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Vergleiche Islam - Christentum

Freiwillige Almosen im Islam (Sadaqa)

Vergleich mit Jesu Richtlinien zu Almosen und Wohltätigkeit aus Nächstenliebe


Inhaltsübersicht:



Nächstenliebe durch Wohltätigkeit


Wohltätigkeit auch bei Feinden (Feindesliebe)?

Wahre Wohltätigkeit und Nächstenliebe soll auch gegenüber Feinden ausgeübt werden. Jesu Richtlinien zur Feindesliebe:

Negative Folgen von Feindschaft

Positive Folgen der Feindesliebe

Geistige Früchte der Feindesliebe

  • Links zu weiteren Ausführungen über Feindesliebe in weiteren Lorber-Werken
  • Links zu weiteren Texten über wahre Nächsten- und Feindesliebe


      Wohltätigkeit gefällt Gott

      05] Ich aber sagte zu ihm: »Nimm du nur an, was man dir mit Freuden gibt; denn du selbst hast ein gutes Herz und teilst gerne mit den Armen auch von dem wenigen, was du dir mit deiner Kunst mühsam erwirbst! So du dir von nun an aber mehr erwerben wirst, so wirst du deinem guten Herzen auch einen größeren Tätigkeitsraum gewähren können. a Den Armen wohltun, ist Gott wohlgefällig, und für die Armen arbeiten und sammeln, ist herrlich vor Gott und b wird allzeit schon in diesem und noch mehr im andern Leben belohnt.«(a Matthäus.06,01-04; Matthäus.05,42; Lukas.06,30; jl.ev04.062,01-05; b jl.ev01.125,22; jl.ev03.192,11-16; jl.ev04.079,05 .07; jl.ev09.009,05; jl.ev09.026,22; jl.ev10.139,04; jl.ev10.146,11)

      Almosen und gute Taten sollen auch Andersgläubigen zugute kommen

      jl.ev10.146,09] Jesus: "Läßt denn Gott Seine Sonne nicht über die Heiden so gut wie über die Juden leuchten, was du doch alle Tage gar wohl bemerkt haben wirst? Macht aber da Gott, der Herr über alle Dinge in der Welt und in den Himmeln keinen Unterschied, so soll auch ein wahrer Jude darin Gott, der sein ewiger Vater ist, völlig ähnlich zu werden trachten.
      10] Du brauchst ihnen darum aber nicht bei einem etwaigen Bau eines Götzentempels behilflich zu sein - denn das wäre keine wahre Nächstenliebe und hätte vor Mir auch keinen Wert -; aber die Heiden mit aller Freundlichkeit von allen ihren alten Irrtümern befreien und ihnen geben das alte Wahrheitslicht, das hat vor Mir einen übergroßen Wert.
      11] Imgleichen auch, so da kommt ein armer Heide vor deine Tür und fleht dich an um ein Almosen und du enthältst es ihm darum vor, weil er ein Heide ist, so hast du dadurch vor Mir nichts Verdienstliches fürs ewige Leben getan; so du dich aber auch des armen, hungrigen und durstigen Heiden erbarmst und gibst ihm, dessen er bedarf, so hast du vor Mir ein Mir sehr wohlgefälliges Werk der wahren Nächstenliebe getan, und Ich werde es dir vergelten hier schon hundertfach und dereinst jenseits unendlichfältig. Denn die wahre Nächstenliebe im Herzen eines Menschen - ob Jude oder Heide ist gleich - ist das einzige, wahrhaft geistige Lebenselement, durch das alle Sinnenwelt und auch alle Himmel in der Bestandsordnung erhalten werden. So ein Mensch die wahre Nächstenliebe hat und übt, so lebt er dadurch auch in der rechten Ordnung Gottes und gründet in sich das ewige Leben seiner Seele.
      12] Habe du von nun an denn auch die wahre Nächstenliebe gegen Heiden so gut wie gegen Juden, und du wirst erweckt werden durch Meines Geistes Kraft zum ewigen Leben und wirst eindringen in Meine Gottheitstiefen und wirst dadurch denn in Mir auch wahrhaft lieben deinen Gott über alles, - und das ist alles, was Ich von den Menschen zur Gewinnung des ewigen Lebens verlange. Wer da solche Liebe hat, der hat vor Mir keine Sünde und braucht nicht der Juden lange und leere und vor Mir wertloseste Gebete, keine Fasten und keine Bußwerke in Sack und Asche zu wirken, - Hast du das wohl verstanden?«

      Wohltun und Vorsorge nur für die Eigenen und Geiz Bedürftigen gegenüber widerspricht Gottes Willen

      20] Wer immer da hat ein Vermögen und einen Besitz und hat ein Gewerbe, das ihm vielen Gewinn verschaffen kann, spart aber den Gewinn für sich und seine Kinder und a schaut mit bittergesinnten Augen und Herzen herab auf die armen Brüder und scheut sich vor den armen Kindern, die aus Mangel an allen irdischen Besitztümern Hunger, Durst und Kälte leiden, und schafft sie von sich, so sie zu ihm kommen und ihn bitten um ein Almosen, und wer da sagt zu einem Bruder: "Komme in einigen Tagen oder Wochen zu mir, und ich werde dir da tun dies und jenes!", so aber dann der hoffende und darauf rechnende Bruder kommt und erinnert den Verheißer, daß er nun da sei, darum er bestellt ward, und der Verheißer entschuldigt sich, daß er auch nun nichts zu tun imstande sei, hat aber geheim doch das Vermögen dazu, wahrlich, wahrlich, sage Ich euch: der ist ein Feind Gottes! Denn wie will er Gott lieben, Den er nicht sieht, da er doch seinen Bruder nicht liebt, den er sieht vor sich und kennt dessen Not!? (a Matthäus.06,01-04; jl.ev02.157,08; jl.ev07.158,03; jl.ev10.146,11)
      21] Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Wer seinen Bruder in der Not verläßt, der verläßt in einem - Gott und Himmel! Und Gott wird ihn verlassen, ehe er sich's versehen wird!
      22] Wer aber seine armen Brüder nicht verläßt, auch dann nicht, so ihn Gott in eine Prüfung zöge, der a soll aber denn auch gesegnet werden, ehe er sich's versehen wird, reichlicher zeitlich und ewig, als nun unseres Gastfreundes Speise- und Kornkammern gesegnet worden sind!« (a Matthäus.06,04; jl.ev03.192,11-16; jl.ev04.079,05 .07; jl.ev09.009,05; jl.ev09.026,22; jl.ev10.139,04; jl.ev10.146,11)

      Gott sorgt für jene, die anderen unter großem Selbstverzicht Gutes tun

      jl.ev01.125,04] Ein kritischer Hörer zu Jesus: "Sieh, dies Haus ist ein großes Haus, ist ein gastfreundliches Haus und ist ein Haus, das in der schönen Sache des Brudersinnes seinesgleichen sucht; kannst Du es ihm aber vernünftigermaßen zumuten, daß es stets bereit sein solle, alle Menschen, die doch sicher unsere Brüder sind, aufzunehmen und zu versorgen?! Wenn es dazu auch den besten Sinn und den besten Willen hätte, so fehlt es ihm doch sicher an den dazu erforderlichen Mitteln, wie am Raume, an Eßwaren und an dergleichen mehr.
      05] Wenn ferner ein paar arme Menschen sich zur größten Not irgendeine Hütte erbaut und für den Winter einen sehr spärlichen Mundvorrat gesammelt haben, mit dem sie selbst nur mit der genauesten Not auslangen können bis dahin, daß die Erde wieder Früchte zu tragen beginnt, und es kommen nun aber zehn Menschen zu ihnen, das heißt zu den zweien, die selbst kaum Raum zur Genüge haben in ihrer Hütte, und diese zehn verlangen Einlaß, Herberge und Verpflegung, sage: kann irgend eine Lehre diesen zweien gebieten oder auch nur raten und sagen, daß es gut und segenvoll sei, dem Begehren der zehn Angekommenen zu willfahren und sich selbst dadurch bis zum letzten Lebenstropfen zugrunde zu richten?!«
      07] Jesus: "Ihr Toren! Wer läßt denn die Früchte wachsen und reif werden auf der Erde! Wer erhält sie selbst und gibt ihr fortwährend die Kraft dazu?! Glaubt ihr denn, Gott kann oder will nichts vergelten dem, der sich selbstverleugnend seinen dürftigen Brüdern opfert? Oder meinet ihr, daß Gott ungerecht ist und von den Menschen das Unmögliche verlangt?!
      08] Aber Ich meine, ein wahrhaft redlich guter Wille und der sehnsüchtige Wunsch, womöglich dem armen Bruder Gutes zu tun, ist jedermann gar wohl möglich!
      09] So ein jeder mit dem durch und durch beseelt wäre, da würde es auf der Erde auch keine so ärmliche Hütte mehr geben, die nur von zwei Menschen bewohnt werden kann.
      10] Sehet, dies Haus Meines Freundes Matthäus hat heute viele Menschen gesättigt und gab seinen ganzen Vorrat aus wahrem, guten Herzen her, und so ihr es nicht glaubet, da gehet hinaus in die Speisekammer und gehet auf den Kornboden, und ihr werdet keinen Vorrat finden! Hier aber steht der Hausherr; fraget ihn, ob Ich die Unwahrheit rede!«
      11] Matthäus bestätigt vollkommen Meine Aussage und spricht: »Herr, es ist heute leider also, und ich weiß nicht, woher ich für morgen die Gäste versorgen werde. Aber es ging mir schon oftmals so, und ich vertraute auf Gott, - und sieh, es kam doch wieder in Fülle, daß ich die Gäste gar wohl versorgen konnte!«
      12] »Sehet«, sage Ich darauf, »so denkt und handelt ein rechter Mensch auf dieser Welt und beklagt sich nicht, daß ihn je Gott verlassen hätte! Und also ist es auch allzeit gewesen und wird ewig also sein!
      13] Der auf Gott vertraut, dem traut auch Gott und verläßt ihn nicht und läßt ihn nicht zuschanden werden! Aber jene, die, wie ihr, wohl an Gott glauben, daß Er einer ist, aber sie trauen Ihm nicht völlig, weil ihnen ihr eigenes Herz sagt, daß sie einer Gotteshilfe unwert sind, diesen hilft Gott auch nicht; denn sie haben ja kein Vertrauen auf Gott, sondern allein auf ihre eigenen Kräfte und Mittel, die sie für förmlich heilig und unverletzlich halten und sagen: "Mensch, willst du, daß dir geholfen sei, so hilf dir selbst; denn ein jeglicher Mensch ist sich selbst der Nächste und sorgt zuerst für sich!" Und bis er sich versorgt hat, geht der Hilfsbedürftige zugrunde!
      14] Aber Ich sage: So ihr zunächst für euch sorgt, so seid ihr von Gott verlassen und ledig Seines Segens und Seiner sonst so über alles sichern Hilfe! Denn Gott hat die Menschen nicht aus Selbstsucht, sondern aus purer Liebe erschaffen, und so sollen die Menschen der Liebe, die ihnen das Dasein gab, in allem völlig entsprechen!
      15] So ihr aber ohne Liebe und Vertrauen auf Gott lebt und handelt, da verkehrt ihr das Himmlische in euch freiwillig in Höllisches, wendet euch von Gott ab und werdet zu Dienern der Hölle, die euch dann am Ende auch den verdienten Lohn nicht vorenthalten wird, der da heißt der Tod im Zorne Gottes!

      Almosenempfänger dürfen Gutherzigkeit nicht mißbrauchen

      jl.ev08.159,11] Jesus zu Berufsbettlern, die aber reich waren: a »Es ist nicht fein von euch, hier zu betteln; denn ihr habt keines Almosens vonnöten! Warum habt ihr denn eure Häuser und Gründe in der Nähe von Samaria um ein teures Geld verpachtet und habt dann das Geld mit Wucher in die Wechselbank gelegt und seid reiche Leute geworden und bettelt nun in armer Kleidung auf fremdem Boden, auf daß ihr eure großen Wucherzinsen ersparet und dabei den wahren Armen dieser Gegend das ihnen Gebührende entzieht! Habt ihr als Juden denn nicht aus dem Gesetze vernommen, daß man Gott über alles und seinen Nächsten wie sich selbst lieben soll? Heißt das aber nach dem Gesetz leben und handeln, wenn man also tut wie ihr nun? Erhebet euch von diesem Platze, ihr beiden Heuchler und Betrüger, sonst soll es euch übel ergehen! (a jl.ev04.079,02-03*; jl.ev06.227,16; jl.ev08.159,11-13}

      Almosen an Arme können Sünden tilgen

      Almosen an Arme können Sünden tilgen: Him2.322,06] »Das beste Mittel zur Nachlassung der Sünden aber ist, die Sünden nicht mehr zu begehen, die begangenen aber wahrhaft zu bereuen, dafür den Armen aus Liebe zu Mir Almosen zu geben und all seinen Feinden von Herzen zu vergeben und für sie zu beten im Geiste und in der Wahrheit. - Denn wenn es einen gereuet, daß er gesündigt hat, da gereuet es auch Mich, daß Ich ihn darob strafen wollte. - Das Almosen aber bedecket ohnehin die größte Menge der Sünden. - Und dem, der vergibt, wird auch vergeben werden, und hätte er Sünden, wie da ist des Sandes im Meere und des Grases auf der Erde!"

      Almosen und Opfer werden je nach ihrer Großherzigkeit im Jenseits belohnt

      Almosen und Opfer werden je nach ihrer Großherzigkeit im Jenseits belohnt. Man soll sie zu Lebzeiten geben (jl.him2.260,11 ff.) Wohltun "wird allzeit schon in diesem und noch mehr im andern Leben belohnt.«(jl.ev01.125,22; jl.ev03.192,11-16; jl.ev04.079,05 .07; jl.ev09.009,05; jl.ev09.026,22; jl.ev10.139,04; jl.ev10.146,11)

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    Bearbeitungsstand: 18.01.2017