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02] Nehmet fettfreie Milch von einer Ziege, gebet sie in eine ähnliche Glastasse, wie Ich sie euch früher zur Gewinnung der Schwefelkristalle {s. jl.hson.005,02} beschrieben habe. Ist eine solche Tasse schwieriger zu bekommen, so tut es sich auch mit einer quatratschuhgroßen dunkelvioletten Glastafel.
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03] Betropft diese Tafel mit vorerwähnter Milch und stellt sie an die Sonne. In kurzer Zeit werden die Tropfen eingetrocknet sein. 04] Sind die Tropfen trocken, so beträufelt die Tafel abermals mit derselben Milch, und das so lange fort, bis sich über der Glastafel oder über dem Boden der Tasse eine ziemlich dicke Kruste gebildet hat.
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05] Schabet dann diese Kruste behutsam von der Glastafel,
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pulverisiert sie noch mehr durch Reiben und hebt dieses Pulver in einem Glasgefäß, vor der Einwirkung der Luft verwahrt, an einem trockenen Orte auf.
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06] Zu gleicher Zeit aber gebt in ein weißes Glasgefäß, das aber von gleichem Glase einen kuppelartigen, wohlschließenden Deckel haben muß, bis zur Hälfte desselben geschabten, reinen Kampfer und stellt es, also verschlossen, ebenfalls an die Sonne.
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| "Dadurch wird sich der eigentliche Kampfer im Glase von Tag zu Tag vermindern, aber in der obenauf befindlichen Glaskuppel wird sich ein weißlicher Reim bilden." |
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| 07] Wenn durch den Reim die Glaskuppel schon ziemlich undurchsichtig wird, so nehmt sie herab, gebt das vorbereitete Milchpulver hinein und rührt dieses so lange in dieser Kuppel um, bis das Milchpulver diesen Reim vom Glase weg in sich aufgenommen hat. |
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08] Dieses Pulver verwahret wohl in dazu geeigneten Flaschen. (am besten dunkelviolette Glasbehälter, aber auch dunkelblau oder schwarz, s. jl.hson.002,03b d. Hg.) |
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