichen Ordnung ausbilden und darauf alsogleich in die Fülle des wahren und freiesten ewigen Lebens eingehen können. Wird er aber solch ein neues Lebensgesetz nicht annehmen und sein Tun danach nicht wie aus sich selbst herausgehend einrichten, so wird er auch sicher den Zweck der wahren Lebensvollendung nicht erreichen.
Ev02.230,10] Niemand aber wird dann sagen können: "Ich habe es nicht gewußt, was ich hätte tun sollen!" Und würde ein Mensch, auch noch so weit von hier entfernt, dennoch sagen: "Bis zu meinen Ohren ist der Gottesruf nicht gedrungen!", so wird ihm erwidert werden: "Von dieser Stunde an gibt es keinen Menschen auf der ganzen Erde, der es nicht in sein Herz überkommen hätte, was da ist unter den Menschen vollends des Rechten."
Ev02.230,11] Einem jeden wird eine warnende Stimme in sein Herz gelegt werden, die ihm zeigen wird, was da gut und allein wahr ist. Wer diese Stimme hören und sich danach halten wird, der wird zum größeren Lichte gelangen, und dieses wird ihm alle Pfade der göttlichen Ordnung erleuchten.«
Dienen, nicht herrschen bringt dies- und jenseits höchste Seligkeit Ev04.095,02] »Im Hochmute hat alles Dienen ein Ende genommen und somit auch alle weitere Fort- und Ausbildung des Lebens. Wäre im hochmutsvollen Herrschen über die andern des Lebens Ausbildung bedungen, so würde von Mir sicher eine solche Ordnung getroffen sein, daß ein jeder Mensch irgendein unbeschränktes Recht zum Herrschen hätte;
da aber das Meiner ewigen Ordnung zuwider ist, so muß ein jeder Mensch und Engel zum Dienen sich bequemen und am Ende eben im ewigen, stets mehr und ausgebreiteteren Dienen die größte Wonne und Seligkeit finden.
Ev04.095,03] Ohne Dienen gibt es dann eigentlich gar kein Leben, keine haltbare Dauer desselben, kein Glück, keine Glückseligkeit und keine Liebe, keine Weisheit und keine Wonne des Lebens weder hier noch jenseits; und wer sich einen Himmel voll Dienstlosigkeit, voll Trägheit und voll müßiger Schwelgerei denkt, der int sich groß!
Ev04.095,04] Denn ebendarum bekommen die seligsten Geister der höchsten Himmel eine Mir nahe gleiche Kraft und Gewalt, um Mir und allen Menschen hier schon auf dieser Lebensprobewelt desto gediegenere Dienste leisten zu können. Wozu würde ihnen sonst wohl der Besitz einer sogar schöpferischen Kraft und Gewalt dienlich sein?! Braucht man wohl zum Nichtstun eine Kraft und eine Weisheit?! Ist ihre Tätigkeit und Dienstleistung von einer für euch unbeschreibbaren Wichtigkeit für diese Erde schon, wie groß muß sie sein in ihrer Wichtigkeit für die Geisterwelt, und aus der für die ganze Unendlichkeit!
Ev04.095,05] Ich kam ja auch nicht darum zu euch, um aus euch Müßiggänger zu zeihen oder euch bloß für den Ackerbau, für die Viehzucht und dergleichen mehreres zu bilden, sondern um aus euch tüchtige Arbeiter für den großen Weinberg der Himmel zu erziehen. Meine Lehre an euch alle ist dahin abgezielt, um fürs erste euch selbst im Gebiete eures inneren Lebens wahrhaft zu vollenden, und fürs zweite, daß ihr dann selbst als Lebensvollendete Mir schon hier und ganz besonders einstens drüben in Meinem Reiche die tüchtigsten und kräftigsten Arbeiter abgeben möchtet und sollet.
Ev04.095,06] Würde dies nicht Meine Endabsicht sein, und Ich sagete zu euch: "Seid nur hier tätig; einstens drüben in Meinem Reiche werdet ihr dann bei bestem Saus und Braus in alle Ewigkeit vollauf ruhen können und angaffen alle die Herrlichkeit Gottes!", so müßte Ich Selbst blöder sein als irgendein Blödester aus euch. Ja, ihr werdet wohl Gottes Herrlichkeiten ewig anzustaunen haben, aber ohne Tätigkeit nicht; denn an eurer Tätigkeit wird es ja eben liegen, die Wunder der Himmel zu mehren und sie stets herrlicher und göttlicher zu machen!
Ev04.095,07] Ich will es, daß von nun an alle Meine Gedanken und Ideen durch euch, Meine Kindlein, erst ins vollste Werk gesetzt werden, hier schon für Seele, Herz und Geist eurer Brüder und Schwestern, und jenseits aber in alle die großen Wirklichkeiten von ihrer innersten geistigen Entstehungssphäre bis zu ihrer alleräußersten materiellen Ausbildung, und von da zur abermaligen Rückführung ins gemehrte, rein und selbständig geistige, vollendete Leben. Und dazu, Freunde, wird unendlich viel Zeit, Geduld und eine große Tätigkeit erforderlich sein und eine ebenso große und allumfassende Weisheit und Kraft!«
Nicht Weltglück ohne Liebe, sondern Leben in Liebe bewirkt wahres Glück KJug.111,07] »Aber das sage Ich dir auch: Schätze dich im Glücke der Welt nie als zu glücklich, sondern halte die Welt samt ihrem Glücke für einen Schauplatz des Truges, so wirst du in der rechten Weisheit das Leben der Welt genießen!
KJug.l 11,08] Denn siehe, alles in der Welt ist gerade das Gegenteil von dem, als was es sich dir darstellt; die alleinige Liebe (die Liebe allein) nur, wenn sie aus des Herzens Grunde kommt, ist wahr und gerecht!
KJug.l 11,09] Wo du Leben ohne Liebe erblickst, da ist kein Leben, sondern der Tod;
KJug.l 11,10] wo du aber ob der Ruhe der wahren Liebe den Tod wähnst, da ist Leben zu Hause, und niemand kann dasselbe zerstören!
KJug.l 11,11] Du weißt es nicht, wie locker die Unterlage ist, auf der du stehst; Ich aber weiß es, darum sage Ich dir solches alles!
KJug.l 11,12] Grabe hier nur tausend Klafter tief, und du wirst einen mächtigen Abgrund vor dir haben, der dich verschlingen wird!
KJug.111,13] Also grabe nicht zu tief in die Welt hinein, und freue dich der Entdeckungen in der Tiefe der Welt nicht;
KJug.l 11,14] Denn wo immer jemand zu tief in die Welt hineingräbt, da auch bereitet er sich den eigenen Untergang.
KJug.l 11,15] Traue dem Punkte nicht, auf dem du stehst; denn er ist locker und kann dich verschlingen, so du ihn aufgräbst und machst eine Mine in den Boden!
KJug.l 11,16] Bedenke: alles auf der Welt kann dich töten, weil alles selbst in sich den Tod trägt, - nur die alleinige Liebe (die Liebe allein) nicht, so du sie bewahrst in ihrer Reinheit!
KJug.l 11,17] Mischst du sie aber mit weltlich Dingen, so wird sie schwer und kann dich auch töten, wie leiblich also auch geistig.
KJug.l 11,18] Bleibe sonach in der reinen, uneigennützigen Liebe, liebe den einen Gott als deinen Vater und Schöpfer über alles und die Menschen als deine Brüder wie dich selbst, so wirst du das ewige Leben haben in solcher deiner Liebe!«
Was Einhalten der 10 Gebote bewirkt Ev05.230,02] »Es stellt sich nun freilich wohl die wichtigste aller Lebensfragen von selbst und lautet: Was hat denn hernach ein Mensch zu tun und zu beachten, um seine Seele vor dem Rücktritt ins alte Gericht der Materie, die tot ist, zu bewahren? -
Ev05.230,03] Er halte die zehn Gebote, durch Moses den Menschen gegeben, genau, die aber ganz kurz darin bestehen, daß man zuerst an einen wahrhaftigen Gott fest glaube, Ihn über alles aus allen Lebenskräften liebe, seine Brüder und Schwestern aber wie sich selbst und im Notfalle sogar mehr!
Ev05.230,04] In diesen eigentlich nur zwei Geboten liegt aber dann auch das ganze Mosaische Gesetz, sowie alle die Propheten, die des größeren Verständnisses halber nichts anderes als nur das mit vielen Worten gelehrt haben.
Ev05.230,05] Wer das tun wird, der wird sicher sein Herz und somit auch seine Seele vor jeglichem Hochmute, vor jeglicher Härte, vor Zorn, Haß, Selbstsucht, Neid, Geiz, Habgier, Herrschsucht und Weltwohlleben und Weltliebe bewahren und sodann leicht eingehen in den Gottesgeisteslebenspol; denn die Liebe zu Gott erfüllt eben den ganzen Menschen mit dem Gotteslebensgeiste, und die Nächstenliebe verkörpert und befestigt denselben in der Seele, wodurch sie dann notwendig in allem identisch wird mit Gott Selbst durch den Liebegeist Gottes in ihr.
Ev05.230,06] Ist sie aber identisch mit Gott, so wird sie auch identisch sein mit dem euch nun bekanntgemachten positiven Lebenspole in Gott und wird herrschen mit Ihm über alle Materie, von der sie nie mehr möglich wird gefangen und verschlungen werden können.
Ev05.230,07] Wer immer dieses befolgen wird, der wird auch das euch nun klarst Gezeigte ernten und ewig in steter Steigerung behalten ...«
Wie geistige Wiedergeburt und Seligkeit leichter als über Kirchengesetze zu erreichen ist Ev03.053,04] «... im übrigen läßt seine Lehre sich ganz kurz in dem zusammenfassen, daß man Gott über alles und seinen Nächsten wie sich selbst lieben soll.
Ev03.053,05] Gott über alles lieben aber heißt natürlich: Gott und Seinen geoffenbarten Willen erkennen und dann aus wahrer innerer Liebe zu dem erkannten Gott danach handeln
und sich daneben gegen jeden Nebenmenschen wegen Gott also verhalten, wie sich ein jeder vernünftige Mensch gegen sich selbst verhält; natürlich ist hier von der reinen und in möglichst höchstem Grade uneigennützigen Liebe, sowohl gegen Gott als eben auch gegen jeden Nächsten, die Rede.
Ev03.053,06] Wie alles Gute einzig darum geliebt werden will, weil es gut ist und darum wahr, so will auch Gott geliebt sein, weil Er allein höchst gut und höchst wahr ist!
Ev03.053,07] Dein Nächster aber muß darum ebenalso geliebt werden, weil er gleich dir das Ebenmaß Gottes ist und gleich wie du einen göttlichen Geist in sich trägt.
Ev03.053,08] Siehe, das ist der eigentliche Grundkern seiner Lehre, und er ist leicht zu beachten, ja um sehr vieles leichter als die tausend Gesetze des Tempels, die zumeist vom Eigennutz der Diener desselben angefüllt sind.
Ev03.053,09] Durch die möglichst genaue Beachtung dieser neuen Lehre wird der im Menschen anfänglich sehr gefesselte Geist freier und freier, wächst und durchdringt endlich den ganzen Menschen und zieht sogestaltig alles in sein Leben, das ein Leben Gottes ist und daher ewig dauern muß, und zwar in der möglich höchsten Seligkeit!
Ev03.053,10] Ein jeder Mensch aber, der also gewisserart in seinem Geiste wiedergeboren wird, wird nimmer einen Tod sehen, noch fühlen oder schmecken, und die Loswerdung von seinem Fleische wird ihm die höchste Wonne sein.
Ev03.053,11] Denn der Geist des Menschen, also völlig eins mit seiner Seele, wird da gleichen einem Menschen im harten Gefängnisse, durch dessen enges Lichtloch er wohl in die schönen Gefilde der Erde hinausschauen kann und sehen, wie sich ganz freie Menschen auf denselben mit allerlei nützlichen Beschäftigungen erheitern, während er noch im Gefängnisse schmachten muß. Wie froh aber wird er sein, so der Kerkermeister kommt, die Tür öffnet, ihn von allen Fesseln losmacht und zu ihm sagt: "Freund, ihr seid frei von jeder weiteren Strafe, gehet und genießet nun die volle Freiheit!"
Ev03.053,12] Also gleicht des Menschen Geist der Lebensfrucht eines Embryovögleins im Ei; wenn es durch die Brutwärme reif geworden ist innerhalb der harten, sein freies Leben fesselnden Hülle, dann bricht es die Hülle durch und freut sich seines freien Lebens.
Ev03.053,13] Aber solches kann der Mensch nur erreichen durch die genaue und aufrichtige Haltung der Lehre, die der Heiland aus Nazareth nun den Menschen verkündet.
Ev03.053,14] Nun aber empfängt der Mensch, wenn er im Geiste schon mehr und mehr wiedergeboren ist, auch andere Vollkommenheiten, von denen der bloß natürliche Fleischmensch sich keine Vorstellung machen kann.
Ev03.053,15] Der Geist ist dann eine Macht in sich, der göttlichen gleich; was ein solcher vollendeter Geist im Menschen dann will, das geschieht und muß geschehen, weil es außer der Lebenskraft des Geistes in der ganzen Unendlichkeit Gottes keine andere Kraft und Macht geben kann!
Ev03.053,16] Denn das wahre Leben ist allein Herr und Schöpfer, Erhalter, Gesetzgeber und Lenker aller Kreatur, und es muß sich darum alles der Macht des ewig allein lebendigen Geistes fügen.«
Positive Folgen der Liebe zu Jesus und Einhalten der Gebote Ev10.091,05] »Wer Mich aber wahrhaft lieben und Meine leichten Gebote halten wird, zu dem werde Ich, wenn er es im Herzen nur immer ganz lebendig wünschen und verlangen wird, kommen und werde Mich ihm offenbaren und ihm geben allerlei Kraft und Macht, zu kämpfen wider alle die argen Geister der Welt und der Hölle, und sie werden ihm nicht zu schaden vermögen. Und nun wisset ihr noch näher, wie ihr mit Mir daran seid!
Ev10.091,06] Wer Mich nicht verlassen wird, den werde auch Ich nicht verlassen; und wer mit Mir wider die Welt und die Hölle kämpfen wird, der wird auch des Sieges sicher sein.«
Wie Weisheit, ewiges Leben, klarstes und vollstes Bewußtsein im Jenseits und Freiheit vor Todesangst zu erreichen ist Ev09.213,12] »... Erkennet in Mir den alleinigen Herrn und Meister, und liebet Gott über alles tatsächlich dadurch, daß ihr eure Nächsten liebet gleich wie euch selbst und gerecht seid gegen jedermann, und es werden euch dadurch alle eure Sünden vergeben sein!
Ev09.213,13] So ihr aus eurem Antriebe jemandem ein Unrecht zugefügt habt, da machet es - wo das tunlich ist - wieder gut; und ist das irgend nicht mehr tunlich, so tuet andern Armen dafür Gutes, und ihr werdet euch dadurch Schätze sammeln fürs künftige Leben in Meinem ewigen Himmelreiche!
Ev09.213,14] Darin besteht ganz kurz Meine Lehre an euch Menschen und enthält Moses und alle Propheten. So ihr sie beachten werdet in der Tat, da werdet auch ihr Meine rechten Jünger sein, und Ich werde im Geiste der Macht Meiner Liebe in euren Herzen Wohnung nehmen, euch führen in alle Weisheit und euch geben das ewige Leben; denn Ich allein kann das tun, weil Ich das Licht, der Weg und das Leben Selbst bin!
Ev09.213,15] Ich bin das Licht der Liebe des Vaters in Mir; wie aber die Liebe das Leben Selbst ist, so ist auch das Licht dasselbe gleiche und eine Leben. Wer demnach an Mich glaubt, daß Ich vom Vater, der die Liebe ist, als ein rechter Sohn oder Licht allzeit ausgehe, der glaubt auch sicher an den ewigen, heiligen Vater, der Mich als ein rechtes und lebendiges Licht in diese Welt gesandt hat, auf daß alle, die an Mich glauben, in sich das ewige Leben haben.
Ev09.213,16] Glaubet demnach, daß Ich, als das Licht und Leben, also der wahrhaftigste Sohn des ewigen Vaters bin, durch den alles - der Himmel und diese Erde mit allem, was Himmel und Erde und die ganze Unendlichkeit enthält -, gemacht wurde, und lebet und tut allzeit nach Meiner Lehre, und liebet also Gott über alles und euren Nächsten wie euch selbst, und ihr habt dadurch das ewige Leben in euch, und so ihr auch dem Leibe nach einmal sterben werdet, so wird aber eure Seele dennoch im hellsten und vollsten Bewußtsein fortleben und ewig nimmerdar einen Tod sehen, fühlen und schmecken!«
Wie gottähnliche Liebe, Weisheit, Macht und Wirkkraft zu erreichen ist Ev04.191,01] »Mein Name ist Jesus aus Nazareth, irdisch als Mensch, und Jehova von Ewigkeit; aber von nun an wird Jesus bleiben in Ewigkeit. In diesem Namen werdet ihr alles zu tun und zu bewirken imstande sein, nicht nur für zeitlich, sondern auch für ewig!
Ev04.191,02] Liebet Mich als euren Gott und Herrn und Meister über alles und euch untereinander wie ein jeder sich selbst, so werdet ihr verbleiben in Meiner Liebe, in Meiner Kraft und Macht, und Mein Licht wird nimmerdar von euch weichen!
Ev04.191,03] Werdet ihr aber schwächer werden in der Liebe zu Mir und zu euren ärmeren Brüdern und Schwestern, dann wird es auch finster werden in euren Herzen, und Meine Kraft und Macht in euch wird schwinden und sehr geringe werden! Werdet ihr dann auch Meinen Namen anrufen und werdet wirken wollen durch ihn, so wird er euch keine Kraft und Macht mehr verleihen; denn alle Kraft, alle Macht und alles gelungene Wirken in
Meinem Namen wird nur ganz allein durch die Liebe zu Mir und daraus zum Nächsten erhalten!
Ev04.191,04] Mein Name allein wirket nichts, sondern nur die Liebe in ihm, durch ihn und zu ihm, und daraus zum Nächsten! Zu wem aber da käme ein Armer und flehte ihn um irgendeine Hilfe an, dieser aber sagete zu ihm: "Gehe und verdiene es dir!", wahrlich, der hat Meine Liebe nicht und wird in Meinem Namen keine Macht und keine Kraft überkommen!«
Wie rein geistige Schöpfungen zu schauen und geistige Gaben und Macht zu erwerben sind Ev04.108,06] »Lasset ihr euch nicht von der Eigenliebe überwältigen, sondern bekämpfet ihr dieselbe leicht und mächtig mit dem glühenden Schwerte der wahren, alleruneigennützigsten Liebe zu Mir und zu euren nächsten Brüdern und Schwestern, so werdet ihr den Acker von allem Unkraute rein erhalten und jüngst selbst als reinste und kostbarste Frucht in Mein Reich eingehen und dort neue und rein geistige Schöpfungen schauen und leiten in Ewigkeit!«
Gewinn neuer Erkenntnisse, Zuwachs an Lebenslust, Gottes- und Nächstenliebe als Weg zur Beseligung Ev02.005,11] »Da aber nach der göttlichen Ordnung alles so eingerichtet ist, daß sowohl der Mensch wie auch jeder Engelsgeist alles nur nach und nach, und selbst da nur bis zu einem gewissen Grade, von der göttlichen Natur in sich wie in all den geschaffenen Dingen, einsehen kann, so bleibt ihm die stets wachsende Lebenslust und die Liebe zu Gott und zum Nächsten, durch die allein er ewig selig werden kann und wird. - Fassest du solche Wahrheit?«
Lehre Jesu als Wegweiser zur Seligwerdung
Selig wird nur, wer göttlichen Willen erfüllt; Einheit Jesu mit dem Vater Ev10.073,02] »... Selig werden nur jene werden, die den Willen des Vaters im Himmel, der Mich in diese Welt gesandt hat, tun und erfüllen.
Ev10.073,03] Ich und der Vater aber sind Eins (vgl. Joh. 10,30). Wer Mich sieht und hört, der sieht und hört auch den Vater; ohne Mich aber kann niemand den Vater sehen und hören. Wer denn an Mich glaubt und nach Meiner Lehre lebt und handelt, der wird von Mir das ewige Leben überkommen!«
Evl0.073,04] Sagte der Wirt, voll der höchsten Achtung und Ehrfurcht vor Mir: »Wie lautet denn Deine Lehre? Was muß man tun, um von Dir das ewige Leben zu überkommen?«
Ev 10.073,05] Sagte Ich: »Wer nun an Mich glaubt und an Mir kein Ärgernis nimmt und dazu die Gebote hält, die Moses gegeben hat, der hat schon das ewige Leben in sich; denn Ich gebe euch kein anderes Gesetz, als es Moses eben auch nur von Mir empfangen und den Menschen gegeben hat.
Evl0.073,06] Erkenne und liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst, so erfüllst du das ganze Gesetz und dadurch den Willen Dessen, der nun mit dir spricht! Die Folge davon wird sich in deiner Seele zeigen. - Verstehst du das?«
Einhalten von Jesu Geboten und mosaischen Geboten bewirkt ewiges Leben und Seligkeit Ev07.122,18] »Da wir aber solches nun ganz hell einsehen, so bitten wir Dich trotz unserer großen Unwürdigkeit, daß Du uns offenbaren möchtest, was wir tun sollen, damit wir des ewigen Lebens unserer Seelen und Deiner Gnade uns teilhaftig machen können.«
Ev07.122,19] Sagte Ich: »Nun denn, so ihr schon durchaus des Glaubens seid, daß Ich der Herr sei, so tut, was euch ehedem Mein Diener gesagt hat, so werdet ihr leben und selig werden! Liebet Gott über alles und eure Nächsten wie euch selbst, und lehret dasselbe auch euren Kindern und Angehörigen; haltet euch als Menschen nicht für höher denn eure Nächsten eurer großen Erdenschätze wegen; tut ihnen das, von dem ihr vernünftig wollen könnet, daß sie euch desgleichen entgegen tun sollen, - und ihr werdet leben, und Gottes Gnade wird bei euch bleiben immerdar!
Ev07.122,20] So ihr aber schon das Gesetz Mosis kennet, so beachtet es in allen seinen Teilen; denn in diesem Gesetze ist dem Menschen die beste und allerreinste Lebensordnung angezeigt. Wenn er die befolgt, so liebt er auch Gott über alles und seinen Nächsten wie sich selbst. In diesen Gesetzen aber ist alle Lebensweisheit geboten, von der andere und ältere Weise den Menschen nur teilweise etwas zum Verkosten vorgesagt (gegeben) haben.
Ev07.122,21] Da euch das Wort als das höchste Zeichen Meiner göttlichen Sendung gilt, so bleibet denn auch bei dem Worte und werdet Täter desselben, so werdet ihr leben! Ich meine aber kein zeitliches, sondern ein ewiges Leben eurer Seelen. - Verstehet ihr das wohl?«
Nicht Wissen und Erfahrung, sondern Gottes- und Nächstenliebe bewirken Weisheit und Seligkeit Ev04.001,04] »Denn wahrlich sage Ich es euch: Niemand wird zu Mir kommen, so ihn nicht der Vater zu Mir hinziehen wird! Ihr müsset alle vom Vater, also von der ewigen Liebe in Gott gelehret sein, so ihr zu Mir kommen wollt! Ihr alle müßt also vollkommen sein, wie der Vater im Himmel vollkommen ist! Aber das viele Wissen, wie auch die reichlichste Erfahrung wird euch nicht dahin bringen, sondern allein die lebendige Liebe zu Gott und im gleichen Maße zum Nächsten; darin liegt das große Geheimnis der Wiedergeburt eures Geistes aus Gott und in Gott.
Ev04.001,05] Jeder aber wird zuvor mit Mir durch die enge Pforte der vollsten Selbstverleugnung ziehen müssen, bis er wird, wie Ich bin. Ein jeder muß aufhören, für sich etwas zu sein, um in Mir alles werden zu können.
Ev04.001,06] Gott über alles lieben, heißt: in Gott ganz auf- und eingehen, - und den Nächsten lieben, heißt ebenfalls: in den Nächsten ganz eingehen, ansonst man ihn nie ganz lieben kann; eine halbe Liebe aber nützt weder dem, der liebt, noch dem, der geliebt wird.
Ev04.001,07] Wenn du von einem hohen Berge die volle Aussicht nach allen Seiten hin haben willst, so mußt du in jedem Falle dessen höchste Spitze erklimmen; denn von einem unteren Höhenpunkte wird dir von der Ganzaussicht stets ein guter Teil verdeckt bleiben. Also muß denn auch in der Liebe alles und das Äußerste aus dem Innersten heraus geschehen, damit ihre Früchte an euch offenbar werden.
Ev04.001,08] Euer Herz ist ein Acker, und die tätige Liebe ist das lebendige Samenkorn; die armen Brüder aber sind der Dünger für den Acker. War aus euch in den wohlgedüngten Acker viel der Samenkörner legen wird, der wird auch eine Vollernte machen. Mit je mehr Armen ihr den Acker düngen werdet, desto kräftiger wird er sein; und je mehr der guten Samenkörner ihr hineinlegen werdet, desto reicher wird die Ernte ausfallen. Wer da reichlich säen wird, der wird auch reichlich ernten; wer aber sparsam säen wird, der wird auch sparsam ernten.
Ev04.001,09] Darin aber liegt die höchste Weisheit, daß ihr weise werdet durch die lebendigste Liebe. Alles Wissen aber ist ohne die Liebe nichts nütze! Darum bekümmert euch nicht so sehr um ein vieles Wissen, sondern daß ihr viel liebet, so wird euch die Liebe geben, was euch kein Wissen je geben kann! Es ist ganz gut, daß ihr drei die drei Stunden zur vielfachen Bereicherung eures Wissens und eurer Erfahrungen alleremsigst verwendet habt; aber alles das würde für sich eurer Seele wenig nützen. So ihr aber in der Folge die Zeit also emsig der Liebe zum Nächsten opfern werdet, so wird euch ein Tag schon von größerem Nutzen für eure Seelen sein!
Ev04.001,10] Was nützete es euch vor Mir, so ihr euch nahe auflösen möchtet vor Verwunderung über Meine Macht, Größe und nie ergründbare Herrlichkeit, außerhalb eures Hauses aber weineten arme Brüder und Schwestern vor Hunger, Durst und Kälte? Wie elend und zu gar nichts nütze wäre ein lautes Jubel- und Lobgeschrei zur Ehre und zum Ruhme Gottes, über dem man das Elend des armen Bruders überhörete! Was nützen all die reichen und prunkvollsten Opfer im Tempel, wenn vor dessen Tür ein armer Bruder vor Hunger verschmachtet?
Ev04.001,11] Darum sei euer Forschen vor allem nach dem Elend eurer armen Brüder und Schwestern gerichtet; denen bringet Hilfe und Trost! Da werdet ihr in einem Bruder, dem ihr geholfen habt, mehr finden, als so ihr alle Sterne bereist hättet und Mich gepriesen mit Zungen der Seraphim!
Ev04.001,12] Wahrlich, Ich sage es euch, alle Engel, alle Himmel und alle Welten mit all ihrer Weisheit können euch nicht geben in Ewigkeit, was ihr erreichen könnet, so ihr einem Bruder, der im Elende war, wahrhaft geholfen habt nach aller eurer Kraft und nach allen euren Mitteln! Nichts stehet höher und näher bei Mir denn allein nur die wahre, tätige Liebe!«
Gerechtigkeit, Annahme von Jesu Wort und Leben danach bringt Seligkeit Ev01.210,10] »Seid von nun an gerecht in allen Dingen; liebet Gott über alles und eure Nebenmenschen, die alle eure Nächsten sind, ob Freunde oder Feinde, wie euch selbst; tut denen Gutes, die euch Böses zufügen; segnet, die euch fluchen, und betet für die, so euch verfolgen, so werdet ihr zu Kindern des Allerhöchsten aufgenommen, und darin wird auch der einzig wahre Dank an Mich für alles, was Ich euch getan habe, bestehen. Das ist alles, was Ich von euch verlange!«
Ev02.032,04] »Wer daher Mein Wort hört, es annimmt und danach lebt, der hat Mich Selbst in sich aufgenommen; wer aber Mich aufnimmt, der nimmt auch Den auf, der Mich in die Welt gesandt hat, aber dennoch vollkommen eins ist mit Mir. Denn was Ich will, das will auch Er! Und Er ist kein anderer denn Ich und Ich kein anderer denn Er bis auf die Haut, die uns beide umgibt. In wem aber, wie in Mir, Liebe und Weisheit in einem Herzen wohnen, der ist wie Ich und Der, der Mich in diese Welt gesandt hat zur Heilung und Beseligung aller, die an den Sohn des Menschen glauben werden!«
Ev01.083,03] »Wer demnach Mein Wort vollends in sich aufnimmt und unabweichbar danach handelt und lebt, der nimmt dadurch Mich Selbst mit aller Meiner Liebe, Weisheit, Macht und Kraft auf und ist dadurch zu einem wahren Kinde Gottes geworden, dem der Vater im Himmel nicht Eines vorenthalten wird, was Er hat!«
Friedfertigkeit, Toleranz und Liebe bewirken mehr als Einhalten von äußeren Geboten Laod.003,21] (Paulus:) »Führet nicht Klagen gegeneinander gleich den Heiden, welche da haben ihre eigenen Klagegerichte, sondern seid verträglich und gegenseitig duldsam, und machet eure Sachen im Herzen aus, so werdet ihr vor dem Herrn besser tun, als so ihr alle Satzungen Mosis, die schwer zu merken und noch schwerer zu halten sind, auf das gewissenhafteste beachten möchtet; denn an den Satzungen Mosis hat der Herr kein Wohlgefallen, sondern allein nur an einem reinen Herzen, das Gott und die Brüder wahrhaftig liebet.
Laod.003,22] Und so denn ziehet vor allem an die Liebe; denn sie allein gilt vor dem Herrn und ist das allein vollrechtliche Band aller Vollendung und aller Vollkommenheit!
Laod.003,23] In der Liebe und durch die Liebe regiere der wahre, vollkommene Friede Gottes in euren Herzen, in und zu welchem Frieden ihr auch allein alle berufen seid in einem Leibe in Christo dem Herrn ...«
Nicht Weltschätze, sondern Wohltaten legen Grundlagen für Seligkeit im Jenseits Ev04.096,05] »Daher seid alle hier bestrebsam, und lasset euch nicht blenden von den Schätzen dieser Welt, die da vergehen werden wie die jetzige Materieform dieser ganzen dem Fleischauge sichtbaren Schöpfung; sammelt euch aber dafür desto mehr der geistigen Schätze, die für die ganze Ewigkeit dauern werden! Seid kluge Wirte und Haushälter im Hause eures Herzens; je mehr der Geistesschätze ihr durch allerlei gute Werke darin aufspeichern werdet, desto besser wird es euch drüben ergehen! Wer aber hier karget und filzet, der wird sich's dereinst nur selbst zuzuschreiben haben, wenn er seine Herzens Vorratskammern nahezu völlig leer antreffen wird.
Ev04.096,06] Hier ist's leicht sammeln; denn hier wird alles, was jemand tut im guten Willen aus Liebe zu Gott und zum Nächsten, als barstes und reinstes Gold angenommen; jenseits aber wird er alles mit dem reinsten Golde der inneren und pursten Selbsttätigkeit aus sich selbst und in sich selbst erwerben und bezahlen müssen. Und das, Meine Freunde, geht in jenem Reiche etwas schwer, wo es keine äußeren Gold- und Silberbergwerke gibt!
Ev04.096,07] Hier könnet ihr aus dem gemeinsten Straßenkote Gold machen und euch den Himmel dafür erkaufen, so euer Herz in aller Wahrheit beim Kaufe dabei war; jenseits werdet ihr nur aus dem Edelsten das Edle in euch selbst erzeugen können, und dies wird noch schwerer sein, als hier aus den gemeinsten Kieseln Gold zu machen. Wer aber durch seine edlen und guten Werke hier schon eine Masse und große Menge Goldes erzeugt hat, der wird jenseits keinen Mangel daran haben; denn aus einem Sandkorne dieses geistig edlen Metalles wird jenseits ein weltengroßer Klumpen, und das gibt schon einen großen Vorrat.«
Nicht Fasten und Beten, sondern Glaube an Jesus und Einhalten göttlicher Gebote macht selig Ev07.085,05] »... Ich hebe das alte Fastengebot nicht auf. Wer da im guten Sinne fastet, der tut für sich zwar ein gutes Werk - denn durch ein rechtes Fasten und Beten zu Gott wird die Seele freier und geistiger-; aber selig wird niemand durchs pure Fasten und Beten, sondern nur dadurch, daß er an Mich glaubt und den Willen des Vaters im Himmel tut, wie Ich euch solchen verkünde und verkündet habe. Das kann aber jedermann auch ohne die gewissen Fasten und ohne das Sich-Enthalten von gewissen Speisen und Getränken.
Ev07.085,06] Wer aber irgendeinen Überfluß hat und übt wahrhaft die Nächstenliebe, der fastet wahrhaft, und solch ein Fasten ist Gott wohlgefällig und dem Menschen zum ewigen Leben dienlich. Wer viel hat, der gebe auch viel, und wer wenig hat, der teile auch das wenige mit seinem noch ärmeren Nächsten, so wird er sich dadurch Schätze im Himmel sammeln! Geben aber ist schon für sich seliger als Nehmen.«
Glauben ohne Zeichen und Leben danach macht selig Ev01.071,05] »Aber in der Folge werden nur jene Menschen selig werden, die ohne Zeichen bloß der Wahrheit Meines Wortes glauben werden und werden leben danach! Diese werden dann in sich erst das wahre lebendige Zeichen finden, welches da heißt das ewige Leben, und das wird ihnen dann niemand mehr nehmen können.«
Lohn für Glaubenstreue ist Seligkeit Ev01.048,10] »Laß dich also nimmer beirren, wenn du dies und jenes über Mich vernehmen wirst! Denn wer bis ans Ende treu und unerschüttert verharret im Glauben und in der Liebe, wie Ich es lehre und gelehrt habe und fort und fort lehren werde, der wird selig werden in Meinem ewigen Reiche in den Himmeln (vgl. Mt.10,22 Mt.24,13 Mk.13,13), die du nun offen siehst über dir, und Meine Engel steigen auf und ab!« (vgl. Joh.01,51)
Rechtes Handeln bringt Seligkeit, nicht bloßes Glauben oder Zugehörigkeit zu einer Konfession Ev01.050,07] »... Gott will, daß sich die Menschen gleichfort und stets mehr und mehr die Liebetätigkeit angewöhnen sollen, um dereinst im andern Leben aller Arbeit und Mühe fähig zu sein und in solcher Tätigkeit auch allein die wahre und höchste Seligkeit zu suchen und zu finden! Sollten die Menschen aber in sich das zu bewirken wohl je durch den Müßiggang imstande sein?! Ich sage es dir: Nimmermehr!«
Ev09.141,10] »Die Seligkeit des Lebens aber besteht hauptsächlich ja nur in der Tätigkeit, und so ist es der Seele nützlicher, daß sie sich in aller Tätigkeit übe, als daß sie sich gleichfort in aller Klarheit des inneren Wahrnehmens nach allen Richtungen des Lebens hin befände.«
Erde.073,16] »... Ich bin wie ein überaus guter und gerechtester Vater allen Meinen Kindern und habe nur Freude daran, wenn sie tätig sind und wetteifern in der Liebe, aber
nicht daran, daß sie einander Narren schelten und ein jeder aus ihnen der Weiseste und Unfehlbarste sein will - mit lauter Räsonieren, aber dabei nichts tut.«
Erde.073,17] Mein Reich ist ein Reich der höchsten Tatkraft, aber kein Reich eines müßigen, naseweisen Faulenzertums; denn Ich sagte zu den Aposteln nicht: "Bleibet daheim, denket, brütet und grübelt über Meine Lehre nach!", sondern: "Gehet hinaus in alle Welt!"
Erde.073,18] Dasselbe sage Ich auch zu allen Seligen. Da heißt es tätig sein; denn immer ist die Ernte größer als die Zahl der Arbeiter. Darum ist es auch besser, in irgendeiner Ordnung tätig zu sein, als bloß allein des reinsten Glaubens zu sein. Und tätig sein nach Meiner Lehre ist dann sicher unendlich besser, als die ganze Bibel auswendig zu wissen und zu glauben.
Erde.073,19] Der bloße Glaubensmensch ist dem gleich, der sein Talent vergrub; wenn aber jemand aus der Schrift nur wenig weiß, aber darnach tut, der ist dem gleich, der über das Wenige eine treue Haushaltung führte und dann über vieles gesetzt wird.
Erde.073,20] Aus dem bisher Gesagten wird sicher jeder, der guten Willens ist, leicht herausfinden können, was er zu tun hat, um ein rechter Mensch zu werden. Was er für seine Tatkraft zu wählen und zu meiden hat, das alles findet er hier sonnenklar dargestellt.«