Jakob Lorber: "Bischof Martin - Die Entwicklung einer Seele im Jenseits"

203. Kapitel: Rede Martins, des neuen Schutzengels, an seine Sonnengemeinde. Uhrons gute Erwiderung an Martin, seine Bitte an Jesus und seine Ahnen.

   01] Martin dankt aus aller seiner Lebenstiefe für diesen Auftrag, wendet sich dann an Uhron und Shonel und spricht: »Liebe Freunde und Brüder, ihr habt nun mit euren Augen gesehen und mit euren Ohren gehört, was der Herr Selbst getan und geredet hat! Eure Bitte war aber - als ihr es begriffen habt, daß sie notwendiger ist denn der Dank -, daß der Herr und wir alle fortwährend in eurer Mitte verharren möchten. Der Herr hat diese Bitte wohlgefällig erhört und wird euch alles gewähren, was da eure große Liebe zu Ihm und uns wünscht. Aber es versteht sich von selbst: nur in und aus Seiner ewigen Ordnung heraus.
   02] Wir werden zwar nicht in unserer Persönlichkeit hier verbleiben, wohl aber einen sicheren Weg eröffnen, auf dem ihr allzeit zu uns, wie wir zu euch werden sichtlich gelangen können.
   03] Verharrt aber von nun an fort in der Lehre, die aus des Herrn Munde an euch erfloß, so wird der Weg von euch zu Ihm ein wunderkurzer sein. So ihr aber Seine Worte und Lehren mit der Weile weniger achtet als nun, wo ihr von des Herrn Wort ganz durchdrungen seid, da freilich würde dieser Weg ein stets längerer und mühevollerer werden, wovor euch aber der Herr Selbst und eure große Liebe zu Ihm bewahren wird!
   04] Mein Haus und des Herrn Haus sind nicht zwei Häuser, sondern nur ein Haus; denn es ist ein Haus der Liebe! Ihr wißt, wo es steht, und so kommt denn allzeit in dies Haus zu uns! Da werdet ihr den Herrn stets in unsrer Mitte treffen als den ewig heiligen, besten Vater in der Mitte Seiner Kinder, die Ihn über alles lieben! Also sei es im Namen des Herrn!«
   05] Spricht Uhron: »Gott dem Herrn alle unsere Liebe und euch durch Ihn; Sein Name werde geheiligt ewig!
   06] Unsere lieben Töchter, vom Herrn und von uns euch gegeben, seien unser Herz in euch und unsere Zunge des tiefsten Dankes in eurem Munde. Soweit aber die Strahlen unserer Welt in die Unendlichkeit hinauslangen, so weit töne auch der Lobgesang, den wir allzeit dem Herrn und euch in Ihm darbringen werden in reinster Harmonie!
   07] (Zu Mir, dem Herrn, sich wendend:) Und Du, o namenlos heiligster Vater, gedenke unser als Deiner neuen Kinder! Erhalte uns und alle unsere Nachkommen und unsere große Gemeinde in Deiner Gnade und Liebe ewig! Gedenke aber auch jener andern Gemeinden und Völker, die auf dieser großen Erde uns noch völlig unbekannte Länder und Gürtel bewohnen! Dein Wille tue ihnen wie uns nach Deiner Liebe und ewigen Weisheit!«
   08] Sage darauf Ich: »Amen, sage Ich euch, Ich werde sie aus allen Gegenden Meiner endlosen Schöpfungen um Mich versammeln und geben jedem das Seine in der Fülle ewig! Meine Liebe, Meine Gnade und Erbarmung sei mit euch!«


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