vorige Seite J. Lorber: 'Das gr. Evangelium Johannes', Bd. 11, Anhang S. 245 nächste Seite

   01] a Wo bleibt denn da der so schrecklich geschilderte Gerichtstag, an welchem etwa kaum ein Dezilliontel der Menschen in den Himmel kämen, alle andern aber für ewig in die Hölle?! {a mt.25,31-46}
   02] Wie kann Der von einem solchen Schreckenstage gepredigt haben, der a im Tempel der Ehebrecherin Schuld in den Sand schrieb, und ein anderes Mal in Gegenwart vieler anwesender Sünder laut ausrief: b "Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken!" {a joh.08,03-11; b mt.11,28}
   03] Wieder sagte Ich einstens, als Mich ein Schriftgelehrter fragte, der so einen halben Glauben an Mich bezeugte: "Meister! Ich erkenne, daß Du recht und gerecht lehrest, und man kann dem, was Du lehrest, nichts einwenden; doch sagst Du in Deiner Lehre: a 'Wer an Dich glaubt und nach Deinen Worten handelt, der wird das ewige Leben haben, auch dann, so er stürbe, wenn es möglich wäre zum hundertsten Male in der Welt!' Nun betrachte Du aber die Völker und Menschen auf dieser Erde, die von Dir und Deiner Lehre sicher in zwanzigtausend Jahren und darüber nichts werden vernommen haben; wie werden sie an Dich glauben und nach Deinen Worten leben? Werden diese nahe zahllos vielen Menschen alle in den ewigen Tod übergehen, weil sie an Dich nicht glauben konnten und nicht halten Deine Worte?' {a joh.08,51; joh.06,40 .47}
   04] Da dieser Schriftgelehrte bei einer Gelegenheit solche Frage an Mich stellte, so zeigte Ich ihm mit zwei Fingern hinauf an das mit Sternen übersäten Firmament: "Da sehe hinauf, dies ist das Haus Meines Vater! a In diesem endlos großen Hause gibt es gar viele Wohnungen. Der Mich hier nicht konnte kennen lernen und vernehmen Mein lebendiges Wort, für den wird sich schon in diesem großen Hause irgendeine Gelegenheit finden zu dem Zwecke seines ewigen Lebens! Darum sorge du dich nicht für jene, welche nun und auch in später Folge von Mir dahier nicht werden vernehmen können, denn 'Mein Vater' kennt sie alle und hat auch nicht einen aus ihnen zum ewigen Falle, sondern zur ewigen Auferstehung aus seiner Liebe und Weisheit ins Dasein gerufen! Und du hast dadurch an Mich zwar eine weise scheinende, aber darum doch ein eitle Frage gestellt." {a joh.14,02}
   05] Habe Ich darum a 'den schlechten Haushalter' seines Herrn, was ihr ihm Grunde alle mehr oder weniger seid, wegen seiner schlechten Haushalterei verdammt, weil er seinen Herrn betrog, aber dabei desssen Schuldnern eine Wohltat erwies, und das noch dazu deshalb, weil er wohl wußte, daß ihn sein Herr vom Dienste entlassen werde? Ich sagte da nicht: Werdet solch einem Haushalter nicht gleich, sondern - tuet desgleichen, wie auch er getan hat, und jene, denen ihr auf Rechnung Meines Namens geistige und leibliche Wohltaten erwiesen habt, werden euch dereinst in ihre himmlischen Wohnungen aufnehmen! {a lk.16,01-09; jl.ev10.216,05-217,06}
   06] Wo sieht bei solch einer Lehre der schreckliche einstige jüngste Gerichtstag heraus, in welchem die zwei euch bekannten Rachevangelisten, als der l'Rabbas statt des Matthäus und der Theophilus statt des Lukas, so manches wider Meine Liebe und Weisheit sich haben zu Schulden kommen lassen? -

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