Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 1


   09] Im Anfange der Nachtdämmerzeit kommen die Menschen aus ihren Höhlen hervor, ernten diese Früchte und bringen sie alsbald in ihre unterirdischen Wohnungen, wovon sie sich dann die Nachtzeit hindurch ernähren, wie auch den ganzen folgenden Tag hindurch.
   10] Von den häuslichen Tieren ist bloß eine Art Erdschaf zu bemerken, welches diesen Bewohnern das ist, was das Renntier den Nordländern. Es gibt noch sowohl in den Flüssen und Seen, die auf der Monderde ziemlich häufig vorkommen, eine Menge Wassertiere, wie auch einige kleine Arten von Vögeln, nicht unähnlich euren Sperlingen, wie auch ganze Heere von Insekten und anderen ein-, zwei-, drei- und vierfüßigen Erdtierchen, deren Zweck und nähere Beschreibung ihr bei einer andern Gelegenheit vernehmen werdet. - Vorderhand genüge euch das Gesagte!
   11] Vorzüglich aber hütet euch, Meine Lieben, davor, daß ihr nicht auch dereinst Bewohner dieses armseligen Weltkörpers werden mögt! Denn dieses gelbschimmernde Schulhaus des Lebens ist ein gar mühseliges Schulbaus! Und es wäre besser, auf der Erde in einem Tage vierzehnmal zu sterben, als dort nur einen Tag lang zu leben; denn die Bewohner sind dort viel schlechter daran als die hier in den Friedhöfen Begrabenen. Denn diese wissen nicht, daß sie begraben sind. Aber die Bewohner des Mondes müssen (bewußt) in ihren Gräbern leben, werden dort auch oft in ihren unterirdischen Behausungen entweder durch Einstürze oder durch plötzliche Wasserüberflutungen begraben.
   12] Was noch fernere bemerkenswerte Erscheinungen sowohl der Monderde wie deren Bewohner anbelangt, so werde Ich euch dieses bei einer nächsten Gelegenheit kundgeben. Für jetzt aber denkt über das Gesagte nach und seht vorzüglich darauf, daß ihr den Frühling eures Lebens wohl erkennt und benützt - so werdet ihr selbst an dem Monde, wenn dieser vollends vor euch enthüllt wird, ein ganz bedeutendes Zeichen des Menschensohnes am Himmel erblicken! Amen.
   13] Das sage Ich zu euch, nun kommend auf den Wolken des Himmels! Amen, Amen, Amen.


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