Die Arche, Bild von Edward Hicks, 1846    

Sintflut - Die Arche Noahs

Entstehung, Größe, Material, Besatzung und Landeplatz der Arche Noah

Infos u.a. aus Jesu Offenbarungen durch Jakob Lorber (1800-64)


Inhaltsübersicht:


Wie kam es zum Bau der Arche Noahs?

   Zwanzig Jahr vor Ausbruch der Sintflut (jl.hag3.251,15) erhielt Noah die ersten Anweisungen Gottes zum Fällen von ausreichend Holz von Tannen für die Arche. Erst nach 5jähriger Lagerungszeit bekam er klare Hinweise wozu er einen 'großen Wasserkasten' (die Arche) bauen sollte (jl.hag3.251,14). Wozu dies nötig war, ergibt sich aus den Schilderungen der Verhältnisse jener Zeit im Weltreich der Hanochiten.

   über die Menschen der Zeit vor der Sintflut berichten Lorbers Offenbarungen: jl.ev06.064,04: "Diese Menschen haßten den ihnen wohlbekannten Gott und feindeten alles an, was nur von Gottes Allmacht und Weisheit herrührte. Sie verfluchten alles, was von Gott herrührte, sogar die ganze sichtbare Schöpfung, am Ende sogar die Erde, und faßten auch im Ernste den Entschluß, die ganze Erde mit ihren Sprengkörnern zu zerstören. Sie wurden von den Menschen der Höhe oft und zu verschiedenen Malen gewarnt und auch gezüchtigt für ihre Frevel.
   06] In der Zeit Noahs fingen sie aus purem Übermute an, die Berge zu zerstören, obwohl sie von den Weisen der Bergbewohner dahin gewarnt wurden, daß sich unter den Bergen die größten Wasserschleusen befänden, und daß sie, so sie in ihrer Tollkühnheit nur einen großen Berg bis auf seinen Grund abgraben und seine Masse in die Tiefe des Meeres versenken, dadurch mehrere unterirdische Wasserschleusen öffnen würden, durch die in kurzer Zeit so viel Wasser auf der Erde Oberfläche geleitet werde, daß es bis über die hohen Berge steigen werde und sie alle darin ersäuft würden. Allein, alle solche Warnungen halfen nicht nur nichts, sondern eiferten sie nur noch mehr an, an der Zerstörung der Berge mit einer kaum beschreibbaren Energie zu arbeiten.
   Nachdem sich die Menschen im Tiefland (lt. Lorbers Offenbarungen das Volk der Hanochiter = Atlanter?) immer mehr von Gott und seiner Ordnung entfernt hatte, in Abgötterei, Götzendienst und Hurerei übergegangen war und alle Warnungen durch Propheten und Gottesboten aus dem Hochland, auf dem auch Noah wohnte, keine Sinnesumkehr bewirkte, jl.hag3.251,14: "ist Gott, dem Herrn, die Geduld ausgegangen, und Er redete... mit Noah und sprach: 'Noah, ziehe mit deinen Leuten in den Wald, und laß tausend schlanke und gerade Tannenstämme fällen, und laß sie fein behauen ins Viereck, und lege die behauenen Stämme zusammen und laß sie also liegen fünf Jahre lang! Dann will Ich dir sagen, was du damit tun sollst!'
   15] Die Zimmerleute haben die Axt schon an die Wurzel gelegt! Hundert Jahre sind fruchtlos verflossen; nun sind nur noch zwanzig Jahre!
   16] Daher kehrt euch zum Herrn vollernstlich, wollt ihr dem Gerichte entgehen! Denn wie das zwanzigste Jahr, von heute an, abgelaufen sein wird, wird der Herr die Schleusen und die Fenster öffnen und wird mit großen Fluten töten alles Fleisch der Erde!

   Noah erhielt also 20 Jahre vor Flutauslösung die ersten Vorsorge-Anordnungen, ohne zunächst zu wissen, wofür er diese Tannen fällen und behauen sollte. Gott wollte "Noah den Gebrauch dieses Holzes erst kundgeben zur bestimmten Zeit." (jl.hag3.252,07)
    Daß es sich beim Arche-Bauholz um Tannenholz handelte, wird auch in der Bibel in 1. Mose.06,14 erwähnt.

   Die Hanochiter aber fuhren fort, die Berge, auf denen ihre Gegner (incl. Noah) lebten, tief zu unterminieren und sie mit Sprengstoff zu zerstören. Ihr Führer drückte sogar direkt aus, dass er aus Hass gegen Gott und seine Gebote (unter Satans Inspiration) die ganze Erde mit seinen Sprengstoffen zerstören wollte.
   Gott teilte diese Pläne seinen Getreuen mit: jl.hag3.338,14: "Nun haben sie einen Krieg sogar gegen Mich unternommen und wollen die ganze Erde mit ihren Sprengkörnern zerstören, wie sie nun auch schon einen Berg um den andern in die Luft sprengen; und das ist ihr eigenes Gericht!
   15] Siehe, unter den Bergen aber sind große Wasserbecken und enthalten über drei Millionen Kubikmeilen Wassers; dieses Wasser aber wird hervorbrechen und wird steigen über die Hochgebirge dieser Wohnbezirke und wird auch in Dünste hüllen den Erdkreis, aus denen es gewaltsam regnen wird!"
   Daher wandte sich Noah an Gott um Hilfe: jl.ev06.064,07: "Noah sah nun, daß alle Ermahnungen und Belehrungen fruchtlos seien, und bat Gott um ein Mittel zur Rettung von wenigsten einigen guten Menschen und Tieren und Lebensmitteln; denn er sah die traurigen Folgen der bös- törichten Arbeit der damaligen Weltmenschen nur zu klar ein. Da erst ward er vom Geiste Gottes dahin belehrt, sich einen Kasten zu erbauen, wozu ihm Plan und Maß von den Himmeln gegeben ward." (1. Mose.06,14-16)

Wie und aus welchem Materiel wurde die Arche gebaut?

   Nachdem klar wurde, daß keinerlei Warnung an den damaligen (Schatten)König Gurat, den eigentlichen Machthaber Fungar-Hellan und den mächtigen Intriganten Drohuit oder ans Volk irgendwelche Einsicht und Umkehr bewirkten, jl.ev06.064,07 "ward er (Noah) vom Geiste Gottes dahin belehrt, sich einen Kasten (die Arche, d. Hrsg.) zu erbauen, wozu ihm Plan und Maß von den Himmeln gegeben ward. (1. Mose.06,14-16)
    Nachdem das Archeholz aus Tannen bereits 5 Jahre behauen und gelagert war, kam von Gott die Aufforderung: jl.hag3.334,07 ff.: "Noah! Mache dir einen Kasten von dem Tannenholze, und mache Kammern darinnen, und verpiche sie mit Pech von in- und auswendig; mache den Kasten aber also: dreihundert Ellen sei die Länge; fünfzig Ellen die Breite und dreißig Ellen die Höhe. (Eine Elle war gleich einer halben Klafter.) (s. 1. Mose.06,14)
   08] Nur ein Fenster sollst du daran machen, und das oben am Dache, und das soll sein eine Elle groß (gleich in der Länge wie in der Breite, versehen mit einem das Fenster wohl verschließenden Türlein aus Brettern). (s. 1. Mose.06,16)
   09] Das Eingangstor sollst du mitten in seine (des Kastens) Seite setzen! Der Kasten selbst aber soll von unten nach oben in drei Stockwerke durch drei Böden abgeteilt sein, daß der ganze Kasten dann habe zuunterst einen, in der Mitte einen und zuoberst einen als den dritten in der Höhe für den Menschen und seine Bedürfnisse." (s. 1. Mose.06,16)

Die Arche hatte nach dem Bericht von 1. Mose.06,14 in Lorbers Offenbarungen drei Stockwerke, die wiederum in viele Kammern eingeteilt waren. Auf diese Weise konnte Noah Tiere verschiedener Art und Größe unterbringen.

   In dem interessanten Artikel 'Paßten alle Tiere in die Arche Noah?' stellten Fred Hartmann, Reinhard Junker, R. Otto Heydorn Überlegungen und Berechnungen zur Ladekapazität der Arche an. (s. http://www.evangelium.de/wissenschaft/kreation/Arche.htm)

   Die Angaben, wie groß eine Elle sein, schwanken. Legt man das kleinste Maß einer Elle (45 cm) zugrunde, so hatte die Arche eine Länge von 135 m, eine Breite von 22,5 m und eine Höhe von 13,5 m. (Zum bildhaften Vergleich: die Länge der Arche entspricht der 1,3 fachen Größe eines Fußballfeldes.)    Aufgrund ihrer Überlegungen und Berechnungen, wieviele Tiere von verschiedensten Arten und Gattungen nötig waren, um das Überleben der Grundrassen zu sichern, kamen die Autoren zum Schluß: "Angesichts der Berechnungen ergibt sich die groteske Frage, ob die Arche nicht zu klein, sondern eher zu groß war, aber man muß bedenken, daß Noah und seine Familie über ein Jahr in der Arche bleiben mußten und so gesehen die Arche auch gleichzeitig Lebensraum für Tier und Mensch war, und da brauchte man schon etwas mehr Raum als nur einen Platz zum Hinlegen."

Die Maßangaben in der Bibel und bei Jakob Lorber

   Es ist kaum möglich, den Maßangaben in der Bibel oder bei Lorber ganz exakte Größen in unserem heutigen metrischen Maße zuzuordnen.

   Wie lang war eine Elle? Nach Rieneckers "Lexikon zur Bibel" 7 gab es je nach Land und Kultur unterschiedliche Längen für eine Elle: 45 cm, 52 cm.
   Nach "Das Moderne Lexikon" (Gütersloh 1971) war eine Elle sogar bis zu 85 cm lang.

   Als Maße werden z.B. in Wikipedia genannt:

Wusste Noah, warum er mit Familie und Tieren die Arche beziehen sollte?

   Nachdem Noah der Auftrag zum Archebau von Gott gegeben worden war, wollte Noah natürlich wissen, wozu er sich diese Arbeit machen sollte und vernahm:
   (jl.hag3.334,11: 'Noah, siehe, Ich will eine mächtige Flut über die Sünde mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darinnen ein lebendiger Odem ist unter dem Himmel; und alles, was auf Erden ist, soll untergehen! (s. 1. Mose.06,17)
   12] Aber mit dir will Ich einen Bund machen! Du sollst in den Kasten gehen mit deinen Söhnen, mit deinem Weibe und mit deiner Söhne Weibern. (s. 1. Mose.06,18)
   13] Daneben aber sollst du auch allerlei Tiere tun von allem Fleische in den Kasten; von jeglichem ein Paar, je ein Männlein und je ein Fräulein, auf daß sie lebendig bleiben bei dir! (s. 1. Mose.06,19)
   14] Von den Vögeln nach ihrer Art, von dem Viehe auf der Erde nach seiner Art, und von allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art soll je ein Paar zu dir in den Kasten gehen, daß sie am Leben bleiben!
   15] Also sollst du auch allerlei Speise zu dir nehmen, die man ißt, und sollst sie bei dir sammeln im gerechten Maße, daß sie dir und den Tieren zur Nahrung diene!' (s. 1. Mose.06,19)

Wie verlief der Bau der Arche? Wer half Noah?

   Noah berichtete seinem Bruder Mahal, der aus dem Tiefland der Hanochiter zurückkam, ca. 6 Jahre vor Ausbruch der Sintflut (jl.hag3.336,06 .19), welche Zweifel er anfangs gehabt habe und wie der Bau dann verlief: jl.hag3.334,16: "Ich fiel (nach Erteilung des Auftrages zum Bau der Arche, d. Hrsg.) vor dem Herrn auf mein Angesicht nieder und weinte und flehte und redete: 'Herr, wie soll ich, ein schwacher alleiniger Mensch, dies alles verrichten? Wo werde ich alle die Tiere fangen und wo finden das rechte Futter für sie? Woher werde ich nehmen für alle die Fleischfresser das Fleisch, und woher Gras für alle die großen Grasfresser, und woher die mir unbekannte Kost für alles das Gewürm - Wann, o Herr, werde ich fertig mit dem großen Kasten?'
   17] Da sprach der Herr: 'Noah, sorge dich nicht, sondern lege nur deine Hand ans Werk, und Ich werde dir helfen, auf daß du nicht fühlen sollst die Schwere der Arbeit!'
   18] Und siehe, Bruder, da legte ich sogleich die Hand ans Werk, und es fügte sich alles wunderbar von selbst, und ich hatte mit meinen wenigen Helfern eine leichte Arbeit. Der Kasten wuchs von Tag zu Tag mächtig und ist nun bis auf das Fenstertürlein am Dache fertig!
   19] So also war der Bauplan, und so ist nun auch vollendet das Werk!«"
   Auf Wunsch seines Bruders Mahal baute Noah auch noch eine kleinere, zweite Arche für Mahal und seine Familie. Allerdings wurde diese kleinere Arche von Mahal dann doch nicht genutzt. (jl.hag3.348,05; jl.hag3.349,10 ff.)

   Ca. 6 Jahre vor Beginn der Sintflut war Noah demnach schon weitgehend mit dem Bau der Arche fertig. (jl.hag3.336,06 .19)

Wieviele und welche Tiere sollte die Arche mitnehmen?

   In 1. Mose. 06,19 f. heißt es: "Und von allem Lebendigem, von allem Fleisch, sollst du je zwei von allen in die Arche bringen, um sie mit dir am Leben zu erhalten. Je ein Männchen und ein Weibchen soll es sein. Von allen Vögeln je nach ihren Arten, von dem Vieh nach seinen Arten, von allen Kriechtieren des Bodens nach seinen Arten; zwei von allen sollen zu dir hineinkommen, um am Leben zu bleiben." (s. jl.hag3.334,11-19)    Einige Zeilen weiter heißt es dann ergänzend bzw. genauer erläuternd (1. Mose.7,2 ff.): "Von allen reinen Tieren sollst du dir nehmen je sieben, Männchen und Weibchen, und von den unreinen Tieren ein Paar, Männchen und Weibchen, auch von den Vögeln des Himmels je sieben, Männchen und Weibchen, um auf der ganzen Erde Nachwuchs am Leben zu erhalten."

   Diese scheinbar unterschiedlichen Zahlenangaben der Anzahl reiner Tiere werden bei Lorber so erklärt jl.hag3.353,05: "Der Herr aber hob den Noah von der Erde und sprach wieder zu ihm: »Noah, du denkst nach, wie es sei, daß Ich dir schon ehedem einmal befohlen habe, ohne Unterschied von allem Getiere gattungsweise nur ein Paar zu dir in die Arche zu nehmen, nun aber von den reinen Tieren sieben paarweise von jeder Gattung, also auch vom Gevögel der Luft ohne Unterschied; nur bei den unreinen Tieren habe es bei einem Paare zu verbleiben! (1. Mose.06,19)
   06] Siehe, der Grund liegt darinnen: Damals gedachte Ich im Herzen mit Meiner abgewandten Allsehe: 'Es werden ja doch die Menschen aus der Tiefe kommen und werden hier Schutz suchen!'
   07] Und siehe, Ich wollte Mich nicht fragen in Meiner Allsehe, ob die Menschen, die Ich so oft gerufen habe, das tun werden! Da Ich sie aber nun angesehen habe, da ersah Ich keinen Willen mehr, da alle ihre Geister vom Fleische und von der Welt verzehrt waren, und Ich ersah auch, daß da keiner kommen werde!
   08] Darum sollst du an die Stelle der unreinsten Menschen, die unter alles Getier hinabgesunken sind, mehr der reinen Tiere zu dir nehmen, und also auch mehr von dem Gevögel unter dem Himmel! Zudem wird dir auch das Getier auf der neuen Erde gut zustatten kommen!
   09] Verstehst du nun dieses, so gehe und handle darnach! Nimm dir aber kein künstlich Licht in den Kasten; denn Ich Selbst werde dir den Kasten erleuchten aus Mir! Amen.«
   10] Hier ging der Noah und tat alles, wie es ihm der Herr befohlen hatte; der Herr aber war mit ihm und half dem Noah alles verrichten.
   11] Als Noah alles das mit des Herrn Hilfe in der größten Ordnung verrichtet hatte, da begab er sich in die Arche in seinem sechshundertsten Altersjahre, und zwar am siebzehnten Tage des andern Monats, welcher da war nach der jetzigen Zeitrechnung der 17. Februar.

Hatten auch andere Menschen eine Rettungschance in der Arche Noahs oder in anderen Schiffen?

   Nicht nur Noah und seine Familie, auch Millionen Hanochiter hätten die Chance zur Rettung durch Schiffe gehabt!
   Es gab nicht nur 120 Jahre lang Warnungen Gottes an die sündigen Menschen, ihr Verhalten zu ändern, sondern auch bis zum letzten Tag, bevor der Regen und die Springfluten aus der Erde aufstiegen, Rettungsangebote an alle Menschen in Hanoch. Die Angebote kamen von Propheten, von Noah, von anderen Menschen und sogar von materialisierten Engeln. Gott sprach zu Mahal, dem Bruder Noahs: jl.hag3.340,10: "Damit du aber siehst, daß Ich diesen Kasten nicht nur für Noah, sondern für jedermann bereiten ließ, so sollen von der Stunde an Engel aus den Himmeln unter die Menschen gehen als Menschen und sollen sie warnen vor Sünden und sie einladen, in diesen Kasten zu gehen zur Zeit der Not!"
   Diese Engel verhießen den Hanochitern: "04: "Uns ist eine große Macht gegeben! Und so jetzt auch vom Noah nur ein großer Rettungskasten natürlichermaßen bereitet ist zur Rettung für Tausende und ihr im selben nicht Unterkunft finden dürftet, da ihr aus Millionen bestehet, so tut das aber dennoch nichts zur Sache für eure Rettung; denn in dem Falle eurer wahren Umkehr zu Gott sind wir imstande, in einem Augenblicke hunderttausend gleiche Rettungskästen zu erbauen, in denen ihr alle in eine erneute Erde hinüber ganz unversehrt und besterhalten gelangen könnet!

   Das Angebot zur Rettung kannte eigentlich nur eine sinnvolle, logistisch begründete zeitliche Grenze. Noah hatte die Weisung bekommen: (jl.hag3.347,09: "Wenn da vor dem Regen die Menschen bei dir Schutz suchen möchten, so sollst du sie aufnehmen; wenn es aber zu regnen anfangen wird, dann soll niemand mehr in die Arche gelassen werden!

   Aber keiner der Hanochiter glaubte den Warnungen und wollte auf die diversen Rettungsgebote eingehen.

Gab es überlebende auf Erden außer Noah und seiner Familie?

   Weniger starrsinnig und verstockt erwiesen sich Menschen, die ausserhalb des Machtbereiches von Hanoch (Mittelasien) wohnten. Auf die Mahnungen Gottes hin änderten sie ihren Sinn und wurden gerettet, wie Gott Noah erklärte: (jl.hag3.352,07: "Siehe, es gibt auf der Erde weit von hier entfernten Gebieten (jl.hag1.025,02) Nachkommen Kains! Diesen war eine schmutzige (getrübt, nicht unmittelbar aus Gott) Offenbarung genug, und sie leben noch in Deiner Ordnung bis zur Stunde; und die wenigen unter ihnen, die mehr oder weniger manchmal durch eine Tat ihr Gewissen beschwert haben, diese ringen jetzt in dieser allgemeinen Nacht des herangekommenen Gerichtes die Hände zu Mir und flehen Mich an um Erbarmung!
   08] Ich aber sage dir: Siehe, Ich will Mich ihrer auch erbarmen in ihrer Not; aber dieser große Erdkreis (Hanoch, Mittelasien), den da bewohnen Meine Kinder im Gemische mit den Kindern der Welt, soll nun Mein unerbittlichstes Gericht erfahren!"

   Daraus ergibt sich, daß in Ländern, Kontinenten und Inseln, die von Nachkommen der ersten Menschen besiedelt wurden und nicht unter dem Einfluß der Hanochiter verdorben worden waren, die Menschen und Tiere von der vernichtenden Flut, die schwerpunktmäßig im Umkreis von Mittelasien stattfand, nicht getötet wurden.

Was meint die Aussage, 'Gott reute es, die Menschen erschaffen zu haben'?

    In der Bibel und in Lorbers Offenbarungen heißt es: 'Es reute Gott, daß er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmert ihn in seinem Herzen.' (1. Mose.06,06 f.)

   Was mit 'es reute Gott' gemeint ist, wird in Lorbers Schriften aus Gottes Sicht etwas genauer definiert:
       "Meinst du denn, Meine Reue ist wie die eines Menschen, der da gesündigt hat? O siehe, da auch bist du in großer Irre! Meine Reue ist nur ein Schmerz in Meiner Liebe, die da zusehen muß, wie die von Mir so höchst vollkommen gestellten Menschen sich selbst richten und zugrunde verderben!
   12] Meinst du denn, Ich habe den Plan gefaßt, je einen Menschen zu richten und zugrunde zu verderben? - Siehe, Ich tue stets nur das Gegenteil!
   13] Aber um eben die Menschheit nicht zu richten in Meiner Allmacht, muß Ich es nun leider zulassen, daß sich die Menschen selbst die Schleusen der Erde gewaltsam eröffnen, aus denen mächtige Fluten hervortreten werden und werden alles ersäufen, was da atmet in diesem größten Wohnbezirke der Erde! (= der mittelasiatische Raum, d. Hrsg.)
   14] Ich sah das lange voraus; darum warnte Ich auch stets die Menschen. Aber nun haben sie einen Krieg sogar gegen Mich unternommen und wollen die ganze Erde mit ihren Sprengkörnern zerstören, wie sie nun auch schon einen Berg um den andern in die Luft sprengen; und das ist ihr eigenes Gericht!"

   Soweit Menschen sich rechtzeitig an Gott gewendet haben und um Rettung baten, hatten sie bis zur letzten Stunde eine reelle Chance dazu. Aber wer nicht rechtzeitig gerettet werden wollte, mußte entsprechend seinem verkehrten Willen die Konsequenzen tragen.

Womit haben die Hanochiter die Flut selbst ausgelöst?

   Ein Jahr vor Ausbruch der Flut sandte Gott zwölftausend materialisierte Engel zum Hanochitervolk, um letztmals zu warnen und die Umkehr- und Rettungschance zu eröffnen. Einer dieser Engel erklärte Mahal, dem Bruder Noahs genau, was geschehen werde, wenn die unterirdischen Sprengungen fortgesetzt würden: jl.hag3.342,02: "Siehe, es gilt nun den letzten, außerordentlichen Versuch, die Menschen der Erde zu retten! Gelingt dieser nicht, dann wird es der Herr auch zulassen, daß die argen Menschen in ihrer törichten Mühe ihr eigen Gericht und ihren Untergang finden sollen; und das soll dann wenigstens für ihre wieder von der Materie verschlungenen Geister eine witzigende Lehre sein, daß die Geschöpfe, denen Gott die hohe Freiheit des Lebens gegeben hat, nimmer also töricht und leichtsinnig in die große Ordnung Gottes zerstörend eingreifen sollen!
   03] Gott Selbst hat die Berge auf der Erde gesetzt und geordnet zum tausendfachen Nutzen und hat unter den Bergen gegraben große und tiefe Wasserbecken, in denen hundertmal so viel Wassers ruht, als da desselben in den Meeren der Erdoberfläche ist. Und dies unterirdische Gewässer ist gleichsam das Blut der Erde, das da seinen Umlauf hat durch die weiten Kanäle der Erde, und bewirkt zumeist nach des Herrn Ordnung die stets gleiche Bewegung der Erde und somit deren inneres organisches Leben; denn auch ein Weltkörper muß ein Leben haben, so er ein Träger und Ernährer fürs Leben sein soll.
   04] Aber so nun die Menschen sich gleich Nagewürmern angesetzt haben und bohren allenthalben tausend und tausend Klafter tief unter die Berge und zerstören dieselben und öffnen dadurch das Geäder der Erde, sage, wessen Schuld und Gericht wird das wohl sein, wenn dadurch die blinden Toren ihren Untergang finden werden?!
   05] So du aber einen Wasserschlauch voll mit Wasser irgendwo hingestellt hättest und Würmer kämen dazu und möchten ihn durchnagen, würde da nicht, wenn er durchnagt wäre, alsbald das Wasser aus den Öffnungen gewaltig zu dringen anfangen und würde ersäufen alle die schlechten Nagewürmer?!
   06] Und siehe, geradeso wird es auch hier mit den Menschen der Fall sein und durch sie mit allen Tieren und Dingen! Und siehe, das ist auch das schon von alters her geweissagte Gefäß, das da übergehen wird zum Gerichte aller Kreatur des Ortes, so dessen Maß voll wird von den Greueln der Menschen!
   07] Bleibe du aber hier, und belehre die, welche allenfalls hierherkommend Rettung suchen werden..."

   Die Hanochiter hatten bereits einen hohen technischen Kenntnisstand, besassen Sprengmittel, weitreichende Geschütze, Gewehre, sogar Flugzeuge und eine enorme Erfahrung im Minenbau. Die verkehrte, boshafte, bewußt zerstörerische Anwendung der Bergzerstörung durch ihre Unterminierung und gewaltige Sprengungen lösten die Sintflut aus.

Wie reagierten die Hanochiter auf die Warnungen vor einer alles zerstörenden Flut?

Warnungen an den damaligen König Gurat

   Noch ein Jahr vor dem Flutausbruch warnte einer der 12000 materialisierten Engel den König von Hanoch, Gurat eigens: "(: 'Ich bin ich ein Bote Gottes aus den Himmeln nun, wie alle die, welche hier sind, wie noch gar viele, die schon in der Stadt verteilt sind, zu predigen dem Volke das übernahe Gericht Gottes, also wie wir dir hier solches ebenfalls anzeigen, daß ihr nun beinahe schon rettungslos verloren seid!
   08] Denn eure Kriege wider die Hochlandsvölker haben euch den unfehlbaren Untergang bereitet; denn da habt ihr durch eure Wissenschaft und Kenntnis ein Mittel in Anwendung gebracht, durch das ihr nun Berge wie Schermäusehäuflein vom Grunde aus zerstört, ohne zu wissen, was da unter den Bergen in der Erde sich befindet!
   09] Siehe, die Berge sind Deckel von großen unterirdischen Gewässern und sind daher zumeist aus harten Steinen gefügt nach der Ordnung Gottes, daß ihnen das unterirdische Gewässer nichts anhaben kann!
   10] Nun, so ihr aber diese mächtigen Schutzwehren gegen die unterirdischen Gewässer zerstört, werden da nicht die Wässer gar gewaltig auf die Oberfläche der Erde zu dringen anfangen und werden da steigen über die höchsten Gebirge und werden euch alle ersäufen?!"

   Selbst die ersten erkennbaren Anzeichen, daß Wasser aus dem Untergrund bereits so stark hochdrückte, daß bereits ein neuer See in Hanochs Nähe gebildet wurde, genügten dem damaligen Hanochiter-König Gurat als Warnzeichen nicht: 11] "Zwanzig gar starke neue Ströme haben schon angefangen, hundertzwanzig Meilen von hier das Flachland in einen See zu verwandeln, und heute werden wieder fünf dazukommen, und so alle Wochen etliche! - Sage, was wird da in der Kürze euer Los sein?«
   12] Hier machte Gurat große Augen und erschrak gewaltigst und konnte nicht reden; (der Engel) Waltar aber behieß ihn alsbald, auf die Höhe zu fliehen, allda er noch Rettung finden könne, so er solches tun wolle."
   Wie verblendet der König Gurat darauf reagierte, zeigt seine Antwort: (: "Glauben werde ich eurer Aussage eher nicht, als bis die Großebenen um Hanoch werden mit Kähnen befahren werden! Sodann werde ich eurem Rate folgen!" - Aber noch nicht einmal dann tat er es, als es soweit war!

Warnungen an den Oberpriester Fungar-Hellan

   Die gleiche Uneinsichtigkeit und zerstörungswillige Bosheit legte der damalige eigentliche Machthaber Oberpriester Fungar-Hellan, der die Sprengungen leitete, an den Tag. Als er von materialisierten Engeln vor weiteren Sprengungen unter den Bergen gewarnt wurde, bedrohte er sie und sprach: : "Noah wohnt mir zu hoch; daher werde ich im nächsten Jahre auch seine Berge etwas niedriger machen und werde mir dann den Rettungskasten ansehen!"
   09] Die Engel aber redeten dann nicht mehr mit ihm; denn der war schon rein böse und völlig wider Gott.
   10] Von da gingen die Engel zu allem Landvolke und predigten ihm; aber sie fanden trotz mehrerer Wunderwerke kein Gehör und keinen Glauben. Daher standen sie auch von dem Predigen bald ab und machten sich an die Zusammenbringung der Tiere."
   Die Herrscher Hanochs waren also genau wie ihr Volk blind und verstockt gegenüber allen Warnungen. Alle Schilderungen, was die ständigen Bergskarpierungen und Sprengungen unter den Bergen bewirken würden, konnten sie nicht zur Einsicht bringen.

Wann und von wem wurden die Tiere zur Arche getrieben und gefüttert?

   Kritiker und Spötter argumentieren gerne, daß der Archebericht nur eine Mythe oder Sage sein könne, weil es unmöglich gewesen wäre, so viele (teils wilde) Tiere überhaupt zusammenzubringen und dann 'ein Jahr und 10 Tage' in einer verschlossenen Arche mit Nahrung zu versorgen.

   Daß hierbei übernatürliche Hilfe eine Rolle gespielt haben könnte, kommt Agnostikern oder Atheisten, die selbst noch keine Wunder oder Engelshilfe erlebt haben, natürlich nicht in den Sinn und übersteigt ihren Horizont. Genau derartige Hilfe löst aber dieses Rätsel, wie die Tiere zur Arche gebracht und verpflegt werden konnten.

   jl.hag3.345,01: "Daß diese außerordentlichen zwölftausend Boten (materialisierte Engel, d. Hrsg.) aus den Himmeln die Tiere gar leicht zusammenbrachten, und also auch ihr Futter, das versteht sich von selbst.
   02] Es wird aber hier darum eben dieses Aktes näher kritisch erwähnt, auf daß mit der Zeit die Krittler nicht mehr fragen sollen, wie Noah die Tiere zusammengebracht habe und wie gefüttert diese ungeheure Menagerie.
   03] Denn so es Mir, dem Herrn, allezeit gar wohl möglich ist, die allergrößte Weltmenagerie Tag für Tag zu erhalten, so wird es Mir etwa wohl auch damals möglich gewesen sein, die Menagerie Noahs in der Arche ungefähr ein halbes Jahr lang zu erhalten!
   04] Daß in selber Zeit für den frommen Noah und noch für viele andere Menschen Meine Engel sichtbar den Erhaltungsdienst verrichteten, das macht keinen Unterschied vor der gewöhnlichen Alletagserhaltung Meiner Geschöpfe; denn das ist ja immer ein gleiches Geschäft der Engel aus Mir, und die Sichtbarkeit bildet da gar keinen Unterschied.
   06] Wenn man aber sagen möchte: »Wie haben es denn hernach zu Noahs Zeiten auch sogar die rein bösen Menschen sehen können, wie da die Engel die Tiere führten und ihr Futter nachtrugen in großer Masse?«
   07] Da sage Ich: Das tut Meine Barmherzigkeit allezeit vor einem allgemeinen Übel der Welt, welches sich allezeit die dummen Menschen selbst bereiten infolge ihrer großen Unkenntnis in allen Dingen der Welt! Bei und vor jedem Unglücke werden die Menschen allzeit durch außerordentliche Vorerscheinungen gemahnt, den Ort zu verlassen und sich traulich unter Meinen Schutz zu begeben, wo ihnen gewiß nichts von einem Leide zustoßen würde; allein da sind die Menschen als beati possidentes (glückliche Besitzer) stets taub und blind und sind oft dümmer als die Tiere und lassen eher alles Ungemach über sich kommen, als daß sie der Zeichen achteten und sich alsbald begäben in Meinen Schutz!
   08] Lasse Ich aber schon bei kleinen örtlichen Übeln außergewöhnliche Zeichen vorangehen, um wieviel mehr werde Ich solches tun bei einem so großen und allgemeinen Weltübel, wie das zu Noahs Zeiten es war! Also entschuldigt die Sündflut doch wohl sicher die vorhergehende sichtbare Tätigkeit der Engel aus den Himmeln!
   09] Es ist zwar freilich wohl eine solche Erscheinung auch ein Gericht für die Menschen; aber so man nichts als zwei Übel vor sich hat und eines ergreifen muß, da ergreift man doch zu erst das kleinere, um dadurch möglicherweise das große zu verhüten, - allwann sich dann sicher auch eine kleine Wunde eher wird heilen lassen als eine große! Ist aber die Ergreifung des kleinen Übels kein Schutz mehr, dann freilich muß von selbst das große Übel folgen, in dem das Böse dann sein Ende finden muß."

Wie reagierte die Bevölkerung, als die Tiere zur Arche getrieben wurden?

   Um den Hanochitern einen weiteren, unübersehbaren Denkanstoß zu geben, wurden auch die vielen, teils wilden Tiere nicht still-heimlich, sondern demonstrativ und in auffallender Art zusammengetrieben.

   (jl.hag3.346,01: "Als die außerordentlichen (Engels)Boten nach einem Verlaufe von vier Jahren mit den gesammelten Tieren in Hanoch ankamen, da machte das ein großes Aufsehen, indem diese Boten die (wilden) Tiere frei und nicht in Käfigen führten, wie es sonst gewöhnlich auch schon in jener Zeit gebräuchlich war; und ganz besonders zog das die Aufmerksamkeit und die Bewunderung der Hanocher auf sich, wie da beinahe eine unzählbare Tiermenge von aller Art, Gestalt, Größe und Beschaffenheit miteinander in der friedlichsten Ordnung wandelte gleich Lämmern.
   02] Die Boten durchzogen also alle Gassen und Straßen und riefen allen Menschen zu: »Noch ist euch eine kurze Zeit beschieden; bekehret euch zu Gott dem Herrn, und ziehet vertrauensvoll mit uns hinauf auf die Höhe Noahs, und ihr sollet alle gerettet sein, soviel da auch eurer sein möchten!
   03] Denn sehet, wir sind nicht Menschen gleich euch, was euch der gleiche Gehorsam dieser Tiere zeigt, die gar verschiedenartig in ihrer Natur sind, uns aber dennoch allsämtlich also gehorchen, als wären sie lauter Lämmer, während ihr darunter doch sicher vom Elefanten bis zur Haselmaus die allergrimmigsten und reißendsten Tiere ersehet!
   04] Uns ist also eine große Macht gegeben! Und so jetzt auch vom Noah nur ein großer Rettungskasten natürlichermaßen bereitet ist zur Rettung für Tausende und ihr im selben nicht Unterkunft finden dürftet, da ihr aus Millionen bestehet, so tut das aber dennoch nichts zur Sache für eure Rettung; denn in dem Falle eurer wahren Umkehr zu Gott sind wir imstande, in einem Augenblicke hunderttausend gleiche Rettungskästen zu erbauen, in denen ihr alle in eine erneute Erde hinüber ganz unversehrt und besterhalten gelangen könnet!"

   Auf die schon ganz nahe bevorstehende Flutkatastrophe wurde auch das Volk Hanochs noch ein Jahr vor der Flut eigens durch materialisierte Engel, die alle Tiere zusammenholten und durch Hanoch trieben, hingewiesen:
   05] "Höret! Dies ist der letzte Ruf Gottes, der zu euren Ohren dringt! Verlaßt alles, und folget ihm; denn von jetzt an in einem Jahre werden alle diese eure Wohnorte und Ländereien dreitausend Klafter tief unter Wasser und Schlamm stehen!«
   06] Dieser Ruf aber war dennoch von keiner Wirkung; man lachte nur über diese vermeinten Zauberer und Tierbändiger und ließ sie übrigens ganz unbeirrt ziehen und schreien.
   07] Also kamen sie (materialisierte Engel, d. Hrsg.) auch wieder zum Könige und luden ihn ein, ihnen zu folgen.
   08] Er aber gab ihnen gar keine Antwort, sondern ließ sie ganz unverrichteterdinge wieder abziehen also, wie sie gekommen waren.
   09] Und die Boten zogen ganz betrübt aus der Stadt und begaben sich auf die Höhe mit den gesammelten Tieren."

Wie wurden die Tiere vor und während der Flut mit Futter und Wasser versorgt?

   Wie oben schon erklärt, übernahmen Engel sowohl die Beschaffung des materiellen Tierfutters, als auch die Materialisierung von weiterem Futter, nachdem die Vorräte aufgebraucht worden waren. Dazu berichten Lorbers Offenbarungen:
   (jl.hag3.347,01: "Als diese außerordentlichen (Engels)Boten auf der Höhe beim Noah anlangten mit den gesammelten Tieren, da kamen ihnen alsbald der Noah und sein Bruder Mahal entgegen, und beide konnten nicht genug erstaunen über die große Menge der Tiere und über ihre sehr verschiedenen Formen und unter schiedlichen Benehmungsweisen.
   02] Die Engel aber sprachen zum Noah: Mache auf die Tür in die Arche, auf daß wir die Tiere hineintun in die für sie bestimmten Zellen; ihr Futter aber wollen wir in ihre Zellen legen, und sie werden davon nach ihrem inneren Triebe täglich so viel verzehren, als zu ihrer Erhaltung vonnöten sein wird!
   03] Du hast demnach für nichts als fürs Wasser zu sorgen, was dir aber ein leichtes sein wird. Siehe, da der Kasten bis über seine halbe Höhe im Wasser sein wird, so bohre im mittleren Stockwerke ein Loch, und setze von innen eine Pipe (Faßhahn) an! Wenn du die Pipe öffnen wirst, da wirst du sogleich so viel Wasser bekommen, als du dessen vonnöten haben wirst.
   04] Solange aber der Herr noch nicht regnen wird lassen, so lange auch laß die Arche offen und die Tiere aus- und eingehen und sich suchen ihren Trank und auch ihre frische Kost; doch mußt du die Zellen also bezeichnen und darfst die Tiere nicht anders einordnen, als wie wir sie jetzt eingeordnet haben!"

   Die Tiere hatten demzufolge eine nahezu einjährige Eingewöhnungszeit, in der sie sich mit der Arche und ihren Bewohnern vertraut machen konnten.

   Bezüglich der nötigen Futtervorräte und der für jedes Tier geeigneten Nahrung und der Entfernung des Tierkotes aus den Zellen sorgten Engel: 05] "Du sollst dich aber auch nicht um die Einordnung weiter kümmern; denn darum legten wir für ein jedes Tier das bestimmte Futter in seine Zelle, und es wird ein jedes Tier darnach seine Zelle erkennen!
   06] Also sorge dich auch nicht um die Reinigung der Zellen; denn diese werden schon gereinigt werden ohne deine Mühe!
   07] Also (desgleichen) laß auch das Fenster am Dache nun stets offen, auf daß durch dasselbe die Vögel werden einziehen können! Was ihr Futter betrifft, dafür werden schon wir sorgen; nur fürs Wasser wirst du mit den Deinen zu sorgen haben!
   08] Der Herr Selbst aber wird es dir anzeigen, wann du die Arche zu schließen und dann die Tür fest zu verpichen haben wirst!
   09] Wenn da vor dem Regen die Menschen bei dir Schutz suchen möchten, so sollst du sie aufnehmen; wenn es aber zu regnen anfangen wird, dann soll niemand mehr in die Arche gelassen werden!
   10] Nun weißt du alles; der Herr sei mit dir! Amen.«
   11] Darauf verschwanden die Engel, und Noah ging mit all den Seinen und lobte und pries Gott."

   Wem Engelshilfe in jener Bedrängniszeit für wenig plausibel erscheinen, kann aus zahlreichen Beispielen aus heutiger Zeit erkennen, daß die geistigen Helfer in jeder Zeit aktiv sind.

Was geschah unmittelbar vor dem Flutausbruch?

   Selbst noch in den wenigen Tagen, in denen sich für alle Hanochiter erkennbar bedrohliche dichte Dampfwolken aus der Erde ausbreiteten und sich in der Luft als schwarzen Wolken kondensierten und kein Sonnenlicht mehr zuließen, eröffnete Gott noch Rettungsmöglichkeiten für Umkehrwillige. Dazu wandte er verschiedene auffallende Ereignisse in Hanoch an - alles war aber vergebliche Liebesmühe.

   (jl.hag3.352,01: "Also aber war es, als der Herr den Noah behieß in die Arche zu gehen:
   02] Als der Himmel sich gar mächtig zu trüben und das Gewölk die nächsten Bergspitzen in eine dichte Nacht zu hüllen begann und die Tiefe über unabsehbare Fernen hin dampfte gleich einer brennenden Stadt, da kam der Herr zu Noah wie voll Wehmut und Trauer und sagte zu ihm:
   03] »Noah, fürchte dich nicht; denn siehe, Ich, der Herr aller Kreatur und aller Dinge, bin bei dir, um dich zu schützen und zu schirmen vor jeglichem Ungemache, das Ich nun über die Welt werde kommen lassen darum, weil es die arg gewordenen Menschen also haben wollten!
   04] Siehe, siehe, wie traurig es nun aussieht auf dieser alten Erde! Der Menschen Kunst (Sprengmittel, d. Hrsg.) hat ohne ihr Wissen und Wollen die argen gefangenen Urgeister dieser Erde vor der Zeit frei gemacht, wodurch ohne ein Gericht alle Himmel gefährdet würden. Daher ist nun der Raum von der Erde bis zum Monde mit solchen Geistern angefüllt. Und würde nicht durch ein örtliches Glühen der Wolken, in denen die frei gewordenen argen Geister nun wüten und toben, eine Helle auf den Erdboden kommen, so wäre hier eine solche Nacht, in der alles Leben ersticken müßte; denn der Sonne Licht vermag nimmer durch solche Massen von Wolken und Dünsten zu dringen!
   05] Aber die Menschen der Tiefe haben keine Furcht! Sie beleuchten ihre Städte mit Fackeln und großen Öllampen und sind lustig dabei; sie freien noch und lassen sich freien und halten Gastmähler, Spiel und Tanz, während Ich, ihr Schöpfer, um sie traure und ihnen nicht helfen kann, um sie nicht zu vernichten in ihrem Geiste auf ewig! (s. Mt.24,38)
   06] O du Mein Noah, das ist ein harter Stand für einen Vater, der Seine Kinder vor dem Abgrunde sieht und ihnen nicht helfen kann und darf außer durch eine neue schroffste Gefangennehmung, welche da ist das bevorstehende nunmehr unausweichliche Gericht! - Was soll Ich dazu sagen?
   09] Bevor Ich aber noch die Wasser aus den Wolken zur Erde fallen lasse, will Ich noch sieben Tage lang in der Tiefe die Menschen durch allerlei Erscheinungen schrecken und wo möglich sie dadurch nötigen, sich hierher zur Flucht zu begeben!
   10] Sieben Tage wollen wir also noch harren hier in dieser Nacht, und Ich will eine schwache Helle ziehen von hier bis Hanoch und weiter noch, auf daß niemand den Weg hierher verfehlen solle, der sich noch retten will; und so jemand hierher kommen sollte, und wäre es Fungar-Hellan selbst, so soll er in die Arche aufgenommen werden!«
   11] Nach dieser Rede ward es dämmerlich helle von der Höhe bis gen Hanoch und weiter; und der Herr öffnete dem Noah die geistige Sehe, daß er zugleich mit dem Herrn in alle Tiefen schauen konnte; aber man ersah niemanden zur Stadt hinausziehen.
   12] Es geschahen gewaltige Rufe wie Donner; aber niemand kehrte sich daran. Es brachen in Hanoch Feuer aus und setzten viele in große Angst und Schrecken; aber dennoch wollte niemand aus der Stadt ziehen. Es brachen unterirdische Wasser aus und setzten Hanochs Plätze und Gassen mannstief unter Wasser; da flohen die Ärmeren wohl auf die naheliegenden Hügel, aber die Reichen nahmen Boote und Kähne und fuhren jubelnd über Plätze und Gassen, und niemand begab sich mehr auf die Höhe.
   13] Und solche Kalamitäten dauerten sieben Tage in der Tiefe; und dennoch kehrte sich niemand daran.
   14] Da brach dem Herrn die Geduld, und Er führte den Noah zur Arche."

Warum wurden mehr reine Tiere mitgenommen, als ursprünglich geplant war?

   Nachdem Gott den völlig verstockten Hanochiten noch eine allerletzte Chance geboten hatte, sich zur Arche zu begeben, und keiner sie nutzte, sollte Noah innerhalb der nächsten 7 Tage alle Tiere in die Arche bringen und sie danach schliessen. Weil keine weiteren Menschen die Arche zur Rettung nutzen wollten, konnte nun reservierter Raum für mehr reine Tiere genutzt werden, als es ursprünglich vorgesehen war.
   jl.hag3.353,01: "Als aber Noah mit dem Herrn bei der Arche anlangte, da sprach der Herr zu ihm: »Noah, gehe nun in den Kasten mit deinem ganzen Hause; denn Ich habe nun in dieser Zeit dich allein gerecht gefunden vor Mir!
   02] Nimm aber vom reinen Viehe je sieben Stücke und vom unreinen Getiere nur je ein Paar; aber überall ein Männlein und ein Fräulein, - desgleichen auch von den Vögeln unter dem Himmel je sieben und sieben das Männlein und sein Fräulein, auf daß der Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden!
   03] Denn nach sieben Tagen, von diesem Augenblicke angefangen, will Ich regnen lassen vierzig Tage und vierzig Nächte und vertilgen alles auf diesem Erdkreise, was da ein lebendiges Wesen hat, das Ich geschaffen habe!«
   04] Noah fiel hier vor dem Herrn nieder und betete Ihn an ob der großen Gnade, die ihm der Herr erwiesen hatte.
   05] Der Herr aber hob den Noah von der Erde und sprach wieder zu ihm: »Noah, du denkst nach, wie es sei, daß Ich dir schon ehedem einmal befohlen habe, ohne Unterschied von allem Getiere gattungsweise nur ein Paar zu dir in die Arche zu nehmen, nun aber von den reinen Tieren sieben paarweise von jeder Gattung, also auch vom Gevögel der Luft ohne Unterschied; nur bei den unreinen Tieren habe es bei einem Paare zu verbleiben!
   06] Siehe, der Grund liegt darinnen: Damals gedachte Ich im Herzen mit Meiner abgewandten Allsehe: 'Es werden ja doch die Menschen aus der Tiefe kommen und werden hier Schutz suchen!'
   07] Und siehe, Ich wollte Mich nicht fragen in Meiner Allsehe, ob die Menschen, die Ich so oft gerufen habe, das tun werden! Da Ich sie aber nun angesehen habe, da ersah Ich keinen Willen mehr, da alle ihre Geister vom Fleische und von der Welt verzehrt waren, und Ich ersah auch, daß da keiner kommen werde!
   08] Darum sollst du an die Stelle der unreinsten Menschen, die unter alles Getier hinabgesunken sind, mehr der reinen Tiere zu dir nehmen, und also auch mehr von dem Gevögel unter dem Himmel! Zudem wird dir auch das Getier auf der neuen Erde gut zustatten kommen!
   09] Verstehst du nun dieses, so gehe und handle darnach! Nimm dir aber kein künstlich Licht in den Kasten; denn Ich Selbst werde dir den Kasten erleuchten aus Mir! Amen.«
   10] Hier ging der Noah und tat alles, wie es ihm der Herr befohlen hatte; der Herr aber war mit ihm und half dem Noah alles verrichten."

Wie begann der Flutausbruch?

   Am 17. Februar wurde die Arche verschlossen und die Fluten aus der Erde und von oben begannen.
   jl.hag3.353,11: "Als Noah alles das mit des Herrn Hilfe in der größten Ordnung verrichtet hatte, da begab er sich in die Arche in seinem sechshundertsten Altersjahre, (s.1. Mose.07,06) und zwar am siebzehnten Tage des andern Monats, welcher da war nach der jetzigen Zeitrechnung der 17. Februar.
   12] Als der Noah also mit all den Seinen in der Arche sich befand und mit allem dem anbefohlenen Getiere, da nahm der Herr Selbst das große Tor der Arche und schloß dasselbe mit eigener Hand und segnete dadurch den Kasten; und also ward Noah nun gesichert, und der Herr Selbst bewachte den Kasten.
   13] Als aber also der Noah gesichert war, da hob der Herr Seine allmächtige Hand auf und gebot den Wolken, den Regen in den mächtigsten Strömen von sich zu lassen auf die Erde, und also auch den mächtigen Brunnen in der Erde, daß sie ihre Gewässer herauftrieben auf der Erde Oberfläche. Da brachen auf die Brunnen in der großen Tiefe und taten sich auf die Schleusen der Himmel. (s.1. Mose.07,11)
   14] Da waren zahllose gar mächtige Springquellen auf dem Boden der Erde und trieben ihr Gewässer bis zu den Wolken, und von den Wolken fiel der Regen wie Wasserfälle von hohen Schneegebirgen, wodurch das Wasser über dem Erdboden so schnell wuchs, daß die Menschen nicht schnell genug auf die Berge sich flüchten konnten; und die da noch flohen auf die Berge, wurden von mächtig über Felsen herabstürzenden Fluten wieder zurückgerissen und ersäuft.
   15] Nur gar wenigen gelang es mit der Verzweiflung Kraft, die Höhe Noahs zu erreichen. Als sie da ersahen unter beständigem Blitzen diesen mächtigen Rettungskasten, da schrien sie um Hilfe und Rettung; aber des Herrn Macht trieb sie von dannen, und sie eilten den höchsten Bergspitzen zu und klommen mit blutenden Händen hinauf. Aber Blitze rissen sie von den Wänden und stürzten sie hinab in die mächtig wachsenden Fluten."

   Wie rasch und mächtig die Fluten stiegen, läßt sich daran erkennen, wie rasch das Wasser aus der Ebene auf die Berge zu Noahs Arche hochstieg: innerhalb von 7 Tagen! (jl.hag3.357,01)

Welches Ende nahmen die Hauptverursacher der Sintflut?

   Die drei Hauptverantwortlichen für die Sintflut, König Gurat, Oberpriester Fungar-Hellan und Feldherr Drohuit flohen vor den rapide ansteigenden Flut auf die Höhe in eine Höhle. Dort erschien ihnen Gott sichtbar und erklärte ihnen nochmals, wodurch sie diese weiträumige Katastrophe selbst ausgelöst haben und nun die älteste Zivilisation, das beinahe 2000 Jahre alte Hanochiterreich (= Atlantis?) vernichten würden:
   : "Ich habe bis jetzt bei zweitausend Jahre (Zeitraum seit der Hanochiter-Reichsgründung durch Hanoch, einen Sohn des Kain, d. Hrsg.) lang Meine Kinder gerufen, gelehrt und gewarnt; aber sie wollten sich solche Meine liebgerechte Warnung nimmer gefallen lassen, sondern legten ihr Ohr und Herz nur an den alten Lügenmund des Satans, und dieser hat ihnen die Wege zum Verderben gezeigt. Und sie wandelten so lange unermüdet auf diesen Wegen, bis sie sich darauf das erbeuteten, was nun über sie und über diesen ganzen Erdkreis (Mittelasien, d. Hrsg.) gekommen!
   07] Nicht Ich rief dieses Gericht über die Erde und bin nicht dessen Schöpfer, - sondern hier diese drei sind es! Diese wollten die Erde zerstören, und da ist nun ihr Werk vor ihren Augen!
   08] Diese haben tollkühn aus Zorn gegen Mich, ihren Schöpfer, in die Erde gestochen (weiträumige Unterminierung der Berge und mächtige Sprengungen, d. Hrsg.), und der Satan führte sie geraden Weges auf jene Punkte der Erde, wo ihre Pulse am seichtesten liegen. Da rissen sie mit ihrer (Steine auflösenden, d. Hrsg.) Beize und mit ihren (Spreng-)Körnern aus der Hölle die feste Haut von den Adern der Erde, und die mächtigsten Dämpfe und Ströme fingen an emporzubrechen, genötigt von der Schwere der Oberhaut der Erde (Die von ihnen 30 Jahre lang an den Ausläufern abgeschnittenen Berge sackten in die Tiefe, d. Hrsg). Und diese alles verheerende und tötende Flut über diesen ihren Erdkreis ist nun die Frucht ihres Eifers für die Hölle!«"

   Der Hinweis darauf, daß die Hanochiter mit ihrer verbrecherischen Umweltzerstörung den Plänen Satans zur Vernichtung der ganzen Erde dienten, erfolgt in Lorbers Werken mehrmals.

   Weiter heißt es: 09] "Bei diesen Worten fingen die drei gegewaltig an zu beben; denn sie merkten es wohl, daß ihr Frevel Millionen (das Hanochiterreich soll über 500 Millionen Menschen vor dem Flutausbruch beherrscht haben! lt. jl.hag3.253,12) den Tod gebracht habe, und wie sie die fast alleinigen Schuldträger dieses Gerichtes wären.
   10] Der Herr aber berief hier den Satan; und als dieser, vom Grimme entbrannt im Augenblicke dastand, da sprach der Herr zu ihm: »Elender Versucher Meiner Langmut, Liebe und Geduld! Siehe, hier stehen deine drei getreuesten Knechte; sie haben deinen Plan meisterhaft vollbracht! Welchen Lohn wirst du ihnen darum nun geben?«
   11] Und der Satan sprach: »Hatten sie nicht auf der Erde alles, wonach ihr Herz dürstete?! Welchen Lohn sollen sie dann fürder noch haben wollen?! Der Tod sei ihr Los!«
   12] Hier sprach der Herr: »Habt ihr es nun vernommen, wie euer Meister seine Knechte lohnt? Seid ihr zufrieden damit?«
   13] Hier fingen die drei zu heulen an vor Furcht und Angst und baten den Herrn um Hilfe.
   14] Der Herr aber sprach: »Das tut nun die Angst in euch, und ihr habt keine Reue! Daher weicht von Mir Satans Diener, und büßet mit ihm in seinem Feuer euren Frevel!«
   15] Hier fuhr ein mächtiger Blitz durch die Grotte und tötete die drei, und des Herrn Macht trieb dann die vier Geister zur Hölle."

Wie rasch und wie hoch stieg die Flut?

   Aus verschiedenen Hinweisen wird ersichtlich, daß das Wasser durch die hunderttausende von mächtigsten Springquellen und die ununterbrochenen Regensturzfluten so schnell anstieg, dass man es kaum fassen kann.

   jl.hag3.357,01: "Das Wasser stieg mit solcher Raschheit, daß es in der Zeit von sieben Tagen nämlich schon die Stelle erreicht hatte, wo ... die Arche stand...
nbsp;  05] Das Wasser aber stieg auf der Erde so sehr, daß es am siebenten Tage... schon den Kasten hob und ihn zu tragen anfing... (Noah war ein Hochlandbewohner, d.h. seine Umgebung und die Arche lag hunderte Meter höher als die Tiefebene von Hanoch, d. Hrsg.)
   06] Um sieben Tage später überflutete das Wasser schon die höchsten Berge dieses Erdkreises bis zum allerhöchsten Himalajagebirge, das da das Land der Sihiniten (Chinesen, d. Hrsg.) von dem ganzen anderen Asien trennte.
   07] Und dieses Gebirge (Himalaya, d. Hrsg.) allein ragte fünfzehn Ellen aus dem höchsten Wasserstande empor; alle anderen höchsten Berge aber waren wenigstens so tief unter dem Wasser. Natürlich waren nach dem verschiedenen Höhenverhältnisse manche niedere Berge wohl auch mehrere Hunderte von Klaftern unter dem Wasser."
   Die Angaben über die 'Berge' und ihre Überflutung sind nach Lorbers Angaben eher symbolisch als zahlenmässig zu interpretieren. (s. jl.hag3.358,09: 09] Wenn es aber in der Schrift auch heißt: »Über alle Berge der Erde, und außer, was die Arche trug, blieb nichts Lebendiges auf dem Erdboden!", - so muß das nicht wörtlich auf die Naturerde selbst bezogen werden; denn unter ,Berge' wird nur der Hochmut und die Herrschsucht verstanden von Seite der Menschen. Und daß auf der Erde kein Leben übrigblieb, außer in der Arche, besagt, daß Noah allein ein geistiges Leben in Gott und aus Gott getreuest behielt.
   10] Wer das wohl beachtet, der wird es wohl einsehen, daß die Flut Noahs wohl eine großörtliche, aber deswegen dennoch keine völlig allgemeine war, und das darum, weil nur in Mittelasien die Menschen durch Tollkühnheit dazu selbst die Hauptveranlassung waren, was in den anderen Weltteilen nicht der traurige Fall war."

Wie konnte der Fluthöchststand 150 Tage andauern?

   Wie die Flut so rasch steigen und 150 Tage einen Maximalwasserstand über höchsten Bergen beibehalten haben soll, war bislang absolut unerklärlich. Lorbers Offenbarungen berichten hierzu in völliger übereinstimmung mit der Bibel:

   jl.hag3.360,02: "Die gleich hohe, also höchste Flut dauerte einhundertfünfzig volle Tage. (1. Mose.07,24)
   03] Wie war denn das möglich, da es der ersten Angabe nach nur vierzig Tage geregnet hatte? (1. Mose.07,17)
   04] Der Stromregen hatte nach vierzig Tagen wohl aufgehört, aber der stets mächtiger werdende (Wasserstrom, d. Hrsg.) von unten herauf dauerte einhundertfünfzig Tage und erhielt die fortwährende gleiche Wasserhöhe. (1. Mose.07,24)
   05] Erst am hundertfünfzigsten Tage wandte der Herr wieder Sein Gesicht zur Erde, und die Brunnen der Tiefe wurden verstopft und die Wasserschläuche des Äthers vollkommen zugebunden; denn bis zum hundertfünfzigsten Tage hatte es immer ortsweise geregnet, wie nun bei Ungewittern ein Platzregen fällt auf die Erde." (1. Mose.08,02)
   06] Nach dieser Zeit erst fing das Wasser an sich zu verlaufen." (1. Mose.08,03)

Wann und wo fand die Arche wieder Grund? Wie rasch sank der Wasserpegel?

   Dazu berichten Lorbers Offenbarungen:
   jl.hag3.360,06: "Am siebzehnten Tage des siebenten Monats (17. Juli) fand die Arche Grund und saß auf der sehr geräumigen Spitze des Berges Ararat nieder... durch die Kraft des Herrn dahin geleitet. (1. Mose.08,04)
   07] Das Wasser aber nahm dann sichtlich ab bis auf den zehnten Monat (Oktober), und aller Berge Wesen, selbst der kaum siebzig Klafter hohen, war von der Zeit an außer Wasser, das nunmehr nur noch die Täler und niedereren Hügel bedeckte. (1. Mose.08,05)
   08] Um vierzig Tage später, also am 10. November, öffnete Noah zum ersten Male das Fenster am Dache der Arche und ließ einen Raben ausfliegen. Dieser fand aber schon sein Land, flog von einem Orte zum andern und kam nicht wieder in die Arche zurück. (1. Mose.08,07)
   09] Da aber der Rabe nicht wiederkam, da ließ Noah alsbald eine Taube ausfliegen, auf daß er erführe, ob das Wasser auf der Erde gefallen sei.
   10] Die Taube aber, da noch alles kahl und feucht war und in den Tälern noch gewaltige Wasserströme abfließend tobten und sie für ihren Fuß keinen Platz fand, kam wieder zurück und setzte sich auf die durchs Fenster ausgestreckte Hand Noahs, und dieser nahm sie wieder in den Kasten. (1. Mose.08,08)
   11] Von da harrte Noah noch sieben Tage und ließ am achten Tage wieder eine Taube ausfliegen; diese kam erst am Abende zurück und brachte in ihrem Munde ein abgepflücktes Blättchen eines Ölbaumes; und das war dem Noah ein Zeichen, daß das Gewässer gefallen war auf der Erde. (1. Mose.08,10 f.)
   12] Denn also nur durfte er es erfahren, da es ihm der Herr also angeraten hatte geheim in seinem Herzen.
   13] Nach abermals sieben Tagen ließ Noah wieder eine Taube ausfliegen; diese aber kam nicht wieder, da sie schon Nahrung auf dem trockenen und neu bewachsenen Erdboden fand. (1. Mose.08,12)
   14] Aber Noah harrte von da an noch bis auf den ersten Monat des neuen Jahres, da er sich im 601 Jahre seines Alters befand. (1. Mose.08,13)
   15] Da war das Gewässer bis auf den Normalstand auf der Erde zum größten Teile abgelaufen in die großen Meere, und die Erde ward trocken durch ein fortwährendes Wehen der warmen Mittagswinde.
   16] Da griff Noah mit seinen Söhnen am 1. Jänner (Januar) zu, und schlug das Dach von dem Kasten, und sah dann zum ersten Male auf die erneute Erde vom hohen Ararat herab und ersah kein Wasser mehr und die Erde völlig trocken. (s.1. Mose.08,13)

   Aus dieser Angabe dann geschlossen werden, daß die eigentliche Flutzeit vom 17. Februar bis Anfang Januar des Folgejahres gedauert hat. Das wären also 318 Tage gewesen. Auch wenn nun das Wasser weitgehend abgeflossen war, war die Erde noch nicht trocken genug, um auf ihr zu wohnen. Ebenso mußte erst wieder Gras wachsen, damit die Tiere Futter finden konnten. Daher mußte sich Noah noch gedulden, bis er die Arche verlassen konnte.

   17] "Noah aber harrte dennoch bis zum 27. Februar auf des Herrn Wort. (1. Mose.08,14)
   18] Da kam der Herr zu Noah, und behieß ihn, wie im ersten Buch Mosis, Kapitel 8 beschrieben steht, aus der Arche zu ziehen. (1. Mose.08,15)
   19] Und Noah öffnete alsbald das große Tor, und alles flog, ging und kroch aus dem Kasten und suchte sich Wohnungen auf der erneuten Erde; und der Herr sorgte, daß alles alsbald wieder seine Nahrung fand. (1. Mose.08,18 f.)

Wie lange dauerte die Sintflut?

   In Bibel und Lorbers Offenbarungen heißt es: jl.hag3.360,20: "Und so hatte Noah ein Jahr und zehn Tage mit den Seinen in der Arche verlebt."(Gen.08,14)

   Noah hatte also mit den Tieren 375 Tage in der Arche verbracht.    Lt. Angaben der Bibel und bei Lorber begannen der 40tägige Dauerregen und die Springwasserfluten aus der Erde am 17. Februar, 17.2. (1. Mose.07,11), nachdem Noah den Befehl erhielt, die Arche zu schließen.
   In beiden Quellen heisst es bzgl. des Abflusses der Gewässer übereinstimmend zum 1. Januar: 15] "Da war das Gewässer bis auf den Normalstand auf der Erde zum größten Teile abgelaufen in die großen Meere, und die Erde ward trocken durch ein fortwährendes Wehen der warmen Mittagswinde."
   Daraus kann man schliessen, dass die Sintflut vom Beginn am 17.2. bis zum Verlaufen des Wassers zum Jahresende rund 320 Tage gedauert hat.

   Da die Wasserfluten 150 Tage lang stiegen bzw. eine Pegelhöchststand hatten, hätte das Abfließen der gigantischen Wassermassen also rund 170 Tage gedauert.
   Wenn danach Noah weitere 48 Tage wartete, bis er auf Geheiss Gottes zusammen mit seiner Familie und den Tieren am 17. Februar die Arche verließ, hat dies wohl damit zu tun, daß er abwarten sollte, bis durch die warmen Südwinde und Sonne das Gras und die Pflanzen wieder wachsen konnten und den Tieren der Arche wieder erste Frischnahrung bot. Auch dürfte es angenehmer gewesen sein, in der Arche zu wohnen, als in der vom Wasser verwüsteten und noch durchnässten Gegend.

In welcher Zeit erfolgte die Sintflut?

   Die Bibel macht die Angabe: die Sintflut begann, als Noah 600 Jahre (1. Mose.07,06) alt war und endete, als er 601 Jahre alt war (1. Mose.08,13).
   Das Geschlechtsregister der Bibel (1. Mose.05,01-32) gibt Zahlen an, wie lange die Nachkommen Adams bis Noah lebten.

   Nimmt man die bibl. Zahlenangaben zum Geschlechtsregister von der Erschaffung Adams bis zu Noah (1. Mose.05,01-32), dann waren bis zum Ausbruch der Sintflut 1556 Jahre vergangen, als Noah 500 Jahre alt war. 100 Jahre später, in Noahs 600. Lebensjahr, soll die Flut begonnen haben, d.h. ca. 1656 Jahre nach der Erschaffung Adams.
    Jesus soll lt. Lorbers Offenbarungen im 4151 Jahre nach Adams Erschaffung geboren sein. (jl.ev08.086,03-06; jl.ev06.171,04-05)

   Sofern die hier genannten Zahleneckdaten (4151-1656 = 2495 ) wörtlich zu nehmen sind (was in geistige Sachverhalte schildernden Schriften oft nicht der Fall ist, weil Zahlen oft symbolische Sachverhalte ausdrücken), dann hätte die Sintflut ca. 2500 Jahre v. Christi Geburt (die vermutlich 7 Jahre vor unserem Zeitrechnungsbezugspunkt gelegen haben soll) stattgefunden.

   Nach einer Angabe bei Lorber sollen (seit Adams Erschaffung bis zum Beginn der Sintflut rund 2000 Jahre vergangen sein. Nimmt man 4151 v. Chr. als Zeitpunkt der Erschaffung Adams wörtlich, dann hätte die Sintflut zwischen ca. 2150 v. Chr. stattgefunden.

   Die Zahlenangaben aus der Bibel und Lorber ergäben also einen Zeitraum für die Sintflut zwischen 2150 - 2500 v. Chr.

   Die Datierung einiger Geologen (z.B. von Pitman und Ryan) geht seit wenigen Jahren aufgrund von Altersbestimmungen (nach der C14-Methode) von einstigen Süßwasserlebetieren im Salzwasser des Schwarzen Meeres aus, wonach das Salzwasser durch eine Großflut im Schwarzmeerraum vor rund 5760 Jahren v. Chr. ins Schwarze Meer gekommen sei.

   Ob eine oder keine dieser Zahlenangaben zutrifft, klären vielleicht Forschungergebnisse irgendwann. Aber an solchen Jahresangaben liegt an sich wenig. Entscheidender ist, ob tatsächlich eine solche von Menschen ausgelöste Sintflut stattgefunden hat. Das wichtigste aber aus allem wäre wohl die Einsicht, daß daraus für das Verhältnis von Mensch zu Gott, seiner Ordnung und für den Umgang mit der Natur sehr Wichtiges und überlebensnotwendiges zu lernen und zu beachten ist.

Gibt es noch überreste der Arche auf dem Berge Ararat?

   In der Bibel und bei Lorber heisst es übereinstimmend: jl.hag3.360,06: "Am siebzehnten Tage des siebenten Monats (17. Juli) fand die Arche Grund und saß auf der sehr geräumigen Spitze des Berges Ararat nieder. (1. Mose.08,04)

   Die Arche wurde nach übereinstimmenden Angaben in Bibel (1. Mose.06,14) und Lorbers Offenbarungen (jl.hag3.251,14) aus rund 1000 zubehauenen Tannenholzstämmen gebaut.
   Ob diese nicht gerade harte Holzart eine so lange Zeit - selbst unter Geröll oder Gletschereis - bis heute überstanden hat, darf bezweifelt werden, ist aber auch nicht unmöglich. Schließlich liegt die Spitze des Großen Ararat in 5.137 Meter Höhe und der Berg ist im oberen Bereich stark vergletschert.
   Zu suchen wäre nach Lorbers Angabe auf der "sehr geräumigen Spitze des Berges Ararat". (jl.hag3.360,06)

   Dazu s. den Artikel 'Die Suche nach der Arche Noah - Stand 1992; Die Arche auf dem Ararat - Erwartungen und Realitäten' ("http://www.wort-und-wissen.de/disk/d93-2.html)


   Wenn man berücksichtigt, daß die Angaben in den Offenbarungswerken Jakob Lorbers sich seit ihrer Niederschrift zwischen 1840-64 in sehr vielen Detailangaben exakt bestätigt haben und seine vielen differenzierten Prophezeiungen sich ebenfalls bisher erstaunlich genau erfüllt haben, besitzen auch seine Aussagen zur Sintflut hohe Glaubwürdigkeit. Sie sind plausibel und für den Verstand nachvollziehbar und geologisch vielfach nachprüfbar.


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