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Vergleiche Islam - Christentum

Maria = 3. Person der Dreifaltigkeit Gottes?

Islamischer Vorwurf, Christen würden Maria vergotten

Quelle: http://derprophet.info/inhalt/trinitaet-im-koran.htm/ (15.04.12)


Inhaltsübersicht:


Vergleichende Darstellung aus der Sicht des Islam und von Neuoffenbarungen Jesu

Anmerkung: Laut islamischer Lehre entstammen alle Offenbarungen Allahs aus derselben Quelle im Himmel (s. Die himmlischen Bücher). Die Inhalte dieser himmlischen Bücher sollen unveränderlich, ewig gültig und in sich widerspruchsfrei sein. Folglich müssten z.B. die Offenbarungen Gottes an die jüdischen Propheten, die Lehre Jesu während seiner Erdenzeit, die Offenbarungen an Mohammed und die durchs innere Wort empfangenen neuen Offenbarungen Jesu an den Propheten Jakob Lorber (1800-64) inhaltlich zumindest in allen Kernaussagen übereinstimmen.
Vergleicht man die Offenbarungen Allahs an Mohammed aber genau mit den jüdischen oder christlichen alten und neuen verbal inspirierten Offenbarungen Gottes zum Thema Maria, dann erweisen sich die Unterschiede - wie bei nahezu jedem Thema - als so groß, dass sie keinesfalls aus derselben Offenbarungsquelle stammen können.
Welche Quelle nun plausibler, logischer, einheitlicher, Herz und Verstand ansprechender und vor allem wahrheitsentsprechend ist, kann der Leser anhand der Vergleichstexte aus verschiedenen Quellen selbst entscheiden.

Islam-Pedia

Islam. Darstellungen: Vom Koran oder der Sunna werden leider meist nur jene Verse erwähnt, die den 'friedlichen, toleranten' Islam (aus der Zeit Mohammeds in Mekka) hervorheben. Jene Aspekte, die den 'kriegerischen, intoleranten' Islam (aus der Zeit Mohammeds in Medina), der bei gegensätzlichen Aussagen Allahs maßgebend ist, bleiben meist unerwähnt. 'Islam-Pedia' präsentiert daher islamische Lehren und Praktiken in ziemlich einseitiger, meist geschönter, subjektiver, missionsorientierter Form. Objektive oder gar kritische Aspekte bzw. Themen fehlen weitgehend.
Prophetia-Wiki

Offenbarungen durch Lorber, Swedenborg: Artikel, die in relativ kurzer Form das jeweilige Thema zusammenfassen. Da die Darstellung in Wiki-typischer Form erfolgt, sind Vergleiche mit Texten aus Islam-Pedia (ebenfalls Wiki-Darstellung) besonders leicht und übersichtlich möglich.
Neuoffenbarungen

Offenbarungen durch Lorber, Mayerhofer: Texte in FAQ-Form (kurzer Frage-Antwort) oder ausführlicher; Links zu den Originaltexten
'Der Prophet'

Islam umfassend, objektiv und wo nötig, kritisch beleuchtet und aus nicht-islamischer, christlicher Sicht dargestellt. Bezüge zum Koran und zu Mohammeds Leben, Lehren und Handeln zeigen auf, welche Ziele mit der aktuellen Masseneinwanderung von Muslimen in Europa verfolgt werden und welche Absichten 'unsere' Politiker damit verfolgen.
Maria gemäß Islam-Pedia
Islam. Darstellungen
Maria gemäß Prophetia-Wiki
Offenbarungen durch Lorber, Swedenborg
gemäß Neuoffenbarungen
Offenbarungen durch Lorber, Mayerhofer
gemäß 'Der Prophet'
Islam kritisch aus christl. Sicht

    Islam unterstellt Christen, Maria als dritte göttliche Person der dreieinigen Gottheit anzubeten

    Laut Koran sind die drei Götter, die von den Christen angeblich angebetet werden, neben Allah und Jesus auch Maria.

    Der Kontakt Mohammeds mit verschiedenen christlichen Sekten hat im Koran seinen Niederschlag gefunden wie zum Beispiel im Vers 32 aus Sure 30: "wie jene, die ihren Glauben spalteten und in Sekten zerfielen, von denen sich jede Partei ihrer eigenen Meinung erfreut"

    Ob nun

    • der Vergottung Marias mit entsprechender Anbetung,
    • die teils hohe Marienverehrung anderer Sekten oder
    • das biologische Verständnis der Zeugung Jesu (das den Christen unterstellt wird)
    folgendem Vers zugrunde liegen, kann nicht abschließend eruiert werden:

      Sure 5, Vers 116: "Und wenn Allah sprechen wird: “O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesprochen: “Nehmet mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah an?” Dann wird er sprechen: “Preis sei Dir! Es steht mir nicht zu, etwas zu sprechen, was nicht wahr ist. Hätte ich es gesprochen, dann wüßtest Du es. Du weißt, was in meiner Seele ist, ich aber weiß nicht, was in Deiner Seele ist. Siehe, Du bist der Wisser der Geheimnisse.”


    Hier wird beschrieben, daß Allah Jesus (anläßlich des Jüngsten Gerichts?) zur Version der Trinität als Trias von Gott, Maria und Jesus befragen wird, und Jesus in Abrede stellen wird, diese selbst postuliert zu haben.

    Diese Befragung von Jesus: „Und wenn Allah sprechen wird" welche der Allmächtige Seinem Propheten Mohammed im genauen Wortlaut schon in medinensischer Zeit offenbart, kann nicht göttlichen Ursprungs sein, denn:

    1. Das islamische Dogma stattet alle Propheten, nicht nur Mohammed, mit absoluter Sündenlosigkeit aus. Es ist also völlig undenkbar, daß der islamische Jesus „Isa" die Absurdität seiner eigenen Beigesellung behauptet haben könnte. Er hätte damit die schlimmste aller möglichen Sünden – die der „Beigesellung" – auf sich geladen.

    2. Die im vorliegenden Vers erwähnte Sichtweise der Trinität als Trias von Gott, Maria und Jesus entspricht nicht der christlichen Lehre - (s. Jesu Lehre zur Dreieinigkeit Gottes.)

    Allah müßte das wissen, weshalb sich dieses göttliche Verhör erübrigt …

    H.P Raddatz schreibt zum koranischen Verständnis der Trinität: “Hier tritt kein Irrtum Muhammads, sondern eine zu seiner Zeit noch gebräuchliche, pseudo-christliche Trinitätsvariante in Erscheinung. Sie wurde von der arabischen Frauensekte der Kollyriadianerinnen, vielleicht auch der sogenannten Philomarianiten, vertreten, die in Maria göttliche Eigenschaften erkannten und die Eucharistie als von ihr gespendet feierten … Muhammad zog es hingegen vor, die von Jesus selbst auf obige Frage verneinte Göttlichkeit seiner Mutter zu übergehen, und seiner Trinitätsablehnung – nicht ganz unpolemisch – eine marginale Sektenauslegung zugrundezulegen.” (H.P. Raddatz, Von Gott zu Allah?, Herbig, München 2001, Seite 329)

    Hand nach rechts Einmal mehr muß man allerdings darauf hinweisen daß sich hier nicht Mohammed, sondern Allah irrt, denn der Koran ist Seine Verbaloffenbarung und wurde unabhängig vom Wissensstand des Gesandten herniedergesendet.

    Zum Thema “Beigesellung” erläutert R. Paret: “… Daß er (Mohammed) die christliche Trinitätslehre nicht auf Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist, sondern auf Gott, Jesus und Maria bezogen hat, … jedenfalls brachte er über das Leben und Wirken von Jesus herzlich wenig in Erfahrung.” (R. Paret, Mohammed und der Koran, Seite 15, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 1980)
    Wir finden auch in diesem Kommentar die von Islamwissenschaftern oft vorgenommene Interpretation der Botschaften Allahs als Aussagen des Menschen Mohammed. Darauf wurde schon hingewiesen.


    Neuoffenbarungen Jesu durch Prophet Jakob Lorber über Maria

    Hand nach rechts Alle Neuoffenbarungen Jesu, in denen seine Leibesmutter Maria erwähnt wird, zeigen klar, dass die Verehrung oder gar Vergottung von Maria ebenso wenig wie die Vergottung von Seligen oder Heiligen von Gott gestattet oder vom Urchristentum gelehrt worden ist.

      Hand nach rechts Jesus warnte seine Nachfolger, Maria (oder sonstigen Menschen) göttliche Verehrung zukommen zu lassen: "Sie ist die Erste, und es wird nimmermehr eine sein wie sie. Hand nach rechts Aber es wird auch so kommen, daß man ihr mehr Tempel als Mir erbaut und sie ehren wird mehr als Mich, und man wird des Glaubens sein, nur durch sie selig werden zu können! Darum will Ich denn nun auch, daß man sie nicht zu sehr erhebe, da sie wohl weiß, daß sie Meines Leibes Mutter ist, und auch weiß, wer hinter diesem Leibe steht! - Deshalb seid mit ihr wohl überaus gut und artig, aber Hand nach rechts hütet euch davor, ihr eine göttliche Verehrung zukommen zu lassen!" ( jl.ev01.108,07-12)

    Auch weitere Offenbarungen Jesu widerlegen die muslimische Unterstellung, Christen würden Maria als dritte Person der Gottheit verehren, und sie dadurch Gott beigesellen:

    Abgötterei mit Maria wurde aus dem Heidentum übernommen, widerspricht aber der urchristlichen Lehre

    Was sich im Verlaufe der ersten Jahrhunderte an Abgötterei im Christentum entwickelt hat, wurde aus dem Heidentum übernommen. Bei den Heiden spielte die Verehrung von Göttinnen, speziell der Mutter-Kind-Gottheit eine zentrale Rolle. Diese Abgötterei wurde von unwissenden oder irregeführten Christen kopiert und auf Maria bzw. auf Maria mit dem Kind Jesus übertragen. Mehr dazu: Was sich im Verlaufe der Zeit vor allem in der katholischen Kirche oder in orthodoxen Kirchen an Seligen- und Heiligenverehrung entwickelt hat, zeigt sehr wohl abgöttische Züge, aber dass die urchristliche Lehre jede Form von Marien- oder Heiligenverehrung ablehnte, scheint dem allwissenden Allah entgangen zu sein, als er Mohammed Sure 5, Vers 116 offenbarte...

    N. B.: Hand nach rechts Wenn Muslime den Christen Abgötterei mit Maria oder Heiligen vorwerfen, sollten sie vorurteilsfrei prüfen, ob die Verehrung Mohammeds, Chadidschahs, Fatimahs, Aishas und der ersten Kalifen nicht auch Abgötterei darstellen?

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Bearbeitungsstand: 18.01.2017