Das Hanochitenweltreich (= Atlantis?) - Entstehung, Ausbreitung und vorsintflutliche Zustände

Offenbarungen zur Frühgeschichte durch Jakob Lorber (1800-64)


Inhaltsübersicht:


Wer war Hanoch, der Gründer des Hanochitenreiches?

Das Volk der Hanochiten stammte von Hanoch (Manche Bibelübersetzungen in 1. Mose.04,17 nennen ihn Henoch), einem Sohn Kains (in Jakob Lorbers Berichten über die Frühgeschichte der Menschen genannt 'Cahin') ab. (jl.hag1.022,01).
Cahin ermordete seinen Bruder Abel. )jl.hag1.018-21, 1. Mose.04,08)
Nach diesem Mord floh Kain vor Gott lt. Bibel (
1. Mose.04,16) nach dem 'Lande Nod, jenseits von Eden, gegen Osten.'
Lorbers Aussagen präzisieren, wohin Kain floh: jl.hag1.020,25: "aDa floh Cahin mit den Seinen aus Meinem Angesichte weit jenseits Heden (Garten Eden) in ein tiefgelegenes Land Nhod. Heden aber war ein schönes Kleinhügelland, voll von den besten Früchten; da gefiel es Cahin, und er wollte sich niederlassen daselbst. Als er aber auf zu den Hügeln geblickt hatte, da sah er überall einen Mann stehen, grimmen Gesichtes, bewaffnet mit einem Steine in der Hand, als wartete er auf den Cahin, zu rächen seine Untat; und diese Erscheinung war ein Werk der großen Furcht in ihm. Und er sah, daß hier keines Bleibens war für ihn. (a gen.04,16)
26] Da floh er weiter und weiter gegen Morgen (Osten, d. Hrsg.) und gelangte in eine große Niederung; da fiel er ermattet nieder und schlief drei Tage und drei Nächte. Dann aber kam ein mächtiger Wind von den Bergen herab, erweckte die Schlafenden und sauste und brauste dann über die weiten Ebenen dahin und legte sich endlich in den Tiefen des Landes, das da hieß 'Nhod' oder 'trockener Grund des Meeres'. (a gen.04,16)
27] Und der Cahin blickte wieder empor zu den hohen Zinnen der Berge..."

Aus späteren Hinweisen ergibt sich klar, daß es sich bei dieser Niederung 'Nhod' - umgeben von Bergen - um das Gebiet des heutigen Kaspischen Meeres handelt.
Er bekam von Gott den Auftrag: jl.hag1.021,13: "Breitet euch aus im Lande der Tiefe; aber auf die Berge wage keiner von euch je zu setzen seinen Fuß, denn ihre Zinnen sind heilig und sind bestimmt zur Wohnung für Meine Kinder! Wer von euch je dieses Gebot übertreten wird, der wird den allezeit da wohnenden Wächtertieren - als Bären, Wölfen, Hyänen, Löwen, Tigern und auch großen, lebenden Schlangen, die zuunterst hausen werden - zur Beute werden, desgleichen auch alle zahmen Tiere, die euch später werden untertan werden.
14] Nur so jemand von euch würde ganz fromm werden und bestehen die Feuerprobe Meiner Liebe, dem solle gestattet werden, einzudringen in den Bauch der Berge und da zu sammeln Erz und Eisen und daraus zu bereiten Werkzeuge nach dem, wie euch lehren werden eure Bedürfnisse.
Durch innere Belehrung lernten Kains Nachkommen bald die Herstellung von Eisen.

Nachdem Kain bereits einige Kinder hatte, zeugte er Hanoch (manche Bibelübersetzungen nennen ihn Henoch, was leicht zu Verwechslungen mit einem anderen Henoch führt).

Die Bibel berichtet (1. Mose.04,17) "Und a Kain erkannte sein Weib; die ward schwanger und gebar den Hanoch. (a jl.hag1.022,01)
In Lorbers Offenbarung heisst es: jl.hag1.022,01: "Da aßen sie (Kains Familie) und taten, wie ihnen geboten war, eine Zeitlang. a Cahin erkannte nun wieder sein Weib und zeugte mit ihr einen Sohn und gab ihm den Namen 'Hanoch', das heißt 'die Ehre Cahins'.
Diesem Kind räumte Kain von Anfang an eine Sonderrolle ein. Diese Sonderrolle hatte für ihn und die Weltgeschichte verhängnisvolle Folgen: "Und Cahin berief alle seine Kinder zusammen und sagte: »Kinder, seht hier einen neuen Bruder, den mir gegeben hat der Herr zu einem Herrn über euch, wozu ich ihn machen werde, damit eine Ordnung sei unter euch und ein Ende werde eures Gezänkes und eures Haders. Und er wird euch geben Gebote und wird loben die Treuen und züchtigen die Übertreter, damit auch wir ein Volk werden, groß und voll Ruhmes gleich den Kindern Gottes, die der Gesetze nicht bedürfen, da sie die Liebe haben, die sie frei macht und uns aber gelegt hat meiner Sünde wegen unter ihre Füße, die uns zertreten werden, so wir Gesetz- und Ordnungslose nicht haben einen, der uns vertrete und rechtfertige vor ihrer großen Macht. (a gen.04,17a)
02] Seht, ihr Gott ist auch der unsere; aber sie haben an Ihm einen guten Vater - und wir aber einen Richter! Der Vater kennt ihre Liebe, und Sein Auge und Ohr ist bei ihnen. Aber nicht so ist es bei uns. Wir sind uns selbst überlassen und können handeln, wie wir wollen; jedoch wenn wir bestehen wollen, so sind uns Gesetze und Ordnung notwendig. Denn sonst kann da nun erschlagen einer den andern im Zanke und Hader nach seiner Willkür, und so wird sich das Gefäß der Gerechtigkeit füllen vor der Zeit, und wir werden dann allesamt zugrunde gehen durch die auf uns niederstürzenden großen Lasten unserer Greueltaten. Daher laßt uns alle kräftig zusammengreifen und zusammentragen Steine, große und kleine, und errichten eine hohe und feste Wohnung für ihn und, so viele unser sind, für jeglichen eine kleine in einem weiten Kreise um die seinige herum, damit er alle überschaue und beobachte ihr Tun und Treiben. Er aber soll frei sein von jeder Arbeit als ein Fürst in eurer Mitte und soll essen von euren Händen."

Damit legte Kain alle Voraussetzungen, daß Sohn Hanoch überheblichkeit, Stolz, Herrschlust und Unbarmherzigkeit entwickelte und die übrigen Geschwister als unterlegen, minderwertig und als Dienstleute betrachtete, die ihm blindlings zu gehorchen hatten.

Wurde für Hanoch die erste Stadt der Erde mit diesem Namen erbaut?

Die Bibel berichtet: (1. Mose.04,17b) "Und er (Kain) a baute eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Namen Hanoch. (a jl.hag1.022,08)
Detailierter bei Lorber:
jl.hag1.022,08: "Und siehe, da gingen alle (Kinder von Kain) von dannen und legten ihre Hände ans Werk a zu erbauen also eine Stadt, und arbeiteten daran sechzig Jahre. Da ihnen die Gebäude oft zusammenfielen, so brauchten sie viel Zeit für die Erbauung der Wohnung des neuen Fürsten und konnten dieselbe erst vollenden, als Ich (Gott) dem Hanoch im Traume gezeigt hatte, wie sie bauen sollten, da es Mich gedauert hatte der armen Kinder, die bei diesem Baue vielen und großen Mißhandlungen ausgesetzt waren von dem zwar bis dahin sehr geordnet streng gesetzlich rechtlichen Cahin, der nun die Seinen führte als ein Tyrann unter großem Schrecken und unter großer Furcht und Angst vor den Strafen ohne Gnade und Erbarmung, da in ihm keine Liebe war, gerecht im Gehorsam gegen alle Gesetze."

Die von Kain begonnene tyrannische Behandlung setzte sich im späteren Herrschaftsgebiet von Hanoch fort und fand vor der Sintflut ihren grausamen Höhepunkt im gesamten Hanochiterreich.

Wie übte Hanoch seine Herrschaftsgewalt vom ersten Tage an aus?

Als Kains Sohn Hanoch nach 60-jähriger Bauzeit den unter sehr grossen Mühen errichteten Bau beziehen durfte und ihm offiziell von Kain die Macht über die gesamte Familie und Stadt übergeben wurde, zeigte Hanoch sofort, wie er von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen gedachte:

jl.hag1.023,01: "Als nun vollends erbaut war die Stadt, da nahm Cahin den Hanoch und führte ihn in die hohe Wohnung, die da erbaut wurde für ihn, und übergab ihm daselbst in der Gegenwart aller seiner Kinder und auch schon Kindeskinder die ganze Vollmacht über sie und forderte ihn auf, ihnen allen zu geben Gesetze nach seiner rechten Erkenntnis, frei nach seiner Willkür, indem er sagte:
02] »Siehe, Hanoch, hier in dieser nur für dich allein erbauten Wohnung übergebe ich dir alle meine väterlichen Rechte mit aller Macht und Gewalt zur freien Führung meiner, deiner und ihrer aller Kinder durch Gesetze nach deiner Willkür, welche heilig zu halten sind von ihnen; denn es liegt wenig am Gesetze selbst, ob es so oder so ist, sondern es liegt alles an der genauen Befolgung desselben, und demnach wird es heißen: 'Dem gemäß handeln, recht handeln, - wider dasselbe aber, vollends unrecht!', und es muß dann allezeit gestraft werden nach dem Maße der Übertretung.
03] Und so werden wir dann frei durch die Haltung und nicht durch das Gesetz, an dessen Beschaffenheit nichts gelegen ist, sondern nur an der Beachtung desselben.
04] Jedoch du als der Gesetzgeber bist frei von jeder Haltung, weil deine Freiheit heilig sein muß des Gesetzes wegen; denn so auch du gebunden wärest ans Gesetz, so würde es dich hemmen, in der notwendig freien Sphäre zu wirken, da du dann selbst gefangen wärest im selben. Daher mußt du außer demselben stehen, frei als einer, der keine Gesetze kennt; aber jede deiner Handlungen muß ihnen als den dir ganz Übergebenen zum strengen Gesetze sein, und so du willst, so müssen sie handeln, wie du willst, - und so sollen alle ihre Regungen und Bewegungen nichts sein als nur die deines Willens.«
05] Und da öffnete der neue Fürst seinen Mund und sprach in einem sehr gebieterischen Tone: »So hört, ihr meine Untertanen allesamt, männlich und weiblich! Keiner betrachte je etwas als sein Eigentum, sondern als das allein meinige, damit das Zanken und Hadern unter euch ein Ende nehme! Daher werdet ihr alle in der Zukunft nur mir dienen und arbeiten für meine Kammern; dafür sollt ihr zu essen bekommen je nach eurem Fleiße, und es sollen die Getreuesten näher zu mir kommen dürfen als die weniger Getreuen und da haben eine bessere Kost die Aufseher und Vollstrecker der Rechte und Vollzieher der gerechten Strafen. Wehe dem Ungehorsamen! Diesen werde ich hinaustreiben lassen zu den Bergen, und die Tiere daselbst sollen ihn erwürgen und zerreißen. Die aber übertreten werden meine Gesetze aus Trägheit, Unaufmerksamkeit und aus Leichtsinn, die sollen gezüchtigt werden mit Ruten bis zum Blute; die aber, welche sich getrauen würden, mir als dem Fürsten in irgend etwas zu widersprechen, die sollen gezüchtigt werden mit Schlangen bis in das Mark ihrer Gebeine, und es soll ihnen ausgerissen werden ihre Zunge und vorgeworfen werden den Schlangen zur Speise. Und wer mich je mit scheelen Augen anschauen wird, dem sollen die Augen ausgestochen werden, damit er fürder nicht mehr wird schauen können seinen Fürsten. Der Träge aber soll ein Lastträger werden und soll behandelt werden wie ein Lasttier mit Stecken und Knütteln, damit geläufiger werden seine Füße und schneller seine Hände.
06] Sonst gebe ich euch kein Gesetz als die strengste Folgsamkeit in allen meinen freien Wünschen und Befehlen, die ich an euch werde ergehen lassen zu jeder Zeit des Tages sowohl als auch der Nacht, amen.«
07] Und siehe, da erschrak selbst der Cahin und alle übrigen über alle Maßen und gingen tief bestürzt aus der Wohnung Hanochs und verwünschten in ihren Herzen ihren grausamen Vater Cahin, der ihnen für ihre so großen Anstrengungen bereitet hatte ein so erbärmliches Los.
08] Und als es nun Abend wurde, da hungerte es sie alle, und sie getrauten sich nicht zu essen und gingen traurig hin zum Hanoch und sprachen: »Herr, wir haben gearbeitet den ganzen Tag; nun, so gib uns auch zu essen, wie du versprochen hast!«
09] Hanoch aber erhob sich und sprach: »Wo sind die Früchte eurer Arbeit? Bringet sie her, und zeiget sie mir, und leget sie in meine Kammern, und dann will ich geben lassen jedem nach Recht!«
10] Und sie gingen und brachten, wie ihnen geboten war, die einen viel und die einen wenig, und legten dieselben zu seinen Füßen.
11] Cahin aber und sein Weib brachten nichts in der Meinung, sie seien frei. Und siehe, da teilte Hanoch die Früchte und sprach: »Wer da gearbeitet hat, der soll auch essen; wer aber nicht gearbeitet hat, der soll auch nicht essen.«
12] Und so mußten Cahin und sein Weib für diesmal fasten. Und siehe, da verließ Cahin mit seinem Weibe weinend die Wohnung Hanochs und fand auch kein mitleidiges Herz unter allen seinen Kindern und Enkeln. Da ging er hinaus auf die Felder und aß da von den übriggebliebenen Früchten; und da für ihn keine Wohnung errichtet war, so übernachtete er mit seinem Weibe unter freiem Himmel.
13] Und als des andern Tages wieder daherkamen seine Kinder, um zu arbeiten, fanden sie ihn schon Früchte sammelnd. »Seht", sprachen sie, »er arbeitet das erste Mal in diesem Lande; es geschieht ihm ja recht, da er es so hat haben wollen: statt Liebe das Recht!«
14] Und siehe, als sie nun wieder gearbeitet hatten unausgesetzt bis um die Mitte des Tages, einige sammelnd Früchte, einige bauend noch mehrere Häuser und Wohnungen und Vorratskammern und einige dienend ihrem Fürsten zu seiner Bequemlichkeit und seinem Weibe und seinen Kindern, da kamen wieder alle hin zu ihm in die hohe Wohnung und brachten ihm Früchte und sonstige Zeichen ihres ermüdenden Fleißes und begehrten zu essen nach Recht, desgleichen auch der Cahin mit seinem Weibe.
15] Und siehe, da erhob sich Hanoch grimmig ernst und sprach: »Wie oft wollt ihr denn essen des Tages?! Meinet ihr, ich lasse für euch die Früchte sammeln, daß ihr dann sorglos gefüttert werden könntet?! Wovon soll denn ich und meine Dienerschaft leben, deren Sache nicht ist, zu arbeiten gleich euch, sondern zu tragen ihren Herrn auf ihren Händen?! Daher entfernet euch von mir, und wage es von euch allen ja keiner mehr, je zu betreten die Schwelle dieser meiner hohen Wohnung! Ich werde von nun an täglich durch meine Diener lassen abnehmen von euch die Früchte für mein Haus; ihr aber könnt sparsam essen nur von den Früchten, die da frei von selbst von den Sträuchern und Bäumen gefallen sind, - so die Sammler, so auch die da bauen. Und das sei euch ein neues Gebot, das ihr heilig zu halten habt; wehe dem Übertreter!«
16] Und siehe, da nahm der Cahin das Wort und fragte den Hanoch ganz traurig und tief bewegt: »O Hanoch, du großer Fürst, mein gewesener Sohn, sage nach deinem Herzen recht und gerecht, ist dein Vater und deine Mutter nicht ausgenommen von allem dem, so du geboten hast weise deinen Untertanen nach deiner freien Willkür? Und muß ich denn sein gleich meinen Kindern, so gebiete, daß sie auch ernähren sollen ihren Vater und ihre Mutter, die wir schon alt, mühselig und sehr schwach geworden sind. Oder erlaube mir gnädigst, zu ziehen von dannen bis ans Ende der Welt, damit ich nicht sehe die große Trübsal meiner Kinder fürder, da sie schmachten unter dem schweren Joche der freien Gerechtigkeit.«
17] Und siehe, da sprach Hanoch: »Wie fragst du mich denn?! Tue ich nicht recht, wenn ich tue, wie du mir die Lehre und die Macht gegeben hast?! Hast du doch selbst niemanden als mich selbst nur gesetzlos erklärt und hast keine Ausnahme gemacht mit dir! Wie verlangst du denn nun solches von mir widerrechtlich und willst mich dadurch zwingen, an dir, dem ersten Gesetzgeber, die streng rechtlichen Folgen des Ungehorsams zum abschreckenden Beispiele für die andern ohne Gnade ersichtlich zu machen?! Und wenn ich so handle, sage, tue ich unrecht?! Denn da bei uns keine Liebe ist, sondern nur das blanke Recht, wie kannst du da ansprechen gegen die Gesetze meiner freien Willkür um irgendeine Ausnahme als einer Gnade, welche sich nie vertragen kann mit den Rechten der Gesetze deines Fürsten?! Daß du mein Vater bist, was geht das mich an?! Bin ich doch geworden durch dich, ohne daß ich es auch nur unter irgendeiner Bedingung habe werden wollen! Und so hast du mich ja gezeugt ohne meinen Willen und machtest mich zum Fürsten ohne denselben! So sage mir denn, da ich nun wurde und bin, was ich bin, und wie ich bin, so ganz ohne meinen Willen, da ich keinen hatte, und auch nicht unter nur irgendeiner Bedingung, rein nur zufällig durch deine Wollust und Fürst durch deinen Ehrgeiz, welche Verbindlichkeit ich somit, rechtlich betrachtet, zu dir habe!
18] So fliehe denn aus meinen Augen, wohin du willst, damit dich nicht ereilen die strengen Folgen der Gerechtigkeit! Dies sei die einzige Gnade, die ich dir frei aus mir, da ich tun kann, was ich will, gewähre; und nun gehe und fliehe!«"
Kain zog danach auch mit seiner Frau, 4 Kindern (2 Jungen, 2 Mädchen) weg. Nach 40 Tagereisen kam er ans Meer (vermutlich das Mittelmeer). Unter göttl. Inspiration wurde ihm gezeigt, wie er sich ein Boot bauen sollte. (jl.hag1.024,10) Damit fuhr er aufs Meer und landete zunächst auf einer Insel. (jl.hag1.024) Von dort aus besiedelte er bzw. seine weiteren Nachkommen Afrika, Amerika und Australien. (jl.hag1.025,02 f.) Die dortigen dunkelhäutigen Ureinwohner (jl.hag1.024,15) stammen direkt von Kain ab.

Welche moralisch-sittlichen und relig. Mißstände traten schon unter Hanoch auf?

Bereits innerhalb von 30 Jahren war diese erste Stadt der Erde unter Hanochs Herrschaft zum Ausgangspunkt für Abgötterei (mit seiner Person), Unzucht, Hurerei, Vergnügen, Intrigen, Betrug, Ausbeutung, und Sklaverei geworden.
jl.hag1.026,01: "Ich will euch da noch im Vorübergehen zeigen, wie es da ausgesehen hat nur erst nach einem Zeitlaufe von dreißig Jahren!
02] Und siehe, Hanoch hatte sich nun das allerschönste Weib ausgesucht und noch dazu zwei Kebsweiber und trieb mit ihnen Unzucht über die Maßen. Dadurch verfinsterte sich sein Verstand so sehr, daß er ganz und gar vergaß auf seine ganze Regierung; und die wenigen Gedanken, die zu denken er kaum noch fähig war, waren nur beschäftigt mit Wohlleben, Glanz, weichen Kleidern und Hurerei.
03] Wenn ihm seine Untertanen nur recht viele und gute Gerichte von Früchten aller Art brachten und recht viel Geflimmer vor seine Wohnung und recht weiche Kleider, geflochten aus dem feinsten Grase, das da wuchs am Fuße der Berge, so war er damit auch schon völlig zufrieden und ließ dabei die Gesetze Gesetze und die Regierung Regierung sein.
04] Aber siehe, da merkten seine Untertanen, daß er lau geworden war, und machten sich zugute seine Blindheit. Da merkten es auch seine Diener, wie die Sachen standen, und waren sehr pfiffig und schlau, wie die Schlange (Satan) selbst, und suchten daher ihren Herrn auf alle mögliche Weise beständig einzuschläfern und erlaubten auch lügnerischerweise - gleichsam im nachsichtigen Aufgebote vom Fürsten - den Untertanen alle nur möglichen Belustigungen, wenn sie ihnen nur recht fleißig ihre stets vermehrten Gaben lieferten.
05] Und siehe, da diese Diener nun sahen, daß sie ungestraft tun könnten, was sie wollten, da fingen sie an zu regieren und gaben den Untertanen Gesetze: fürs erste, dem Fürsten zu erweisen eine göttliche Verehrung durch allerlei Opferungen, und fürs zweite, zu geben die schönste Tochter irgendeines Untertanen dem Fürsten; und welcher Untertan dieser glückliche Geber sein werde, dem würden erlassen alle Abgaben, und er werde ein freier Besitzer seines Hauses werden und werde Eintritt haben in das Haus des Fürsten und werde sich da unterhalten können mit dessen Dienern und werde alle Jahre einmal anschauen können seinen Fürsten und ihm danken für eine so große, auszeichnende Gnade.
06] Und siehe, da hatte die Schlange einen wahren Geniestreich, wie ihr sagt, ausgeführt! Denn nun fingen die Eltern an, ihre Töchter immer zu Hause zu behalten, und verwendeten alle Aufmerksamkeit darauf, daß diese nur recht zart und schön wurden, um sich dadurch einst vielleicht auch einen Freiheitsstand zu bereiten. Und eine solche Schöne sah dann keinen Gemeinen mehr an, da sie sich bestimmt fühlte für den Fürsten.
07] Was geschah nun aber durch diese gegenseitigen Betrügereien? Nichts anderes als das Allerärgste, was ihr euch nur je durch eure tiefsten Gedanken vorzustellen vermöget, nämlich: Die Diener brachten endlich die ganze Regierung an sich unter dem schlauen Vorwande, daß sie nämlich dem Fürsten Hanoch sehr gut gezüngelt begreiflich machten, daß er nun nicht mehr Fürst, sondern ein Gott des Volkes sei, und daß es entwürdigend wäre für seine unendliche Hoheit und unaussprechliche Erhabenheit, wie solche seine nun göttliche sei, den Würmern der Erde Gesetze zu geben, und daß sie aus der unermeßlichen Hochachtung für seine über alles erhabene Heiligkeit dieses entwürdigende Geschäft auf sich nehmen wollten; und so solle er nichts tun, als nur bloß mit einem Winke entweder sein Wohl- oder sein Mißgefallen äußern und die Schätze, die sie sammeln würden in großen Mengen für ihn, allerhuldreichst und allergnädigst annehmen.
08] Übrigens möchte er sich dem Volke nur einmal zeigen im Jahre, wo dann alles niederfallen werde vor ihm und ihn anbeten werde im Staube; und so er dann aber jemandem von den bestaubten Würmern eine besondere Gnade bezeigen wolle, so möchte das von ihm durch einen starken Tritt auf den Kopf eines Wurmes geschehen mit seinem heiligen Fuße.
09] Und so jemandem diese hohe Gnade zuteil werden möchte etwa der Opferung einer schönen und reizenden Dirne halber, so solle dieser aufgehoben werden alsobald von der Erde und schauen die göttliche Erhabenheit des Herrn aller Macht und Kraft und solle dann werden ein freier Bürger der heiligen Stadt des erhabenen Gottes Hanoch.
10] Und siehe, diese feinen Reden seiner Diener schmeichelten seiner eigenliebigen Eitelkeit so sehr, daß er in alles alsogleich vollends einwilligte. O des ungeheuren Narren!

übergang der Regierung Hanochs in die Hand von 10 Personen (Erste Oligarchie)

Hanoch entmachtete sich aus Dummheit und Borniertheit selbst und gab so einigen untergebenen 'Ratgebern' alle Macht in die Hand. Er war nur noch ein Scheinkönig, der nach außen repräsentierte. Seine 10 Nachfolger verschärften die Tyrannei und Ausbeutung sofort und führten eine Adelskaste ein. Durch ein ausgeprägtes Hurentum wurden Kinder in möglichst großer Zahl gezeugt und so das Volk enorm rasch vergrößert und der Machteinfluß gewaltig ausgedehnt.

jl.hag1.026,11: "Jetzt hatten die Diener erreicht, wonach sie schon lange gestrebt hatten, nämlich die Gesetzgebung, Bestrafung und somit die sämtliche Regierung, und so entstanden jetzt statt einem zehn Fürsten, die da zwischen Menschen, ihren Brüdern, und den sonstigen Tieren auch nicht den allergeringsten Unterschied machten und sie nur in vernünftige und unvernünftige Bestien teilten. Und nur, wenn irgendein solches vernünftiges Tier zu ihrem Vorteile irgendeinen schlau-bösen Streich in eine günstige Ausführung gebracht hatte, dann wurde ihm das Recht erteilt, sich auch Mensch nennen zu dürfen.
12] Und als nun diese zehn Fürsten sahen, wie ihren Gesetzen blindlings gehorchten - natürlich aus zu großer Furcht vor den unendlichen Mißhandlungen - die Tiermenschen, so wählte nach und nach jeder von ihnen ebenfalls zehn Diener aus den freien Bürgern der Stadt und erhob sie in einen gewissen Adelsstand samt ihren Weibern und Kindern. Dafür aber mußten freilich ihre Töchter, so sie ihnen schön und reizend genug waren, ihnen zu Huren gegeben werden, mit denen sie Kinder zu hundert und tausend zeugten, welche alle dann den Tiermenschen zur Ernährung übergeben wurden; und so sie erwachsen waren, so wurden die männlichen ebenfalls zu Tiermenschen, die weiblichen, so sie durch die List der Schlange meistens sehr schön und reizend wurden, aber wurden gemacht ebenfalls wieder zu Huren und oft schon beschlafen in ihrem zwölften Jahre und wurden dadurch unfruchtbar gemacht. Und so sie dann nach kurzer Zeit alle ihre Reize verloren hatten, so wurden sie hinausgestoßen zu den Tieren und mußten arbeiten für dieselben und wurden genannt 'Huhorä', das heißt nach eurer Art 'Menscher, die das Vieh warten'.
13] Und siehe, so ging dann diese Lebensweise mehr denn dreißig Jahre fort."

Wann erfolgte die Gründung weiterer 10 Städte rings um Hanoch?

30 Jahre später betrug die Bevölkerungszahl der Nachkommen Kains und Hanochs durch diese systematisch betriebene Hurereizeugungen bereits mehrere hunderttausend Personen. Sie hatten ihr Gebiet schon weit und breit ausgedehnt. Die 10 regierenden Räte gründeten nun jeder für sich eine eigene Stadt im Umkreis der Hauptstadt Hanoch und bezeichneten sich als Fürsten.

jl.hag1.026,13: "So ging dann diese Lebensweise mehr denn dreißig Jahre fort. Dann aber, da die Menschen auf diese unzüchtige Weise sich vermehrt hatten bis auf mehrere Hunderttausende und sich ausgebreitet hatten weit und breit im Lande und somit nicht mehr übersehen werden konnten, so wurden mit der argwohnlosen Einwilligung Hanochs, ihres nun gänzlich kraft- und tatlosen Gottes, noch zehn Städte erbaut und wurden benannt nach den Namen der zehn Fürsten, die da heißen:
14] Kad (der Dieb), Kahrak (der Hurenmeister), Nohad (der Betrüger), Huid (der Böse), Hlad (der Kalte), Uvrak (Same der Schlange), Farak (der Grausame), Molakim (der Lügner), Uvrahim (der feine Schmeichler) und Thahirak (der große Frevler).
15] Und nun siehe, jede dieser Städte wurde erbaut genau nach dem Muster der Stadt Hanoch; und so ward auch in jeder Mitte errichtet eine hohe Burg gleich der hohen Wohnung Hanochs und ward umgeben mit einem Wall und Graben. Und denke, da die Menschen damals noch keine Werkzeuge, als: Krampen, Spaten, Hauen und Picken, hatten, so mußten sie daher ihre Hände gebrauchen und mit ihren Fingern die Erde gleich den Schormäusen aufwühlen!"

Die Entwicklung des Hanochiterreiches während der nächsten 500 Jahre

Einer der 10 Fürsten, Farak, erkannte die eigenen Fehler und die der 9 Mitfürsten und brachte es mit Argumenten fertig, daß Gottes Ordnung mehr oder weniger wiederhergestellt wurde, König Hanoch sich bekehrte und Gottes Ordnung auch im Volk durchgesetzt und angewendet wurde. (jl.hag1.028.

Die Bibel nennt folgende Nachkommen Hanochs als Herrscher: (1. Mose.04,18) "Hanoch aber zeugte Irad, Irad zeugte Mehujael, Mehujael zeugte Metuschael, Metuschael zeugte Lamech." (a jl.hag1.029,10)
Bei Lorber: jl.hag1.029,10: "Und siehe, so ging dann diese nun etwas bessere Regierung mehr denn 500 Jahre so wellenförmig fort, auch selbst noch unter den Söhnen, das heißt Kindern und Kindeskindern Hanochs, als da waren sein a jüngster Sohn Irad (der Heftige, als Schüler Faraks), regierend 100 Jahre, dessen jüngster Sohn Mahujel (der Fatalist oder Schicksalsprediger), auch regierend 100 Jahre, dann dessen jüngster Sohn Methusael (der Zielstecker und Erfinder der Natur und ihrer Kräfte), regierend 110 Jahre, und endlich dessen schon beinahe ganz Meiner vergessender Sohn a Lamech (der Erfinder der Todesstrafen, die unter seiner Herrschaft vortüglich gang und gäbe wurden), regierend 200 Jahre."(a gen.04,18)
Vor allem der zuletzt genannte Lamech spielte als Tyrann eine recht unrühmliche Rolle. Seine Rolle für die Ausbreitung der Abgötterei und des moralisch-sittlichen Zerfalls im Hanochitenreich und seine vielen Grausamkeiten werden in vielen Details in den 3 Bänden 'Haushaltung Gottes' detailreich beschrieben.

Durch seine 'Hurerei-Bevölkerungspolitik', zahlreiche technische und kulturelle Erfindungen, seinen Reichtum und nach außen hin sozialen Einrichtungen wirkte die Weltstadt Hanoch auf die Völker weit und breit sehr anziehend. Durch eine raffinierte Einverleibungspolitik wuchs das Hanochitenreich unglaublich rasch. Der Herrschaftsbereich Hanochs dehnte sich beidseitig des Ural über bis an die Grenzen von China und bis Europa aus. Die Untertanen wurden auf höchst raffinierte, ausgeklügelte Art in der letzten Zeit vor der Sintflut auch in enormem Ausmasse polizeilich kontrolliert und beherrscht.

Lorbert teilt zur Ausdehnung des Reiches mit: jl.hag3.359,02 "Hanoch selbst bedeckte mit seinen weitgedehnten Umgebungen einen Bezirk und einen engbewohnten Flächenraum von beinahe achttausend Quadratmeilen(dt. Meilen, d. Hrsg.) , also ein Land für sich, das da sehr geeignet und groß genug gewesen wäre, in der jetzigen Zeit ein bedeutendes Königreich zu sein. Dazu herrschte es mit geringer Ausnahme über ganz Asien und trieb allenthalben sein Unwesen."
Das Hanochitenreich erstreckte sich direkt vor der Sintflut also zumindest über Asien. Die o.a. 'geringe Ausnahme' waren die Bewohner Chinas (Siniten), die sich den Hanochiten nicht unterwarfen. Japan hatten zwar Flüchtlinge (die Meduhediten) von Hanoch aus besiedelt, aber die Herrscher Hanochs kannten Japan nicht.

Wenn o.a. Unterwasserforschungen nun belegen, daß im Schwarzen Meer Sintflutrelikte festzustellen sind, stimmt dies durchaus mit den Angaben in Lorbers Werken überein, denn auch dieses Gebiet unterstand Hanochs Einfluß. Allerdings war das Schwarzmeergebiet weder der unmittelbare Flutausgangspunkt noch das bewohnte Zentrum.

Wie verlief die weitere Geschichte der Hanochiten bis zur Sintflut?

Lorbers 3 Bände über die Urgeschichte der Menschheit (Inhaltsverzeichnisse Band 1, Band 2, Band 3) schildern sehr umfassend die Abstammung, Ausbreitung, religiösen, politischen, kulturellen und technischen Verhältnisse und moralisch-sittlich (verkommenen) Lebensumstände jenes Volkes der Hanochiten und den Völkern in den Bergregionen. Diese 3 Bände umfassen rund 2000 Jahre der Zeitgeschichte seit der Erschaffung Adams und Evas. Nahezu ebenso lange existierte die später zur Millionenstadt gewachsene Hauptstadt Hanoch, bis sie und ihr ganzes Reich durch die Sintflut unterging und kaum Spuren hinterliess.

Unter den jeweiligen Hinweisen in diesen Inhaltsverzeichnissen lassen sich leicht alle Fundstellen aufsuchen, die mit 'Hanoch' oder 'Hanochiten' zu tun haben und mit den Links den direkten Bezug zu den Texten auf der Lorber-plus2-CD und Lorber-plus-3-CD herstellen.

Wie die Verhältnisse in den letzten Jahrzehnten vor Ausbruch der Sintflut waren und wodurch die Hanochiter sie selbst herbeigeführt haben, ist in den anderen Kapiteln zum Thema Sintflut zu lesen.

Daher sollen hier keine weiteren Details mehr aufgeführt werden.

Weil viele der Schilderungen in den 3 Urschgeschichts-Bänden 'Die Haushaltung Gottes' mit Details aus der Atlantis-Mythen/Berichten/Forschungen übereinstimmen, liegt die Annahme nahe, daß das Hanochitenreich mit dem sagenumwobenen Atlantis, das durch eine Flut verschwunden sein soll, identisch sein könnte.


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