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   01] Treten alle Propheten und Apostel zu Mir dem Herrn und sagen: "Ja Amen! Dein Name werde geheiliget, wie hier in Deinen Himmeln also auch auf Deiner Erde, die da nach Deiner ewigen Ordnung eine wahre Probestätte ist für die Geschlechter, welche zum ewigen Dasein erkeimen unter Deinem Herzen! Aber nur das, heiliger Vater, bitten wir Dich alle aus einem Herzen und aus einem Munde: Lege dem Satan endlich einmal sein schnödes Handwerk! Nehme hinweg von Deiner Erde den Purpur und mache verschwinden Gold, Silber und das eitle Edelgestein, auf daß die Menschen nicht mehr nach dem Schimmer dieser unflätigen Dinge gieren, sondern nur nach reiner Liebe und Wahrheit (streben)! Welche Schätze des Geistes müssen zu Grabe getragen werden und können nie vom Lichte Deiner Sonne beschienen werden, weil das Jagen nach all den eitlen Dingen die Menschheit über die Maßen hindert, ihren Geist nach Deiner heiligen Ordnung zu erwecken und dann aus ihm unvergängliche Reichtümer für Zeit und Ewigkeit zu schöpfen!
   02] "Lege sonach endlich einmal dem Satan sein schnödes Handwerk! Mit seinem Verschwinden aus der Sphäre der Wirkung wird und muß die Menschheit zu allem, was da gut und wahr ist, geneigter und geneigter werden - weil wir (Deine Diener) dadurch einen freieren Wirkungsraum einnehmen können und sicher auch werden. Widrigenfalls muß die Menschheit stets tiefer und tiefer ins Verderben sinken. - Wohl sind Deine Ratschlüsse unerforschlich und unergründlich Deine Wege. Niemand, außer Dir, ist es bekannt, wie Du in solchen Fällen vorgehest, um alles am Ende dem einzig rechten und besten Ziele zuzuführen. Aber bei manchen Wesen wird wohl eine übergedehnte Zeit erfordert, bis sie zu ihrem vorbestimmten Ziel gelangen. Also eine Abkürzung der langen Wege und der Zeiten Dauer, wie Du, o Herr, sie Selbst Deinen Völkern allen verheißen hast, wäre uns Gottgesinnten allen wohl das sehnlichst Erwünschte!
   03] "Es ist wahrlich schade für Deine sonst so schöne Erde, daß sie die ihr stets neu geschlagenen Wunden nimmer zu heilen vermag, so Du, o Herr, ihr die stets gleichen Quäler nicht vom Leibe schaffst! - Was Du aber tun wirst, o Herr und Vater, das tue ja bald! Denn sonst verschmachten die Menschen vor der zu bangen Erwartung der Dinge, die da noch über die Erde kommen dürften. Wir (Deine Diener) warten freilich wohl leicht, da nun auch vor uns ob der großen Seligkeit bei Dir, heiliger Vater, tausend Erdjahre gleich sind wie ein flüchtiger Lenztag. Aber den armen, noch in sterblichen Hüllen lebenden Brüdern auf Erden werden bange Minuten zu Jahren und Jahre zu Ewigkeiten. Daher tue aus, o Vater, den reichen Born Deiner Liebe und Gnade, suche die Armen auf Erden gnädigst heim und kürze diese arge Zeit ab! - Dein allein heiligster Wille geschehe allzeit und ewig!"
   04] Rede Ich und sage: "Ihr tut wohl daran, daß ihr also bittet. Aber es geht euch allen bei euren Bitten stets also, wie jenen, die überall zu spät kamen und darum auch vor Mir stets zu spät kommen müssen, weil Ich überall, und ganz besonders hier in den Himmeln, in allem der Erste bin und sein muß eine Bedingung, ohne die ihr nimmer einer Bitte und irgendeiner Handlung fähig wäret. Ihr seid wie Meines Leibes Glieder, die nicht eher zu handeln vermögen, als bis Mein Geist sie zu handeln antreibt. So es aber allenthalben in euch Meines Geistes bedarf, wie könnet ihr in euch wohl meinen, daß Ich durch eure Bitte erst müßte dazu bewogen werden, etwas zu bewerkstelligen, dessen Notwendigkeit oder Nichtnotwendigkeit Ich schon lange eher eingesehen habe, bevor noch irgendein Geist aus Mir sich eines freien Bewußtseins erfreute?! - Kurz, Meine lieben Kindlein, ihr kommet denn schon allemal und überall zu spät! Denn so ihm über eine Sache erst so ein wenig nachzudenken beginnet, da habe Ich schon um tausend Erdjahre vorgesorgt und alles so in den Gang gesetzt, daß nun die Wirkungen und Erfolge eben also zum Vorscheine kommen müssen, weil sonst am Ende der allgemeine Hauptzweck unmöglich erreicht werden könnte, der da ist - ein ewiges, schöpferisches, freiestes Leben Meiner göttlichen Gegenwart gegenüber.
   05] "Wenn jetzt in den meisten römisch-katholischen Staaten auf Erden die sogenannte Religion, auch die römische, freigegeben ist, was da durch Mein Einfließen in die Verständnisse derer bewirkt ward, denen das Staatsruder anvertraut ist - und diese (Staatsleiter) dann solche Anordnungen zu treffen genötig sind, durch welche die herrschsüchtigste Hierarchie zugrunde gehen muß, so meine Ich, daß man da doch unmöglich mehr tun kann!? Soll Ich denn Hierarchien durch ein Feuer vom Himmel mit einem Schlage tilgen? - O das geht im allgemeinen nach dem großen Werke der Erlösung wohl nicht mehr! Keine allgemeine Sündflut mehr, und kein Untergang Sodoms und Gommorras mehr!
   06] "Aber ein jedes Übel der Erde ist nun sein eigener Richter, und die Strafe folgt der Sünde auf der Ferse. Die Hierarchen verlangten ihre alte heidnisch-grausame Priesterfreiheit. Und sehet, sie sei ihnen aber ohne materielle Macht! Denn auch die materielle Macht des Staates ist frei unter ihren Regenten und kann sich nimmer von der Hierarchie knechten lassen. So aber nun die Hierarchen von ihrer grausamen Freiheit auch nur irgendeinen geringsten Gebrauch machen, so werden sie dadurch Tausende bewegen, aus ihrer schlechten Gemeinde in eine bessere überzugehen, wozu nun jedermann der freieste Weg für Seele und Geist mit guter Befugnis gebahnt und gegeben ist, wenn solche Übertritte von Tag zu Tag sich mehren werden, so wird die Hierarchie mit einigen wenigen Narren bald allein dastehen und ihr sicheres Ende an den Fingern zu berechnen anfangen. Wenn Ich aber solches veranlasse, wovon jedem die sicherste Folge einleuchtend sein muß, was soll Ich denn da noch mehr tun? Während ihr hier bittet, sind schon Tausende von Rom abgefallen! Kann da die Zeit noch mehr verkürzt werden? Wenn der Schlange das Gift gegeben ist, sich selbst zu töten, da sie damit in ihrer Ohnmacht niemand anders mehr erreichen kann, ist nicht alles getan zu ihrem Untergange, der nun notwendig geworden ist?
   07] "Wie könnte Ich verheißenermaßen je wieder zur Erde kommen, so nicht der argen Hierarchie auf diese allein wirksame Weise ihr altes Handwerk gänzlich gelegt würde!? Käme Ich ohne dem zu den Armen, da würde die Hierarchie Mich womöglich ergreifen und abermals mehrfältig kreuzigen. Käme Ich aber zu den Reichen, so würde sie Mich in den Bann tun und wider Mich die ganze Hölle entflammen, zehnfach ärger als je, und alle Welt würde sich in einem langwierigen, gräßlichsten Kriege zerfleischen. Käme Ich aber als Gott - nun, das begreift ihr doch sicher, daß da die ganze Erde gerichtet würde und kein Wesen aus ihr eines freien Atemzuges mächtig wäre.
   08] "So Ich aber zur Erde komme, kann Ich nur zu den Armen kommen. Darum muß zuvor die reiche Hierarchie in allem in die tiefste Armut gelangen. Der Verlorene muß mit den Schweinen Kost nehmen und die Reichen dürfen ihm sogar diese nicht gönnen. Und erst so ist auf der Erde eine rechte, nun baldige Ausgleichung aller herrschsüchtigen Bestrebungen möglich und daneben auch Mein Entgegeneilen dem Verlorenen.
   09] "Eure Bitte aber war dennoch recht, denn sie ward euch also gegeben; aber Meine Handlung kam ihr um vieles zuvor! Nun aber kommt Robert-Uraniel mit seinem Scharen! Daher seid alle bereit zum nötigen Weiterzuge!"

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