Lorbers Prophezeiungen über die kommende Umweltkatastrophe


Inhaltsübersicht:


Durch welche Entwicklungen sind Lorbers Vorhersagen über Umwelt- und Gesellschaftsprobleme heute höchst aktuell?

Von besonderer Aktualität sind seit kurzer Zeit die Prophezeiungen Lorbers, die sich auf die jetzt absehbare Umweltkatastrophe beziehen. Diese Kundgaben wären noch vor zwei Jahren als Panikmache angesehen und von niemand ernst genommen worden. Heute verbietet sich das in Ansehung der Tatsache, daß nach übereinstimmender Ansicht der Wissenschaftler die Menschheit vor einer ökologischen Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes steht. Die große Masse erkennt zwar immer noch nicht, was in den nächsten zwanzig bis dreißig Jahren auf die Menschheit zukommen wird. Zu lange wurden die Warnungen der wissenschaftlichen Experten von den Politikern überhört. Dann kam die Nemesis ganz plötzlich. Auf der Stockholmer Umweltkonferenz im Juni 1972 wurde von niemand mehr der Ernst der Lage bezweifelt. Die Besserwisser und die Zweckoptimisten waren schweigsam geworden. Der Fortschritt, den man angeblich niemals aufhalten darf, und die unentwegte Steigerung des Wohlstandes haben uns in eine Situation gebracht, die die wissenschaftliche Zeitschrift 'X-Magazin' vom April 1972 wie folgt umreißt: Die Probleme in der Gesellschaft sind bis zur Lebensbedrohung angewachsen. Die Bundesrepublik gleicht einer Firma, die hart am Rande des Bankrotts wandelt. Sie ist ein Land, für dessen Not fürchterliche Stichworte stehen: Kaputte Umwelt, unbewohnbare Städte, massenhaft auftretende physische Erkrankungen, Drogenwelle, wachsende Kriminalität, Bildungsnotstand, mangelnde ärztliche Versorgung, Zehntausende von Verkehrs- und Unfalltoten sowie Verletzten usw..'
Man kann diese unheilschwangere Liste noch fortsetzen: Vergiftung der Luft in den Städten durch Millionen Autos und die Industrie, Verseuchung des Wassers der Flüsse, das Millionen Menschen trinken müssen, Bedrohung des Grundwassers durch die Nitrate bzw. Nitrite des künstlichen Düngers, Verschmutzung der Meere durch jährlich 5 Millionen Tonnen Öl sowie durch DDT und Quecksilber. Das hochgiftige DDT wandert wie eine Riesenwolke um den Erdball, man findet es in den Lebensmitteln, im Eise Grönlands und in den Leibern der Pinguine der Antarktis, ja selbst in der Muttermilch! Es fehlen Krankenhäuser und 30 bis 40000 Krankenschwestern.

Welche gesundheitlichen und sozialen Entwicklungen bestätigen Lorbers Vorhersagen?

Die Zunahme der Neurosen ist erschreckend, die Polizei ist überfordert, die Gefängnisse sind überfüllt, und die brutale Gewalt kennt keine Grenzen mehr. Die Jugend ist leistungs- und entsagungsunwillig. Die Verschwendung und der Luxus nehmen zu, und der Neidkomplex breitet sich aus wie ein Ölfleck auf dem Wasser.

Welche Einstellung macht gerade die Technik zur tödlichen Gefahr für Menschheit und Umwelt?

Neue, noch nicht in ihrem Ernst erkannte Gefahren kommen auf die Menschheit zu durch die wie Pilze aus dem Boden schießenden Atomkraftwerke. Die von mehr als 2000 Wissenschaftlern, darunter vielen namhaften Gelehrten und Nobelpreisträgern, beim Generalsekretär der UNO erhobenen Warnungen und Proteste verhallen wirkungslos und halten die mächtigen Konzerne trotz zunehmend bedenklicher Vorkommnisse nicht davon ab, die Luft langsam, aber sicher mit giftigen radioaktiven Isotopen zu verseuchen, so daß nach Angaben maßgeblicher Gelehrter spätere Generationen mit Erbschäden großen Ausmaßes rechnen müssen. "Die entfesseite Gewalt des Atoms", sagte Albert Einstein, "hat alles verändert, nur unsere Denkweise nicht. Und so gleiten wir auf eine Katastrophe zu, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat." In absehbarer Zeit wird der Sinn der in der Neuoffenbarung ausgesprochenen folgenden Warnung jedermann aufgehen: "Bei einem gottlosen Herzen ist die Wissenschaft eine wahre Leuchte zum Bösen" (jl.ev03.175,04). Diese Erkenntnis hatte auch der Philosoph Karl Jaspers, als er sagte: "Das perfektioniert Technische ist das Instrumentarium des Bösen, des Unheilvollen."
Je mehr die technische Leistung und die Produktivität und damit die Umweltschäden gesteigert werden, um so mehr wird der Untergang beschleunigt werden. Der Mensch führt sich mit dem immer rasanter werdenden Tempo seiner scheinbar so schöpferischen Tätigkeit, die ohne jede ethische Werthaltung ist, selbst ad absurdum. In der Tiefe grollt schon", wie Prof. Müller-Markus sagt, "der Untergang" (S. 295). Die Frist, die der "Selbstmordgesellschaft" (Taylor) von den Experten gesetzt wird, ist kurz bemessen. Das ist das Resultat des selbstherrlichen, gottentfremdeten Menschen, der um das goldene Kalb des Fortschritts und des wachsenden Wohlstandes tanzt. Wenn man den unheilvollen Weg, den die Industriegesellschaft eingeschlagen hat, übersieht, wird man an ein Wort von Hugo Lang erinnert, der sagte: "Türme bis in die Wolken bauen und den Himmel vergessen ist der äußerste Grad der Kurzsichtigkeit." 124

Welche Reaktionen zeigen Wissenschaftler und Politiker erfahrungsgemäß gegenüber Umweltwarnungen?

Die Lawine des Unheils scheint niemand mehr aufhalten zu können. "Die Wissenschaftler werden sich streiten", schreibt das 'X-Magazin', "sie werden in einem unverständlichen Wissenschaftschinesisch darüber schreiben, und dabei bricht allmählich dieses ganze hochkomplizierte Gebäude der Wissenschaft zusammen." Eine Wende des Bewußtseins und eine Absage an den Fortschrittsglauben und die Erfolgsethik ist nicht zu erkennen und wohl auch nicht zu erwarten. Das seltsame Neonleuchtenparadies wird erhalten und verschönert werden. Der Lebensstandard wird über das Leben gestellt, obwohl die Produktions- und Konsumgewohnheiten die Grenzen der Möglichkeiten des ökologischen Systems längst gefährlich weit überschritten haben.

Warum handeln die Verantwortlichen Mächtigen nicht wirklich zum Schutz von Leben und Umwelt?

Das Resultat der im Juni 1972 in Stockholm abgehaltenen Umweltkonferenz ist beängstigend. Obwohl dort niemand die von dem Generalsekretär der UNO U Thant im Jahre 1969 abgegebene Erklärung, daß, wenn nicht innerhalb von zehn Jahren eine weltweite Partnerschaft zur Bewältigung der gefahrdrohenden Probleme zustandekomme, das Ende der Menschheit bald eingetreten sein werde, zu bestreiten wagte, fanden sich weder die Industrienationen noch die Entwicklungsländer bereit, sich auf eine Diskussion über die katastrophalen ökologischen Folgen ihrer Wirtschafts- und Rüstungspolitik einzulassen. Die erforderliche grundlegende Änderung der Strukturen würde nämlich die massiven Interessen sowohl der Produzenten als auch der Konsumenten gleichermaßen verletzen!

Was wäre der wichtigste Schritt zur Abwendung bzw. Minderung der Umweltgefahren?

Niemand sprach davon, daß es nur einen Weg gibt, um die Katastrophe zu vermeiden: die allgemeine Verringerung der Bedürfnisse. Der 75jährige Goethe hat diese Entwicklung mit fast seherischer Begabung gegenüber Eckermann vorausgesagt: "Es ist der Welt nicht gegeben, sich zu bescheiden: den Großen nicht, daß kein Mißbrauch der Gewalt stattfinde, und der Masse nicht, daß sie in Erwartung allmählicher Verbesserungen mit einem mäßigen Zustände sich begnüge."

Ist es angesichts der Wirtschaftsmechanismen bereits zur Umkehr zu spät?

Die moderne Industriegesellschaft hat denn auch tatsächlich einen schillernden Irrweg eingeschlagen und den Menschen zum Sklaven eines lebensfeindlichen Produktionsmechanismus gemacht, der die Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit zu zerstören beginnt. In Stockholm ist es deutlich geworden, daß das, was der Begründer der vergleichenden Verhaltensforschung, Prof. Konrad Lorenz, sagte, daß nämlich keine Hoffnung mehr gelassen sei, sich bewahrheiten wird. "Für alles ist es zu spät", prophezeite er, "der Ruin ist unaufhaltsam."125

Was sind die charakterlichen und geistigen Ursachen der katastrophalen Entwicklung?

Wenn man sich die vielfältigen Erscheinungen der sich abzeichnenden Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes vor Augen führt, so wird man an den von Franz Werfel aus intuitiver Sicht gemachten Ausspruch erinnert: "Ich habe schon sehr früh erkannt, daß der Aufstand gegen die Metaphysik die Ursache unseres ganzen Elendes ist. Unsere Seelen wollen nicht mehr glauben, und damit an ihre ewige Verantwortung." Damit steht es auch in kausalem Zusammenhang, wenn heute die Angst die Seelen im stillen immer mehr ergreift. Die seit Jahrzehnten ausgestreute Saat des Materialismus geht jetzt auf. Sie zeitigt mit dem selenlosen Rationalismus einen psychischen und physischen Destruktionsbetrieb mit all seinen Verfallserscheinungen. Der utopische Menschheitsglaube, der in den Versen von Heinrich Heine zum Ausdruck kommt: "Wir wollen hier auf Erden schon das Himmelreich errichten", ist die dämonische Tragik des prometheischen Menschen.

Was sagen die Neuoffenbarungen über die bevorstehenden Katastrophen und die Rolle der Industrie dabei?

In der Neuoffenbarung sind die auf die Menschheit zukommenden Katastrophen aller Art gegen Ende des 20. Jahrhunderts vorausgesagt. Auch in der Apokalypse des Johannes sind ungeheuere Bilder der Endzeit entworfen, aber dort bleibt alles schwer deutbares Rätsel. Bei Lorber sind, abgesehen von einigen wenigen jetzt noch nicht deutbaren Stellen, die Prophezeiungen in klarer und verständlicher Weise gemacht. Es ist dort folgendes zu lesen:
"Es sollen die Menschen ja alles haben und sich die mannigfachsten Bequemlichkeiten fürs irdische Leben errichten. Und sie sollen ihre Hände vor schweren Arbeiten schonen, um desto mehr Zeit zu gewinnen für die Bearbeitung und Veredlung ihrer Herzen und Seelen.""Aber wenn mit der zunehmenden Geschicklichkeit der Menschen auch ihre Selbstsucht, Habgier und Herrschsucht zunehmen wird und dadurch die Verfinsterung der Menschengemüter, dann können auch die schlimmsten Folgen nicht ausbleiben" (jl.ev05.108,06). "Es wird wohl die Industrie dieser Welt fleißigst betrieben werden, um schneller den Geist zu ertöten und möglicherweise auch die ohnehin kärgliche Aussaat des Samens zum ewigen Leben ganz zu vernichten.""Und so verkümmern die Herzen der Menschen, die alleinige Wohnung Gottes auf Erden" (jl.him2.367). "Das sind die industriellen Menschen und deren nimmer zu sättigenden Bedürfnisse. Sie gleichen dem Gebüsch und den Dornen, unter denen der Samen des Wortes Gottes erstickt wird" (jl.gso2.125,05).

Welche charakterlichen Haltungen und Einstellungen sind die Hauptursachen der Mißstände und Katastrophen?

Mehrfach weist die Neuoffenbarung unüberhörbar auf die geistige Ursache der kommenden Katastrophe, auf die sich immer mehr ausbreitende Genußsucht hin, die stets mit einem Verfall der geistigen und religiösen Interessen einhergeht: "Die Bewohner der großen Städte wissen sich vor lauter Genußsucht nicht zu helfen, alle wollen angenehm leben, alle sich unterhaten, alle glänzen und womöglich ein bißchen herrschen ... Alle genußsüchtigen Verfeinerungen sind aber nichts als Abgöttereien, denn sie sind Opfer des menschlichen Geistes an die tote Naturmäßigkeit" (jl.gso2.081,10 u. 13).
"Des Menschen Hoffart, sein Hochmut, seine Selbstsucht und Herrschsucht brauchen unbeschreiblich vieles und sie sind dennoch nie zu befriedigen ... Und so haben sie dann keine Zeit mehr, sich mit dem abzugeben, womit sie sich eigentlich abgeben sollten, weil sie von Gott nur darum auf die Welt gesetzt worden sind.""Die Seelen von Millionen wissen nicht einmal mehr, daß sie Träger des Geistes Gottes sind" (jl.ev03.010,03 .04 u. .13).

Welchen Wert haben irdischer Wohlstand, Genuß und Spaß bei Nachteilen für die charakterliche Entwicklung?

"Was nützt es dem Menschen, wenn er auch der Besitzer aller Schätze der Erde wäre und sich damit alle erdenklichen Lustbarkeiten verschaffen könnte, aber dadurch Schaden an seiner Seele litte" jl.ev08.183,09)

Woher kommen die negativen Auswirkungen in der Umwelt? Wer trägt die Verantwortung dafür?

"Der Mensch hat so ganz entgegengesetzt seiner Bestimmung sich und die ihn umgebende Natur (das ökologische System, d. Vf.) entwürdigt, mißbraucht, und daher kommen alle Mißstände, welche in geistiger und materieller Hinsicht den Menschen jetzt verfolgen mit Übeln und Leiden aller Art"(gm.lgeh.014,13). "Und so ist es möglich, daß mit der Zeit die Menschen große Dinge erfinden und damit auch auf die Natur der Erde (Umwelt, d. Vf.) einzuwirken anfangen können, so daß diese am Ende ordentlich leck (d. h. beschädigt, funktionsunfähig, d. Vf.) werden muß. Die Folgen werden freilich keine angenehmen sein und werden sich als eine sichere Strafe des schlecht angewendeten Willens herausstellen, aber nicht von Mir aus gewollt, sondern durch den Willen der Menschen hervorgebracht" (jl.ev05.109,06).

Werden die Menschen ihre zunehmenden Kenntnisse und Möglichkeiten zum Nutzen oder immer mehr zum Schaden der Menschen nutzen?

"Es wird sein wie zu den Zeiten Noahs: Die Menschen werden von ihren vielen Weltkenntnissen und erworbenen Fähigkeiten einen stets böseren Gebrauch machen (!) und dadurch freiwillig allerlei Gerichte aus der Tiefe meiner Schöpfung über sich und am Ende über die ganze Erde heraufbeschwören" (jl.ev05.108,04).

Wie reagiert Gott auf die katastrophale Entwicklung?

"Darum lehret die Menschen weise handeln, sonst sie selbst die Gerichte über sich heraufbeschwören werden. Ich weiß aber, daß es also kommen wird, und dennoch kann und darf Ich nicht hindernd dagegen auftreten durch Meine Allmacht, sondern nur durch die Lehre" (jl.ev05.109,07). "Ich habe euch zu öfteren Malen gezeigt, was infolge des freien Willens der Menschen die Ursache der überaus argen Zukunft sein wird". (jl.ev09.144,07).

Was sagte Lorber über die Weltkriege und das 'Gleichgewicht des Schreckens' voraus?

Wer die Warnungen, die die wissenschaftlichen Experten in ihren Werken deutlich und eindringlich aussprechen, kennt, wird von den Prophezeiungen Jakob Lorbers tief betroffen sein müssen.
Der erste Satz der folgenden Aussage bezieht sich eindeutig auf die beiden Weltkriege mit 70 Millionen Toten. Diese Prophezeiung ist bereits Wirklichkeit geworden: "Ein Volk wird sich wider das andere erheben und es bekriegen mit Feuerwaffen."- "Die erfinderischen Menschen werden es so weit bringen, daß dann bald kein Volk mehr gegen das andere einen Krieg anfangen kann. Denn werden zwei Völker mit solchen Waffen sich anfallen, so werden sie sich auch leicht und bald bis auf den letzten Mann aufreiben, was gewiß keinem Teil einen wahren Sieg und Gewinn bringen wird". (jl.ev08.185,09). Diese Prophezeiung bezieht sich ganz eindeutig auf die Atomwaffen und das dadurch zwischen den USA und der Sowjetunion entstandene militärische Patt. Daß lokale Kriege noch vorkommen werden, ist ebenfalls an der gleichen Stelle gesagt.

Wie wird die Erde bzw. Umwelt dort reagieren, wo sie geballt mißbraucht wird?

In den weiteren Kundgaben ist dann die Rede von "großen natürlichen Erdrevolutionen aller Art, und zwar namentlich an jenen Punkten der Erde, auf denen sich die Menschen zu große und prachtvolle Städte erbauen werden, in denen herrschen größter Hochmut, Lieblosigkeit, böse Sitten, falsche Gerichte, Macht, Ansehen und dabei die größte Armut" (Slums, d. Vf.), (jl.ev08.186,04).

Welche großflächigen und generellen Umweltkatastrophen sind vorhergesagt?

"Auch werden große Stürme entstehen auf dem Lande und auf dem Meere; das Meer wird an vielen Orten die Ufer überfluten." "Es werden entstehen eine übermäßige Teuerung (inflatorische Entwicklung, d. Vf.), Hungersnot, viele böse Krankheiten, Seuchen und Pestilenz unter den Menschen, Tieren und sogar Pflanzen" (jl.ev08.185).

Wodurch sind Hungersnöte zu erwarten?

Lorber spricht von Hungersnot. In den Industrieländern besteht zwar zur Zeit noch ein reiches Angebot an Nahrungsmitteln, aber in den Entwicklungsländern wird es nach allgemeiner Auffassung der Experten infolge der nicht aufzuhaltenden Bevölkerungsexplosion mit Sicherheit in absehbarer Zeit zu einer weltweiten Hungersnot kommen. Davon abgesehen geht aber bereits ein gefährliches Gespenst um, so daß sich die Lage in den Industrieländern ebenfalls grundlegend ändern kann. Gegenwärtig beträgt der jährliche Ausstoß von Schwefeldioxyd 50-100 Millionen Tonnen. Nach einer von der schwedischen Regierung der Stockholmer Umweltkonferenz vorgelegten Studie schlägt sich dieses Gift im Boden in Ablagerungen von sauren Schwefelverbindungen nieder. Diese Säure löst das Kalzium und andere basisch reagierenden Elemente aus dem Ackerboden und begünstigt deren Auswaschung. Das wird sehr bald eine Verschlechterung der Ertragskraft der Böden in zunehmendem Maße verursachen. Die Folgen der abnehmenden Fruchtbarkeit einerseits und die rapide Zunahme der Erdbevölkerung andererseits sind leicht voretellbar.126 Außerdem haben die Monokulturen und die gezüchteten ertragsstarken Getreide- und Reisarten eine bedenkliche Anfälligkeit gegen Krankheiten (von denen Lorber spricht!) gezeigt. Ganze Reisernten wurden bereits durch Viruskrankheiten, die früher unbekannt waren, vernichtet. Ganz konkret heißt es nochmals an anderer Stelle der Neuoffenbarung: "Bald nach jener Zeit der höchsten Industrialisierung wird es auf Erden für das Leben der Menschen sehr übel auszusehen anfangen, denn die Erde wird unfruchtbarer werden" (jl.ev03.033,04).

Welche sozialen Veränderungen und welche Arten von Problemen sind zu erwarten?

Aufhorchen läßt weiter folgende Voraussage: "Es wird auch nicht mehr lange währen, bis eure sozialen Verhältnisse (z.B. Krankenkassen-, Versicherungs- und Renten(un)wesen, d. Hg. ), von denen ihr glaubt, sie bestünden für immer, zusammenstürzen werden". (gm.pred.035,16).
Abschließend heißt es dann: "Es werden sich die Anzeichen furchtbarer Katastrophen mehren". (gm.pred.053,12). "Es wird eine große und allgemeine Not, Elend und Trübsal eintreten, wie die Erde eine größere noch nie gesehen hat". (jl.ev08.185,02).

Wozu werden die Katastrophen, Leid und Not zugelassen? Was sollen sie bewirken?

"Das alles wird zugelassen werden", heißt es weiter, "um die Menschen von ihrem Hochmut, von ihrer Selbstsucht und ihrer großen (geistigen) Trägheit abzuwenden". (jl.ev08.185).
"Die Menschen sind jetzt so weit von ihrem eigentlichen Ziel abgekommen, daß keine menschliche Macht mehr imstande wäre, sie von ihrer Jagd nach Genuß abzubringen." "Ich mache deshalb die Völker durch Not nüchtern. Ich reiße sie aus dem Wahn heraus, daß die weltliche, nur nach dem Genuß strebende Sucht das erste sei, was der Mensch suchen müsse. Ich lehre sie durch unangenehme Ereignisse die Vergänglichkeit weltlichen Eigendünkels, weltlichen Ruhms und weltlicher Glücksgüter und beweise ihnen die ewige Dauer geistiger Schätze. Allen zeige Ich, daß über ihnen noch ein anderer steht, der sie zwar machen läßt, was sie wollen, der aber die Fäden der Verkettung der Umstände in der Hand behält" (gm.pred.049,11 S. 308). Auf einige andere Prophezeiungen, die mehrfach deutbar sind und erst nach dem Eintritt der angekündigten Ereignisse verstanden werden können, soll hier nicht eingegangen werden.

Für welchen Zeitraum sind die größten Katastrophen vorhergesagt?

Bezüglich des Eintritts der Katastrophen ist an mehreren Stellen die Rede von "nahezu 2000 Jahre" nach dem Erdenleben Jesu. "Von jetzt an", so verkündete Jesus seinen Aposteln und ihm nahestehenden Personen, "werden nicht volle 2000 Jahre vergehen, bis das große Gericht vor sich gehen wird" (jl.ev06.174,07). Nirgends aber wird die Katastrophe mit einem Weltuntergang gleichgesetzt, sondern es ist mehrfach ausgesagt, daß die Erde mit und ohne Menschen noch endlos lange Zeit bestehen wird.

Wozu sollen Jesu Neuoffenbarungen in der Endzeit dienen? Was sollen die Menschen begreifen und ändern?

U.a. wird bemerkt, daß die Neuoffenbarung vor Eintritt der vorausgesagten Ereignisse eine erweiterte Verbreitung finden wird. Im einzelnen ist dazu ausgeführt: "Nachdem der Egoismus als Gegenpol meiner Liebe und der Liebe überhaupt das Hauptsteckenpferd der jetzt lebenden Menschheit geworden ist, nachdem aber auch eben durch dieses tolle Treiben das Maß Meiner Geduld ebenfalls zu Ende zu gehen anfängt, so ist eben dieses Wort (die Neuoffenbarung, d. Vf.) euch wieder gegeben, um vor dem allgemeinen Verfall noch so manchen zu retten, damit er nicht ganz seine Würde, seinen einzigen Anteil an der geistigen Welt, verlieren möge" (gm.lgeh.014,13). "Jetzt geht die Welt wieder in ihrem satanischen Treiben so weit, daß sie mit Hilfe Satans nochmals die ganze Saat des Göttlichen ausrotten möchte" (gm.sgeh.022,27). "Die Elementarereignisse, die Unglücksfälle und Krankheiten, welche dieser Zeit vorangehen, sind letzte Versuche, noch zu retten, was zu retten möglich ist, damit nicht alle im Schlamm des Egoismus ersticken" (gm.pred.053,09).
"Erkennt die Zeit, wie sie zur Lösung drängt, erkennt an dem Verfall alles Edlen jetzt in der Welt, daß die Zeit nicht ferne ist, wo die Menschen ernten werden, was sie gesät haben. Erkennt den Strom des Lichts, der sich über eure Welt auszugießen anfängt, höret die Stimmen der Geisterwelt, die in großen Schallwellen an eure Ohren schlagen, es sind die Mahnworte eines liebenden Vaters." "Erkennt klar, daß über allem Wesenden und Leiblichen die Geisterwelt thront und daß die Materie und das materielle Leben, Vergänglichkeit genannt, doch nur vermittelnde Faktoren sind, die als Mittel zum Zweck zwar dasein müssen, aber nicht die Hauptsache sind". (gm.lgeh.020,36 f.).

Was an Reaktionen und Änderungen ist z.B. in kirchlichen Kreisen zu erwarten?

Das sind ernste Mahnworte, aber es ist zu befürchten, daß sie wirkungslos verhallen werden. Die Menschheit ist zu tief ins Materielle versunken, und weithin glauben die Menschen nicht mehr an ein ewiges Leben der Seele. Selbst bei den regelmäßigen Kirchgängern, denen die sonntägliche Teilnahme am Gottesdienst das wichtigste Kriterium des Christseins dünkt, ist oft nur noch wenig religiöse Substanz vorhanden, so daß der Bischof von Augsburg die innere Teilnahmslosigkeit und das Vorherrschen der Gewohnheitsübungen des ländlichen Sonntagschristentums schlicht als latenten dörflichen Nihilismus' bezeichnete."127 In Übereinstimmung mit dieser bischöflichen Feststellung heißt es in der Neuoffenbarung: "Dies Volk verehrt Mich mit Klingel und Klangel, nur das Herz darf man nicht fragen". (jl.him2.368,09).

Wie werden die meisten Menschen auf die warnenden Neuoffenbarungen reagieren?

Es ist eine Erfahrungstatsache, daß die Kundgaben von warnenden Propheten dem Zeitgeist stets zuwider sind. Deshalb läßt die Neuoffenbarung auch keinen Zweifel über die Annahme bzw. Ablehnung der Offenbarung offen. Es verlautet hierzu: "Daß Spott, Rache, Verfolgung die Gläubigen treffen, daß falsche, aber auch wahre Propheten das Volk zu belehren suchen werden, daß am Ende bei den meisten eine gänzliche Verwirrung der Begriffe eintreten wird - das versteht sich von selbst. Alle Meine Mahnungen werden wie vor der Sündflut bei vielen fruchtlos bleiben, und nur wenige werden sich bekehren. Wenn die Ereignisse sich aber überstürzen, so wird doch die Mehrzahl geistig gerettet werden, und sie werden mir danken, daß Ich sie durch solche strengen Mittel der allgemeinen Verderbnis entrissen habe. Wenn all diese unglücklichen Ereignisse über die Menschheit hereinbrechen werden, wer ist dann schuld daran? Bin Ich ein Rachegott, oder sind sie es nicht vielmehr selbst, die alles unter ihren Sinn beugen und selbst die großen Gesetze der materiellen und geistigen Welt, - wenn es nur möglich wäre - umstoßen möchten. Ich lasse das hier niederschreiben, damit alle Welt es weiß, wie Ich einst den Verfall des Judenvolkes voraussagte und derselbe auch eintraf, so habt ihr hier der Mahnungen und Voraussagen genug" (gm.pred.053,11 ff.).

Sagte Jesus die späteren Neuoffenbarungen schon zu seinen Lebzeiten voraus?

"Schon in jener Zeit sagte Ich zu Meinen Jüngern: Ich werde (in späterer Zeit, d. Vf.) Menschen erwecken, denen Ich alles das, was jetzt in Meiner Gegenwart geschieht und gesprochen wird, durch ihr Herz in die Feder sagen" (jl.ev09.094,04).

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  • Menschliche Ursachen größter Natur- und Umweltkatastrophen in der Endzeit


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