Kriterien zur Wahrheitsbewertung der medialen Schriften von Leopold Engel

Teil 3

Teil 1, Teil 2


Inhaltsübersicht:


Grundlegende Kriterien zu den Inhalten

Wahrheit und Lüge

In den Neuoffenbarungen Jesus durch Jakob Lorber finden sich sehr viele Ausführungen über die Bedeutung unverfälschter, reiner Wahrheit.

"Nichts aber wird vom Herrn und allen Engeln der Himmel mit größerer Liebe und Segnung angesehen als eben die allgemeine, wahre Liebe und Freundschaft unter den Menschen; diese aber kann nur dann zu walten anfangen, wenn die Menschen sich in aller Wahrheit und im hellsten Lichte aus Gottentgegenkommen. Denn die reine Wahrheit befriedigt das Herz und macht es sanft und demütig und dadurch gegen jedermann freundlich und liebdienstlich beflissen, weich und barmherzig." (jl.ev08.146,04) Zu den Folgen der Unwahrheit sagt Raphael: (jl.ev08.146,02) Nur Wahrheit und Licht in allen Dingen muß ein Mensch, der zum Leben des Gottesgeistes in sich dringen will, in sich lebendig und klar erfassen; denn jeder Schatten in der Seele kann sie auf Irrwege bringen, auf denen sie sich dann schwer zurechtfinden wird. Die alte fadenscheinige These "mit Unreinem Reines erlangen zu wollen", wird immer wieder neu angebracht. Durch das stetige Wiederholen falscher Thesen kann eine Fragestellung jedoch nicht gelöst werden.

JESUS sagt uns immer wieder: "Prüfet alles (und zwar sehr genau) und das Gute behaltet" (jl.ev10.109,07 + jl.erde.073,12 + jl.ev05.088,04 + 5). Das kann aber nun nicht heissen, dass wir das Gute der sog. "Liebe-Medien" annehmen und das Schlechte einfach ignorieren sollen! Das hiesse, einen unscheinbar aussehenden, aber mehr oder weniger gefährlichen ‚Giftcocktail' zu inhalieren.
Es ist in den meisten Fällen sinnvoller, eine raffinierte Gesamt-Mischung aus Wahrem und Schlechtem zu verwerfen, weil es meist sehr zeitraubende, anstrengend und ohne hohe geistige Entwicklung der Gabe der Unterscheidung der Geister und Lehren meist sehr schwierig ist, die Spreu vom Weizen zu trennen. Satan weiß bestens, dass viele nicht unterscheiden können und er damit beeinflussen und ablenken kann, so dass viele es nicht wahrnehmen. Deshalb tarnt sich der scheinbare Lichtgeist besonders gern unter Worten der Liebe. Das ist vor allem für diejenigen das Gefährliche, die meinen, dass diese Unterscheidung nicht so wesentlich wäre oder sich demgegenüber absolut souverän fühlen.

Vielmehr ist dies wieder das Prinzip "den Teufel mit den Beelzebub austreiben", d.h. mit Verunreinigtemdie Reinheit erlangen zu wollen!
Wir sollen vollkommen werden in allem wie der VATER im Himmel (jl.ev01.155,13-15) und nicht mit geistigen Giftmischungen kokettieren. Diese stammen klar und eindeutig aus Höllenebenen!

"Prüfet alles wohlzuvor, und behaltet dann das Gute und Wahre" (jl.ev08.027,11), d.h. nichts unreines, denn damit kommen wir nicht zum VATER! Alles Unreine ist ungöttlich, stammt also vom Gegenpol.


Wie schon erwähnt, kommt der VATER nicht eher, bis die Erde von allem höllischen Unflat gereinigt ist. Das betrifft natürlich besonders die Reinigung Seines Werkes! Nur die höchstmöglich reinen, himmlischen Maßstäbe können die Wiederkunft JESU vorbereiten und führen zum VATER!

"...Nimmt aber der "Verstand des Herzens" frei ohne Beweise etwas an, dann zeigt das Herz sogleich
seine freie Kraft, die in den Geist übergeht und ihn frei macht. Ist aber der Geist frei, dann ist alles frei im
Menschen: die Liebe, das Licht und das Schauen. Da braucht es dann keines Beweises für die Wahrheit mehr,
denn dann ist der freie Geist selbst die klarste und vollste Quelle aller Wahrheit, da er ja dann allerinnigst mit der unendlichen Liebesquelle des himmlischen Vaters in unserem Herrn Jesus verbunden ist." (nach jl.bmar.162,11).
Um etwas zu glauben, bedarf es keines Beweises! Das sagt Petrus in Bischof Martin vortrefflich: (jl.bmar.162,04) Du sprichst freilich bei dir: ,So Beweise dem Gesagten beigegeben werden, will und kann ich ja alles glauben!'.Aber dagegen muß ich dir freilich bemerken, daß solch ein Glaube kein Glaube, sondern ein pures Wissen ist, durch das deinem inneren Wesen wenig oder nicht geholfen wird.
(jl.bmar.162,05) Denn ein auf Beweise gegründetes Wissen ist kein freies Wissen mehr, sondern ein gerichtetes. Es macht keinen Geist frei, sondern nimmt ihn ebenso oft gefangen, als wie viele Beweise für einen Glaubenssatz gegeben werden!
In "Noch ein kurzes Wort zur Darstellung des Südpoles" sagt JESUS: "Sehet, so verhält es sich auch mit diesen Meinen euch gegebenen Mitteilungen und Offenbarungen Meiner Gnade; so ihr sie mit den Strahlen eures Gefühles prüfen und beleuchten werdet, so wird euch deren Wahrheit alsobald einleuchtend werden, und ihr werdet auch alsobald finden, als ob die Sache euch wie lange bekannt gewesen wäre...
Daher sollet auch ihr euren Verstand unter den Gehorsam des reinen Gefühles im lebendigen Glauben aus der Liebe zu Mir vollends gefangen nehmen! so werdet ihr alle Dinge schauen, wie sie sind, und dann erst werdet ihr klar und deutlich einzusehen anfangen, wo die ewige Sonne der Wahrheit und Wirklichkeit leuchtet.
Dieses Wenige sei euch gesagt, damit ihr in der Zukunft merken sollet – mit welchem Maßstabe Meine Offenbarungenzu bemessen sind. Amen. Das sage Ich, der grosse Meister in allen Dingen. Amen, Amen, Amen." (jl.natz.126+127).
Natürlich muss jede Wahrheit rein sein und keine Mischung aus Wahrem und Falschem. Überall im Lorber-Werk geht es um die reine Wahrheit und hier bei den sog. "Liebe-Medien" soll das plötzlich nicht mehr gelten. "Alles liegt an der einen reinen Wahrheit und an dem Leben in, aus und durch diese eine reine Wahrheit!
Denn so du lebst aus der Lüge, dann ist dein Leben in sich selbst nichts als Lüge und kann ewig zu keiner Realität gelangen; ist aber dein Leben, aus der Wahrheit hervorgehend, in sich selbst Wahrheit, dann ist auch alles Realität und Wirklichkeit, was immer dein Leben aus sich ziehet! Niemand aber kann aus der Lüge die Wahrheit ersehen und erkennen, denn der Lüge ist alles eine Lüge. Nur wer aus dem Geiste der Wahrheit neu geboren wird und selbst in sich zur Wahrheit, ja zur vollen Wahrheit wird, für den wird sogar die Lüge zur Wahrheit!
Denn wer die Lüge als Lüge erkennen kann, der ist in allem selbst Wahrheit, weil er die Lüge alsogleich als das erkennt, was sie ist; und das ist auch Wahrheit!" (jl.ev01.069,01 - 3).
"Was im Kopfe ist, gehört in das Gebiet des dir bekannten gordischen Knoten, den mit Bedachtsamkeit niemand lösen kann" (jl.ev01.069,08).
"Die Wahrheit lässt sich sonach nur in der Wahrheit suchen und finden; der Kopf aber hat genug getan, so er dir den Schlüssel zur Wahrheit geliefert hat. Alles aber kann ein Schlüssel zur Wahrheit sein, was dich zur Liebe mahnt und zieht; folge darnach solchem Zuge und solcher Mahnung und gehe ein in die Liebe deines Herzens, und du wirst die Wahrheit finden, die dich von jedem Truge frei machen wird!" (jl.ev01.069,11).
In jl.hag2.060 erklärt der VATER ausführlich den Unterschied zwischen wahrer und falscher Kost:
"Der Geist will Wahrheit, getreueste, vollste Wahrheit will er zur Nahrung...
Wie aber bei der Mutter die Liebe der Grund der wahren Nahrung fürs Kind ist, also ist auch die Liebe für den Geist der Grund aller endlosen Wahrheiten, welche da alle sind eine gar wahre, gute, ewige Kost dem Geiste" (jl.hag2.060,25 ff).
"Wenn der Lüge auch eine noch gute Folge zuteil wird und der Wahrheit eine wenigstens scheinbar üble, das heisst, was die Menschen mit ihrem Weltverstande übel nennen, so ist die Wahrheit der Lüge dennoch vorzuziehen; denn die Endwirkung der Lüge wird stets für bleibend eine schlechte Endwirkung der Wahrheit eine gute werden.
Es sind dem Aussenscheine nach die Unterschiede von einer verhüllten Lüge und von einer verhüllten Wahrheit freilich nicht leicht merkbar ... Aber eben darum soll bei euch nimmer irgendeiner noch so geringen Lüge oder irgendeinem noch so kleinen Betruge Raum gelassen werden, auf dass es auf der Erde doch für bleibend ein Institut gebe, in dem allein nur die Wahrheit herrschete und darin ein bleibender Probierstein der Welt gegeben wäre, um am selben das echte Gold aller Wahrheit vom falschen Golde wohl leicht zu erkennen!" (jl.ev05.010,04 + 5).
"Das einzig wahre Wunderzeichen aber bestehe in der Selbsterfahrung, die ein jeder machen wird dadurch und darin, dass ihn eben die Wahrheit wahrhaft frei in allem Denken, Wollen und Handeln gemacht hat und geöffnet seine innere Sehe, zu schauen alle Dinge und Verhältnisse, wie sie in der Wahrheit sind." (jl.ev05.140,08).

"Das Licht erweckt das Licht, die Liebe die Liebe und das Leben das Leben; denn ein Toter kann keinen Toten erwecken und ein Blinder kann keinem Blinden einen Führer machen" (jl.ev07.116,03).
"Denn um gar vieles sorgt und kümmert sich oft ein Mensch; doch eines ist nur, das ihm not tut, und dieses eine ist die Wahrheit. Wenn der Mensch alles besässe, und die Wahrheit fehlte ihm, so wäre er dennoch das ärmste Wesen der Welt. Der Mensch suche daher vor allem die Wahrheit, welche ist das wahre Reich Gottes auf Erden! Hat er das gefunden, so hat er damit auch schon alles gefunden." (jl.ev07.116,08 + 9).
"Der rechte Mensch aber ist ein wahrer Tempel der Wahrheit. Im Herzen ist ihr Sitz. Wenn ein Mensch die Wahrheit sucht, so muss er sie in sich suchen und nicht ausser sich; denn die Wahrheit ist das Leben und das Leben ist die Liebe. Wer da Liebe hat ohne Falsch zu Gott und zum Nächsten, der hat auch das Leben, und dieses Leben ist die Wahrheit und wohnt im Menschen." (jl.ev07.117,01 + 2).

,,Wie die Lüge eine größte Verunehrung Gottes ist, so ist die reine und lebendige Wahrheit auch eine allzeitige und höchste Verehrung und wahrste Anbetung Gottes" (jl.ev09.086,06).

"Befleisset euch alle in der reinenWahrheit; denn nur sie kann euch vollkommen frei machen am Leibe und an der Seele"(jl.ev07.025,03).

"2 Wahrheiten aber können ewig nie nebeneinander bestehen, da die eine die andere aufheben würde." (jl.gso2.061,18).


Aus Rede über das Reich des Messias und die Liebe als Hauptschlüssel der Wahrheit:

Denn siehe, in Fragen und Antworten besteht das heilige Reich des Messias nicht, sondern allein nur in der Geduld, Liebe, Sanftmut und in der völligen Ergebung in den göttlichen Willen!
Denn bei Gott läßt sich nichts übers Knie brechen, nichts erzwingen und am allerwenigsten aber etwas ertrotzen!
Wann es der Herr aber für gut befinden wird für dich, dann auch wird Er dich in die höhere Offenbarung leiten! (jl.kjug.146,06 - 8).
Kisehels Rede über die Wahrheit als Erlöserin: Nur eines kann dein Herz und sodann auch deinen Geist frei machen, und dieses Eine ist die Wahrheit!
Diese mußt du suchen in allem, so wird ihr Feuer den Unflat in dir verzehren, und du wirst dann freien Geistes einhergehen und in diesem freien Geiste erst dann völlig erkennen, was eigentlich die Sünde ist, und wie es dem Herrn ein leichtes ist, dich endlich aller deiner Sünden zu entheben, und wäre ihre Zahl größer denn die des Grases auf der Erde und des Sandes im Meere! (jl.hag2.196,17 + 18+ vgl. jl.hag2.197,11 + 12).
Im Zusammenhang mit den echten und falschen Evangelien erklärt JESUS zur Wahrheit: (jl.ev08.079,16) Es gibt nur eine Wahrheit, die ebensogut nur ein Mensch wie Myriaden Engel aussprechen und erweisen können. Wenn sich aber nun eine Weltweisheit dagegenstemmt, weil die Wahrheit nicht zu ihrem weltlichen Vorteile taugt, wird die Wahrheit darum etwa wohl weniger Wahrheit sein?!
(jl.ev08.079,17) Die Lüge kann sich im großen Menschenrate durch zahllose Stimmen vertreten lassen, so wird sie darum doch nie zur Wahrheit.
(jl.ev08.079,18) Darum sorget euch nicht, was da besser sei, ob das gepredigte oder das geschriebene Wort; denn an der Frucht läßt sich die Wahrheit gar wohl erkennen! Die Lüge baut ihre Häuser auf lockeren Sand, die Wahrheit aber auf Felsen, und da kann die Hölle keinen Feldzug dawider unternehmen; denn sowenig die Finsternis der Nacht je zum Tageslichte wird, sowenig wird auch die Lüge je zur Wahrheit. Und es können darum zehntausend falsche Evangelien geschrieben werden, so wird immer nur das das einzig wahre sein und verbleiben, das sich im Menschen, so er nach Meinen Worten leben und handeln wird, nach Meiner Verheißung lebendig offenbaren wird, – und dieses lebendige Evangelium wird auch bis ans Ende aller Zeiten der einzige Prüfstein sein und bleiben, ob ein geschriebenes Evangelium echt oder falsch ist.
(jl.ev08.079,19) An den Früchten also müsset ihr das erkennen; denn von den Disteln erntet man keine Feigen und von den Dornhecken keine Trauben! Aus dem aber wird man leicht erkennen, ob jemand Mein Jünger ist oder nicht. Meine Jünger und auch ihre Jünger werden sich allzeit lieben, wie auch Ich euch allzeit liebe; aber die unechten Jünger werden sich schon entweder offen oder heimlich ganz gewiß hassen. Denn darin besteht die eigentliche schwarze und arge Frucht der Lüge, daß sie sich stets haßt, weil eine Lüge von der andern niemals überflügelt sein will; die Wahrheit aber sucht nur fortwährend ihresgleichen und liebt sie stets mehr und mehr, gleichwie auch ein Licht das andere niemals verdunkelt, sondern nur heller und heller zeihet (macht) und am Ende ein hellstes und vereintes Licht bewirkt.
(jl.ev08.079,20) Das Licht hat sonach eine große Liebe zu noch mehr Licht; aber die Lüge haßt die Lüge, weil sie ihren Verrat fürchtet. Sehet, darin besteht ein Hauptkriterium, wie man die Wahrheit von der Lüge sogar mit verbundenen Augen gar wohl unterscheiden kann!
(jl.ev08.079,21) Darum wird man die falschen Evangelien auch stets ganz leicht von den echten unterscheiden können; denn die falschen werden sich gegenseitig stets verfolgen und hassen, – aber die echten werden sich lieben wie Zwillingsbrüder und werden einander suchen und auch bald und leicht finden.


Dies führt JESUS auch in jl.ev08.176 "Über das Wesen der Wahrheit" weiter aus.

(jl.ev06.179,04) Dies genügt für jedermann, um einen falschen Propheten zu erkennen und ihn von einem wahren wohl zu unterscheiden. Sie werden freilich ein großes Geschrei erheben und in alle Welt hinausrufen: ,Da zu uns kommet alle her; denn hier ist Christus, und dort, wo wir sind, ist Er!' Aber glaubet es nicht, wenn sie noch so sehr schreien und noch so große Zeichen tun; denn sie sind nicht und niemals Meine Jünger, sondern verführte Jünger Beelzebubs, von dem sie auch ihren Lohn im Pfuhle ernten werden unter Heulen und Zähneklappern!
"...Die rechten Propheten sind gekennzeichnet als von Gott erweckt, von den falschen sehr leicht zu unterscheiden, und ganz besonders leicht noch dadurch, dass sie als rechte Propheten stets voll Demut und Nächstenliebe sind, während die falschen Propheten in allerlei verbrämten und noch durch anderartige Dinge bezeichneten Kleidern einhergehen, voll Hochmutes sind und voll der schreiendsten Selbstsucht..." (jl.ev06.150,02)
Bei den "Liebe-Medien" zeigt sich dies in ihren ‚2 Gesichtern', das eine herausgestellte voll Demut und Liebe und das andere bei genaueren Nachfragen, wie es tatsächlich um ihre Liebe und Demut bestellt ist. Dies bestätigt auch, dass es keine der behaupteten "außerordentlichen" oder "vorzeitigen" Berufungen gibt!

Wenn man das "Gleichnis vom Unkraut" in der rechten Weise versteht und anwendet, trifft es genau für diese Frage der Reinheit des Werkes zu. Wir sollen natürlich das Unkraut auf dem Acker ausjäten und verbrennen (jl.ev01.197,12) und nicht den Weizen mit dem Unkraut ausreissen. Das Unkraut (die Wildlinge) gedeiht auch unter dem Weizen, aber

(jl.ev06.021,14) "...stets nur bis zu einer Zeit; dann werden sie ausgeschieden und ins Feuer des Gerichtes geworfen werden, wo es dann viel Heulens und Zähneklapperns geben wird."
(jl.ev07.184,12) "Leichter ist gut reden als gut handeln, und in dem Handeln liegt der Same des Unkrautes, der auch unversehens mit der Aussaat des reinen Weizens in das Erdreich des Menschenherzens ausgestreut wird. Dieser wird Wurzeln fassen und dann gewaltig fortwuchern unter dem reinen Weizen und diesen vielfach ersticken und zugrunde richten. Darum sollet auch ihr nicht nur pure Hörer, sondern vielmehr Täter Meines Wortes sein!"
(jl.ev01.197,12) "Ich, oder wie da sagen die Juden, der Menschensohn, ist es, der da nun ausstreut den guten Samen. (Matth.13,37) Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des Reiches; das Unkraut aber sind die Kinder der Bosheit. (Matth.13,38) Der Feind, der sie sät, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt, und die Schnitter sind die Engel! (Matth.13,39) Gleichwie man aber das Unkraut auf dem Acker ausjätet, es in Bündeln zusammenbindet und es dann verbrennt..."
(jl.ev05.120,05) "...Der Fürst der Lüge wird in den Acker, darein Ich nun den reinsten Samen gestreut habe, den argen Samen von allerlei Unkraut legen, um zu ersticken den edlen Weizen..."
(jl.ev04.104,01) (Der Herr:) "Wenn ihr nun diesen Fortgang ein wenig näher betrachtet, so wird es euch wahrlich nicht schwer werden, in richtiger Wahrheitstiefe zu erkennen, woher das Unkraut auf den reinen Acker des Lebens kommt."
(jl.ev04.104,03) "Ist das Unkraut ursprünglich auch eine Notwendigkeit zur Konstatierung eines völlig freien, geistigen Lebens, so muß es aber endlich von dem frei geschaffenen Menschwesen doch als solches erkanntund freiwillig hinausgeschafft werden, weil es mit demselben unmöglich fortbestehen kann."
Wir sollen uns eben nicht die Rosinen aus einer Giftmischung herauspicken. Das geht auch besonders aus folgendem Zitat hervor: (jl.ev03.047,16) Eine zarte, ganz unscheinbare Lüge ist der Seele um vieles gefährlicher als eine so recht faustdicke und mit Händen zu greifende! Denn eine faustdicke Lüge wird dich sicher zu keiner Handlung bewegen; aber eine so recht zarte und unscheinbare wird wie eine Wahrheit zum Handeln nötigen und dich ganz leicht bis an den Rand alles Verderbens bringen. Ein besonders anschauliches Beispiel hat der VATER im Zeichen des letzten Rettungsversuches von Hanoch schon dort über Danel mit dem "Gleichnis vom Gifttropfen" gegeben, wobei 1 Gifttropfen 10 Mass besten Wassers verderben kann. Entsprechend dem Gifttropfen wirkt jeder auch anscheinend nur geringfügg schlechte oder gar verderbliche Einfluss auf Seele und Geist des Menschen: (jl.hag3.184,07) "Ein Tropfen von diesem Gifte – das ist soviel wie eine noch so kleine und unschädlich scheinendeVisite im Namen der Welt in euch – vergiftet leicht den ganzen gesunden Geist, auf daß er dann ohnmächtig wird, in eurer Seele dahinsinkt und eben dadurch aber eure Seele anregt, daß sie dann sehr hochmutskitzelhaft empfindlich wird und stets mehr und mehr zu suchen anfängt, wie und wo sie die rechte Anerkennung ihrer Hoheit finden möchte!

(jl.hag3.184,08) Und das alles tut sie darum, weil sie zufolge der Erlahmung des vergifteten Geistes keinen Leiter nach oben mehr hatund sich am Ende selbst als das herrschende Lebensprinzip ansieht, was aber im höchsten Grade gefehlt ist aus dem zwar geheimen, aber dennoch allerhöchst wichtigen Grunde, weil unsere Seelen als lebende Substanzen unserer Leiber von unten her sind, und nur allein der Geist ist von oben her, um die abgefallene Seele von ihrer alten Schlacke zu erlösen in der Zeit dieses irdischen Lebens!" (vgl. jl.ev04.145,09 + jl.ev04.159,13).

Leider werden solch eindringliche Mahnungen unseres VATERs von vielen Freunden nicht genügend ernst genommen.

In diesem Lichte gesehen mag die heute leicht gängige "Auto-Katzer-Theorie" ("mit 2 oder 3 Kratzern fährt das Auto noch genauso gut") eher als eine ‚Beruhigungs-Theorie' erscheinen, die zwar für den Inbegriff der weltlich-materiellen Endzeit-Autogesellschaft in Abhängigkeit von der Schwere des Schadens zutreffen mag, sich aber wohl schwerlich auf geistig-seelische Prozesse übertragen lässt, insbesondere solange sich die Seele im luziferischen Fesselungszustand befindet. Eine Mischung aus Wahrheit und Lüge, die ihre Folgen in der Seele bewirkt, lässt sich nun mal nicht mechanistisch mit Kratzern am Auto vergleichen.

Was auch immer an Argumenten genannt wird, es gibt keine Begründung für die "Liebe-Medien-Mixturen". Vielmehr erscheint es grotesk, wie sich solche Wahrheits-Lüge-Mischungen und Halbwahrheiten unter den Lorber-Freunden durchsetzen konnten. Dies lässt sich nur aus der esoterisch-sektenartigen Historie erklären, von der so manche Freunde Schwierigkeiten haben, sich wirklich zu lösen.
 
 

Seher und Propheten – Jünglinge und Mägde

Wenn man nun den Unterschied zwischen der Aussage

"denn Gott erweckt dergleichen Männer (d.h. keine Frauen; vgl. jl.ev08.213,09 + jl.ev01.091,11) nur von 100 zu 100 Jahren einmal in der grossen Tiefe der rechten Weisheit der Himmel" (jl.ev03.003,14+15) und etwa den "zahllos vielen Sehern und Propheten" (jl.ev06.150,14) sieht, dann muss man sich fragen, wie ein solcher Widerspruch zu verstehen und zu lösen ist. Da kann man sich nicht einfach die Rosinen herauspicken und wörtlich auf die verkehrten Erscheinungen anwenden, die allzu offensichtlich sind. Wie schon mehrfach mit Zitaten belegt, können wir solche Fragen letztendlich nur in der Liebe JESUS in uns ausreifen lassen und im Gesamtbild mit den Kriterien des VATERs solar erfassen.
Die wesentlichen Bemessungs-Kriterien des VATERs, nach denen wir Offenbarungen bewerten sollen, wurden benannt. Wenn man sich aber nicht nach den Angaben des VATERs richtet, ist klar, wohin das Ganze führt. Daraus können wir alles wesentliche schöpfen, um auch diesen Widerspruch zu lösen.
Ausserdem gibt es im Lorber-Werk diverse Stellen, in denen es auf das geistige Verständnis einzelner Worte (u.U. auch als Entsprechungen) ankommt. Sicher kann "zahllos viele" nicht ‚beliebig viele' sondern eher "etliche" oder "einige" heissen. Dann kommt man der Realität schon näher – insbesondere im Zusammenhang mit dem Wahrheits-Aspekt.
Das katastrophale Image der Lorber-Freunde durch die vielen "Vater-Medien", die keine wahren Propheten sind, weil sie nicht wenigstens ½ Wiedergeburt erreicht haben (siehe "Wer war Jakob Lorber?"), lässt sich so nicht rechtfertigen. Wir wissen u.a., dass es eines grossen geistigen Aufwandes bedarf, einen Seher und Propheten vorzubereiten. Das kann niemals im Einklang mit der Vielzahl an "Vater-Medien" und "Liebe-Medien" stehen! (jl.ev04.112,10) "...Aber ganz was anderes ist's, zu vernehmen das geheime, innere Wort, das da kommt von Meinem Herzen in das Herz dessen, der es in sich vernimmt; und dafür muß es schon eine gewisse vorbereitete Linie von Menschen geben, deren Inneres fähig ist, die Allgewalt und Allkraft Meines Wortes zu ertragen! Denn jeden Unvorbereiteten würde ein Jota nur, unmittelbar aus Mir kommend, schon zerstören und töten." Daraus geht klar hervor, dass ½ Wiedergeburt unabdingbar notwendig ist, um das Wort des VATERs überhaupt ertragen zu können. Das war auch bei Jakob Lorber so. Es gibt also keinerlei Begründung für die "Theorie der vorzeitig berufenen Vater-Medien", die noch höllisch unrein sind!
Wie u.a. in dem Artikel "Wer war Jakob Lorber?" dargelegt, lässt sich dies auch nicht durch die "Jünglinge und Mägde" rechtfertigen: "Das sind besonders in der unmittelbaren Umbruchphase die "in Meinem Namen wohlerzogenen Jünglinge und Mägde, die Gesichte haben sollen, in denen ihnen erklärt wird Meine Wesenheit, die Himmel und das ewige Leben, wie auch das Los der Abtrünnigen und Bösen." Das sind diejenigen, "die aber nach Meinem Worte leben und nach der inneren Wahrheit desselben sorgfältig forschen werden, mit denen werde Ich reden durch das Verständnis ihres Herzens und werde also legen Meine Worte in ihr Gemüt" (jl.ev08.055,15; vgl. jl.ev06.174,03 + jl.ev09.094,03 + jl.schr.019,20+21). Das ist die Stimme des Gewissens, aber noch nicht die "Wortvernehmungsfähigkeit"!
Wenn es heißt, dass "kein Jahr vergehen wird ohne eine Offenbarung" des VATERs (jl.ev09.019,06), dann darf man nicht die mittelbaren Offenbarungen durch reges Forschen vergessen (jl.ev03.204,04 + 18), aber keine unreinen Offenbarungen durch "Vater-Medien" von unreifen Geistern.
Da mindestens 10 alleinige Täter Seines Wortes jl.schr.013,29; vgl. Briefe JL's 16) notwendig sind, um das kommende Gericht aufzuheben (zu Noahs Zeiten waren es nur 8), kann es sich für die ganze Erde nur um sehrwenige Menschen handeln, die zudem ganz in der Stille leben und nicht wie die "Vater-Medien" sich vor Menschengruppen setzen und "Kundgaben" von sich geben, um so noch mehr Seelenschläfer (d.h. geistige Trägheit und Übersättigung) hervorzubringen.

Vielmehr begründet JESUS ausführlich:

(jl.ev09.019,07) "Es ward darum dem Menschen aber auch der Verstand gegeben als ein gutes Licht, um mit demselben Gott und Seinen Willen zu suchen, – was denn auch zu allen Zeiten gar viele Menschen getan und beim rechten Ernste auch das gefunden haben, was sie suchten.
(jl.ev09.019,08) Daß Sich aber Gott nicht so bald und so leicht finden läßt, wie es so gar manche Menschen eben gerne hätten, das hat seinen höchst weisen Grund darin: Würden die Menschen mit leichter Mühe das finden, was sie suchen, so hätte das Gefundene bald keinen Wert mehr für sie, und sie gäben sich wenig Mühe mehr, noch weiter zu suchen und zu forschen; sie begäben sich in die Trägheit, und der von ihnen gar so leicht und bald gefundene geistige Schatz würde ihnen noch weniger nützen, als so sie ihn ängstlich gleichfort suchen müssen und in dieser Welt doch nur selten und schwer völlig finden. Darum geschehen große Offenbarungen selten, damit die Menschen, in ihrer Seelennacht geängstigt, selbst Hand ans Werk legen müssen und mit allem Eifersuchen die ewige Wahrheit und also Mich."
Schliesslich sagt JESUS noch mit aller Klarheit, dass unreine Vater-Worte von unreinen "Vater-Medien" nicht vom VATER sind!: (HiG.02_44.06.09,14) "Ich offenbare Mich allezeit nur wenigen, die da reif sind und denen Mein Wort nicht zum Gerichte wird. – Wenn aber durch Meine Fürsorge mehrere reif werden, dann will Ich auch sie – wie dereinst die Kinder Abrahams aus der ägyptischen Knechtschaft – befreien zur rechten Zeit!"

(jl.ev05.120,09) "Hat aber jemand den Geist Meiner Worte in sich, so benötiget er des Buchstabens nimmer. Wer aber den Geist hat, der hat auch die Lehre rein. Ich aber werde im Geiste verbleiben bei Meinen stets nur wenigen, aber wahren Bekennern bis ans Ende der Zeiten dieser Erde."

In einem weiteren Gleichnis erklärt JESUS mit aller Deutlichkeit, wie es den "Vater-Medien"-Anhängern (= Seelenschläfer) der heutigen Zeit im Jenseits ergehen wird: (jl.ev01.091,20) "So Ich jüngst wieder zur Erde kommen werde, so werde Ich eine starke Sichtung vornehmen; und keinen werde Ich annehmen, der Mir mit was immer für Entschuldigungen kommen wird! Denn jeder, der da ernstlich sucht, kann und muß es finden! Diekranken Schafe und Esel an dem Futterbaren (= "Vater-Medien"-Anhänger) aber sollen eine Arzneibekommen, nach der sie sicher gefräßig werden nach dem Futter aus den Himmeln; aber dann werden sie als Rekonvaleszenten (Genesende) langehin sehr homöopathisch gespeist werden!" Die kranken Schafe und Esel sind diejenigen Menschen, die zwar die Offenbarungen (Swedenborg und Lorber) kennen, aber sie nicht so ernst nehmen, weil sie nicht die reine Wahrheit suchen und sich an unreine "Vater-Medien" halten. Die müssen noch lange Zeit mit dieser sanften, aber gegensätzlichen (malum contra malum; jl.him3.215,04) Kost gespeist werden, ehe sie auf den wahren Trichter kommen!
Hier benutzt JESUS den Begriff homöopathisch in der üblichen weltlichen Weise, also im Sinne malum contra malum, was das Hahnemann'sche Prinzip darstellt!

An den Tränen von JESUS über den Fall und die Hartnäckigkeit des "verlorenen Sohnes" erklärt Er die falsche Liebe und Erbarmung der "Vater-Medien"-Anhänger:

(jl.schr.024,15) Als nachzuahmendes Beispiel aber zeigen sie (die Tränen), daß auch ihr aus der wahren Lebenstiefe heraus barmherzig sein sollet; denn eine durch Romanlektüre (= "Vater-Medien"-Anhänger) bewirkte Weichherzigkeit und Erbarmung hat bei Mir durchaus keinen Wert und ist um nicht vieles besser als eine Blindliebe und Heirat auf dem Theater. Solchen ‚barmherzigen' Menschen will Ich einst auch den Lohn geben, der der Grund ihrer Barmherzigkeit war. Sie sollen auch jenseits große Bibliotheken von zahllosen Romanen antreffen und werden nicht eher aus denselben gelangen, bis sie es lebendig an sich erfahren werden, daß eine geschriebene Liebe und ein geschriebenes Leben durchaus keine Liebe und kein Leben sind.
(jl.schr.024,16) Wer nicht aus Mir liebt und nicht von Mir lernt, der tut alles, was er tut, wie ein Toter und wird nicht eher seinem Grabe entsteigen, als bis Jesus nicht über seinem Grabe weinen wird. – Verstehet solches wohl; es ist eine große Tiefe darinnen, und so sei das Leben euer Amen!
Allerdings gibt es noch einige Probleme mehr in der Tiefe des Werkes des VATERs über Lorber, die wir nach Seinem Willen nur in Seiner Liebe nach und nach lösen können.
 
 

Zusammenfassung

Da JESUS im Lorberwerk an keiner Stelle einen Hinweis darauf gegeben hat, dass das Werk über das Ende des 10. Bandes fortgesetzt werden soll, gibt es keinen sog. "11. Band des 'Großen Evangeliums Johannes", der vom VATER stammt. Während die ersten 10 GEJ-Bände vom Glanz der wahren Liebe JESU erfüllt sind, ist das sog. "11. GEJ" charakteristisch von falscher Weisheit durchzogen.
Die ungewöhnliche Häufung der ‚Propheten' um Jakob Lorber stellt, wie eingangs angedeutet, eine signifikante Unnormalität zu der Aussage des VATERs dar, dass alle 100 Jahre ein Prophet und höchstens alle 1000-2000 Jahreein großer Prophet (Jakob Lorber) auftritt (jl.ev03.003,14+15).
Maßgebende Voraussetzung zum Propheten ist, wie bei Jakob Lorber am 15.März 1840, wenigstens das Erreichen der ½ Wiedergeburt(jl.him3.299,23 + 19,23 + jl.him2.434,05 + jl.ev09.057,07 + 3+ jl.ev06.225,07 + 8) mit der "Wortvernehmungsfähigkeit" (jl.ev04.112,10 + jl.ev04.113,01 + 7).
Das ist die direkte Verbindung mit JESUS im "3.Gesicht", was vollrein und wahr ist.
Was vor diesem Zeitpunkt liegt, ist im zweiten Gesicht, was nicht vollwahr ist, weil es durch das Anziehen unfreier Geister zustande kommt. Dabei ergeben sich grundlegende Qualitätsunterschiede etwa infolge einfacher Lebensweise, insbes. einfache Kost in den Bergen (jl.erde.035,03 + 9) oder Mathael hatte diese Fähigkeit seit seiner Kindheit (jl.ev04.128,01 ff.), andere erhalten sie als Folge großer Schrecknisse (jl.erde.070,18-20) durch leichten Zugriff über ihren Nervengeist (Menschen mit einem starken Nervengeist, das sind die ,von oben', haben selten oder nie das zweite Gesicht), die meisten aber wohl durch den Eigenwillen durch "Vater-Medien", was dann ungeheure Irritationen und geistige Trägheit bei anderen Menschen hervorrufen kann.

Satan hat besonders da sehr feine Strategien zur Beeinflussung der Menschen, wo es um die größten und reinsten Darbietungen des VATERs geht. Daher konzentriert sich die Hölle natürlich auf den größten Liebegeist des VATERs mit adäquaten Methoden, so dass die um Lorber herum assoziierten falschen Propheten meistens nicht erkannt werden, weil sie im ‚Lichtgewand' dastehen. Dazu wählt sich die Hölle möglichst unscheinbar schlicht und harmlos liebevoll wirkende Medien und inspiriert sie entsprechend, denn sonst würden sie im Bereich des Lorber-Werkes zu leicht nicht akzeptiert werden.

Da die unreifen Geister je nach der Art des Gemütes angezogen werden, ergeben sich vor allem in der letzteren Gruppe erhebliche Qualitätsunterschiede, was nicht selten bis zum Zustandebringen überraschender Aufschlüsse führen kann, dem aber kein Glaube zu schenken ist (jl.him3.299,24). Hier auch ist, nach dem vorstehend Gesagten, der Standort von Leopold Engel anzusiedeln.
Die starke Verbreitung der Medialität (sog. "Vater-Medien") erklärt sich daraus, dass Erdseelen wegen ihres schwachen Nervengeistes (jl.him3.281,05 + 6) relativ leicht für unreife Geister zugänglich sind, während der starke Nervengeist bei denen ‚von oben' diese unreife Geisterkommunikation verhindert und deren Geist erst nach voller Ausreifung der Seele dann plötzlich mit der "Wortvernehmungsfähigkeit" voll durchbricht (= ½ Wiedergeburt)!

Sogar einen direkten Hinweis für die Vollständigkeit Seines größten Werkes über Jakob Lorber mit dem Abschluß des 10.GEJ hat JESUS uns mit der Frage der Ausbreitung des neuen Wortes gegeben. Dazu muß die Vollreife einer Frucht in dreifacher Hinsicht abgewartet werden. Diese Vollreife ist als erstes nur zu erlangen durch ein zu Ende gebrachtes Werk, als zweites ein reifes Volk zur Aufnahme dieses Lichtes und als drittes die Reife unserer Herzen (d.h. wenigstens die halbe Wiedergeburt) (jl.him2.073,03 ff). Damit weist JESUS zugleich eindeutig auf die notwendige Abgeschlossenheit Seines Werkes hin, in dem "jedes Wort schon ganz reif ist" als Vorbedingung für die Erlangung der Vollreife und nicht auf Fortsetzer insbesondere Engel und Mayerhofer!
Das bedeutet natürlich auch, dass wir uns mit dem ganzen Werk auseinandergesetzt haben sollen und zwar in aller Tiefe und Breite. Nur so ist das Ziel zu erreichen, nicht durch Ablenkung mit Epigonen!

Weil alles, was bis zur Wiederkunft notwendig ist, durch die "dritten Weinbergsarbeiter" (jl.ev06.176,10) wie Swedenborg und vor allem Lorber vom VATER gegeben worden ist, bedarf es bis dahin keiner weiteren Propheten. Alle 100 Jahre ist daher nach dem Zeitmaß des VATERs keineswegs wörtlich, sondern entsprechungsmäßig zu verstehen. Deshalb und weil im Lorber-Werk alles notwendige vorhanden ist, können wir ganz sicher sein, dass die "dritten Weinbergsarbeiter" mit Emanuel Swedenborg und Jakob Lorber (jl.ev06.176,10) bis zur Wiederkunft JESU für die ganze Erde voll ausreichen! Propheten können nun mal keine unreinen Menschen sein! Das wäre ungöttlich!

Swedenborg und Lorber allein stellen wahrheitsgemäß den Begriff der Neuoffenbarung dar und nicht die Vielzahl der dazu subsumierten Medien, insbesondere ,,Liebe-Medien"! Bei den Hinweisen auf ‚auch weissagende Mägde und Jünglinge mit hellen Träumen, die Meine Ankunft verkünden werden' (jl.ev06.174,03 + jl.ev08.055,15+9.GEJ 94,03) geht es um geistig weit fortgeschrittene, nahezu oder ½ wiedergeborene Menschen in der unmittelbaren Umbruchphase! Schließlich braucht der VATER wenigstens 10 alleinige Täter Seines Wortes, denn zu Noahs Zeiten waren es nur 8, um das Gericht um 1000 Jahre zu verschieben (jl.schr.013,26-30 + Briefe JL's 16+ jl.him2.277,14)!

"...Und so lasse Ich denn, so sich nur einige wenige Gerechtere gläubig an Mich wenden, die Drohungen gerne in Segnungen umwandeln..." (jl.rbl2.294,11).


Home  |   Leopold Engel  |   Zum Buch-Inhaltsverzeichnis Sog. 11. Band des 'Großen Evangeliums Johannes'