Jakob Lorber: 'Gesundheitspflege und Heilung'

Wechselnde Gesundheitsprobleme als Folge von Schwelgerei, Speisenvielfalt, Bier und Wein durcheinander trinken (J.L. ohne Datum)

auch in JL.Him3.231

Inhaltsübersicht:


   JL.HeiG.175,04] Für A.H.W. Der Herr: » Höre du, Mein lieber und sehr fleißiger Abschreiber Meiner Liebesgaben für Geist, Herz und Verstand - du beklagst dich immer über allerlei Schwächen deines Fleisches. Bald ist dein Kopf nicht in der Ordnung, bald deine Füße, manchmal auch dein Magen, den du öfters einer gewissen Blödheit beschuldigst. Aber siehe, das kann nicht anders sein; denn du bist noch immer ein kleiner Schwelger und trinkst Bier und Wein durcheinander, issest dazu bald dies, bald jenes, was dir gerade dann und wann schmeckt. Meinst du wohl, daß das deinem Leibe dient? O mitnichten. Das alles ist ein Gift für deinen in den Jahren schon etwas vorgerückten Leib.
   01] Willst du recht gesund sein und alt werden, so bleibe du schön fleißig bei der Hausdiät! Bestelle dir abends zu Hause ein einfaches, dir gut schmeckendes Abendmahl, aber nicht zu sauer noch zu stark gesalzen. Magst dabei auch etwas Wein mit Wasser genießen und zuvor einen guten Gang ins Freie tun, so wirst du gesund und stark verbleiben. Magst auch dann und wann an schönen Tagen irgendwohin gehen, da ein guter Wein ist; aber das schlechte Lumpengesüff von einem Biere meide! Denn das hat alle schlechten Eigenschaften, nur keine guten, besonders in dieser betrügerischen Zeit, in der Hopfen und Malz rein verdorben sind.
   02] Aber nicht nur für den Leib, sondern noch bei weitem mehr für die Seele und den Geist ist das abendliche Gasthausschmausen bei Bier und Tabakdampf überaus schädlich, da dabei durch die schlechte Kost in den Leib allerlei schlimme Spezifika aufgenommen werden, die dann Seele und Leib trübe machen.
   03] Zu dem aber gesellt sich noch die Nacht der Erde, in der auch das allerschlechteste psychische Spezifikalgesindel in den Luftraum der Erde aufsteigt und im selben wo und wie nur möglich durch das Fleisch, da es augenblicklich durchdringt, die Seele mit allerlei Übeln besudelt und nicht selten mit unkeuschen Gedanken und Begierden erfüllt.
   04] Siehe du, Mein lieber N.N., Ich bin auch ein leiblicher Arzt. So du Meinem Rate folgen wirst, dann wirst du stets recht gesund und stark in deinem Leibe wie in deiner Seele sein, und dein Geist wird leicht Meister derselben werden.«


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