'Erfolgreich beten'

An wen sich Gebet richten soll

Hinweise durch Bibel und Prophet Jakob Lorber (1800-64)


Inhaltsübersicht:


Warum sich Gebete nur an Gott wenden sollen; Jesus = Gott?

Gott soll beim Namen angerufen werden

    Wenn man einen Brief, ein Paket oder eine EMail versendet, muss man genau die Adresse des Empfängers angeben, weil die Sendung sonst nur schwer oder gar nicht zustellbar ist.
   Wenn man eine Bitte an eine irdische Person richtet, muss man ebenfalls wissen, an wen man sich am besten gezielt wendet, weil auf allgemein geässerte Bitten sich meist niemand angesprochen fühlt. Warum sollte dies bei einem Gebet - sei es ein Bittgebet, ein Dankgebet oder ein Lobpreis - anders sein? Man sollte auch wissen, an wen man sich zu wenden hat, auch wenn der jenseitige Adressat eines Gebetes nicht sichtbar ist! Daher fordert der biblische Chronist alle Menschen auf: {1 Chr.16,08} »Danket dem Herrn, ruft seinen Namen an ...!«
   Um den Namen Gottes rufen zu können, muss man ihn natürlich zuvor kennen.

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Jehova, Gott der Juden, ist der Schöpfergott

   Um den Namen Gottes, des Schöpfers, zu wissen, muss man ihn entweder fragen, oder er muss ihn den Menschen selbst mitgeteilt haben. Das geschah in der Tat immer wieder, wie die Bibel und neue Offenbarungen bezeugen.
   Die Bibel behauptet an vielen Stellen, dass der Gott der Juden, der seinen Namen als Jehova bzw. Jahwe offenbarte, der einzige und wahre Gott sei, der alles aus sich heraus erschaffen habe.
    In den Neuoffenbarungen Jesu durch Jakob Lorber wird mitgeteilt, dass Jesus diese biblische Position einst vor seinen Jüngern bezeugte: {jl.ev01.210,13} »Der Gott der Juden (Jehova) ...ist aber dennoch der allein wahre, ewige Gott, der einst den Himmel und diese Erde mit allem, was auf ihr, in ihr und unter ihr ist, lebet und webet, erschaffen hat aus Sich heraus!« (Schöpfergott)

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Propheten verkünden, daß Jesus der Schöpfergott ist; Erklärung der Identität von Vater, Sohn und Hl. Geist

   Sowohl aus den Evangelien, als auch aus den Offenbarungen Jesu durch J. Lorber ergibt sich, dass Jesus immer wieder darauf hingewiesen hat, dass er selbst - d.h. sein eigener Geist - jener Gott Jehova sei, der alles erschaffen habe. Durch verschiedene Propheten habe er zu verschiedensten Zeiten den Menschen mitgeteilt, dass er als Gott sich mit einem irdisch-materiellen Körper umgeben werde und als Messias auf der Erde leben werde.
   {jl.ev08.025,14}Jesus sagte ihnen z.B. : »Sehet, die Schrift der Propheten, wie ihr das nun schon alle gar wohl wisset, sagt und erklärt, daß Ich, namens Jesus Christus - auch Menschensohn genannt -, der wahre Gott sei, obschon Er unter verschiedenen Namen, als Vater, Sohn und Geist bezeichnet und benannt wird! Und dennoch ist Gott nur eine persönliche Herrlichkeit in der vollkommensten Form eines Menschen«.
   Jesus bestätigt damit die biblische Aussage, dass wir Menschen die Gestalt Gottes haben und Gott Menschengestalt hat (wenngleich als Geist in geistiger Substanz, nicht in materieller Substanz)
   Dann erklärt Jesus seinen Jüngern, was mit 'Dreifaltigkeit Gottes' gemeint ist: {jl.ev08.025,15} »Wie aber, euch nun schon bekannt, die Seele, ihr Außenleib und ihr innerster Geist geeint sind also, daß sie nur ein Wesen oder gewisserart am Ende nur eine individuelle Substanz ausmachen, unter sich aber doch ein wohl unterscheidbares Drei sind, eben also geeint sind der Vater, Sohn und Geist, wie das obenerwähnt auch klar lehrt die Schrift der alten Väter und Propheten.
   {jl.ev08.025,16} David sagte einst, daß seine Seele, sein Leib und sein Geist vor Gott möchten als unsträflich befunden werden. Wenn aber da die Worte des alten, weisen Königs also lauteten, könnte man da nicht auch sagen und fragen: Wie? Besteht denn der Mensch aus drei Personen oder aus drei Menschen? So aber das schon beim Menschen nicht angehen kann, bei dem seiner Bildung und wahren Lebensvollendung wegen die Zerspaltung seines Drei doch gar fühlbar notwendig da ist, - wie könnte dann erst Gott, der in Sich von Ewigkeit her höchst vollendet nur Einer ist, in drei verschiedene Personen oder gar in drei Götter zerteilt werden?« (Wie dies die meisten chr. Konfessionen fälschlicherweise tun, d. Hg.)

   Jesus begründet plausibel, warum es für ihn als Schöpfer aller Wesen kein Problem war, sich als Mensch in einem materiellen Leib auf die Erde zu begeben und dort zu wirken:
   {jl.ev08.026,01} »Höret! Wenn Gott als der Schöpfer aller Wesen, aber dennoch unterschieden von allen andern von Ihm geschaffenen Wesen, sicher ewig war, ist und sein wird, legt Ihm das etwa irgendeine unwandelbare Notwendigkeit, zu verharren im gewissen Urzentrum, auf?! Wenn schon dem Menschen eine freie Bewegung nach jeder Richtung des Leibes sogar, und noch endlos mehr dem Geiste nach gegeben ist, wie sollte Sich da der allerfreieste Gott in dem beschränken, worin Er sogar Seinen Geschöpfen die vollste Freiheit gab? Ich sage es euch: Die göttliche Unendlichkeit in allem hat die Macht, Sich auch endlos frei zu bewegen! Ihr steht demnach sicher wohl auch das Recht zu, Ihre Herrlichkeit ins Fleisch zu wandeln, um Selbst gegenüber den von Ihr geschaffenen Menschen auch als ein ewig vollkommenster Mensch schau- und begreifbar dazustehen.

   Dann begründet Jesus, welche Grenzen selbst für Gott aus logischen Gesetzen vorhanden sind und warum es ausser dem Schöpfergott keinen weiteren wirklichen Gott (z.B. einen separaten Gott-Sohn und Hl. Geist) mehr geben kann:

   {jl.ev08.026,02} »Aber die Macht hat die endlose Herrlichkeit Gottes nicht und kann sie unmöglich haben, andere, Ihr völlig gleiche Gottheiten außer Sich zu schaffen; denn könnte Sie das, so müßte Sie außerhalb des einen unendlichen Raumes auch noch mehrere ebenso unendliche Räume erschaffen können, was wohl sicher jeder nur ein wenig helldenkende Mensch schon von ferne für einen allerbarsten Unsinn ansehen und anerkennen muß. Denn wenn der eine Raum nach allen denkbaren Richtungen hin unendlich ist, wo sollte dann ein zweiter ebenso unendlicher Raum seinen Anfang nehmen?
   {jl.ev08.026,03} Ein nur zweiter vollkommener Gott mit der vollsten unendlichen Herrlichkeit ist demnach ebensowenig denkbar wie ein zweiter unendlicher Raum, und ihr könnet daraus nun klar ersehen, daß Ich als nun euch gleich auch ein Menschensohn im Fleische wandelnd kein zweiter, sondern nur ein und derselbe Gott bin, der Ich vor aller Kreatur von Ewigkeit her war und also auch bleiben werde in alle Ewigkeit. Ich kann darum nichts wider Meine ewige Herrlichkeit tun, aber alles für dieselbe.
   {jl.ev08.026,04} Würde Ich außer Mir noch zwei Götter schaffen, wie etwa den Sohn und den Heiligen Geist, so daß dann beide von Mir individuell unterschieden wären, so müßten sie ja notwendig auf alle Meine Machtvollkommenheit Anspruch machen, da ohne diese kein Gott denkbar ist, sowenig wie der Begriff eines zweiten und gar dritten vollkommen unendlichen Raumes unter einer gewissen Teilung und gegenseitigen Beschränkung. Wenn aber das denkbar möglich wäre, wie sähe es dann mit dem nur einen möglichen Hoheitsrechte Gottes aus?
   {jl.ev08.026,05} Es kann aber nur ein solches endloses göttliches Hoheitsrecht geben! Denn gäbe es deren drei, so wäre das endlose Einreich Gottes zersplittert, und sein Bestand wäre ebenso undenkbar möglich wie der Bestand von drei unendlichen Räumen nebeneinander.
   {jl.ev08.026,06} Das Einreich des nur einen Gottes kann ewig bestehen, weil Er allein nur ein Einiger König und Herr desselben ist, wie solches denn geschrieben steht in der Schrift der Propheten, die aus dem Munde Gottes also geweissagt haben: "Gott wird Seine Herrlichkeit keinem andern geben". Denn allein Ich, Christus, bin der Einzige Gott! Menschen, Engel, Herrschaften und Gewalten, ja alle Dinge im Himmel und auf allen Erden haben sich allzeit vor Mir gebeugt und werden sich auch in Ewigkeit nur vor Mir beugen und nie vor einem andern, gleichwie auch alle für eure Begriffe noch so endlos groß scheinenden Weltenschöpfungsräume von dem nur einen unendlichen Schöpfungsraume verschlungen werden und ihm gegenüber als völlige Nichtigkeiten erscheinen.
   {jl.ev08.026,07} Wenn unter dem Namen Vater, Sohn und Heiliger Geist nicht ein für Sich bestehender, grund- und einwesiger Gott zu verstehen wäre und man anstatt dessen einen von dem Vater unterschiedenen Sohn und ebenso einen unterschiedenen Heiligen Geist annehmen müßte, - was für ein Gott wohl müßte dann der Vater sein?
   {jl.ev08.026,08} Wenn nach der Schrift der Propheten, die der grobe, selbstverschuldete Unverstand der Menschen nicht faßt, der Vater den Sohn mit aller Macht und Gewalt im Himmel und auf allen Erden und Welten bekleidet und den Heiligen Geist als einen Mitwirker Ihm beigesellt hat behufs der Heiligung und Bewahrung der nun euch gegebenen neuen Lehre aus den Himmeln, zu deren Haupt eben nur der Sohn, den Ich vorstelle, wie auch zum Haupte aller andern Dinge gemacht ist, so frage Ich euch: Was für einen Gott machet ihr dann da aus dem Vater? Könnet ihr überhaupt noch einen Gott aus Ihm machen?
   {jl.ev08.026,09} Und könnet ihr euch in der materiell-menschlichen Blindheit noch einen vorstellen, so müsset ihr Ihn euch offenbar als müßig und tatlos vorstellen, da ihr doch offenbar einsehen müßt, daß Er bei so bewandten Umständen nichts mehr zu wirken und auch nichts mehr zu regieren hätte. Ihr müßtet euch nur nach der höchst finsteren menschlichen Art vorstellen, daß der Gott-Vater etwa wegen Seines hohen Alters gleich dem alten Könige Pharao in Ägypten, der die Regierung dem Joseph übergab, auch nun also Seiner Schwäche und Mühseligkeit wegen sie dem Sohne für ewig übergeben habe, damit Er Sich nun in Seiner Ruhe ganz müßig könne wohlgeschehen lassen!
   {jl.ev08.026,10} Könnet ihr euch wohl denken, daß der Vater alt geworden sei, und daß Er Sich nun zur Ruhe setzen wolle, indem Er nun außer Sich einen vollkommen Ihm gleich allmächtigen Sohn und weiter noch einen gleich allmächtigen Heiligen Geist habe, den Er etwa aus Sich und Seinem Sohne hervorgebracht habe, denen Er nun die ganze Regierung übergeben und, Sich Selbst abdankend, überweisen wolle?
   {jl.ev08.026,11} Oh, wie überheidnisch dumm, blöde und blind müßte da der Menschenverstand sein, dem es möglich würde, in solch eine Raserei zu geraten!
   {jl.ev08.026,12} Besteht ein Sohn und ein Heiliger Geist unterschieden von und außer dem Vater im Gleichen, wie da bestehen Engel und Menschen, so können sie weiter nichts als nur Seine Geschöpfe sein, weil sie ihr etwa noch so vollkommenes Wesen nur von dem einen Schöpfer und nicht aus sich infolge der höchsteigenen und ewigen Machtvollkommenheit erhalten haben.
   {jl.ev08.026,13} Wie aber kann da eine vollkommene, göttliche Verwandtschaft oder eine wesentliche Einheit zwischen einem Geiste ohne Leib und Form und einem Geiste mit Leib und Form bestehen? Kann von dem Sohne, der eine leibliche Person ist und, wie ihr sehet, einen Körper hat, gesagt werden, daß Er in dem Vater sei, wenn der Vater keinen Leib, keine Gestalt und keine Form hat? Oder kann der leib-, gestalt- und formlose unendliche Vater im Sohne sein?«

   Warum es keinen Hl. Geist als eigenständige Person bzw. Gottheit geben kann, begründet Jesus ebenfalls:

   {jl.ev08.026,14} »Weiter: Wenn der Heilige Geist eine vom Vater und Sohne ausgehende dritte für sich dastehende Person ist, wie kann sie da mit beiden gleich geeigenschaftet und gleich ewig sein? Oder kann das, was sein Sein von einem andern erhält, gleich sein dem, das sein Sein ewig aus sich selbst hat? Kann je die Ewigkeit gleich sein der stets flüchtigen Zeit oder ein beschränkter Raum der Unendlichkeit?
   {jl.ev08.026,15} Wenn man auch annehmen kann, daß alle Zeiten der Zeiten in der Ewigkeit stecken, sich bewegen und verändern, so kann man aber unmöglich denken, sagen und behaupten, daß die Ewigkeit in der irgend noch so lange währenden Zeit enthalten ist, gleichwie man auch wohl denken, sagen und behaupten kann, daß da alle noch so großen, aber endlich doch noch begrenzten Räume sicher wohl im endlosen Urraume enthalten sind, aber dieser unmöglich auch in ihnen.
   {jl.ev08.026,16} Wenn sonach der Heilige Geist wirklich gleich einem andern Geschöpf vom Vater und Sohn als eine für sich wesenhafte Person ausginge, dann wäre er ja offenbar ein Gott der Zeit und nicht der Ewigkeit! Ein solcher Gott aber könnte dann, wie alles Zeitliche, mit der Zeit aufhören zu sein! Wenn aber das, wer würde und könnte dann allen Menschen und Engeln ein ewiges Dasein geben und erhalten?!
   {jl.ev08.026,17} Damit euch aber diese allerhöchst wichtige Sache noch heller und klarer einleuchtend wird, so verfolgen wir dieses Thema noch weiter, und ihr höret Mich!
   {jl.ev08.027,01} Wenn ferner der Sohn von Ewigkeit her war, wie konnte Er gezeugt werden? Und wenn der Heilige Geist eben auch von Ewigkeit her war, wie konnte er vom Vater und Sohn ausgehen und also seinen Ursprung nehmen? Wenn nach eurem Sinne und Verstand die von euch beanstandeten drei göttlichen Personen, aus denen die späteren Menschen leicht drei Götter machen könnten (wie es die meisten Christen tatsächlich mit ihrer falschen Dreifaltigkeitsvorstellung machten, d. Hg.), insgesamt ewig, das heißt ohne Anfang sind, so konnte dann ja nicht einer dem andern den Anfang des Seins geben!«

   Über das Rätsel, wer Jesus gezeugt habe, klärt Jesus folgendermassen auf:

   {jl.ev08.027,02} »Ich bin, als nun ein Mensch im Fleische vor euch, der Sohn und bin niemals von einem andern als nur von Mir Selbst gezeugt worden und bin eben darum Mein höchsteigener Vater von Ewigkeit. Wo anders könnte da der Vater sein als nur im Sohne, und wo anders der Sohn als nur im Vater, also nur ein Gott und Vater in einer Person?
   {jl.ev08.027,03} Dieser Mein Leib ist sonach die verherrlichte Gestalt des Vaters der Menschen und Engel wegen, damit Ich ihnen ein begreiflicher und schaubarer Gott bin, und ihr könnet Mich nun schauen, hören und sprechen und doch leben dabei! Denn ehedem hieß es, daß Gott niemand sehen und dabei leben könne. Ich bin denn nun durchgängig Gott; in Mir ist der Vater, und die von Mir nach Meiner Liebe, Weisheit und nach Meinem allmächtigen Willen ausgehende Kraft, die den ewig endlosen Raum allenthalben erfüllt und auch überall wirkt, ist der Heilige Geist.
   {jl.ev08.027,04} Ich, wie ihr Mich nun als Gottmenschen unter euch sehet, bin mit Meiner ganzen Urzentralwesenheit sicher vollkommen und ungeteilt unter euch hier in diesem Speisesaale auf dem Ölberg und befinde Mich darum als ein wahrster Gott und Mensch zugleich nirgends anderswo, weder auf dieser Erde und noch weniger auf einer andern; aber durch die von Mir ausgehende Kraft, die da ist der Heilige Geist, erfülle Ich wirkend dennoch alle Himmel und den irdisch materiellen und endlosen Raum. Ich sehe da alles vom Größten bis zum Kleinsten, kenne alles, weiß um alles, verordne alles und schaffe, leite und regiere alles.
   {jl.ev08.027,05} Wenn ihr aber nun solches wohl wisset aus Meinem Munde, so werdet ihr auch verstehen, aus welchem Grunde ihr die Menschen, die an Mich glauben und nach Meiner ihnen bekanntgemachten Lehre auch handeln werden, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes durch die Auflegung der Hände stärken sollet.
   {jl.ev08.027,06} So ihr nun den Grund einsehet, da werdet ihr auch einsehen, daß infolge der Nennung der drei Eigenschaftsnamen die Menschen, so sie von euch wahr und richtig unterrichtet werden, nicht leicht auf die Idee von drei persönlich wesenhaften Göttern verfallen werden. Aber Ich lege euch das denn auch teuerst ans Herz, daß ihr den Menschen allenthalben ein rechtes und wahrheitsvolles Licht gebet; denn wo es an dem gebrechen wird, da werden die Menschen denn auch leicht und bald verkümmern und in allerlei Irrlehren übergehen, und es wird dann schwerhalten, sie auf die Wege der vollen Wahrheit zu bringen.«

   Wer den Hl. Geist als eigenständige, dritte Person Gottes ansieht, anruft und anbetet sowie ihn um geistige Gaben und Hilfe bittet, kann also keinesfalls den wahren und einzigen Gott (= Jesus) als Adressat meinen und erreichen. Wen aber dann? Woher kommen dann geistige Wirkungen aufgrund solcher Anrufungen oder Bitten zum Hl. Geist? Eine eigene Erfahrung mit den Konsequenzen einer falschen Gottesanschauung erlebte ich hautnah in einer christlichen Gruppe von Charismatikern. (Beispiel: Hl.-Geist-Prüfung)

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Anbetung Jesu im Neuen Testament

Biblische Beispiele der Anbetung Jesu; Stellung Jesu über den Engeln

   Verschiedene Bibelstellen weisen darauf hin, daß Jesus als göttl. Wesen verehrt oder angebetet wurde:
    {mt.02,11} »Und (die 3 Weisen aus dem Morgenland) gingen in das Haus und fanden das Kindchen mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an...«


   {mt.14,33} (Anbetung Jesu durch Jünger:) »Die aber im Boot waren, fielen vor ihm nieder und sprachen: a Du bist wahrhaftig Gottes Sohn!« {a mt.16,16; joh.01,49}


   {mt.28,09} »Und sie (die Jünger nach Jesu Tod und Auferstehung) traten zu ihm und umfaßten seine Füße und fielen vor ihm nieder.«


   {hebr.01,05-07} »Zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt {ps.002,07}: 'Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt'? und wiederum: 'Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein'? Und wenn er den Erstgeborenen wieder einführt in die Welt, spricht er {ps.097,07}: 'Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.'«

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Warum Bitten in Jesu Namen geäußert werden sollen

   Jesus selbst forderte mehrfach dazu auf, alle Bitten an Gott an ihn selbst zu richten bzw. in seinem Namen zu bitten.

Jesu menschlicher und göttlicher Name

   {jl.3tag.030,09} (Jesus klärt als 12jähriger im Tempel über seinen vollen Namen und über den ihn ihm befindlichen Geist Gottes auf:) »Mein Name heißt Jesus Emanuel, und Mein Geist heißt Jehova Zebaoth!...«
   {jl.ev01.002,13} »(Der vollständige) Namen Gottes ... heißet Jesus-Jehova-Zebaoth ...«    Damit gibt Jesus klar zu erkennen, daß sein Geist der Geist des Schöpfers aller Dinge und Wesen ist und die menschliche, sichtbare Außenform der Person Jesu die sichtbar gewordene Gestalt des Schöpfergottes selbst präsentiert.

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Jesus erfüllt Bitten in seinem Namen

   {joh.14,14} (Jesus äußert im Johannes-Evangelium eine wichtige Bedingung für erfolgreiches beten:) »Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun« (Beispiel)
   {joh.15,07} »Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, a werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren« {a mk.11,24} (Beispiele)

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Jesu Geist ist Jehova, der Schöpfergott; in seinem Namen ist alles erreichbar

   {jl.ev04.191,01}(Jesus wies zu seinen Erdenzeiten seine Jünger darauf hin, daß er und der Schöpfergott dieselbe Person darstellen und daß Gottes Name von da an aus dem alttestamentlichen Namen Jehova und dem Namen des Gottmenschen Jesus bestehe:) »Mein Name ist Jesus aus Nazareth, irdisch als Mensch, und Jehova von Ewigkeit; aber von nun an wird (der Name) Jesus bleiben in Ewigkeit. In diesem Namen werdet ihr alles zu tun und zu bewirken imstande sein (Beispiele), nicht nur für zeitlich, sondern auch für ewig!
   {jl.ev04.191,02} Liebet Mich als euren Gott und Herrn und Meister über alles und euch untereinander wie ein jeder sich selbst, so werdet ihr verbleiben in Meiner Liebe, in Meiner Kraft und Macht, und Mein Licht wird nimmerdar von euch weichen!
   {jl.ev04.191,03} Werdet ihr aber schwächer werden in der Liebe zu Mir und zu euren ärmeren Brüdern und Schwestern, dann wird es auch finster werden in euren Herzen, und Meine Kraft und Macht in euch wird schwinden und sehr geringe werden! Werdet ihr dann auch Meinen Namen anrufen und werdet wirken wollen durch ihn, so wird er euch keine Kraft und Macht mehr verleihen; denn alle Kraft, alle Macht und alles gelungene Wirken in Meinem Namen wird nur ganz allein durch die Liebe zu Mir und daraus zum Nächsten erhalten!
   {jl.ev04.191,04} Mein Name allein wirket nichts, sondern nur die Liebe in ihm, durch ihn und zu ihm, und daraus zum Nächsten!...«
   Anm.: Wer also Jesus als Gott erkennt, ihn und seine Gebote der Gottes- und Nächstenliebe einhält, dessen Bitten an Jesus werden erhört.


   {jl.ev05.084,03} (Erzengel Raphael sagt zur Wirkung des Namens Jesus:) »...Ihr (habt) die Verheißung des Herrn, zu wirken in Seinem Namen, - und der allein ist mächtiger als zahllose Myriaden meinesgleichen! An diesen Namen, der da heißet: Jesus = Gottes Kraft, haltet euch, und es müssen Berge weichen vor euch und Stürme und Orkane verstummen, vorausgesetzt, daß euer Lebenswandel ein derartiger ist, daß ihr dieses Namens würdig seid! Denn dies ist Gottes wahrhaftester Name in Seiner Liebe von Ewigkeit, vor dem sich alles beuget im Himmel, auf Erden und unter der Erde!«

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Warum in Jesu Namen die Gotteskindschaft erreichbar ist

   {jl.ev01.002,11} (Jesus:) »... Mein Name ... ist die Kraft und die Macht und das eigentliche Wesen Meines Urseins, durch die jeder in sich selbst die vollrechtliche und vollgültige Kindschaft Gottes bewerkstelligt. Darum heißt es denn auch ..., daß alle, die Mich aufnehmen und an Meinen Namen glauben werden... die Macht in sich haben sollen, vollrechtlich 'Kinder Gottes' zu heißen!«

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Jesus soll als wahrer Gott erkannt und angerufen werden

   {jl.ev08.205,09} (Jesus sagte seinen Jüngern voraus:) »Wenn die Menschen in ihrer Blindheit zu Gott 'heilig, heilig, heilig' rufen werden, da wird es elend aussehen unter ihnen! Wer zu Gott so rufen will, der muß zuvor selbst voll dieses Geistes werden, ansonst ist sein Rufen ein eitel törichtes und gleicht dem gleichen Rufen der Heiden, die, von allem Gerichte der Sünden der Welt geknechtet und gefesselt, doch unmöglich die ewige und unendliche Freiheit in Gott, was eben die Heiligkeit ist, fassen und begreifen können!
   {jl.ev08.205,10} Darum bin Ich nun, solange ihr noch im Gerichte der Welt wandelt, wohl euer Herr und Meister; wenn ihr aber selbst in Meinem Geiste frei und lebendig sehend werdet geworden sein, dann erst werdet ihr in Mir Gott erkennen und zu Ihm 'Heiliger Vater' rufen. Doch da werdet ihr nicht so, wie jetzt, mit dem Munde rufen, sondern in euch aus dem lebendigen Geiste; denn Gott in Sich ist ein Geist und kann daher auch nur im Geiste und dessen lebendigster und lichtfreiester Wahrheit angerufen und angebetet werden!...«

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Warum Bitten ausschließlich an Jesus gerichtet werden sollen

Gebete sollen ausschließlich an Jesus, nicht an Heilige o.ä. erfolgen

   {jl.him1.381,15 jl.him1.381,15} (Jesus begründet, warum alle Bitten nur an ihn selbst zu richten sind:) »Geht aber zurück und fraget ein jegliches Evangelium, fragt alle Apostel und andere Verbreiter Meines Wortes und zeiget Mir irgendeine Stelle, in welcher da gelehret wird, sich auch an gewisse 'Schutzgeister' (Schutzpatrone) neben Mir zu halten! Oder heißt es im Evangelium nicht vielmehr: a Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid (Beispiele), denn Ich will euch alle erquicken?!« {a mt.11,28}
   {jl.him1.381,16} Ist in dieser Einladung jemand ausgenommen oder jemand dem Schutze der Engel anbefohlen? - Gewiß nicht! - Was da gesagt ist, ist gesagt für die ganze Unendlichkeit und für die ganze Ewigkeit!«
   Anm. d. Hg.: Die Anrufung von Verstorbenen, Seligen, Heiligen, 'aufgestiegenen Meistern', 'Götter' oder auch von Engeln um Fürbitte oder um Hilfe ist von Gott = Jesus also nicht erwünscht, da einerseits allein von ihm als dem Schöpfergott alle Macht ausgeht und andererseits ihm als einzigem Gott allein göttl. Ehre, Verehrung und Anbetung zustehen!

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Ausschließliche Zuwendung zu Jesus ist Voraussetzung für Hilfe

   {jl.him2.154,01} (Jesus erläutert als Bedingungen zur Erfüllung von Wünschen bzw. Bitten:) »Suchet, so sollt ihr finden (Beispiel), bittet, so wird man euch geben (Beispiel), und klopft an, so wird euch aufgetan!« - Oder: »Betet ohne Unterlaß«, - d.h. habet eure Herzen beständig bei Mir, und das vollkommen, nicht aber stets zur Hälfte auch bei der Welt, so werdet ihr gar bald und leicht finden, was ihr sucht, ebenso leicht und bald empfangen, um was ihr bittet, und die Pforten des Lebens werden euch ohne weiteren Verzug aufgetan werden.
   {jl.him2.154,02} So aber jemand so beschaffen ist, daß er nur sucht in der 'Mauer' (äußerer Kirche), die da angestopft ist voll von heidnischen Schnitz- und Pinselwerken, und bittet vor Statuen und betet vor dem gebackenen Brote (Hostie) und klopfet an die Steine, wahrlich, der wird wenig finden, noch weniger empfangen, und die Steine werden sich nicht an sein Klopfen kehren!«
   Anm.: Solange Menschen in Tempeln, Kapellen, Wallfahrtskirchen, an 'Orten der Kraft' oder einer 'Klagemauer' beten und meinen, dort besonders erhört zu werden, werden ihre Gebete wenig oder keine Erhörung finden, weil sie dadurch aus Gott einen Götzen machen!

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Nicht an Maria, sondern direkt an Jesus sollen Bitten gerichtet werden; über das Rosenkranzgebet

   {jl.him1.014,02} (Jesus begründet, warum die Anrufung von Maria als Fürbitterin, wie dies vor allem bei Katholiken gebräuchlich ist, nicht richtig und von ihm nicht erwünscht ist:) »Nach dem Grade dieser Meiner Liebe in euch wird euch gegeben werden von Mir, der Ich in Meinem ganzen Wesen die Liebe selbst bin. Ihr seid, so ihr Mich liebet mit aller Kraft, allesamt liebe Kinder Meiner Liebe - welche auch befruchtet hat Maria, die Mutter meines irdischen Leibeswesens. Dieses irdische Leibeswesen (Jesus als Mensch, d. Hg.) aber ist ein wahrer Bruder zu euch und stark genug, euch alle zu tragen als Brüderchen und Schwesterchen mit aller Geduld und Sanftmut und euch zu führen als erwachsene Brüder und Schwestern. Und wer zum Vater will, der wende sich nur an Mich als des Vaters großen Liebling, welcher der alleinige wahre Bruder zu euch ist, voll der höchsten Liebe und Weisheit. Und so habt ihr es nicht nötig, euch an jemand andern, als gerade an Mich in allen euren Anliegen und Nöten zu wenden! (Beispiele für Hilfe und Schutz durch Gebet direkt zu Jesus)
   {jl.him1.014,03} (Jesu Stellungsnahme zur Anrufung Marias im Rosenkranzgebet:) »Sehet, der Gruß an Maria kam (bei der damaligen Verkündigung) aus der allerhöchsten Höhe der Heiligkeit Gottes in aller Fülle der Macht und Kraft Seines Geistes, damit euch allen die Liebe im Vater ein wahrer Bruder werde. - Nun, so fraget euch, was ihr jetzt noch mit diesem Gruße wollt? - Maria bedarf dessen nicht und dürstet auch nicht nach demselben. Und sie weiß es auch am besten von euch allen, daß Mein Ohr schärfer ist als das ihrige und Mein Auge heller als das ihre; auch daß Meine Liebe, Meine Demut und Meine Sanftmut zunichte macht die Liebe, Demut und Sanftmut aller, auch der allerseligsten Geister des Himmels«.
   Zum Marien- und Heiligenkult bzw. über ihre Anrufung äußert Jesus:
   {jl.him1.015,04} »Wahrlich, es bereitete ihr eure Unwissenheit und euer grober Irrtum nur Trauer, wenn Ich nicht aus Meiner übergroßen Liebe zu euch allezeit, zuvorkommend, auf Mich nähme, was an sie oder auch an einen anderen seligen Bruder von euch gerichtet wird. Siehe, daher mache ich die Ohren der Seligen (gegen solche unangebrachten Verehrungen) taub und ihre Augen blind, damit ihre Seligkeit nicht getrübt werde durch eure große Torheit.
   Anm. d. Hg.: Anrufungen und Gebete gelangen also entweder gar nicht oder nur in seltenen Fällen an Maria oder Heilige, weil dies Jesus verhindert, um der falschen Praxis der Abgötterei der Menschen nicht noch Vorschub zu leisten.    {jl.him1.015,05 jl.him1.015,05} Wer mich sucht, an dem wird auch Maria Freude haben, und ebenso alle Seligen. Und sie werden allezeit bereitwilligst sein, ihm zu dienen nach Meiner Liebe in ihnen, aus welcher ihnen kund wird, wo und woran es euch gebricht. Daher ist es auch unnütze, anderswo als gerade nur durch Mich zur Gnade gelangen zu wollen. Denn nur Ich allein bin die Türe zum Vater, da alle Gnade innewohnt. Wer nicht durch Mich gehet, der kommt nicht dahin.«
   Anm. d. Hg.: Die Anrufung Marias oder von Heiligen oder von 'aufgestiegenen Meistern' um Fürbitte bei Jesus ist nach Jesu Worten also 'nutzlos' und daher Zeitverschwendung!
   Was die Erinnerung an Lebensstationen Jesu - wie dies im kath. Rosenkranzgebet geschieht - betrifft, sagt Jesus:
   {jl.him1.015,06} »Ihr könnt euch zwar alles dessen, was auf Meine Menschwerdung Bezug hat, ehrerbietigst und liebevollst erinnern und euch dadurch vorführen alle Fügungen Meiner großen Barmliebe für euch. Und es wird mir solches angenehm sein. - So ihr aber daraus wollt Plappergebete (z.B. im Rosenkranz, d. Hg.) formen, so seid ihr zu Narren geworden oder durch die große Blindheit der Blindenleiter (Priester, d. Hg.) dazu gemacht und seid betrogen durch die betrogenen Betrüger.
   {jl.him1.015,07} Ich aber habe euch jetzt aus Mir in allerhöchster Wahrheit gezeigt, wie sich die Sache verhält. Und so sollt ihr auch danach tun, so ihr wollet sein wahre Kinder eines und desselben guten Vaters und wahre Brüder des Sohnes der Maria, die euch liebt, so wie ihr Mich liebet...«

s. Hinweis-Handweitere Infos zum Thema

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