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(Un)Gesichertes über Reflexzonen

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    Von den zahlreichen Reflexzonen des menschlichen Organismus sind wohl die Hand- und Fußreflexzonen am bekanntesten, wie sie auch medizinisch zu diagnostischen wie therapeutischen Zwecken am meisten genutzt werden.
    Die Beschaffenheit und Stellung der Finger und Zehen ermöglicht zugleich auch wichtige Aussagen über angeborene organische Schwachbereiche und seelisch-geistige Qualitäten der betreffenden Person.
    Relativ neu sind die detaillierten Erkenntnisse der Abbildung des menschlichen Organismus im Bereich der Schienbeine.
    Ebenso spiegelt sich der Organismus am Schädel, am Gaumen und am After wider.

    Wir schreiben das Jahr 1900, als der weithin bekannte Berliner Professor für Gynäkologie Fließ seinen Patientinnen mit konzentriertem Kokain bestimmte Regionen in der Nase veräzt. Daraufhin verschwinden schlagartig selbst langjährige Unterleibsbeschwerden.
    Er nutzte auf diese Weise die Reflexzonen, die 17 Jahre vorher Voltilini gefunden hatte. Dieser hatte entdeckt, dass die Geschlechtsorgane und die Nase Schwellkörper besitzen und diese Nasenstrukturen mit den Funktionen von Gebärmutter und Eierstöcken in Verbindung stehen.
    Die heutige Nasenreflextherapie mit ätherischen Ölen ist deutlich weniger spektakulär, aber genauso wirksam und inzwischen wurden diese Reflexzonen auch bei Prostata- und Hodenproblemen erfolgreich eingesetzt.

    Ein anderes Reflexzonensystem, das am Rücken wurde durch eine wundersame Heilung bekannt: Der Physiotherapeutin Elisabeth Dieke war 1929 wegen dramatischer Durchblutungsstörungen ihres rechten Beines bereits die Amputation angeraten worden. Da bemerkte sie, dass ihre Füße kribbelten, wenn sie mit ihren Fingern pflugartig durch die Haut ihres unteren Rückens zog. Als sich durch konsequente Selbstbehandlung ihre Durchblutungssituation verbesserte, war ihr Bein gerettet und eine neue Methode geboren: Die von ihr entwickelte Bindegewebsmassage ist seither fester Bestandteil in der Ausbildung von Physiotherapeuten und Masseuren. Grundlage dafür sind die Dermatome, Hautzonen, die mit den Organen über die Wirbelsäulenetagen verbunden sind.

    Ursprünglich von Henry Head 1893 beschrieben sind die Head'schen Hautzonen immer noch hochaktuell und werden in vielfacher Weise in der Naturheilkunde und der Neuraltherapie genutzt.

    Neben diesen beiden existieren noch etwa 30 weitere Reflexzonensysteme auf unserer Hautoberfläche, die allesamt für Diagnostik, Therapie und Wohlgefühl leicht erreichbar sind. Von allen diesen, wie der Fachmann sagt „somatotopischen Systemen“ sind streng genommen nur die Dermatome wissenschaftlich anerkannt. Daran schließen sich eine Fülle von Reflexzonen an, die sich in einer Grauzone befinden.

    Studien haben zwar belegt, dass sie vorhanden sind, aber trotz millionenfacher erfolgreicher Anwendung reicht es nicht für einen wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis. Hier muss sich unsere Wissenschaft die Kritik gefallen lassen, dass sie bislang die Reflexzonenphänomene nur sehr stiefmütterlich untersucht hat und daher die Nachweise entsprechend spärlich aussehen. Dazu gehören die Anwendungen in der Nase genauso wie die Fußreflexzonen oder die irisdiagnostischen Reflexzonenzeichen in den Augen.

    Eine weitere Gruppe von Reflexzonensystemen hat über Nadeltechniken den Zugang zur Anwendung in der Praxis bekommen. Auch wenn dabei oft der Eindruck eines chinesischen Ursprungs entsteht, wurde die Reflexzonenarbeit an den Ohren von Nogier, einem Arzt aus Lyon und die am Schädel von Zeitler, einem Wiener Arzt entdeckt.

    Etwa 1970 kam hierzu die Systematik von Yamamoto, einem japanischen Arzt, der neue Zusammenhänge am Kopf beschrieb.

    Schließlich besteht eine dritte Gruppe von Reflexzonensystemen, für die sowohl wissenschaftliche Anerkennungs- als auch Wirksamkeitsstudien fehlen. Hierzu zählen die Reflexzonen an den Händen, die auf der Zunge oder die im Gesicht.

    Kommt die Massage an den Händen zunehmend als höchst wirksame Methode zur Selbstbehandlung von Alltagsbeschwerden ins Bewusstsein, so kennen alle Medizinkulturen die Antlitz- und Zungendiagnostik als ersten Wegweiser in der Beurteilung eines Kranken – Befundmethoden, die besonders in der ayurvedischen und der traditionellen chinesischen Medizin eine hohe Beachtung genießen.

    Es werden immer wieder neue „Landkarten der Gesundheit auf unserer Körperoberfläche entdeckt, die diagnostisch und therapeutisch mit minimalem Aufwand einsetzbar sind und in einer Fülle von Anwendungsformen gute Ergebnisse bringen.

    Eine ganzheitliche Energetisierung und Harmonisierung dieser Reflexpunkte/zonen mit vielwöchig angereicherten Naturprodukten ist für Laien auch ohne Kenntnisse der Einzelpunkte möglich.

    Für die simultane Beeinflussung der Zungenreflexzonen und Zahnreflexzonen eignen sich z.B. Lichtglobuli, die auf der Zunge aufgelöst werden.
    Einige Tropfen lichtangereichertes Mohnblütenöl, oder Kampfer-Lichtöl, oder leicht verdünntes Sole-Lichtkonzentrat können sowohl für die Zungenreflexzonen als auch für alle Hautreflexzonen (z.B. die Ohrreflexzonen, Nasenreflexzonen, Handreflexzonen, Head'sche_Hautzonen, Fußreflexzonen) energetisierende, stärkende, schmerzstillende und heilungsfördernde Wirkungen erzielen.

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Bearbeitungsstand: 20.11.2017