Endzeitprophezeiungen (Lorber, SeherInnen)

Vorsorge-Tipps

Johannes empfängt die Offenbarung von Jesus    

Auslegung und Zielsetzung der Offenbarung des Johannes

Deutung durch Neuoffenbarungen Jesu


Inhaltsübersicht:


Auslegung der Offenbarung des Johannes durch Neuoffenbarungen Jesu in der Neuzeit

Es gibt sehr viele Auslegungen zur Offenbarung des Johannes, weil vor allem die sog. 'apokalyptischen' (verhüllten) Strafgerichte Gottes für die Menschheit, die als Weissagungen gedeutet werden, das Denken vieler Menschen seit der Existenz dieses biblischen Buches stark beschäftigten.
Zweifellos ist die Deutung der vielen bildhaften und damit symbolischen Hinweise für unsere Zeit, die nicht mehr gewohnt ist, symbolische Darstellungen (Entsprechungen) von ihrem geistigen Gehalt her zu betrachten, sehr schwierig. Letztlich kann jedoch nur eine weitreichende, geistige Deutung diesen visionaren Bildern gerecht werden. Wer die bildhaft-prophetischen Angaben wörtlich auslegt, verstrickt sich bald in solche Widersprüche, daß der Leser hinterher wahrscheinlich mehr verwirrt als aufgeklart ist. Das erlebte ich selbst, als ich im Jahre 1978 erstmals intensiver mit der Auslegung dieses Buches beschäftigte, aber keine Kenntnisse über die geistigen Auslegungsprinzipien der prophetischen Bildersprache besaß. Erst nach haufigem Lesen und Versenken in den Sinn der bildhaften Darstellung erschließen sich die Entsprechungen solcher geistiger Bilder nach und nach. Schließlich kann ein Bild Sachverhalte so komplex und zugleich differenziert darstellen, daß zur Erklärung des gleichen Sachverhaltes sehr viele Worte und damit mehr Zeit zur Erklärung nötig waren.
Nachdem ich ab 1979 aber das prophetische Schrifttum Jakob Lorbers, Emanuel Swedenborgs und Gottfried Mayerhofers kennenlernte, die im 18. und 19. Jahrhundert durch Visionen und innerlich vernehmbare Stimmen unter anderem auch Auslegungen der Offenbarung des Johannes erhalten haben, wurden mir viele der verschlüsselten Aussagen dieses geheimnisvollen Buches mit seiner visionaren Bildersprache klarer.
Die o.a. Seher bzw. Propheten behaupten alle drei, daß sie ihre Botschaften hellsichtig und hellhörig aus dem Jenseits durch Jesus Christus bzw. durch Engel in seinem Auftrage empfangen hätten.
Wenn dies so wäre, dann hieße das: Lt. Angaben des Apostels Johannes stammt seine Offenbarung mit ihrer Bildersprache von Jesus - und nun wäre die Enthüllung eben dieses Buches wiederum von Jesus durch Propheten bzw. Seher der Neuzeit erfolgt!
Als ich diesen Anspruch, Jesus selbst habe sich durch Propheten in unserer Zeit erneut geoffenbart, erstmals in einem Buch über Lorbers Offenbarungen las, konnte ich dies einfach nicht glauben. Aus purer Opposition besorgte ich mir daraufhin einige Originalwerke Jakob Lorbers, um diesen Anspruch als ungerechtfertigt bzw. als Schwindel zu entlarven. Nun, je länger und ernsthafter ich diese (von Lorber und Mayerhofer nach wörtlichem inneren Diktat niedergeschriebenen und von Swedenborg nach innerlich Gehörtem und Gesehenem ) Offenbarungsschriften studierte und sorgfältig mit parallelen Stellen der Bibel verglich, desto glaubwürdiger wurde mir die zunächst provokante Behauptung, daß Jesus Christus in der Neuzeit erneut Propheten berufen hat und durch sie wichtige Wahrheiten für unsere glaubenslose und irregeführte Welt niederschreiben ließ. Aufgrund meiner eigenen anfänglichen Skepsis erwarte ich daher auch nicht, daß meine Leser ungeprüft dieselben Schlußfolgerungen über die himmlische Herkunft solcher Offenbarungen ziehen, denn es wiederspricht zu sehr unserer heutigen Einstellung, wonach es kein Jenseits oder keine Kommunikation mit jenseitigen Wesen gäbe. Dies geht nicht zuletzt darauf zurück, daß kirchliche Kreise behaupten, seit dem Abschluß des biblischen Kanons (d.h. jener Bücher, die in die Sammlung der biblischen Bücher im 4. Jahrhundert aufgenommen wurden) gäbe es keine Offenbarungen Gottes mehr, bzw. sie seien lediglich privater Natur und damit nicht verbindlich.
Um mir selbst ein eigenes Urteil bilden zu können, ob es tatsächlich neue und glaubwürdige Offenbarungen Gottes durch neuzeitliche Propheten geben könnte, prüfte ich die verschiedensten Aussagen der Neuoffenbarungen Lorbers und Mayerhofers mit vergleichbaren Texten der Bibel. Meine Textvergleiche ergeben, daß sich fast alle dieser - 'Neuoffenbarungen' genannten - Niederschriften von inneren Diktaten inhaltlich sehr exakt mit vergleichbaren Bibelstellen decken und sie verständlich erklären. Insgesamt gehen diese Neuoffenbarungen Jesu aber weit über die Bibelinhalte hinaus und enthalten viele wichtige Botschaften für unsere Zeit. Diese inhaltlichen Erweiterungen entsprechen aber auf jeden Fall dem Geist der biblischen Texte. Sie teilen u.a. auch mit, wie viele der biblischen Texte zustande kamen, in welchem Zusammenhang die Aussagen zustande kamen und wie Jesus seinen Jüngern jene Texte erklärte, die ihnen anfangs unverständlich waren.
Soweit es das Evangelium des Johannes betrifft, habe ich meine Ergebnisse unter dem Titel: "Neuoffenbarungen veröffentlicht. Dieser Textvergleich und meine positiven Erfahrungen mit dem Inhalt der sonstigen Offenbarungen durch Lorbers/Mayerhofer/Swedenborg haben in mir die Überzeugung wachsen lassen, daß ihre Neuoffenbarungen tatsächlich dem Geiste Jesu Christi entstammen. Daher halte ich auch die Angaben der Neuoffenbarungen zur Auslegung der 'Offenbarung des Johannes' - die sog. 'Apokalypse' - für so plausibel, daß sie in diesem Werk die ausschließlichen Deutungsgrundlagen zur Enthüllung der Offenbarung des Johannes bilden. Freilich sind auch mit ihnen längst noch nicht alle Stellen erschöpfend behandelt.
Lorbers und Mayerhofers Niederschriften des innerlich Gehörten erklären die meisten schwierigen Texte der Offenbarung zumindest soweit, daß sie das eigentlichen Anliegen und die eigentlichen Aussagen Jesu in der geheimnisvollen 'Offenbarung des Johannes' vor allem in ihrem geistigen und seelischen Sinn entschlüsseln.
Gerade für die Auslegung der prophetischen Bilder ist es wichtig, zu wissen, daß biblische Aussagen oft in dreifacher Ebene - geistig, seelisch und materiell - zu deuten sind und auf jeder Ebene eine eigene Aussage haben. Wenn Auslegungen der Offenbarung des Johannes wörtlich vorgenommen werden und überwiegend die materielle Ebene berücksichtigen, sind die Ergebnisse meist eher verwirrend als klärend.
In vorliegender Veröffentlichung liegt der Schwerpunkt auf der geistigen Deutung, wie sie durch Lorber und Mayerhofer aus dem Jenseits übermittelt wurden. Soweit sich aus den bildhaft-symbolischen Aussagen materielle Sachverhalte ableiten lassen, habe ich diese als eigene Deutung (als d. Hg. = der Herausgeber) gekennzeichnet.

Ganz kurz zusammengefasst beschreibt die 'Offenbarung des Johannes'

  • geistige, seelische und materielle Sachverhalte in visionar geschauten und beschriebenen Bildern
  • ein bildhaftes SittenGemälde der (Fehl)Entwicklung des Christentum seit Jesu Zeit bis zu seiner Wiederkunft dar.
  • die geistige Entwicklung des Individuums wie auch die Entwicklungsphasen der christlichen Lehre,
  • die Unzerstörbarkeit der reinen Liebe zu Gott und den Menschen
  • die Kampfe der Wahrheit mit der Lüge,
  • die Warnungen vor Irrtümern und charakterlichen Fehlentwicklungen
  • die logischen Folgen als die Ernte von Falschem und Bösem
  • die Beschleunigung der Läuterung und des Entwicklungsprozesses zum tausendjahrigen Friedensreich durch erhöhten Widerstand gegen Jesu Lehre
  • den letztendlichen Sieg der Wahrheit der Lehre Jesu über alle Gegner.

    Zur Richtigkeit der Überlieferung; zeitweises Bibelverbot (jl.ev10.025,06 .10)

    Von manchen Bibel-Wissenschaftlern wird bezweifelt, daß die Offenbarung des Johannes überhaupt von dem Apostel Johannes stamme.
    Jesus bestatigt durch Lorber eindeutig, daß die »Offenbarung Johannis... mit einigen Sprachunrichtigkeiten (überliefert wurde), was der Hauptsache für den, der von Mir geführt wird, keinen Eintrag macht.«
    Lange Zeit war es zumindest für Katholiken gar nicht möglich, die Offenbarung des Johannes kennenzulernen, denn die Bibel wurde den Katholiken lange Zeit vorenthalten bzw. ihr Studium verboten:
    (jl.ev10.025,10) »Wie lange ist es denn seit der Zeit, als man dem Volke die vier Evangelien und die Apostelgeschichte des Lukas, die Briefe der Apostel und die Offenbarung Johannis auf das strengste vorenthalten hat?«

    Zeitpunkt der Niederschrift auf Patmos (jl.him3.358,11-13)

    Jesus bestatigt durch Lorber, daß die Offenbarung inhaltlich von Johannes stammt, auch wenn Niederschriften teils von einem gleichnamigen Helfer vorgenommen wurden. Sie wurde von ihm spater als das Evangelium niedergeschrieben und dürfte ca. 100 n. Chr. entstanden sein:

    (jl.him3.358,11) »Man stellt zwar jetzt von einer gewissen gelehrten Seite die Behauptung auf, daß das Evangelium Johannis nicht von seiner Hand geschrieben sei. Ich aber sage es, daß es von seiner Hand geschrieben ist. Freilich, solange er als Apostel mit Mir herumreiste, verfaßte er nur Bruchstücke, indem er das Denkwürdigste aufzeichnete. Aber in seiner sogenannten Verbannung auf der Insel Patmos - die für ihn aber durchaus keine Verbannung war, indem ihn durch diesen Akt nur ein redlicher und machthabender Römer der Verfolgungswut der Juden entzogen hatte - konnte er in der euch schon aus dem Evangelium Johannes bekannten Veste des Griechen Cado, der zeitweilig auch in Jericho lebte, an der Seite der Maria unbeanstandet sein Evangelium in eine rechte Ordnung bringen und gab darin für die Nachwelt soviel kund, als sie zu ihrer Beseligung nötig hat. Von allem andern aber sagte er am Ende, daß Ich noch gar vieles getan und gelehrt habe, was nicht in diesem Buche geschrieben ist, und würde jemand das in die Bücher schreiben, so würde solches die Welt nicht fassen. Und mit dieser triftigen Bemerkung schloß er sein Evangelium - nahe gerade um die Zeit, als Jerusalem von den Römern zerstört wurde (70 n. Chr., d. Hg.), worauf Johannes noch eine geraume Zeit lebte und seine Gesichte unter dem Titel 'Offenbarung Johannis' aufs Pergament brachte.
    (jl.him3.358,12) Bei dieser Gelegenheit wurde er wohl zu öfteren Malen von einem ihm über die Maßen geneigten Freunde im Schreiben unterstützt, da er in dieser Zeit schon über hundert Jahre Alters zahlte. Dieser sein Freund führte auch den Namen Johannes, den er sich aber von Johannes bei der Gelegenheit geben ließ, als der Evangelist ihn taufte und Meinen Geist über ihn ausgoß; denn von Geburt war dieser Johannesfreund ein Grieche und führte natürlich auch einen ganz anderen Namen, an dem für uns wenig oder nichts gelegen ist, weil er durchgehend keine historische Berühmtheit war, obschon er zu der Dienerschaft des Griechen Cado gehörte.
    (jl.him3.358,13) Wer da Zeit und Vermögen besitzen würde, könnte sich noch heutigentags von dem Aufenthalt des Johannes im Südosten dieser asiatisch-griechischen Halbinsel überzeugen, welche Halbinsel aber zur Zeit der Flut des Meeres nahe ganz eine vollkommene Insel darstellt, indem sie nur durch eine außerst schmale felsenriffige Landzunge mit dem Festlande Asiens zusammenhangt.«

    Apokalypse-Generalthema: Geistige Entwicklung bis zur Läuterung der Welt (GM.Pred.014,04)

    Durch Prophet Mayerhofer erklärte Jesus, welchem Zweck die Offenbarung vor allem dienen sollte:

    (gm.pred.014,04) »Johannes, Mein Liebling, war bestimmt - durch sein spezielles Wirken und dadurch, daß gerade er länger am Leben blieb als alle seine übrigen Mitjünger -, noch in seinen letzten Jahren in seiner Offenbarung der Welt ihren geistigen Gang bis zur Läuterung im voraus zu beschreiben und ein Zeugnis zu hinterlassen, daß die Gesetze, die Ich in Meine Schöpfung gelegt habe - seien es moralische oder physische -, nicht mit Füßen getreten werden dürfen.« Wo diese geistig-kosmischen Gesetze übertreten werden, folgen zwangslaufig negative Konsequenzen daraus. Die Offenbarung des Johannes nennt unter den '7 Zornschalen' solche Konsequenzen als Beispiele.

    Apokalypse = Schicksal der Lehre Jesu in Entsprechungen (gm.widk.099,01-100,03)

    Durch Prophet G. Mayerhofer erklärt Jesus die wichtigsten Grundlagen zum Verstandnis der Entsprechungen der Offenbarung des Johannes:

    (gm.widk.099,01) »Die Offenbarung Johannis ist ein SittenGemälde der ganzen Zeit, welche nach Meinem Übergang ins Geisterreich bis nun und bis zu Meiner Wiederkunft über eure Erde kam. Diese Offenbarung ist schon von so manchem erklärt, durchforscht und auseinandergesetzt worden. Und doch hat noch keiner den rechten Schlüssel gefunden, die Bücher dieses hl. Wortes zu erschließen, noch die Begebenheiten und Zeitabschnitte richtig zu beurteilen, welche alle nach Meinem Heimgange kommen mußten, solange der Mensch als freies Wesen der eigene Herr seiner Handlungen war. Jetzt, da wir beinahe am Ende der ganzen Prophezeiung stehen und das meiste schon vorüber ist, will Ich euch Schritt für Schritt diese Offenbarung erklären. Damit könnt ihr dann selbst beurteilen, wie weit alle von dem eigentlichen Sinn entfernt waren, die nur buchstablich herausfinden wollten, was doch nur durch Entsprechungen erklärt werden kann.
    (gm.widk.099,02) Solange der Mensch die Deutung oder den geistigen Sinn der Worte - was man Entsprechung heißt - nicht begreift, ist es umsonst, Meine Worte im innersten Sinne fassen zu wollen. Selbst die große Masse der neuen Worte, welche ihr bis jetzt erhalten habt, zeugen von dem namlichen. Denn je öfter ihr sie lest, desto geistiger, oft auch gegen früher verschiedener, wird euch deren Inhalt klar. Ihr müßt von dem Grundsatze ausgehen, daß Ich als höchster Geist nur geistig denken und reden kann. Und auch, daß Ich dem Standpunkte des menschlichen Geistes gemaß geistige Gedanken und Ideen in für euch faßliche Worte einkleide. Darum ist bei diesen Worten - so wie ihr sie auffasset und lest - dies noch lange nicht ihre letzte Deutung.
    (gm.widk.100,03) So ließ ich auch einst Johannes diese Geschichte niederschreiben, indem Ich seiner Auffassungsgabe Meine Ideen anpaßte. Hatte Ich anders mit ihm gesprochen, so hatte er Mich nicht verstanden, Meine Worte entweder mißdeutet oder selbe gar nicht zu schreiben getraut - aus Furcht, das Opfer einer Tauschung zu werden.«

    'Zorn Gottes' und 'Plagen' als Beispiele für Entsprechungen (Offenbarung.01,01 ff.; gm.widk.100,04-06)

    Jesus erklärt anhand einiger Worte, wie Entsprechungen grundsatzlich zu deuten sind:

    (gm.widk.100,04) »So findet ihr in dieser Offenbarung nur symbolische Bilder! Ihr findet den 'Zorn Gottes', die 'Plagen' und noch mehreres, was in jener Zeit selbst bei den Propheten öfters gebraucht wurde, aber nicht hatte wörtlich verstanden werden sollen. Ich, der Gott der Liebe kann weder Zorn, Haß noch Rache üben, was durchaus nicht möglich ist, wenngleich Ich als Gott durch plötzliche Vernichtung oder durch moralischen Zwang alles sogleich in die rechte Ordnung bringen könnte.
    (gm.widk.100,05) Sollte Ich vielleicht in Brand geraten über Dinge, die Ich selbst so und nicht anders geschaffen habe? Sollte Ich etwa einen Fluch aussprechen über Geschöpfe, die - eben, weil Ich sie als frei hinstellte - fehlen und fallen mußten, damit sie die großen göttlichen Eigenschaften und ihren Wert durch das Gegenteil erkennen sollen! Wie könntet ihr das Licht schatzen, wüßtet ihr von Schatten oder Finsternis nichts! Wie die wohltuende Kraft der Warme, kenntet ihr die Kalte nicht! Wie die erhabene Tugend, Sittlichkeit, moralischen Gefühle begreifen, wenn nicht die Gegensatze davon existieren würden! Wie die Idee eines geistigen Fortschrittes begreifen, wenn ihr nicht den Weg nach abwarts wüßtet?
    (gm.widk.100,06) Seht, daraus geht hervor, daß in allen Schriften des Alten und Neuen Testaments manches enthalten ist, was nicht so gemeint ist, wie der Buchstabe es zeigt, sondern der Auffassung jener Zeit angemessen dennoch für ewig den großen Keim des Geistigen enthalt. Darum werden die Geister im höchsten Jenseits und selbst die Engelsgeister noch immer etwas Höheres darin finden, je höher sie selbst stehen und je größer ihre eigene geistige Einsicht ist. So sind alle Meine Worte für immer eine reiche Fundgrube geistiger Schatze, die nie ein Ende erreichen werden, weil Ich als unendlicher Geist nur Unendliches denken und reden und durch Meine Knechte schreiben lassen konnte. Jetzt wollen wir alo einen Schritt weiter gehen und mit den ersten Kapiteln der Offenbarung anfangen.«

    Gesamtbewertung als Entwicklungsabriß der Lehre Jesu; Mahnrufe durch logische, selbstverursachte Folgen (gm.widk.112,43-44a)

    Die Offenbarung sagte vorher, wie sich Jesu Lehre im einzelnen Menschen und in den Völkern entwickeln werde:

    (gm.widk.112,43) »So ging Meine Lehre alle Phasen durch, deren das menschliche Gemüt fahig ist, von der reinsten Pietat bis zum krassesten Unglauben und Verwerfung alles dessen, was gegeben wurde. Von der strengen Befolgung Meiner Gebote, von der pedantischen Auslegung Meiner Worte bis auf gänzliches Verwerfen alles durch tausend Stimmen in der sicht- und unsichtbaren Natur gepredigten Geistigen sehet ihr im Bilde vor euch. Gegeben wurde es in Form von Mahn- und Posaunenrufen, denen aber wegen Nichtbefolgung die Tat oder Strafe am Fuße folgte. Von den Zornschalen und ihrer Ausgießung - als Symbol, daß das Böse und moralisch und physisch Unnaturmaßige sich selbst bestrafen muß - seht ihr alles klar vor euch:
    Wie Meine sieben Eigenschaften nach und nach zum Besten antreiben, wie die freie Natur des Menschen demselben sich widersetzt, wie Verirrungen auf Verirrungen, Fehler auf Fehler folgen. Wie alle Mühe vergebens ist, Meine Worte der Menschheit ganzlich aus dem Kopfe zu treiben und wie selbst das Ärgste doch zum Besten führen muß und wird.
    (gm.widk.113,44a) Dieser langjahrige Kampf des Drachen (Satans und der menschl. Leidenschaften, d. Hg.) mit dem Himmel, dieses Verfolgen des Weibes mit ihrem Knäblein Christus als Friedensstifter, alles dieses wird euch jetzt klar vor Augen liegen.«

    Unvertilgbare Liebe; Widerstande beschleunigen die Entscheidung für Jesus (gm.widk.115,51-52a)

    Jesus weist auf die Rolle hin, welche die Liebe spielt bzw. spielen sollte:

    (gm.widk.115,51) »Dieses alles ist der eigentliche Grundstoff der Offenbarung Johannis. Bildlich gegeben, aber mit geistigen Augen und der Sprache der Entsprechung gelesen, wird es euch klar zeigen, wie dieses kleine Blümchen der Liebe, welche Ich in die Herzen der Menschen pflanzte, nie auszuroden ist. Und wie trotz aller Pläne der Machthaber im geistigen oder materiellen Sinn dieser Keim göttlichen Ursprungs nie zu vernichten war. Macht doch die Liebe die Grundeigenschaft Meines eigenen Ichs aus und war das Warum, aus welchem Ich das ganze Universum hervorgerufen habe! Wie könnte dieser Funke sich verlieren, sich zerstören lassen? Vergebens rüttelten alle an diesem Gebaude, vergebens suchten Menschen Meine Worte falsch auszulegen. Alles fiel wieder auf sie selbst zurück und sie mußten ernten, was sie gesät hatten. So sehet ihr jetzt nach und nach alle wissenschaftlichen und spitzfindigen Auslegung des Liebewortes der Hl. Schrift wie Schnee von der Sonne der Wahrheit vergehen.
    (gm.widk.116,52a) Je größer der Widerstand auf einer Seite ist, um so rascher vollführt sich der Prozeß auf der anderen Seite. Und so wird auch das Endresultat alles Treibens nur Meine Lehre fördern, mehr ins rechte Licht bringen und so immer mehr den Übergang zum Tausendjahrigen Reiche vorbereiten

    Erfordernis geistiger Deutung der Apokalypse; Bildersprache als geistige Sprache (gm.widk.117,54-57)

    (gm.widk.117,54) »Hier habt ihr also eine geistige, weitgreifende Erklärung der Offenbarung Johannis. Zwar nicht so, wie die Welt sie von Mir erwartet, aber so, daß die Welt sie verstehen könnte, wenn sie mit geistigen Augen selbst erst lesen gelernt hat. Bilder bleiben Bilder, und jedem Bilde liegt immer ein Gedanke zugrunde, der sich dann in Formen individuell auszudrücken sucht. So müßt ihr die Bilder der Apokalypse auffassen, nicht wörtlich; da kämet ihr auf keinen Grund, weil sonst zahllose Widersprüche herauskommen.
    (gm.widk.117,55) Ihr müßt auch noch annehmen, daß im Geisterreiche eine andere Assoziation der Ideen und Gedanken herrscht als bei euch hier lebenden Menschen. Und daß daher Gesichte, wie die von Johannes gesehenen einen andern Charakter haben müssen als eure jetzt angenommene, wohlgeordnete Rede. Sehet, schon in frühester Zeit war der Ausdruck des Gedankens nicht Wort-, sondern mehr Bildersprache; die alten Ägypter schrieben selbst ihre Denkmale voll von solchen Zeichen.
    (gm.widk.117,56) Noch jetzt besteht in den orientalischen Sprachen der Gebrauch der Bildersprache. Diese ist ein Überbleibsel einer langst vergangenen Zeit, wo die Menschheit ihrem Urquell naher gestanden ist, und wo auch ihre Ausdrucksweise mehr der geistigen Welt nahe war.
    (gm.widk.118,57) Alle diese Proben beweisen, daß auch nach dem Übergange in ein höheres Leben je nach der Stufe des geistigen Fortschreitens die Sprache und Mitteilung zwischen Geistern eine andere sein wird als durch das langsame Wort, wo ihr oft viele braucht, um einen einzigen Gedanken auszudrücken. Selbst Meine ganze Schöpfung, was ist sie denn anderes für euch alle als eine Bildersprache? Und sie wird es so lange bleiben, bis ihr das tiefer liegende geistige Warum erkennen könnt, warum dies alles so und nicht anders geschaffen ist. Und so wie ihr eure Sprache habt, wie Ich die Meinige in der sichtbaren Natur habe, so haben auch Geister höherer Regionen ihre Mitteilungssprache, die dem Anschein nach sich anders anhören laßt, als was eigentlich in ihr verborgen ist. Daher die vergebliche Mühe eurer Gelehrten, Bilder geistiger Natur in weltliche Worte zu kleiden. Und deswegen auch Meine jetzigen Worte, um euch neben der Erklärung einer großen Offenbarung noch nebenbei einen Schritt in Meiner Haushaltung weiter zu führen.«

    Gottes Liebe auch in Strafen; Reaktionen auf die Gerichte (gm.widk.118,58)

    Jesus begründet, warum seine Deutungen schwerpunktmäßig stärker den unangenehmeren Aussagen, als den friedlichen Bildinhalten gelten:

    (gm.widk.118,58) »Ich will euch die friedlichen Bilder zu verstehen allein überlassen und nur die strengeren der Offenbarung erklären, wo scheinbar nur Gottes Zorn und unerbittliche Vergeltung waltet - damit ihr den Gott, der nur Liebe ist, auch in diesen Bildern nicht verkennet.
    Es naht eine Zeit heran, wo der geistige Wind, der jetzt schon in seinen Bewegungen sich kundgibt, stärker wehen wird. Wo ihr dann nicht Schilfrohren gleich bald da, bald dorthin euch neigen, sondern den Weg genau gehen sollt, welchen Ich euch vorgezeichnet habe. Es werden, wie es bildlich in der Bibel steht, falsche Propheten aufstehen. Es wird Unfug mit der reinsten Lehre, mit der Geisterkommunikation (Spiritismus, d. Hg.), ja mit allem getrieben werden, damit es dem Menschen zur Befriedigung seiner tierischen Leidenschaften dient.
    Und ehe das Friedensreich sich nähern kann, wird noch manche Zornschale über die Menschheit von den Menschen selbst ausgegossen werden, da sich die Parteien geistig und materiell schroffer gegenüberstehen werden, je mehr die Zeit zum Abschlusse drängt. Durch diesen Kampf werden auch die letzten Zornschalen in Erfüllung gehen, denen, nachdem alles Widerstreben nichts mehr helfen wird, Niedergeschlagenheit, Jammer und Heulen folgen wird. Die einen werden trostlos, die andern trostvoll das Ende und auch den Sieg der guten Sache mit Resignation erwarten.«

    Sich auf alles gefasst machen! Ursachen der selbstverursachten Strafen; Zweck der Kampfe; wer siegt (gm.widk.119,59)

    (gm.widk.119,59) »Das meiste aus der Offenbarung als Entwicklungskrisis ist abgelaufen, das Ärgste bleibt noch übrig. Aber Geduld und Vertrauen in Mich! Ihr wollt Meine Kinder werden oder sein. So zeigt euch dieses Namens würdig und die Siegespalme, wie die Offenbarung selbst sie ausspricht, wird euch nicht fehlen.
    Macht euch auf alles gefasst! Nicht Ich, sondern des Menschen tierische Natur, der Menschen künstlich erzeugter Unglaube, ihre unbändige Herrschsucht und Geldgier wird auch diese Zornschalen und Posaunenbilder erfüllen helfen.
    (gm.widk.119,60) Es muß ja ganz natürlich, bevor Ich selbst euren Erdball wieder betrete, ein Reinigungsprozeß eintreten. Wie bei schwülem Wetter das Gewitter die Luft reinigt, indem es mit Gewalt alle schädlichen Dünste zu Boden reißt, damit wieder reine Luft wehe, so auch im geistigen Reinigungsprozesse: es muß, da der Widerstand ein starker ist, auch zu starken Ausbrüchen kommen, ohne welche kein Ausgleich möglich ist. Bei euch auf Erden wird jeder Kampf damit enden, daß alle Parteien ihre Ohn- und Meine Allmacht anerkennen, gegen welche jeder Widerstand vergeblich ist.« -

    Apokalypse als allgemeines und individuelles Entwicklungsbild, wie Gottes Idee zum Vollwert gelangt und wodurch Gutes siegt (gm.widk.119,61)

    (gm.widk.119,61) »So nehmt diese Erklärung der Offenbarung als ein Gemälde, das euch alle Phasen vorstellt, die eine Gottesidee durchmachen muß, um zu ihrem eigentlichen Werte zu gelangen. Nehmt diese Bilder als Gleichnis, wieviel es kostet, bis das Gute siegt und das Böse sich als besiegt erklärt! Nehmet als geistige Denker diese Bilder als entsprechende Andeutungen. Denn so wie Johannes den Verlauf des Christentums geistig sah, ebenso spiegelt sich dasselbe in eines jeden Menschen Lebenslaufe in geistiger und materieller Entwicklung ab.
    (gm.widk.120,62) Solche Kämpfe, solche Posaunenrufe und Zornschalen werden über Ideen ausgeleert. Wohl dem, der auch das Bitterste benutzend, doch Heilsames aus selben zu ziehen versteht! Der geistige Läuterungs- und Entwicklungsprozeß bleibt überall der namliche Kampf der geistigen gegen die tierische Natur: Aufopferung seiner selbst, Toleranz gegen andere. Und so schaue ein jeder sein Leben durch, dann findet er in diesen Offenbarungsbildern seine eigene Lebensgeschichte mehr oder weniger verzeichnet!«

    Bilder der Apokalypse als Symbole epidemischer Fehlentwicklungen; Voraussetzungen, diese zu begreifen (jl.Advt.098,08-09)

    (jl.Advt.098,08) »Alle diese Bilder in der 'Apokalypse' des Johannes sind geistige Figuren, sind herrschende epidemische Geisteskrankheiten, die dann die Menschen treiben, regieren;
    (jl.Advt.098,09) und um diese Offenbarungen entziffern zu wollen, muß dein Bruder einen bei weitem höheren Standpunkt sich denken, als dessen er wirklich jetzt erst fahig ist. Er muß von Meinem Standpunkte aus die Welt, d.h. die geistige, inneren Welt der auf dieser Erde in Körper eingehüllten Seelen sehen, lesen und verstehen lernen; muß dort sehen, wie die geistige Richtung sich wendet, wie Ich dann selbe zu Meinen Zwecken benütze, und wie statt alledem, was die Menschen möchten, nur Mein großes Ziel erstrebt wird!«

    Erklärung des Wortes 'Jerusalem' (jl.3Tag.019,02-03)

    Jesus erklärt die Bedeutung des Wortes Jerusalem (= Dies ist die Wohnstätte für den großen König, der in meinem Lichte sitzt) anhand der althebräischen Wortbestandteile:

    (jl.3Tag.019,02) »So gib denn acht allein auf die einzelnen Wurzeln der althebräischen Zunge: Je (dies ist), Ruh oder Ruha (die Wohnstatte), sa (für den), lem oder lehem (großen König); Me oder mei (meines), l'chi oder lichi - gelesen litzi - (Angesichtes oder Lichtes), sedek (Sitzt).
    (jl.3Tag.019,03) Ihr wißt, daß die Alten die Selbstlaute bei der Wortbildung zwischen den Mitlauten wohl aussprachen, aber aus einer gewissen Pietät (Aus Pietät und Ehrfurcht vor Gott, dessen Name 'Jehova' aus den 5 Vokalen i e o u a gebildet ist.) nicht niederschrieben. Man muß alsonach bei solchen über tausend Jahre alten Worten die Vokale zwischen die Konsonanten zu setzen verstehen, und der wahre Begriff eines so alten Namens erklärt sich dann von selbst aus seinen Wurzeln.«

    Rechte Einstellung zu sorgenerweckenden Geschehnissen (jl.ev08.049,07-10)

    Bei einem gemeinsam mit den Jüngern verbrachten Sonnenaufgang ermahnte Jesus seine Jünger, die sich Sorgen um die Zukunft machten:

    (jl.ev08.049,07) »Sehet und betrachtet nun lieber die herrliche Morgennatur des Tages, und wie das stets kräftiger werdende Licht der Sonne alle Dünste und Trübnisse der Erde verscheucht, und lernet daraus, wie in der Folge das geistig auch euer Geschäft sein wird, und ihr werdet besser daran tun, als so ihr euch zu emsig um das erkundiget, was euch nun noch lange hin nichts angeht!
    (jl.ev08.049,08) a Um was ihr euch zu sorgen habt, das habe Ich euch schon gar oft gezeigt; um alles andere aber habt ihr euch gar nicht zu sorgen! Ja, Ich sage auch, daß es sogar unnötig und eitel ist - so ihr lebendig an Mich haltet im Glauben und in der Liebe -, daß ihr euch sorget um den kommenden Tag, was ihr essen und trinken und womit ihr euren Leib bekleiden werdet! (a Mt.06,33; Lk.12,31; b Mt.06,25; Lk.12,22)
    (jl.ev08.049,09) a Bekommt man auf dem Markte nicht hundert Sperlinge um einen Pfennig? Wie gering ist also ihr Wert vor den Menschen, und dennoch sorgt der Vater im Himmel für sie und bekleidet sie wohl! Ihr seid als Menschen aber doch sicher mehr wert als die Sperlinge? (a Mt.10,29; Lk.12,06)
    (jl.ev08.049,10) a Betrachtet da diese Feldblumen und Lilien! Salomo in aller seiner Pracht war nicht so herrlich bekleidet, wie sie da sind. Wer sorgt denn da für ihr Gewand? Darum ist alle derlei Sorge eitel von euch, und noch eitler die ums einstige völlige Zeitenende dieser Erde! - Habt ihr alle Mich nun wohl verstanden?« (a Mt.06,28-29; Lk.12,27: jl.ev06.069,04*; jl.ev08.049,10; jl.ev09.155,13; 1 Kön.10,05; 1 Kön.04,21 f.; Lk.12,27; jl.ev06.069,04*; jl.ev06.193,07; jl.ev08.049,10; jl.ev09.155,13)

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    Letztes Update: 29.01.2018