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Magnesium + Magnesiumchlorid

Magnesiummangel - Ursachen


Inhaltsübersicht:


Magnesiummangel betrifft uns alle. Unsere Lebensmittel enthalten immer weniger Magnesium und viele Gesundheitsprobleme entpuppen sich als Folgeerscheinungen eines weit verbreiteten Magnesiummangels.

Magnesiummangel - unbeachtet und folgenschwer

Im Körper geschieht fast nichts ohne Magnesium. Ein Magnesiummangel wirkt sich daher äußerst negativ auf viele verschiedene Organe und Körperfunktionen aus. Er kann sich in nur einem Symptom, aber auch in mehreren Symptomen gleichzeitig äußern.

Natürlich ist Magnesium nicht wichtiger als andere Mineralstoffe, doch besteht bei keinem anderen Mineralstoff ein so gravierender und gleichzeitig so wenig beachteter Mangel wie bei Magnesium.

Seine Bedeutung erkennt man erst dann, wenn sich belastende Gesundheitsprobleme mit Hilfe von Magnesium innerhalb kurzer Zeit in Luft auflösen.

Magnesiummangel existiert für 'Fachleute' nicht

Wenn all dies OHNE Magnesium geschehen würde, dann müsste all dies MIT Magnesium entweder verhindert oder beseitigt werden können. Könnte es also sein, dass bei der Entstehung vieler Zivilisationskrankheiten ein Magnesiummangel nicht unbeteiligt ist? Wäre es daher möglich, dass eine bewusste Versorgung mit Magnesium zum Verschwinden oder zumindest zu einer deutlichen Besserung vieler gesundheitlicher Probleme führen könnte?

Die meisten (herkömmlich ausgebildeten) Ernährungsfachleute und Schulmediziner schütteln bei diesen Fragen gelangweilt mit den Köpfen. Für sie gibt es keinen Magnesiummangel. Sie sagen, der Magnesiumbedarf eines erwachsenen Menschen von durchschnittlich 350 bis 400 Milligramm pro Tag könne problemlos mit einer so genannten „gemischten Kost“ gedeckt werden. (mehr zur Mg-Ignoranz der Ärzte); Magnesiummangel-Tetanie - eine übersehene Krankheit

Magnesiummangel: In Wirklichkeit ein Volksleiden

Magnesiummangel ist entgegen landläufiger Meinung (Arzneimittelkommission 2000) häufig, wie von Ehrlich (1997) nachgewiesen hat (mehr als 10% seines Patientenguts). (mehr dazu)

Abgesehen davon, dass viele Magnesiumexperten der Meinung sind, dass der tatsächliche Magnesiumbedarf des modernen Menschen viel höher ist (600 bis 900 Milligramm pro Tag), zeigen mittlerweile verschiedene Studien, dass nicht einmal die offiziell als ausreichend erachtete Magnesiummenge erreicht wird.

Schon im Jahre 1994 hatten Wissenschaftler verkündet, der durchschnittliche Amerikaner habe Ende des 19. Jahrhunderts mit seiner Nahrung noch 500 Milligramm Magnesium pro Tag verzehrt, heute seien es gerade noch 175 bis 225 Milligramm. In einer weiteren Studie wurden 1033 Krankenhauspatienten untersucht. Bei 54 Prozent wurde ein gravierender Magnesiummangel festgestellt und fast das Erschreckendste daran war: 90 Prozent der Ärzte hatten nicht einmal daran gedacht, überhaupt einen Magnesiumtest durchführen zu lassen.

Eine 2005 veröffentlichte Studie zeigte, dass zwei Drittel der Bürger es nicht schaffen, ihre empfohlene Tagesdosis an Magnesium zu sich zu nehmen, und 19 Prozent verzehren gar weniger als die Hälfte davon.

Bei diesen Zahlen aber muss berücksichtigt werden, dass die Wissenschaftler vom offiziellen Magnesiumbedarf (350 bis 400 Milligramm) ausgehen, nicht aber vom tatsächlichen, der – wie oben erwähnt – deutlich höher ist, so dass in Wirklichkeit viel mehr Menschen unter Magnesiummangel leiden, als bei den aktuellen Studien ans Tageslicht kommt. Warum aber scheint es so schwierig, sich mit einem knappen Gramm eines Mineralstoffes zu versorgen?

Magnesiummangelsituation ist seit 75 Jahren bekannt

Im amerikanischen Kongress kam einst das Thema „Mineralstoffmangel“ zur Sprache. Dabei wurde verkündet, dass heutzutage niemand mehr so viele Früchte und Gemüse essen könnte, die nötig wären, um bei perfekter Gesundheit zu bleiben. Das liege daran, dass all die Millionen Hektar, auf denen unsere Nahrung wachse, längst ausgelaugt seien und nicht mehr annähernd jenen Mineralstoffgehalt aufweisen würden wie noch wenige Generationen zuvor.

Vielleicht sagen Sie jetzt, das ist doch nichts Neues mehr. Und Sie haben mehr als Recht, denn die betreffende Kongressversammlung fand bereits im Jahre 1936 statt. Vor 75 Jahren also war man sich bereits darüber im Klaren, dass unsere Lebensmittel immer weniger Mineralstoffe enthalten. Was war seither geschehen, um diesen Mangel zu beheben? Nichts.

Magnesiumarme Böden

Heute sind unsere Böden noch erschöpfter und noch mineralstoffärmer als je zuvor. Natürlich werden in der industriellen Landwirtschaft Jahr für Jahr verschwenderische Mengen synthetischer Düngemittel (auch Mineraldünger oder Kunstdünger genannt) verwendet, um den Böden immer höhere Ernten abzuringen. Dabei geht es nicht nur um Quantität, sondern auch darum, dass Früchte und Gemüse optisch einwandfrei aussehen.

Der Mineralstoffgehalt interessiert die Erzeuger nicht im Geringsten. Schließlich kann kein Verbraucher seine Lebensmittel nach diesem Kriterium auswählen, da niemand einem Apfel oder einem Salat ansehen kann, wie viele Vitamine und Mineralstoffe er enthält. Auch gibt es keinerlei Bestimmungen oder Gesetze, die einen Mindestgehalt an lebenswichtigen Mineralien in unseren Lebensmitteln fordern.

Zu niedriger Verzehr von magnesiumhaltigen Lebensmitteln ist daher eine häufige Ursache.

Magnesiummangel durch Kunstdünger

Kunstdünger bestehen in der Hauptsache aus Nitraten, Phosphaten und Kalisalzen. Gelegentlich werden auch Kalkpräparate (Calcium) ausgebracht. Als Ergebnis erhält man zwar üppige und optisch ansprechende Ernten. Doch sind diese Pflanzen arm an jenen Mineralien und Spurenelementen, die in diesen einseitigen Düngemitteln fehlen. An Magnesium zum Beispiel wird nur selten gedacht. Oft scheint man davon auszugehen, dass die Böden ausreichend davon enthalten. Das ist leider nicht der Fall.

Das in den Bodenmineralien vorhandene Magnesium wird in einem seit Jahrmillionen gleichbleibenden Rhythmus freigesetzt. Die Zerfallsgeschwindigkeit der Gesteine hängt von Temperatur und Feuchtigkeit ab und richtet sich keineswegs nach den Anforderungen und Bedürfnissen der modernen Landwirtschaft.

Dazu kommt, dass jedes Jahr mindestens genauso viel Magnesium durch die Niederschläge ausgewaschen wird, wie von den Kulturpflanzen für Wachstum und Fruchtbildung verbraucht wird, wodurch der jährliche Magnesiumverlust im Boden verdoppelt wird.

Der Einsatz von Mineraldüngemitteln ignoriert oft nicht nur den Magnesiumbedarf unserer Böden und Lebensmittel, sondern führt zusätzlich zu einer Störung des fein abgestimmten natürlichen Mineralstoffgleichgewichtes der Böden und verhindert auf diese Weise eine gleichmäßige und gesunde Versorgung der Pflanze.

Kalium und Calcium beispielsweise, die reichlich in synthetischen Düngemitteln vorhanden sind, blockieren die Magnesiumaufnahme in die Pflanze. Selbst wenn ausreichend Magnesium im Boden vorhanden wäre, könnte die Pflanze es in Anwesenheit von Kunstdüngern daher nur unzureichend resorbieren.

Magnesiummangel in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln

Magnesiummangel sieht man den Pflanzen übrigens nicht unbedingt an. Zwar wird oft behauptet, Magnesiummangel äußere sich in seltsam farblosen Blättern, und da sich die meisten Gemüsepflanzen in einem sattgrünen Kleide zeigen, könne von einem Mangel wohl kaum die Rede sein. Leider wird hier aber nicht beachtet, dass sich nur 1 bis 5 Prozent des möglichen Gesamtmagnesiumgehaltes einer Pflanze in deren Blattwerk befinden. Die Pflanze kann also bei minimaler Magnesiumversorgung noch wunderbar grün sein.

Diese Minimalausstattung mit Magnesium jedoch nützt weder dem Menschen noch dem Vieh. Folglich sind nicht nur unsere Gemüse, Früchte und Getreide arm an Magnesium, sondern auch tierische Erzeugnisse wie Milchprodukte, Fleisch und Eier. Auch tierische Düngemittel wie Gülle und Mist sind aus diesen Gründen magnesiumarm und können den Böden schließlich nichts zurückgeben, was ihnen selbst fehlt.

Magnesiummangel durch die Lebensmittelindustrie

So wäre die Gefahr eines Magnesiummangels aufgrund der heute meist ausgelaugten Böden auch dann relativ groß, wenn wir uns hauptsächlich von frischen Lebensmitteln ernähren würden. Doch, wer isst schon ausschließlich frische Lebensmittel?

In verarbeiteten Lebensmitteln aber ist die Magnesiummenge noch deutlich geringer. Weißmehl enthält nur noch 20 bis 30 Prozent der Magnesiummenge von Vollkornmehl. Und in poliertem Reis ist lediglich ein Fünftel der Magnesiummenge von Vollkornreis enthalten.

Stärke, die regen Einsatz in verarbeiteter Nahrung findet (in Puddings, Kuchen, Keksen, Süßigkeiten, Fertigsuppen etc.) und aus Mais gewonnen wird, versorgt Sie mit sage und schreibe 3 Prozent jener Magnesiummenge, die noch im Maiskorn vorhanden war.

Haushaltszucker jedoch ist der König unter den „Magnesiumlosen“. Während seiner Herstellung aus der Zuckerrübe gehen 99 Prozent des lebenswichtigen Minerals verloren.

Magnesiummangel durch Kochen und Braten

Dazu addieren sich jetzt noch die Mineralstoffverluste durch Kochen, Braten, Grillen, Dünsten, etc. Der Verlust an Magnesium allein durch das Kochen im Privathaushalt kann bis zu 40 Prozent betragen.

Als unsere Hauptmagnesiumquellen gelten Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Beides ist beim modernen Menschen nicht übermäßig beliebt. Kocht er dennoch einmal Vollkornnudeln oder Bohnen, dann schüttet er das Magnesium mit dem Kochwasser weg.

Magnesiummangel durch fehlende Begleitstoffe

Essen wir stattdessen Vollkornbrot, Vollkornreis oder Linsensuppe (um die Problematik „Kochwasser“ zu umgehen), dann zerstören wir beim Kochprozess bis zu 60 Prozent des vorhandenen Vitamin B6 und teilweise über 70 Prozent des hitzeempfindlichen Vitamin B1. Magnesium kann von unserem Organismus jedoch nur dann aufgenommen werden, wenn diese beiden Vitamine zugegen sind. Genauso verhält es sich mit Vitamin E, Selen und Zink.

Ohne diese Vitalstoffe ist Magnesium ebenfalls machtlos. Vitamin E aber verschwindet zu 45 Prozent beim Braten und Grillen, zu 50 Prozent beim Kochen und bis zu 60 Prozent beim Einfrieren. Zink hingegen wird bei sämtlichen Entgiftungsprozessen des Körpers verbraucht.

Angesichts der heute allgegenwärtigen Chemikalien in Form von Lebensmittelzusatzstoffen, Zahngiften, Wohngiften, Medikamenten etc. bleibt kaum noch freies Zink für die gewöhnlichen Stoffwechselprozesse übrig. Was nun Selen betrifft, so ist seit langem bekannt, dass in Nordeuropa die Versorgungslage mit diesem Mineralstoff eher als kritisch zu bezeichnen ist. Im Vergleich zu den amerikanischen Böden seien jene in Europa höchst selenarm und entsprechend habe sich die tägliche Aufnahme von Selen seit den 70er Jahren um die Hälfte reduziert.

Die Lösung heißt hier: Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten immer frisch zu, lagern Sie Salate und Gemüse nach Möglichkeit nicht länger als 1 bis 2 Tage und vermeiden Sie aufwändige Zubereitungsmethoden. Bevorzugen Sie Lebensmittel aus biologischer Erzeugung und erhöhen Sie den Rohkostanteil in Ihrer Ernährung. Wenn Sie täglich einige Paranüsse essen, sichert das außerdem bereits Ihren Selenbedarf.

Magnesiummangel durch magnesiumfreies Speisesalz

Salz leistete früher einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Magnesiumbedarfs des Menschen. Meersalz nämlich enthält Magnesium. Magnesium aber mindert die Lagerfähigkeit des Salzes, weil es das Salz hygroskopisch macht. Das heißt, es zieht Feuchtigkeit aus der Luft an und verklumpt.

Also entfernt man das Magnesium und erhält nun ein wunderbar haltbares Salz. Folglich besteht das heute übliche Speisesalz aus reinem Natriumchlorid. Es schadet daher gleich zweifach. Einerseits kann das Salz nicht mehr zur Magnesiumversorgung beitragen und belastet andererseits durch das nachträglich zugefügte Fluorid und Jodid die Schilddrüse, das Nerven- und Immunsystem sowie die Knochen- und Gelenkgesundheit.

Magnesiummangel durch Übersäuerung

Die Hoffnung, wir könnten mit gewöhnlicher Nahrung unseren Magnesiumbedarf decken, dürfen wir also getrost begraben. Doch es kommt noch schlimmer. Einen Großteil jener dürftigen Magnesiummengen, die unser Körper im Essen aufspürt, benötigt er – gemeinsam mit Calcium – für die alltägliche Entschärfung säurebildender Speisen.

Insbesondere industriell verarbeitete Fertigprodukte wie Fast Food, Käse, Wurst, Brot, Kekse, Süßigkeiten, Fertigsoßen, Dips, Soft Drinks etc. führen zu einer chronischen Übersäuerung der Gewebe und des Blutes.

Um die lebensbedrohenden Gefahren, die mit einem solchen Säureüberschuss verbunden sind, abzuwehren, neutralisiert unser Organismus die bei der Verstoffwechslung der genannten Nahrungsmittel entstehenden Säuren mit Hilfe basischer Mineralstoffe, genauer gesagt mit Magnesium und Calcium.

Je weniger natürlich eine Ernährungsweise also ist, um so weniger lebenswichtige Mineralien liefert sie und um so höher ist gleichzeitig der Verschleiß dieser Mineralien. Doch wenn immer mehr verbraucht wird, als hereinkommt, dann geht die Rechnung irgendwann nicht mehr auf.

Der Organismus muss die Säuren immer neutralisieren. Andernfalls stirbt er. Wenn jedoch die Mineralstoffe in der Nahrung nicht ausreichen, dann holt er sich dieselbigen eben aus den Knochen, den Zähnen, dem Bindegewebe, dem Haarboden und sämtlichen anderen körpereigenen Mineralstoffdepots.
Die Folgen sind absehbar: Sinkende Widerstandskraft, brüchige Knochen (Osteoporose), Zahnverfall (Karies), Gelenkerkrankungen, Haarausfall, Alterung etc.

Neutralisierte Säuren werden auch Schlacken genannt. Im besten Falle scheidet der Körper sie aus. Wenn unsere Ausleitungsorgane aber überlastet sind, werden sie im Bindegewebe oder in gelenknahen Geweben eingelagert. Die Auswirkungen sind langfristig äußerst unangenehm: Stoffwechselstörungen, Autoimmunerkrankungen, rheumatische Beschwerden und vieles mehr.

Insgesamt werden mindestens 150 Krankheiten mit einer chronischen Übersäuerung aufgrund von Mineralstoffmangel und ungeeigneter Ernährung in Verbindung gebracht. Mehr zu diesem Thema finden Sie unter Entsäuerung und Basische Ernährung.

Magnesiummangel durch Fluorid

Trinkwasser wird in unseren Breiten (noch) nicht – wie in manchen Regionen der USA üblich – fluoridiert. Allerdings kaufen manche Menschen absichtlich fluoridreiche Mineralwässer (achten Sie auf das Etikett: ab 0,7 Milligramm Fluorid pro Liter ist ein Mineralwasser als fluoridreich zu betrachten), fluoridiertes Speisesalz und verwenden fluoridierte Zahncreme.

Fluoride jedoch begeben sich im menschlichen Organismus regelrecht auf die Suche nach Mineralstoffen und binden sich an diese. An Fluoride gebundenes Magnesium (oder auch Calcium) ist für unseren Körper jedoch absolut nutzlos. Fluoride verstärken daher den ohnehin vorhandenen Magnesiummangel noch zusätzlich.

Magnesium ist aber für den Knochen- und Zahnaufbau unverzichtbar. Es fungiert wie eine Art Spezialkleber, der all die Calciummoleküle zusammenhält. Die Theorie, Fluoride könnten die Zähne schützen, steht also auf mehr als wackeligen Beinen.

Magnesiummangel durch Magensäuremangel und Säureblocker

Aufgrund der weit verbreiteten ungesunden Ernährungs- und Lebensweise leiden viele Menschen an einem chronischen Magensäuremangel, der sich – so kurios sich das auch anhören mag – (auch) in Sodbrennen äußern kann. Besonders ältere Menschen, aber auch Diabetiker, Asthmatiker, Rheumatiker oder Patienten mit Gallensteinen zeigen meist eine zu geringe Magensäureproduktion.

Magnesium aber kann ohne Magensäure nicht in seine ionische und damit nützliche Form umgewandelt werden. Nicht viel besser ist jener Zustand, der im Magen entsteht, wenn sog. Antazida (Säureblocker) verwendet werden, also Mittel, die einen Magensäureüberschuss beheben sollen. Sie führen oft zu einer übermäßigen Reduzierung der Magensäure und damit wiederum zu Magnesiummangel.

Magnesiummangel durch pestizidbelastete Lebensmittel

Die meisten Lebensmittel sind heutzutage mit einer reichhaltigen Auswahl der verschiedensten Agrogifte von unterschiedlicher Toxizität belastet (Fungizide, Pestizide, Herbizide). Die britische Umweltschutzorganisation Pesticide Action Network veröffentlichte unlängst eine Analyse zur Einschätzung der in der Landwirtschaft am meisten eingesetzten Chemikalien. 35 Prozent galten als krebserregend, 12 Prozent als hormonsystemirritierend und 41 Prozent als akut toxisch.

Da Magnesium tatkräftig bei sämtlichen Entgiftungsprozessen mitarbeitet, wird umso mehr Magnesium verbraucht, je mehr Chemikalien bzw. Gifte in unserem Körper vorhanden sind. Giftbelastete Lebensmittel sind am heute allgegenwärtigen Magnesiummangel also maßgeblich beteiligt.

Magnesiummangel durch Wassermangel

Magnesium ist wasserlöslich und kann nur dann vollständig absorbiert werden, wenn Sie genügend reines Quellwasser trinken.

Magnesiummangel durch Milchprodukte

Die Aufnahme von Magnesium wird durch die Anwesenheit von Milchzucker, Eiweiß sowie übermäßigen Mengen Calcium blockiert (zu „Magnesiummangel durch Eiweißüberschuss“ siehe weiter unten). Das Calcium-Magnesium-Verhältnis sollte für eine perfekte Magnesiumabsorption 2:1 betragen. Verschiebt sich das Verhältnis zugunsten von Calcium, kann das vorhandene Magnesium vom Organismus entsprechend weniger genutzt werden.

Das Calcium-Magnesium-Verhältnis in der Milch liegt bei 10:1, in Emmentaler beispielsweise bei 30:1. Milchprodukte sind daher für all jene ungeeignet, die auf eine gesunde Mineralstoffversorgung Wert legen. Osteoporose-Patienten fahren aus diesem Grunde deutlich besser, wenn sie ihren Magnesiumspiegel erhöhen und gleichzeitig Milchprodukte meiden. Siehe auch weiter unten unter „Magnesiummangel durch calciumreiche Nahrung und/oder calciumreiche Nahrungsergänzungsmittel“.

Magnesiummangel durch eine gestörte Darmflora und Pilzbefall

Unter dem Einfluss von Antibiotika und einer kohlenhydrat- bzw. zuckerreichen Ernährung wird die Darmflora schwer geschädigt und Pilze (Candida albicans) gedeihen bestens. Mehr als 180 verschiedene Toxine werden von Darmpilzen produziert. Diese Toxine hemmen die Aufnahme von Magnesium und anderen Mineralstoffen.

Lang dauernde Durchfälle oder operative Entfernung von Darmabschnitten können ebenso Magnesiummangel hervorrufen.

Magnesiummangel durch Eiweißüberschuss

Eine proteinreiche Ernährung mit viel Fleisch, Fisch, Eiern und Milch- oder Sojaprodukten mindert die Magnesiumaufnahme derart, dass bei solch einer Ernährungsweise sogar die Ernährungsfachleute eine Ergänzung der Nahrung mit täglich 300 Milligramm Magnesium empfehlen.

Magnesiummangel durch Schwarz- und Grüntee

Tannine in Schwarz- und Grüntee binden wertvolles Magnesium an sich und machen es somit wertlos für den Körper. Besonders bitter schmeckende Teesorten sollten gemieden werden, da diese einen hohen Tanningehalt aufweisen.

Magnesiummangel durch Sojaprodukte

Lediglich bei der Fermentation wird die Phytinsäuremenge in der Sojabohne reduziert, weshalb generell nur der moderate Verzehr von fermentierten Sojaprodukten wie Miso und Tempeh empfohlen wird.

Magnesiummangel durch Alkohol und Softdrinks

Der Alkohol: Schon ein Deziliter Wein eliminiert im Körper fast die Hälfte eines Gläschens Magnesiumchlorid. Ein Alkoholiker kann gar nicht soviel Magnesiumchlorid zu sich nehmen, als nötig wäre, um sich vor entarteten Zellen zu schützen.
Kohlensäurehaltige Getränke enthalten oft Phosphate, die sich mit Magnesium zu unlöslichen Komplexen verbinden. Magnesium steht daraufhin dem Körper nicht mehr zur Verfügung.

Magnesiummangel durch Rauchen

Das Rauchen: Nikotin ist ein Magnesiumkiller. Wer raucht, weiß meist nicht, was sich in seinem Körper für ein Drama abspielt.

Magnesiummangel durch Medikamente

Zu den bekanntesten Magnesium-Experten zählt Dr. Mildred Seelig, M.D. vom New York University Medical Center. In den 60er Jahren begann Dr. Seelig ihre Forscherkarriere in der Pharmaindustrie. Schon damals bemerkte sie, dass eine der häufigsten Nebenwirkungen von Medikamenten Magnesiummangel war.

Offenbar benötigt der Organismus für den Abbau der Arzneimittel große Mengen Mineralien, darunter hauptsächlich Magnesium. Das ist einerseits deshalb der Fall, weil Medikamente die Ausscheidung von Magnesium mit dem Urin fördern, andererseits auch, weil sie säurebildend wirken und Magnesium für die Neutralisierung dieser Säuren eingesetzt werden muss, um deren toxische Auswirkungen zu minimieren

Außerdem gibt es Medikamente, die nur deshalb einen scheinbar positiven Effekt zeigen, weil sie die Ausschüttung von Magnesium aus den Depots des Körpers veranlassen und dadurch kurzfristig den Magnesiumspiegel im Blut erhöhen. Langfristig bringt das natürlich mehr Schaden als Nutzen, weil jetzt die Mineralstoffdepots geplündert sind. Die folgenden Medikamente können zur Entstehung eines Magnesiummangels beitragen oder einen solchen auslösen:

  • erhöhte Ausscheidung von Magnesium über die Nieren (z.B. bei einem Hyperaldosteronismus, bei Diabetikern oder längerem Gebrauch von entwässernden Medikamenten, also Diuretika, sog. „Wassertabletten“, die oft auch gegen Bluthochdruck verschrieben werden), Missbrauch von Abführmitteln (Laxanzien)
  • Antiasthmatika aus der Gruppe der Bronchodilatatoren z. B. Theophyllin, das zur Behandlung von Asthma und chronischer Bronchitis eingesetzt wird
  • Antibabypillen
  • Insulin
  • Digitalispräparate (Herzglycoside) für die Behandlung von Herzkrankheiten
  • Antibiotika wie z. B. Tetracyline
  • Cortison
  • Abführmittel

Diese Medikamente sollten daher grundsätzlich (jedoch selbstverständlich nur in Absprache mit einem tauglichen Therapeuten) in Verbindung mit Magnesium eingenommen werden (allerdings in einem zeitlichen Abstand von 2 bis 3 Stunden). Siehe dazu weiter unten „Dosierung von Magnesium“.

Magnesiummangel durch Stress

Stress sorgt für einen überdurchschnittlich hohen Magnesiumverschleiß. Niedrige Magnesiumwerte aber führen wiederum zu einer sinkenden Stressresistenz. Ein Teufelskreis ohne Entkommen. Es sei denn, man erkennt die Ursache und tankt Magnesium.

Stress führt zum Ausstoß des Stresshormons Adrenalin. Bei unzureichender Magnesiumversorgung fällt jetzt gleichzeitig der Magnesiumspiegel. Fehlt Magnesium können sich weder die Blutgefäße noch die Muskeln entspannen. Der Blutdruck steigt, der Herzmuskel verkrampft sich, das Herz pocht wild, der Atem wird flach und der Weg zur Panikattacke ist nicht mehr weit.

Magnesiummangel durch Entzündungen, Krankheiten

Weitere Ursachen von Magnesiumverlust und dadurch höherem Bedarf sind: Krankheiten, vor allem Entzündungen; Fieber über längere Zeit.
m Alter ist der Bedarf grundsätzlich höher, weil auch die Immunabwehr größere Mengen Magnesium benötigt. Die Einnahme von Medikamenten wie Cortison oder Antibiotika und die Einnahme von Psychopharmaka. Bei jeder Diät, bei Bulimie und Operationen, vor allem solche mit Narkose. Bei einer Schwangerschaft, speziell wenn Erbrechen mit im Spiel ist. Und bei Einnahme von Hormonen aller Art. Das gilt auch für die Pille.

Magnesiummangel durch bestimmte Lebenssituationen mit erhöhtem Magnesiumbedarf

Wer krank ist, wer ein Baby erwartet oder stillt, wer in einer besonderen Stresssituation steckt, wer noch wächst oder wer in einer Erholungsphase ist, braucht besonders viel Magnesium und sollte seine Nahrung darauf abstimmen bzw. entsprechend hochwertige Nahrungsergänzungsmittel in Erwägung ziehen.

Magnesiummangel durch Sport

Eine Studie bestätigte, dass Ausdauersportler häufiger einen Magnesiummangel aufwiesen als Personen, die keinen Ausdauersport betrieben. Dieser Mangel wurde verursacht durch eine erhöhte renale Magnesiumausscheidung. Obwohl die Sportler eine erhöhte Magnesiumzufuhr durch die Nahrung zeigten, reichte die zugeführte Magnesiummenge nicht aus, den Magnesiumstatus ausgeglichen zu halten. (mehr)

Magnesiummangel durch calciumreiche Nahrung und/oder calciumreiche Nahrungsergänzungsmittel

Wer reine Calciumpräparate als Nahrungsergänzungsmittel einnimmt oder viele calciumreiche Lebensmittel isst (Milchprodukte), sorgt für eine vermehrte Ausscheidung von Magnesium mit allen Folgen eines Magnesiummangels. Calcium und Magnesium werden daher oft als regelrechte Antagonisten bezeichnet, die sich gegenseitig behindern. Das trifft jedoch nur zu, wenn das Verhältnis der beiden Mineralien nicht dem natürlichen entspricht (siehe unter „Magnesiummangel durch Milchprodukte“, weiter oben).

Calcium und Magnesium haben zwar im Körper gegensätzliche Wirkung, doch schließt das eine Kooperation ja nicht aus. Und so kann ein Magnesiummangel – trotz ausreichender Calciumversorgung – einen Calciummangel nach sich ziehen. Calcium-Mangelsymptome klingen dann erst dauerhaft ab, wenn zusätzlich oder ausschließlich Magnesium verabreicht wird. Das lässt sich ganz einfach damit erklären, dass die Aufnahme von Calcium nur in Gegenwart von Magnesium möglich ist.

Magnesium beispielsweise ist für die Umwandlung von Vitamin D in Vitamin D3 zuständig. Vitamin D3 wird zur Calcium-Aufnahme aus dem Darm benötigt. Laut Magnesium-Experte Professor Hans-Georg Classen von der Universität Stuttgart-Hohenheim ist das auch der Grund dafür, warum eine Nahrungsergänzung mit Magnesium die Osteoporose bei älteren Frauen stoppen kann.

Angesichts dieser Tatsachen ist es natürlich doppelt verwunderlich, dass es immer noch Therapeuten gibt, die auf eine reine Calciumsupplementierung oder auf milchreiche Ernährung bei Osteoporose oder anderen Mineralstoffmangelsymptomen schwören.

Magnesiummangel erkennen

Hand nach rechts Selbsttest-Fragen

Da Magnesium an zahllosen Reaktionen, Funktionen und Stoffwechselprozessen beteiligt ist, kann ein Mangel ebenso zahllose Fehlreaktionen und Fehlfunktionen verursachen und daraufhin zahllose Symptome auslösen. Diese Symptome werden selten mit einem chronischen Magnesiummangel in Verbindung gebracht. Die bekannteste Magnesiummangelerscheinung sind Muskelkrämpfe.

Wussten Sie jedoch, dass ein Mangel an Magnesium zu Angstzuständen, Depressionen und Migräne führen bzw. diese verstärken kann? Dass Magnesiummangel für Hyperaktivität, Schlaflosigkeit, ein taubes Gefühl oder Kribbeln in den Gliedmaßen und für nervöses Lidzucken verantwortlich sein kann? Dass ein niedriger Magnesiumspiegel Osteoporose verursachen und Diabetes begünstigen kann?

Hätten Sie gedacht, dass es Magnesiummangel ist, der zu kariösen Zähnen, zum Prämenstruellen Syndrom, zu Unfruchtbarkeit, Impotenz, Bluthochdruck und zu Herzrhythmusstörungen führen kann?

Wussten Sie, dass sich nach der Einnahme von Magnesium die Symptome von Fibromyalgie und dem Chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS) ganz signifikant verbessern? Oder dass Magnesium den Körper vor jenen Gefahren, die von giftigen Metallen wie Quecksilber, Blei und Cadmium ausgehen, schützen kann? Ja, dass es sogar Aluminium, welches im Verdacht steht, die Alzheimer-Krankheit auszulösen, daran hindern kann, ins Gehirn zu wandern?

Wussten Sie, dass sowohl bei der Parkinson-Krankheit als auch bei manch anderen neurologischen Erkrankungen ein erhöhter Aluminium-Pegel im Gehirn und gleichzeitig ein extremer Magnesiummangel festgestellt wurde?

Hat Ihnen außerdem schon einmal jemand gesagt, dass Calcium bei älteren Menschen die Verkalkung der Blutgefäße und Steifheit der Gelenke fördert, während Magnesium gerade das Gegenteil bewirkt? Und was halten Sie davon: Je älter Sie werden, umso weniger Magnesium kann Ihr Organismus aus der Nahrung ziehen. Wenn Sie aber für einen hohen Magnesiumspiegel sorgen, dann wendet sich das Blatt und Sie werden automatisch wieder jünger.

Magnesium is considered the “anti-stress” mineral. It is a natural tranquilizer that functions to relax skeletal muscles as well as the smooth muscles of blood vessels and the gastrointestinal tract.
Even a mild deficiency of magnesium can cause increased sensitivity to noise, nervousness, irritability, mental depression, confusion, twitching, trembling, apprehension, and insomnia. Magnesium offers a powerful way to treat depression; it helps us to better deal with stress because large amounts of magnesium are lost when a person is under stress. Anxiety and panic attacks are addressed by magnesium by keeping adrenal stress hormones under control so it really helps in dealing with stressful emergencies.

Das Risiko eines Magnesiummangels lohnt sich also kein bisschen. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten, Magnesiummangel zu beheben. Beginnen Sie noch heute mit einer Magnesium-Kur und in wenigen Wochen gehört Ihr Magnesiummangel der Vergangenheit an.

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    Bearbeitungsstand: 01.08.2017