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Versuchen Engel, vor Suizid zu bewahren?

Beispiele und Infos aus der unsichtbare Realität


Kurzfassung der Thesen / Beispiele:

   Engel wissen, wie hochbedeutsam und wertvoll eine Inkarnation auf der Erde ist. Weil viel Zeit erforderlich ist, einen möglichst hohen seelischen und geistigen Reifegrad (= seelische und geistige Wiedergeburt) zu erlangen, bedeutet jeder vorzeitige Abbruch dieser Chance einen kaum vorstellbaren Verlust. Daher sind Engel sehr daran interessiert, daß ihr menschlicher Schützling so lange auf der Erde leben und wirken kann, als es nur irgend möglich ist. Sie versuchen, Suizid, Mord oder andere Ereignisse, die zum Tode führen könnten, auf vielfältigste Weise zu verhindern.
   Hierzu einige Beispiele:

Beispiele:

zu 1) Krankenschwester J. Snell berichtet: "Einige Wochen nach meinem ersten Besuch im Spital verließ ich es eines Tages mit dem Gefühl, daß ich ein solch unnützes, unglückliches Leben, wie meines geworden war, nicht länger ertragen könne, und ich nahm mir vor, auf irgendeine Weise herauszukommen. Ich wanderte Stunden ziellos umher, setzte mich hin und wieder und suchte nach Gründen, welche einen Selbstmord zulassen. Der Kampf zwischen Lebenswillen und Selbstmord ging auf und ab, zuletzt aber war ich der Überzeugung, daß es das beste sei für mich und die, welche durch Beziehungen an mich gebunden waren, mich zu töten. Es blieb mir nur noch die Art des Selbstmordes zu wählen.
   Während ich in meinen Gedanken die verschiedenen Möglichkeiten herumwälzte, hörte ich den Refrain einer bekannten alten Hymne. Ich merkte, daß ich an einer Kirche vorbeikam. Ich fühlte mich unwiderstehlich veranlaßt, hineinzugehen. Es war zum ersten Male seit meines Vaters Tod, daß ich ein Gotteshaus betrat. Die Hymne, welch man gerade sang, war das Lieblingslied meines Vaters gewesen. "Jesus, Geliebter meiner Seele." Oft hatte ich es mit ihm gesungen in den glücklichen Tagen unseres Zusammenseins, welche so weit hinter mir zu liegen schienen. Worte und Musik berührten eine Gefühlsquelle, die ich für längst erstorben glaubte. Ich sank auf den nächsten Sitz, und meine Hände verdeckten den Tränenstrom, der über meine Wangen rann. Ich weiß nicht, wie lange es war, daß ich so blieb. Dann merkte ich, daß der Gottesdienst beendet und ich in der Kirche, in der wenige Gaslichter brannten, allein war. In meine Seele war etwas wie die Ruhe nach dem Sturm eingezogen.
   Als ich aufsah, starrte ich zum zweiten Male auf die weißgekleidete Gestalt des Heilands, umgeben von hellem Licht, das von seiner Person auszugehen schien. Ich starrte kurze Zeit gebannt auf das unbeschreiblich zarte Liebe ausstrahlende Gesicht. "Oh, hilf mir", rief ich, "denn ich habe Angst vor dem Leben und darf noch nicht sterben." Der Heiland streckte mir liebevoller Aufforderung seine Hände entgegen, und in Tönen, wie sie keine menschliche Stimme geben kann an Zartheit und Mitgefühl, sprach er zu mir: "Belastet und verstrickt in Verzweiflung, ich will dich stärken und dir Arbeit geben für mich. Nun geh in Frieden." Die Vision löste sich vor meinen Augen auf. Eine große Last schien von meiner Seele genommen, und ich verließ die Kirche mit dem Entschluß, ein neues Leben zu beginnen im Dienste für andere. Ich weiß nicht mehr, wie ich nach Hause kam, aber spät in der Nacht kam ich zu mir und fand, daß die gute Oberin über mich gebeugt war, während ich ganz angezogen auf dem Bett lag. Sie war beunruhigt über meinen Zustand und rief meinen Onkel. Ich erzählte ihm, was ich gesehen hatte. "Gott sei Dank", rief er inbrünstig aus, "das wird der Wendepunkt in deinem Leben sein." {JS.DDdE.012 f.}

zu 2) »Ein Magier erkannte intuitiv die sehr sensitive und äußerst mediale Anlage einer ca. 35 jährigen Frau und bot ihr an, sie zur 'Geistheilerin' zu schulen. Da sie noch wenig Ahnung von geistigen Praktiken hatte, ließ sie sich darauf ein. Sie machte rasche Fortschritte in der Ausbildung. Als sie aber die herrschsüchtigen, egoistischen und destruktiven Praktiken ihres Lehrers durchschaute, brach sie empört die Ausbildung ab.
    Da der Magier wohl fürchtete, sie könnte über ihre Erfahrungen plaudern und ihm evtl. Ruf und Einkünfte schädigen, verfolgte dieser Magier und seine dämonischen Helfer diese Frau mit allen möglichen Tricks. Hauptziel war es wohl, sie telepathischl, schwarzmagisch und mit Dämonenhilfe durch Unfälle, Krankheiten oder telepatisch-hypnotischen Zwang zu Suizid zu beseitigen. Obwohl sie aufgrund ihrer starken religiösen kath. Einstellung von sich aus nie Suizid gemacht hätte, hatte sie schon mehrere Suizidversuche hinter sich. In jedem einzelnen Fall spürte sie vor dem Suizid-Versuch, daß ihr direkt davor durch eine böse Macht von innen heraus das Bewußtsein vernebelt oder völlig genommen wurde, oder sie unter unwiderstehlichem tranceartigen Zwang die jeweils unterschiedliche Art des Suizidversuches vollziehen mußte.
    Sie berichtete mir ausführlich, wie abwechslungsreich sie durch Engel - die sie hellsichtig sehen und mit ihnen sprechen konnte - gerettet wurde: "Einmal wurde ich während einer Bergtour in Begleitung meines Freundes durch eine starke innere Macht dazu gezwungen, ihn unter dem Vorwand, rasch einige Blumen pflücken zu wollen, zu verlassen, rasch auf einen dutzende Meter hohen Felsen zu steigen und mich von dort herunterzustürzen. Als ich fiel, blähte sich mein Rock wie ein Fallschirm auf und ich landete genau in den Armen meines darunter stehenden Freundes, der genau in diesem Moment 'zufällig' nach oben sah und mich kommen sah!" Obwohl ein Rock physikalisch gesehen keine nennenswerte Bremswirkung aufweisen kann und die Fallhöhe recht beträchtlich war, blieben beide unverletzt!
    Über eine andere Situation erzählte sie: "Als ich im Wald spazieren ging, zwang mich eine dunkle innere Macht, mich mit meinem Gürtel an einem abseits vom Weg stehenden Baum aufzuhängen. Ein dort spazierengehendes Ehepaar fand und rettete mich, weil der Mann gerade dort 'zufällig' den Weg verließ, weil er auf einmal den starken Drang, Wasser zu lassen, spürte!" So fand er die Erhängte noch rechtzeitig und konnte sie befreien.
    Bei einer der vielen Operationen, die sie schon hinter sich hatte, lief unter seltsamsten Umständen alles so schief, daß sie klinisch schon mehrere Minuten 'tot' war. Sie erlebte sich in wunderschönen Gefilden, und wäre dort gerne geblieben. Da sie aber noch relativ kleine Kinder hatte und geschieden war, bat sie ihre jenseitigen Führer, zurückkehren zu dürfen, um für die Kinder sorgen zu können. Dieser Wunsch wurde ihr erfüllt.
    Diese Frau liebt heiß und innig Jesus. Sie ist geradezu extrem katholisch-gläubig. Ich habe noch nie bei jemandem ein so krasses Nebeneinander von tiefer Gottesliebe und gleichzeitigem Übermaß an Aberglauben und religiös-magischen Denk- und Handlungszügen erlebt wie bei ihr. Auch ihre Vorfahren praktizierten schon in vielfältiger Form religiös-verbrämte Magie. Bei allem was sie religiös glaubte, - auch wenn es falsch war - war sie felsenfest von der Richtigkeit überzeugt und ließ sich mit keinem Argument belehren. - Wohl wegen dieses extremen 'Dienens für verschiedene Herren' durften sowohl Dämonen als auch Engel ihre Ansprüche und Einflüsse bei ihr geltend machen. Das Ergebnis war deutlich erkennbar: Die Engel ließen den Dämonen zwar insofern viel Handlungsspielraum, als sie diese Frau immer wieder furchtbar quälen, schädigen und in Todesnähe bringen durften. Aber kurz vor dem Ziel durchkreuzten Engel die dämonischen Pläne jedesmal gründlich! Ich habe noch nie jemdanden getroffen, bei dem 'Wunder'-hilfen so häufig, so auffällig und greifbar wie bei ihr zu erleben waren. Gleichzeitig habe ich auch noch nie jemanden erlebt, bei dem das ganze Register der schwarzen Magie so erfolgreich und variabel angewendet wurde wie bei ihr! Weil sie unbelehrbar war und ihre abergläubischen, abgöttischen und religiös-magischen Praktiken in keinem Punkte zu ändern bereit war, und ich auch noch zu wenig Erfahrungen mit solchen Praktiken hatte, kam ich trotz mehrerer Behandlungstermine keinen Schritt weiter und brach die Therapie ab. {GG.E.F.}

zu 3) »Giancarlo, ein hübscher Mann von 25 Jahren, schien voll Gesundheit und Lebensfreude. Er hatte jedoch einen 'Untermieter', der ihn auf die schlimmste Art quälte. Die Exorzismen brachten ihm einige Erleichterung, aber zuwenig. Eines Abends beschloß er, Schluß zu machen, wie schon einige Male zuvor. Er ging entlang einer frequentierten Eisenbahnstrecke und legte sich in einer weiten Kurve auf die Schienen einer von zwei Spuren. Vier bis fünf Stunden blieb er in dieser unbequemen Lage, nur von einem Schlafsack geschützt. Mehrere Züge passierten die Stelle in beiden Richtungen, aber alle auf der anderen Spur, und kein Lokführer oder Eisenbahner bemerkte ihn.« {GA.EEe.74 f.}

zu 4) "Vor einigen Jahren versuchte Betty, sich in einem Zustand völliger Verzweiflung, dreimal innerhalb von wenigen Monaten, das Leben zu nehmen. Jedesmal wurde sie in letzter Minute gerettet. Im ersten Falle wollte sie gerade eine Handvoll Schlaftabletten schlucken, als sie in den Badezimmerspiegel blickte. In diesem Moment tauchte plötzlich der Gedanke in ihr auf, daß ihre Kinder sie brauchten und sie diese nicht alleine lassen konnte.
   "Beim zweiten Mal", berichtet sie, "wollte ich eine verkehrsreiche Straße überqueren und mich von einem Auto anfahren lassen. In diesem Augenblick fühlte ich eine Wesenheit meinen Körper buchstäblich zurückhalten. Ich vermochte mich nicht zu rühren. Je mehr ich mich bemühte, desto fester wurde ich gegen den Bordstein gedrückt. Als ich schließlich zur Besinnung kam und erkannte, was ich vorgehabt hatte, weinte ich und ging zitternd fort.
   Beim dritten Mal hatte ich getrunken und wollte mit dem Auto an eine Wand fahren. Da fühlte ich eine Wesenheit, die mich zwang, den Wagen zu parken. Im Krankenhaus, das nur eine Straße weit entfernt war, bat ich um Hilfe für meinen Zustand. Mein Engel hielt mich jedesmal vom Suizidversuch ab. Ich danke ihm für die Hilfe und den Schutz, den ich erhielt.« {RS.SuH.178}

zu 5) Ein Patient namens Peter Gerloff berichtete dem klinischen Psychologen Heinz Hemling im Juni 1988, daß er elf Jahre zuvor im Alter von 14 Jahren in Karlsruhe in der Schule ein schlechtes Zeugnis bekommen habe. Da seine Eltern Alkoholiker waren und deswegen zu Hause immer eine gespannte Atmosphäre herrschte, habe er sich gefürchtet, mit dem Zeugnis heimzugehen. Er beschloß daher, von einer Rheinbrücke zu springen und sich so das Leben zu nehmen. Es war Winter und sehr kalt, und der Fluß führte Hochwasser. Es war Mittagszeit, und normalerweise herrschte auf der Brücke immer reger Betrieb. Aber in diesem Augenblick war sie völlig leer, ohne Autos und Fußgänger. Herr Gerloff berichtet: "Es war alles still, nicht mal ein Vogel hat gepfiffen, Das ist mir anfangs gar nicht so zum Bewußtsein gekommen. Ich stieg über das Geländer und habe über die ganze Situation nochmals nüchtern nachgedacht, ob ich das machen soll. Es war aber eigentlich in dem Fall klar, daß ich da runterspringen und ertrinken will. Was in dem Moment nicht schwierig gewesen wäre, weil das Wasser sowieso eiskalt gewesen ist. Ich wollte loslassen. In dem Augenblick, in dem ich das Geländer loslassen wollte - ich guck' nach rechts - links - es ist niemand da - laß' mit einer Hand schon los, die andere war gerade dabei loszulassen, in dem Moment ruft's: "Halt, Peter! Nicht! Komm zurück! Du mußt noch was tun! Du hast noch einen Auftrag!" Ich war natürlich erst mal erschrocken! Ich war ganz erstaunt. Hat mich doch jemand erwischt? Guck' rechts, guck' links. Total leer. Kein Mensch auf der Brücke. Ich habe mitten auf der Brücke gestanden. Ich hab' erst mal überlegt: 'Halt! Da stimmt was nicht?' Und das macht mir heute noch zu schaffen, ob ich das eigentlich, ob die Stimme, ob das Einbildung war, ob ich da irgendwie aus einem Angstgefühl vielleicht doch nicht so bereit war? Aber eigentlich wollte ich da runterspringen. Also, das möchte ich fast ausschließen, daß das im Unterbewußtsein war. In meinem Empfinden kam das von außen. Ich hab' das richtig gehört. Das war ja das Unheimliche dabei! Es war ja weit und breit kein Mensch zu sehen gewesen, und total still war es. Und ich habe die Stimme wirklich gehört! Ich hab's mir aber nicht erklären können, woher sie kam." {Hemling, Heinz: 'Unsichtbare Realitäten. Berichte - Erlebnisse - Tatsachen', Verlag die Bluae Eule, Essen 1995; S. 158, zit. n. {WS.EBGH.15}

zu 6) Cynthia A. Landers aus Ohio beschreibt eine ähnliche Zusammenarbeit von Mensch und Engel, bei der Linderung seelischen Kummers. Cynthia leidet unter Persönlichkeitsspaltung, einem Zustand, der in ihrem Falle auf einen extremen körperlichen und sexuellen Mißbrauch zurückzuführen ist.
   Seit kurzem interessiert sie sich zwar für Engel, wie sie sagt, weiß aber noch nicht, welche Richtung sie einschlagen soll. Sie glaubt, daß Engel sie bei der Arbeit an diesem Projekt unterstützten. Ihre Eintragung am ersten Tag beweist ihre Offenheit für die Weisung aus der geistigen Welt, die die Engel ihr auch gaben.
   "Ich wurde auf Gefühls- und Gedankenebene mehrmals daran erinnert: Liebe zu wählen und mich von der Angst zu lösen sowie in der Gegenwart zu leben und die Vergangenheit loszulassen".
   Ich fühlte mich zu einer bestimmten Abteilung der Bücherei hingezogen, die ich sonst nie aufsuchte und entdeckte auch sofort eine neue Quelle, aus der ich heute schöpfte und der ich mich weiterhin bechenen werde. Ich machte eine ausgezeichnete Erfahrung damit."
   Cynthia war sich jeden Tag der Woche der Gegenwart ihres Engels bewußt. Sie spürte diese in verschiedenen Situationen, wie bei der Arbeit, im Restaurant, zu Hause, während sie in ihr Tagebuch schrieb, und zu Beginn und am Ende ihrer Meditation. An einem Tag erhielt sie in der Meditation über die Gegenwart der Engel inspirierende Botschaften; ein anderes Mal wurde ihr die Antwort auf ein persönliches Problem gegeben. Für Cynthia spielt die emotionale Unterstützung, die sie aus der Kommunikation mit ihrem geistigen Kameraden gewinnt, eine besonders wichtige Rolle, was die Eintragungen am sechsten Tag erkennen lassen.
   "Habe die Anwesenheit meines Engels bei der Arbeit im Büro mehrmals flüchtig bemerkt. Ich hatte viel zu tun und fühlte mich heute vollkommen ausgelastet und leistungsfähig, was nur selten vorkommt. Auch meine Therapie erwies sich als sehr fruchtbar in dieser Woche, denn sie war spirituell ausgerichtet."
   Der bloße Entschluß, an diesem Projekt teilzunehmen, meinem ersten, hat mein Bewußtsein für Engel erweitert. Es ist eine wunderbare Erfahrung gewesen, die ich hoffe, auch weiterhin zu machen."
   Cynthia gibt uns eine interessante Erklärung dafür, wie es zu ihrer Beziehung zu den Engeln kam und welche Wirkung diese auf sie ausübte.
   "Obwohl ich, dank meiner Therapeuten und Freunde, Fortschritte in der Besserung meines Zustandes machte, hatte ich das Gefühl, noch mehr Unterstützung zu benötigen, um mich über die Schwierigkeiten vollkommen hinwegzusetzen.
   Vor einiger Zeit erzählte ich meiner Therapeutin von meinem Wunsch, Verbindung zu einem geistigen Führer aufzunehmen. Sie schlug Engel vor.
   Kurz darauf gelangte ich zu der Überzeugung, daß ich für jede einzelne Persönlichkeit (Schizophrenie, d. Hrsg.) in mir einen Schutzengel benötige und einen Sonderengel für uns alle, als ein Ganzes. Ich bat Gott darum, und er antwortete auch. Endlich besaß ich das Empfinden, genügend Hilfe in meinem Leben zu erhalten. Ich habe seither nicht mehr an Selbstmord gedacht, ein Gedanke, der mir fünfundvierzig Jahre lang immer wieder einmal durch den Kopf ging.
   Es gibt wohl kaum ein Allheilmittel. Das trifft auch für die Hilfe meiner Engel zu. Doch meine Schutzengel haben mir andere Türen geöffnet; ich habe Bücher und Tonbänder aufgespürt, die mir zum gegebenen Zeitpunkt weiterhalfen. Ich bin mir der zunehmenden Liebe zu mir selbst und der Annahme meiner selbst durchaus bewußt, was natürlich alle meine Handlungen beeinflußt. Insbesonders aber fühle ich, "Liebe zu sein", wenn ich mit anderen zusammen bin, weniger "sie zu lieben".
   Ich steure diesen Bericht in der Hoffnung bei, daß er anderen Menschen in meinem Zustand helfen möge, zu sich selbst zurückzufinden. Ich möchte sie ermutigen, die Schutzengel zu bitten, sie auf ihrem Weg unterstützend zu begleiten." {RS.SuH.182 ff.}

zu 7) Surya berichtet: »Mein Vater war in einer Fabrik, die eine Bahnstunde Fahrzeit von München entfernt liegt, beschäftigt, und da seine Familie groß war, so konnte er mir nur wenig Zuschuß schicken. Es ging mir sehr knapp zusammen, so knapp, daß ich drei Monate bereits ausschließlich von Brot und Wasser gelebt hatte. Dieses Leben schien mir auf die Dauer unerträglich. Ich faßte also den Entschluß, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Und zwar wollte ich mich am Abend im Bette liegend erstechen. - Der Abend kam; ich war bereit, meinem Dasein ein Ende zu bereiten, wartete nur, bis im Hause alles ruhig war. Und als endlich der Augenblick mir günstig schien, meine Tat auszuführen, betete ich vorerst das Vaterunser. Und, merkwürdige Sache, ich wurde durch dieses Gebet so beruhigt, daß ich von meiner Tat abstand. Ich begann nun daraufhin in dieser Nacht förmlich mit Gott zu ringen. Ja, ich forderte direkt von ihm, daß nunmehr, da er mich am Leben erhalten hatte, er für mich auch väterlich sorgen solle. Es war dies kein gewöhnliches Gebet, sondern ich sprach zu Gott etwa so, wie ein Kind zu seinem Vater spricht: "Lieber Gott, ich bin nun einmal dein Kind und bitte dich als solches, daß du für mich derartig sorgst, daß ich meine Studien ohne große Entbehrungen vollenden kann.' Am Morgen stand ich beruhigt und gekräftigt auf. Wer beschreibt aber mein Erstaunen, als um 8 Uhr morgens, ich war kaum angekleidet, mir meine Quartierfrau meldete, der Herr Kommerzienrat L. (und dies war der Besitzer der Fabrik, in welcher mein Vater als einfacher Arbeiter wirkte) sei da und wünsche mich zu sprechen.
    "Wie geht es Ihnen, mein Lieber?" sprach der Kommerzienrat. Da hielt ich nicht länger zurück, sondern erzählte gleich, daß es mir elend ging. Nun klopfte der Kommerzienrat mir auf die Schulter. "Lassen Sie nun das gut sein, ab heute will ich für Sie sorgen, daß Sie ruhig und ohne Not zu leiden Ihre Studien vollenden können!"
    Der Kommerzienrat hielt Wort. Meine Not hatte ein Ende; ich vollendete glücklich meine Studien. Soll dies alles nur Zufall oder Telepathie gewesen sein?
   Kommerzienräte pflegen nicht ohne dringende Antriebe bereits um 8 Uhr früh arme Studenten zu besuchen. Nein, für mich war es vollkommen klar, daß hier ein kausaler Zusammenhang mit meinem Gebete vorlag. Und von da ab glaubte ich an die Kraft des Gebetes und habe seither oft Gebetserhörungen erlebt." {WR.HadJ.48}

zu 8) Der bekannte parapsychologische Gelehrte Dr. Emil Mattiesen schreibt: "M. J. Savage berichtet von einem namhaften Geistlichen in Boston, der gemeinsam mit seiner Gattin und einem Amtsgenossen bis zu seinem Tode eine weitverzweigte Arbeit unter der Armenbevölkerung der Stadt geleistet hatte. Nach seinem Tode entwickelte sich die Frau dieses Amtsbruders zu einem Medium für Aufträge, durch die allem Anschein nach der Verstorbene seine unterbrochene Arbeit fortführte, was auch ohne ihn bei der Verstreutheit seiner Schützlinge nicht möglich gewesen wäre.
   Miß N. N. erhielt Befehle, zur Stadt in bestimmte, nach Straße und Hausnummer bezeichnete Häuser zu gehen, wo sie näher bezeichnete Personen in näher bezeichneten Umständen vorfinden würde, um ihnen die nötigen Dienste zu erweisen. Dies geschah einmal über das andere Mal. Sie befolgte diese Anweisungen, während sie schlechterdings nichts über den gegebenen Fall wußte, als was ihr auf diese Weise mitgeteilt worden war, und behauptete, daß nie ein Irrtum begangen worden sei... In einem Falle reiste sie nach einer Stadt eines anderen Staates (der Union) mit Anweisungen dieser Art, während sie nicht einmal den Namen der Person wußte, die sie aufsuchen sollte. (Auch hier bewies der Erfolg die Richtigkeit der Mitteilung.)
   Einige dieser Sendungen betrafen Fälle der Errettung aus sittlicher Gefährdung. Die Tochter dieses alten Geistlichen erhielt den ausdrücklichen Befehl, der vorgeblich von ihrem Vater kam, 20 Dollar an eine Adresse zu senden, von der sie nie gehört hatte. Als sie zögerte und an die Beschaffung eines Schecks dachte, um gegen Verlust gesichert zu sein, wurde ihr der bestimmte Befehl zuteil, nicht zu zögern, da es sich um eine Sache von großer Wichtigkeit und Dringlichkeit handle, worauf sie zwei Zehn-Dollar-Noten abschickte. Der den Empfang bestätigende Brief wurde von Savage eingesehen. Er war mühsam mit Bleistift geschrieben, wimmelte von grammatischen und Rechtschreibungsfehlern und erzählte von den erduldeten Mißhandlungen eines im Stich gelassenen Weibes, das nach schwerem Kampf um ihren Lebensunterhalt die letzten Möbelstücke versetzt hatte, um zu selbstmörderischem Zwecke Kohlen beschaffen zu können, - als das (lebensrettende) Geld eintraf.« {WR.HadJ.55}


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