Jesus Christus: 'Himmelsgaben', Band 3, S. 263


   18] O seht, das und noch so manches ist bei euch wohl noch sehr schwach und noch ziemlich babylonisch! - Die Schrift mußte ja erfüllet werden, und so ward am Kreuze allen, die nicht wußten, was sie taten, vergeben. Wenn das, so lasset in Zukunft den armen Pilatus doch auch ein wenig mehr leben, als es bis jetzt der Fall war amen. Das sage Ich euch, auf daß ihr fürder auch Pilatus nicht richtet amen, amen, amen.


Kapitelinhalt Vom Lesen des Gotteswortes (02.07.1847)

   00] Wie manche das Wort Gottes lesen - und wie das Wort Gottes von den Menschen gelesen oder angehört werden soll mit Nutzen für Seele, Geist und Leben.

   01] Es gibt allerlei Leser des Wortes Gottes, des lebendigen, ja desjenigen, durch das alles, was da ist, gemacht wurde.
   02] Einige lesen es wie die alte Geschichte des Prinzen Piripinker, die Geschichte der Genoveva, die des daumenlangen Hansel und die Geschichte der vier Haimonskinder! - Die Bibel sei ein altes, aus allen Zeiten zusammengestoppeltes Werk, das sich mit der neuen Literatur nicht mehr messen könne, - es enthalte eine große Menge mystischer Wundermärchen, welche mit einer alten, manchmal s'ehr saftlosen Moral unterspickt seien, manchmal mit historischen Skizzen und am häufigsten mit Droh- und Strafpredigten und prophetischen Unglücksverheißungen, die aber nicht viel besser wären als die Witterungsvoranzeigen in den Bauernkalendern, von denen auch sicher jede richtig wäre für irgendeinen bestimmten Teil der Erde; denn regne es hier nicht, so könne es ja in China oder auf Tahiti oder Otaheiti regnen, in Kamtschatka oder in Südamerika. Ebenso stünde es auch mit den Prophetien in der Bibel. Treffen sie in Europa nicht ein, so gäbe es ja noch ein Asien, Afrika, Amerika, Australien und eine zahllose Menge großer und kleiner Inseln im großen Weltmeere, wo auf einer oder der andern so eine Prophezeiung sicher und ungezweifelt in Erfüllung gehen muß!


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