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Krankeitsvorbeugung und Heilung durch Bewegung

Heilwirkungen durch bewegungsabhängige Bio-Energie

Teilweise Zusammenfassung, Kommentare und Ergänzungen zum 'Spiegel'-Artikel 5/30.1.06 "Die Heilkraft der Bewegung - Krebs, Diabetes, Depressionen: Wie Sport hilft Krankheiten zu besiegen"


Inhaltsübersicht:


    Bewegungsarmut in Deutschland

    Im oben zitierten Leitartikel des Magazins 'Der Spiegel' steht: "Zwar behaupten 60 Prozent der erwachsenen Bundesbürger in Befragungen, sie seien sportlich aktiv. In Wahrheit jedoch erreichen allenfalls 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung jene Minimalbeanspruchung, die der Gesundheit hilft...
    Etwa 65 Prozent der 50- bis 59-jährigen Frauen und 60 Prozent der Männer desselben Alters sind kaum mehr in der Lage, die Treppe drei Stockwerke hochzugehen.
    Von den 30- bis 59-jährigen Frauen und Männern treiben mehr als die Hälfte überhaupt keinen Sport.
    Mehr als 65 Prozent der über 40 Jahre alten Männer sowie mehr als 70 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe gelten als inaktiv." (S. 138)

    Minimalanforderungen an täglicher Bewegung / Aktivität

    Um Gesundheitsschäden aufgrund mangelnder Bewegung vorzubeugen bzw. sie wieder zu beheben, sehen verschiedene Forscher 30 Minuten moderate Bewegung am Tag als Minimalanforderung an.
    Als 'inaktiv' definieren sie alles, was darunter liegt. "Ohne dieses Mindestmaß an körperlicher Aktivität, die unsere Genome von uns erwarten ist es wahrscheinlich, dass eine pathologische Genstruktur zu chronischen Krankheiten führt." - Wer sich nicht täglich mindestens eine halbe Stunde lang ertüchtigt, in dessen Körper herrscht Ausnahmezustand". (S. 137)

    "Es muss nicht immer Joggen sein, schon schnelles Spazierengehen, normales Nordic Walking und Schwimmen oder sonstige flotte und rhythmische Bewegungen haben einen nachweisbaren Effekt." (Herbert Löllgen) (S. 138)

    Ganz besonders effektiv ist Bewegung und Hüpfen auf einem Trampolin (sog. 'Rebounding)

    Bewegung nicht nur als Krankheitsvorbeugemittel, sondern als Heilmittel

    "Bewegung ist keineswegs eine nützliche Zugabe, um die Gesundheit zu verbessern, sondern sie ist die Voraussetzung, die das normale Funktionieren des Menschen erst ermöglicht." (S. 137) "Bisher empfahlen Ärzte körperliche Aktivität und Sport meist als Prophylaxe, um den Ausbruch von Krankheiten und Leiden zu vermeiden. Doch seit kurzem kommt die Bewegung in die ganze Medizin. Psychiater und Onkologen, ebenso Orthopäden, Demenzforscher und Kardiologen erkennen: Den Körper in Gang zu setzen hilft Menschen auch dann, wenn sie schon längst krank sind..."
    "Je mehr die Forscher erfahren und verstehen, desto entschiedener fordern sie die Abkehr vom klassischen Rat, demzufolge der Kranke das Bett zu hüten habe." (S. 136)

    In vielen Fällen ist dosiertes Training eine Ergänzung bewährter Therapien. Nachfolgend sind kurz einige Bereiche, Funktionen bzw. Erkrankungen angeführt, bei denen Bewegung vorbeugend oder heilend wirken kann.

    Anm. d. Hrsg.: Was aber der gemeinsame wesentliche positive bzw. heilsame Faktor bei Bewegungen ist, wird weder im o.a. Spiegelartikel noch in den zitierten wissenschaftlichen Untersuchungen erwähnt. Dazu s. "Bewegung als innerkörperlicher Dynamo mit Fittness- und Heileffekten"

    Lymphfluss durch Bewegung

    Transport und Verteilung der Lymphflüssigkeit erfolgt im Körper nicht automatisch durch ein eigenes Antriebsorgan, sondern sondern ist auf die Verformung des Gewebes angewiesen. Dies geschieht hauptsächlich durch körperliche Bewegung.
    Eine ganz wichtige Rolle für die Aufgaben der Lymphe spielt die Milz als Energiegenerator für Blut, Lymphe und Nerven, weil die Lymphflüssigkeit dort durch Reibungsvorgänge aufgrund von Bewegung elektrisch geladen wird und von dort aus ihre elektrische Ladung weiterleitet.
    Nicht nur Versorgung mit Energie ist Aufgabe der Lymphe, sondern auch die Ausscheidung von Unbrauchbarem oder Giftigem aus dem Körper. Wenn wir uns bewegen, hüpfen, laufen, gehen oder Trampolinspringen oder uns sonstwie bewegen, wirkt dies als Pumpe für die Lymphe. Dadurch gelangen Flüssigkeit und Eiweiße durch die Kapillare in das Lymphsystem, das u.a. als Abwasserkanalisation des Körpers dient.

    Mehr Bewegung bedeutet daher mehr Erzeugung von körpereigener Energie in Zellen, Geweben, Milz und desto mehr elektrische Energetisierung der Lymphe und des Blutes, die durch die Pumpwirkungen der Bewegung im ganzen Körper verteilt wird!

    Bewegungseinfluß auf Blut und Nervenfunktionen

    Licht, Luft, tägliche Waschungen und Bewegung sind für Blut und Nervenfunktionen ebenso wichtig wie rechte Ernährung.

    Gottfried Mayerhofer: gm.NT48.056,02] "Von was werden die Nerven genährt und in Tätigkeit erhalten? Wer gibt ihnen entweder leichte oder schwere Substanzen als Förderer ihrer Mission? Sieh, das ist das Blut; das Blut nährt die Nerven, so wie es den ganzen Körper erhält. Das Blut nun, durch was wird selbes leicht oder träge? Durch die Elemente Licht, Luft und Nahrung.
    03] Um also die Nerventätigkeit zu erhöhen, um der Seele ihr Instrument tüchtig zu ihrem Gebrauche zu machen, muß bei den ersten Grundfaktoren angefangen werden, es muß eine geistig und körperlich naturgemäß geregelte Diät als Norm angenommen werden, um als Endresultat einen gesunden Körper der gesunden Seele zu geben.
    04] Hand nach rechts Diese Diät besteht

    • erstens in vieler Bewegung in freier Luft, in der Wärme Meines Sonnenlichtes, denn die ersten Beleber eures Blutes sind reine Luft (Sauerstoff) und die anregende Einwirkung von Sonnenwärme und Sonnenlicht;
    • zweitens die Speisen und Getränke, je einfacher, desto nahrhafter, und endlich
    • drittens die Waschungen des ganzen Körpers täglich (oder doch von Zeit zu Zeit) mit frischem Wasser.

    Hand nach rechts 05] Durch die Haut wird die Tätigkeit des ganzen Organismus vermehrt, durch die Bewegung der Stoffwechsel beschleunigt, und durch Mein Sonnenlicht und Wärme Neues im Überflusse zugeführt!
    06] So, auf diese Art werden alle Organe zur Tätigkeit angeregt, die Maschine stets im Gange erhalten, und der Seele auf diese Art ein tüchtiges Werkzeug bereitet, mit welchem sie ihre Mission erfüllen kann.
    07] Daraus magst ersehen, daß nicht durch oftmaliges Einbläuen des Gesagten die Gehirnnerven gestärkt werden, sondern durch den geregelten Stoffwechsel werden die Elemente der Nerven selbst mehr fähig gemacht, ihre Funktion leichter zu erfüllen. (G. Mayerhofer)

    Kürzestformel für eine vitale, dauerhafte Gesundheit bzw. ihre Wiedererlangung:

    gm.NT48.054,03] "Gehe oft ins Freie, frische Luft (durch Sonnenlicht geläutert) und mäßige Bewegung in derselben, beschleunigen und erleichtern die Ausscheidungen, stärken die Organe und beleben das Blut.

    Hautwaschungen aktivieren den ganzen Organismus, Sonnenlicht und Wärme führen neue Energien zu. In Verbindung mit einfachen, nahrhaften Speisen stärkt dies das Blut und die Nerven.

    Bewegung gegen gestörte Hirnchemie

    Elektromagnetische Energie, die durch Reibungsenergie aufgrund von Bewegung erzeugt wird, ist wohl auch die eigentliche Ursache für heilsamen Wirkungen aufs Gehirn durch Bewegung:

    "Bisher empfahlen Ärzte körperliche Aktivität meist, um Krankheiten vorzubeugen. Doch zunehmend erkennen Alzheimerforscher, Herzmediziner und Onkologen: Bewegung hilft Menschen auch dann, wenn sie schon erkrankt sind - häufig besser als teure Tabletten und Hightech-Medizin. (S. 134)

    Der US-Psychiater Wayne Sandler ist davon überzeugt, daß "Bewegung mitunter eine gestörte Hirnchemie besser ins Gleichgewicht bringt als Medikamente. Seine 'Laufkundschaft' (er unterhält sich mit Patienten, während er und der Patient auf einem Laufband gegeneinander positioniert sind) jedenfalls sei begeistert und er verschreibt das Training mittlerweile wie eine Medizin. "Sie brauchen davon jeden Tag mindestens 30 Minuten".

    Bewegung kurbelt offenbar die Produktion von Proteinen an, die gezielt Nervenzellen (Neuronen) - auch im Gehirn - wachsen lassen. BDNF ('brain-derived neurotrophic factor' heißt eine der Substanzen, die als Gehirndünger dienen. (S. 140)

    Anm.: Vermutlich hängt auch diese hirnförderliche Wirkung von Bewegung mit der körpereigenen Erzeugung von elektromagnetischer Reibungsenergie zusammen. Da auch wochenlang mit Sonne angereicherte Lichtglobuli vergleichbare positive Wirkungen auf Gehirn und intellektuelle Leistungen haben, verstärkt dies die Hypothese, daß Energiezufuhr (egal ob durch Licht oder Bewegung) die eigentliche Wirkursache der Verbesserung der Gehirnsituation darstellt.

    Bewegung gegen Depression

    Bewegung verbessert den Austausch von Botenstoffen im Gehirn und kann dadurch Schwermut und Gehirnverkalkung entgegenwirken. Offenbar lässt sie sogar neue Nervenzellen nachwachsen (S. 139)
    "Wer sich dreimal in der Woche eine halbe Stunde lang körperlich anstrengt, so entdeckten beispielsweise Forscher der amerik. Duke University in einer Vergleichsstudie, schützt sich genauso wirksam gegen Missmut und Trauerattacken wie Menschen, die täglich Stimmungsaufheller schlucken." (S. 135)

    Anm.: Dieselben stimmungsaufhellenden Wirkungen werden auch durch Lichtglobuli immer wieder berichtet. Auch diese Gemeinsamkeit stützt die Annahme, daß Bewegung körpereigene Elektrizität erzeugt, die solche Effekte mit sich bringt.

    Bewegung gegen Diabetes

    Durch Trägheit und Überernährung verursachter Diabetes (Typ 2) lässt sich durch bessere, gezieltere Ernährung und sportliche Betätigung umkehren. Der Insulinhaushalt normalisiert sich.

    In Daqing (China) wurden Müßiggänger, deren Glukosehaushalt schon gestört war, dazu verdonnert, sich regelmäßig körperlich zu regen. Sie durften aber weiterhin essen und trinken, wie es ihnen gefiel. Nach 6 Jahren war ihr Diabetesrisiko um 46 Prozent gesunken. Vergleichspersonen, die faul blieben, aber ihre Ernährung umstellten, erzielten nur eine Reduktion von 31 Prozent. (S. 139)

    Bewegung gegen Krebs

    Horst Michna von der TU Münschen klagt: "In Deutschland ist der therapeutische Wert des Sports in der Krebsnachsorge noch vergleichsweise unbekannt und wird zum Teil sehr stiefmütterlich behandelt". (S. 136)

    "Besonders Krebpatienten werden bis heute vielfach zu körperlicher Untätigkeit angehalten - aus dem ärztlichen (Irr)glauben heraus, sie verkrafteten dadurch den Strapazen der Behandlung besser. Doch anscheinend ist eher das Gegenteil wahr, berichtet die 'Deutsche Zeitschrift für Onkologie' in ihrer aktuellen Ausgabe... Manche Ärzte gehen inzwischen dazu über, selbst schwerkranken Patienten Ergometer aufs Krankenzimmer zu stellen." (S. 136)

    Viele Onkologen fürchteten auch, körperliche Anstrengungen würden nur das Immunsystem von Krebskranken belasten.
    Die Befunde mehrerer Studien zeigen jedoch, daß die Sorgen der Onkologen unbegründet waren: In vielen Fällen verbesserte Bewegung die Gemütslage der Patienten und minderte die Nebenwirkungen von Bestrahlung und Chemotherapie.
    Zwei Studien ergaben: Körperliche Aktivität kann das Überleben von Krebspatienten tatsächlich verlängern! (S. 144)

    Weil im lahmen Leib die Verdauung schleppend abläuft, vergrößert sich die Kontaktzeit mit krebsauslösenden Stoffen aus der Nahrung: Inaktive Menschen haben ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko, vom Dickdarmkrebs heimgesucht zu werden. (S. 137)
    816 an Dickdarmkrebs-Frühstadium erkrankte Menschen wurden operiert und mit Chemotherapie behandelt. Jene, die danach 2-3 Stunden pro Woche joggten, hatten innerhalb von 2-3 Jahren deutlich weniger Rückfälle. (Jeffrey Meyerhardt vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston) (S. 145)

    Caroly M. Kaelin beschreibt in ihrem kürzlich erschienenen Buch 'Living throug breast cancer', daß körperliche Bewegung das Leben von Brustkrebspatientinnen und die Wahrscheinlichkeit von Rückfällen verringern". Werde ein Brustkrebs diagnostiziert, solle die betroffene Frau so schnell wie möglich mit einem Fitnessprogramm beginnen. "Ihnen mag überhaupt nicht danach zumute sein. Aber ich glaube, es kann wahrlich Ihr Leben retten". (S. 135)

    Ähnliches stellte die Epidemiologin Michelle Holmes im Brigham & Womens's Hospital in Boston fest. Sie hat die Krankheitsverläufe von 3000 Frauen mit Brustkrebs ausgewertet und mit deren Angaben zu körperlicher Aktivität verglichen. "Wer drei bis vier Stunden in der Woche spazieren geht, der hat ein um 50 Prozent verringertes Risiko, an Brustkrebs zu sterben." (S. 145)

    Anm.: Diese positiven Beobachtungen an Krebskranken verwundern nicht, wenn man erkannt hat, welche positiven Gesamtwirkungen Bewegung an frischer Luft, dadurch vermehrte Sauerstoffaufnahme und Einwirkung von Sonnenlicht haben! Auffällig ist allenfalls, warum die meisten Ärzte diese Basis-Gesundheitsfaktoren so beharrlich ignorieren und bagatellisieren!

    Bewegung bei Herzerkrankungen

    Durch körperliche Anstrengung fließt das Blut flotter durch die Adern als im Ruhezustand. Die erhöhten Scherkräfte führen dazu, dass im Innern der Gefäße ein bestimmtes Enyzm vermehrt hergestellt wird. Es sorgt für die Bildung von Stickstoffmonoxyd, das die Dehnbarkeit der Gefäße sicherstellt. Genau diese Fähigkeit ist bei einer Arteriosklerose erheblich eingeschränkt. Durch Sport kann man die beginnende Verkalkung seiner Gefäße umkehren!

    "Auch bei herzkranken Menschen... ist Bewegung inzwischen als Therapeutikum anzusehen, das man wie ein bewährtes Medikament dosieren kann." Kardiologe Dr. Rainer Hambrecht: "Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit können ihre Lebenserwartung erhöhen, wenn sie beginnen, Sport zu treiben." (S. 136)

    Bei arteriosklerotischen Gefäßen, Infarkt und Herzmuskelschwäche kann maßvolles Training - unter ärztlicher Aufsicht - die Symptome zurückbilden und das Leben verlängern. (S. 139)

    12 Menschen mit Herzmuskelschwäche trieben an der Uni Leipzig 6 Monate lang Sport: jeden Tag 20 Minuten Radfahren und 60 Minuten Walking oder Ballspiele pro Woche. Anschließend entnahmen die Forscher den Freiwilligen Gewebeproben aus dem Streckmuskel des Oberschenkels.
    Im Vergleich zu 11 passiven Herzpatienten hatte sich in den Sportlermuskeln die Aktivität sogenannter Radikalfängerenzyme deutlich erhöht. Diese Enzyme vernichten Sauerstoffradikale, die den Herzmuskel schädigen und die Pumpschwäche maßgeblich bewirken. Durch Radfahren und Spazierengehen kann ein Herzpatient direkt auf molekularer Ebene seine Krankheit bekämpfen! (S. 142)

    "Tägliche Aktivität ist verbunden mit einem verringerten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen" (S. 138)

    Bewegung gegen Kreuzschmerzen

    Auch bei Kreuzschmerzen wird inzwischen "Bewegung als Schlüssel zur Selbstheilung" entdeckt. (S. 140)
    Englische Orthopäden fanden im Frühjahr 2006 heraus, daß ein Trainingsprogramm bei Rückenkranken genauso wirksam, darüber hinaus aber billiger und sicherer ist als eine (komplikationsgefährliche) Versteifungsoperation, bei der die Wirbel mit Schrauben und Stäben miteinander verschränkt werden.

    Bewegung gegen rheumatische und arthrotische Kniebeschwerden

    Statt mit Arthritismedikamenten oder künstlichen Kniegelenken werden von Miriam Neson von der Tufts University in Boston Betroffene behandelt, indem sie die Muskeln der schmerzenden Beine gezielt kräftigt. Mit ihren Kollegen hat Nelson ein 16-Wochen-Training entwickelt, das man mit einem Stuhl und Gewichten an den Knöcheln zu Hause durchführen kann. Nach wissenschaftlichen Kriterien wurde das Programm mit Nichtstun verglichen.
    Die Sportler berichteten über deutlich weniger Schmerzen und konnten 17 verschiedene körperliche Aufgaben weit besser bewältigen als die inaktiven Kontrollpersonen. "Auf einmal konnten Leute, die Alltagsaktivitäten aufgrund ihrer Arthritis als immer schwieriger und schmerzhafter empfanden, wieder am Leben teilnehmen, wie es ihnen jahrelang nicht mehr möglich war." (S. 140)

    Bewegung gegen Alterungserscheinungen und Demenz

    Sportmediziner Heinz Mechling, Universität Bonn: "Was oft als Alterungsvorgang verstanden wird", ist hohem Maße das Resultat von Inaktivität". (S. 137)

    Selbst hochbetagte Menschen können einen Großteil ihrer Kraft erhalten, wenn sie nur ihre Muskeln regelmäßig belasten.
    Die Forscherin Maria Fiatrarone ließ zehn Frauen und Männer, die zwischen 87 und 96 Jahre alt waren und in einem Krankenhaus waren, acht Wochen lang mit Gewichten trainieren: Die Muskelmasse an den Oberschenkeln wuchs um 10 Prozent - was die Greise fast dreimal so kräftig machte. Zudem wurden sie trittsicherer und konnten schneller gehen als zuvor. Der Teilnehmer Sam Semansky, damals 93, ließ fortan seine Gehhilfe stehen! (S. 139)

    Kraft- und Koordinationstraining tut auch den Knochen gut und schützt gerade im Alter besser vor Brüchen (z.B. Oberschenkelhalsbrüchen!) als Medikamente, wie eine großangelegte Studie ergeben hat. In den USA wurde das Befinden von knapp 10 000 Frauen über 65 während 5 Jahren untersucht. Diejenigen, die pro Woche etwa 2 Stunden lang ihren Körper trainierten, hatte 36 Prozent weniger Hüftfrakturen als träge Seniorinnen... ('Annals of Internal Medicine')
    Gut trainierte Menschen stürzen erst gar nicht so oft... Krafttraining ist "eine der besten Möglichkeiten, die Knochendichte zu erhöhen und Stürze zu vermeiden" (S. 140)

    Internist Nöllgen, Remscheid: "Nachweislich vermag nur regelmäßige körperliche Aktivität den biologischen Alterungsprozess aufzuhalten... Es gibt nur einen Jungbrunnen - aber wer davon trinken will, muss sich anstrengen." (S. 137)
    Dr. Irwin Rosenberg: "Wir altern nicht chronologisch (als Folge der Zeit). Wenn man die Körperfunktionen erhält, dann kann man den biologischen Alterungsprozess überwinden." (S. 137)

    "Ein Mindestmaß an Betätigung in der Freizeit kann vor Demenz und Altersschwachsinn Alzheimer schützen... Diejenigen, die im Mittelabschnitt des Lebens wenigstens 2 mal in der Woche körperlich aktiv waren, haben lt. einer 20 Jahre dauernden schwedischen Studie ein um 60 Prozent verringertes Risiko, an Alzheimer zu erkranken.

    Eine Erhebung an 1750 älteren Leuten ergab: Mäßiges Wandern, Schwimmen, Aerobic oder etwas Krafttraining halfen jenen Senioren am meisten, die zu Beginn der Studie bereits leicht verwirrt waren! ('Annals of Internal Medicine')
    Eric Larson, University of Washington in Seattle: "Selbst wenn man 75 Jahre alt ist und nie zuvor körperlich aktiv war, kann man immer noch profitieren, wenn man jetzt erst anfängt." (S. 144) "Der segensreiche Effekt von präseniler Bettflucht und Aktivität lässt sich nicht wegdiskutieren: 90 Prozent der über 50-Jährigen würden von regelmäßigem Training (bzw. Bewegung) profitieren. "Bewegung kann den Ausbruch von Krankheiten nach hinten verschieben und die Zahl der gesunden Tage mehren." (S. 140)

    "Wenn Sie Ihre alternden Verwandten vor Parkinson schützen wollen, dann kaufen Sie denen ein Laufband" (Wissenschaftlerin Henriette von Praag)

    Bewegung verbessert Fettverbrennung durch Enzyme

    Ausreichend Bewegung beugt auch der Verstopfung von Blutgefäßen (Arteriosklerose, Thrombosen) vor bzw. reinigt sie:

    "2 Spaziergänge täglich - alle 12 Stunden - helfen die übermäßigen Ablagerungen von Lipoiden (Fetten) in den Arterien abzubauen" (Bhutangeli, S.90)
    "Durch wiederholte Spaziergänge wird die Aktivität der fettverbrennenden Enzyme viel ausgeprägter.. Enzym reinigt Wände der Blutgefäße von Fettplättchen und Ablagerungen" (Bhutangeli, S.103)

    Aufbau von Tryptophan-Reserven im Gehirn

    Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Aufbau der Tryptophan-Reserven im Gehirn" (Batmanghelidj S.125ff)
    Tryptophan ist "eine der wichtigsten Aminosäuren. Sie ist ein natürlicher Regler im Gehirn für die Salzabsorption im Körper.. Korrigiert Fehler in DNA... verhindert Entwicklung von Krebszellen.

    Alles mit Maß!

    Auch für Bewegung gilt, was für jeden Lebensbereich zur Gesunderhaltung und Harmonie äußerst wichtig ist: alles mit Vernunft und Maß vornehmen!

    Der Amerikaner James Fixx taufte einst den Dauerlauf in 'Jogging' um und machte ihn auf der ganzen Welt populär. Dann brach der Lauf-Guru, 52 Jahre jung, beim Joggen auf einer einsamen Landstraße tot zusammen. (S. 138)

    Positive Bewegungswirkungen - Fazit

    Rolle der Bewegung zur innerkörperlichen Energieerzeugung

    In dem o.a. Spiegelartikel findet sich leider keinerlei Forschungshinweis auf die enorm wichtige Funktion der innerkörperlichen Energieerzeugung durch jede Bewegung. Bei jeder Bewegung - z.B. allein schon durch Atmung - entstehen in Zellen, Geweben und Organen durch Druck, Ziehen, Beugen etc. Reibungsvorgänge, die Reibungselektrizität im Körper erzeugen.
    Jede Bewegung erhöht wie durch einen Dynamo den Energie- und Spannungszustand in Zellen, Geweben und Organen. Das ist für das ordnungsgemäße Funktionieren mindestens so wichtig wie die Energiezufuhr z.B. durch Sonnenlicht oder Bio-Lichtkonzentrate.

    Ein Vergleich der o.a. Folgen von zu geringer Bewegung mit den Folgen von Lichtmangel zeigt interessante Parallelen.

    Noch frappanter sind die o.a. stärkenden und heilenden zellulären und organischen Auswirkungen der Bewegung mit den vorbeugenden und heilenden Wirkungen von Sonnenlicht!

    Offensichtlich stellen Bewegung und Licht ganz elementar wichtige Energielieferanten dar, die sich gegenseitig unterstützen bzw. im Notfalle ergänzen.

    Daher ist natürlich Bewegung im Sonnenlicht (alles in Maßen!) in reiner Luft optimal, um einen leistungsfähigen, gesunden Körper zu erhalten bzw. wieder zu bekommen.

    Hand nach rechts Vergl. Ergebnisse von Bewegungen, Hüpfen auf einem Trampolin (Rebounding)

    Zellspannungserhöhung - Schlüssel zu Gesundheit und Heilung?

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Bearbeitungsstand: 23.11.2017