Jakob Lorber: 'Himmelsgaben', Band 2


   07] Aber das sage Ich auch, daß dieser Rummel Babels nur höchst kurz dauern und man gar bald vielfach entdecken wird, was die Hure so ganz eigentlich im Schilde führt! - Dann aber zehnmal Wehe der großen Hure! - Jedem Hund an der Kette soll es besser ergehen als der Hure, wenn man ihr die alte, aber wohlbefestigte Maske abnehmen wird! - Eine größer Schande und Schmach hat noch nie jemand auf der Welt erlebt und nie jemand eine härtere Züchtigung!
   08] Diesmal wird Babel schnell wachsen, denn es hat einen gut gedüngten Boden an den Fürsten der Welt. War der erste Weg mühsam, da Babel erst untersuchen mußte mit seinen Knechten, wie es mit dem Boden steht, so wird es aber nun um so schneller emporkommen, weil es sein Territorium gar wohl kennt und aus alter Erfahrung gar wohl weiß, was es zu tun hat, um ans erwünschte Vollherrscherziel zu gelangen! An der baldigen Erreichung dieses Zieles aber liegt auch der ebenso baldige volle Untergang dieser Herrscherin.
   09] Und siehe, in eben diesem sicheren Begebnisse (Fall Roms nach Höhepunkt des Beherrschens der Völker) liegt eine Hauptvorbereitung zur Offengabe dieses Meines Wortes. Denn sonst müßte es sich auch, so gut wie alles aus Mir, das Verdammungsurteil von Seite dieser Hure gefallen lassen, was aber für diesmal und fürder allemale nicht in meiner Ordnung liegt.
   10] Du meinst freilich, die Lutheraner wie auch alle anderen Konfessionen würden dies Mein Wort gewiß vielseitig mit der größten Begierde aufnehmen?! - Das weiß Ich wohl am besten, wie viele es gibt, die es darnach dürstet! - Aber Ich sage ein für allemal: Unter vielen Millionen geben etliche Tausende keinen Ausschlag!
   11] Für die Besseren ist nun allenthalben gesorgt. Daher bedürfen die wenigen Auserwählten dieses Meines Wortes vor der Zeit weniger als der ungeheuer große und überdumme Welttroß! - Zur rechten Zeit aber wird es schon allen zukommen, die darnach verlangen werden in ihrem Herzen!


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