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Das vegetative Nervensystem

Seine Rolle bei der Konfliktbewältigung

nach Dr. Ryke Geerd Hamer
aus www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Kurzeinf/05Nervsy.htm

Inhaltsübersicht:


Die Rolle des vegetativen Nervensystems

Der Organismus verfügt im Falle eines Konfliktes über eine spezielle Leistung, die nicht vom Zentralnervensystem gesteuert wird: Er schaltet über das autonom arbeitende vegetative Nervensystem die vorher in Homoiostase (biologischer Wellen-Rhythmus) arbeitende Regulation von Sympathikus (Anspannung) und Vagus (Entspannung) einseitig um. Vermutlich werden alle Organe von den beiden Kontrahenten Sympathikus und Vagus innerviert und dadurch auf unterschiedliche Weise gefördert oder gehemmt. Wenn nun also im Konfliktfall der Organismus immer sympathikoton geschaltet wird (der Sympathikus überwiegt), bedeutet das einen Ernstfall oder Ausnahmezustand.

Auf diese Weise hat die Natur für das Überleben im Extremfall vorgesorgt. Bei Angriff, Flucht oder Verteidigung wird dem Organismus ein Maximum an Anspannung und Energie durch die Umschaltung auf Sympathikotonie zur Verfügung gestellt, was zu entsprechenden vegetativen Veränderungen führt: Infolge des Mehrbedarfs an Energie (Sauerstoff, Blut, Zucker) werden die peripheren Blutgefäße verengt, was zu erhöhtem Blutdruck und kalten Extremitäten führt. Der Organismus läuft auf Hochtouren (Dauerstreß), was wiederum Überwachheit und Schlafstörungen hervorruft. Der Appetit wird gebremst, da der überlebenswichtige Konflikt oberste Priorität beansprucht, und auf Dauer tritt Gewichtsverlust ein. Alles dreht sich um diesen Konflikt, deshalb ist auch die Vorstellung und das Denken des Lebewesens davon vollständig eingenommen, alles dreht sich wie ein Karrusell nur um dieses Thema. Würde ein so hochgradiger Konflikt in der gleichen Intensität fortdauern, so würde der Organismus auszehren und es würde der Tod durch Kachexie eintreten.

Wird jedoch der Konfliktfall erfolgreich gelöst (durch Besiegen des Gegners, gelungene Flucht etc.), kommt es im Anschluß zum anderen Extrem, der Vagotonie. Das heißt, nun werden die peripheren Blutgefäße erweitert, der Blutdruck sinkt ab, die Extremitäten werden warm oder gar heiß, der Appetit setzt ein und mit ihm steigt das Gewicht. Da aber die Reserven verbraucht wurden, tritt - gekoppelt auch mit der Hypotonie - Müdigkeit bis zur Erschöpfung auf, wie es z.B. jeder stark Fieberkranke kennt. Auch in dieser Phase kann es zu spezifischer Schlafstörung kommen.

Von daher können alle konfliktaktiven biologischen Vorgänge als sympathikoton geschaltete, kalte Krankheiten eingeordnet werden. Die übrigen vagoton geschalteten, heiße Krankheiten der erfolgreich konfliktgelösten Anschlußphase passen wie ein Schuh zum anderen Gegenstück. Auf einmal findet die zusammenhanglose Liste der ungefähr 2'000 bekannten Krankheiten einen Schlüssel in der zugehörigen Paarbildung der kalten und heißen Phase.

Wenn also beispielsweise ein Trennungskonflikt gelöst wird, folgt eine Neurodermitis mit entzündlicher (z.B. geröteter, juckender, brennender) Haut (heiße Phase) auf die konfliktaktive Phase mit schuppiger, rauher Haut (kalte Phase). Entsprechende Paarbildungen hat Dr. Hamer in seiner Tabelle ausführlich angegeben.

Aufgaben des vegetativen Nervensystems

Das vegetative Nervensystem bestimmt je nach Tagesrhythmus (Tag oder Nacht), ob eher Aktivität und Anspannung = Tag (= Sympathikus) oder eher Ruhe und Entspannung (= Parasympathicus) überwiegen.

Geist und Psyche entscheiden darüber, ob auf eine von innen oder außen eingehende „Information“ (Reiz, Erlebnis etc.) erhöhte Aktivität nötig ist oder ob alles im Gleichgewicht verbleiben kann. Sie beurteilen, ob ein Reiz energetisch und informatorisch stärkt oder schwächt.
Das System reguliert nach Möglichkeit alles zwischen Geist, Psyche und materiellem Körper so, dass eine Balance zwischen Aktivität und Ruhe, Spannung und Entspannung, also letztlich Harmonie und Eutonie entstehen sollte.
Dabei ist der Sympathicus-Anteil sozusagen der aktive Tagesteil (Yang), der Parasympathicus (Vagus) der passive Nachtteil (Yin).

Ein unverträglicher Reiz, ein als bedrohlich empfundenes Erlebnis, ein Angriff etc. erfordert Konzentration der Kraft für Aktivität, Kampf oder Flucht. Sofern Verwundungen eintreten, muss für rasche Blutstillung und Wundverschluss gesorgt werden. Zu schwache Schutzhüllen müssen durch rasches Zellwachstum verstärkt werden. Umgekehrt muss alles abgestellt werden, was in dieser Phase nicht unbedingt nötig ist, z.B. Verdauung. Diese Aufgaben erfüllt der Sympathicus mit seinen Nerven.

Nach Bewältigung des Kampfes oder Konfliktes benötigen Psyche und Körper wieder die Möglichkeit der Entspannung, Beruhigung, Erholung oder Heilung von Verletzungen. Was durch rasches Zellwachstum entstanden ist, muss evtl. rasch wieder abgebaut werden. Es kann wieder in Ruhe gegessen und getrunken werden und auch damit die Kraftreserven wieder aufgefüllt werden.

Diese Aufgaben erfüllt u.a. der Parasympathikus mit seinen Nerven.

Das Gleichgewicht beider Phasen, also die Harmonie dieser „Gegenspieler“ ist der erstrebenswerte Normzustand.

Der Sympathikus

Der Sympathikus dient der Anspannung, der Arbeit (Streßsystem), oder biologisch ausgedrückt: der Kampf- und/oder Fluchtbereitschaft.
In dieser Phase arbeiten und kämpfen wir. Gewöhnlich ist er von 4 (6) bis 20 (18) Uhr (Winter) aktiv.

Die „Arbeitsorgane“ und Leistungssysteme wie Herz, Muskeln, Gehirn, Blutgefäße, Blutzusammensetzung etc. sind verstärkt innerviert und werden verstärkt mit Energie versorgt.

Dagegen wird die Verdauung, die Sekretion innerer Drüsen und die Darmperistaltik herabgesetzt.

Sympathikus-Kennzeichen bzw. Wirkungen

Typische sympathikotone Reaktionstendenzen

Pharmakologische, sympathikusanregende Mittel

durch:

Psychologische Verfahren zur Sympathicus-Anregung

Da das vegetative Nervensystem vor allem von Geist und Psyche gesteuert wird, sind auch Verfahren, die auf diesen Ebenen ansetzen, letztlich erfolgreicher als Medikamente. Durch Autosuggestion, autogenes Training oder Selbstbehauptungstraining

Der Parasympathikus

Der Parasympathikus (Vagus) dient der ruhigen Verdauung (dem Stoffwechsel), der Erholung (Regeneration), der Selbstheilung und dem (Wieder)Aufbau körperlicher Reserven.

Er setzt im Tagesrhytmus ein bei Sonnenuntergang und dauert bis Sonnenaufgang. Er dient der Ruhe- und Erholungsphase, dem Schlaf und der Selbstheilung.

Die Ernährungsorgane sind verstärkt innerviert und durchblutet, z.B Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüsen.

Vagotone (parasympathische) Kennzeichen bzw. Wirkungen

Typische vagotone Reaktionstendenzen

Pharmakologische, parasympathikusanregende Wirkungen

durch Sympatholytika, Adrenolytika:

Psychologische Verfahren zur Parasympathicus-Anregung

Da das vegetative Nervensystem vor allem von Geist und Psyche gesteuert wird, sind auch Verfahren, die auf diesen Ebenen ansetzen, letztlich erfolgreicher als Medikamente. Durch Gebet, Autogenes Training oder Jacobsonsche Progressive Muskelrelaxation, Meditation etc. mit entspr. Suggestionen (schwer, tief entspannt, ruhig, gelassen etc.) können bei Geübten in wenigen Minuten Psyche und Organismus und das parasympathische Nervensystem in Ruhe und Entspannungszustand umgeschaltet werden. Hand nach rechts weisend Ganzheitliche Therapie in Konflikt- und Lösungsphase

Mehr zum Nervensystem: http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Kurzeinf/05Nervsy.htm


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